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Wo ist Sebastian?

560 Beiträge, Schlüsselwörter: Vermisst, Leiche, Sebastian, Piratenschiff, Amrum

Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 14:17
Mich zieht es nicht an Gräber oder auf Friedhöfe meiner verstorbenen Verwandten. Wobei ich nicht weiß, ob das anders wäre bei einem eigenen Kind. Ich hoffe, diese Frage muss ich mir auch niemals stellen. Wenn ich die Asche ausstreuen würde, dann aber sicher irgendwo in meiner Nähe, wo ich wohne, damit ich den Ort, mit dem mein Kind ja irgendwie dann verbunden ist, öfter / einfacher aufsuchen kann.


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 14:21
@aschenputtel

Nein, einen Grabstein in dem Sinne gibt es nicht! Man kann natürlich an der stelle tauchen gehen, oder mit einem Boot an die stelle fahren, aber das ist natürlich mehr Aufwand als Gedenken.

Meine Freundin hat es zb so gemacht, das sie die Seekarte mit den Koordinaten schön eingerahmt hat mit Fotos etc drumrum und Zuhause aufgehängt hat. Darunter stehen immer Blumen und eine Kerze (eine normale, kein grablicht)
Und wenn sie am Strand ist oder einfach am Wasser spazieren geht oder hafenfest ist etc ist unsere Freundin uns immer ganz nah.

Aber es gibt soviel "neue" beerdigungsarten. Neuerdings haben wir auch einen begrabniswald.
Und engelstor, engelswiese usw


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11.07.2012 um 14:51
Die Urne muss aus vollständig auflösbarem Material (z. Bsp. Salz) sein, da wird ein Tauchgang wohl nichts bringen.


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11.07.2012 um 14:58
@salmiakki

Stimmt!
Bleibt ja nur ein gedenkplatz Zuhause ....


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11.07.2012 um 14:59
Ok, wenn die Asche irgendwo in der Nähe verstreut werden würde, dann stelle ich mir das auch stimmiger vor.

Aber so ist es halt schon sehr weit weg von der Familie. Gut, vielleicht haben sie so entschieden, weil Sebastian die Gegend so geliebt hat und vielleicht auch weil seine Mutter ja ursprünglich aus Deutschland kommt.

Letztendlich muss es eh jeder für sich entscheiden.


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11.07.2012 um 15:04
Ja, und man weiß nie, was man am Ende tun würde, weil man sich vorher gar nicht reinversetzen kann. Ich konnte mir z.B. vorher auch nicht vorstellen, einen geliebten Menschen verbrennen zu lassen. Als dann der erste herbe Trauerfall in der Familie eintrat, war der Termin zur Verbrennung dann aber wie eine Erlösung. Die Vorstellung, dass der geliebte Mensch noch irgendwo körperlich rumliegt, man aber ihn nicht mehr anfassen, in den Arm nehmen und küssen kann und er schon anfängt vor sich hinzumodern, war total schlimm, nach der Einäscherung hörten diese Gedanken (und Albträume) dann erst auf. Deswegen, bevor man selbst in den Schuhen steckt, weiß man nicht, wie es ist, das ist eine sehr emotionale Entscheidung, und da trifft jeder für sich eine andere.


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 15:06
Annalotta schrieb:Meine Freundin hat es zb so gemacht, das sie die Seekarte mit den Koordinaten schön eingerahmt hat mit Fotos etc drumrum und Zuhause aufgehängt hat. Darunter stehen immer Blumen und eine Kerze (eine normale, kein grablicht)
Und wenn sie am Strand ist oder einfach am Wasser spazieren geht oder hafenfest ist etc ist unsere Freundin uns immer ganz nah.
Diesen "Altar" den deine Freundin zu Hause errichtet hat, stell ich mir sehr schön und heilsam vor.
Und da ihr ja in der Nähe des Wassers wohnt, finde ich eine Seebestattung hier wirklich sehr stimmig.
Annalotta schrieb:Aber es gibt soviel "neue" beerdigungsarten. Neuerdings haben wir auch einen begrabniswald.
Und engelstor, engelswiese usw
Das klingt ja interessant. Wie darf man sich so eine Engelswiese oder einen Begräbniswald vorstellen?


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11.07.2012 um 15:14
Comtesse schrieb:Ja, und man weiß nie, was man am Ende tun würde, weil man sich vorher gar nicht reinversetzen kann.
Da bin ich ganz bei dir.


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 15:21
@aschenputtel

Wie das mit dem Begrabniswald von Stätten geht weiß ich nicht, kann mich aber schlau machen.

Die Engelswiese ist speziell für Eltern die ein Kind noch während der Schwangerschaft verloren haben und es beerdigen möchten. Allerdings darf da nur ein Kind beerdigt was noch unter 500 Gramm wiegt. Diese werden in Weidenkörbchen beerdigt.

Das Engelstor ist für Früh oder Totgeburten ab 500 Gramm. Dieses "Tor" ist aufgebaut wie eine Spirale und der "Eingang" ist ein Tor. Und ich meine dort werden auch nur Särge benutzt.

Bei der Wiese und dem Tor gibt es keine Grabsteine(sind ja auch beinahe schon großer als das Grab selbst), man gestaltet es quasi selbst. Wir zb haben ein Stück Stein gravieren lassen.

Es ist aufjedenfall sehr schön gemacht! Und nicht mehr so düster und grau wie man es sich immer vorstellt. Ich suche heute Abend mal die links dazu raus.

Allerdings wären die Wiese sowie das Tor beide keine Option für Sebastian, weil er schlichtweg schon zu groß war/ist. Klingt Paradox, weil er ja doch noch so klein war. :-(


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 15:26
Begräbniswald habe ich auch schon was von gehört, da gibt es zwei Möglichkeiten, einmal dass die Asche in ein Loch in der Erde geschüttet wird und darauf wird dann ein Baum gepflanzt. Der Baum zieht die Nährstoffe aus der Asche beim Wachstum heraus (Asche ist ja auch ein Düngerersatz) und so verbinden sich dann sozusagen die Überreste des Verstorbenem mit dem Baum und damit mit neuem Leben. Das gleiche gibt es dann auch noch mal nur mit schon vorhandenen Bäumen, da sucht man sich dann einen Baum aus und da wird die Asche drumherum gestreut. Ich weiß aber gar nicht, ob das in Deutschland ist oder im Ausland war, der Beitrag, weil ich meine, man darf die Asche in Deutschland gar nicht ohne Urne vergraben. Habe das nur als TV-Beitrag gesehen und mir sehr schön vorgestellt. An dem Baum kann man dann auch Blumen aufstellen oder eine Gedenktafel anbringen, und was ich schön finde, man hat etwas zum Anfassen, kann den Baum umarmen und hat dabei ein bisschen das Wissen, ein Stück von dem Verstorbenen steckt ja jetzt über die Nährstoffe mit drin. Weiß nicht, bin halt ein Haptiker, ich muss anfassen können. ;)


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11.07.2012 um 15:34
@Comtesse

Das ist ja auch schön! Gefällt mir persönlich besser als ein normales Grab oder seebestattung, so wie du es beschrieben hast.


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11.07.2012 um 15:39
Ja, und wenn man das jetzt noch im eigenen Garten machen dürfte, wäre es perfekt. ;)


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11.07.2012 um 15:42
@Comtesse

Ja, das stimmt! Aber ich glaube von der Möglichkeit sind wir noch weit entfernt - leider :-(


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11.07.2012 um 15:49
@Annalotta
Ja leider. In anderen Ländern ist man da nicht so streng. In den Niederlanden kann man z.B. die Urne nach der Einäscherung mit nach Hause nehmen. Da interessiert es keinen, was du mit der Asche machst. Kannst du dann auf den Kamin stellen oder im Garten ausstreuen oder in einem See... In den USA scheint das ja auch so zu sein, wenn man den Filmen glauben darf. Frage mich, warum das in Deutschland nicht geht. Hat bestimmt wieder politische oder wirtschaftliche Gründe - am Tod lässt sich durch die ganzen Zwangsauflagen in Deutschland immerhin gut verdienen. Siehe nur den Irrsinn, dass man auch für eine Einäscherung einen Sarg kaufen muss, der dann verbrannt wird - was soll das? Totale Verschwendung von Rohmaterialien, Energie und nicht zuletzt Geld, denn selbst der billigste Sarg kostet mehrere hundert Euro, nur zum Verbrennen, kann man das Geld auch gleich ins Feuer legen, unfassbar alles!


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 16:01
@Annalotta

Danke für die ausführliche Erklärung der Engelswiese und des Engelstors. Ach, das klingt so schön und traurig zugleich. Und dann noch im Weidenkörbchen beerdigt. Unfassbar, was manchen Menschen wiederfahren muss, ich könnte das nie und nimmer ertragen. Ganz starke Mamas müssen das sein.


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11.07.2012 um 16:12
Comtesse schrieb:und was ich schön finde, man hat etwas zum Anfassen, kann den Baum umarmen und hat dabei ein bisschen das Wissen, ein Stück von dem Verstorbenen steckt ja jetzt über die Nährstoffe mit drin.
Das stell ich mir auch sehr schön vor. Und wenn man das im eigenen Garten machen könnte, hm, ich glaube schon, dass das die Trauer zumindes ein bisschen lindern könnte.

Aber das sogar hier die Wirtschaft ihre Klauen drinnen hat, ist einfach nur traurig. Und das mit den Särgen ist wohl echt ein Witz. Muss gleich nachschauen ob das in Österreich auch so ist.


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Wo ist Sebastian?

11.07.2012 um 20:59
@aschenputtel

Hier der link zum engelstor. (ist jetzt speziell das für eckernförde) die engelswiese is dort auch erklärt.
http://engelstor.de/index.php


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11.07.2012 um 21:26
@Annalotta

Mei, ist das süß und herzzerreißend. Danke für den wunderbaren Einblick.


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12.07.2012 um 14:52
Wer weiß, ob das so stimmt, mit der Seebestattung. Vielleicht wollen die Eltern auch einfach ein Pilgern ans Grab verhindern, auf den Fall ist ja nun ganz Deutschland aufmerksam geworden und Leute sind einfach neugierig und kommen und "gaffen". Da bist du außen vor, wenn du eine Seebestattung vorschiebst oder eben auch durchführst, sonst hättest du doch haufenweise Leute, die immer am Grab herumstehen, dich ansprechen, kommentieren, kritisieren, ....


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Wo ist Sebastian?

12.07.2012 um 21:55
@missmary

Das wäre natürlich möglich! Diese Möglichkeit habe ich garnicht in Betracht gezogen. Eine (offizielle?) Seebestattung gibt der Familie die Möglichkeit in Ruhe und im engsten Kreis Abschied zu nehmen und abzuschließen (sofern dies möglich ist).


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