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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

214 Beiträge, Schlüsselwörter: Auftragsmord, Beziehungstat, Weiden, Klankermeier
Sweetgwen
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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

09.09.2012 um 12:30
Hallo,

bin heute beim Online-Zeitung lesen über den Fall Klankermeier gestolpert. Bis jetzt sind seine Mörder unauffindbar und auch die Gründe sind nicht eindeutig.
Es war kein Raubmord, die Tageseinnahmen sind noch in der Wohnung, die Rolex war noch am Handgelenk und auch die Brieftasche war noch bei ihm.
Er wurde vor seinem Tod gefoltert, davon zeugen Rippenbrüche und dann mit einem gezielten Herzschuss getötet.


http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10009&pk=826612&p=1


http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/Mord-seit-30-Jahren-ungesuehnt;art2388,2109185


Nachzulesen siehe oben.
Es wird allerdings darüber diskutiert, ob es eine Beziehungstat war oder ein Auftragsmord im "Milieu".

Was denkt ihr darüber ?
Kann man bei so einer Tötungsart überhaupt von Beziehungstat sprechen ?
Gibts im Internet noch mehr über den Fall zu lesen ? Ich finde relativ wenig darüber...

Naja und falls ich jetzt mal wieder etwas falsche getippselt habe oder der Fall euch zu langweilig ists... überlest es bevor dumme Sprüche kommen ;-) "danke"


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PaulVitti
ehemaliges Mitglied

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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

09.09.2012 um 15:46
Hier noch etwas mehr dazu:

http://www.oberpfalznetz.de/onetz/3377769-118,1,0.html


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

12.09.2012 um 22:33
Das war damals ein Riesenskandal in der Gegend. Er hat sein Vermögen ausgerechnet einer Pfarrerstochter hinterlassen, die er beim Reiten kennen gelernt hat,


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SeelenStein
ehemaliges Mitglied

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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

21.09.2012 um 08:00
Sweetgwen schrieb am 09.09.2012:ob es eine Beziehungstat war oder ein Auftragsmord im "Milieu"
Ich denke.. wenn es ein AUftragsmord gewesen wäre.. dann hätte ihn Jemand einfach umgebracht und nicht zuvor gequält.., oder?

Ich tippe eher auf Jemanden der aus seinem Umfeld stammt..


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

21.09.2012 um 11:09
SeelenStein schrieb: Ich denke.. wenn es ein AUftragsmord gewesen wäre.. dann hätte ihn Jemand einfach umgebracht und nicht zuvor gequält.., oder?
Vielleicht wollte der Täter etwas von ihm wissen, er hat es nicht preisgegeben, und wurde deshalb gequält....


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

05.02.2013 um 01:40
Meines Erachtens war es ein Auftragsmord. An eine Beziehungstat glaube ich nicht. Allerdings lässt die Tatsache, dass er an diesem Abend ohne Bodygard das Haus verließ (hat er ansonsten nie gemacht), darauf schließen, dass er sich sagen wir mal "sehr privat" mit jemandem treffen wollte und so allein aus dem Haus gelockt wurde. Ich müsste mich sehr täuschen, aber Klankermeier war schwul.

Klankermeier hatte Kontakte zum Milieu, wenngleich er in Weiden selber nicht wollte, dass ein Puff eröffnet würde, hat er jedenfalls geäußert. Dass er hier Druck bekam, von wem auch immer, war auch kein Geheimnis. Zu der Zeit gab es noch andere Morde im Milieu, ein Auftragskiller (könnte ein Österreicher gewesen sein) wurde festgenommen, schwieg aber beharrlich. Die genauen Zusammenhänge bekomme ich aber nicht mehr zusammen.

Es gab auch Vermutungen, die Stadtverwaltung Weiden könnte darin verwickelt sein. Jedenfalls machte er denen das Leben zur Hölle und ärgerte sie, wo er nur konnte, das Geld dazu hatte er.

Was merkwürdig war, erst ermittelte die Kripo unter Hochdruck und dann wurde urplötzlich alles gegen Null gefahren, ohne Begründung.

Das ist das, was ich zu dem Fall weiß.


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

06.02.2013 um 21:37
hab mal ne lange Doku drüber gesehn (große Kriminalfälle glaube).Hochinteressanter Fall der damals für sehr viel aufsehen sorgte da der Typ in der Öffentlichkeit stand.Leider weiß ich kaum noch was drüber.


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

07.02.2013 um 13:03
Klankermeier hatte in den 70ern ein Striplokal in Weiden. Was für den Norden Deutschlands die Reeperbahn war, war für den Süden Weiden. Dafür hat ihn die Stadtverwaltung gehasst. Über diesem Striplokal lag die einzige Diskothek Weidens und man "musste" an Walter vorbei, der fast immer am Eingang stand, wenn man nach oben wollte. In den Pausen zwischen den Darbietungen hat er vor allem uns Mädels öfter mal auf einen Sekt eingeladen, aber immer darauf geachtet, dass wir mit dem Milieu nicht in Berührung kamen. Als er dann diesen Laden schloss und selbst eine Disko eröffnete, gab's keinerlei Schwellenangst und wir sind alle ins Klanki gegangen. Alle haben Walter gemocht.

In Weiden selbst gab sich Walter als Saubermann, hatte aber wohl doch noch andere Seiten bzw. Geschäfte, wie im Nachhinein deutlich wurde.

Auch heute noch ist der Mord ein Gesprächsthema. Erst letzten Sommer diskutierten wir im Biergarten darüber und eigentlich lässt es sich auf eine Unbekannte reduzieren. Warum hat Klankermeier seine Bodygards nach Hause geschickt und welchem Besuch hat er entgegen aller sonstigen Vorsicht so vertraut, dass er ihn in die Wohnung eingelassen hat, denn Einbruchsspuren gab es keine. Ein solches Verhalten von ihm gab es zuvor nicht und damit keine Möglichkeit, an etwas Bekanntem anzuknüpfen.


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KonradTönz1
ehemaliges Mitglied

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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

07.02.2013 um 13:14
emz schrieb:Dafür hat ihn die Stadtverwaltung gehasst.
So wie es in den Berichten steht, müssen einige Vertreter der Stadtverwaltung die Objekte ihres Hasses aber sehr intensiv begutachtet haben...


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

08.02.2013 um 01:02
Man muss doch wissen, wogegen man ist ;-)


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Ludwig_01
ehemaliges Mitglied

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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

12.02.2013 um 15:36
Der Mord war auch Thema bei "Ungeklärte Morde - dem Täter auf der Spur", Folge 19.
Die Reihe wird derzeit auf RTLIInow wiederholt.


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

22.06.2013 um 04:21
Es soll so gewesen sein, dass er mit einem jungen Mann mitging.
Ob der aber schwul war, ist eine andere Geschichte. Es kann auch um irgendwelche Geschäfte gegangen sein.

Private und offizielle Ermittler haben damals Verbindungen zu Hits in Tirol gezogen. Ich weiss aber nicht, wie diese Verbindungen ausgesehen haben sollen. Habt ihr dazu mehr?

Wenn die so scharf darauf waren, ihn zu greifen, dann ging es mutmasslich um grosse Summen (wenn es keine Liebesgeschichte war). Das kann auf Nutten, Koks oder Hehlerware hindeuten.


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

23.06.2013 um 17:15
Ungeklärte Morde - Dem Täter Auf Der Spur - Soko Klankermeier (Teil 1)


http://www.youtube.com/watch?v=1u8VyOB0hww


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

23.06.2013 um 17:15
Ungeklärte Morde - Dem Täter Auf Der Spur - Soko Klankermeier (Teil 2)

http://www.youtube.com/watch?v=hdBQJ4G6aZw


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

23.06.2013 um 17:16
Ungeklärte Morde - Dem Täter Auf Der Spur - Soko Klankermeier (Teil 3)

http://www.youtube.com/watch?v=nPl3Ys0SIBk


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

07.06.2014 um 05:55
Leider ist der Beitrag nicht mehr online.

Aber am Ende wurde der Verdacht geäussert, das es ein Killer aus dem österreichischen Rotlichtmilieu gewesen sein könnte. Habt ihr dazu weitere Hinweise?


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

06.07.2015 um 19:04
93030,1436202240,Allmy Walter Klankermeier 14042003Wir können ja den Thread mal wieder nach vorne holen.
Anbei noch einmal der TV-Hinweis vom 14.04.2003, in der der Fall Klankermeier behandelt wurde. Vielleicht hat ja jemand die alten UM-Folgen aufgezeichnet und kann eine Zusammenfassung einstellen?


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

06.07.2015 um 19:25
Ärgerlich. Die Folge scheint gerade am 24.06. wiederholt worden zu sein, aber mitten in der Nacht :( :

Quelle: http://www.fernsehserien.de/ungeklaerte-morde-dem-taeter-auf-der-spur/folgen/soko-klankermeier-soko-fresse-373571
Soko Klankermeier / Soko Freße
Folge 19

Soko Klankermeier – In Weiden ist der Name Klankermeier auch heute noch in aller Munde – der gebürtige Augsburger brachte Sex and Crime in die kleine Stadt in der Oberpfalz. In seiner „Fortuna-Bar“ wurde ein Programm geboten, das in Bayern für Aufruhr sorgte: Live-Sex auf der Bühne, 150 kg-Stripperinnen … Die stets bestens besuchte Bar wird zum Politikum, doch Klankermeier lässt sich nicht beirren. 1982 ist der gelernte Metzger mehrfacher Millionär und besitzt vier Lokale, eine Diskothek, ein Pilspub, ein Rasthaus und ein Striplokal. Am Nachmittag des 14. Juni 1982 ist Klankermeier in der Diskothek „Tiffany“ und spricht mit seinen Angestellten. Kurz vor 20 Uhr erreicht ihn ein Telefonat, wenig später verlässt er das Lokal und verschwindet spurlos. Zwei Monate später entdecken zwei Landwirte seine Leiche in einem Wald der Gemarkung Bechtsried (Landkreis Neustadt). Klankermeier wurde wohl noch am Abend seines Verschwindens ermordet. Soko Freße – Am 4. März 1988 wird die Prostituierte Petra Freße auf einem Schrottplatzgelände in Essen ermordet aufgefunden. Vermutlich war der Täter ein Freier, der Petra Freße am Bahnhof Altenessen angesprochen hat. (Text: RTL II)
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In der Zeit erschien 1971 ein Artikel über Klankermeier (wenn das Archiv richtig datiert ist. Bei den alten Berichten kann es manchmal unabsichtlich zu Verschiebungen kommen, ist in unserer Tageszeitung auch ab und zu, deswegen u. V.):
Pfälzer Sündenbabel
In Weiden zeigen Stripperinnen Hamburger Sex

Aktualisiert 1. Oktober 1971 07:00 Uhr


Von Carl Schmidt-Polex

Weiden/Oberpfalz

Nach der Predigt waren sich die geistlichen Herren der neun Kirchen in dem oberpfälzischen Städtchen Weiden protestantische einma einig. Katholische und protestantische Pfarrei forderten die Kirchgänger am aufliegende Sonntag auf, ihre Unterschrift in aufliegende Lister einzutragen. „Den Unterzeichneten“ so formulierten die Initiatoren dieses oberpfälzischen Referendums, „liegt daran, daß Weiden den Ruf als wirtschaftliches Zentrum der Nordoberpfalz behält und nicht zum erotischen Mittelpunkt dieses Gebietes wird“. Nur knapp 3400 fromme Weidener setzten ihre Unterschrift unter die Listen, die verhindern sollen; daß Weiden (44 000 Einwohner) zum „Sündenbabel“ wird.

Schuld an allem ist ein gewisser Walter Klankermeier, 31 Jahre alt, gebürtiger Augsburger und über den lohnenden Umweg Chicago nach Weiden gekommen, um „Städtern und denen aus dem Umland“ zu bieten, was sie bisher, so die lokale Frankenpost, nur aus einschlägigen Filmen und Pornoheften kannten. Als Pächter der „Fortuna-Bar“ läßt er seit Januar heißen Strip produzieren und die Puppen tanzen. „Die Mädchen entblättern sich total“ meldete, der Chronistenpflicht nur unvollständig genügend, die Frankenpost, „und exerzieren mit diversen Utensilien Sex-Unterricht in natura“. Die braven Bürger aber schliefen nicht, und auf ihre Aufforderung hin wurde die Stadtverwaltung aktiv. Über nacht wurde Klankermeier die Konzession entzogen. Das Ordnungsamt monierte, daß sich gelegentlich gar ein Pudel zwischen den fälligen Stripperinnen amüsierte. Dazu ein Sprecher der „Fortuna-Bar“: „Unsere Mädchen arbeiten sonst mit Affen und Papageien. In Mönchengladbach haben sie sogar kürzlich einen Schimmel auf die Bühne getrieben. Und hier wird ein kleiner Pudel zu einer Affäre“.

Klankermeier überstand die Affäre vor dem Regensburger Verwaltungsgericht glänzend: Er erhielt seine Konzession zurück. Er ließ in die umliegenden Zeitungen Inserate einrücken: „Sollten sie aus moralischen Gründen oder wegen ihres Image nach außen hin es nicht verantworten können, so bleiben sie der Fortuna-Bar fern. Alle modern eingestellten Menschen heiße ich auf das aller Herzlichste willkommen.“

Und sie kamen in Scharen. Modern eingestellte Mitbürger, aber auch weniger Moderne. „Wir fühlen uns veranlaßt, etwas zu tun, wenn einePerson wie Klankermeier mit der öffentlichen Darbietung von Perversionen und Sauereien die oberpfälzischen Bauern ausnimmt“. Diesen Satz sprach Franz Hammer aus, Geschäftsmann aus Weiden und CSU-Ortsvorsitzender. „Als verantwortungsvoller Katholik kann ich so etwas nicht dulden.“ Er räumt ein, er habe erst dann seiner moralischen Entrüstung eine Initiative folgen lassen, als eine Hamburger Sex-Illustrierte („Sie wurde mir von unbekannter Seite zugespielt“) sich in Wort und Bild mit denStripperinnen nebst Pudel auseinandergesetzt hatte. „Kompetente Leute aus Nürnberg und München“ so Hammer heute, „bestätigten mir, daß sie derartige Perversionen noch nie gesehen hätten“.

Eine Unterschriftenaktion der Bürger sollte den Eindruck verwischen helfen, daß es in Weiden ‚koa Sünd net gibt‘. Ein Protestschreiben an die Stadt Weiden, unterzeichnet von Franz Hammer und CSU-Stadtrat Oskar Rauch, beklagt „die Darbietungen, die nach unserer Meinung alle Möglichkeiten der sexuellen Befriedigung zumindest andeuten, wenn nicht sogar vollziehen“. Und weiter: „Sie sind nicht nur geeignet, die Besucher ungünstig zu beeinflussen, sondern machen Weiden in der Oberpfalz darüber hinaus in der näheren Umgebung als ,Sündenbabel‘ berühmt.“

Pfälzer Sündenbabel
Seite 2/2
Den Verdacht mancher Mitbürger, daß der besorgte CSU-Mensch Hammer über ein Detail-Wissen verfügt, daß über berufliche Neugierde weit hinausreicht, wurde von Barchef Klankermeier bestätigt. „Der Herr, der sich da zum Sittenapostel über eine Stadt und deren Umland aufspielt, hat sich im Januar dieses Jahres mit sichtlichem Vergnügen meine Show in der Fortuna-Bar angesehen“.

Hammer zu dieser Eröffnung: „Damals gab es noch ein ganz harmloses Strip-Programm. Mit Schönheitstänzen und so.“ Dazu Klankermeier: „Bei mir ging es immer heiß zu. Die Mädchen haben ihm außerordentlich gut gefallen, und Herr Hammer hat sich recht großzügig gezeigt und etliche Flaschen springen lassen.“ Hammer: „Ich war mit ein paar Jägerfreunden in der Bar.“ Klankermeier: „Die Zeche, die er in dieser Nacht in meiner Bar gemacht hat, belief sich auf 925 Mark.“ Hammer: „Die genaue Höhe weiß ich natürlich nicht mehr. Aber auf jeden Fall habe ich Anzeige erstattet. Dem Mann muß die Konzession entzogen werden. Schon wegen dem Präzedenzfall für Weiden und das Umland.“

Als erster strich freilich Moralapostel Hammer die Segel. „Um zu verhindern“, so erklärte er kleinlaut, „daß das Anliegen der Aktion mit den unberechtigten Anwürfen gegen mich vermengt wird, erkläre ich hiermit, daß ich bis zu der an anderer Stelle vorzunehmenden Klärung der Angelegenheit von dieser Aktion zurücktrete.“

Inzwischen verklebt Walter Klankermeier die Fenster seines Etablissements mit Berichten aus der Lokalpresse, die sich mit oberpfälzischer Vehemenz in die Schlacht um das angebliche Sündenbabel gestürzt hat. „Eine Bombenreklame“, meint Puppenspieler Klankermeier. „Mein Laden ist jeden Abend gerammelt voll.“

Längst hat er seine Mädchen ermuntert, „schärfer zu arbeiten“. „Das bin ich schon meinen Gästen schuldig, die nach dem Wirbel Wunderdinge, bei mir erwarten.“ Vom 1. Oktober an tritt deshalb in der Fortuna-Bar ein Pärchen auf, das bisher den verwohnten Gästen des bekannten „Salambo“ auf Hamburgs Reeperbahn demonstrierte, daß es auch nach Oswalt Rolle zum Thema Sex noch eine ganze Menge zu zeigen gibt.
Quelle: http://www.zeit.de/1971/40/pfaelzer-suendenbabel


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

06.07.2015 um 20:37
Na, das passt schon mit dem Zeit-Artikel aus ´71, denn ich hatte überlesen, daß Walter Klankermeier zum Zeitpunkt seines Verschwindens im Jahre 1982 42 Jahre alt war.
Es steht in dem Link der Mittelbayrischen, der oben auch verlinkt ist. ich stelle den Text auch einmal herein:
04. September 2012
21:08 Uhr
Das ungeklärte Ende eines Nachtclub-Königs

Vor 30 Jahren, im August 1982, wird der Weidener Walter Klankermeier mit einem gezielten Schuss ins Herz ermordet. Die Kripo ermittelt noch immer.
Von Fritz Winter, MZ, und Herbert Scharf

Walter Klankermeier war zu Beginn der 80er Jahre der unumstrittene Nachtclub-König in Weiden. Gerne zeigte er sich in seinen Etablissements mit schönen Frauen, die für ihn arbeiteten. Sein Motto damals: „Jeder echte Bayer geht zum Klankermeier“. Foto: ON-Archiv

WEIDEN.Der 22. August 1982 ist ein heißer Tag mit Temperaturen um die 30 Grad. Barbara B. und ihr Mann Hans streifen an diesem Sonntagvormittag durch das Waldgebiet Geisbühl am Weidener Fischerberg, um Preiselbeeren zu suchen. Da schlägt Barbara B. beißender Verwesungsgeruch entgegen. Sie sieht zwei Füße, ruft ihren Mann zu Hilfe. Zufällig haben sie in der Grube eines entwurzelten Baumes die Leiche des Weidener Nachtclub-Königs Walter Klankermeier entdeckt. Die Spurensicherung rückt an.

Unter Birkenreisig liegt die stark verweste und teilweise mumifizierte Leiche eines Mannes. Die Obduktion bringt Gewissheit. Der Tote ist der 42-jährige Klankermeier, der zweieinhalb Monate zuvor spurlos verschwunden war. Er starb durch einen gezielten Schuss von vorne in den rechten Herzbeutel. Am linken Handgelenk hing noch seine 20.000 Mark teure goldene Rolex „Oyster“ mit Brillanten. Die Staatsanwaltschaft glaubt an ein „gezieltes Exekutionskommando“.

Stadträte waren auch seine Gäste

Es ist ein Mordfall, wie ihn sich ein Krimiautor nicht besser hätte ausdenken können. Walter Klankermeier war neben dem damaligen Oberbürgermeister wohl eine der bekanntesten Personen in Weiden und darüber hinaus. Mit seinen Lokalen hatte der Mann, gelernter Metzger und vorher in Augsburg und Chicago in der Abendgastronomie tätig, Furore gemacht. Er brachte Sex and Crime in die kleine Stadt in der Oberpfalz. In seiner „Fortuna-Bar“ wurde ein Programm geboten, das in Bayern für Aufruhr sorgte: Live-Sex auf der Bühne, 150-Kilogramm-Stripperinnen.

Scharfer Strip bis zum Sex auf offener Bühne war damals in der Provinz ein Tabu-Thema, und schnell wurden Klankermeiers Bars zum Politikum. Besonders, als in der 40.000-Einwohner-Stadt bekannt wurde, dass sich der Oberbürgermeister und mehrere CSU-Stadträte im Rahmen einer Ortseinsicht selbst einen Eindruck von den nackten Tatsachen verschafft hatten.

Die Bars waren der Renner.1982 besitzt Klankermeier vier Lokale, eine Diskothek, ein Pilspub, ein Rasthaus und ein Striplokal. Die Geschäfte liefen wie geschmiert und bald, so wurde gemunkelt, war der einstige Metzgerlehrling zum Millionär aufgestiegen.

Wobei sein Erfolg aber auch viele Neider produzierte. Der Weidener Stadtrat, offiziell auf den Ruf seiner Stadt bedacht, wollte einige Male die Konzession des Nachtlokals wegen der gar zu freizügigen Darbietungen kassieren. Da hatten die Stadtväter aber buchstäblich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als nämlich Klankermeier die noch ausstehenden Rechnungen einiger Stadtväter präsentierte, kamen die nicht nur in Erklärungsnot, sondern auch bundesweit in die Schlagzeilen.

Ohne jede Spur verschwunden

Das Geschäft mit der „Sünde“, wie die Pfarrer von den Kanzeln predigten, funktionierte prima – bis zum 14. Juni 1982. Die Fußballweltmeisterschaft hatte gerade erst begonnen, die Straßen waren leergefegt, als den Gastronomen der Anruf eines Unbekannten, vermutlich seines Mörders, in seiner Discothek „Tiffany“ erreichte. Klankermeier verschwand daraufhin umgehend.

Es sollte das letzte Mal sein, dass ihn seine Angestellten lebend gesehen haben. Denn seit diesem Abend blieb der Mann spurlos verschwunden. Sein Anwalt und Freund, ein bekannter Weidener Strafverteidiger, mit dem er regelmäßig zum Fitnesstraining ging, wusste einen Tag später, dass da etwas nicht stimmte. Da Klankermeier eine Verabredung nicht eingehalten hatte, ging er in dessen Luxuswohnung über der Diskothek in der Judengasse. Da lagen die Tageseinnahmen, rund 1800 Mark, offen herum – gegen jegliche Gewohnheit des Gastronomen.

Der Anwalt erstattete Vermisstenanzeige bei der Weidener Polizei. Die glaubte erst einmal nicht an ein Verbrechen und suchte den Vermissten zunächst in seiner alten Heimat in den USA, in Chicago. Da das vergeblich war, bestellte das Amtsgericht den Anwalt erst einmal zum Abwesenheitspfleger. Schließlich mussten die Lokale weiterlaufen, Rechnungen und Personal weiterbezahlt werden.

Acht Wochen später wird aus dem bösen Verdacht Wirklichkeit: Die Leiche Walter Klankermeiers wird von einer Spaziergängerin in einem Waldstück zwischen Schirmitz und Bechtsrieth, wenige Kilometer von Weiden entfernt, erschossen gefunden. Vor seinem Tod aber, so stellte der Gerichtsmediziner fest, war der sportliche Gastronom, der regelmäßig ins Fitnesstraining ging, noch gefoltert worden. Davon zeugten unter anderem mehrere gebrochene Rippen.

Eine Pfarrerstochter als Erbin

Nun rauschte es im deutschen Blätterwald, die Weidener Kriminalpolizei bildete eine Sonderkommission, um den Mörder zu finden. So viel war klar: Es war kein Raubmord. Denn Klankermeier hatte nicht nur seine Brieftasche noch bei sich, auch die teure Rolex war noch am Handgelenk des Toten. Alle Spuren, die die Kripo verfolgte, verliefen jedoch im Sand. Die 5000 Euro Belohnung, die ausgesetzt wurden, liegen heute noch in der Justizkasse. Ob es nun eine Beziehungstat, ein Auftragsmord aus dem Milieu war – eine Antwort auf diese Frage gibt es bis heute nicht.

Kurz darauf kam Klankermeier noch einmal in die Schlagzeilen. Zum großen Erstaunen und Neid mancher hatte der Nachtclubchef sein Millionen-Vermögen – oder das, was nach der Steuer davon übrigblieb – einer 18 Jahre alten Pfarrerstochter aus Weiden vermacht. Die kam dazu wie die Jungfrau zum Kind. Denn nicht in eine seiner Stripteasetänzerinnen hatte sich der Gastronom verliebt, sondern in die unschuldige 18-Jährige, die er nur flüchtig vom gemeinsamen Reitclub am Schwedentisch kannte und die von seiner Schwärmerei für sie kaum etwas mitbekommen hatte.

Da Mord nicht verjährt, sind die Akten des Mordfalls Klankermeier bei der Kripo auch heute noch nicht geschlossen. Bis heute aber ist der Mordfall, trotz Aufrufe in der Fernsehsendung XY oder anderen Aufrufen, ungeklärt. Die Akte bleibt geöffnet, bestätigte gestern auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Regensburg. Sobald neue Hinweise bekannt werden, werde erneut ermittelt.

Der Anwalt und frühere Freund Klankermeiers hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Vielleicht führt eine DNS-Spur an der Kleidung Klankermeiers, die immer noch in der Asservatenkammer schlummert, noch zu dem Mörder, hofft er.
Quelle: http://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/das-ungeklaerte-ende-eines-nachtclub-koenigs-21705-art826612.html?p=1


In dem Artikel wird erwähnt, daß der damalige Anwalt von Walter Klankermeier Hoffnung in eine DNS-Spur an der Kleidung legt.
Es wäre interessant zu erfahren, ob die Kleidung mittlerweile tatsächlich überprüft wurde oder, ob es damals bereits definitiv eine Spur an der Kleidung gab, aber das Ergebnis offen blieb.
Das ist in diesem Artikel etwas unklar ausgedrückt.

Weiß eigentlich jemand, in welcher XY-Folge der Fall behandelt wurde?
Ich habe dazu nichts finden können, aber was anderes, womit ich nicht gerechnet hätte, weil ich selbst keine Ergebnisse erhalten hatte...

https://www.youtube.com/watch?v=ZgBUvZOq6x8
https://www.youtube.com/watch?v=QNxmrsYrz98
https://www.youtube.com/watch?v=ZtwVjnhbCOg


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Walter Klankermeier/Mordfall 1982/Weiden/Mörder unbekannt

22.02.2017 um 00:07
cromm schrieb:Wir sind damals fast jeden Tag an seinem Lokal vorbeikommen, wenn wir von der Schule in die Stadt gingen. Rein durften wir zwar noch nicht, wir waren noch zu jung, aber trotzdem wussten wir ganz genau, was da drin los war.Und als es dann hieß, Klankermeier wurde ermordet, war das natürlich auch bei uns an der Schule Gesprächsthema Nr.1. Ja, an sowas erinnert man sich dann ein Leben lang.Genauso, wie an den Fröhlich Peter vom PlaPlü.
Ich habe dich mal "umgezogen", damit wir nicht völlig OT sind.
Vorbeigekommen seid ihr damals vermutlich immer am Klanki, der Diskothek in der Judengasse (?). Dort war es harmlos.
Die heißen Nummern, die liefen im Klankermeier ab, gegenüber vom Bahnhof. Oben war die Arosa Alm und man musste immer am Eingang zum Klankermeier vorbei und im Eingang stand der Walter. Daher kannte ich ihn auch, da hat man immer mit ihm kurz geratscht und dann hat er uns zwischen den heißen Strip-Nummern auf einen Sekt unten eingeladen. Und er hat immer gut aufgepasst, dass uns keine Gäste angemacht haben.
Ich mochte ihn. Er hatte den Charme, den nur schwule Männer Frauen gegenüber haben.


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