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Kündigung - und dann?

85 Beiträge, Schlüsselwörter: Arbeit, Probleme, JOB, Chef, Kündigung, Kollegen, Firma

Kündigung - und dann?

26.04.2013 um 10:14
Nachdem ich meine letzte Stelle kündigte hat mein direkter Vorgesetzter, dass sehr persönlich genommen und mich gemobbt. Allerdings ohne grosse Wirkung. Er liess mich fast nichts mehr tun, aber damit halste er sich nur noch mehr Arbeit auf. Selber schuld.

Ich habe die Frist eingehalten wurde weder ausfallend noch beleidigend, habe einfach so weitergearbeitet wie vorher. Zumindest in dem Rahmen der mir dann noch zustand.

An anderen Arbeitsorten hatte man Verständnis für meine Beweggründe der Kündigung. Es kommt auf den Chef an finde ich.

In der Regel liessen sie mich gehen ohne mich zu mobben.
Mit dieser kleinen Ausnahme, die ich oben erwähne, kann ich durchaus leben.


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Kündigung - und dann?

26.04.2013 um 10:39
Ein mal habe ich gekündigt. Mit Hilfe meines Vertrauenslehrers wurde der Ausbildungsvertrag aufgehoben und ich vereinbarte mit der Schule eine Ausbildungspause bis zum Beginn des nächsten Schuljahres.

Wie waren die letzten Tage im Betrieb? Genauso mies, gezwungen, hinterhältig (seitens einer Kollegin und Chefin) wie seit dem ersten Tag.
Mit dem Unterschied das ich aufgeatmet habe.


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Kündigung - und dann?

26.04.2013 um 10:52
@univerzal

Hm... meinen ersten Job, einen Beamten auf Lebenszeit, bei der deutschen Post damals... den habe ich von selbst gekündigt.

Ich hatte es da einfach nicht mehr ausgehalten, habe dann noch studiert... und neuen Job gefunden zum Glück.

Allerdings... weißt du, was auch nicht schön ist... wenn es wirklich keine Sau interessiert, dass du kündigst.

Das war damals so... der Typ, der mir damals die Urkunde eines Beamten auf Lebenszeit überreicht hatte, war'n ziemlich hohes Tier bei der Post gewesen.

Ich weiß noch genau, wie er seine anstantshöfliche Anprachsphrasen abgehalten hat, mir das Ding überreichte, ich zurück grinste und dann triumphal zurück gab:

"Ach ja, vielen Dank, aber ich werde bald übrigens kündigen."

Und er sah mich weiterhin an und grinste genauso weiter, ohne jede Regung im Gesicht.

Tja, und ich dachte, dem gibts du es richtig.

Ich war ihm einfach nur scheißegal... ob ich kündige oder bleibe, oder Lebensbeamter wurde oder nicht... ihm völlig wurscht... er hatte einen Termin gehabt und durchgezogen.

Die Kollegen, mit dem ich mehr in Verbindung stand, waren alle freundlich zu mir gewesen, ich wurde weder gemobbt noch sonst was, und sie hatte alle Verständnis dafür... sie waren ja auch derselben Meinung wie ich, dass man, wenn man nur irgendwie kann, aus dem Laden verschwinden soll... lol.

Etwas später dann, bei McKinsey, wurde ich rausgemobbt... McKinsey kündigt offiziell niemanden, nein, so machen die das nicht... wenn du denen nicht mehr paßt, dann ätzen die dich raus.

Ich war zu alt und folglich zu teuer geworden... jeder, ausnahmlos, mit dem ich damals in den Abteilungen zusammen gearbeitet habe, ist nicht mehr da... aus den gleichen Gründen.

Die setzen im Support (also diejenigen, die mit den Beratern zusammenarbeiten müssen täglich) immer auf junge und neue Kräfte, da sie nicht wollen, dass Kollegen, die schon lange dabei sind, den Beratern die Stirn bieten, die gerade erst angefangen haben, also frisch von der Uni kommen sozusagen.

Na ja... ich hätte da bleiben können, wenn ich ein Überflieger gewesen wäre... die Karriereleiter im Support ist die Position des Experts... dann darf man länger bleiben, aber so gut war ich eben nicht... und Experts gibts immer nur einen pro Abteilung.

Es heißt da im Support: "Grow or go".
Bei den Beratern heißt der: "Up or out".

Richtig jammern darf ich da aber nicht, die sagen beim Vorstellungsgespräch schon einem, dass man hier nicht mit einer lebenlangen Anstellung rechnen sollte.

Allerdings ist dieses rausmobben dann wieder auch nicht die richtige Art mit Mitarbeitern umzugehen.

Und ich habe immer super Beurteilungen erhalten und von einem auf das nächste Jahr hat meine Vorgesetzte, die immer mit mir zufrieden war, angefangen, schlechte Beurteilungen zu schreiben, jede einzelne Email zu kontrollieren, die ich rausschickte, nur rumgenörgelt, mich schlecht behandelt usw., und die guten Beurteilungen der Berater, mit denen ich zusammengearbeitet habe, wurden runtergespielt a la: "Ach der, der ist ja auch noch nicht lange dabei, der hat nicht richtig Ahnung."

Ich weiß nicht, in wie weit das auch paßt zur Threadfrage.


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26.04.2013 um 10:53
Snowman_one schrieb:An anderen Arbeitsorten hatte man Verständnis für meine Beweggründe der Kündigung. Es kommt auf den Chef an finde ich.
Man neigt schon dazu, eine Kündigung persönlich zu nehmen (intuitiv). Man muss sich dann klar machen, dass das ja in der Regel nicht der Fall ist. Wenn es ein guter Mitarbeiter ist, möchte man diesem ja auch nicht eine Rückkehr verbauen. Daher ist es objektiv betrachtet klug, auch nach der Kündigung ein gutes Klima beizubehalten.


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26.04.2013 um 11:10
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Daher ist es objektiv betrachtet klug, auch nach der Kündigung ein gutes Klima beizubehalten.
Ja das finde ich auch. Das ist sehr wichtig. Ich habe immer alles gegeben, auch am letzten Tag.
Nicht wegen des Vertrags den ich einzuhalten hatte, sondern weil es mir wichtig war.

Im Falle meines letzten, mobbenden Chefs, habe ich ihm gesagt, dass ich gewisse Sachen, wie Einkauf oder Warenrücknahme im Gekündigten Verhältnis theoretisch nicht mehr ausführen dürfe. Dies schilderte ich ihm und es war an ihm dies Abzuklären.

Mit Bewilligung seines Vorgesetzten wäre dies aber kein Problem gewesen.

Er hatte auch genügend Zeit entsprechend Abklärungen zu machen, hat dies aber dann unterlassen.
Damit halste er sich nicht nur zusätzlich Arbeit auf, auch seine Vorgesetzten waren auch nicht gerade erfreut darüber, dass er das nicht abklärte.

Ich habe agiert, was ihn zum reagieren ‚zwang‘.
So blieb für Mobbing seinerseits nicht mehr genug Zeit.


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26.04.2013 um 11:35
Ich hatte auch schon des Öfteren das Vergnügen selbst zu kündigen-
Hatte aber nie richtig Probleme damit. Bei einer Firma wurde ich sogar feierlich verabschiedet. :)


LG


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26.04.2013 um 11:59
Charm hatte damals gekündigt, um zu mir zu ziehen. Da waren die Reaktionen durchweg Positiv. Also nicht das er geht, aber alle haben ihm Glück gewünscht, und verständnis gezeigt.

... Und haben ihm noch einen Groooooßen Vorratskorb und eine schöne Karte geschenkt.

Also mit eisigem Klima war da nichts :D


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26.04.2013 um 12:05
Outsider schrieb:ich war auf einmal das verräterschwein, was unbedingt noch gemobt werden musste. habe aus kollegenkreisen diverse negative äußerungen von meinem chef mitbekommen.
der typ hat halt keinen stil und ich bin froh aus dieser verbrecherbude raus zu sein. ;)
In so einem Fall musst du halt plötzlich keider krank werden. Spart Zeit und Nerven.
Snowman_one schrieb:Nachdem ich meine letzte Stelle kündigte hat mein direkter Vorgesetzter, dass sehr persönlich genommen und mich gemobbt. Allerdings ohne grosse Wirkung. Er liess mich fast nichts mehr tun, aber damit halste er sich nur noch mehr Arbeit auf. Selber schuld.
Das ist dann die gekränkte Eitelkeit. Man will dem Arbeiter halt zeigen, dass man es eh ohne ihn auch kann.
Addy schrieb:Charm hatte damals gekündigt, um zu mir zu ziehen. Da waren die Reaktionen durchweg Positiv. Also nicht das er geht, aber alle haben ihm Glück gewünscht, und verständnis gezeigt.
Nun das kommt auch immer auf den Grund drauf an. Persönliche Sachen verstehen die Leute eher, als einen Wechsel aus finanziellen oder karrieretechnischen Gründen.

Aber gerade in seinem Fall wären die Auswirkungen ohnehin nur kurzfristig gewesen, ist er doch weit weg irgendwohin gezogen.


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26.04.2013 um 12:07
@insideman
Es ging hier ja um die Zeit nach der Kündigung, die man weiter im Betrieb ist, wenn ich das richtig Verstehe.
Und charm hat ja nicht Fristlos gekündigt, sondern eben schon einen Monat vorher, und es wusste jeder das er gehen wird.
Ich denke, du hast Recht. "Ich ziehe weg" klingt wohl doch immer noch angenehmer als: "Ich fang bei der Konkurrenz an und krieg sogar mehr Geld!"
Ich glaube nicht, dass man da noch ein schönes Arbeitsklima halten könnte.


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26.04.2013 um 12:11
Addy schrieb:Es ging hier ja um die Zeit nach der Kündigung, die man weiter im Betrieb ist, wenn ich das richtig Verstehe.
Das ist aber oft nur der Anfang. Es gibt dann andere Mitarbeiter die solidarisieren sich mit dem Unternehmen, vor allem bei kleinen Firmen, dann können langjährige Freundschaften zerbrechen.

Wer sich in den 4 Wochen, die man wie schon erwähnt auch krank machen kann oder ähnliches, mobben lässt, der ist dann selbst schuld.


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26.04.2013 um 12:18
@insideman
Meinst du, man kann bei "Mobbing" in irgendeiner Form von "selbst schuld" sprechen? ;)
Nun, man hört da teilweise die krassesten Fälle, weil jemand X Jahre in einem Unternehmen arbeitet, und dann sich umorientieren will, oder vielleicht sogar muss.
Natürlich, gerade ein kleiner Betrieb, wo alles ein bisschen "Familiär" gehalten ist, und man Jahre dabei ist, gewöhnt man sich sehr aneinander, und man steht halt hinter dem Chef als wäre es der Vater.
Dennoch kann ich es nicht verstehen, wenn jemand gehen will, oder muss, ihn anschließend zu mobben.
Wir sind alles nur Menschen, und wir leben alle nur einmal. Wir haben Träume, Wünsche und Vorstellungen und auch Grenzen.
Und wenn diese nicht mit dem aktuellen Job vereinbar sind, dann muss man eine andere Lösung suchen.
Ich denke für viele ist ein Abschied aus einer Firma schon schwer genug, weil man sich eben aneinander gewöhnt hat, gerade nach langer Zeit. Da kann man sich doch wenigstens freundlich auf der Straße grüßen.
Auch wenn man getrennte Wege geht.

Ich weiß, das ist heute alles ein bisschen anders, aber ich hasse Streit und Zoff und gehe ihm möglichst aus dem Weg, aber ich würde mich grottig fühlen, wenn ich mit jemand Jahrelang fast jeden Tag verbringe, und diese Person mir nichtmal mehr ins Gesicht schauen kann. :/


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26.04.2013 um 12:23
Addy schrieb:Meinst du, man kann bei "Mobbing" in irgendeiner Form von "selbst schuld" sprechen?
Ja kann man, wenn man es sich trotz anderer Möglichkeiten gefallen lässt. Vor allem wenn man weiß in 4 Wochen ist man ohnehin kein Mitarbeiter mehr.
Addy schrieb:Dennoch kann ich es nicht verstehen, wenn jemand gehen will, oder muss, ihn anschließend zu mobben.
Da fehlt dir die Erfahrung in der Arbeitswelt. Chefs reagieren aus verschiedenen Gründen so. Wenn jemand mit dem Mitarbeiter plant, die Firma sein 2tes Kind ist dann ist man enttäuscht und reagiert oft auch falsch.

In kleinen Firmen ist das oft so emotional, da arbeitet der Chef 15 Stunden am Tag für sein "Baby"


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Kündigung - und dann?

26.04.2013 um 12:29
Ich hab das erst vor kurzem erledigt. ;)

Hatte einen Wohnortwechsel vor und vor dem ersten Vorstellungsgespräch mal meiner Chefin über meine Pläne unterrichtet. Arbeitete dort schon seit meiner Lehre (also ca. 14 Jahre), da hätt ichs irgendwie blöd gefunden wegen nem Vorstellungsgespräch Urlaub zu nehmen und ihr nen anderen Grund für den kurzfristigen Urlaubstag vorzulügen.

Sie war natürlich nicht so begeistert, aber sie hat meine Beweggründe verstanden. Hab dann auch gleich nen neuen Arbeitsplatz gefunden und die letzten zwei Monate wurden damit verbracht den anderen alles beizubringen was ich bisher gemacht habe, was ziemlich viel war. War anstrengend und manchmal nervig und zwischendurch hatte ich auch ein schlechtes Gewissen weil ich den kleinen Betrieb jetzt so zurücklasse. Sonst hat aber alles gepasst und wir haben uns alle im Guten getrennt. Gab am Ende noch ein schönes Abschiedsessen uns sogar ein fettes Geschenk von meiner Chefin. :)


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26.04.2013 um 12:37
@insideman
Entschuldige, dass es dauert, aber ich koche gerade nebenbei.

Natürlich bist du von uns beiden hier derjenige mit Erfahrung. Mit gefühlten fünfhundert Jahren mehr Erfahrung.
Ich kann lediglich drei Praktikastellen vorweisen, die ich alle drei abbrechen musste, weil ich den Aufgaben nicht gewachsen war.
Böse war mir keiner, dass ich ging. Im Gegenteil. Ich glaub die öffneten eine Flasche Sekt als ich draußen war. ;) Ich bin wohl der Schlechteste Arbeiter dieses Jahrtausends.

Dennoch, ich kann es einfach nicht verstehen, warum manche Leute so "am Rad drehen". Natürlich, wie du schon sagst, es ist "das Baby" und man verliert eventuell die beste Arbeitskraft im Betrieb, wenn man Pech hat.
Dennoch ist es kein Grund für Persönliches Mobbing.
Ein Arbeiter, der sich in einem Betrieb nicht mehr wohlfühlt, oder der Arbeit nicht mehr gewachsen ist, kann eben keine 100% Leisten.
Lieber einen Unerfahrenen, der 120% gibt, als jemand der sich auskennt, aber nur 75% Leisten kann? Der Unerfahrene kann lernen, während einer, der die Arbeit nicht mehr machen will wohl kaum gezwungen werden kann, mehr zu leisten?
Ich weiß, kein Chef wird das so sehen, für mich erscheint es aber dennoch logisch.
Man muss niemand die komplette Zukunft verbauen, weil diese Person andere Wünsche hat.


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26.04.2013 um 13:01
Addy schrieb:Natürlich bist du von uns beiden hier derjenige mit Erfahrung. Mit gefühlten fünfhundert Jahren mehr Erfahrung.
Ich denke fast jeder Mensch hat Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht, negativ oder positiv. Nur weil ein kleiner Teil diese Erfahrung nicht gemacht hat, musst du mich da nicht auf ein Podest stellen, das ist nichts Außergewöhnliches.
Addy schrieb:Ich kann lediglich drei Praktikastellen vorweisen, die ich alle drei abbrechen musste, weil ich den Aufgaben nicht gewachsen war.
Böse war mir keiner, dass ich ging. Im Gegenteil. Ich glaub die öffneten eine Flasche Sekt als ich draußen war. ;) Ich bin wohl der Schlechteste Arbeiter dieses Jahrtausends.
Ja das ist dann natürlich ein anderer Fall. Diese negativen Reaktionen sind daher auch ein Beweis, dass man gut gearbeitet hat, das sollten alle Betroffenen nicht vergessen.

Wenn ein Unfähiger kündigt, dann ist man oft sogar froh, hat gar keinen Grund ihn schlecht zu behandeln.
Denn meist erspart er der Firma mit seinem freiwilligen Abgang die Zahlung einer oft hohen Abfertigung.
Hätte er so einen Anspruch nicht, wäre er ohnehin längst gekündigt worden.
Addy schrieb:Dennoch, ich kann es einfach nicht verstehen, warum manche Leute so "am Rad drehen". Natürlich, wie du schon sagst, es ist "das Baby" und man verliert eventuell die beste Arbeitskraft im Betrieb, wenn man Pech hat.
Dennoch ist es kein Grund für Persönliches Mobbing.
Es ist keine Rechtfertigung, aber ein Grund schon. Wie in einer Beziehung auch, kann man sich später hassen wenn man vorher geliebt hat.
Chefs stecken oft ihr ganzen Geld und Zeit in das Unternehmen, wenn dann ein langjähriger Mitarbeiter zum Unternehmen an der anderen Ecke wechselt, mit dem man meist auch nicht gut befreundet ist ( Konkurrenz und so) , dann kommen eben oft solche Reaktionen.
Addy schrieb:Ein Arbeiter, der sich in einem Betrieb nicht mehr wohlfühlt, oder der Arbeit nicht mehr gewachsen ist, kann eben keine 100% Leisten.
Ich weiß nicht was du immer mit dem "gewachsen" hast. Sollte ein Mitarbeiter krank werden und den Job nicht mehr ausüben können, werden solche Reaktionen auch nicht aufkommen. Meist ist aber der Wunsch nach Veränderung der Grund, warum man kündigt.


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26.04.2013 um 14:16
Laß Dich nich unterkriegen da, uni!

Never ;)

@skeptikerin
Bei mir war es vor rund zwei Jahren ähnlich, ehe ich endgültig kündigte, habe ich mit meinem Chef mehrmals verhandelt, war ein ziemliches Hickhack. Zum Schluss versprach er mir mehr Geld und ich hatte zudem den fertigen Vertrag vom direkten Mitbewerber in der Tasche, da konnte er kaum noch ablehnen. Leider hielt er sich aber nicht an die Bestimmungen, was mich letztlich doch zur Kündigung trieb.

Zunächst wollte er mich noch überreden und bat um Bedenkzeit meinerseits, zwei Tage, die ich mir auch nahm, aber die Meinung nimmer änderte. Nachdem die Kündigung schriftlich ausgesprochen war, kühlte sich das Verhältnis schnell ab, auch zu den restlichen Kollegen. Ich wurde nie angemacht, oder gar gemobbt, aber man liess mich spüren, dass ich nicht mehr erwünscht war. Eigentlich traurig, angesichts der Tatsache, dass ich zuvor ggü. Chef und Kollegen ein sehr gutes Verhältnis hatte.

Pikant an der ganzen Sache war, dass ich erst freigestellt wurde, als ich einen sehr wichtigen Kundentermin absolviert hatte. Der Termin stand schon Wochen zuvor fest, ich hatte alles eingefädelt und den Kunden bei der Konkurrenz rausgezogen. Nachdem alles eingetütet war, sass ich nach dem Termin noch gar nicht richtig im Büro, da kam der Boss schon angeschlichen und stellte mich frei. Gut, mir wars wurschd, wer hat schon was gegen bezahlten Urlaub? ^^

@moric
thx für die ausführliche Schilderung. Ich kenne Leute, die würden für einen Beamtenstatus (inkl. aller Vergünstigungen) ihren Erstgeborenen lynchen. Wie siehst du es nach der langen Zeit? Hast du die Entscheidung jemals bereut oder bekräftigte dein weiterer, beruflicher Weg die damalige Wahl?

@kleinundgrün
Sehe ich ganz ähnlich. In der o.g. Situation habe ich auch drei Wochen vor der eigentlichen Kündigungsfrist dem Boss meinen Plan offenbart. Ich wollte fair bleiben und im Guten gehen, immerhin habe ich mich jahrelang wohlgefühlt. Und im Endeffekt ist es auch so gelungen, von beiden Seiten, mit kleinen Abstrichen. Man weiss ja nie, unter welchen Umständen man sich wieder sieht. Ausscheiden mit Krawall und Remmidemmi halte ich für den schlechtesten Weg, auch krankfreiern ist gewagt (ausser es gibt gute Gründe dafür).

@Addy
Es ging hier ja um die Zeit nach der Kündigung, die man weiter im Betrieb ist, wenn ich das richtig Verstehe.

Kooorrekt.
---

Grundsätzlich hängt es wohl auch davon ab, welchen Wert der MA fürs Unternehmen hatte. Wie inside schon ganz richtig erwähnte, einer Pfeife weint man maximal Krokodilstränen nach.

Ich glaube auch, dass der Kündigungsgrund gar nicht so wichtig ist, abgesehen davon, wenn man nicht gerade zur Konkurrenz wechselt. Ansonsten, ob Umzug, mehr Geld, berufliche Neuorientierung oder weil man in die Wildnis ziehen will - spielt auch die Übermittlung der Kündigung wohl eine Rolle. Haut man auf die Kacke oder versucht man den geordneten Rückzug? Davon hängt ne Menge ab. Wie gehabt, ich favorisiere eher eine Trennung im Guten, soweit es möglich ist. Wenn der Chef ein fähiger Mann ist, wird es dann auch kein böses Blut geben.


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26.04.2013 um 14:25
@univerzal
Ich fürchte, manche Chefs und Kollegen nehmen eine Kündigung auch persönlich. Das wurde hier ja auch schon erwähnt.

Bevorzugen würde ich immer den geordneten Rückzug, damit ich ein gutes Gefühl habe. Vergessen darf man auch nicht, dass schließlich auch noch ein Zeugnis erstellt wird. ;)


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26.04.2013 um 14:26
@univerzal
univerzal schrieb:thx für die ausführliche Schilderung. Ich kenne Leute, die würden für einen Beamtenstatus (inkl. aller Vergünstigungen) ihren Erstgeborenen lynchen. Wie siehst du es nach der langen Zeit? Hast du die Entscheidung jemals bereut oder bekräftigte dein weiterer, beruflicher Weg die damalige Wahl?
Gerne gemacht bzgl. ausführliche Schilderung!

Bereuen... ja, na klar, ich hab's jedes Mal bereut, sobald wieder mal ne Entfristung anstand und nicht kam, sondern weiter verlängert wurde... das sind die Situationen, da bereut man das.

Mein Werdegang nach der Post hat mich bestärkt, den richtigen Entschluß getroffen zu haben... jetzt arbeite ich wieder im öffentlichen Dienst und habe letztes Jahr erst meine Entfristung erhalten... yuchuuuu...

Meine Arbeit macht mir Spaß... und hier geh ich nicht mehr freiwillig weg... sage ich jetzt... Ja, jetzt stimmt das so!

Aber klar denkt man oft darüber nach, immer, wenn es im momentanen Job schlecht läuft, ob man damals richtig gehandelt hat.. wie gesagt, bei mir war es immer dann, wenn wieder mal ne Verlängerung anstand.

Bei McKinsey hatte ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag, danach in dem Job nicht... mehrere Jahre musste ich immer wieder ne Verlängerung in Kauf nehmen... das war schon so ne Sache.


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26.04.2013 um 14:32
@skeptikerin
Wobei man beim Zeugnis nicht viel zu befürchten hat, selbst beim Ausscheiden mit Pauken & Trompeten.

Allerdings: Bei vielen Arbeitgebern hat es sich eingebürgert, dass man die aufgeführten Firmen im LL des Bewerbers durchruft und die ehem. Vorgesetzten befragt. Dabei wird ein unrühmliches Verhalten schnell zum Bumerang.

@moric
Das Gefühl kenne ich, besonders beim unbefristeten Vertrag kriegt man schnell Hemmungen, ob man die Kündigung wirklich durchziehen sollte. Auf der anderen Seite, wer nichts riskiert, gewinnt auch nix und bei dir führte es letztlich zum guten Ende.


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26.04.2013 um 14:52
@Addy
Hat Charmin den inzwischen wieder einen Job gefunden in seiner neuen Heimat?


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