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Euthanasie / Sterbehilfe

91 Beiträge, Schlüsselwörter: Selbstmord, Freitod, Sterbehilfe, Euthanasie

Euthanasie / Sterbehilfe

01.04.2011 um 15:55
@du_selbst

Du meinst wohl eher sowas wie Sterbehilfe. Wenn du dich selbst um die Ecke bringen willst, wird dich deswegen schwerlich jemand anklagen können.^^


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du_selbst
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Euthanasie / Sterbehilfe

01.04.2011 um 15:55
lol @akbas


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du_selbst
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Euthanasie / Sterbehilfe

01.04.2011 um 15:58
hihi @martialis
der war gut, naja ich muss dazu vielleicht noch darlegen wie es um meinen Glauben steht, ich möchte ja etwas für die Gemeinschaft tun, also erreichen dass sich jeder mit eben so ner Pille das Leben verkürzen kann, der es wünscht, nur mich allein umzubringen haha, hilft mir in dem Sinn nicht weiter, weil ich daran glaube alle und alles zu sein. ;) xD


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01.04.2011 um 16:02
du_selbst schrieb:ich möchte ja etwas für die Gemeinschaft tun, also erreichen dass sich jeder mit eben so ner Pille das Leben verkürzen kann, der es wünscht,
Ja, was meinste wer sich schon alles die Pille gegeben hätte und es (theoretisch) nen Tag später bereut hätte? Das hat schon seinen Grund. Selbst bei der berühmten Einrichtung in der Schweiz, kriegt nicht jeder seinen AbgangsCocktail, der es wünscht.
Einen Weg Suizid zu begehen findet sich immer, es sei denn man macht daraus ein öffentliches Zeremoniell, um Aufsehen oder Mitleid zu erregen, in der Hoffnung doch noch zurückgehalten zu werden.^^


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du_selbst
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01.04.2011 um 16:20
Ja @martialis, ich bin mir sicher das sie es einen Tag später bereuen würden, aber ist es nicht oft so, dass wir Dinge erst im nachhinein zu schätzen beginnen?

Auch wenn es immer einen Weg gibt, es ist nun mal so dass es von der Gesellschaft nicht toleriert wird, mir schwebt dabei folgendes Bild vor, eine Party, zu der ich all meine Freunde einlade, sozusagen meine Beerdigung, und danach trete ich einfach ab :D das könnte man auch mit mehreren Leuten veranstalten, wär doch ganz nett xD


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01.04.2011 um 16:24
@du_selbst
Auch wenn es immer einen Weg gibt, es ist nun mal so dass es von der Gesellschaft nicht toleriert wird, mir schwebt dabei folgendes Bild vor, eine Party, zu der ich all meine Freunde einlade, sozusagen meine Beerdigung, und danach trete ich einfach ab das könnte man auch mit mehreren Leuten veranstalten, wär doch ganz nett xD
Der Grund erschliesst sich mir nicht. Tot wirst du noch früh genug und das ist eines der wenigen Dinge, die in dieser Welt 100% sicher sind.
Ist es Todessehnsucht oder hast du ne Krankheit, oder warum sollte man sowas veranstalten?


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du_selbst
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Euthanasie / Sterbehilfe

01.04.2011 um 16:27
Es geht um die Angst vor den Schmerzen, die mit dem sterben verbunden sind, ich fürchte mich vor einem qualvollen Tod, und hätte einfach gern die Option einer Pille, mit der alles schnell vorüber ist.

@martialis


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01.04.2011 um 16:30
@du_selbst
du_selbst schrieb:Es geht um die Angst vor den Schmerzen, die mit dem sterben verbunden sind, ich fürchte mich vor einem qualvollen Tod, und hätte einfach gern die Option einer Pille, mit der alles schnell vorüber ist.
Naja ich gehe jetzt mal davon aus, dass du gesund bist und dich vor einem natürlichen Sterben zwecks Altersschwäche fürchtest, oder?
Wer gibt dir denn die Garantie, dass sterben mit deiner speziellen Pille nicht mit Schmerzen verbunden ist?
Glaube kaum, dass die Pharmaindustrie in der Lage ist jemanden zu fragen , wenn er übern Jordan ist.^^


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du_selbst
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01.04.2011 um 16:33
Jah aber ist doch immerhin ein unterschied, monatelanges dahinseuchen, oder schwupps Pille reinhauen und nicht wieder aufwachen ... @martialis


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01.04.2011 um 16:37
@du_selbst
du_selbst schrieb:Jah aber ist doch immerhin ein unterschied, monatelanges dahinseuchen, oder schwupps Pille reinhauen und nicht wieder aufwachen ...
Ich verstehe dich schon, aber wenn ich in Ruhe "einschlafen" kann ist das doch ok.
Klar, wenn mir der Doc sagt , ich habe krebs oder so, würde ich mir auch lieber die Kugel/Pille geben, aber wenn man ganz normal stirbt, habe ich da keine Angst vor. Ist immerhin ein einmaliges Erlebnis. Wer weiß ob das genauso ist, wenn man vorher irgendwelche Chemikalien reinfeuert.^^?


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du_selbst
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01.04.2011 um 16:42
Ein einmaliges Erlebnis gröhl, :D nichts gegen in Ruhe einschlafen, aber wem ist so ein Tod schon gegönnt, muss vielleicht mal nachforschen, arbeitet hier vielleicht jemand im Altersheim, der das mit Zahlen belegen könnte? @martialis
@akbas
@theendofdays
@Schdaiff
@Zoddy
@AcidU
@buddha
@kreis


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akbas
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01.04.2011 um 17:17
@du_selbst
Wem ein schöner Tod gegönnt ist? Ich kann leider nur aus meinem privaten Umfeld berichten. Mein Vater war Zeit seines Lebens sehr naturverbunden. Er sprach oft vom Tod, und dass er nicht älter als 70 Jahre werden wollte. (Das brachte mich als Kind immer zum Weinen.) Er starb mit 69 Jahren an einer Gehirnblutung. In vollem Bewusstsein. Er erlaubte meiner Mutter nicht, den Arzt zu rufen, sondern wollte die Kinder an seinem Bett haben. Staunend kniff er sich in die Gliedmassen, um zu überprüfen, wo er noch eine Reaktion verspürte. Es war ein Wechselbad der Gefühle, zwischen Neugierde, auf das, was danach kommen würde, und aus Trauer wegen dem Abschied von all dem, was ihm lieb und teuer war. Als er das Bewusstsein verlor, starb er kurz danach sehr friedlich.

Mein Mann starb überraschend an einem Herzinfarkt. Er lag im Bett, als ob er schliefe. Zu einer Zeit, wo ich schon auf der Arbeit war. So ersparte er mir die Entscheidung, nach einem Arzt zu rufen. Zeit seines Lebens beschäftigte er sich mit indianischen Kulturen. Er war tief beeindruckt von der Aussage "heute ist ein schöner Tag, zu sterben". Er starb am ersten und schönsten Frühlingstag.

Schwer mit dem Sterben tat sich meine Schwiegermutter. Sie war überzeugte Kommunistin. Für sie endete das Leben mit dem Tod. Sie verbrachte die letzten Jahre in geistiger Umnachtung. Wo war ihr Geist in dieser Zeit? Vielleicht hatte sie ihn vorsichtshalber vorgeschickt, das Jenseits zu erkunden.

Mein Großvater starb an einer Lungenentzündung. Vor seinem Tod war er nicht mehr bei Bewusstsein. Es war, als ob er sein ganzes Leben im Todesschlaf noch einmal erlebt. Als Kind hatte er den Einmarsch der Bourbaki-Armee erlebt. Der schreckliche Zustand der ausgehungerten Soldaten wurde in seinen letzten Stunden wieder präsent, wie auch andere, einschneidende Erfahrungen.

Großmutter starb an einer Lungenembolie. Zuvor hatte sie im Garten gearbeitet. Sie setzte sich auf die Treppe und ihre letzten Worte waren: "Jetzt ist es genug".

Einen schweren Tod hatte ein Familienfreund von uns, der, relativ jung, an Krebs verstarb. Er konnte es einfach nicht fassen, dass die Ärzte nichts für ihn tun konnten, nachdem er sein Leben lang getan hatte, was sie ihm rieten.

Ich will damit sagen, dass man sich Zeit seines Lebens mit dem Tod beschäftigen sollte. Dann ist der Tod gnädig...


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du_selbst
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01.04.2011 um 17:26
@akbas
vielen dank, für den ausführlichen Bericht, hoffen wir also auf einen gnädigen Tod.


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04.04.2011 um 09:56
@du_selbst

Es gibt da eine wunderbare und sehr nachdenklich stimmende Doku eines Schweizer regisseurs/Dokumentarfilmers der die letzten Tage eines Menschen begleitet der sich in genau so einer schweizer Einrichtung der Sterbehilfe unterziehen möchte und es am Ende auch tut. Schau Dir die Doku an (mußt Googlen) und dann denke noch einmal über die Pille für Jederman nach. Man sollte es den Menschen schon sehr schwer machen freiwillig aus dem Leben zu scheiden, denn gerade jüngere, Teenager lassen sich schnell zu Kurzschlußhandlungen hinreissen (blöder Hormoncocktail).


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akbas
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07.04.2011 um 14:01
@AcidU
@du_selbst

Ich habe mir diese Dokumentation ebenfalls im Fernsehen angesehen. Der Mensch, der sich zum Freitod entschlossen hatte, war körperlich gesund, von Beruf Arzt, ungefähr Mitte 50 und psychisch krank. Die Diagnose lautete manisch-depressiv. Zum Tod hatte sich der Mann entschlossen, weil er während seiner manischen Phasen zur Gefahr für sich und andere wurde. Er nahm aus diesem Grund ständig starke Psychopharmaka zu sich.

Was mir bei dieser Dokumentation nicht gefiel: Die psychische Krankheit wurde so dargestellt, als ob sie, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, aus dem Nichts entstanden wäre. Mich hätte brennend die gesamte Krankengeschichte dieses Mannes interessiert. Aus homöopathischer Sicht befand er sich auf der letzten und schlimmsten, der psychischen Abwehrschwelle. Für Homöopathen das Resultat suppressiver Medikamente und Therapien.

Diese Dokumentation hinerließ bei mir ein sehr ungutes Gefühl. Natürlich hätte es Alternativen gegeben. Für die Schweiz, mit ihrer erschreckend hohen Selbstmordquote, ist es mit Sicherheit von Vorteil, die Statistik der dilettantisch ausgeübten Selbstmorde und -versuche durch diese professionellen Methoden aufzubessern. Zumindest langfristig. Sich im stillen Kämmerchen zu vergiften, ist wesentlich appetitlicher, als sich mit dem Sturmgewehr zu erschießen.

Wehe dem, der mit dem Stress des modernen Lebens nicht klarkommt. Wehe dem, der sein Unbehagen nicht durch Transquilizer unterdrückt. Eine schwere, psychische Krankheit reduziert die Lebensqualität auf ein Minimum. Der Patient befindet sich in einem schwarzen Loch. So dürfte es ein Leichtes sein, diesen Menschen den selbstgewählten Freitod als beste Lösung anzubieten.

Man tanzt - wie die Katze um den heißen Brei - um den Kernpunkt herum. Was wäre, wenn die Gesellschaft endlich akzeptieren würde, dass man natürliche Phänomene, wie das "Krankheiten" nun einmal sind, nicht ungestraft wegradieren darf?


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feanora
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09.03.2012 um 03:01
http://www.youtube.com/watch?v=J95LkQPihYw


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24.07.2012 um 20:22
Meine Uroma starb vor einigen Jahren an Krebs. Zuvor lag sie 3 Jahre einsam in einem Pflegeheim, weil wir sie heime nicht mehr versorgen konnten. In diesem Heim konnte man buchstäblich zuschauen, wie sie dahinging. war sie früher immer recht moppelig, lag sie abgemagert im Bett. Konnte nicht mehr sprechen, war zu schwach um noch irgendwelche Dokumente zu unterschreiben (Der Fakt, daß sie das überhaupt mußte, war für mich schon makaber). Und so sahen wir unsere Uroma, Oma, und Mutter langsam verenden. Als sie dann endlich erlöst wurde, hat bei uns keiner geweint. Seit ich das damals erlebt habe, bin ich absolut für Sterbehilfe.


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24.07.2012 um 20:30
@Grymnir
Das gleiche bei mir, meine Oma ist mehrere Monate unter erbärmlichsten umständen dahingestorben.

Ich bin PRO Sterbehilfe.


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24.07.2012 um 20:32
oxayotel schrieb am 27.01.2005: * keine Beatmung
* keine Dialyse
* keine Ernährung
* keine Flüssigkeitszufuhr
* keine Medikamente mehr, außer Schmerzmittel und Beruhigungsmittel
Das kann man in einer Patientenverfügung angeben , wenn ich mich nicht irre


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24.07.2012 um 20:35
@Adrianus
Ich glaub immer, die Leute die dagegen sind, haben so ne Situation noch nicht erlebt und wissen deshalb einfach nicht, wie schlimm es Menschen gehen kann. Wenns nach mir ginge, wäre es schon lange erlaubt. Aber in Deutschland ist es sicherlich fast unmöglich, so ein Gesetz durchzusetzen, weil es zu viele Gruppen torpedieren würden...


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