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Mut und Angst

67 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst, Mut, Tugend
quentin_=3
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Mut und Angst

11.02.2005 um 19:18
@coelus
Angst ja nicht gleich Vorsicht ist. Angst würde hier die Gefahr anziehen und demnach wahrscheinlicher, dass auch ein Unfall passieren würde! <<

Das wäre allerdings nur die eine Seite der Medaille, die andere wäre,
daß eine Grundangst zur Vorsicht mahnt, und gerade im Straßenverkehr ist
diese Vorsicht nie herunterzuspielen, denn da entscheiden Augenblicke.

Gruß,
q.

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coelus
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Mut und Angst

11.02.2005 um 19:54
@quentin=3, bitte verzeih mir, aber was ist eine "Grundangst"?

Angst alleine kann ja auftreten auch dann, wenn keine objektive Bedrohung feststellbar ist? Die Psychologie spricht in einem solchen Fall von Angststörung, gut habe persönlich die eine oder andere Bedenken was die Psychologie anbelangt…

Ich wollte auch nicht suggerieren, dass es keine Vorsicht braucht im Strassenverkehr, im Gegenteil, nur eben ganz bestimmt nicht eine Angst. Es braucht Achtsamkeit und Vorsicht!

Ist man denn nicht achtsam oder vorsichtig, wenn man alle Sinne zur Verfügung hat und zwar möglichst ungetrübt?

Würde die Angst nicht versuchen sich an etwas sicherem festhalten zu wollen und daher eigentlich nur Ablenken, weil wenn wie du sagst, es darauf ankommt, gerade besonders im Strassenverkehr, blitzschnell reagieren zu können?


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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quentin_=3
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Mut und Angst

11.02.2005 um 20:12
@coelus

Grundangst nenne ich die stete Aufmerksamkeit, die auf "Bereitschaft" im Standby
zur Verfügung stehen sollte. Eine natürliche Schutzfunktion.
Die Grundangst ist auch ein Sinn.
Sie ist latent in jedem von uns vorhanden.
Ist nur meine Definition davon.
Wahrscheinlich gibt es ein anderes Wort dafür, fällt mir halt im Moment nicht ein.

Gruß,
q.

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habib
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Mut und Angst

11.02.2005 um 20:26
@All

Eure Beiträge sind aufbauend und ich bin sehr dankbar, dass es Euch gibt.
Ich weiß nicht, folgende Satz von wem ist, aber ist wahr:

Der, der trotz Angst kämpft, ist mutig, aber der, der die Angst nicht kennt, ist ein verrückter.


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coelus
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Mut und Angst

11.02.2005 um 20:37
@quentin_=3

Warum denn nicht ganz einfach Achtsamkeit?

Eine Achtsamkeit, die man sich bewusst werden könnte, konstant zu leben, so hätte man die Möglichkeit alle seine Sinne „immer“ präsent zu haben und demnach aus dem Vollen schöpfen zu können?

Ferner hätte man doch die Möglichkeit, alles was einem Umgibt „korrekt“ wahrzunehmen und entsprechend zu handeln, möglichst so dass man sich selbst und anderen keinen Schaden zufügen tut?

Das die Grundangst ein Sinn ist wusste ich nicht.

Dachte es gäbe „nur“ die 5 Wahrnehmungssinne (hören , sehen , riechen , schmecken , tasten), der sechste, der das Wohlbefinden wahrnimmt/ist und dieser so genannte siebente Sinn, der paranormale Fähigkeiten wie Telepathie, Vorahnungen uns sensibel werden lässt (dieser 7. Sinn wird leider allzu oft vernachlässigt und nicht „genug“ entwickelt..) von denen gesprochen wird.

Vieleicht lässt du den Sinn von Grundangst in den siebten miteinfliessen?

Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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coelus
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Mut und Angst

11.02.2005 um 20:52
@habib

Wie ist es zu verstehen, wenn nahezu alle "grossen Meister" die Menschen immer wieder darauf aufmerksam gemacht haben, indem sie sagten: "Warum habt ihr Angst, habt ihr kein Vertrauen?“ oder ähnliches wie: „fürchtet Euch nicht..“ ?


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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quentin_=3
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Mut und Angst

11.02.2005 um 21:07
@coelus
Man muß unterscheiden zwischen "gesunder" und "kranker" Angst:
>"Kranke" Angst hemmt und verklemmt! - "Gesunde" Angst mahnt und weckt die Sinne!
>Verbote erzeugen "kranke" Angst! - Gebote nähren "gesunde" Angst!
> Angst ist ein Erzieher zur Vernunft!
>In Freiheit ist die Angst Dein Freund und Beschützer!
>Ist die Angst Dein Feind und Peiniger, bist Du ein Gefangener!...

etc..

Achtsamkeit ist nicht das Gleiche, wie "Grundangst", diese Grundangst ist wie:
Schlafen mit einem wachen Auge...aber alles andere als ungesund.

Gruß,
q.


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Mut und Angst

11.02.2005 um 21:29
@ Coelus
Da ich dich nicht kannte, war ich ja gewisser Maßen gezwungen mir ein Bild von deinem ersten Post zu machen. Und leiderweise war dieser erste Post hier aus diesem Thread zweideutig zu verstehen. Also ich danke dir erstmal für deine ausführliche Antwort! Und des weiteren wollte ich keine Entschuldigung sondern allerhöchstens eine Stellungnahme. Aus dem Grund, dass man deinen Post falsch interpreiteren konnte, hast du dich schuldig gefühlt, dich zu entschuldigen. Das bin und war in keinster Weise enttäuscht, gerkänkt oder sauer.

Ich bin noch sehr jung und habe demnach relativ wenig Erfahrung mit dem Leben, welches durch wirkliche Angst und Mut geprägt ist und ich denke das ist auch der Grund dafür, dass meine Ansichtsweise in der Tat am falschen Fuß gegriffen hat.

Ich schildere dir mal kurz, wie ich das schlussfolgerte, was ich in meinem Post schrieb:
Ich hatte mir durch den Kopf gehen lassen dass, wenn jemand mutig handelt, dieses Handeln folglich auch eine Ursache haben muss.
So müsste logischerweise auch ein Unterschied in den einzelnen Faktoren zwischen "gelassen handeln" und "mutig handeln" liegen. So habe ich mir überlegt, worin diese Unterschiede im wesentlichen bestehen und habe dabei auch meine bisherigen eigenen Erfahrungen "untersucht" und kam für mich zu dem Entschluss, dass der Unterschied in dem Bedenken liegt. Während man eher bedenkenlos und frei entfaltet gelassen handelt, ist das mutvolle handeln
immer mit einer Absicht verbunden, etwas zu schaffen bzw. zu überwinden, sonst wäre die Anwendung bzw. die Anstrengung für den Mut nicht brauchbar/notwendig.
Ich hätte die Begifflichkeit der Angst in meinem Post näher erläutern müssen, da ich nicht die wirklich starke ausgeprägte Angst meinte, sondern lediglich das erkennen von Hindernissen und möglichen Gefahren, sodass das vernunftvolle
Denken ansich noch vor dem eigentlichen Ausführen der Aktion möglich ist, um aufgrund von leichter Angst bzw. Bedenken gezwungen zu sein, mutig zu sein, also in voller Leistungsfähigkeit die entsprechende Aktion auszuführen, weil man sich vorher bewusst geworden ist, dass das "gelassene Handeln" nicht möglich sein würde und stattdessen noch viel mehr zusätzliche Ängste aufkommen könnten.
Ich wollte aus diesen Gesichtspunkten den Mut als "Sicherheitsfunktion" des Bewusstseins darstellen und nicht als absolute Unterdrückung von Urängsten.
Ich glaube, wir haben uns gegenseitig etwas missverstanden ... jedenfalls habe ich dir in keiner Weise etwas übel genommen und danke dir für deinen Post, auf dem ich auch noch etwas schreiben werde, da es das Wert ist.


Lernen ohne zu denken, ist verlorene Müh.
Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich.


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kitara
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Mut und Angst

11.02.2005 um 21:36
ist Euch eigentlich schon einmal aufgefallen, das Mut ohne Angst bzw. Angst ohne Mut überhaupt nicht existieren können?!

es is beides eins!


Es gibt beides nicht, wäre nich eines von jenen vorhanden........


Was bedeutet es, wenn ein Mensch weder mutig noch ängstlich ist?

Das würde mich nun wahrhaftig mal interessieren:)

Es gibt zwei Arten, sich zu täuschen:
Eine besteht darin, zu glauben, was nicht ist;
die andere besteht drin, nicht glauben zu wollen, was ist.


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Mut und Angst

11.02.2005 um 21:39
@ kitara
Gefühlskalt .... vollkommen neutral .... kein Mensch. Es ist ja auch so, dass Mut nur dem Menschen zugeschrieben wird, da er eine besondere Bewusstseinsform gegenüber den Tieren hat.

Lernen ohne zu denken, ist verlorene Müh.
Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich.


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kitara
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Mut und Angst

11.02.2005 um 21:43
@slain


denkst Du wirklich so?

Wenn der Mensch trotzalledem zu den Tieren nen besonderen Bezug hat.....
was für mich bedeutet Er lebt sehr instinktiv.......

würdest Du das als NEUTRAL. gefühlskalt abstempeln?

Oder könnte selbst das eine Erweiterung des Bewusstseins sein?

Es gibt zwei Arten, sich zu täuschen:
Eine besteht darin, zu glauben, was nicht ist;
die andere besteht drin, nicht glauben zu wollen, was ist.


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Mut und Angst

11.02.2005 um 22:15
"Was bedeutet es, wenn ein Mensch weder mutig noch ängstlich ist?"

Ohne Furcht und Respekt hättest du keine Bezugswelt zu Gut und Schlecht. Es wäre genauso, als würdest du keine Schmerzen empfinden. Also ich glaube nicht, dass man dann überhaupt noch leben könnte, geschweige denn, dass man sich ohne Angst sicherlich nicht entwickelt hätte. Und ich vermute, dass der Mensch dann gefühlskalt und recht neutral gestimmt ist.

Lernen ohne zu denken, ist verlorene Müh.
Denken, ohne etwas gelernt zu haben, ist gefährlich.


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coelus
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Mut und Angst

11.02.2005 um 22:25
@quentin_=3

Bitte, dürfte ich auch können unterscheiden? ;-)

Klingt für mich wie Aphorismen, darum dürfte ich nach einem Beispiel fragen, wie gesunde Angst sich in einem konkreten „Alltag“ sich abspielen könnte?

Weil ich möchte wirklich etwas lernen :-)

Ich höre hier einfach immer nur pauschal Angst sei gut (gut du hast sie jetzt noch unterteilt), verstehen kann ich es überhaupt nicht, dies weil die Begründungen hier für mich nicht so nachvollziehbar sind. Als ich mich mit der Angst auseinandersetzte wurde mir zum Beispiel klar, dass Angst mangelndes Vertrauen darstellt, könntest du dem zum Beispiel beipflichten und wenn nicht, es mir erklären?

Wenn du beipflichten könntest, dass Angst mangelndes Vertrauen darstellt, dann müsste ich verstehen können warum denn kein Vertrauen besser sein soll.

Die Befürworter in diesem Thread, das Angst gut sei, kann ich nicht nachvollziehen, weil keine Herleitung bis jetzt gemacht wurde, ausser das eben Angst sinnvoll und lebenswert sei, weil es vor Gefahren schützen soll, dies ist doch keine Begründung und Herleitung?

Wäre drum für mich interessant herauszufinden, ob ich die ganze Zeit von kranker Angst gesprochen habe oder nicht. Gehe ich eigentlich recht in der Annahme, dass Angst ein Gefühl ist, ein Gefühl von Bedrängtheit ist und ist das jetzt gesund oder krank?

@quentin_=3, danke für deine Geduld, meine es ernst und es interessiert mich wirklich!


Danke sl@ain nun versteh ich dein Gedankengänge auch besser und bin froh, dass du dich nicht verletzt gefühlt hast.

Ja, würde mich auch brennend interessieren, was das bedeutet wenn ein Mensch weder ängstlich noch mutig ist. Haben nicht grosse Meister, die à pro pos Menschen waren, diese Haltung inne? Diese Haltung auch den Mitmenschen zu vermitteln versuchten, auch wenn sie gefragt wurden.

Die pauschale Antwort von Gefühlskalt, vollkommen neutral, kein Mensch, kann es ja wohl nicht sein. Wäre ja das selbe, wie wenn ich sagen würde dieser Kreis ist viereckig und basta. ;-)


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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kitara
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Mut und Angst

11.02.2005 um 23:24
@slain

ja das hört sich oberflächlich sehr verständnissvoll an;)

aber was wäre, wenn der Mensch, durch diese "neutralität" eine höhere Bewusstseinsebene besteigen würde?!.........könnte doch auch sein, oder?

Es gibt zwei Arten, sich zu täuschen:
Eine besteht darin, zu glauben, was nicht ist;
die andere besteht drin, nicht glauben zu wollen, was ist.


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kitara
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Mut und Angst

11.02.2005 um 23:25
@slain

den Mittelweg ergründen;)

Es gibt zwei Arten, sich zu täuschen:
Eine besteht darin, zu glauben, was nicht ist;
die andere besteht drin, nicht glauben zu wollen, was ist.


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quentin_=3
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Mut und Angst

12.02.2005 um 00:17
@coelus
Es handelt sich auch um Aphorismen.

>>Als ich mich mit der Angst auseinandersetzte wurde mir zum Beispiel klar, dass Angst mangelndes Vertrauen darstellt, könntest du dem zum Beispiel beipflichten und wenn nicht, es mir erklären? <<

Mangelndes Vertrauen: sich selbst gegenüber? Wenn Du es so meinst, ist die Angst wieder als Schutzfunktion zu sehen, denn sie alarmiert Dich, Dir selbst mehr zu vertrauen.

>>Die Befürworter in diesem Thread, das Angst gut sei, kann ich nicht nachvollziehen, weil keine Herleitung bis jetzt gemacht wurde, ausser das eben Angst sinnvoll und lebenswert sei, weil es vor Gefahren schützen soll, dies ist doch keine Begründung und Herleitung?<<

Von lebenswerter Angst ist hier nicht die Rede. Man lebt mit ihr, nicht FÜR sie.
Sie ist ein Teil Deiner Natürlichkeit. Sie zu unterdrücken wäre falsch.
Sie zu kontrollieren und zu beherrschen heißt wiederum nicht, sie zu unterdrücken.
Man läßt sie zu, man erkennt sie, man profitiert davon. Man akzeptiert die Angst
als Teil seiner natürlichen menschlichen Eigenschaft.

Die Angst kann förderlich sein, wie auch schädlich, wie alles im Leben.

>>Gehe ich eigentlich recht in der Annahme, dass Angst ein Gefühl ist, ein Gefühl von Bedrängtheit ist und ist das jetzt gesund oder krank?<<

Angst ist nicht bloß ein Gefühl, welches schlecht oder gut ist. Sie ist ein Gefühl, welches Du selbst zu verstehen aufgefordert bist, um es zu lenken und zu
nutzen.
Vermeintlich unbegründete Angst zum Beispiel , kann ein Hinweis auf unverarbeitete Erlebnisse sein, ein Hilfeschrei der Seele, und somit erfüllt die Angst hier nur ihre Schutzfunktion.

>>Ja, würde mich auch brennend interessieren, was das bedeutet wenn ein Mensch weder ängstlich noch mutig ist. Haben nicht grosse Meister, die à pro pos Menschen waren, diese Haltung inne? Diese Haltung auch den Mitmenschen zu vermitteln versuchten, auch wenn sie gefragt wurden.

Die pauschale Antwort von Gefühlskalt, vollkommen neutral, kein Mensch, kann es ja wohl nicht sein. Wäre ja das selbe, wie wenn ich sagen würde dieser Kreis ist viereckig und basta.<<

Menschen, die weder änstlich noch mutig sind, sind nicht gleich "ohne Angst".

Ängstlichkeit und Angst sind zwei verschiedene Dinge.
Die Ängstlichkeit ist nur ein kleiner Ableger der Angst.

Ein mutiger Krieger, der in die Schlacht zieht, ist nach außen hin besessen von dem Gedanken des Krieges, erscheint vielleicht furchtlos und mutig, doch
auch er hat die Angst in sich.

>>>Ein Mindestmaß an Angst ist lebensnotwendig

Noch kennen die Wissenschaftler allenfalls einzelne Aspekte jener Prozesse, die im Hirn ablaufen, wenn wir vor Angst erstarren oder jahrelang unter rätselhaften Phobien leiden. Sicher ist hingegen, dass Angst als natürliches Verhalten bei allen Säugetieren einschließlich des Menschen dazu dient, rasch aus gefahrvollen Situationen zu fliehen oder – besser noch – diese von vornherein zu vermeiden. „Ohne eine gewisse Angst“, erläutert Dr. Andreas Ströhle, Leiter der Angstambulanz am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, „wären wir nicht in der Lage, im Straßenverkehr zu überleben.“ Es ginge daher nicht darum, ein angstfreies Leben zu ermöglichen, vielmehr müssten Menschen einen adäquaten Umgang mit der Angst entwickeln.<<<

>>>Angst ist ein psychobiologisches Phänomen. Wenn sie in uns hochkriecht oder uns vor Schreck erstarren lässt, wirken körperliche und seelische Reaktionen ebenso zusammen wie genetisch gespeicherte Programme und individuelle Erfahrungen.

Kein Wunder, dass neue Erkenntnisse der Psychologen, Physiologen und Hirnforscher ein höchst komplexes Bild zeichnen.

Ein Überblick über die wichtigsten an Angstreaktionen beteiligten Hirnregionen:

Der Thalamus

Der Thalamus leitet bedrohliche Seh- und Hörreize auf schnellem Weg direkt an den Mandelkern und auf langsamem an die Stirnlappen der Hirnrinde weiter. Er ist Teil des für Gefühle zuständigen „limbischen Systems“

Das Ammonshorn

Das Ammonshorn (Hippokampus) organisiert das Gedächtnis. Es meldet als bedrohlich empfundene Erinnerungen an den Mandelkern.

Der Mandelkern

Der Mandelkern (Amygdala) koordiniert als zentrale Instanz Angstreaktionen in Gehirn und Körper. Er arbeitet bei Bedarf mit dem Ammonshorn zusammen und aktiviert den Hypothalamus.

Die Hirnanhangsdrüse

Die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) alarmiert mit dem Hormon Corticotropin (ACTH) die Nebennieren. Diese schütten daraufhin die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus.

Der Hypothalamus

Der Hypothalamus reagiert auf Signale aus dem Mandelkern: Er aktiviert mit dem Botenstoff CRH die Hirnanhangsdrüse. Damit löst er die Freisetzung von Stresshormonen aus.

Die Stirnlappen

Die Stirnlappen der Großhirnrinde beurteilen die vom Thalamus gemeldete Gefahr.<<<

Und hier noch Detaillierteres:http://www.panikattacken.at/angst-biologie/angst-biologie.htm

>>>"Angst kann zu einer Kraft werden"

Viele Jungen und Mädchen glauben laut Manfred Stein, Psychologe aus Berlin, ihre Angst sei eine Form von Schwäche und verbergen sie deshalb. Doch genau das Gegenteil der Fall: «Angst kann zu einer Kraft werden, die uns antreibt, Schwierigkeiten zu meistern.» Stein hat die Erfahrung gemacht, dass viele sich besonders anstrengen, weil sie fürchten, zu versagen. Zudem könne Angst eine Alarmreaktion des Körpers sein, die Betroffene in bestimmten Situationen zu mehr Aufmerksamkeit zwingt. «Und das schützt sie davor, Fehler zu machen.»

Die eigene Angst derart positiv nutzen zu können, funktioniert allerdings bei vielen nicht automatisch. Wichtig sei daher vor allem positives Denken, betont Stein. Das bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, sich eine «Wird-schon-gutgehen»-Haltung zuzulegen. «Positiv zu denken heißt viel mehr, sich schwere Sachen als bewältigbar vorzustellen», erklärt Friedrich Mangold, Sozialpädagoge aus München.<<<

>>>Angst

Psychologische
Erklärungsmodelle

Neben Freude, Trauer, Wut und Scham ist Angst eines der Grundgefühle, die bei jedem Menschen lebensbegleitend sind und in den verschiedenen Lebensabschnitten mit unterschiedlichen Inhalten ausgestattet werden.

Angst ist evolutionsgeschichtlich betrachtet ein sinnvoller und hilfreicher Affekt, der uns vor Gefahren warnt und bei angemessener Reaktion darauf (z.B. Flucht) vor deren Folgen schützt. Angst kann bewußt erlebt werden, aber auch unbewußt wirken, sie kann verständliche sein aber auch als unverständliches Symptom auftreten (z.B. Angst vor Hunden ist nachvollziehbar, doch die Angst vor Strahlen, die der Wohnungsnachbar aussendet entsprechen keiner realen und nachvollziehbaren Bedrohung). Die meisten Angstzustände, die wir oft als "unbegründet" oder "übersteigert" empfinden (Prüfungsängste, Lampenfieber, "weiche Knie") sind noch "angemessen", solange sie uns gleichsam auf "Hochtouren" bringen, um die angsterzeugende Situation zu meistern.

Als krankhaft werden Ängste erst dann bezeichnet, wenn sie zu einer Lähmung des Betroffenen führen und über längere Zeit hin unkontrollierbar sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob man vor etwas Bestimmtem Angst hat (z.B. Autofahren, Turmbesteigung) oder ob die Angst aus "heiterem Himmel" kommt und der Betroffene nicht genau sagen kann, wovor er Angst hat - es sei denn vor der Angst selbst. Angemessenes Reagieren oder Handeln ist dann häufig unmöglich geworden, was zu erheblichen Problemen beim alltäglichen Lebensvollzug, z.B. bei der Arbeit oder im Umgang mit anderen, führt.<<<

q.















strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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coelus
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Mut und Angst

12.02.2005 um 02:26
@quentin_=3

Danke @quentin_=3, würde gerne auf deine Antworten näher eingehen und aus mir heraus schöpfen:


***
>>Mangelndes Vertrauen: sich selbst gegenüber? Wenn Du es so meinst, ist die Angst wieder als Schutzfunktion zu sehen, denn sie alarmiert Dich, Dir selbst mehr zu vertrauen.<<


Prima, wenn jemand sich nun ständig selbst vertraut, wird in dem Fall die Angst hinfällig und hat sich somit also verabschiedet! Die Angst ist somit ein Problem der menschlichen Unsicherheit und ist mangelndes Vertrauen in sich selbst und/oder die Welt.

Weiter können wir daraus schliessen, dass die Angst uns nicht hilft unsere Probleme optimal zu lösen und unsere Ziele (z.b. fundamentales Vertrauen) rasch zu erreichen.

Demnach braucht es nicht die Angst dazu, um zu merken, dass man sich vertrauen sollte, es einem so viel besser gehen würde und weiter dient sie demnach nicht als Schutzfunktion, sondern eher als Verhinderungsfaktor!

***

>>Von lebenswerter Angst ist hier nicht die Rede. Man lebt mit ihr, nicht FÜR sie.
Sie ist ein Teil Deiner Natürlichkeit. Sie zu unterdrücken wäre falsch.
Sie zu kontrollieren und zu beherrschen heißt wiederum nicht, sie zu unterdrücken.
Man läßt sie zu, man erkennt sie, man profitiert davon. Man akzeptiert die Angst
als Teil seiner natürlichen menschlichen Eigenschaft.

Die Angst kann förderlich sein, wie auch schädlich, wie alles im Leben.<<


Wenn wir obigen Schluss weiterführen, wäre ja bei einem fundamentalen Vertrauen eines Menschen gar keine Angst mehr vorhanden und in diesem Falle könnte man auch nicht von Teil einer Natürlichkeit sprechen, die man unterdrücken könnte, weil es wäre ja nichts (keine Angst) vorhanden, das es zu unterdrücken gäbe. Weiter müsste man auch nichts akzeptieren als Teil einer menschlichen Eigenschaft, weil die Angst nicht mehr zu gegen ist.

Im weiteren wäre also die Angst eher schädlich, als etwas anderes, da es den Gegenpol von Liebe und fundamentalen Vertrauens darstellt. Liebe und Vertrauen sind daher förderlich!

***

>>Angst ist nicht bloß ein Gefühl, welches schlecht oder gut ist. Sie ist ein Gefühl, welches Du selbst zu verstehen aufgefordert bist, um es zu lenken und zu
nutzen.
Vermeintlich unbegründete Angst zum Beispiel , kann ein Hinweis auf unverarbeitete Erlebnisse sein, ein Hilfeschrei der Seele, und somit erfüllt die Angst hier nur ihre Schutzfunktion.<<


Wenn Angst ein Gefühl der Bedrängnis ist, wie kann dies gut sein und was gibt es da zu verstehen? Wenn ich mir einen angstvollen Menschen so vorstelle in seiner Bedrängnis, so dreht sich dessen momentanes Verständnis ausschliesslich um die Angst und wo er die nächste Sicherheit finden kann, wo er sich festklammern kann.

In der obigen Antwort hattest du noch erwähnt, dass man die Angst nicht kontrollieren oder beherrschen soll und hier sollte man sie lenken und nutzen…?!

***

>>Menschen, die weder änstlich noch mutig sind, sind nicht gleich "ohne Angst".

Ängstlichkeit und Angst sind zwei verschiedene Dinge.
Die Ängstlichkeit ist nur ein kleiner Ableger der Angst.

Ein mutiger Krieger, der in die Schlacht zieht, ist nach außen hin besessen von dem Gedanken des Krieges, erscheint vielleicht furchtlos und mutig, doch
auch er hat die Angst in sich.<<


Jesus sagte: Warum habt ihr Angst, habt ihr denn kein Vertrauen?

Ich selbst bewege mich nicht in einer Weltanschauung von Gut und Böse. Der Krieger kann ich auch nicht nachvollziehen, ein besessener schon gar nicht, da ich potentieller Kriegsdienstverweigerer bin und mit Kriegen nichts am Hut habe.

Ferner hat dieser Krieger für meine Weltanschauung überhaupt gar keinen Mut und das er Angst hat ist ja offensichtlich, sonst wäre er ja auch nicht so blind und würde für irgend ein Oberhaupt, der diesen Krieg angezettelt hat, sein Leben aufs Spiel setzen und dabei noch andere Menschen umbringen dabei.

***

>>Ein Mindestmaß an Angst ist lebensnotwendig<<


Auch da wäre zu Fragen wie viel ist ein Mindestmass Angst? Nach den bisher gemachten Folgerungen kämen wir zum Schluss, dass das Mindestmass an Angst für die Lebensnotwendigkeit und für das fundamentale Vertauen bei ca. 0% liegen würde.


Tja, und mit der postmodernen Wissenschaft ist es eben so eine Sache…

Die exakte Erklärung was genau im Hirn vor sich geht, wenn man Angst hat ist eine Sache, sagt aber überhaupt noch nicht deren wirklicher Ursache, „Nutzen“ oder Handhabung aus. Darin sind sich längst nicht alle Wissenschaftler sich einig…

***

>>Angst kann zu einer Kraft werden<<


Wenn wir den Faden von oben weiterziehen, wäre diese Kraft eine zerstörische und blockierende, die einem davon abhält Vertrauen in sich zu gewinnen und sich stattdessen an Sicherheiten festzuhalten sucht.

***

>>«Angst kann zu einer Kraft werden, die uns antreibt, Schwierigkeiten zu meistern.» Stein hat die Erfahrung gemacht, dass viele sich besonders anstrengen, weil sie fürchten, zu versagen. Zudem könne Angst eine Alarmreaktion des Körpers sein, die Betroffene in bestimmten Situationen zu mehr Aufmerksamkeit zwingt. «Und das schützt sie davor, Fehler zu machen.»<<


Was soll diese Begründung und erst noch von so genannten Fachleuten?!

Das selbe Resultat könnten wir 1000 Mal schneller erreichen, wenn wir den Jungen Menschen den Druck wegnehmen würden und sie stattdessen von Anfang an auf sich selbst verweisen, auf sich selbst zu vertrauen und sie Motivieren in ihren Fähigkeiten, ihnen Mut zu sprechen für ihre Einzigartigkeit, sie unterstützen und dies alles mit LIEBE!

Was ist das für eine Brot und Peitschen Logik? Den Jungen zeigen wie hart die Welt da draussen ist, sie das fürchten lehren, so dass sie Angst bekommen und unter Druck Leistungen erbringen. Und hier jetzt noch von Schutzfunktion zu sprechen…?!

Das soll GUT sein? Entschuldigung, aber da komm ich nicht mehr mit. Verstehe es wohl wirklich nicht. Klingt für mich echt wie tiefstes Mittelalter!

***

>>Die eigene Angst derart positiv nutzen zu können, funktioniert allerdings bei vielen nicht automatisch. Wichtig sei daher vor allem positives Denken, betont Stein. Das bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, sich eine «Wird-schon-gutgehen»-Haltung zuzulegen. «Positiv zu denken heißt viel mehr, sich schwere Sachen als bewältigbar vorzustellen», erklärt Friedrich Mangold, Sozialpädagoge aus München.<<


Das die Nutzung der Angst nicht automatisch positiv funktioniert, sollte nach den bereits gemachten Folgerungen verständlich sein. Solche Fachaussagen können wahrscheinlich nur von Menschen stammen, die selbst der Angst unterlegen sind und die eigene Unfähigkeit eines fundamentalen Vertrauens, nun auf solche absurde Äusserungen verlegen und es auch noch an die Öffentlichkeit als Weisheit letzter Schluss verkaufen wollen, nein sie tun es sogar!

***

Das Fazit, dass ich aus den Fachtexten ziehen kann ist, die Angst gar nicht erst als positiv zu betrachten wollen, damit sie sich auch nicht steigern kann bis zur totalen Blockade. Für mich habe ich daraus lernen können, sich vermehrt auf sein fundamentales Vertrauen zu achten, die kosmische Liebe fliessen zu lassen, geht à pros pos meines Erachtens nur dur dieses fundamentale Vertrauen (diese schliesst die Angst aus), und seine Sinne offen zu haben und auf sie zu achten. Gefahren und Umstände können so viel einfacher, vor allem viel schneller erfasst werden und in eine „korrekte“ Handlung münden, die als Resultat die Liebe sich selbst und für seine Mitmenschen, erhalten lässt.

Liebe @quentin_=3, ich danke dir recht herzlich für deine Mühe, die du dir gemacht hast. Jetzt habe ich wirklich wieder was lernen können.

Ich könnte mir vorstellen, das du es vielleicht „schade“ findest, wenn ich nun auch zu dem nicht ganz gleichen Schluss gekommen bin, wie die Grundaussage besonders der Fachleute, es einem glauben machen wollen. Ich bin wirklich nicht der Ansicht, dass wir die Menschen mit Furcht zu einem wirklichen Fortschritt verhelfen können.

Wenn ich mir so die heutige Welt betrachte, wie viele Menschen in einer solchen ständigen Furcht und Angst leben „müssen“, so sehen wir in der Realität, wo ein solcher Glaube und Lebenshaltung eben hinführt…Die „Resultate“ sprechen eine deutliche Sprache, wenn sich unsere heutige „Risikogesellschaft“ nicht bewusst wird, steuert sie schnurstracks auf einen oekologischen Kollopas zu.

Ich bin halt ein „unverbesserlicher“ Optimist, glaube an die Entwicklungsfähigkeit der Menschen, bin halt der Ansicht, wenn wir die Furcht und Angst durch fundamentales Vertrauen ersetzen könnten –weil beides miteinander / nebeneinander ist unmöglich – so könnte die Liebe aufblühen und durchaus zu einer besseren Welt für alle führen.

Herzlichen Dank und lieben Gruss

coelus


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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coelus
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Mut und Angst

12.02.2005 um 03:16
@quentin_=3 bitte entschuldige diesen Satz, er kann ersatzlos gestrichen werden, mein Fehler!

>>In der obigen Antwort hattest du noch erwähnt, dass man die Angst nicht kontrollieren oder beherrschen soll und hier sollte man sie lenken und nutzen…?! <<

Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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quentin_=3
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Mut und Angst

12.02.2005 um 03:35
@coelus

Eins vorweg:
>>>In der obigen Antwort hattest du noch erwähnt, dass man die Angst nicht kontrollieren oder beherrschen soll und hier sollte man sie lenken und nutzen…?!
<<<<

habe ich das ? Zitat:Sie ist ein Teil Deiner Natürlichkeit. Sie zu unterdrücken wäre falsch.
Sie zu kontrollieren und zu beherrschen heißt wiederum nicht, sie zu unterdrücken.
Zitatende.

Hier ist keine Rede davon, daßman die Angst nicht kontrollirern oder beherrschen soll.

Wie reden aneinander vorbei.

Du bist besessen von dem Gedanken, daß Angst einfach eine Sorte Angst ist und
willst nicht einsehen, daß es nicht so einfach ist.
Angst brauchen wir nicht, es schadet uns, etc...

Mit diesem festgefahrenen Standpunkt kannst Du nicht gleichzeitig Antworten
erwarten, die Du dann eh wieder so verdrehst, wie es Dir paßt.

Deine freundlichen Floskeln geraten im übrigen zu einer Farce.

>>>Prima, wenn jemand sich nun ständig selbst vertraut, wird in dem Fall die Angst hinfällig und hat sich somit also verabschiedet! Die Angst ist somit ein Problem der menschlichen Unsicherheit und ist mangelndes Vertrauen in sich selbst und/oder die Welt.<<<

DIE Angst, schreibst Du. Für Dich ist es einfach nur DIE Angst.
Ich rede von einer natürlichen Schutzfunktion, von krankhafter Angst, etc.
Und Du bist festgefahren auf DIE Angst und SCHÄDLICH und PUNKT AUS.

Eins plus eins ergibt zwei. Schlichtes direktes Denken. In diesem Fall jedoch ist es eine kompliziertere Rechnung.

Die Angst bezeichnest Du schlicht als PROBLEM, und darauf baust Du dann Deine Argumentation auf.
Ich bezeichne die Angst nicht als Problem, sondern als natürliche Schutzfunktion des Menschen, mit der man umzugehen erlernen kann, und sie nutzen kann.

Ich weiß nicht, woher Du Deine Informationen hast, für mich klingt das sehr nach Selbstverwirklichungs- und Selbstfindungsschablonen.

Genug Selbstvertrauen = Der Angst den garaus machen.

Ist ja schön und gut, jedoch, solltest Du das Ganze etwas facettenreicher angehen, und nicht so eintönig. Die Angst selbst ist facettenreich.

>>Wenn wir obigen Schluss weiterführen, wäre ja bei einem fundamentalen Vertrauen eines Menschen gar keine Angst mehr vorhanden und in diesem Falle könnte man auch nicht von Teil einer Natürlichkeit sprechen, die man unterdrücken könnte, weil es wäre ja nichts (keine Angst) vorhanden, das es zu unterdrücken gäbe. Weiter müsste man auch nichts akzeptieren als Teil einer menschlichen Eigenschaft, weil die Angst nicht mehr zu gegen ist. <<

Kennst Du Menschen, die völlig ohne Ängste sind?
Menschen, mit fundamentalem Vertrauen ?

>>>Im weiteren wäre also die Angst eher schädlich, als etwas anderes, da es den Gegenpol von Liebe und fundamentalen Vertrauens darstellt. Liebe und Vertrauen sind daher förderlich!<<<

Nichts gegen Liebe und Vertrauen, aber von gegenpolen zu sprechen, ist zu weit hergeholt. In jeder noch so intakten Beziehung herrschen Ängste, die wiederum dazu führen können, daß diese Beziehung auch intakt bleibt, etc.
Wir sind in der Lage, mit unseren Sinnen zu arbeiten, Gefühle zu deuten und
zu nutzen. Ängste gehören dazu.

>>Demnach braucht es nicht die Angst dazu, um zu merken, dass man sich vertrauen sollte, es einem so viel besser gehen würde und weiter dient sie demnach nicht als Schutzfunktion, sondern eher als Verhinderungsfaktor!
<<

Wieder simples direktes Denken. Von A nach B ohne Umwege.

Wie willst Du alles erfassen, wenn Du nur ein Ziel vor Augen hast, und nur versuchst , schnellstmöglich dieses Ziel zu erreichen?

Diese Schlussfolgerungen von Dir lesen sich im ersten Moment einleuchtend,
doch sind sie voller Lücken.
Und diese Lücken wären schnell gefüllt, wenn Du von Ängsten sprächest, statt nur von DER Angst, die hier auch noch als Verhinderungsfaktor herhalten muß.

Der Mensch selbst entscheidet, welchen Ängsten er mehr Bedeutung zumißt,
es sei denn, er ist zwanghaft erkrankt.

>>Wenn Angst ein Gefühl der Bedrängnis ist, wie kann dies gut sein und was gibt es da zu verstehen? Wenn ich mir einen angstvollen Menschen so vorstelle in seiner Bedrängnis, so dreht sich dessen momentanes Verständnis ausschliesslich um die Angst und wo er die nächste Sicherheit finden kann, wo er sich festklammern kann.<<

Wer hat denn was von Bedrängnis geschrieben?

>>Jesus sagte: Warum habt ihr Angst, habt ihr denn kein Vertrauen?
Ich selbst bewege mich nicht in einer Weltanschauung von Gut und Böse. Der Krieger kann ich auch nicht nachvollziehen, ein besessener schon gar nicht, da ich potentieller Kriegsdienstverweigerer bin und mit Kriegen nichts am Hut habe.
Ferner hat dieser Krieger für meine Weltanschauung überhaupt gar keinen Mut und das er Angst hat ist ja offensichtlich, sonst wäre er ja auch nicht so blind und würde für irgend ein Oberhaupt, der diesen Krieg angezettelt hat, sein Leben aufs Spiel setzen und dabei noch andere Menschen umbringen dabei.<<

Es war bloß ein Beispiel, dieses wörtlich zu nehmen, ist der Sache nicht dienlich, und geht völlig am Thema vorbei.

>>Die exakte Erklärung was genau im Hirn vor sich geht, wenn man Angst hat ist eine Sache, sagt aber überhaupt noch nicht deren wirklicher Ursache, „Nutzen“ oder Handhabung aus. Darin sind sich längst nicht alle Wissenschaftler sich einig…<<

Je mehr ich von Dir lese, umsomehr bekomme ich den Eindruck, daß Du Dich verrennst.

Und folgendes zeigt mir, daß Du nicht offen für dieses Thema bist:
Zitat von Magold:
>>Die eigene Angst derart positiv nutzen zu können, funktioniert allerdings bei vielen nicht automatisch. Wichtig sei daher vor allem positives Denken, betont Stein. Das bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, sich eine «Wird-schon-gutgehen»-Haltung zuzulegen. «Positiv zu denken heißt viel mehr, sich schwere Sachen als bewältigbar vorzustellen», erklärt Friedrich Mangold, Sozialpädagoge aus München.<<

Deine Antwort:
>>Das die Nutzung der Angst nicht automatisch positiv funktioniert, sollte nach den bereits gemachten Folgerungen verständlich sein. Solche Fachaussagen können wahrscheinlich nur von Menschen stammen, die selbst der Angst unterlegen sind und die eigene Unfähigkeit eines fundamentalen Vertrauens, nun auf solche absurde Äusserungen verlegen und es auch noch an die Öffentlichkeit als Weisheit letzter Schluss verkaufen wollen, nein sie tun es sogar!<<

Und : Du hast gar nicht aus den Texten geschlossen, sondern rezitierst Deinen eigenen festen Standpunkt, mit dem Anschein, als ob diese Schlüsse aus den von mir geposteten Links und Hininweisen stammen würden, was mich Deine Person betreffend wirklich stutzig macht :
>>>Das Fazit, dass ich aus den Fachtexten ziehen kann ist, die Angst gar nicht erst als positiv zu betrachten wollen, damit sie sich auch nicht steigern kann bis zur totalen Blockade. Für mich habe ich daraus lernen können, sich vermehrt auf sein fundamentales Vertrauen zu achten, die kosmische Liebe fliessen zu lassen, geht à pros pos meines Erachtens nur dur dieses fundamentale Vertrauen (diese schliesst die Angst aus), und seine Sinne offen zu haben und auf sie zu achten. Gefahren und Umstände können so viel einfacher, vor allem viel schneller erfasst werden und in eine „korrekte“ Handlung münden, die als Resultat die Liebe sich selbst und für seine Mitmenschen, erhalten lässt. <<<

Und dann dies:>>Liebe @quentin_=3, ich danke dir recht herzlich für deine Mühe, die du dir gemacht hast. Jetzt habe ich wirklich wieder was lernen können.<< Haben wir schon den 1.April?

>>Wenn ich mir so die heutige Welt betrachte, wie viele Menschen in einer solchen ständigen Furcht und Angst leben „müssen“, so sehen wir in der Realität, wo ein solcher Glaube und Lebenshaltung eben hinführt…Die „Resultate“ sprechen eine deutliche Sprache, wenn sich unsere heutige „Risikogesellschaft“ nicht bewusst wird, steuert sie schnurstracks auf einen oekologischen Kollopas zu.Ich bin halt ein „unverbesserlicher“ Optimist, glaube an die Entwicklungsfähigkeit der Menschen, bin halt der Ansicht, wenn wir die Furcht und Angst durch fundamentales Vertrauen ersetzen könnten –weil beides miteinander / nebeneinander ist unmöglich – so könnte die Liebe aufblühen und durchaus zu einer besseren Welt für alle führen.<<

Eine Diskussion war dies nicht, es war ein Schreiben gegen Mauern, die Du Dir erschaffen hast. "Unverbesserlicher Optimist"?

Wenn dem so ist, dann habe ich dazugelernt, daß es gefährlicheres gibt, als lauter Pessimisten. Unverbesserliche Optimisten, die mit ihrer Ignoranz
meinen, die Welt verändern zu können, doch steckt die Angst tief in ihnen,
und sie nutzen gar die Angst anderer, um ihre Weltanschaung unters Volk zu bringen.

Um diplomatisch zu bleiben:

Vielen Dank für diese Lehrstunde. ;)

q.



















strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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habib
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Mut und Angst

12.02.2005 um 14:45
@coelus

Angst ist das großte Hindernis für unser Wachstum und zwar in jeder Hinsicht.
Wer die Angst nicht kennt, ist nicht vollkommen, aber der nur mit der Angst lebt, kann keine Verbesserung erwarten.

Vertrauen und Zuversicht ist Schlüssel der Glückseligkeit und schwindet die Angst in beste Art & Weise.( wie es von allen Meister betont wird).

Coelus, ich würdige Dein Licht hier und schön, dass Du wieder aktiv bist.

Liebe Grüße


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