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Mut und Angst

67 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst, Mut, Tugend

Mut und Angst

12.02.2005 um 14:51
..Angst zu haben ist keine Schande...Mut ist es trotzdem weiter zu gehen...

Manchmal muß man erst sehr tief in die Dunkelheit fallen um wieder Licht zu sehen...danke denen die mir ein Licht waren und sind


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coelus
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Mut und Angst

12.02.2005 um 15:08
@quentin_=3

Warum erwähnst Du meinen Fehler, den ich selber entdeckt habe, den ich vor deinem Post dir mitteilte, mich dabei entschuldigte dafür, in deinem Eingangspost noch einmal?

Ich möchte dir wirklich danken, dass du mit mir über die Angst sprichst, weil es für mich persönlich ein Punkt im Verständnis der Menschheit ist, der mir immer wieder begegnet im Alltag und eben im Umgang in der zwischenmenschlichen Beziehungen, dieser deshalb ein Kernpunkt darstellt, der meines Erachtens und durch eigene persönliche Erfahrungen, zu manchem Leid eines Menschen geführt hatte, das ich wirklich keinem Menschen wünschen möchte und auch nicht tue.

Daher rührt meine Motivation, einen „unkonventionellen“ Standpunkt zu vertreten, was die allgemeine Sichtweise der Angst als Schutzfunktion anbelangt. Sei dir versichert, dass ich mich wirklich bemühen möchte, mich mit der „allgemeinen“ Betrachtungsweise der Angst, auseinander zu setzen, auch wenn es für dich im ersten Moment nicht so erscheinen mag.

Wenn du das Gefühl hast, dass ich besessen sei von dem Gedanken, die Angst wäre eine Sorte und ich weiter nicht einsehen will, dass es nicht so einfach ist, könnte ich dir sogar betreffend der Einfachheit Recht geben, wobei die Beschreibung von Besessenheit ich relativieren müsste, indem ich dir mitteilen möchte, das die Angst nicht im Zentrum meines Alltages steht und somit von dieser Bezeichnung absehen müsste.

In der Tat betrachte ich persönlich die Dinge in unserem Alltag, als sehr einfach und erfahre in meinem praktischen Leben, dass eine solche Lebenshaltung durchaus zu erfreulichen „Resultaten“ führen kann, die ich ja selbst erleben kann und tue.

Ich gebe ja zu und verstecke meine „Mühe“, die ich damit habe, wenn meine Mitmenschen Begebenheiten und Sachverhalte im Alltag, die für mein Empfinden und Verständnis als völlig Einfach zu erfassen sind, in meinem praktischen Leben hinterfragt und erprobt, als kompliziert beschrieben wird und noch den Anspruch auf Wahrheit stellen tut, nicht.

Ich möchte unseren Diskurs führen, als konstruktive Bereicherung für uns alle, wäre natürlich schön, wenn dies uns gelingen würde!

Schade, dass du der Meinung bist, ich hätte einen festgefahrenen Standpunkt, was ich selbst für mich nicht so empfinde, da ich wirklich mich mit dem Thema auseinander setzten möchte und will.

Ich bin mir meiner „unkonventionellen“ Sichtweise des Themas gegenüber völlige bewusst, gebe mich aber mit der „gängigen“ Meinung absolut nicht zu Frieden, dies weil ich zurecht Fragen stelle (generiert aus meinem gelebten Leben), die für die Vertreter der „gängigen“ Meinung sicher eine Art Herausforderung bedeuten könnte. Diese aber für sie nicht ein „Problem“ darstellen sollte, weil sie sich ja auch ihrer Sache sicher sein wollen und eben diese Haltung hinterfrage ich schlicht und einfach, möchte dabei selbst etwas lernen. Nur um das geht es mir.

Sei dir auch gesagt, dass ich in meiner Lebenshaltung keinerlei Erwartungen an meine Umwelt stellen tue, das ist hier in unserem Diskurs auch nicht der Fall. Auch von Verdrehungen kann nicht der Rede sein, dass ich Fehler mache, das kann passieren und werde mir Mühe geben, diese als solche zu Erkennen und dazu zu stehen.

Ich bin in der Tat ein sehr friedliebender Mensch und versuche dies auch beim schreiben zu zeigen und es sind für mich keine Floskeln, sondern diese Freundlichkeit wohnt in meinem Herzen und kommt aus ihm heraus. Ich bin mir auch bewusst, dass in unserer heutigen Welt, vielmals die Freundlichkeit verloren gegangen ist und es daher vielleicht manchmal „komisch“ anmuten könnte, wenn nun wirklich jemand mal freundlich ist. Ich persönlich habe bis heute eigentlich diesbezüglich keine Nachteiligen Wirkungen erfahren können, ganz im Gegenteil eigentlich.

Klar ist für mich die Angst einfach nur die Angst. Was sollte es denn sonst sein? Wir haben viele Begriffe, die für etwas oder einen Zustand gebraucht werden, um es zu „kennzeichnen“. Ich finde es einfach ein bisschen „absurd“, dass wir bei jedem Begriff eine ganze Litanei gebrauchen sollten, um einen einfachen Begriff, der für eine klare Sache steht, bis zur Unkenntlichkeit zu „zerreden“ und so kompliziert zu machen, das wir ein Leben lang studieren müssten und Experten dafür bräuchten, um noch einen einfachen Begriff überhaupt noch verstehen zu können.

Ja, gegen diese Art und Weise stelle ich mich entgegen und möchte nur daran erinnern, das die Begriffe für eine einfache klare Sache stehen und wir diese als solche auch verstehen sollten. Die Menschen sind ja nicht dumm und man sollte sie auch nicht für so halten. (Allgemein gemeint..)

Meines Erachtens könnte ich dir nicht zustimmen, wenn du sagst, ich sage einfach die Angst ist schädlich und Punkt aus. @quentin_=3 ich möchte dich bitten auch fair zu bleiben, denn ich habe in meinen vorhergehenden Stellungnahmen eine Herleitung und Begründung versucht zu liefern, daraus wäre erkennbar weshalb ich auf diese Essenz gekommen bin.

Vielleicht wäre es ja auch mal sinnvoll auf dieses einzugehen und mir aufzeigen, wo ich was „falsches“ gemacht habe, wo die „Denkfehler“ oder die Schlussfolgerungen nicht stimmen sollten?

Wenn du mir begreiflich machen willst, das dieses Thema kompliziert sein soll, oder sogar es kompliziert sein müsse, so würde ich auch gerne mal erfahren, ja warum den eigentlich?

Wie bereits erwähnt, in meiner Lebenshaltung und wie ich die Dinge betrachte, ist meistens in einem sehr einfachen Kontext begriffen und dazu stehe ich auch. Dadurch „meistere“ ich mein Leben eigentlich recht angenehm und kann mich so dem Leben sehr erfreuen und erfreue mich auch meiner Mitmenschen, mit denen ich regen Austausch pflege in einem schönen und konstruktiven Sinne.

Ich möchte dies auf keinem Fall werten, weil auch da bin ich befreit davon und gebe mir Mühe, dass es auch so bleibt. Ich will nicht werten und urteilen, weil ich mich einst dazu entschieden habe. Ich weiss, dass ich auch gar nicht dazu in der Lage bin.

Ich hingegen betrachte die Angst sehr wohl als ein Problem und wie du nicht richtig erkannt hast, baue ich nicht die Argumentation darauf auf, sondern versuche zutiefst das Problem zu lösen.

Es ist nun mal so, dass ich persönlich meine Erlebnisse betreffend der Angst selbst erlebt habe. Falls es dich interessiert, was den diese persönlichen Erfahrungen sind und wie sie sich zugetragen haben, so werde ich gerne darüber Auskunft geben. Ferner ist es so, dass ich mit manchen Menschen Kontakt hatte, die in ihrem Leben lang Angst hatten und ebenso gedacht hatten, das dies normal sei, es sei halt einfach nur kompliziert und darum müsse man sich darum nicht kümmern usf.

Nun gerade solche Menschen hatten sehr wohl Probleme in ihrem Leben, die ihr Leben dadurch nicht gerade angenehm gestaltete. Sie alle hatten eines gemeinsam; kein Vertrauen zu sich selbst und weil sie Angst hatten, sich an Vorstellungen und materiellen Dingen festgeklammerten, die so ihren natürlichen Lebensfluss blockierte und zu Konflikten und noch mehr Probleme führte… Auch da würde ich dir Auskunft geben, falls es dich noch interessieren würde.

Wenn du deine (pauschale) Aussage, das die Angst eine Schutzfunktion darstellen sollte mit dieser folgenden Fachmeinung eines Spezialisten untermauern und rechtfertigen tust:


>>«Angst kann zu einer Kraft werden, die uns antreibt, Schwierigkeiten zu meistern.» Stein hat die Erfahrung gemacht, dass viele sich besonders anstrengen, weil sie fürchten, zu versagen. Zudem könne Angst eine Alarmreaktion des Körpers sein, die Betroffene in bestimmten Situationen zu mehr Aufmerksamkeit zwingt. «Und das schützt sie davor, Fehler zu machen.»<<


Ich darauf eingehe und wie nachfolgend darauf reagiere:


Was soll diese Begründung und erst noch von so genannten Fachleuten?!

Das selbe Resultat könnten wir 1000 Mal schneller erreichen, wenn wir den Jungen Menschen den Druck wegnehmen würden und sie stattdessen von Anfang an auf sich selbst verweisen, auf sich selbst zu vertrauen und sie Motivieren in ihren Fähigkeiten, ihnen Mut zu sprechen für ihre Einzigartigkeit, sie unterstützen und dies alles mit LIEBE!

Was ist das für eine Brot und Peitschen Logik? Den Jungen zeigen wie hart die Welt da draussen ist, sie das fürchten lehren, so dass sie Angst bekommen und unter Druck Leistungen erbringen. Und hier jetzt noch von Schutzfunktion zu sprechen…?!

Das soll GUT sein? Entschuldigung, aber da komm ich nicht mehr mit. Verstehe es wohl wirklich nicht. Klingt für mich echt wie tiefstes Mittelalter!


Da frage ich mich zurecht (finde ich), warum du es nicht für nötig findest darauf einzugehen, weil wir hier ja eigentlich zu dem Kern vorgedrungen sind, um was es mir geht und warum ich diese These - Angst sei eine natürlich Schutzfunktion - nie und nimmer verstehen werde, weil sie nicht mal verstandesmässig Logisch ist , sowie gefühlsmässig schon gar nicht.

Und hier scheint mir zumindest der ganze Haken begraben zu liegen, wessen ich diese These nicht stützen kann, weil wir hier es nicht mit einer „Natürlichkeit“ zu tun haben, sondern es sich um ein von Menschen gemachtes/produziertes Problem handelt. Und da setzt meine Argumentation an und versucht eben wie schon mehrmals erwähnt, dieses verursachte Problem zu lösen, weil es für mich eben auch lösbar ist.

Was der Mensch zu verantworten hat, das hat er auch zu verantworten. Wir alle unterliegen den kosmischen Gesetzen, die uns alle hervorgebracht haben. Wir können diese Gesetze interpretieren wie wir wollen, können sie sogar ignorieren, ist uns dank des freien Willens uns überlassen, die Konsequenzen davon werden wir aber unmissverständlich zu spüren bekommen, den einen tut es wohl den anderen eben nicht, daran können wir glauben oder nicht. Die Konsequenzen, die wir davon tragen und werden, können wir auch wieder interpretieren und Bücher drüber schreiben, fachsimpeln, Wahrheitsansprüche stellen, Gurus generieren, usw. usf.

Das einzige wofür ich plädieren möchte ist, das wir aufrichtig versuchen diese Gesetze zu erkennen, sie als das nehmen was sie sind, ob diese nun uns passen oder nicht –im Endeffekt haben wir ja sowieso keine andere Wahl, ausser wir wollen ignorant sein -, es ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit eine schöne Entwicklung des Menschen zu ermöglichen, die vom Leid und der Nichtentwicklung loskommt.

Schon seit Jahrtausenden ist es einzelnen Menschen gelungen diese Gesetze zu entdecken, sie zu verstehen, sie im praktischen Sinne anzuwenden, sie erkannten das diese Gesetze überhaupt nicht kompliziert sind, nein im Gegenteil, sehr einfach aber sehr kräftig. Sie fassten diese Erkenntnisse in Worte, in Gleichnisse, um es den Mitmenschen weiter zu geben, damit sie auch teilhaben konnten. Was daraus geworden ist brauchen wir ja nicht näher zu betrachten, dies weiss ein jeder für sich selbst sehr genau.

Meine Informationen liebe @quentin_=3, sind aus meinen eigenen Lebenserfahrungen entsprungen, flankiert mit Ausdrücken oder Zitaten von Mitmenschen, die sich dessen auch bewusst sind. In der Tat haben diese Erfahrungen mit Selbstverwirklichung zu tun, sind in dem Sinn nicht unbedingt eine Schablone, wohl aber eine Erkenntnis, die jeder für sich selber ausprobieren kann und dabei nicht irgend etwas hörig seine muss, für eben einmal NICHT! Und à pro pos, was ist den an der Selbstverwirklichung des Menschen das „klingen“ tut, für dich zumindest?

Selbst gestehst du ja ein, dass es schön und gut sei, mittels Vertrauen der Angst den Garaus zu machen –ich habe es nicht so formuliert…- und weißt mich gleichzeitig darauf hin, das ich es nicht so eintönig betrachten soll, weil die Angst viele Facetten aufweise…? Wären wir uns eben hier nicht auch einig, wenn du jetzt nicht noch die Sache verkomplifizieren“ wolltest? ;-)

Ob ich Menschen kenne, die völlig ohne Ängste sind und mit fundamentalem Vertrauen? Ich bin so ein „Verrückter“, wie es @habib bezeichnet hat. Ich bin bereit in jeder Sekunde zu sterben, ohne das ich davor Angst hätte. Ich sage es nicht einfach so, weil es „gut“ klingt oder so, nein es ist Tatsache. Auch nicht weil ich etwa Lebensmüde wäre, nein im Gegenteil bin voller Lebensfreude und erfahre das Leben als sehr lebenswert!

Und weißt du was @quentin_=3, darauf bilde ich mir nicht das Geringste darauf ein. Weil es ist eine ganz persönliche Sache und bin mit mir im „reinen“ darüber. Ich erhebe in keinster Weise einen Anspruch darauf und will auch nicht Mitmenschen, damit „belästigen“ oder gar von ihnen etwas fordern, wäre ich auch nicht in der lage dazu. Was ich aber tue, ich bin ich und zeige auch wer ich bin, das ist alles.

Du sagst, dass du nichts gegen Liebe und Vertrauen hast und erklärst es anhand deines Beispieles einer intakten Beziehung, die die Angst dazu brauchen kann, um eben intakt zu sein/bleiben, um dich beim Wort zu nehmen, also in dem Fall auch nicht muss. Du sagst selber kann. Will heissen eine intakte Beziehung kann demnach völlig auch ohne Angst gelebt werden. Und dies genau meine ich auch!

Würden wir mal die so genannten „intakten“ Beziehungen genauer unter die Lupe nehmen, da wäre ich mir wirklich nicht sicher, ob diese denn noch so intakt wirklich sind.

Du fragst weiter wie man alles erfassen kann, wenn man nur ein Ziel vor Augen hat und versucht dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Nun, man bezeichnet einen solches Vorgehen als „ökonomisch“ und macht durchaus Sinn. Wenn das Ziel möglichst rasch erreicht ist, so hat man die Möglichkeit das nächste Ziel ins Auge zu fassen und mit diesem wieder in einer ökonomischen Weise zu verfahren, also das was soll möglichst rasch zu dem werden lassen, was ist! Wenn das ein Mensch tut, dann entwickelt er sich wirklich und das könnte man durchaus einen Fortschritt nennen!

Vergleich jetzt doch einmal das vorhergesagte mit der allgemeinen Realität, wie mit so genannten Zielen umgegangen wird. Leider sind es für viele Menschen Wünsche, die ewig Wünsche bleiben, leider. Dieser Umstand freut mich persönlich überhaupt nicht.

Die allgemeine anerkannte Definition der Angst, spricht vom Gefühl der Bedrängnis. Stimmt du hast es nicht erwähnt.

Das Kriegsbeispiel hast du zurückgezogen, aber würde meines Erachtens genau den Kern eben auch treffen, aber nun gut du willst darauf nicht eingehen. Respektiere ich.

Ok. Zu Mangold gebe ich dir Recht, hätte mehr darauf eingehen können und zum Beispiel die Frage stellen können wohin es denn führen würde, wenn dieses positive Denken, - wo ich eigentlich absolut einverstanden bin – zum täglichen Begleiter wird. Ich denke wir kämen eben zu dem Punkt, wo es ums Vertrauen und die Liebe geht, wo Angst keinen Platz mehr hätte…

Schade finde ich es auch mich als ignorant zu bezeichnen, da ich alles andere als das bin, aber das ist ja etwas was jeder selber für sich entscheiden kann, wie er etwas bezeichnen will. Ich respektiere das, möchte dir aber noch einmal, wie bereits erwähnt, versichern das ich meine Welt verändert habe und dadurch hat sich sehr wohl die Welt verändert, denn ich bin ein Bestandteil von ihr.

Weiter will ich auch nichts unters Volk bringen, ich bin im Volk. Mein Optimismus liegt darin begründet, dass ich sehr an die Entwicklungsfähigkeit der Menschen glaube, und optimistisch bin, dass die Menschen ihre Chancen wahrnehmen werden und sich selbst dabei entwickeln, sich dabei selber kennen lernen und Freude dabei empfinden werden. Dieser Prozess ist einer der jeder für sich selbst machen wird, dafür braucht es weiss Gott keinen coelus dazu! Es wird dies einem niemand abnehmen, wer das glaubt, darf das, frage mich aber, ob das sinnvoll ist.

In diesem Sinne danke ich von Herzen (kommt vom herzen ;-)), für deine Aufmerksamkeit

coelus


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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coelus
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Mut und Angst

12.02.2005 um 15:13
@habib

Du schöner Mensch der Liebe und des Lichtes, ich danke dir für deine Worte und Sinn.

Licht und Liebe das wünsch ich Dir.

Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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Mut und Angst

12.02.2005 um 16:35
@coelus
>Warum erwähnst Du meinen Fehler, den ich selber entdeckt habe, den ich vor deinem Post dir mitteilte, mich dabei entschuldigte dafür, in deinem Eingangspost noch einmal?<< Weil ich nach dem Schreiben auf "senden" gedrückt habe, und nicht gelesen habe, daß Dir Dein Fehler aufgefallen ist.
>>Wenn du das Gefühl hast, dass ich besessen sei von dem Gedanken, die Angst wäre eine Sorte und ich weiter nicht einsehen will, dass es nicht so einfach ist, könnte ich dir sogar betreffend der Einfachheit Recht geben, wobei die Beschreibung von Besessenheit ich relativieren müsste, indem ich dir mitteilen möchte, das die Angst nicht im Zentrum meines Alltages steht und somit von dieser Bezeichnung absehen müsste.<<< Vom Zenrum Deines Alltags rede ich nicht, sondern davon, wie Du das Thema selbst hier im Thread angehst.

>>>Schade, dass du der Meinung bist, ich hätte einen festgefahrenen Standpunkt, was ich selbst für mich nicht so empfinde, da ich wirklich mich mit dem Thema auseinander setzten möchte und will.<<<
Wenn dem so ist, dann gehe auf die einzelnen Punkte ein, und versuche nicht sofort, sie durch Deinen " Meinungs-Fleischwolf " zu drehen.

>>>möchte dabei selbst etwas lernen. Nur um das geht es mir. <<<
Den Eindruck hast Du mir nicht vermitteln können.

>>>Auch von Verdrehungen kann nicht der Rede sein<<
Doch, es kann. Du nimmst wie ein Inquisiteur, der scheinbar harmlose Fragen stellet, die Antworten, die Du bekommst, um sie dann zu Deinen Zwecken so zurechtzubiegen, daß die Kernaussagen verändert werden. Das ist nicht richtig.

Zu den "Floskeln":
> diese Freundlichkeit wohnt in meinem Herzen und kommt aus ihm heraus<
Angesichts meiner Dir entgegengebarchten Vorwürfe erscheinen Deine Freundlichkeiten unehrlich, daher : Floskeln.

>Klar ist für mich die Angst einfach nur die Angst. Was sollte es denn sonst sein? Wir haben viele Begriffe, die für etwas oder einen Zustand gebraucht werden, um es zu „kennzeichnen“. Ich finde es einfach ein bisschen „absurd“, dass wir bei jedem Begriff eine ganze Litanei gebrauchen sollten, um einen einfachen Begriff, der für eine klare Sache steht, bis zur Unkenntlichkeit zu „zerreden“ und so kompliziert zu machen, das wir ein Leben lang studieren müssten und Experten dafür bräuchten, um noch einen einfachen Begriff überhaupt noch verstehen zu können.<

Die Ignoranz beihaltet eine solche Lebenseinstellung, anscheinend ist Dir dies nicht bewußt.

Auf der einen Seite berufst Du Dich auf "Die großen Meister", und auf der anderen Seite zeigst Du offen und ungeniert (schon alleine mit dem obigen Absatz), wie naiv Deine Denkweise doch ist.

>Ja, gegen diese Art und Weise stelle ich mich entgegen und möchte nur daran erinnern, das die Begriffe für eine einfache klare Sache stehen und wir diese als solche auch verstehen sollten. Die Menschen sind ja nicht dumm und man sollte sie auch nicht für so halten. (Allgemein gemeint..)<

Man kann Menschen nach ihrem Verhalten beurteilen, sie dumm zu nennen, wäre eine Verurteilung, jeder kann offen sein für Neues und dazulernen, jedoch
nicht der, der für die Einfachheit plädiert und dabei auch noch eines der
höchsten Gaben des Menschen, das Denken, vereinfachen will.



Wenn die Angst einfach bloß die Angst ist, das Wissen der Menschheit doch etwas anderes lehrt, so erkläre Dich.

Ein gutes Herz schützt vor Torheit nicht.

>>ich habe in meinen vorhergehenden Stellungnahmen eine Herleitung und Begründung versucht zu liefern, daraus wäre erkennbar weshalb ich auf diese Essenz gekommen bin.<<

Herleitung nennst Du das? Ich nenne es Manipulation. Und von "Essenz" zu reden ist die Krönung.

>>Vielleicht wäre es ja auch mal sinnvoll auf dieses einzugehen und mir aufzeigen, wo ich was „falsches“ gemacht habe, wo die „Denkfehler“ oder die Schlussfolgerungen nicht stimmen sollten?<<

Ich sage nur, gehe hin, kopiere Deinen Text, lies es durch, und Du wirst hoffentlich sehen. Hier noch einmal alles aufrollen, während es dort steht, wäre
nicht sinnvoll.Jedoch wenn es nicht anders gehen sollte, werde ich alles noch
einmal aufrollen.

>>Wenn du mir begreiflich machen willst, das dieses Thema kompliziert sein soll, oder sogar es kompliziert sein müsse, so würde ich auch gerne mal erfahren, ja warum den eigentlich?<<

Wie ein Schüler, der zu spät in den Unterricht kommt, und die Frage stellt,
"was war denn ?" Bist Du geistesabwesend, während Du Deine Texte formulierst? Dies ist keine Beleidigung, sondern eine aufrichtig gemeinte ernsthafte Frage .

>>Wie bereits erwähnt, in meiner Lebenshaltung und wie ich die Dinge betrachte, ist meistens in einem sehr einfachen Kontext begriffen und dazu stehe ich auch. Dadurch „meistere“ ich mein Leben eigentlich recht angenehm und kann mich so dem Leben sehr erfreuen und erfreue mich auch meiner Mitmenschen, mit denen ich regen Austausch pflege in einem schönen und konstruktiven Sinne.<<

Ich weiß nicht, ob hier nicht der Spruch angebracht ist: alles, was Sie sagen , kann und wird gegen Sie verwendet werden können.

>>Ich möchte dies auf keinem Fall werten, weil auch da bin ich befreit davon und gebe mir Mühe, dass es auch so bleibt. Ich will nicht werten und urteilen, weil ich mich einst dazu entschieden habe. Ich weiss, dass ich auch gar nicht dazu in der Lage bin.<<

Du bist sehr wohl dazu in der Lage, und Du wertest schon.

>>Ich hingegen betrachte die Angst sehr wohl als ein Problem und wie du nicht richtig erkannt hast, baue ich nicht die Argumentation darauf auf, sondern versuche zutiefst das Problem zu lösen.<<

Das Problem ist : Du sprichst hier wieder von der Angst als Problem.

Was ist denn ein schelchter Traum für Dich ? Einfach nur schädlich? Überflüssig? Besser, man träumt nur Schönes?

Alles ist einem Zweck dienlich, jedoch nichts ist nur schlecht und schadet uns,
genausowenig, wie alles nur gut ist.

Wie wäre es mit mehr Spielraum für die Möglichkeiten, ist dafür kein Platz in Deinem einfachen Denken?

>>Es ist nun mal so, dass ich persönlich meine Erlebnisse betreffend der Angst selbst erlebt habe. Falls es dich interessiert, was den diese persönlichen Erfahrungen sind und wie sie sich zugetragen haben, so werde ich gerne darüber Auskunft geben. Ferner ist es so, dass ich mit manchen Menschen Kontakt hatte, die in ihrem Leben lang Angst hatten und ebenso gedacht hatten, das dies normal sei, es sei halt einfach nur kompliziert und darum müsse man sich darum nicht kümmern usf.<<

Ich bin gespannt, doch sei hier gesagt, daß ich selber über Jahre ein "Problem" mit Panikattacken hatte, und ich sitze hier ohne Medikamente, ohne Panikattacken, ohen Atemnot und doch sage ich Dir, daß die Angst selbst nicht "DAS PROBLEM" ist, sie ist ein Werkzeug, mit dem wir arbeiten können.
Sie ist ein Warnsystem, welches nützlich ist. Und sie ist facettenreich, so daßwir von "Ängsten" sprechen können und auch müssten.

>>Nun gerade solche Menschen hatten sehr wohl Probleme in ihrem Leben, die ihr Leben dadurch nicht gerade angenehm gestaltete. Sie alle hatten eines gemeinsam; kein Vertrauen zu sich selbst und weil sie Angst hatten, sich an Vorstellungen und materiellen Dingen festgeklammerten, die so ihren natürlichen Lebensfluss blockierte und zu Konflikten und noch mehr Probleme führte… Auch da würde ich dir Auskunft geben, falls es dich noch interessieren würde.<<

Daß Ängste krank machen können, leigt auf der Hand, das weiß ich nur zu gut, jedoch schließt dies wieder nicht aus, daß sie uns nützen, wenn wir sie ernst nehmen und rechtzetitig damit umzugehen lernen.

>>Das selbe Resultat könnten wir 1000 Mal schneller erreichen, wenn wir den Jungen Menschen den Druck wegnehmen würden und sie stattdessen von Anfang an auf sich selbst verweisen, auf sich selbst zu vertrauen und sie Motivieren in ihren Fähigkeiten, ihnen Mut zu sprechen für ihre Einzigartigkeit, sie unterstützen und dies alles mit LIEBE!

Was ist das für eine Brot und Peitschen Logik? Den Jungen zeigen wie hart die Welt da draussen ist, sie das fürchten lehren, so dass sie Angst bekommen und unter Druck Leistungen erbringen. Und hier jetzt noch von Schutzfunktion zu sprechen…?!

Das soll GUT sein? Entschuldigung, aber da komm ich nicht mehr mit. Verstehe es wohl wirklich nicht. Klingt für mich echt wie tiefstes Mittelalter!
<<

.."Sie das Fürchten lehren".. hast Du eine Ahnung.

Mit Liebe alleine kommst Du in dieser Welt nicht weiter. Du mußt flexibel und offen sein und anpassungsfähig. So sehe ich das. Daß Du Dich schon wieder am
Beispiel selbst aufhältst, statt den Sinn zu begreifen , ist schade.

>Da frage ich mich zurecht (finde ich), warum du es nicht für nötig findest darauf einzugehen, weil wir hier ja eigentlich zu dem Kern vorgedrungen sind, um was es mir geht und warum ich diese These - Angst sei eine natürlich Schutzfunktion - nie und nimmer verstehen werde, weil sie nicht mal verstandesmässig Logisch ist , sowie gefühlsmässig schon gar nicht.<

Du wiederholst Dich.

Du schreibst, daß Du es "nie und nimmer " verstehen wirst.

Wozu dann noch diese Heuchelei? Da hat Dein Satz: ">>>möchte dabei selbst etwas lernen. Nur um das geht es mir. <<<"

einen völlig anderen Sinn bekommen, findest Du nicht?

>>Und hier scheint mir zumindest der ganze Haken begraben zu liegen, wessen ich diese These nicht stützen kann, weil wir hier es nicht mit einer „Natürlichkeit“ zu tun haben, sondern es sich um ein von Menschen gemachtes/produziertes Problem handelt. Und da setzt meine Argumentation an und versucht eben wie schon mehrmals erwähnt, dieses verursachte Problem zu lösen, weil es für mich eben auch lösbar ist.<<

Was ist von Menschen gemacht ? Die Angst? Die Ängste?

Was ist mit der Liebe, woher kommt sie? Haben wir die auch selbst erfunden?

>>Was der Mensch zu verantworten hat, das hat er auch zu verantworten<<

Ohne Worte.

Und nun kommen wir zu dem, was ich schon erahnt und auch erwähnt hatte, daß Du dieses Thema nur dazu nutzt, um Propaganda zu machen, für Deine Zwecke, und NICHT, um zu VERSTEHEN, oder DAZUZULERNEN :

>>Das einzige wofür ich plädieren möchte ist, das wir aufrichtig versuchen diese Gesetze zu erkennen, sie als das nehmen was sie sind, ob diese nun uns passen oder nicht –im Endeffekt haben wir ja sowieso keine andere Wahl, ausser wir wollen ignorant sein -, es ist meines Erachtens die einzige Möglichkeit eine schöne Entwicklung des Menschen zu ermöglichen, die vom Leid und der Nichtentwicklung loskommt.
Schon seit Jahrtausenden ist es einzelnen Menschen gelungen diese Gesetze zu entdecken, sie zu verstehen, sie im praktischen Sinne anzuwenden, sie erkannten das diese Gesetze überhaupt nicht kompliziert sind, nein im Gegenteil, sehr einfach aber sehr kräftig. Sie fassten diese Erkenntnisse in Worte, in Gleichnisse, um es den Mitmenschen weiter zu geben, damit sie auch teilhaben konnten. Was daraus geworden ist brauchen wir ja nicht näher zu betrachten, dies weiss ein jeder für sich selbst sehr genau.<<

Und diese Aussage steht auch für sich:
>>Ich bin bereit in jeder Sekunde zu sterben, ohne das ich davor Angst hätte. Ich sage es nicht einfach so, weil es „gut“ klingt oder so, nein es ist Tatsache. Auch nicht weil ich etwa Lebensmüde wäre, nein im Gegenteil bin voller Lebensfreude und erfahre das Leben als sehr lebenswert!<<


>Ich erhebe in keinster Weise einen Anspruch darauf und will auch nicht Mitmenschen, damit „belästigen“ oder gar von ihnen etwas fordern, wäre ich auch nicht in der lage dazu. Was ich aber tue, ich bin ich und zeige auch wer ich bin, das ist alles.<<

Und das stimmt so nicht . Es ist eine Fassade eines Menschen, der mit rosaroter Brille wandelt, und Interesse an Themen vorheuchelt, zu denen er eine unabänderliche Meinung hat.

>Du sagst, dass du nichts gegen Liebe und Vertrauen hast und erklärst es anhand deines Beispieles einer intakten Beziehung, die die Angst dazu brauchen kann, um eben intakt zu sein/bleiben, um dich beim Wort zu nehmen, also in dem Fall auch nicht muss. Du sagst selber kann. Will heissen eine intakte Beziehung kann demnach völlig auch ohne Angst gelebt werden. Und dies genau meine ich auch!

Würden wir mal die so genannten „intakten“ Beziehungen genauer unter die Lupe nehmen, da wäre ich mir wirklich nicht sicher, ob diese denn noch so intakt wirklich sind>

Frei nach dem Motto: Ein Mensch in einem Flugzeug kann fliegen, also ist auch er ein Vogel. Du hat eine Logik, die zu wünschen übrig läßt.

>>Du fragst weiter wie man alles erfassen kann, wenn man nur ein Ziel vor Augen hat und versucht dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen. Nun, man bezeichnet einen solches Vorgehen als „ökonomisch“ und macht durchaus Sinn. Wenn das Ziel möglichst rasch erreicht ist, so hat man die Möglichkeit das nächste Ziel ins Auge zu fassen und mit diesem wieder in einer ökonomischen Weise zu verfahren, also das was soll möglichst rasch zu dem werden lassen, was ist! Wenn das ein Mensch tut, dann entwickelt er sich wirklich und das könnte man durchaus einen Fortschritt nennen!<<

Ein ökonomisches Vorgehen ist nicht immer angebracht. Es braucht der Zeit für die Übersicht der einzelnen Fakten. Nicht das Übersehen kann die Kunst der Ökonomie sein.

>>Das Kriegsbeispiel hast du zurückgezogen, aber würde meines Erachtens genau den Kern eben auch treffen, aber nun gut du willst darauf nicht eingehen. Respektiere ich.<<

Das habe ich nicht. Aber das zu verstehen, bedarf eines komplexeren Denkvermögens.

>>Die allgemeine anerkannte Definition der Angst, spricht vom Gefühl der Bedrängnis. Stimmt du hast es nicht erwähnt.<<

Das ist auch eines Deiner persönlichen "Probleme", wenn Du Dir bestimmte Definitionen zu eigen gemacht hast, und darauf aufbaust.
Ich habe auch meine eigenen, und die sind nicht so festgefahren.

>>Ok. Zu Mangold gebe ich dir Recht, hätte mehr darauf eingehen können und zum Beispiel die Frage stellen können wohin es denn führen würde, wenn dieses positive Denken, - wo ich eigentlich absolut einverstanden bin – zum täglichen Begleiter wird. Ich denke wir kämen eben zu dem Punkt, wo es ums Vertrauen und die Liebe geht, wo Angst keinen Platz mehr hätte…<<

Was Dir in den Kram paßt, das übernimmst Du gerne, jedoch ein Überdenken der eigenen Vorstellungen scheint nicht in Frage zu kommen.

>>Schade finde ich es auch mich als ignorant zu bezeichnen, da ich alles andere als das bin, aber das ist ja etwas was jeder selber für sich entscheiden kann, wie er etwas bezeichnen will. Ich respektiere das, möchte dir aber noch einmal, wie bereits erwähnt, versichern das ich meine Welt verändert habe und dadurch hat sich sehr wohl die Welt verändert, denn ich bin ein Bestandteil von ihr.<<

Die Erklärungen dazu, warum ich Dich für ignaorant halte, hast Du schon bekommen.

>>Weiter will ich auch nichts unters Volk bringen, ich bin im Volk. Mein Optimismus liegt darin begründet, dass ich sehr an die Entwicklungsfähigkeit der Menschen glaube, und optimistisch bin, dass die Menschen ihre Chancen wahrnehmen werden und sich selbst dabei entwickeln, sich dabei selber kennen lernen und Freude dabei empfinden werden. Dieser Prozess ist einer der jeder für sich selbst machen wird, dafür braucht es weiss Gott keinen coelus dazu! Es wird dies einem niemand abnehmen, wer das glaubt, darf das, frage mich aber, ob das sinnvoll ist.<<

Du bist hier in einem öffentlichen Forum, für jeden frei zugänglich,auf der ganzen Welt. Du sprichst hier über das Thema Angst, und meinst, daß dies nur Deine Meinung ist, Dein obiger Satz: "Weiter will ich auch nichts unters Volk bringen." würde sich erst bewahrheiten, würdest Du aufhören, hier im Forum zu schreiben.

Menschen sind komplexe Wesen, aus komplexen Bestandteilen, nichts im Leben ist einfach.

Deine positive Einstellung ist einerseits lobenswert, andererseits ist sie
nicht zur Nachahmung zu empfehlen, denn mit diesen unreifen Sichtweisen
wird die harte Realität in weichen Zügen dargestellt, und entbehrt jeglicher
Authentizität.

Die Ängste eines Menschen erfüllen ihren Sinn, wenn der Mensch sie nicht ignoriert, sie nicht als Feinde betrachtet, mit ihnen umzugehen lernt und von ihnen profitiert.


q.





strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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coelus
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Mut und Angst

16.02.2005 um 07:19
@quentin_=3

Mit Aufmerksamkeit habe ich deine Zeilen gelesen und dabei viele neue Eigenschaften entdeckt. Wie es üblich ist bei einem Diskurs, sind nicht nur die Zeilen von Bedeutung, sondern auch die dazwischen.

Dabei habe wurde mir mehr und mehr der Mensch bewusst, der diese, deinen Zeilen verfasste. Mir wurde bewusst, das es längst nicht mehr, um unsere Auseinandersetzung mit der Thematik Angst, "warum Angst als Schutzfunktion für den Menschen dienlich ist" geht, sondern um Menschen, um dich und mich.

In deiner Welt bin ich für dich eine Art „Feind“ geworden, nicht weil ich es tatsächlich bin, nein, dies weil du mich so siehst. In deiner Vorstellung ist es für dich „selbstverständlich“, dass einem Feind nicht zu trauen ist und dieser Feind erhält von dir auch keine Liebe.

Einem Feind gegenüber verschliesst du dich und zeigst dabei deine „harte“ Schale, um dein „kostbares“ Inneres zu schützen. Du hast Angst, dass dieser Feind dir etwas antun könnte, darum denkst du, es sei eine Abwehrhaltung notwendig. Du bist auch sehr geübt darin und dies ist dir selbst auch bewusst.

Dein „wahres“ Inneres behütest du wie einen Schatz. Deine Angst liegt darin, dass jemand dich im innersten, das du streng behütest, verletzen könnte. Diese Selbstverständlichkeit, lässt dich glauben, das Angst gut sei, weil sie dich eben schützen und damit verteidigen tut.

Dieser Umstand führt dazu, dass du für all deine Feinde, die du selbst kreiert hast, keine Liebe aufbringen kannst. Im Gegenteil, du hegst sogar eine Verachtung deiner Feinde gegenüber, die du ihnen auch unmissverständlich zu spüren gibst.

Du selbst siehst dich in einer feindlich gesinnten, komplizierten Welt gegenüber, für die du keine Liebe aufbringen kannst. In deinem „Inneren“ schreit es aber förmlich nach Liebe, du bist ein zartes, feines Wesen, das sich wünscht als solches auch erkannt zu werden. Deine Schwierigkeit liegt nun darin, dass es sehr wenige Menschen gibt, die du auserwählt hast, denen du dein „Inneres“ offenbaren kannst, denen du dein wahres Gesicht zeigen kannst, ohne das du dabei Angst haben musst, dass du in deinem feinen Innern verletzt werden kannst.

Wenn du aber jemanden dich zeigen kannst, ohne Abwehrpanzer, so fühlst du dich wie im „siebten“ Himmel und fühlst dich wirklich frei und geborgen. Du weißt wie es sich anfühlt, aber bist wahrscheinlich in deinem Leben in deinem „Innern“ verletzt worden. Diese Verletzung trägt noch immer Wunden, Wunden die dich immer noch schmerzen. Damit dieser Schmerz nicht mehr stärker wird, oder neue Wunden entstehen können, hast du dich zur Verteidigung entschlossen.

Dieser Entschluss resultiert aus deiner Angst verletzt in deinem Innern zu werden und deshalb hast du einen undurchdringlichen Schutzwall aufgebaut, den du ablegen und aufbauen kannst, wann du es für nötig empfindest. Aus dieser Haltung ist es für mich auch verständlich, warum die Angst für dich ein Teil deines Lebens geworden ist. Du willst nie mehr verletzt werden, davor hast du Angst. Weil du Angst hast, suchst du nach Sicherheit, Sicherheit findest du, indem du dir einen Schutzwall um dein Inneres gebaut hast, einen undurchdringlichen „Panzer“.

Du verstehst es mit deinen Mitmenschen umzugehen, bist sehr intelligent und feinfühlig. Als erstes Prinzip deiner Verteidigung „misstraust“ du schon mal von vornherein jedem Aussenstehenden, den du noch nicht kennst, ist eine Ausführung deiner Schutzfunktion, die durch die Angst hervor gerufen wurde und du in deiner Selbstverständlichkeit als „richtig“ empfindest. Während einer solchen Verteidigungsphase, kannst du nicht wirklich du sein.

Gegen Aussen bist du eine unzugängliche Person, was dein Inneres anbelangt, dies widerspiegelt nicht wirklich dein zartes/feines Inneres. In einem solchen Umstand, der dich Energie kostet, kannst du nicht den Moment der Liebe kosten.

In manchen Momenten empfindest du durchaus eine Art „Abscheu“ gegenüber deinen vermeintlichen Feinden gegenüber, in diesem Moment hat es keinen Platz für Liebe.

Du bist sehr vorsichtig, wem du dein Vertrauen schenkst. Ein dir eigenes Prüfverfahren sorgt dafür, wo und wem du dein Vertrauen und damit dein „Inneres“ offenbarst. Damit hast du gelernt mit deiner Angst umzugehen und benutzt es als eine Funktion, die dich schützen kann und nach deinem Empfinden auch soll.

Du siehst quentin_=3, ich habe durchaus lernen können, habe erfahren mit wem ich mich austausche, weiter habe ich erfahren was für ein sensibler Mensch hinter diesen Zeilen steht, ein Mensch der gelernt hat mit seiner Angst umzugehen, diese als Alarmgeber für den Aufbau eine Schutzwand, einzusetzen vermag.

Für mich ist ein solches Verhalten nach wie vor nicht von komplexer Natur, sondern klar nachvollziehbar.

Obige Zeilen habe ich spontan und nach meinem Gefühl heraus niedergeschrieben und erhebt keinen Wahrheitsanspruch, wiedergibt lediglich mein Empfinden nach deinem vorigen Post.

Nun sind wir eigentlich an dem Punkt angelangt, wo ich mit meinen Betrachtungen, „Liebe und fundamentales Vertrauen“ anfangen könnte. Ich könnte dir jetzt einen Spiegel vorhalten und dir aufzeigen, dass deine Vorwürfe gegenüber mir, von wegen „festgefahrenen Standpunkt“ usf. für dich anzuwenden wäre, ist mit auch ein Grund, weshalb ich nicht gerade auf die Antworten deiner letzten Stellungnahme eingehe. Deine Antworten setzen sich nicht wirklich mit dem Gehalt meiner Aussagen auseinander, sondern stellen eine „pauschale“ Abwehrreaktion deinerseits dar und wir würden aneinander vorbei Reden und uns weiter im Kreise drehen.

Du siehst, dass ich sehr wohl in der Lage bin, mich in die Sichtweise (d)einer Welt hinein zu versetzen. Grundsätzlich ist es für mich auch so, dass ein jeder seine Welt, sein Verständnis der Welt hat. Die verschiedenen „Welten“ haben nichts mit Falsch oder Richtig zu tun. Der eine sieht in der Welt mehr hässliches und unerfreuliches, wobei er ihr ohnmächtig, in ständigem Kampf gegenüber steht und zeitweilen auch Angst vor ihr hat.

Ein anderer wiederum, der sieht die Welt als etwas wunderbares und kann sich darob erfreuen, so dass dieser voller Tatendrang viele Dinge anpacken kann, so die Welt mitgestalten und Frieden stiften möchte. Die Frage welche Welt denn jetzt die „richtige“ oder „falsche“ ist, wäre nicht die interessante Frage, sondern; welche Welt nützt uns mehr, um uns zu entwickeln und wir damit einen wirklichen Fortschritt verzeichnen könnten.

Wenn wir annehmen würden, dass das Wissen der Menschheit sich in der Wissenschaft wieder findet, so würde dieses Wissen, einen kleinen Bruchteil bedeuten, von dem was man noch alles wissen könnte. Wichtig in diesem Zusammenhang wäre doch die Frage, was ist den das Resultat, das was „hinten“ raus kommt. Das was wir wahrnehmen, fühlen und spüren können, ganz einfach das wahrnehmen und annehmen was IST.

Betrachten wir zum Beispiel eine Volksgruppe, die Inuits. Seit tausend von Jahren leben diese Menschen in der Kälte, haben keine Universitäten und betreiben auch keine Wissenschaft in unserem geläufigen Sinne. Was ist nun aber das Resultat, was IST?

Zum Beispiel können die heutigen Inuits ihre Eier immer noch am selben Brutplatz der Vögel, in einer Felswand am Meer holen gehen, so wie es alle Generationen davor auch getan haben. Der selbe Ort, die selbe Art Vogel, die selbe jahrtausend alte bewährte und überlieferte Gewohnheit. Damit sichern sie sich einen Teil ihrer Nahrung, die sie zum Überleben brauchen, sie haben ihre Umwelt nicht zerstört, sondern sie haben sie sich bewahrt!

Schauen wir das Resultat unser wissenschaftlich geprägten, so genannten „Fortschrittsgesellschaft“ an; sie ist drauf und dran, wenn sich nicht wirklich was Grundlegendes ändert, sich selbst und damit alle nachfolgenden Generationen zu zerstören! Sicherlich hat die Wissenschaft keinen Herrschaftsanspruch für die Wahrheit und das gesamte Wissen der Menschheit. Man bedenke wie viele Male in der Geschichte der Menschheit sich die Wissenschaft total geirrt hatte.

Es gab z.B. mal eine Zeit, wo die Wissenschaft die Menschen lehrte, die Erde sei flach, es wurde auch geglaubt. Wer es nicht glauben wollte, stand sehr alleine da in der damaligen Gesellschaft. Doch der, der die Wahrheit wusste, musste sterben dafür, nur weil die Wissenschaft es nicht einsehen wollte und auf ihre Absolutheit und als Pächter der Wahrheit beharrte.

Nun im Vergleich zu heute, wenn uns die Wissenschaft uns lehren will, das die Angst angeboren sei und als Schutzfunktion des Menschen dienen solle, dann bin ich eben der Meinung, dass sich die Wissenschaft eben irrt. Sie irrt sich deshalb, weil sie mich zum Beispiel nicht zu überzeugen vermag, keine stichhaltigen Beweise vorlegen kann, das dem so sei, ich selbst in meinem Leben nichts von dem selbst so erfahren habe. Es ist durchaus schön und gut, wenn wir schauen können durch welche Bahnen, welche Substanzen frei werden, sagt aber noch lange nichts darüber aus, weshalb es überhaupt Angst gibt und welchen Sinn sie denn haben soll und ob wir sie auch weiterhin kultivieren sollen, wenn sie schon da ist. Diese Aussagen stellen somit Interpretationen dar.

Aus meiner Sicht der Welt, ist die Angst ein Produkt aus menschlicher Unsicherheit und mangelndes fundamentales Vertrauen in sich selbst und der Welt. Somit würde sich die Angst auflösen können, wenn wir uns sicher fühlen und genügend fundamentales Vertrauen haben würden. (Ich möchte gerne mal die Messgeräte sehen können, was sie in einem solchen Zustand messen würden…sicher was „neues“ mit neuen Substanzen und neuen Bahnen…;-))

Ein nicht unerheblicher Umstand scheint mir zu sein, dass wer (allgemein..) Angst schüren und aufrechterhalten kann, somit eine Position inne hält, die zu Manipulation fähig ist. Wie oft wurde zum Beispiel einem Volk Angst vermittelt, indem ein selbst kreierter Feind, das angebliche „Wohl“ des Menschen zerstören wolle, das Volk dadurch gelähmt war und alles mitmachte und nicht mehr hinterfragte, was es tat und somit selbst zu verantworten hätte, sich der eigenen Verantwortung aber nicht „bewusst“ war, sie einfach abgeschoben hatte. Es kann soweit zum Exzess getrieben werden, dass viele zu aktiven und passiven Mördern werden können und ihr Handeln mit dem Blut seines Gleichen damit absegnen würden.

In Anbetracht solcher Tatsachen scheint es mir daher unerheblich, ob wir sagen können, oberhalb von 50% Prozent Angst, wird es für den Menschen lebensgefährlich. Solche Art des Diskurses scheint mir eher eine Symptombekämpfung als eine Ursachenforschung zu sein. Solche Art der Symptom- Bekämpfung finden wir zum grössten Teil in unserer modernen wissenschaftlichen Medizin, am laufenden Band.

Als Relation sei hier der Ansatz der östlichen Medizin erwähnt, die als Ausgangspunkt die Ursache der Krankheit, beim Menschen selbst, in seinem Innern und dadurch in seinen Handlungen sucht. Dies rückt den Menschen in den Vordergrund als Verursacher seiner eigenen Krankheit und sieht deshalb auch die Überwindung der Krankheit beim Menschen selbst. Diese Medizin aktiviert den eigenen Kreislauf, der die Krankheit zum Verschwinden bringt und damit die Ursache beseitigt, was mit einer bewussten Veränderung des Menschen einhergeht.

Ich habe hier in deinem Thread „interveniert“ weil du uns deine Welt vorgestellt hast, in der die Angst als Schutzfunktion dienlich, mit ihr zu leben und umzugehen sei. Dagegen habe ich die meine Welt vorgestellt, in der die Angst nicht förderlich für eine gesunde Entwicklung der Menschen darstellt. Beide Welten existieren, solange wie sie so gesehen und empfunden werden. Keine Weltanschauung hat einen Anspruch auf Absolutheit von „Richtig“ oder „Falsch“ besonders für die, die eine Weltanschauung von Richtig und Falsch sich eben vorstellen…

In meiner Welt stellt die Liebe die stärkste Macht im Kosmos dar. Die Liebe vermag somit alle Probleme der Welt lösen, soweit wir unser fundamentales Vertrauen der Liebe offenbart haben. Die Sicherheit und die Geborgenheit ist das, was uns die Liebe geben kann und es auch tut. Sie trägt somit wesentlich zu unserer gesunden Entwicklung bei, die sehr wohl als echten Fortschritt bezeichnet werden kann.

Froh bin ich, wenn du deine Angst (Attacken) nicht mehr mit Medikamenten zu betreuen brauchst, weil sie dir nicht mehr geschehen und damit umgehen kannst, so wie du es beschreibst. Wünschen tue ich für dich, dass die Liebe mehr und mehr in deinem Herzen Einzug halten und diese auch nach Aussen strömen kann.

Auch ich selbst habe die Angst nie als Feind betrachtet, empfunden und so bezeichnet. In meiner Welt gibt es keine Feinde, die mir „böses“ wollen, würden es trotzdem welche wollen, so würden sie sich selbst Schaden zufügen…

Ich danke dir für deine Aufmerksamkeit und wünsche dir viel mehr Liebe, die du auch erfahren kannst.

You may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will be as one
JOHN LENNON, IMAGINE


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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quentin_=3
Diskussionsleiter
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Mut und Angst

17.02.2005 um 02:02
Vielen Dank für die kostenlose ausführliche Psychoanlayse meiner Person anhand einiger weniger Zeilen, die Du von mir gelesen hast.
Ich maße mich nicht an, dein Innerstes zu kennen, und habe es auch nicht vorgehabt.
Du bist weder Feind, noch bist Du Freund.
Deine Beiträge zu diesem Thema waren für mich von Relevanz, und darauf bezog ich mich.
Wir leben in einer Welt, die darauf basiert, daß das eine nicht ohne das andere kann. Daran glaube ich, und wenn die Summe des Ganzen zu erkennen ist,
so verschließe ich mich nicht davor.
Der Mensch ist komplex, so komplex, daß die Liebe allein nicht alle seine Probleme lösen kann.
Die Liebe als stärkste Macht der Welt zu sehen, halte ich für falsch.

Die richtige Mixtur aus allem, die Gesamtheit und der Umgang mit dieser, ist eher als der richtige Weg zur Erkenntnis zu sehen.

q.



strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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