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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

1.219 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Umfrage, Tod, Organe ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

26.03.2026 um 14:08
@Raspelbeere
Ich bin kein Organspender aber in der Not würde ich auch ein fremdes Organ nehmen. Eines geben möchte ich aber nicht.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

26.03.2026 um 14:34
@Death_himself
Danke, auch ich habe meine Plastikkarte schon länger. :)

Danke auch für den ausführlichen Post. Für so etwas bin ich ja immer zu faul.
Zitat von Death_himselfDeath_himself schrieb:Gibt es hier auch User, die bei der DKMS registriert sind?
Jupp. Bekam schon 2× die Nachricht, in Frage zu kommen. Beide Male wurde aber wohl jemand gefunden, der noch besser passte.
Zitat von LuminitaLuminita schrieb:Außerdem besitze ich alles an Vollmachten, Patientenverfügungen etc., also sind hoffentlich alle nötigen Entscheidungen schon getroffen und für den Fall der Fälle zumindest als Referenz vorhanden
Löblich, bei deinem gefährlichen Job auch anzuraten. :Y:
Zitat von rainloverainlove schrieb:Ich bin kein Organspender aber in der Not würde ich auch ein fremdes Organ nehmen. Eines geben möchte ich aber nicht.
Warum?


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

26.03.2026 um 14:43
Zitat von emanonemanon schrieb:Warum?
Weil ich kein Vertrauen in den medizinischen Ablauf höre. Auf YouTube habe ich viel gelesen, dass Menschen als Hirntod deklariert worden, obwohl es Zweifel gab. Nur wegen der Organe. Ich war selbst schon klinisch tot nach Unfall, die ärzte sprachen von Organspende aber ich erwachte wieder. Obwohl ich weg war war ich 100% bei Bewusstsein, sah mein köprer von oben und meine Verwandten.
Nein ich will nicht auf das Urteil eines Arztes vertrauen.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

26.03.2026 um 14:53
Zitat von rainloverainlove schrieb:Weil ich kein Vertrauen in den medizinischen Ablauf höre.
Ist dir der Ablauf der Hirntoddiagnostik in Deutschland bekannt?
Zitat von rainloverainlove schrieb:Auf YouTube habe ich viel gelesen, dass Menschen als Hirntod deklariert worden, obwohl es Zweifel gab.
Hast du dazu mal einen Link?
Zitat von rainloverainlove schrieb:Ich war selbst schon klinisch tot nach Unfall, die ärzte sprachen von Organspende aber ich erwachte wieder
Da war noch keine Hirntoddiagnostik gelaufen, richtig?
Zitat von rainloverainlove schrieb:Nein ich will nicht auf das Urteil eines Arztes vertrauen.
Aha.
Es sei denn, er baut dir etwas ein. Da passt es dann wieder und du nimmst sogar in Kauf, dass das Organ, das du implantiert bekommst, von jemandem stammt, der nur wegen der Organentnahme für tot erklärt wurde. SpoilerDeine Denke und ominöse Youtubevideos zugrundegelegt.
Stringenz sieht für mich anders aus.


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26.03.2026 um 16:00
Zitat von emanonemanon schrieb:Da war noch keine Hirntoddiagnostik gelaufen, richtig
Nein aber ich atmete nicht mehr hatte Lungen und Herzrisse. Glaub mir das ist Horror wenn du nachts auf der intensiv liegt's dich selbst tot siehst und die ärzte reden dass eine Organspende besprochen werden muss. Ich hatte Regelrechte höllenerfahrung, ich dachte sie entnehmen mir obwohl ich noch lebe


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26.03.2026 um 16:20
Zitat von emanonemanon schrieb am 21.03.2026:Deutschland warten ca. 8.000 Menschen auf eine Organtransplantation, weniger als 1.000 haben 2024 gespendet.
8000, eigentlich eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass ~ 2.500 Menschen pro Tag in Deutschland sterben. Da wären sicherlich einige potentielle Spenderorgane dabei. Man mag gar nicht drüber nachdenken, wieviele Organe sinnlos verrotten, obwohl sie anderen Menschen noch helfen könnten.
Zitat von Death_himselfDeath_himself schrieb:Gibt es hier auch User, die bei der DKMS registriert sind?
Jep, schon seit Jahren.
Zitat von rainloverainlove schrieb:Auf YouTube habe ich viel gelesen, dass Menschen als Hirntod deklariert worden, obwohl es Zweifel gab. Nur wegen der Organe.
Auf YouTube... alles klar.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

08.04.2026 um 13:02
Zitat von Death_himselfDeath_himself schrieb am 26.03.2026:Gibt es hier auch User, die bei der DKMS registriert sind?
Ja. Bei einem Feuerwehrjubiläum gab's mal eine Registrierungsaktion.

Meinetwegen dürfen sie meine Organe auch gern für Forschungszwecke haben. Ich hab schon mit 18 gesagt: Ich würde mich freuen, wenn man nach meinem Tod buchstäblich noch alles von mir brauchen könnte.


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08.04.2026 um 14:57
Es ist mir nach dem Leben doch Latte, was mit meinen Organen gemacht wird. Meine Seele war zu Lebzeiten dran gebunden, und wegnehmen wär iwi nich so toll, aber danach brauche ich kein organisches Vehikel mehr. Falls es ein Danach überhaupt gibt.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

08.04.2026 um 16:09
Ergänzend zur geltenden Praxis der Organspende plädiere ich für die Schaffung einer zusätzlichen gesetzlichen Grundlage. Diese soll vorsehen, dass Verstorbene – sofern zu Lebzeiten kein ausdrücklicher Widerspruch erfolgte – im Sinne einer Widerspruchslösung der energetischen Verwertung zugeführt werden, um deren Brennwert dem Gemeinwohl nutzbar zu machen.

Die Notwendigkeit dieser gesetzlichen Neuregelung lässt sich auf drei zentralen Säulen begründen:

1. Konsequente Fortführung der Ressourceneffizienz
In einer modernen Kreislaufwirtschaft ist es das Ziel, alle verfügbaren Ressourcen verantwortungsbewusst zu nutzen. Während die Organspende bereits die biologische Verwertung zur Lebensrettung ermöglicht, bleibt das energetische Potenzial – der physiologische Brennwert – bisher ungenutzt. Die Überführung in den Wirtschaftskreislauf stellt sicher, dass der menschliche Körper auch nach dem Tod einen messbaren Beitrag zur Energieversorgung der Gesellschaft leistet, anstatt diesen ungenutzt zu lassen.

2. Ökologische Nachhaltigkeit und Klimaschutz
Traditionelle Bestattungsformen sind oft mit einem erheblichen Flächenverbrauch oder, im Falle der konventionellen Kremierung, mit einem hohen Einsatz fossiler Brennstoffe verbunden. Durch die gezielte energetische Verwertung wird der Verstorbene selbst zum Energieträger. Dies reduziert die Abhängigkeit von externen Energiequellen und verbessert die CO2-Bilanz des Bestattungswesens, indem die entstehende thermische Energie direkt in kommunale Fernwärmenetze oder zur Stromerzeugung eingespeist wird.

3. Das Prinzip der postmortalen Solidarität
So wie die Organspende ein Akt der Solidarität gegenüber Individuen ist, versteht sich die energetische Verwertung als Dienst am Gemeinwohl. In Zeiten steigender Energiekosten und knapper Ressourcen kann die Gemeinschaft unmittelbar von dieser Praxis profitieren. Die vorgeschlagene Widerspruchslösung wahrt dabei die individuelle Autonomie: Wer diese Form der energetischen Teilhabe aus religiösen, ethischen oder persönlichen Gründen ablehnt, kann dies jederzeit rechtssicher dokumentieren. Ohne einen solchen Widerspruch darf jedoch davon ausgegangen werden, dass der Einzelne bereit ist, der Gesellschaft über den Tod hinaus einen letzten Nutzen zu stiften.

Fazit:
Diese gesetzliche Grundlage schafft eine zeitgemäße, rationale und gemeinwohlorientierte Ergänzung zu unseren bestehenden Bestattungs- und Spenderichtlinien. Sie transformiert den Tod von einem reinen Kosten- und Flächenfaktor in einen aktiven Beitrag zur energetischen Souveränität unserer Gesellschaft.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

08.04.2026 um 16:53
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb am 26.03.2026:8000, eigentlich eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass ~ 2.500 Menschen pro Tag in Deutschland sterben. Da wären sicherlich einige potentielle Spenderorgane dabei.
Ist halt die Frage, wieviele davon auf der Intensivstation an einem Hirntod versterben.
Und wie 'gut erhalten' der Versterbende noch ist.

Aber sobald Ärzte die Möglichkeit sehen, Organe zu entnehmen, fragen sie eh bei den Angehörigen nach.
Ich habe keine Statistik dazu gefunden, wieviele Angehörige ablehnen und wieviele zustimmen - aber es wäre interessant.

Und ggf. muss man sich dann darauf einstellen, sich von jemandem zu verabschieden, der atmet und dessen Herz schlägt (dank Intensivmedizin), und nicht von jemandem, der offensichtlich mausetot ist.


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08.04.2026 um 17:40
Zitat von limlim schrieb:um deren Brennwert dem Gemeinwohl nutzbar zu machen.
Zunächst: Ja, ich erkenne die Ironie in deinem Beitrag.
Dir ist aber klar, dass das
Zitat von limlim schrieb:Die Überführung in den Wirtschaftskreislauf stellt sicher, dass der menschliche Körper auch nach dem Tod einen messbaren Beitrag zur Energieversorgung der Gesellschaft leistet, anstatt diesen ungenutzt zu lassen.
physikalisch so nicht funktioniert, was du aber hier
Zitat von limlim schrieb:oder, im Falle der konventionellen Kremierung, mit einem hohen Einsatz fossiler Brennstoffe verbunden.
dann doch bemerkst und für mich unterstützt: Ironie die zum Nachdenken anregen soll.

Abgesehen vom ironischen Anteil: Wie stellst du es dir technisch vor? Es gibt da z.B. den Ansatz einer Schnellkompostierung des Körpers ("Reerdigung").

(Selbst bin ich da für mich der Pragmatiker: Nach meinem Tod kann gerne verwertet werden was und wofür es noch sinnvoll zu verwerten ist. Da muss (und soll) auch kein Grab o.ä. übrig bleiben.)


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27.04.2026 um 09:06
In Österreich gilt die Widerspruchslösung, heißt man ist automatisch Organspender, es sei denn, man widerspricht einer Organentnahme vor dem Tod aktiv und lässt den Widerspruch in das Widerspruchsregister eintragen.


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27.04.2026 um 12:06
Das ist die ideale Lösung auch für uns. Ich bin dafür, wer Organspende verweigert, sollte auch keine Organe im Ernstfall bekommen.


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27.04.2026 um 12:09
@J.P.Rabo
Ich würde niemals eine Organspende verweigern, befürchte aber, dass meine Organe für niemanden mehr nützlich sind. Auch eine Lebendspende würde für mich infrage kommen (Blut, Gewebe, Organe, Zellen). Man hilft doch gerne und wäre froh, wenn im umgekehrten Fall es Menschen gibt, die ebenso denken wie man selbst.


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29.04.2026 um 16:56
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:In Österreich gilt die Widerspruchslösung, heißt man ist automatisch Organspender, es sei denn, man widerspricht einer Organentnahme vor dem Tod aktiv und lässt den Widerspruch in das Widerspruchsregister eintragen.
Das halte ich für eine gute Idee.
Wer nicht will, hat die Möglichkeit zu widersprechen.
Wenn es ihm wichtig ist, muss er sich halt darum kümmern.


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Automatisch Organspender - Bist du dafür oder dagegen?

30.04.2026 um 11:14
@Bogdan60
Eben, das ist lediglich eine Formalität und schützt sich selbst und auch die Angehörigen davor, nach dem Tod des Betroffenen erst umständliche und unnötige Streitigkeiten über Ja oder Nein einer Entnahme durchzustehen. Es reicht eh schon, wenn jemand stirbt und Angehörige mit dem Tod zurechtkommen müssen, da braucht man das nicht auch noch.

Ein Eintrag im Widerspruchsregister wird wohl jedem zumutbar sein. Das sind ein paar Klicks, ein paar Seiten zu lesen bzw auszufüllen und schon ist die Sache erledigt. Der Eintrag kann jederzeit wieder gelöscht werden und die Ärzte müssen zwingend vor einer Entnahme im Register Nachschau halten. ob ein entsprechender Eintrag vorliegt.

Aber Achtung: Für die Organentnahme gilt in Österreich das Territorialitätsprinzip!


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30.04.2026 um 14:08
Zitat von Bogdan60Bogdan60 schrieb:Das halte ich für eine gute Idee.
Ohne jede Frage.

Wer partout nicht möchte, dass er in seinem Tod anderen hilft, kann dem problemlos widersprechen. Wem es zu aufwändig ist, zu widersprechen, dem ist es offensichtlich auch nicht wichtig genug.

Wir leben nun mal in einer Gesellschaft und das bedeutet ein ausgewogenes Maß an geben und nehmen.


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30.04.2026 um 17:43
Ich bin für die automatische Organspende.

Ich bin der Meinung, wer absolut keine Organe nach seinem Tod spenden möchte, kann dem ja problemlos widersprechen.

In Deutschland gibt es im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ wenig Organe und andere Länder haben die Widerspruchslösung ja auch und dort gibt es mehr Organtransplantationen.

Wenn ich nicht mehr lebe, benötige ich meine Organe nicht mehr und ich kann so anderen Menschen noch helfen.


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gestern um 08:43
@Jules20
Umgekehrt wäre ich auch selig, wenn ich durch die Einpflanzung eines Spenderorgans womöglich noch ein paar Jahre länger leben dürfte.


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gestern um 10:35
Zu erwähnen wäre noch, daß die Patientenverfügung in Österreich etwas Geld kostet und auch ein Ablaufdatum hat. Immer aufpassen, daß man dies nicht vergißt....


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