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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

20 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tod, Sterben ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Gedanken im letzten Lebensabschnitt

10.08.2026 um 09:40
Hallo zusammen,

​ich möchte heute ein Thema in die Runde werfen, das uns früher oder später alle betrifft, über das aber im Alltag oft viel zu selten offen gesprochen wird: Der persönliche Umgang mit der eigenen Endlichkeit und dem Älterwerden.

​Mich beschäftigt in letzter Zeit die Frage, wie sich das innere Empfinden verändert, wenn man merkt, dass der Tod im Alter unausweichlich näher rückt.

​Glaubt ihr, man gelangt mit den Jahren und der lebenserfahrenen Perspektive an einen Punkt der inneren Gelassenheit, an dem man den Tod akzeptieren und sich damit abfinden kann? Oder bleibt bei den meisten eher eine ständige, vielleicht auch unbewusste Angst und Unruhe im Hinterkopf?

​Mich würden eure Gedanken, Erfahrungen oder auch Beobachtungen aus dem eigenen Umfeld sehr interessieren:

​Wie erlebt ihr das bei älteren Angehörigen oder Bekannten?

​Hat sich eure eigene Einstellung zum Thema Tod über die Jahre verändert?

​Was hilft eurer Meinung nach dabei, diese Angst abzubauen und dem Lebensende versöhnt entgegenzusehen?

​Ich freue mich auf einen respektvollen und ehrlichen Austausch mit euch

Kurz wie es bei mir aussieht. Mit Ende 40 möchte ich eigentlich noch ein paar Jahre leben, habe aber manchmal Angst (bereits in naher Zukunft schwer krank zu werden (was ja immer passieren kann). Sollte dies nicht eintreffen und ich vielleicht ab Mitte 70 langsam merken "es könnte zu Ende gehen" und meine Kinder (14/18/21) gut im Leben stehen könnte ich es frohen Mutes akzeptieren.


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

10.08.2026 um 10:45
Zitat von fcmlarsfcmlars schrieb:und ich vielleicht ab Mitte 70 langsam merken "es könnte zu Ende gehen" und
@fcmlars
Mit Mitte 70 langsam merken ist aber schon recht optimistisch gedacht.
Immerhin geht man ab Mitte 70 stramm auf die 80 zu


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

11.08.2026 um 17:44
Nun ja, Ende 40 ist besser, als Ende 50. ;) Oder Mitte 70.

Spätestens aber 60 sollte man akzeptieren, doch die Hälfte seines Leben hinter sich und nicht mehr vor sich zu haben.

Wobei das mit dem Tod, ich hatte da schon mit glaub ich nicht mal sechs Jahren die harte Erkenntnis, sterblich zu sein. Und es war traumatisch, so traumatisch, dass ich wirklich tagelang down war. Auf die Fragen meiner Mutter hab ich immer nur mit, ich muss sterben geantwortet. Fand sie schon etwas befremdlich und erklärt dann nach ein paar Tagen, wenn ich mich nicht wieder fange müssten wir mal zum Arzt gehen, so für den Kopf, weil sie fand es nicht ganz so wirklich normal. :D

Und diese Erkenntnis begleitet mich nun seit dem durch mein Leben, ist eben so und toll es nun nicht.

Hab so viel darüber gegrübelt, also sehr viel tiefer, die Existenz von mir hinterfragt, und auch allgemein. Wo kommen wir her, was sind wir, was das Universum, was Atome, was Bewusstsein.

Hat mir auch viel Wissen gegeben und einige Erkenntnisse.

Wenn man es umdreht, und überlegt, wie wäre denn ein fiktives unendliches Leben, dann kommt man früher oder später zu der Erkenntnis, das geht unmöglich.

Selbst wenn man - was nicht der Fall ist - in einem stabilen unendlichen ewigen Universum leben würde, würde man über die Zeit immer mehr an Informationen ansammeln. Ewig ist da echt ein Problem, also müsste man zwangsläufig Dinge vergessen und würde immer nur einen Teil behalten können. Und nach 100.000 Jahren oder nach 10.000.000 Jahren, da würde wohl nichts mehr an Wissen über die ersten 80 Jahre übrig sein.

Nun ja, nur mal so kurz eine Antwort, also für mich kurz. ;)


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11.08.2026 um 18:06
Der Tod ist allgegenwärtig zu jeder Zeit. Vielleicht rückt die Vorstellung man wird sterben im Alter öfter in den Fokus.
Dennoch steht der Tod ab der Geburt stets an unserer Seite.
Die Angst davor ist irrational. Am besten man setzt sich früh mit der unausweichlichen Sterblichkeit so früh wie möglich auseinander, dann wird der Tod genauso selbstverständlich wie Leben.
Es lebt sich auch leichter mit der Gewissheit, dass eines Tages das Ende kommt. Demut und Achtung vor dem Leben sind die Konsequenz.


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11.08.2026 um 18:55
Der Tod ängstigt und/oder beschäftigt mich eigentlich nicht.
Ich gehe davon aus, dass mit dem Tod alles zu Ende ist, deshalb gestalte ich mein Leben möglichst aktiv, solange es geht.
Die Zeit auf diesem Planeten, der mit einem Affenzahn durchs Weltall eiert, ist nun mal begrenzt.
Worauf ich so gar keinen Bock habe, ist ein langes Siechtum.
Dem würde ich, wenn möglich, zeitnah ein Ende setzen.


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

11.08.2026 um 19:50
Mein Vater ist früh, von heute auf morgen verstorben, für ihn war es wohl ein sehr "schöner" Tod, für uns war es ein Schlag in die Gesichtsgegend. Er war gerade mal 3 Monate in Rente. Jahrelang gearbeitet und nix von seinem Rentendasein gehabt, er hat immer gesagt, wenn er in Rente ist und wir Kinder aus dem gröbsten Raus sind , kauft er sich ein Wohnmobil und fährt mit Mama los...

Tzja, dazu kam es leider nie.

Man sollte jeden Tag leben, seine Träume nicht auf die lange Bank schieben sondern so gut wie es geht (finanziell etc) zu leben. LEBE DEINEN TRAUM.

Und was wir gelernt haben, bzw lernen mussten, redet in der Familie über Vollmachten, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen usw.... es ist sooo wichtig. Ja es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte das mit der Familie besprechen, auch Kinder, ab 14/15/16 (je nach Reife) sollten mit einbezogen werden.

Ich arbeite in einem Beruf wo tagtäglich der Tod da ist, aber es macht mir nichts aus, ich weiß das die Leute das Leben gelebt haben, was ich persönlich absolut nicht könnte und ich ziehe vor allen Leute die dort arbeiten meinen Hut, auf einer Palliativ-Station für Kinder oder auch Hospitz.

Ich persönlich habe keine Angst, zu sterben, ich habe Angst Leute zurück zu lassen die mit dem Schmerz weiterleben müssen, das ich nicht mehr da bin.


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

12.08.2026 um 12:08
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Und was wir gelernt haben, bzw lernen mussten, redet in der Familie über Vollmachten, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen usw....
Definitiv.
Bei meiner Familie ist in zwei Fällen unerwartet (und bei einer Person in rel jungen Jahren) eine Demenz aufgetreten.
Ohne diese Vorsorge-Vollmachten haette das leicht zu einer gesetzlichen Betreuung führen können.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ich persönlich habe keine Angst, zu sterben,
Und ich davor, pflegebedürftig in einem Heim (@Dini1909 upps, mir fällt gerade auf, dass das Dein Arbeitsbereich sein könnte: aber ich brauche mein Haus und meinen Garten um mich herum und so wenig fremde Menschen wie irgend moeglich) vor mich hinzusiechen - soweit darf es nicht kommen.


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12.08.2026 um 12:48
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Und was wir gelernt haben, bzw lernen mussten, redet in der Familie über Vollmachten, Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen usw.... es ist sooo wichtig. Ja es ist ein schwieriges Thema, aber man sollte das mit der Familie besprechen, auch Kinder, ab 14/15/16 (je nach Reife) sollten mit einbezogen werden
Hier stimme ich zu 100% zu. Meine Eltern sind nicht alt geworden (Vater 51, Mutter 70). Beide sind, wie man so schön sagt, plötzlich und unerwartet gestorben. Vorgesorgt bzw verfügt, wo was liegt, wie sie gerne ihre Beerdigung gestaltet haben wollen, wo sie begraben werden wollen usw, haben sie beide nichts. Das war vor allem für meine Mutter schwer, die neben ihrer Fassungslosigkeit über den plötzlichen Tod meines Vaters auf einmal vor Fragen gestanden ist, denen sie nicht gewachsen war. Mein Vater hat sie immer aus allem rausgehalten, hat alles selbst erledigt, sodass sie dann da stand und nicht einmal wusste, was ein Bankkonto ist.

Das alles möchte ich anders gestalten, auch meinem Mann zuliebe, der sich wegen mir nach meinem Tod nicht unnötig herumplagen soll.
Ich bin jetzt 60, auf dem Papier noch nicht so alt, aber ich habe es mit dem Herzen, was ja jederzeit zu einem jähen Ende führen kann. Meiner Endlichkeit bin ich mir bewusst, also, dass ich sterben muss, war mir schon immer klar. Seitdem ich aber diesen Stent in mir trage, ist mir bewusst, dass ich jederzeit tot umfallen kann.

Jetzt werden viele einwenden, dass man mit so einem Handicap doch sein Leben so weit als möglich genießen soll. Nun ja, schön und gut, aber ich bin berufstätig und kann nicht einfach sagen, so, jetzt Schonung und leben, wie es mir gefällt. Darauf muss ich noch 5 Jahre warten.

Jetzt werden viele einwenden, dass man doch alles hinwerfen und leben soll. Leicht gesagt, aber alles geht nicht so einfach, wie sich das Außenstehende vorstellen.

Angst vor dem Tod hatte ich nie. Nur jetzt denke ich manchmal, ein paar Jahre möchte ich schon noch leben. Aber das Leben ist leider kein Wunschkonzert. Für den Fall, dass mir eine unheilbare Krankheit diagnostiziert würde, die mit erheblichen Schmerzen und einer beträchtlichen Einschränkung meiner Lebensqualität einhergehen sollte und die darüber hinaus meinem Ehemann auch noch Probleme bringen würde, indem er mich zB pflegen müsste, werde ich eine Patientenverfügung errichten, die das alles regelt.

Soweit ist alles geregelt, es muss noch verschriftlicht werden, aber ich weiß, was ich will.


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12.08.2026 um 13:08
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und ich davor, pflegebedürftig in einem Heim (@Dini1909 upps, mir fällt gerade auf, dass das Dein Arbeitsbereich sein könnte: aber ich brauche mein Haus und meinen Garten um mich herum und so wenig fremde Menschen wie irgend moeglich) vor mich hinzusiechen - soweit darf es nicht kommen.
Du musst dich dafür nicht entschuldigen, ich wäre auch kein Kandidat für solch eine Einrichtung, ich möchte nicht fremdbestimmt werden wann ich zu Essen habe, wann ich aufs Klo darf usw ...

Viele kleine Einrichtungen sind wirklich toll, wo es kleine WGs gibt mit Garten , Haustiere usw ... aber solche Kleinigkeiten kosten Natürlich, ich arbeite jetzt in einem "Otto-Normal-Verbraucher - Heim" und wir sind schon bei Kosten von 3800+

Und unsere Generation muss sich auch Gedanken machen über den digitalen Nachlass, Passwörter, Zugangsdaten, Digitale Verträge usw ...


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12.08.2026 um 13:11
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:ch arbeite jetzt in einem "Otto-Normal-Verbraucher - Heim" und wir sind schon bei Kosten von 3800+
Meine Mutter ist auch in so einem Normalheim... Wobei ich es im Vergleich noch relativ gut finde: es ist neu gebaut, hat zentrale Ess- und Aufenthaltsbereiche in hellen Farben mit vielen großen Fenstern. Und auch die Pflege- und Servicemitarbeiter sind überwiegend empathisch und wertschätzend.

Trotzdem sind die meisten Bewohner natürlich hilflos (sonst wären sie ja nicht in so einer Einrichtung), und viele sind auch mehr oder weniger dement. Einige dämmern nur vor sich hin und werden gefüttert und gepflegt.


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17.08.2026 um 14:59
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb am 11.08.2026:Spätestens aber 60 sollte man akzeptieren, doch die Hälfte seines Leben hinter sich und nicht mehr vor sich zu haben.
Außer Du trägst den Namen Heesters. :D

Aber im Ernst, ich habe keine Angst vor dem Tod. Nicht mit 20, 30 oder auch jetzt mit 50+.
Angst habe ich davor, vor mich hin zu vegetieren, z.B. nach einem Schlaganfall nur noch den Namen meines Haustieres zu kennen und stammeln zu können, das ist für mich Horror. Ist einem Ex Kollegen so passiert, also nicht ausgedacht.

Für diesen Fall habe ich aber vorgesorgt. Ich habe Familie in der Schweiz und dort ist Sterbehilfe erlaubt.
Wir haben schon öfters ausgiebeig dazuber gesprochen, da ja auch ich bereits einen SA hinter mir habe (allerdings hatte ich 1000 Hauptgewinne im Lotto).
Meine Leute holen mich, so ich transportfähig bin, und werden dann dafür sorgen, dass ich gehe.
Ob ich nun hier oder dort sterbe ist mir eh egal, zumal ich voraussichtlich eh nicht beerdigt werde.

Auch wird mich kein Heim sehen, so mein Plan.
Ich kenne 2 Pflegerinnen, die in solchen Heimen arbeiten und das ist nicht erbauend.
Ich will keine Osterhasen basteln, Weihnachtslieder zur Wandergitarre mitsummen oder vor mich hi aus dem Fenster starren und Stunden, Monate, Jahre zählen müssen u.s.w. Das ist nichts für mich.

Gucky.


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17.08.2026 um 15:02
Im Idealfall hat man seine Finanzen geregelt und die Ordner sortiert damit, wer immer im Anschluss aufräumt, sich nicht alles mühsam zusammensuchen muss


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17.08.2026 um 15:11
@Gucky87

Denke es kommt immer auch auf den aktuellen Zustand an, ich meine jetzt nicht körperlich. Wenn man nichts mehr machen kann, dann ist das klar, hab ich leider auch in den letzten Jahren bei Familie erlebt. War aber nur relativ kurz und mit 86 Jahren, also kein Schlaganfall mit 30 oder so.

Aber es ist schrecklich, wenn man gepflegt werden muss, sich nicht mal mehr alleine im Bett umdrehen kann.

Nun dennoch kann man die Angst vor dem Tod bekommen, wenn man drüber grübelt. Ich gehe wo ja schon davon aus, dass Bewusstsein selbst, die Existenz unvergänglich ist. Oder anders, ich bin einmal mir bewusst geworden (wo von ich aktuell eben weiß), und wenn das Universum eine Struktur geschaffen hat, wo ich mir bewusst bin, sollte das wieder möglich sein. Und wenn es unendlich viel Zeit gibt, muss es wieder möglich sein.

Der Punkt ist aber, man wird sich an sein vorheriges Leben nicht erinnern können, und da geht eben so viel verloren. Auf der anderen Seite macht es aber keinen Sinn, sich an alle Leben davor erinnern zu können. Erstmal müsste das ja wo im Hirn oder sonst wo gespeichert sein. Dann kostet es Zeit, das abzurufen. Man stelle sich vor, man könnte sich an 1.000 Leben erinnern, das würde doch gaga machen.

Aber dennoch, es ist wo erschreckend.

Ich bin aber mal, vor sehr vielen Jahren, in die Astralwelt gerutscht. Hab es versucht, viele Monate lang und dann ist es eines Nachts mehr aus Versehen passiert. Und es war ein Erwachen, also von dort wirkte mein aktuelles Leben nur wie ein Traum, weniger real, es war wie ein Aufwachen. Ungefähr so, wie wenn man einen kleinen Filmriss vom Saufen hat und irgendwo in einem Bett aufwacht, sich umschaut und denkt, den Raum hier kenne ich, hier war ich schon mal. Auch wenn noch die Erinnerung fehlt, welcher Raum das gerade ist.

So war das für mich, ich "schwebte" im Raum, das Sehen war anders, schärfer und alles bestand aus ganz vielen kleinen bunten Punkten, schwer zu beschreiben. Und es war wirklich aufwachen, ich dachte mir, hey, hier warst Du schon mal, das kennst Du ...


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17.08.2026 um 16:36
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Aber es ist schrecklich, wenn man gepflegt werden muss, sich nicht mal mehr alleine im Bett umdrehen kann.
Das sehe ich exakt gernauso. Schrecklich.
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Nun dennoch kann man die Angst vor dem Tod bekommen,
Seitdem ich (ich sag mal) "denken" kann war für mich klar, das eines unausweichlich ist: Der Tod.
Vpn daher gehört er für ich irgendwie dazu. Es passiert, ich weiß nur nicht wann und wie und das ist auch gut so.
Auch wenn ich manchmal denke, dass es doch nett wäre es zu wissen, dene ich später wieder das Gegenteil.
Zitat von nocheinPoetnocheinPoet schrieb:Man stelle sich vor, man könnte sich an 1.000 Leben erinnern, das würde doch gaga machen.
Da würden sicherlich so einige Menschen schon beim 2. oder 3. Leben an Überlastung zugrunde gehen.

Gucky.


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17.08.2026 um 16:53
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Angst habe ich davor, vor mich hin zu vegetieren, z.B. nach einem Schlaganfall nur noch den Namen meines Haustieres zu kennen und stammeln zu können, das ist für mich Horror. Ist einem Ex Kollegen so passiert, also nicht ausgedacht.

Für diesen Fall habe ich aber vorgesorgt. Ich habe Familie in der Schweiz und dort ist Sterbehilfe erlaubt.
Das kann ich zu 100 Prozent nachvollziehen.
Ich finde es gut, dass ihr euch in der Familie abgestimmt habt.

Ich finde es eh erstaunlich - bei Tieren ist es ein Tabu, sie unnötig leiden zu lassen, und ein Mensch ist ja kaum noch tot-zu-kriegen, wenn er an Beatmung und Kalorienzufuhr etc hängt.....


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18.08.2026 um 08:40
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Auch wird mich kein Heim sehen, so mein Plan.
Ich kenne 2 Pflegerinnen, die in solchen Heimen arbeiten und das ist nicht erbauend.
Wobei es solche und solche Heime gibt. Meine Mutter war ja in einem Pflegeheim, und das war alles in allem eines der besseren Heime, würde ich sagen. Es ist neu gebaut, klimatisiert, schön gestaltet, und das Personal habe ich auch als empathisch und freundschaftlich erlebt.


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18.08.2026 um 08:51
Zitat von martenotmartenot schrieb:Es ist neu gebaut, klimatisiert, schön gestaltet, und das Personal habe ich auch als empathisch und freundschaftlich erlebt.
Mag ja sein - aber selber drinhocken wuerde ich nicht wollen.
Zu viele Leute, nicht meine Umgebung - fuer mich waere das nichts auf Dauer.


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24.08.2026 um 16:59
Zitat von emanonemanon schrieb am 11.08.2026:Ich gehe davon aus, dass mit dem Tod alles zu Ende ist
Ja, davon gehe ich nicht nur aus, sondern bin felsenfest überzeugt.
Leider hat die Wissenschaft herausgefunden, dass es zwischen Herzstillstand und Ende der Atmung bis zur endgültigen Auslöschung des Bewusstseins viel länger dauert, als ich lange glaubte:
Forschende der Universität Michigan haben nun bei vier sterbenden Menschen die Hirnaktivitäten gemessen und konnten bei zwei von ihnen einen sprunghaften Anstieg der Gammawellenaktivität in einem Bereich des Gehirns erleben, der für Bewusstsein, Träume und Halluzinationen verantwortlich ist. Das deckt sich mit einer Studie desselben Teams, das vor knapp zehn Jahren an sterbenden Ratten ebenfalls einen Anstieg der Hirnaktivitäten festgestellt hatte. Laut der neuen Studie, die am Montag im Fachblatt "PNAS" erschienen ist, könnten diese Hirnaktivitäten tatsächlich das Korrelat von Halluzinationen sein – oder dafür sorgen, dass Menschen in der Nähe des Todes ein helles Licht sehen, Stimmen hören, singen oder sogar Visionen von geliebten Menschen haben
https://www.derstandard.at/story/2000146031389/bei-sterbenden-koennen-hirnaktivitaeten-noch-einmal-rapide-ansteigen

Auch das Gefühl, sich außerhalb des Körpers zu befinden und alles von oben zu sehen ist wissenschaftlich erklärbar:
Die Hirnregion des Gyrus angularis ist eine wichtige Schaltstelle für die Wahrnehmung des eigenen Körpers, in der Informationen aus dem visuellen System mit Tast- und Gleichgewichtseindrücken zusammengeführt und verarbeitet werden. Fehlwahrnehmungen des eigenen Körpers aufgrund von Störungen in der Verarbeitung dieser Sinneseindrücke im Gyrus angularis können zu AKEs führen. Aus dieser Sicht können Out-of-Body-Erfahrungen auch einfach als „Rechenfehler des Gehirns“ betrachtet werden
https://www.ledochowski.info/2025/03/12/nahtoderlebnisse-medizinisch-erklaert-teil-5-out-of-body-experience/

Mein Wunsch wäre es, im ganz normalen Schlaf zu sterben, ohne dass ich es mitbekomme. Falls es anders kommt, möchte ich in der Schlussphase eine starke Sedierung bekommen, denn dadurch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man eine Nahtoderfahrung macht.
Sollte ich doch eine NTE haben, würde ich in Panik geraten, weil ich wüsste, dass meine Existenz (mein Bewusstsein) jeden Moment für immer endet.

Aber bis dahin vergehen hoffentlich noch sehr viele Jahre


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

24.08.2026 um 18:49
Zitat von FerneZukunftFerneZukunft schrieb:Sollte ich doch eine NTE haben, würde ich in Panik geraten, weil ich wüsste, dass meine Existenz (mein Bewusstsein) jeden Moment für immer endet.
Oder Du waerst froh darum, dass der Tod endlich kommt.
ZB weil der Körper schon sehr schwach ist, oder krank und schmerzend....


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Gedanken im letzten Lebensabschnitt

26.08.2026 um 07:03
Ich denke man muss nicht alt sein um sich darüber Gedanken zu machen.

Durch eine Herzerkrankung, welche bei mir als junger Erwachsener zum Vorschein kam, stand ich schon 2 mal kurz vor dem Lebensende und war auch mehrfach auf der Intensiv. Dort hat man Zeit sich um sein mögliches ableben Gedanken zu machen.

Ich habe keine Angst vor den Tot und mache mir tatsächlich wenig Gedanken darum, denn egal welche Einstellung ich dazu habe: Wenn es passiert, dann ist es egal wie ich dazu stehe.

In den Phasen wo es bei mir auf der Kippe stand, habe ich nichts tröstliches empfunden. Nur eine Leere und Kälte.

Prinzipiell würde ich mir wünschen, eher im Schlaf zu sterben statt bei Bewusstsein.
Was besseres gäbe es doch nicht, als normal schlafen zu gehen, sich ins Bett zu kuscheln und dann eben nicht mehr aufzuwachen.

Bzgl des Älter werden, denke ich auch nicht drüber nach. Ich bin Ende 30 und würde mich nicht mehr als "Jung" bezeichnen.
Trotzdem ist mir die bloße Zahl egal, ich fühle mich innerlich nicht anders als mit 20 ..

Man sollte sich nicht zu sehr darauf fokussieren, ich denke das hält auch jung.

Bzgl. Altersheim:
Ich hatte mal eine Partnerin, welche im Altenheim gearbeitet habe.
Während der Nachtschicht hatte ich sie ein paar mal besucht um Zeit mit ihr zu verbringen.

Solch ein Altenheim ist schon sehr deprimierend. Ich hoffe, ich lande nicht irgendwann in so eine Einrichtung.


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