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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

79 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Youtube, Medien ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 01:03
Ich habe in meiner Elternzeit viele Kanäle mit Vlogs(Videotagebüchern) von Müttern und Familien geschaut.

Es ist eigentlich total simpel: Es wird eingekauft, geputzt und wahnsinnig viel geredet. Manche haben sogar einfach gefilmt wie der Kaffee aus der Maschine läuft. Nebenher läuft mehr Werbung als im TV und die Wohnung ist immer tiptop sauber und dekoriert.

Mittlerweile schaue ich es nicht mehr weil es eben auch absolut belanglos und teils reine Werbung ist, also Zeitverschwendung.

Worauf ich hinaus will:

Oft bzw. fast immer, sind Kinder dabei. Manche sind verpixelt, manche sind normal zu sehen, manche „spielen“ aktiv mit.

Es gibt immer wieder mal grössere und kleinere Skandale: Eine Mutter hat früher Pornos gedreht, eine kocht nur Fertigessen, eine andere redet über intime Angelegenheiten wie Verstopfung ihres Kindes. (Ich rede jetzt von Müttern weil ich nur einen einzigen Vlog mit Vater kenne, was nicht heisst dass es nicht noch mehr gibt)

Youtube wurde ja schon mehrfach für die Algorithmen kritisiert. So haben Pädophile sich diese zunutze gemacht und unter Videos in welchen z.B. Mädchen tanzen timesteps gesetzt (wenn beispielsweise die Beine gespreizt wurden) und dies so kommentiert 💦 Unter einander haben sich diese vernetzt und Kinderpornos getauscht.

In diesem Artikel der Tagesschau werden die neuesten funk Recherchen zusammengestellt. Es bezieht sich jedoch hauptsächlich auf Videos die von den Kindern selbst gemacht wurden.

http://www.tagesschau.de/investigativ/funk/youtube-kinder-103.html

Und hier noch zum Werbeboykott Anfang des Jahres

https://www.tagesschau.de/ausland/youtube-kinder-101.html

Insbesondere die Eltern welche ihre Kindern zeigen sind teils heftiger Kritik ausgesetzt. Folgende Argumente seitens der Eltern sind dabei unter anderem gefallen:

-Ich habe meine Tochter gefragt (unter 14 Jahre) und sie ist einverstanden
-Auch ein verpixeltes Kind kann in der Öffentlichkeit erkannt werden
- Ich gehe alle Kommentare durch und lösche alles negative/unangebrachte

Da Youtube das Problem offenbar nicht in den Griff bekommt, was meint ihr:

Soll es ein Verbot geben minderjährige in solchen Videos zu zeigen?

Und falls ja: wäre es verpixelt ok? Man kann ja eventuell trotzdem das Kind über die Mutter identifizieren, oder?

Sollte es dann für alle Medien gelten? Ich meine gehört zu haben, dass ein minderjähriges Kind welches in einer TV-Sendung oder Film mitspielen will eine Genehmigung vom Jugendamt braucht (es wird geprüft ob der Inhalt nicht anstössig ist usw). Ich finde aktuell aber die Quelle/gesetzliche Grundlage hierfür nicht.

Oder sollte man hier den Ball flach halten mit weiteten Verboten und stattdessen auf den Konzern warten?

Wird es in einigen Jahren eine Klagewelle erwachsener Youtube-Kinder geben welche ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sehen?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 01:49
@Aljana

Ich möchte zu dem Thema nicht mehr sagen. Fachleute und andere Eltern im Forum werden dir hoffentlich mehr Erfahrungsaustausch und Meinungen bieten können - allerdings finde ich gehört folgendes von der Tagesschau noch dazu bzw. dürfte interessant für diesen Thread/das Thema sein.


https://www.tagesschau.de/inland/kinder-youtube-101.html


Ps.
Nach meinem persönlichen Verständnis nimmt das immer mehr Überhand. Quasi schon eine Art Sucht das ganze Leben einschließlich der Kinder ins Netz zu stellen. Ist ein Unding und oftmals auch Geilheit der Aufmerksamkeit wegen. Klicks, Aufmerksamkeit und Money...
Da vermisst man teilweise die guten alten Zeiten.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 07:00
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:ürfte interessant für diesen Thread/das Thema sein.
Ja, vielen Dank für den link!
Zitat von rhapsody3004rhapsody3004 schrieb:Quasi schon eine Art Sucht das ganze Leben einschließlich der Kinder ins Netz zu stellen
Ich kann mir das schon vorstellen, die Eltern werden ja auch mit positiven Kommentaren überhäuft wenn man sich diese mal durchliest.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 08:16
Hier wird mal aufgelistet, was Filmfirmen alles einholen müssen:

https://www.bbfc.de/WebObjects/Medienboard.woa/wa/CMSshow/1020859 (Archiv-Version vom 23.06.2019)

ich bezweifle, dass die meisten Eltern das alles eingeholt haben (die von Miley in dem funk-Beitrag wohl schon. Den findet ihr hier, falls ihr nicht auf die Verlinkung im Tagesschau-Artikel geklickt habt)

Ich seh das Ganze sehr kritisch. Für einen Film, wo man eine Geschichte erzählen möchte, und wo rechtlich streng draufgeschaut wird, was dargestellt wird und wie OK.

Aber das Leben der Familie im Netz ausbreiten, mit Kindern, die nicht wirklich abschätzen können was das bedeutet - oder dem Kind zu erlauben seinen ganz eigenen Kanal zu haben (was eigentlich gar nicht erlaubt ist, Youtube-Konto gibts ab 16) finde ich nicht gut. Das ist absolut unnötig, verpixelt hin oder her. Da ist die "Zielgruppe" dann auch ein Publikum, das eigentlich gar nicht auf YouTube abhängen sollte! Dazu braucht man nämlich ein Google-Konto und das darf man in Deutschland EIGENTLICH erst ab 16 haben...
https://support.google.com/accounts/answer/1350409

Das kann alles so viel Einfluss aufs Leben haben, jetzt oder später, und die Entscheidung wird nicht vom Betroffenen selbst getroffen (und wenn ja dann von jemandem, der die ganze Tragweite nicht einschätzen kann, und für den das aktuell halt Blödelei ist...). Pädophile hin oder her, ich denke z.B. an zukünftige Arbeitgeber, Partner, Kollegen oder andere Kinder in der Schule...

Ich bin froh, dass ich in einer Zeit aufgewachsen bin, wo die Eltern nicht ungehindert die Möglichkeit hatten, die Homevideos für die ganze Welt zur Verfügung zu stellen...


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 09:10
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Hier wird mal aufgelistet, was Filmfirmen alles einholen müssen:
Super, danke für den link!
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:(was eigentlich gar nicht erlaubt ist, Youtube-Konto gibts ab 16)
Oft gehört der Kanal den Eltern, aber die Kinder dürfen dann auch mal ein eigenes Video machen. So kam es dann, dass die Teenie-Tochter der Mutter mit Porno-Vergangenheit ein „Satire-Video“ über Kondome gemacht hat. Ich habe nichts gegen Pornographie, auch nichts gegen Satire und erst recht nichts gegen Aufklärung, aber ich hatte ein schlechtes Bauchgefühl als ich das gesehen habe.

Die Eltern haben zwar die Möglichkeit über den Inhalt der Videos zu wachen, was aber nichts nützt, wenn die Eltern nicht weiter darüber nachdenken welche Konsequenzen das alles für ihre Kinder hat.
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Ich bin froh, dass ich in einer Zeit aufgewachsen bin, wo die Eltern nicht ungehindert die Möglichkeit hatten, die Homevideos für die ganze Welt zur Verfügung zu stellen...
Ich kenne viele denen es peinlich ist, wenn die Eltern „Lausbubengeschichten“ aus der Kindheit erzählen. Wie muss es dann erst sein wenn die ganze Welt sich das im Internet ansehen kann.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 09:44
Die Leute haben ihre Kids in ihren Avas sieht man ja auch auf Allmy, 1000e Fotos und Videos auf FB, da ist doch klar, dass dies auch auf YouTube gemacht wird. Ich wundere mich über gar nix, den Eltern scheint es wichtiger mit Kindern/Leben etc. zu prahlen, likes zu bekommen etc. als alles andere. Werde ich nie verstehen. Aber wer sein Leben als so wichtig empfindet, dass er jeden Furz filmerisch dokumentieren muss, der hat wohl andere Wertvorstellungen diesbezüglich.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 10:17
An sich sehe ich die Sache furchtbar kritisch!
Gar nicht so einfach, trotzdem verfolge ich zwei B/Vlogs, die eigentlich jede moralische Grenze für mich sprengen.

Einer ist ein Blog bei Facebook, da redet ein Vater über den speziellen Gendefekt seiner Tochter und der damit zusammenhängende 'Alltagswahnsinn'.

Er schreibt über tolle, traurige, lustige und anstrengende Alltagsgeschichten mit seiner Familie, insbesondere eben der einen Tochter mit Gendefekt.

Der andere ist ein Vlog bei Youtube. Da berichtet ein Vater wie es ist mit einer Tochter, die nonverbalen Autismus hat.
Auch er filmt den alltäglichen Wahnsinn.
Aber wenn es ans eingemachte geht, berichtet er nur verbal über die Situation. Wenn seine Tochter z. B einen melt down hat, wird das nicht großartig gefilmt, sondern sie berichten darüber.


Warum schaue ich gerade diese B/Vlogs?
Ich habe selbst eine schwerstbehinderte Schwester und hätte damals gerne viel mehr Austausch mit anderen Betroffenen gehabt.
Klar hatte man Kontakt zu anderen Familien mit behinderten Kindern und eventuell deren Geschwister aber das Einzige, woran ich mich sehr gut erinnern kann ist, dass meine Eltern ein Geschwisterpaar als Beispiel genommen hat, wo ein Kind normal entwickelt ist und das andere Trisomie 21 hat. Das Besondere an diesen Brüdern war aber, dass sie zweieiige Zwillinge waren.

Meine Eltern haben dann immer deren besonderes Verhältnis zueinander hervorgehoben und warum ich nicht so mit meiner Schwester umgehen kann.

Was wohl zu der Zeit keiner von uns gesehen hat ist, dass Kinder mit Trisomie 21 relativ pflegeleicht, zumindest im Verhalten, sind und das es eben Zwillinge waren, die sowieso eine besondere Verbindung hatten.

Ich fühlte mich also als Kind extrem isoliert, keiner war zum Austausch da.
Auc wurde in den Achtzigern gar nicht so sehr auf die nicht behinderten Geschwister geachtet, die hatten einfach zu funktionieren.

Eltern haben sich oft und viel ausgetauscht aber die Kinder eben nicht, da die Kinder auch nicht wirklich wahr genommen wurden, das kam erst später.


Also, dass ich diese V/Blogs verfolge, hat mehrere Gründe. Ich erkenne mich oft in den Geschwisterkindern, habe wirkliches Interesse an Autismus und diesem Gendefekt, kenne natürlich einige der Strukturen und es hilft mir tatsächlich meine Eltern besser zu verstehen, denn lange hatte ich nur den Blick eines vernachlässigten Kindes, deren Eltern echt schlecht mit mir umgegangen sind.

Mittlerweile sehe ich die Dinge mit den Augen einer Erwachsenen und zu sehen, welche Hürden und stressigen Alltagssituationen Eltern mit speziellen Kindern meistern müssen, um so mehr kann ich meinen Eltern verzeihen, sie besser verstehen und gewisse Handlungen auch tatsächlich akzeptieren.

Als Kind und als Teenager hatte ich doch eine extrem vereinfachte Form der Gesamtsituation gesehen.
Heute als Erwachsene und auch mit Hilfe dieser B/Vlogs habe ich einen wesentlich differenzierteren Blick auf die Dinge!


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 10:46
@troublerin77
Ich finde das nicht vergleichbar. Diese B/Vlogs dienen ja dann auch ein wenig der Aufklärung und hilft eventuell das die Leute nicht mehr nur glotzen.

Die vom TE angesprochene Art der Vlogs ist für mich rein kommerzieller Natur. Da wird ja auch permanent rumüberlegt was man noch für Content bieten kann, um mehr Follower und auch Werbepartner zu erreichen.
Ich bin Mutter und finde das alles völlig daneben. Ich habe da wirklich null Verständnis und überlege öfter mal was mich dazu bringen könnte auf so eine Idee zu kommen.
Die Kinder sind ja oft im Kleinkind Alter wenn die Kinder anfangen, ihre Kinder zu vermarkten. Für mich gehört das doch irgendwie verboten. Es ist auch nicht vergleichbar damit einen Film zu drehen, oder mit einem Werbespot. In den Videos wird ja alles öffentlich, Krankheit, Spiel, Spaß...selbsr die Einschulung usw.

Horror für mich. Meine Tochter darf das auch nicht gucken. Das ist mir zu blöde.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 10:55
@PattiMay
Ich verstehe was du meinst aber im Ergebnis bleibt es eigentlich das Gleiche. Es werden Kinder in Fotos und Videos dargestellt, also dem Gaffen freigegeben, denn wer weiß denn ob andere Menschen den B/Vlogs mit der gleichen Intension wie ich schauen und nicht einfach nur um behinderte Menschen zu begaffen?

Andersrum, welche Intension haben Leute, die so einen Mamiblog zu schauen, trotz intensiver Werbung?
Denn trotz aller Aufklärung hätte ich meine Tochter nie davon abgehalten Youtuber wie Bibi oder Daggi zu schauen.
Sie wusste, dass sie Werbung produzieren, das hat sie aber in Kauf genommen und trotzdem ihre Lieblinge geschaut.

Jetzt als sie frisch Mama wurde, schaut sie genau wie die TE eben solche Mamivlogs.

Sie weiß um die Werbung, sucht aber trotzdem Menschen, denen es ähnlich ergeht.

Also eigentlich hat sie die gleiche Intension wie ich. Warum sollte ihr Schauen also anders bewertet werden als meins?

Als zusätzliche Info: meine beiden Blogs machen Werbung für den eigenen Merch oder auch fürs eigene Buch.

Trotz dieser Werbung empfinde ich beide Blogs für mich wertvoll.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 10:57
Zitat von PattiMayPattiMay schrieb:In den Videos wird ja alles öffentlich, Krankheit, Spiel, Spaß...selbsr die Einschulung usw.
Genau das ist für mich auch der Unterschied. Im Film oder Theater spielt das Kind eine Rolle. Das ist nicht das Kind, sondern der Charakter, und die meisten können da distanzieren. Das ist eine coole Story fürs spätere Leben (ich habe selbst z.B. ab 14 im Profitheater gearbeitet).

Auf Youtube ist das Kind es selbst, als Person, und so allem ausgesetzt....

Der andre Unterschied: Bei Film und Theater wird viel kontrolliert, und es sind mehrere Instanzen involviert, die sich um das Kindeswohl Gedanken machen: Das Jugendamt, Eltern, Produzenten, Schauspielerkollegen usw.

Auf YouTube kann es sein, dass es nicht mal die Eltern irgendwelche Gedanken drum machen, was das Kind da online stellt (siehe das kleine Mädchen in der Doku, das irgendwelche Sachen live macht die Fremde im Netz ihr sagen, und die Eltern wissen nichts davon...)


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26.11.2019 um 11:00
Der Tagesschau-Artikel war richtig gut. Und erschreckend. Dort wurde auch geschrieben, dass Eltern mit ihren Kindern einfach eine Menge Geld verdienen. 1/3 der sehr oft aufgerufenen Familienkanäle (so wird das da genannt) leben sogar komplett vom eigens betriebenen Kanal, das muss man sich mal vorstellen.

Und da wird dann der gezeigte Familienspaß zum Familienbusiness. Die Kinder werden häufig auch dann halbnackt (beim Baden oder ähnlichem) gezeigt. Ein Clip davon hatte wohl 3 Millionen Aufrufe.

Die Kinder würden so, beklagte sich da Jugendschutz.net, das Familieneinkommen sichern.

Kann man das dann nicht schon wieder Kinderarbeit nennen?


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:01
@PattiMay
Vielleicht liegt es auch am Alter und damit auf eine andere Sicht auf die Dinge.

Youtuber sind für mich (Anfang 40) stellenweise sehr befremdlich, für meine Tochter (20) aber was völlig Normales.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:04
Zitat von moricmoric schrieb:Kann man das dann nicht schon wieder Kinderarbeit nennen?
Klar ist es das, deswegen ist das bei uns auch reglementiert. Schert sich nur kaum einer drum. Das beklagt der Vater von Miley auch: Die haben sich alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und arbeiten mit dem Jugendamt zusammen, aber es entstünde ein "Wettbewerbsnachteil", da die andren das nicht so genau nehmen und sich nicht damit auseinandersetzen, wie sie es eigentlich müssten...

Ich denke es würde schon viel bringen wenn alle, die Videos mit Kindern drehen wollen, YouTube regelmässig die ganzen Dokumente vorlegen müssten, wie es auch Filmproduktionen müssen.

Dass ich inhaltlich denke dass das trotzdem nicht nötig ist und Kinder nicht mit ihrem Privatleben auf Youtube&Co. rumhängen sollten sei mal dahingestellt.... aber das o.g. wäre mal ein Anfang...
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:Youtuber sind für mich (Anfang 40) stellenweise sehr befremdlich, für meine Tochter (20) aber was völlig Normales.
Ich bin Ende 30, aber tief im Thema, wegen Beruf ( (Online)marketing) und weil ich YT schon viel nutze. Trotzdem kann man zu dem Schluss kommen, dass bestimmte Entwicklungen so schlicht nicht gut sind.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:09
@NeonMouse
Leider ist es so, dass der Kontent Kinder und /oder Tiere tatsächlich die meisten Klicks bringt. Es wird da dann immer skrupellose Menschen geben, die das ausnutzen.

Hinzu kommt Ann noch die Internationalität und die Durchsetzung der Gesetze in den jeweiligen Ländern.

In jedem Land herrschen andere Gesetze und auch eine andere Wertigkeit der Durchsetzung dieser Gesetze.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:22
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Ich denke es würde schon viel bringen wenn alle, die Videos mit Kindern drehen wollen, YouTube regelmässig die ganzen Dokumente vorlegen müssten, wie es auch Filmproduktionen müssen.

Dass ich inhaltlich denke dass das trotzdem nicht nötig ist und Kinder nicht mit ihrem Privatleben auf Youtube&Co. rumhängen sollten sei mal dahingestellt.... aber das o.g. wäre mal ein Anfang...
Ja, alles, was mehr zum Schutz der Kinder da getan wird, ist hilfreich. Allerdings lässt Youtube da auch viel einfach so laufen, damit weiterhin ein ordentlicher Geldfluß entsteht (durch Content und den damit verbundenen Werbeeinahmen). Je weniger Reglementierung und Kontrolle, desto zufriedener ist der Konzern, denke ich mal.

Youtube gehört ja bekanntlich dem Megakonzern Google. Das ist eine Marktmacht, die seinesgleichen in diesem Sektor sucht.
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:Leider ist es so, dass der Kontent Kinder und /oder Tiere tatsächlich die meisten Klicks bringt. Es wird da dann immer skrupellose Menschen geben, die das ausnutzen.
Also, das scheinen ja nicht mal so wenige zu sein. Ich will aber nicht diesen ganzen Familienkanälen Skrupellosigkeit unterstellen, aber den meisten könnte man Gedankenlosigkeit unterstellen.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:23
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:In jedem Land herrschen andere Gesetze und auch eine andere Wertigkeit der Durchsetzung dieser Gesetze.
Jo, aber wir reden hier ja hauptsächlich erstmal über deutschsprachigen Content. Und irgendwo muss man ja anfangen.

In anderen Ländern geht's eh noch ganz anders zu, z.B. in Südamerika. Dort sieht man die Sexualisierung von Kindern auch nicht wirklich so "dramatisch". /s

Grundsätzlich muss man wohl, wenn man nach Lösungen sucht, auch Untscheidungen treffen, denn die Videos und die Gefahren unterscheiden sich auch...

Sind es Kinder, die unbedarfst selbst ins Netz stellen?
Sind es Eltern, die aus Stolz dumme Videos einstellen und sich der Folgen und der gierigen Augen nicht bewusst sind?
Oder ist es gezielte Kommerzialisierung?

Bei den 3 verschiedenen Kategorien muss man auch verschiedene Hebel ansetzen...


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 11:46
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:Einer ist ein Blog bei Facebook, da redet ein Vater über den speziellen Gendefekt seiner Tochter und der damit zusammenhängende 'Alltagswahnsinn'.
Ich kann das voll verstehen, ich habe auch jemanden mit einer Behinderung in der Familie und es ist schön, wenn man sich austauschen kann, auch für die Geschwister.

Aber (nur als Denkanstoss, nicht als Kritik an den von dir genannten Beispiele):

Auch diese Kinder haben ja Persönlichkeitsrechte.

Mal angenommen, 20 Jahre später wird die Behinderung durch medizinischen Fortschritt vollständig geheilt, dann blicken die Erwachsenen auf ihr öffentliches Leben im Internet zurück und stehen dadurch den „Kommerz“ Youtube Kindern gleich. Man könnte das allerdings auf die besondere Situation anders bewerten weil es hier ja auch um Hilfe und Austausch geht.

Bei uns war es z.B. auch so, dass diejenige Person entgegen der Erwartungen selbständig leben und auch arbeiten kann.


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26.11.2019 um 12:31
@Aljana
Genau das ist es ja, was ich meine. Es ist schwierig.
Zweischneidig.

Denn grad im Bereich Behinderung gibt es so viele Dokumentationen, die die Persönlichkeitsrechte genau so beschneiden.

Wie bewertet man das? Hat die Doku im ZDF eine andere Wertigkeit als der Blog eines Vaters über die Behinderung seiner Tochter?

In beiden Fällen wird das Kind mit seiner Behinderung dar gestellt.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 13:10
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:Vielleicht liegt es auch am Alter und damit auf eine andere Sicht auf die Dinge.
Mit Sicherheit. Die Kinder von heute wachsen mit diesem social Media Zeugs auf. Man muss sich da nur mal die Entwicklung der letzten 10 Jahre anschauen....Wahnsinn.
Zitat von troublerin77troublerin77 schrieb:Ich verstehe was du meinst aber im Ergebnis bleibt es eigentlich das Gleiche. Es werden Kinder in Fotos und Videos dargestellt, also dem Gaffen freigegeben, denn wer weiß denn ob andere Menschen den B/Vlogs mit der gleichen Intension wie ich schauen und nicht einfach nur um behinderte Menschen zu begaffen?
Da hast du nicht ganz Unrecht. Da muss ich drüber nachdenken. Ich habe eine Freundin mit einem schwerbehinderten Sohn. Sie tauscht sich auch aus mit anderen Eltern, allerdings klappt das auch gut ohne ihr Familienleben vor der breiten Masse öffentlich darzustellen.
Zitat von moricmoric schrieb:Und da wird dann der gezeigte Familienspaß zum Familienbusiness

Da frag ich mich dann schon, ob es tatsächlich ein dokumentieren eines Alltags ist oder wann sie anfangen Familienspass zu produzieren. Da gab es mal einen "Influencer" bzw. ein Pärchen die beide Influencer sind und es dann zur Trennung kam und sie meinte sie wusste irgendwann nicht mehr ob das echt war oder die Situation da war um Content für den eigenen Kanal war. Das wird bei dem ganzen Familienspass und Ausflügen nicht anders sein. Und das ist doch dann wirklich bedauernswert.
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Das beklagt der Vater von Miley auch: Die haben sich alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt und arbeiten mit dem Jugendamt zusammen, aber es entstünde ein "Wettbewerbsnachteil", da die andren das nicht so genau nehmen und sich nicht damit auseinandersetzen, wie sie es eigentlich müssten...

Also diese ganze Familie/Sippe ist für mich das "Böse" in Person. Die finde ich ganz gruselig. Da habe ich auch mal ein Videk gesehen, wo der Vater erzählt hat wie das anfing. Er englischsprachige Videos gesehen hat, sog. Unboxing Videos wo dann damit gespielt wurde und er sich gefragt hat warum es das nicht in D gibt und er das dann mit seiner Tochter gemacht hat. Ich frage mich nur wozu?! So hat es bei denen angefangen. Durch den Ruhm macht da mittlerweile die ganze Sippe mit und jeder hoppst in den Videos des anderen rum. Dazu dann noch Instagram. Wenn ich jetzt lese das der Vater dann noch von einem Wettbewerbsnachteil spricht kommt mir echt alles hoch. Das was die betreiben ist echt pure Vermarktung. Gruselig.
Zitat von moricmoric schrieb:Ich will aber nicht diesen ganzen Familienkanälen Skrupellosigkeit unterstellen, aber den meisten könnte man Gedankenlosigkeit unterstellen.
Naive Gedankenlosigkeit ist wohl das minimum was bei allen herrscht.
Zitat von NeonMouseNeonMouse schrieb:Sind es Eltern, die aus Stolz dumme Videos einstellen und sich der Folgen und der gierigen Augen nicht bewusst sind?
Oder ist es gezielte Kommerzialisierung?
Vermutlich steckt da oft eine Entwicklung dahinter. Es beginnt mit dummen, sinnlose Videos aus Stolz und vielleicht Spaß und wenn sie feststellen was da zu holen ist wird daraus gezielte Kommerzialisierung.


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Wie kann man Kinder auf Youtube schützen?

26.11.2019 um 16:18
Garnicht, sofern man das (noch relativ) freie Internet wie wir es kennen nicht massiv einschränken will.
Diese Leute finden immer Wege. Leider.


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