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Harte Arbeit

50 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Gesellschaft, Arbeit, Bildung, Armut, Klima, Volk, Sozial, Rauchtum
Negev
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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:12
Viel Zitiert und glorifiziert.

Doch was bedeutet „harte Arbeit“?
Und ist diese Art des Lebens tatsächlich erstrebenswert? Gehört harte Arbeit zum Sein der menschlichen Existenz?


Vielleicht wird dieses Leitbild auch nur von jenen hoch gehalten; „die es damals auch nicht besser hatten“?

Aber wie hart arbeitet ein Pfleger – wie hart arbeitet jemand, der in Amerika zwei oder drei Jobs macht? Wie hart Arbeitet ein Immobilienangestellter – wie hart dessen Chef usw.?

Wie hart muss man arbeiten und ab wann wäre es gut, dem anderen Raum und damit Möglichkeiten zu geben?

Eine Gesellschaft muss funktionieren können – dafür ist Arbeit zu vergeben, die gemacht werden muss.

Ist dieses Dogma immer noch Zeitgemäß?
Und galt dieses Dogma schon immer?


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:19
@Negev
Work-Life-Balance ist eine höchst individuelle Sache. Da gewichtet jeder anders.
Völlig frei in der Einteilung sind die wenigsten, es muss schliesslich genug Geld verdient werden um den angestrebten Lebensstandard, auch der ist höchst unterschiedlich, gewährleisten zu können.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:25
Zyklotrop schrieb:Work-Life-Balance
wird in meiner Firma groß geschrieben, nur habe ich nicht das Gefühl, dass das bei MIR ankommt - weil ich offensichtlich da anders ticke als andere.
Man sollte von einem AG aber auch nicht verlangen auf jeden einzelnen AN zu achten, obs mit der Balance stimmig ist - da zählt nunmal das was allgemein passt, für die breite Masse der AN.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:28
Stonechen schrieb:wird in meiner Firma groß geschrieben, nur habe ich nicht das Gefühl, dass das bei MIR ankommt - weil ich offensichtlich da anders ticke als andere.
Jeder verlangt da von sich natürlich auch unterschiedlich viel. Ein Arbeitspensum, was der eine als ragbar und/oder erfüllend empfindet, sorgt beim nächsten vielleicht schon für Schweissausbrüche beim Gedanken daran.
Wie gesagt, eine höchst individuelle Sache.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:31
@Zyklotrop

Ganz genau so sieht es aus. :)
Deswegen finde ich auch dass man "harte Arbeit" nicht definieren kann, außer für sich selbst.
Ich könnte mir nicht vorstellen auf dem Bau zu arbeiten und Zementsäcke zu werfen, während andere widerum meinen Job niemals machen würden wegen der hohen Eskalationsstufe.

Aber wie sagt man so schön 'irgendwer muss es ja machen" :) und so findet sich meist das passende Deckelchen für jedes Berufstöpfchen.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 08:32
"Harte Arbeit" definiere ich über physische und psychische Belastung. Ich hab vorher im Büro gearbeitet und gehe jetzt putzen, und ich muss sagen, das liegt mir mehr. Es ist einfach ein guter Ausgleich dafür, dass ich sonst immer am Schreibtisch sitze und lerne. Davor habe ich Zeitungen ausgetragen, Regale eingeräumt im Supermarkt und bei einer Tierärztin gejobbt. Das klingt jetzt vielleicht arrogant, aber Büroarbeit kam mir nicht wie Arbeit vor, sondern ein Luxus des Bezahltwerdens. Es gab immer ein Klo, man bekam Kaffee und Tee, wann man wollte und konnte zwischendurch mal mit Kollegen schnacken, weil man ja nur die Stunden vollkriegen muss. Das hat man in den anderen Jobs nicht, bei denen man erst Feierabend hat, wenn die Arbeit erledigt ist.

Der wievielte Thread zum Thema Arbeit ist das jetzt? Kannst du dich mal entscheiden, ob du jemals arbeiten gehst oder es einfach lässt? Du hast schon so viel gute Tipps bekommen und die User haben sich sehr bemüht, trotzdem jetzt wieder so ein "Soll ich mir das antun?"-Thread.


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05.03.2020 um 08:35
Skogsdotter schrieb:Der wievielte Thread zum Thema Arbeit ist das jetzt? Kannst du dich mal entscheiden, ob du jemals arbeiten gehst oder es einfach lässt? Du hast schon so viel gute Tipps bekommen und die User haben sich sehr bemüht, trotzdem jetzt wieder so ein "Soll ich mir das antun?"-Thread.
Ich glaube das es weniger Zwiespalt ist, mehr es sich zurecht legen und vor sich selbst rechtfertigen.
Die Phase hat jeder mal, manch eine/r hat sie für immer weil Träumen leichter als durchsetzen ist.


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05.03.2020 um 08:46
@Negev
Ich würde mal sagen das ist individuell - einen gemeinsamen Nenner haben alle die arbeiten: in der Regel arbeitet man 8 Stunden und da ist man fremdbestimmt, man kann gar nicht so tun was man möchte.
Grob sind die 8 Stunden die Hälfte der Wachzeit, an sich eine Menge!

Danach kommt es drauf an wie die Arbeit auf einen wirkt, psychisch und körperlich, wenn man nach diesen 8 Stunden gar nichts mehr auf die Reihe bekommt war die Arbeit hart für einen.
Negev schrieb:Und ist diese Art des Lebens tatsächlich erstrebenswert?
Das ist so eine Sache in Deutschland, man vergisst dass ein sehr teuerer Sozialstaat zu finanzieren ist, daher wer das nicht für erstrebenswert hält, sollte so ehrlich sein und beim Sozialstaat bereit sein Abstriche zu machen.
Negev schrieb:Gehört harte Arbeit zum Sein der menschlichen Existenz?
Ja, auf jeden Fall. Manche Vorgänge sind in der Arbeit so dass man nicht sagen kann, jetzt hat die Stempeluhr geläutet so lasse ich den Skalpel, Stift oder Werkzeug fallen und gehe nach Hause.
Zyklotrop schrieb:Work-Life-Balance
Habe ich übrigens abgeschafft...diese leere Worthülse. Das hat dazu geführt dass meine Kollegen weder in der Arbeit noch daheim ihre Ruhe hatten, alles war ein Mischmasch. Der Korridor war 6-21h, seit einem Jahr 6-18h, Sollzeit in Eigenverantwortung 8:30-15:00 und danach ist Handy aus.(Ich musste den Amis noch beibringen dass es eine Zeitverschiebung gibt...habe ja auch nicht nach meinem Kaffee angerufen)


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05.03.2020 um 08:47
Abahatschi schrieb:Ich musste den Amis noch beibringen dass es eine Zeitverschiebung gibt...habe ja auch nicht nach meinem Kaffee angerufen
Tja, für die exisitiert die restliche Welt meistens einfach nicht. :D
Darf ich fragen, was und wo du arbeitest? Reines Interesse


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05.03.2020 um 08:51
Skogsdotter schrieb:Darf ich fragen, was und wo du arbeitest? Reines Interesse
Ich habe bis Ende 2017 Maschinenbau und Immobilien gemacht und hatte genug vom Unternehmertun in Deutschland, jetzt mache ich Data Science und Operation Research im ÖPNV. Und da sich Arbeiten in DE nicht lohnt, hoffentlich bald Auswanderer oder frugalistische Rente.


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05.03.2020 um 08:52
Abahatschi schrieb:Habe ich übrigens abgeschafft...diese leere Worthülse.
Wie man das Kind nennt ist ja eigentlich völlig unerheblich.

Ich lasse halt ab und an, wenn es mir mal zuviel wird, ein zusätzliches langes WE einfliessen.
Als Selbstständiger hat man es da naturgemäss etwas leichter.


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05.03.2020 um 08:56
Zyklotrop schrieb:Als Selbstständiger hat man es da naturgemäss etwas leichter.
Und bamm dann kommt auf einmal ein Auftrag rein der die Firma nach vorne bringt, auch die Mitarbeiter, und dann hat man 8 Monate 6-19h und 7 Tage die Woche als Verantwortlicher.
Natürlich könnte man sich hinstellen über den Sinn zu philosophieren, sollten wir den Auftrag annehmen, ist das erstrebenswert? Sollten wir unsere Existenz sichern...die Kinder könnten auch mal zurückstecken...ach das Eigenheim kommt auch 3 Jahre ohne Dach aus...usw.
Ja, genau man sollte....


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05.03.2020 um 08:56
Skogsdotter schrieb:Der wievielte Thread zum Thema Arbeit ist das jetzt? Kannst du dich mal entscheiden, ob du jemals arbeiten gehst oder es einfach lässt? Du hast schon so viel gute Tipps bekommen und die User haben sich sehr bemüht, trotzdem jetzt wieder so ein "Soll ich mir das antun?"-Thread.
Man steht sich halt oft selber im Weg. Gute Ratschläge kann man annehmen, muss man aber nicht. Nur macht es zukünftige Ratschläge nicht besser, sondern erzeugt ein Desinteresse:schade


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05.03.2020 um 08:58
Abahatschi schrieb:Und da sich Arbeiten in DE nicht lohnt, hoffentlich bald Auswanderer oder frugalistische Rente.
Vermutlich in die USA auswandernd, nehme ich an? Dann wirst du Deutschland aber sicherlich irgendwann vermissen lernen. Deutschland, mit all seinen Vorteilen.
Denn ob sich arbeiten in den USA lohnt, habe ich so meine Zweifel.

Der Durchschnittsbürger in den USA kann doch nur halbwegs überleben, weil..
Negev schrieb:der in Amerika zwei oder drei Jobs macht?
Ps.
Und arbeitsrechtlich sieht da drüben auch düster aus.


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05.03.2020 um 09:01
Skogsdotter schrieb:wann man wollte und konnte zwischendurch mal mit Kollegen schnacken, weil man ja nur die Stunden vollkriegen muss
Genau das ist es aber, wie ich finde, was den Tag unendlich zäh und lang werden lässt. Bei mir ist es so, dass wenn ich richtig Druck in den Projekten habe, mein Hirn auf Hochtouren läuft, dann bin ich auch nach Feierabend viel fitter und motivierter als an Lala-Tagen.
Negev schrieb:Doch was bedeutet „harte Arbeit“?
Und ist diese Art des Lebens tatsächlich erstrebenswert?
Da ich meinen Job nach meinen Interessen gewählt habe, habe ich im Beruf durchaus Möglichkeiten, an Dingen zu arbeiten, die mich wirklich interessieren, oder Projekte anzustoßen, die ich möchte. Und zwar in Größenordnungen, die ich als reines Privathobby nicht stemmen könnte. Das erkauft man sich zwar auch mit Phasen, die einfach stumpfes Abarbeiten von Routineaufgaben bedeutet, dennoch mache ich meinen Job im Grunde sehr gerne.


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05.03.2020 um 09:03
capspauldin schrieb:Nur macht es zukünftige Ratschläge nicht besser, sondern erzeugt ein Desinteresse:schade
Joa eben, ich weiß halt auch nciht wirklich, was man da schreiben soll. Wie ja schon bemerkt wurde, hat ja jeder seine eigenen Grenzen und Definitionen von "harter Arbeit". Das findet man aber auch nur wirklich raus, indem man sich ausprobiert.


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05.03.2020 um 09:03
Abahatschi schrieb:..und dann hat man 8 Monate 6-19h und 7 Tage die Woche als Verantwortlicher.
Illustriert eigentlich hervorragend was ich schon eben weiter oben schrieb
Zyklotrop schrieb:Ein Arbeitspensum, was der eine als tragbar und/oder erfüllend empfindet, sorgt beim nächsten vielleicht schon für Schweissausbrüche beim Gedanken daran.
Dabei bekäme ich Schweissausbrüche.
Dann lieber 2,50 weniger in der Tasche und ein etwas geruhsameres Leben. :)


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05.03.2020 um 09:06
rhapsody3004 schrieb:Vermutlich in die USA auswandernd, nehme ich an? Dann wirst du Deutschland aber sicherlich irgendwann vermissen lernen. Deutschland, mit all seinen Vorteilen.
Denn ob sich arbeiten in den USA lohnt, habe ich so meine Zweifel.
Ich war schon in USA mehr als 1 Jahr...ich fand es nicht so schlimm wie alle die es erzählen ohne jemals dort gewesen zu sein, nicht mal als Touristen. Wo hast Du dort gearbeitet? Ich war in Chicago.
Und Du wirst es nicht glauben: es gibt vernünftigere Länder in Europa als Deutschland. Wenn ich mir Deutschland anschaue kann ich als Migrant wählen zwischen Rechts die mich aus dem Land haben wollen, Links die mich erschiessen oder Zwangsarbeit zwingen wollen, moderates Links/Grün die mich enteignen wollen oder CDU Stillstand zu 50% Abgaben wählen.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 09:43
@Negev

"Harte Arbeit" ist immer ein relativer und subjektiver Begriff. Bürostress kann genau so hart sein wie schuften auf dem Bau. Manche Berufe belasten körperlich, andere nervlich oder seelisch - manche verbinden dies sogar noch.
Wenn ich jetz am Ende meiner Berufstätigkeit, bzw. kurz davor zurück blicke, war jede Arbeit irgendwie "hart", wobei die Härtegrade von Hartholz bis Diamant reichten.


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Harte Arbeit

05.03.2020 um 10:01
Harte Arbeit ist schon eine Definitionssache. Ich würde da für mich immer unterscheiden:

A) Habe ich eine Arbeit mit einem höheren Belastunslevel und gelegentlichen Belastunsspitzen, die aber irgendwann auch mal wieder so abflauen, dass ich mich auch regenerieren kann oder

B) habe ich eine Arbeit, die mich völlig auf Verschleiss fährt ?

B) finde ich nicht akzeptabel und wenn man sicher ist, man ist bei B), dann sollte man das ändern.


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