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Was ist eure Motivationsgrundlage?

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben

Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 05:54
rhapsody3004
schrieb:
Vielleicht sollten die Menschen endlich mal die Motivation erlangen solche herabwürdigen Begrifflichkeiten wie Unterschicht nicht mehr zu verwenden, ja überhaupt nicht mehr in Schichten und Klassen, in höher und niedriger, in besser und schlechter zu denken.
Ich komme auch aus der "Unterschicht".
Warum sollte ich das "leugnen" ?
rhapsody3004
schrieb:
Kurz noch, warum mich das Wort Unterschicht so stört, schon immer gestört hat: Wir als Gesellschaft funktionieren nur als Gemeinschaft, als Gesamtheit, in der jeder seine Aufgabe auf gleicher Ebene hat.
Wir Menschen tun zwar verschiedenes auf dieser Ebene, sind unterschiedlich gebildet, aber am Ende sind wir alle voneinander auf gleicher Ebene abhängig. Ohne das eine würde das andere nicht funktionieren.
Hört sich für mich nach gesellschaftlichen Kastenwesen an.


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Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 09:37
Gerlind
schrieb:
Ich komme auch aus der "Unterschicht".
Warum sollte ich das "leugnen" ?
Für mich gibt es überhaupt keine Unterschicht. Warum wertest du dich selber bzw. deine familiäre Herkunft mit so einer Bezeichnung ab?

Dieses ständige auf- und abwerten von Menschen innerhalb einer Gesellschaft geht mir gehört gegen den Strich. Dieses ständige in Schichten/Klassen denken geht mir gegen den Strich. Für mich gibt es kein da unten und da oben. Oder sind wir schon wie Morlocks und Elois, dann würde es passen.


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Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 10:36
Die Hauptmotivation, um die Schule abzuschließen war, dass ich mir Dinge leisten kann, die ich unbedingt haben bzw. tun will. Das waren unter anderen der Wunsch, eine Eigentumswohnung zu haben, ein Auto und meine geliebten Urlaube.
Ich wusste aber auch schon sehr früh, dass mir Bequemlichkeit wichtig ist – die muss erst einmal finanziert werden.

Als ich meinen Arbeitsplatz hatte (diese Arbeit und das Umfeld interessierten mich nie) motivierte mich das Gehalt zum Durchhalten. Ich wusste immer, dass ich Hauptverdiener sein möchte, meinen Kindern etwas bieten und unabhängig von anderen sein wollte.
Mir war es enorm wichtig, dass ich trotz Vollzeit Arbeit mit niemandem aus der Verwandtschaft Kontakt haben muss (um Hilfe bei der Kinderbetreuung zu haben). Sturheit und Stolz sind meine zweiten Vornamen, deshalb machte ich es mir lieber selbst schwerer, bevor ich jemanden um Hilfe bitte.
Mich schreckten die Leben vieler Mütter ab. Ich sagte immer: so will ich nicht enden! (wenig Geld, auf die Verwandtschaft bezüglich Nannydienste angewiesen sein, die unbezahlte Arbeit daheim machen müssen,…)
Das motivierte mich, in der Firma nach höheren Gehaltsstufen zu streben und dafür noch „blödere" Arbeit in Kauf zu nehmen.

Jetzt habe ich mir allen angeschafft, was ich haben wollte, alles erlebt, was ich erleben wollte. Meine Kinder motivieren mich, dass ich ihnen so viel Geld wie nur irgendwie möglich, heimbringe.
Aber auch ich will sorglos leben. Wenn ein Gerät kaputt wird, will ich problemlos ein Neues kaufen können.
Ich will nicht darüber nachdenken müssen, wieviel Strom ich gerade brauche, oder ob ich die Heizung einschalten kann,...

Mir ist es wichtig, dass ich alles bezahlen kann (Handwerker, Dienstleistungen) und keinesfalls auf „Freundschaftsdienste" oder das „eine Wand wäscht die andere" Prinzip angewiesen sein.

Ebenso motiviert es mich, für mein Alter vorzusorgen - ich will alles selbst bezahlen können (auch wenn ich ein Pflegefall bin) und auf keinen Fall meinen Kindern zur Last fallen.


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25.07.2020 um 11:48
@FerneZukunft
Das ist ganz normal, beim Anspruch an sich, niemanden auszubeuten oder auszunutzen.


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25.07.2020 um 12:03
F1971
schrieb:
Das ist ganz normal, beim Anspruch an sich, niemanden auszubeuten oder auszunutzen.
Menschen mit niedrigen Pensionen (Einkünften) sind eher auf Hilfe vom sozialen Umfeld (Verwandtschaft, Freunde) angewiesen.

Ich werde meine Wohnung im Alter zum Smarthome umbauen lassen. Ebenso möchte ich mir Reinigungskräfte und Essenszustelldienst leisten können, wenn wir einmal zu alt dafür sind.

Die Krankenkasse bezahlt auch nicht immer die besten Behandlungsmethoden,....
Auch heute müssen bei vielen Tätigkeiten Menschen aus dem sozialen Umfeld (trotz Pflegegeld) aushelfen. Das will ich um jeden Preis vermeiden.


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25.07.2020 um 12:39
Ich bewundere einige Menschen, die es tatsächlich schaffen über Jahre, Jahrzehnte, ja sogar bis zur Rente einer Arbeit nachzugehen, die zwar Geld aber keine Freude bereitet.

Ich weiß nicht, ob ich das schaffen bzw. durchhalten könnte. Geld ist zwar wichtig, unbestritten, aber dafür würde ich nicht alles tun. Ein Mindestmaß an Interesse und Freude an einer Arbeit sollte schon da sein.

Wenn einem die Arbeit keinen Spaß macht, ist eigentlich auch fast das ganze Leben versaut, denn die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir ja auf der Arbeit. Das könnte kein Geld der Welt aufwiegen bzw. darüberhinweg trösten, dass die Arbeit keinen Spaß macht.


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25.07.2020 um 13:28
Vomü62
schrieb:
"Ziele" ist etwas, was sich kein Tier setzen würde, auf sowas kommen nur Zivilisationsmenschen.
Stimmt. Ziele sind ein Teil dessen, was aus Tieren Menschen macht. Gute Ziele geben dem Leben einen Sinn und sorgen dafür, daß man auf die Zukunft vorbereitet ist. Wenn man finanzielle Freiheit als Ziel wählt, dann kann man die Menschen, die einem wichtig sind, vernünftig schützen, anstatt ein Blatt im Wind zu sein, das den Umständen ausgeliefert ist wie ein Karnickel.


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25.07.2020 um 13:43
rhapsody3004
schrieb:
Für mich gibt es überhaupt keine Unterschicht. Warum wertest du dich selber bzw. deine familiäre Herkunft mit so einer Bezeichnung ab?

Dieses ständige auf- und abwerten von Menschen innerhalb einer Gesellschaft geht mir gehört gegen den Strich. Dieses ständige in Schichten/Klassen denken geht mir gegen den Strich. Für mich gibt es kein da unten und da oben. Oder sind wir schon wie Morlocks und Elois, dann würde es passen.
Für mich ibedeutet Unterschicht keine Abwertung. Es bedeutet eine Zuordnung.


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25.07.2020 um 13:59
Gerlind
schrieb:
Für mich ibedeutet Unterschicht keine Abwertung. Es bedeutet eine Zuordnung.
... und zwar die Zuordnung zu einer minderwertigen Gruppe. Oder was soll "unter" sonst bedeuten?


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25.07.2020 um 14:33
Nemon
schrieb:
... und zwar die Zuordnung zu einer minderwertigen Gruppe. Oder was soll "unter" sonst bedeuten?
"Unten" ist doch keine Wertung. Es ist eine räumliche Zuordnung.
Ich denke eher, "unten" abzuwerten kommt aus einem Vorurteil, dass man dann solch einer Zuordnung überstülpt.


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25.07.2020 um 14:42
Gerlind
schrieb:
"Unten" ist doch keine Wertung. Es ist eine räumliche Zuordnung.
Diese "räumliche" Zuordnung hat aber kein Äquivalent in der Realität. Da ist niemand oben oder unten, von geografischen Gegebenheiten mal abgesehen. Der Bezug ist im Modell der Gesellschaftspyramide zu sehen, wo die Unterschicht eindeutig minderwertig ist und ihre gottgegebene Bestimmung darin besteht, alles darüber zu tragen - was an der Spitze zum Kaiser führt. Ich meine doch, das das eine Wertung ist.


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25.07.2020 um 14:44
Nemon
schrieb:
Diese "räumliche" Zuordnung hat aber kein Äquivalent in der Realität. Da ist niemand oben oder unten, von geografischen Gegebenheiten mal abgesehen. Der Bezug ist im Modell der Gesellschaftspyramide zu sehen, wo die Unterschicht eindeutig minderwertig ist und ihre gottgegebene Bestimmung darin besteht, alles darüber zu tragen - was an der Spitze zum Kaiser führt. Ich meine doch, das das eine Wertung ist.
Nein. "Unten" ist metaphorisch gemeint. Ich sehe "Unterschicht" nicht als minderwertig.
Es ist einfach eine metaphorisch räumliche Zuordnung.


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25.07.2020 um 14:48
@Gerlind
Was soll denn die Metapher deiner Meinung nach aussagen? Wofür steht "unten"? Und wer soll etwas mit einer räumlichen Zuordnung anfangen können, die keinen Bezug zur Realität hat?

Die negative Konnotation von "unten" ist einfach mal gegeben.

Ich glaube, du bist in einer Sackgasse.


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25.07.2020 um 14:54
Nemon
schrieb:
@Gerlind
Was soll denn die Metapher deiner Meinung nach aussagen? Wofür steht "unten"? Und wer soll etwas mit einer räumlichen Zuordnung anfangen können, die keinen Bezug zur Realität hat?

Die negative Konnotation von "unten" ist einfach mal gegeben.

Ich glaube, du bist in einer Sackgasse.
Das ist für mich einfach bloss eine Zuordnung wie "links" und "rechts".
"Oben" "Unten" "links" "rechts" sind einfach metaphorisch räumliche Zuordnungen.
Ob soziologische Theorien einen Bezug zu einer Realität haben, ist denke ich hier gerade zu philosophisch. Ich sehe diese negative Konnotation nicht. Mag mit meinem Selbstbewußtsein zusammen hängen.

Ich glaube du bist in einer Sackgasse.(nenenenenene).


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25.07.2020 um 15:00
@Gerlind
Das ist keine soziologische Theorie, sondern die offizielle mittelalterliche Ständeordnung:


Lehnwesen20-20Grundherrschaft20-20Lehnsp
https://learnattack.de/schuelerlexikon/geschichte/lehnswesen-feudalismus
Gerlind
schrieb:
Ich sehe diese negative Konnotation nicht.
Dein Sprachgebrauch ist bekanntlich in vielen Dingen eigen.


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25.07.2020 um 15:02
Gerlind
schrieb:
"Oben" "Unten" "links" "rechts" sind einfach metaphorisch räumliche Zuordnungen.
Pardon, aber in gesellschaftlichen Schichtenmodellen steht "unten" stets für "weniger": weniger Einkommen, weniger Bildung, weniger Einfluss auf gesellschaftliche Entscheidungsfindungsprozesse.

Tröstlich ist, dass die Zugehörigkeit zu einer Schicht kein statischer Zustand ist bzw. sein muss. Ich komme gerade von einer Probefahrt im neuen Porsche eines Freundes, den ich seit Kindertagen kenne. Damals waren die gängigsten Gerichte im Haushalt seiner alleinerziehenden Mutter Nudeln mit Ketchup und Brot mit Margarine und Zucker, manchmal musste er sogar hungern.


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25.07.2020 um 15:04
Menschen wollen Schmerz vermeiden und Freude erleben. Das motiviert jeden. Ob Millionär oder Selbsttötung. Wenn etwas mehr Freude bedeutet und weniger Schmerz, wird er's tun. Anonsten nicht.


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25.07.2020 um 15:09
Nemon
schrieb:
Nemon
Ich beziehe mich da eher auf Schichtenmodelle moderner Soziologie.
Und selbst in deiner Pyramide ist es abhängig vom Standpunkt , ob man "unten" als abgewertet sieht.
Mein Sprachgebrauch hat sich aus meiner Herkunft entwickelt.
Ich sehe, mittelschichtsorientierte an bildungsbürgerliche Werte orientierte Menschen möchten mich da sogar heute noch erziehen. Ich denke nicht, dass deren universelle Sicht einer Wahrheit entspricht. Sie sind halt sehr in diese Sprache reingewachsen. Das bedeutet etwas. Doch wir kommen da m.E. zuweit ab vom Thema. Ich gebe zu mein erstes Statement war schon ab vom Thema. Sorry.


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25.07.2020 um 15:12
VanDusen
schrieb:
Pardon, aber in gesellschaftlichen Schichtenmodellen steht "unten" stets für "weniger": weniger Einkommen, weniger Bildung, weniger Einfluss auf gesellschaftliche Entscheidungsfindungsprozesse.
Das sind doch aber keine Abwertungen.
Deswegen ist doch der Einzelne nicht weniger wert.
Das mögen manche so sehen. Ich nicht.
VanDusen
schrieb:
Tröstlich ist, dass die Zugehörigkeit zu einer Schicht kein statischer Zustand ist bzw. sein muss.
Also gehst du doch auch von Schichten aus ?
Und wertest Zugehörige einer Unterschicht ab ?


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25.07.2020 um 15:20
Gerlind
schrieb:
lso gehst du doch auch von Schichten aus ?
Im Sinne eines "Mehr" oder "Weniger" bei der Verteilung von Ressourcen wie Einkommen oder Bildung, ja. Ob man nun von Schichten oder von Gruppen oder was auch immer spricht, solange es eine ungleichmäßige Verteilung solcher Ressourcen gibt, ist es in manchen Kontexten sinnvoll, mit Kategorien hinsichtlich ihrer Verteilung zu arbeiten.
Gerlind
schrieb:
Und wertest Zugehörige einer Unterschicht ab ?
Ich schrieb doch gerade erst von meinem Freund seit Kindertagen. Wo ist da die Abwertung?


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