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Was ist eure Motivationsgrundlage?

88 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben

Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 15:21
VanDusen
schrieb:
Ich schrieb doch gerade erst von meinem Freund seit Kindertagen. Wo ist da die Abwertung?
ich hatte dich gefragt, ob du sie abwertest oder nicht.


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Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 15:25
Gerlind
schrieb:
ich hatte dich gefragt, ob du sie abwertest oder nicht.
Die Frage verstehe ich nicht. Wieso hätte ich freiwillig meine Jugend mit ihm und etlichen gemeinsamen Freunden aus derselben Schicht verbringen sollen, wenn ich eine abwertende Einstellung gegenüber dieser Schicht hätte?


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Was ist eure Motivationsgrundlage?

25.07.2020 um 15:28
VanDusen
schrieb:
Die Frage verstehe ich nicht. Wieso hätte ich freiwillig meine Jugend mit ihm und etlichen gemeinsamen Freunden aus derselben Schicht verbringen sollen, wenn ich eine abwertende Einstellung gegenüber dieser Schicht hätte?
Ich fragte, weil ich es wissen wollte.
ich gehe jetzt davon aus, dass du sie nicht abwertest.
Dann sind wir uns ja einig: es gibt Schichten und Zuordnungen dazu sind nicht universll gesehen Abwertungen.

Bitte lass uns das Thema hier beenden. Denn es ist nicht Thema. Ich hatte es aus einer Impulsivität heraus thematisiert. Schuldig.

@all
ich werde versuchen, zur Verkehrtthematisierung hier im Thema nichts mehr zu sagen.
Es nimmt zuviel Raum ein.
Das ist mir peinlich.


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26.07.2020 um 12:24
rhapsody3004
schrieb:
Vielleicht sollten die Menschen endlich mal die Motivation erlangen solche herabwürdigen Begrifflichkeiten wie Unterschicht nicht mehr zu verwenden
Man kann nun wieder den Tanz um die Begrifflichkeiten aufführen. Aber wozu? Um ein Wort zu meiden?
Dann nenn es halt bildungsferne Bevölkerungsgruppe mit knappen Ressourcen, wenn dir dabei wohler zumute ist.

Eine Andersbenennung ändert indes nichts an dem Benannten selbst. Nicht mal im sozialromantischen Sinne.


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26.07.2020 um 16:16
@Gerlind
Man könnte die Leute, die unten sind, ja mal selbst fragen, wie sie es dort so finden. Gut oder weniger gut. Bin mir relativ sicher, dass ein Großteil lieber oben wäre. Was auch immer oben für sie bedeutet.

Ich denke schon, dass man da durchaus eine Wertung drin sehen kann. Wenn auch nicht muss. Hängt vom Betrachter ab.


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26.07.2020 um 16:17
@weißichnixvon

Meine Bewertung: es ist die absolute Hölle. Es ist schlimmer als der Tod. Wobei man meine Sichtweise nicht verallgemeinern kann. Es ist eine Stimme von vielen. Viele können sich einen Mißstand schönreden, ich nicht.

Oben = Handlungsfreiheit. Auch, nicht nur, durch gepflegte Finanzen.


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27.07.2020 um 17:41
@rhapsody3004

Das Antworten fällt schwer?
Ich hätte schon gern gewusst, weshalb du der Meinung bist, dass die untere Schicht einer Gesellschaft nicht als Unterschicht benannt werden sollte. Wegen dem Wort "unter" im Kompositum? Das stört? Wie sollte man dies ansonsten ausdrücken? Geht es um reine Formulierungen? Das wäre arg vordergründig.

Die Sozialstruktur einer Gesellschaft zu differenzieren, was auch sprachlichen Niederschlag findet, ist Grundlage der Sozialwissenschaften, wie auch der Schichtbegriff ein feststehender der Soziologie ist. Dies sei dir gesagt, falls du bislang nicht Muße, Zeit oder Interesse hattest, dich mit entsprechenden Schriften, Studien etc. sozialwissenschaftlicher Art zu befassen.

Menschen, die nicht im wirtschaftlichen Eldorado, sondern ganz am anderen Ende der Skala anzusiedeln sind und die mitten drin in sozialen Missständen und bildungsmäßigen Kalamitäten leben, sind einzuordnen, und zwar "unten" - nicht in der Mitte, nicht "oben".


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27.07.2020 um 23:40
Gut, keine Ahnung, wie und warum er das so sieht wie er's sieht, aber Leute, die ein Drecksleben auszuhalten haben, reagieren auf Etiketten, die entwertend interpretiert werden können, nicht zwangsläufig immer neutral. Da kann der allgemein gehaltene Begriff "Unterschicht" durchaus respektlos wirken. Hat was damit zu tun, daß Leute mit Minderwertigkeitsgefühlen u. U. ein dünnes Fell haben, weil lange durchgescheuert.


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28.07.2020 um 08:57
FlamingO
schrieb:
Ich hätte schon gern gewusst, weshalb du der Meinung bist, dass die untere Schicht einer Gesellschaft nicht als Unterschicht benannt werden sollte. Wegen dem Wort "unter" im Kompositum? Das stört? Wie sollte man dies ansonsten ausdrücken? Geht es um reine Formulierungen? Das wäre arg vordergründig.
Hatte ich doch schon auf den letzten Seiten mehr oder weniger erklärt.

Aber nochmal ganz kurz: Das Wort Unterschicht stellt im allgemeinen Sprachgebrauch eine Abwertung dar, um gewisse Menschen ganz besonders schlecht mit weniger Wert darzustellen.
Und persönlich muss ich dabei auch immer an Morlocks und Elois denken.

Meinetwegen nennt wir es wollt, ich auf jeden Fall versuche so gut es geht das Wort Unterschicht zu vermeiden.

Genug Alternativen gibt es ja. Bildungsfernere Menschen innerhalb ein- und derselben Gesellschaft. Geringverdiener innerhalb ein- und der selben Gesellschaft, wobei diese nicht automatisch bildungsfern sein müssen, sondern sie sich einen Job vielleicht nicht wegen gesellschaftlicher Anerkennung und dem Lohn ausgesucht haben, sondern aus reinem Interesse an der Thematik und Freude an der praktischen Ausführung, egal wie hart (physisch+mental) die Arbeit und schlecht bzw. niedrig die Bezahlung auch ist.

Wir sind eine Gesellschaft, die voneinander abhängig ist. Für mich gibt es keine Unter- und Oberschicht. Zudem leben wir alle auf der gleichen Ebene bzw. Oberfläche.


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28.07.2020 um 09:52
FlamingO
schrieb:
Menschen, die nicht im wirtschaftlichen Eldorado, sondern ganz am anderen Ende der Skala anzusiedeln sind und die mitten drin in sozialen Missständen und bildungsmäßigen Kalamitäten leben, sind einzuordnen, und zwar "unten" - nicht in der Mitte, nicht "oben".
Das nannte man früher "Proletariat" - inzwischen nur mehr zum Schimpfwort geworden. Es ist nun vom "neuen Proletariat" bzw. der "neuen Unterschicht" die Rede - der Unterschied wird u. a. an der veränderten Arbeitswelt festgemacht und daran, dass dieser "Zustand" über Generationen hinaus anhalten kann.

Artikel aus 2012 zur Dienstleistungsbranche:
https://www.spiegel.de/karriere/dienstleistungsjobs-soziologen-sprechen-vom-neuen-proletariat-a-851178.html

Der Begriff "Prekariat" lehnt daran an:
https://m.bpb.de/apuz/31024/prekaritaet-und-prekariat-signalwoerter-neuer-sozialer-ungleichheiten
Thaddeus
schrieb:
Leute, die ein Drecksleben auszuhalten haben, reagieren auf Etiketten, die entwertend interpretiert werden können, nicht zwangsläufig immer neutral. Da kann der allgemein gehaltene Begriff "Unterschicht" durchaus respektlos wirken. Hat was damit zu tun, daß Leute mit Minderwertigkeitsgefühlen u. U. ein dünnes Fell haben, weil lange durchgescheuert.
Interessant auch, wie die Presse da aufs Meinungsbild Einfluß nimmt: https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Unterschicht#Die_neue_Unterschicht_in_der_öffentlichen_Meinung
rhapsody3004
schrieb:
Das Wort Unterschicht stellt im allgemeinen Sprachgebrauch eine Abwertung dar, um gewisse Menschen ganz besonders schlecht mit weniger Wert darzustellen.
"Unterschicht" kann also als derb empfunden werden - hier bestimmt vor allem der Kontext die Bedeutung -, ist aber in erster Linie kein Schimpfwort oder eine Abwertung von Gruppen oder gar Einzelnen. Natürlich leben wir alle auf einer Erde - aber halt unter sehr unterschiedlichen Bedingungen.

Bleibt nur zu fragen:
FlamingO
schrieb:
Man kann nun wieder den Tanz um die Begrifflichkeiten aufführen. Aber wozu?
Denn:
rhapsody3004
schrieb:
Genug Alternativen gibt es ja. Bildungsfernere Menschen
FlamingO
schrieb am 24.07.2020:
Aus der Unterschicht, der bildungsfernen Schicht stammend
Liegt's ernsthaft am "-re"?


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28.07.2020 um 09:58
Geringverdiener finde ich ganz ansprechend. Aber ich denke, es kommt auch drauf an, welchen Aspekt man hervorheben möchte. Unterschicht kann eben für vieles verwendet werden, Bildung, Einkommen, Intelligenzgrad. Ist ein unscharfer Begriff. Es hat auch sowas Endgültiges.

Die Gruppe der Geringverdiener zu verlassen erscheint einfacher als der "Unterschicht" zu entfliehen.


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28.07.2020 um 10:00
Thaddeus
schrieb:
Die Gruppe der Geringverdiener zu verlassen erscheint einfacher als der "Unterschicht" zu entfliehen.
Warum?
Was definiert für dich die Unterschicht?


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28.07.2020 um 10:06
Bislang hatte ich noch keinen Grund, das konkret zu definieren, weil ich nur mit einzelnen Menschen zu tun habe, nicht mit Gesellschaftsgruppen. Aber Unterschicht hat sowas Reingeborenes im Klang, das gefühlt auswegloser klingt. Es klingt wie ein inhärenter Mangel. Nicht bloß eine Situation.

Ich bin zum Beispiel nicht ganz dumm und weiß auch ein bissl was, bin aber bettelarm aus anderen Gründen. Der Begriff Unterschicht würde mich beißen. Geringverdiener ist hingegen ein bedauerlicher, kotziger Fakt. Den ich mit etwas Unterstützung schon lange abgestellt hätte.

Ist ein bissl wie die Pfandsammler. Das hab ich zwar auch schon mal gemacht, wenn ich mir aber so ansehe, wie wach die Gesichter der anderen Sammler sind, dann will ich mich von der Gruppe soweit abgrenzen, daß ich am Südpol lande. Ich schäme mich nicht der Tätigkeit, die unter meinen Fähigkeiten ist, ich schäme mich der Zugehörigkeit.

Ich hab's nicht so mit scharfen Definitionen. Man kann halt in Unterschicht mehr reindeuten. Und so ein Spielraum wird nicht immer konstruktiv aufgefüllt.


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28.07.2020 um 10:12
@Thaddeus
Na ja, wenn du sagst es sein schwieriger der Kategorie Unterschicht zu entrinnen, dann musst du den Begriff doch mit Inhalten füllen können. Es geht sich hier ja nicht um eine Definition für Wikipedia sondern nur um deine ganz persönliche Ansicht.


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28.07.2020 um 10:14
Hm, als hätte ich den letzten Post nicht geschrieben. Ignorier's halt einfach und wir haben Ruh. Geht ja auch eigentlich um Motivationsgrundlagen und nicht um Unterschichtdefinitionen. Komplettes Seitenthema mit begrenztem Bezug.

Ich glaub, ich les mir nochmal den Eingangspost durch.

Geht scheinbar eher um psychologische Grundlagenthemen.


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28.07.2020 um 10:21
Thaddeus
schrieb:
Hm, als hätte ich den letzten Post nicht geschrieben.
Den habe ich gelesen.
Beantwortet aber nicht die gestellte Frage.
Thaddeus
schrieb:
Ignorier's halt einfach und wir haben Ruh.
OK.
Aber warum postest du Aussagen, die du auf Nachfragen noch nicht einmal mit Inhalten füllen kannst?
Egal. Ich ignorier auch das und du hast wieder deine Ruh.


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28.07.2020 um 10:23
Von mir aus. Ich halt mich raus und Du hast Recht. Folgenlose Selbstbefriedigung Ende. Jetzt weiß ich wieder, warum ich Fragen gern direkt per PN beantworte. Bitte retourkutschen Sie jetzt:


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28.07.2020 um 10:27
Thaddeus
schrieb:
Wenn das nicht reicht, bastel halt selbst was dazu.
Es ging sich doch um deine Sicht der Dinge und warum du sagst dass der Unterschicht schwieriger zu entkommen ist als dem Geringverdienen.
Und jetzt soll ich mir was dazubasteln?
Echt jetzt?
Das das hier keinen Sinn machen kann sollte dir aufgehen. Zumindest dann, wenn die mal kurz die Lust zum Nachdenken packt.

Ich bin aber hier raus, das war ganz klar verschenkte Zeit.^^


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28.07.2020 um 11:23
rhapsody3004
schrieb:
Das Wort Unterschicht stellt im allgemeinen Sprachgebrauch eine Abwertung dar
Und welches Wort, das diese Bevölkerungsgruppe beschreibt, tut das nicht? Da ist doch jedwede Bezeichnung naturgemäß negativ konnotiert - was schlichtweg an dem Bezeichneten selbst liegt.
Unterm Strich ist es doch letztlich wumpe, ob man es Proletariat nennt, Prekariat, minderbegünstigtes Milieu oder von der upper class entfernt etc.

Es ist zudem abwegig, anzunehmen, man* hätte den Begriff Unterschicht ersonnen,
rhapsody3004
schrieb:
um gewisse Menschen ganz besonders schlecht mit weniger Wert darzustellen.
Die Wertigkeit von Menschen steht überhaupt nicht zur Rede; jeder Mensch hat den gleichen Wert.
Du bist es doch erst, der sozialwissenschaftliche Kategorien abschätzig tüncht, indem eine Gruppierung negativ attributiert wird. Für mich ist es eine wirtschaftlich-soziale Zuordnung, begriffsunabhängig.

*Wer? Bonzen? Gut Situierte?
rhapsody3004
schrieb:
Für mich gibt es keine Unter- und Oberschicht.
Und wovon träumst du nachts? ^^ Weitere Utopien?
rhapsody3004
schrieb:
Zudem leben wir alle auf der gleichen Ebene
Nein.
sooma
schrieb:
Es ist nun vom "neuen Proletariat" bzw. der "neuen Unterschicht" die Rede
Richtig, das hatte ich auch gelesen, und danke für die Links, interessant.


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28.07.2020 um 12:51
@rhapsody3004

Verstehe dein Problem mit dem Begriff jetzt auch nicht. Hatte ich schon in der Schule im Fach Sozialkunde. Da gab es so eine Einteilung. Untere Unterschicht, mittlere Unterschicht, obere Unterschicht. Gefolgt von untere Mittelschicht, mittlere Mittelschicht, obere Mittelschicht. Usw.

Ich gehe natürlich mit dir konform, das jemand der aus der Unterschicht kommt nicht gleich ein schlechterer, dümmerer Mensch ist. Und wie du schon sagtest, jeder ist in der Gesellschaft wichtig. Egal ob Putzfrau oder Manager. Das ist jetzt nun zwar eine weite Spanne, aber jeder der einer Arbeit nachgeht, trägt zum bestehen einer Gesellschaft bei.

Was mich noch viel mehr nervt, sind die Leute, die bestimmte Fernsehsender als Unterschichten Fernsehen bezeichnen. Am beliebtesten RTL2. Dass aber da oftmals (wenn auch nur nachts, ok. spät nachts) geile Serien und Filme ohne Werbung laufen, wird geflissentlich übersehen.

So und jetzt hab ich glaub ich den Faden zum Thread verloren. :D Meine Motivationsgrundlage ist wieder ganz gesund zu werden und wieder arbeiten zu können. Ich arbeite daran.


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