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Auswirkungen des Lockdowns

172 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Corona, Folgen, Lockdown ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Auswirkungen des Lockdowns

20.02.2021 um 09:49
Zunächst hoffe ich, das Thema soll und will eine breite Masse ansprechen und verschiedene Aspekte beleuchten - anstatt ein Wettbewerb zu sein wer am meisten leidet. Insofern fand ich es sehr schade, dass vanDusen gleich so angegangen wurde.

Dies vorausgestellt: Für mich unterteile ich die Auswirkungen gedanklich in meine rein egoistische Sichtweise, und in das was ich in meinem Umfeld beobachte, was mich natürlich auch beschäftigt.

Rein auf mich bezogen hat der Lockdown eine Menge Lebensqualität genommen (ich zähle jetzt mal die Reisebeschränkungen dazu und die Kombination mit den Lockdowns in allen anderen Ländern), weil ich in einer binationalen Beziehung lebe. Das Konzept war eigentlich für uns beide großartig und sollte auch erstmal nicht geändert werden. Wir konnten viel reisen, haben berufliche und private Trips kombiniert und waren glücklich wie es war. Seit den Coronamaßnahmen ist es ein ständiges Beobachten der weltweiten Reiseregeln, um möglichst Länder zu finden in die wir beide noch kommen, ohne auf der Rückreise jeweils in Quarantäne zu müssen. Zwei oder mehr Wochen weggesperrt zu werden geht für uns beide beruflich nicht.

Vom Job her sind die beruflichen Reisen beinahe komplett weggefallen. Letztes Jahr hat die Firma in einem kurzen Zeitfenster noch mit privaten Flügen was reißen können, aber inzwischen bin ich nur noch national unterwegs. Da ich in meiner Funktion auch für Werke im Ausland zuständig bin, und dort meine Teams nicht mehr sehe, ist das alles sehr schade. Wir alle meinen können, dass Videokonferenzen den persönlichen Kontakt wettmachen können, kann ich nicht ganz nachvollziehen. In meinem Bereich kann nichts das abendliche Essen und den halbprivaten Rahmen dabei ersetzen, wo man viel mehr Nähe und Vertrauen aufbauen konnte als über einen Bildschirm.

Familie kann ich weiter normal sehen, Freunde habe ich leider auch viele im Ausland - das pausiert im Moment gefühlt einfach.

Verluste gab es in meinem Umfeld keine, Erkrankungen ja, auch bei älteren, aber Gott sei Dank hatten alle milde Verläufe.

Selber Angst vor einer Ansteckung habe ich nicht aus gesundheitlicher Sicht, versuche aber alles zu vermeiden, auch weil manche Länder für Ex-Infizierte noch strengere Reisebeschränkungen haben als für Gesunde (was ich nicht logisch finde, ist aber nunmal so).

Dann auf das Umfeld bezogen: Da kenne ich einige Kleinunternehmer, die sehr verzweifelt sind, ebenso alte Menschen, die ihre Familie nicht mehr sehen durften und darunter sehr gelitten haben. Die Regeln für Besuchsverbote von Schwerkranken oder auch die Verbote für Teilnahmen an Beerdigungen haben mich massiv wütend gemacht, weil ich mitbekommen habe welche elementaren Bedürfnisse da für die Leute beschnitten wurden. Ich bin immer noch der Meinung, dass man andere schützen sollte - aber auch jeder einen freien Willen hat. Wenn zehn Familienmitglieder auf eine Beerdigung gehen wollen, sollte man das nicht auf 5 beschränken. Es sind ja alle freiwillig dort.

Übergeordnet habe ich zwei große Erkenntnisse für mich in der Zeit gezogen. Zum einen stören mich die vielen feindseligen Debatten massiv, die es vor dem Lockdown nicht gab, weil es keinen Grund gab sie zu führen. Dass Menschen von anderen Menschen verlangen, aus Solidarität auf ihre Grundrechte zu verzichten (Thema "Impfprivilegien"), dass es Menschen gibt, die ihre gewonnene Freizeit im Lockdown dazu nutzen, andere zu bespitzeln und zu verpetzen, oder auch dass die Regierung eine dermaßen peinliche Vorstellung liefert... In der Krise zeigt sich der Charakter, und ich habe im Lockdown erstmals angefangen, in Frage zu stellen ob ich in dem Land hier richtig bin und in dieser Mentalität. So schnell werde ich das auch nach Corona nicht ändern, da ich vieles hier aufgebaut habe das ich nicht einfach so in den Wind blasen kann und möchte. Aber ich mache mir nunmehr schon Gedanken, bis zu welchem Alter ich noch hier in DE, vielleicht sogar in Europa, bleiben will.

Die allergrößten Sorgen aber macht mit, auf mein Umfeld bezogen, dass ich in letzter Zeit beobachte dass die Leistungen der Menschen in allen Bereichen absinken. Ob das psychisch bedingt ist, oder wegen der fehlenden Förderung die ein normales gesellschaftliches Leben nun mal mit sich bringt - keine Ahnung. Aber egal wo ich mit Menschen zu tun habe, fallen mir vermehrt Fehlleistungen auf. Echte Fehler, die gemacht werden, nachlassende Professionalität, nachlassende Kommunikationsfähigkeiten - auch bei mir selbst fällt mir auf, dass nur als Beispiel mein Wortschatz mit den reduzierten Kontakten sehr schnell nachgelassen hat, und ich habe wirklich etwas Angst, im Lockdown geistig abzubauen und das im Anschluss nicht mehr nachholen zu können.


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20.02.2021 um 10:07
Ich stimme Dir in vielen Punkten zu und deine Standpunkte kann ich verstehen und nachvollziehen, aber:
Zitat von XAEXAE schrieb:Wenn zehn Familienmitglieder auf eine Beerdigung gehen wollen, sollte man das nicht auf 5 beschränken. Es sind ja alle freiwillig dort.
Das ist genau der Grund, warum die Pandemie nicht aufhört. Man denkt einfach, die Regeln sind für andere da.

Gleiches Bild im Strassenverkehr: Schilder mit Ge- und Verboten stellen nur Handlungsoptionen dar. Wenn dann ein Bussgeld kommt, wird über Ausbeutung gejammert.

Über die Vor- und Nachteile von Maßnahmen sollte man natürlich ausgiebig diskutieren. Wenn Sie aber existieren, sollte man nicht noch anfangen, alles wieder in den Lokus zu schmeissen. Regeln sind Regeln:


Youtube: ÜBERTRETEN
ÜBERTRETEN



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20.02.2021 um 11:08
@XAE

Ich kann vieles, was D schreibst, völlig nachvollziehen.

Ich denke auch, die Folgen werden uns und als ein Beispiel unsere Arbeitswelt schrecklich lange begleiten. Ich denke auch, dass Teams mehr und mehr auseinanderfallen. Persönlicher Kontakt ist einfach nicht ewig ersetzbar. Das ist bedauerlich. Und ich habe auch beobachtet, dass viele jetzt alles Mögliche hinter Corona verstecken, nach dem Motto: Kommste heute nicht, kommste morgen.

Das betrifft ja auch alle Schulkinder. Die lernen jetzt auch ein Leben kennen, für das Kinder noch gar nicht so eine Langzeitdisziplin aufbringen können. Nach Corona wird es dann die Kinder geben, mit Eltern, die sich gut kümmern (können) und die Kinder, die mehr oder weniger sich selbst überlassen waren. Wie beschissen war es auch, 2020 Abi zu machen, keine Party, alles Ausnahmezustand. Und dann fängt man ein Studium an, hat aber ein halbes Jahr später noch keinen Hörsaal von innen gesehen. Die tun mir leid.

Viele Läden und Firmen werden es nicht schaffen. Die großen kommen irgendwie durch, können ja auch ihre Ansprüche auf Ausgleichszahlungen viel besser durchsetzen. Ein Konzern, der schon 80 angestellte Anwälte hat, wird seine Interessen doch viel besser beim Staat durchsetzen können als der Familienbetrieb 'Brömmelkamp und Sohn'.

Das zeigte sich ja schon früher deutlich genug, wenn man daran denkt, wie nahezu unbeschadet VW aus dem Abgasskandal kam. Wenn die noch etwas hartnäckiger gewesen wären, hätten sie noch Entschädigungen von den Käufern bekommen. Wenn Schreinermeister Brömmelkamp die Anrichte aber nicht wie angekündigt aus Teak macht, sondern aus auf Teak gequälter Fichte, dann muss der die ganze Anrichte zurücknehmen.

Mein persönliches Mitleid haben die menschen, die ziemlich alleine sind, die sind nämlich jetzt noch sehr viel mehr alleine. Das muss wesentlich schwerer wiegen als für Paare und Familien. Es wird auch nicht für alle Paare einfach sein, wenn Mama und Papa ganztags ante portas zB im Home Office sind. Wenn das Home zum office dann so klein ist, dass man sich nicht mal aus dem Weg gehen kann, watt ne Scheisse.

In einer Sache bin ich Dir sozusagen voraus. Die Entscheidung, ob wir dauerhaft in Europa bleiben werden, haben wir unter uns schon abschlägig beschieden. Es gibt andere Teile der Welt, die nicht einfach besser sind, aber eine ganz eigene, oft ursprünglichere Lebensqualität bieten können.


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20.02.2021 um 14:00
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:In einer Sache bin ich Dir sozusagen voraus. Die Entscheidung, ob wir dauerhaft in Europa bleiben werden, haben wir unter uns schon abschlägig beschieden. Es gibt andere Teile der Welt, die nicht einfach besser sind, aber eine ganz eigene, oft ursprünglichere Lebensqualität bieten können.
Darf ich fragen, welche Länder du da ins Auge fasst? Aktuell kämpfen gerade alle Länder mehr oder weniger mit den Folgen der Pandemie - China mal ausgenommen, aber ich denke, das Reich der Mitte meintest du nicht.


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20.02.2021 um 14:04
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Viele Läden und Firmen werden es nicht schaffen. Die großen kommen irgendwie durch, können ja auch ihre Ansprüche auf Ausgleichszahlungen viel besser durchsetzen. Ein Konzern, der schon 80 angestellte Anwälte hat, wird seine Interessen doch viel besser beim Staat durchsetzen können als der Familienbetrieb 'Brömmelkamp und Sohn'.
@sacredheart
um das ganze mal auf tragigkomische Art aufzulockern empfehle ich folgenden Artikel

https://www.bild.de/sparfochs/2021/sparfochs/koechin-ist-stinksauer-6-euro-staatshilfe-was-haben-sie-bisher-erhalten-75462438.bild.html


und ja, das ist zum Lachen und zum Weinen.

ich kann dem traurigen Beitrag der Berliner Köchin nur zustimmen. ( seit November im shut down. dieselbe Bank , der gleiche Zinnober)

wir sind jetzt im 4. Monat in Wartedauerschleife und haben zwar etwas mehr, als die Dame im Beitrag als Abschlag erhalten. Aber so minimal , dass wir erstmalig hoch verschuldet sind.

Mit den besten Grüssen an Herrn Altmeier him self . Dem ich die 6!!!!! € Abschlag in Bar persönlich ins Büro zurückgeben würde . 6€ ... reicht zumindest für ein Berliner Bus Ticket plus Maske plus Blume für den Herrn Minister.


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20.02.2021 um 17:25
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:und ja, das ist zum Lachen und zum Weinen.
Unfassbar! Wie kommen die denn auf 6 Euro, das sind von 1200 Euro 0,5 %? Ein Abschlag hat doch normalerweise schon annähernd die Höhe von dem, was man zu erwarten hat.
Ich erinnere mich, dass ich mal einen Abschlag von 1500 DM erhielt, als ich neu angefangen hatte. Die Abrechnung war dann später irgendwas über 1700 DM, also den Hauptanteil hatte man mir schon überwiesen. Im Fall der Köchin hätte ich als realistische Größe mal mindestens 75% der tatsächlichen Summe erwartet.


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23.02.2021 um 11:07
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:
In einer Sache bin ich Dir sozusagen voraus. Die Entscheidung, ob wir dauerhaft in Europa bleiben werden, haben wir unter uns schon abschlägig beschieden. Es gibt andere Teile der Welt, die nicht einfach besser sind, aber eine ganz eigene, oft ursprünglichere Lebensqualität bieten können.

Darf ich fragen, welche Länder du da ins Auge fasst? Aktuell kämpfen gerade alle Länder mehr oder weniger mit den Folgen der Pandemie - China mal ausgenommen, aber ich denke, das Reich der Mitte meintest du nicht.
@SvenLE

Ich weiss, die Antwort kommt spät, aber ich habe ein paar Tage offline verbracht. Es wird Peru werden, das hat aber familiäre Gründe und einfach, weil es ein wundervolles Land ist. Das hat auch nichts mit Corona zu tun. Den Plan haben wir schon wesentlich länger.
Als Gedankenanstoß: Praktisch alle Klimazonen und alle Arten von Umwelt vorhanden, höchste Biodiversizität in der Avifauna, die vielleicht beste Küche der Welt, vom Sicherheitsaspekt her das Paderborn Südamerikas, sehr freundliche Menschen, angenehmes Klima.


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23.02.2021 um 11:25
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das hat auch nichts mit Corona zu tun.
das wäre auch irgendwie komisch.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Praktisch alle Klimazonen und alle Arten von Umwelt vorhanden, höchste Biodiversizität in der Avifauna, die vielleicht beste Küche der Welt, vom Sicherheitsaspekt her das Paderborn Südamerikas, sehr freundliche Menschen, angenehmes Klima.
und Armut, Armut, Armut.


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23.02.2021 um 11:29
@Tussinelda

Wie oft warst Du in den letzten Jahren in Peru? Zunächst mal hat Peru in den letzten 30 Jahren weitgehend das Thema Hunger hinter sich gelassen. Das war eine große Leistung. Die Beschulung auch der Kinder in den Anden ist deutlich besser geworden. Weiterhin weist das Land in den letzten Jahren ein durchgehend großes Wirtschaftswachstum auf. Das Land ist noch lange nicht perfekt, aber schon sehr lange auf einem sehr guten Weg. Und vom Sicherheitsaspekt: Ich laufe nachts lieber durch Lima als durch Gelsenkirchen. Ach ja, im Gegensatz zu den USA haben sie auch ein flächendeckendes Gesundheitssystem auf den Weg gebracht, auch wenn es noch nicht dicht genug ist, mit der aktuellen Lage ganz gut umzugehen.

Und es sind auch die vielen privaten Kontakte, die mitgeholfen haben, dass sich Dinge dort zum Bessern verändert haben.


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23.02.2021 um 11:38
@sacredheart
Peru ist durch die Corona-Pandemie in die "schlimmste Krise seit über 100 Jahren" gestürzt und bekommt diese trotz anhaltend strenger Gegenmaßnahmen nicht in den Griff. So schildert ein in einer Vorstadt von Lima tätiger Priester die Situation in dem südamerikanischen Land. Und nennt Gründe.
Quelle: https://www.blickpunkt-lateinamerika.de/artikel/peru-solidaritaet-aus-deutschland-in-der-corona-krise/
oder was Kinder betrifft:
Kinder in Peru
Die Verwirklichung der Kinderrechte in Peru
Quelle: https://www.humanium.org/de/peru/


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23.02.2021 um 12:07
@Tussinelda

Damit willst DU mir jetzt was sagen?

Tatsächlich hat Corona das Land ganz besonders hart getroffen. Zum einen gab es schon zu Anfang sehr viele Infektionen trotz frühzeitiger Maßnahmen. Die Impfstoffbeschaffung ist ebenfalls sehr verzögert. Intensivbetten sind mangelware. Das ist so. Aber wir hoffen ja alle, dass die Pandemie nicht ewig anhält.

Bezüglich Kinderrechten gibt es durchaus noch Nachholbedarf. Aber neben Dingen, die noch zu tun bleiben, darf man nicht die Dinge vergessen, die schon erreicht wurden, nämlich dass auch die Kinder in Andendörfern nicht mehr hungern, dass die Allermeisten mittlerweile adäquat beschult werden. Sogar in Andendörfern, die wir kennen, gibt es Distanzunterricht auf Tablets, die der Staat bezahlt hat. Da ist einfach sehr viel erreicht worden. Auch in der Gesundheitsversorgung ist schon sehr viel erreicht worden.

Ein Problem für Kinder ärmerer Familien in den Anden stellt immer noch angemessene Winterkleidung dar. Da gibt es mittlerweile staatliche Projekte und auch viele private Projekte. Das macht auch durchaus Freude, zu sehen, dass man Menschen helfen kann.

Corona muss man jetzt mal ausklammern, aber wichtig erscheint mir vor Allem, dass Dinge eben in die richtige Richtung gehen und nicht in die Falsche. Das kann man auch vielleicht einfacher erleben, als irgendwo nachlesen.
Die grundlagen für eine wieder gute Entwicklung stehen jedenfalls: Praktisch niemand hungert noch in Peru. Die Sicherheitslage ist weiterhin gut. Der Linksterrorismus des Goldenen Pfades ist vorbei. Die Infrastruktur incl Schulen hat sich spürbar verbessert.


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23.02.2021 um 12:14
@sacredheart
eigentlich wollte ich nur das aufzeigen:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das wäre auch irgendwie komisch.
also wenn man wegen Corona nach Peru wollte und
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Armut, Armut, Armut.
dass es die eben auch gibt. Und Du diese Aspekte vernachlässigt hattest.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Praktisch alle Klimazonen und alle Arten von Umwelt vorhanden, höchste Biodiversizität in der Avifauna, die vielleicht beste Küche der Welt, vom Sicherheitsaspekt her das Paderborn Südamerikas, sehr freundliche Menschen, angenehmes Klima.
das war alles. Mehr nicht.


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23.02.2021 um 20:51
Ich sehe einfach mit voranschreitender Zeit, dass soziale Kohärenz (zu sperrig? Innerer Frieden) leidet und die Leute auch abstrakt und je nach Nachrichtenlage bzw. Skandalmeldung auch, ja, wie formuliere ich das, vom "Glauben" abfallen.

Das meine ich eher wertfrei bzw. feststellend, wenn man sich manche Personengruppen und Akteure anschaut und wie so der Zuspruch ist. Oder mal anders: Man muss sich nicht mehr zwingend im Netz oder örtlich weit umschauen, um kritische Gegenstimmen zu hören die einem unterschiedlichen Spektrum angehören:

Von durchdacht wirkender Kritik auf gewisse Bereiche oder Maßnahmen bzw. politischen Umgang bezogen bis hin zur tiefsten Verschwörungsgruppe, alles dabei. Mein Eindruck ist aber, dass es zunimmt, hier wie da.

Das ist irgendwo auch nachvollziehbar, umso mehr Menschen negativ / länger davon betroffen sind. Gerade jene die in der Existenz bedroht sind und politisches Handeln als Ursache ausmachen.

Ich will hier keinen Teufel an die Wand malen und denke, dass wir das gesamtgesellschaftlich schon irgendwie durchstehen, aber dennoch sehe ich ein wenig pessimistisch unruhigen Zeiten entgegen. Gerade dann, wenn wirtschaftliche Langzeitfolgen mit Wucht eintreffen sollten - wobei man das branchentechnisch ja schon absehen kann, denke ich.

Wenn das in absehbarer Zeit (ein Jahr? Mehr?) vorbei ist wird es sicherlich viel Erleichterung geben, aber auch viele "Narben" in der Gesellschaft. Und gerade jenen die auf der Straße bzw. in der Erwerbslosigkeit ohne Alternative landeten wird die Sonne wohl nicht aus dem Arsch scheinen.

Schon eine Zwickmühle: Ob man nun restriktive oder lasche bis gar keine Maßnahmen umsetzt, Existenzen sind immer in variabler Weise bedroht, ob gesundheitlich oder wirtschaftlich/sozial.


Ich hoffe einfach, dass wir da als Gesellschaft gut durchkommen.




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