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Insekten: eine echte Alternative?

47 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Essen, Klima, Lebensmittel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Insekten: eine echte Alternative?

14.09.2021 um 16:10
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Ich glaube daher nicht, dass Insekten irgendein Problem wirklich lösen können.
Das ist aber letztlich eine idealisierte Sichtweise.
Klar könnte man die Sache auch anders lösen - aber unter realen Rahmenbedingungen spielen Gewohnheiten nun auch eine Rolle. Wenn das Hühnchen 20 EUR kostet und es geschmacklich keine hinreichend ähnliche Alternative gibt, ist das nur schwer kurzfristig umzusetzen.


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Insekten: eine echte Alternative?

14.09.2021 um 17:41
@Abahatschi

Vielen Dank für die vielen Fotos und Erklärungen!

Die Skorpione muss ich mal versuchen wenn man wieder vernünftig reisen kann.


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Insekten: eine echte Alternative?

14.09.2021 um 17:42
@kleinundgrün

Das meine ich ja. Wenn ich vor der Wahl stehe:
A) Mehrmals die Woche reichlich Insektenproteine
oder
B) Überwiegend pflanzliche Proteine und ab und zu Fleisch von den uns bekannten Zuchttieren (gerade genug, so dass ich keine Mangelernährung habe)

dann wähle ich ganz klar B)
Gibt ja schon heute genug Vegetarier und Veganer, die ganz gut über die Runden kommen. Wenn man diese Ernährung punktuell mit Fleisch ergänzt, dann wird es wohl keine Mangelerscheinungen geben.

Sollte es nicht mehr möglich sein, so eine Grundversorgung mit den gängigen Zucht(wirbel)tieren zu gewährleisten, dann sind wohl so viele Menschen zu versorgen, dass deren Ressourcenverbrauch in allen Bereichen zu viel sein wird. Menschen wollen ja nicht nur essen.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 09:16
@Abahatschi

Also die Heuschrecken sehen wirklich gar nicht eklig aus, ist ja kein richtiger Unterschied zu einer Garnele mMn. Würd ich auf jeden Fall probieren, mit schärfer Sauce.
Mehlwürmer auch, aber die Hundertfüssler eher nicht wenn die ganzen Beine noch dran sind.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 13:13
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:Gibt ja schon heute genug Vegetarier und Veganer, die ganz gut über die Runden kommen.
Natürlich. Wobei man aber auch sagen muss, dass man sich - wenn man sich vegan ernährt - auch mit der Ernährung beschäftigen muss, um Mangelernährung zu vermeiden. Die Kombination mit tierischen Produkten ist da einfacher.
Aber klar, generell viel weniger tierische Produkte zu konsumieren ist sicherlich die beste Variante.

Ich würde Insekten schon als eine gute Ergänzung für die tierische Nahrungskomponente sehen. Warum auch nicht.
Ist aber natürlich Geschmackssache.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 13:23
Zitat von cejarcejar schrieb:Würde ich nichts von runter bekommen.
Vollkommen verständlich! Das hat auch nichts mehr mit andere Länder andere Sitten zutun. Von einem Skorpion oder einigen Insekten, weiß man dass sie normalerweise giftig sind und allein schon dieser Gedanke macht das Ganze wirklich abnormal. Ne Kuh kann schlecht giftig sein, oder Schweine. Es wird ja oft gern gesagt: "Was für euch normal ist, kann für sie wieder abnormal sein!" ...Aber in China(glaube es ist China) isst ja wirklich ALLES! Nicht nur das übliche Fleisch, sondern wirklich alles, auch Kugelfisch, welcher ja nun immer noch für Todesfälle sorgt, weil er nur von Meistern zubereitet werden kann, die genau wissen wie man ihn schneiden muss. Auch Fugu genannt:

Wikipedia: Fugu (kommt zwar eher aus Japan, aber trotzdem)


Es gibt einfach Lebewesen, die man nun wirklich nicht essen muss, aber mir kommt es so vor, als ist da einfach sehr sehr viel Neugier und Langeweile mit im Spiel, dass man irgendwie immer mit etwas neuem toppen muss und als Verkaufshit oder Neuheit anbieten muss. Es ist ja schon schlimm genug, dass wir so eine Massenproduktion bezüglich gewöhnlicherer Tiere haben wie Schwein, Rind und sowas alles, aber dass auch noch Insekten jeglicher Art und Kleintiere wie Skorpione gekocht und teils sogar frittiert werden müssen, als wäre es irgendein lustiger Snack auf einem Festival....einfach nur traurig. Das ist nicht mal annähernd irgendeine Notwendigkeit, sondern rein weg die Neugier, wie all das schmeckt, bei den Leuten, denn brauchen tun sie Skorpione und co. nicht in ihrer Nahrungsliste. Auch andere Dinge geben Eiweiß und co. ab, sogar noch mehr und teils gesünder, ist ja klar. Hier ist das wirklich nur ein verkorkster Trend. Sieht man ja daran, dass es so eine extrem große Auswahl an alles mögliche gibt.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 13:34
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Das hat auch nichts mehr mit andere Länder andere Sitten zutun.
Aber natürlich. Es sind nur Essgewohnheiten.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Von einem Skorpion oder einigen Insekten, weiß man dass sie normalerweise giftig sind und allein schon dieser Gedanke macht das Ganze wirklich abnormal.
Du isst ja nicht das Gift. Wenn Du eine Schlange isst. isst Du deren völlig ungiftiges Muskelfleisch. Und zudem ist Gift nicht gleich Gift. Ein Gift, das in Deinen Blutkreislauf injiziert gefährlich ist, kann z.B. gegessen harmlos sein. Oder wird durch Hitze inaktiviert.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Ne Kuh kann schlecht giftig sein, oder Schweine.
Nun ja, ich verweise da mal auf gängige Parasiten, die Rind- und Schweinefleisch durchaus gesundheitsschädlich machen können. Erst durch "korrekte" Verwendung kann man das Risiko hinreichend minimieren. Nicht anders als bei Insekten.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Es gibt einfach Lebewesen, die man nun wirklich nicht essen muss
Man muss natürlich nicht. Aber das ist ja kein Argument.
Unsere Einteilung, was (moralisch) essbar und nicht essbar ist, ist in weiten Teilen reine Tradition.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:einfach nur traurig
Was ist an einem frittierten Skorpion traurig, was es an einem frittierten Stück Huhn nicht ist?


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 13:49
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Das hat auch nichts mehr mit andere Länder andere Sitten zutun. Von einem Skorpion oder einigen Insekten, weiß man dass sie normalerweise giftig sind und allein schon dieser Gedanke macht das Ganze wirklich abnormal.
So ungefähr wie bei Pilzen, Beeren oder Kartoffeln?


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15.09.2021 um 14:12
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Das hat auch nichts mehr mit andere Länder andere Sitten zutun.
Wieso maßt du dir denn an, aufgrund deiner Erziehung/Kultur andere Kulturen als "abnormal" zu bezeichnen?
Du gehst von unseren westlichen Standards als Normalität aus, was absolut keinen Sinn ergibt.

Für Menschen in anderen Regionen ist es vollkommen normal, Insekten oder Spinnentiere zu essen, weil man es seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden tut.

Diese Einteilung, welche Tiere man isst, ist absolut willkürlich und sicher nichts, wo man zwischen normal und abnormal unterscheiden kann.

Für Menschen in (ich meine arabischen Kulturen) ist es auch vollkommen strange, dass wir kein Bidet benutzen, sondern Klopapier.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Aber in China(glaube es ist China) isst ja wirklich ALLES!
Genau, immer diese Chinesen, die alles essen.... Was sollen solche abwertenden Klischees?
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Hier ist das wirklich nur ein verkorkster Trend.
Es ist kein "Trend" wenn in anderen Kulturen seit Jahrhunderten Wirbellose verzehrt werden.
Ist dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass es auch teilweise daran liegen kann, dass es eben sehr teuer ist, "übliche" Nutztiere wie Kühe oder Schweine zu züchten?
Dann zu sagen "Gibt auch andere Eiweißquellen" , ist nicht sehr zielführend.

Diese Arroganz, mit der manche aus ihrer westlichen Sichtweise auf andere Kulturen blicken, ist einfach nur traurig.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 14:23
@Abahatschi
Ich will ehrlich sein, das würde ich dem Seeschnecken-Porridge aud Südkorea bevorzugen. Liegt aber wohl auch an meinem Ekel gegenüber Nacktschnecken generell.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 14:55
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Wieso maßt du dir denn an, aufgrund deiner Erziehung/Kultur andere Kulturen als "abnormal" zu bezeichnen?
Du gehst von unseren westlichen Standards als Normalität aus, was absolut keinen Sinn ergibt.
Wie man sieht hast du mich nicht verstanden. Auch Chinesen essen Kühe und Schwein, oder Huhn! Es hat nichts mit irgendeiner westlichen Welt zutun und wie man selbst aufgewachsen ist und Skorpione oder einige Insekten, die sie auch essen, kennt man als giftige Lebewesen. Es ist nicht mal so, dass sie all diese Vielfalt an Lebensformen, die sie da zu sich nehmen, in irgendeiner Weise benötigen. An dieser gigantischen Auswahl siehst du ja, dass es einfach NUR um die Neugier und den Trend dahinter geht, immer wieder etwas neues exotisches zu probieren, aber DAS wird natürlich immer gleich verdrängt und man wird angemacht, weil man das in Frage stellt...
Zitat von DerHildenDerHilden schrieb:Diese Arroganz, mit der manche aus ihrer westlichen Sichtweise auf andere Kulturen blicken, ist einfach nur traurig.
Traurig ist, dass du Derjenige bist, der mich hier so von der Seite anmacht und mir irgendeine westliche Arroganz unterstellt. Du tust ja gerade so, als würdest du da leben und dich bestens mit allem auskennen um mit Sicherheit sagen zu können, wieso sie bei all der Modernität die auch in ihrem Land bereits vorhanden ist, immer noch solchen Traditionen folgen, was sie eben nicht mehr müssen. Was damals vielleicht notwendig war, ist es Heute nicht mehr, auch in China nicht mehr. Es ist überwiegend nur noch ein Trend, was man ja schon daran erkennt, dass immer wieder etwas völlig NEUES auf den Markt kommt, das nicht mal zu ihrer vorherigen Tradition gehörte bzw. jemals zuvor auf der Speisekarte stand. DAS ist traurig, jedes andere Lebewesen ausprobieren zu wollen, obwohl man bereits genug hat. Hier geht es nicht mal speziell um Huhn oder Schwein, sondern um die Tatsache, dass sie sehr sehr viel Auswahl an verschiedenste Lebensformen anbieten, was den Trend dahinter wie gesagt verdeutlicht. Sie sind auch nicht ganz unschuldig im Bezug auf aussterbende Tierarten, aber egal.

Es ist sogar weltweit bekannt, dass China ordentlich beim Aussterben bestimmter Tierarten mithilft aufgrund ihres Konsums und ihres Trends!

Hier mal ein paar Seiten für dich als Verdeutlichung...aber es sind ja immer die bösen westlichen Menschen, die sich einfach nur grundlos über andere Traditionen beschweren würden:

https://www.sueddeutsche.de/wissen/wundermittel-tigerpenis-in-kraeutersueppchen-1.3176844


https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/hohe-nachfrage-treibt-preise-china-verschlingt-suedostasiens-flora-und-fauna/23013512.html


https://www.dw.com/de/chinas-appetit-auf-getrocknetes-seepferdchen-das-ende-f%C3%BCr-das-meerestier/a-49292869

Das Seepferdchen ist aufgrund der steigenden Nachfrage schon vom Aussterben bedroht...DAS ist wahrlich traurig.

Und selbst in China gibt es genug Menschen, die diesen Trend schrecklich finden und die Regierung bestraft es teilweise sogar mit Gefängnisstrafen, wenn vom Aussterben bedrohte Tiere gegessen werden, also es ist nicht so, dass es hier einfach nur um irgendeine alte Tradition geht, oder weil China eben anders leben würde oder sowas....


Es gibt auch etliche schamanische "Traditionen", die nachweislich nicht das erbringen, wofür sie gedacht sind....zum Beispiel irgendwelche bestimmten Körperteile bestimmter Tiere in die Suppe zu machen, weil es ja so heilende Wirkungen hätte und sowas....das wurde alles schon nachgewiesen, dass da NICHTS passiert, im Gegenteil. Manche Gerichte sorgen mitunter sogar für gesundheitliche Probleme, siehe:

https://www.dw.com/de/chinas-manchmal-gef%C3%A4hrliche-vorliebe-f%C3%BCr-wildgerichte/a-53040609


Es wird jedes Mal leider immer wieder alles auf irgendeine Tradition und andere Sitten geschoben, als wäre das allein eine Erlaubnis dafür unzählige Tiere zu töten und den Trend dahinter einfach zu verdrängen. Allein nur DAS ist traurig, dass man so ignorant ist und einem Menschen aber Ignoranz vorwirft und mit der Aussage kommt, es läge daran dass man selbst anders aufgewachsen ist. Du hast ja die eingefügten Links, oder informiere dich mal selbst über die Schattenseiten von all dem, die aber so offensichtlich sind, dass selbst in China die Leute schon zwiegespalten sind und ihre "Tradition" teilweise mit Gefängnis bestraft wird:

https://www.n-tv.de/panorama/Wer-Tiger-isst-kommt-ins-Gefaengnis-article12717756.html

(vom aussterben bedrohte Tiere werden gnadenlos weiter gejagt, weil man sich einredet dass sie in der Medizin sehr viel nutzen haben für den Menschen, was sich als reiner Mythos herausstellt und nachweislich keinerlei Effekt erzielt hat.)

Es ist auch ein illegaler Trend geworden, der leider ordentlich weiterboomt.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 15:06
@Imlerith

Es ging mir darum, dass du es allgemein als abnormal bezeichnet hast, Wirbellose zu essen und das konntest du auch jetzt noch nicht argumentativ stützen.

Natürlich ist es sehr problematisch, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu jagen, aber darum ging es hier ja nicht, das ist also einfach ein Strohmannargument.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Es hat nichts mit irgendeiner westlichen Welt zutun und wie man selbst aufgewachsen ist
Natürlich hat es das. Würden wir hier mit der Essgewohnheit aufwachsen, Heuschrecken zu essen, würde das von viel mehr Menschen als Normalität betrachtet werden.
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:und Skorpione oder einige Insekten, die sie auch essen, kennt man als giftige Lebewesen.
Wie @kleinundgrün dir schon versucht hat, zu vermitteln, isst man ja nicht das Gift selbst. Und es ist wie gesagt ein Unterschied, ob das Tier selbst giftig ist oder es Gift einsetzen kann, um sich zu verteidigen.

Um zum Thema zurückzukommen, nochmal die Frage: Was ist daran "abnormal" Insekten oder andere Wirbellose zu essen, wenn diese relativ einfach zu züchten sind, nicht vom Aussterben bedroht sind unddie Zucht das Klima weniger belastet?

Ich finde es eher abnormal, hunderte Schweine, Rinder oder Hühner auf geringstem Raum zu halten, sodass diese ihr Leben lang bis zur Schlachtung leiden. Wenn das Essen von Insekten hier teilweise helfen kann, Massentierhaltung von Nutztieren zu verringern, begrüße ich das persönlich sehr.

Und bitte unterstelle nicht gleich, ich hätte dich nicht verstanden.
Du hast in deinem Beitrag, auf den ich mich bezogen kann, von Insekten und Wirbellosen allgemein gesprochen und nicht speziell von bedrohten Arten.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 15:32
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:Es gibt einfach Lebewesen, die man nun wirklich nicht essen muss
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Man muss natürlich nicht. Aber das ist ja kein Argument.
Unsere Einteilung, was (moralisch) essbar und nicht essbar ist, ist in weiten Teilen reine Tradition.
Geschützte Tiere sollten zumindest Tabu sein – klar, sind sie auch - vor dem Gesetzt...
Tiere, die Träger von zahlreichen Krankheitserregern sind - dafür seh ich auch keine Notwendigkeit.
Und (vielleicht auch wieder nur ein persönliches/kulturelles Ding) (Menschen-)Affen würde ich auch von der "Ist Essbar"-Liste streichen...

Kultur hin oder her!
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:dann wähle ich ganz klar B)
Ich bin schon eine Weile Vegetarier.
Auch weil mir eben die Zustände in der Fleischindustrie nicht Zusagen.
Eier und Milchprodukte esse ich weiterhin. Um nicht mit Mangelerscheinungen zu tun zu haben. (Klar, ich könnt substituieren. Aber davon bin ich kein Freund, wie gesagt).
Nun ist insbesondere die Eierproduktion keinesfalls besser. Klar, Bio. Aber auch hier war ich schon auf einem sogenannten Bio-Hof und ja, die Hähnen schauen wesentlich besser aus, aber diese Haltung ist noch immer weit von einer Haltung entfernt, die uns als Artgerecht einfallen würde (Bauernhofidyll etc.).

Da wäre es doch eine Idee, die vegane Ernährung "einfach" mit ein paar Insekten zu ergänzen.

@Abahatschi
Danke für deine Bilder, schau - vereinzelt - ... essbar aus 😁.

@kleinundgrün
@gastric
@all
Habt ihr schon mit dem Gedanken Gespielt, eure eigenen Insekten zu züchten? Hier in der EU bekommt man Insekten nur zu einem hörenden Preis...


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 16:01
Zitat von NegevNegev schrieb:Geschützte Tiere sollten zumindest Tabu sein
Klar.

Aber gerade Insekten, die typischerweise als Nahrungsmittel herhalten würden (Mehlwürmer etc.), sind genau das gerade nicht. Und sie leiden viel weniger (bzw. wohl gar nicht) unter einer Massentierhaltung - einfach weil das ihre artgerechte Lebensweise ist. Und weil ein Mehlwurm - anders als ein Huhn - faktisch keine soziale Problematiken des Zusammenseins mit Artgenossen hat.

Wenn man nicht rein vegan leben möchte, sind Insekten im Grund sowohl ökologisch als auch moralisch das nächst beste. Dem würde letztlich nur eine gute artgerechte, ökologische Tierhaltung (von Wirbeltieren) entsprechen - die dann aber wesentlich teurer ist.

Und das sage ich als passionierter Fleischliebhaber.
Zitat von NegevNegev schrieb:Habt ihr schon mit dem Gedanken Gespielt, eure eigenen Insekten zu züchten?
Nein. Aber die Preise für Insekten sind in der Tat exorbitant. Ich gehe aber davon aus, dass sich das eher früher als später ändert.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 16:44
Zitat von NegevNegev schrieb:Da wäre es doch eine Idee, die vegane Ernährung "einfach" mit ein paar Insekten zu ergänzen.
Wenn man u.a. aus moralischen Gründen Vegetarier/Veganer ist und kein Problem mit dem Verzehr von Insekten hat, dann könnte das eine Lösung sein, stimmt.


Ich habe bisher kein Problem Fleisch zu essen, allerdings achte ich zunehmend auf die Herkunft und Haltungsart und bin bereit, wesentlich mehr Geld zu bezahlen als auch meinen Konsum einschränken.

Man findet ja viele Quellen zum maximal gesunden Fleischkonsum (paar hundert Gramm pro Woche), aber wie viel man bei einer überwiegend veganen Ernährung benötigt, um der Gefahr von Mangelerscheinungen zu begegnen, findet man nicht so schnell.
So viel wird das ja nicht sein, bei z.B. 100g pro Woche wäre man bei 5 Kg pro Jahr statt die ca. 70kg, die hier im Schnitt verputzt werden.
Also mindestens Faktor 10 weniger, also könnte Fleisch auch pi mal Daumen 10x so teuer sein.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 17:10
Zitat von Stan_MarshStan_Marsh schrieb:also könnte Fleisch auch pi mal Daumen 10x so teuer sein
Mathematisch mit dem Fokus von Essen als reine Ernährung: ja.

Aber zumindest aus kultureller Sicht dient die Nahrungsaufnahme nicht nur dazu, den Körper hinreichend mit notwendigen Stoffen zu versorgen. Fleisch ist nicht nur ein Nahrungs- sondern auch ein Genussmittel.

Aber grundsätzlich hast Du völlig recht. Man kann locker einen Faktor X auf den Fleischpreis schlagen, ohne dass unterm Strich eine gute und auch schmackhafte Ernährung teurer würde.
Es würde aber natürlich eine Anpassung der Essgewohnheiten bedeuten. Die Bratwurst ist dann eben typischerweise nicht zum daran satt werden. Vor allem typisches Fastfood würde darunter schon leiden (wertfrei, ich missgönne keinem sein Fastfood). Eine Currywurst mit Pommes mit zwei Stückchen Wurst ist halt vermutlich nur bedingt attraktiv. Das ist letztlich so was wie Pommes+.

Ein bisschen Fleisch z.B. in einem auch sonst leckeren Salat kann aber eine Bereicherung sein und dort gerade nicht deplatziert wirken.

Vor allem muss man die Preise gar nicht künstlich erhöhen. Man muss nur die "Fleischherstellung" gemessen an ökologischen und moralischen Aspekten (Tierwohl) regulieren und kontrollieren. Damit wäre allen Anforderungen gedient.

Und kein Mensch hat an Recht auf billiges Fleisch. Auch kein unbeschränktes Recht auf das Fortgelten liebgewonnener Angewohnheiten.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 17:25
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Und kein Mensch hat an Recht auf billiges Fleisch. Auch kein unbeschränktes Recht auf das Fortgelten liebgewonnener Angewohnheiten.
Es kommt mir so vor, als wären diese Billigpreise tatsächlich so gewollt.
"Brot und Spiele" wird zu "Bratwurst und Fussball" - damit das Volk still hält. Da denke ich an das Theater um den Veggie-Day. Ähnlich wie die Inflation, hat sich dieser Aufruf der Grünen in die "Volksseele" eingebrannt.

Wie sind ja auch Fleischexporteur... (wie grenzdebil ist das den?)


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 18:01
Zitat von ImlerithImlerith schrieb:vom aussterben bedrohte Tiere werden gnadenlos weiter gejagt, weil man sich einredet dass sie in der Medizin sehr viel nutzen haben für den Menschen, was sich als reiner Mythos herausstellt und nachweislich keinerlei Effekt erzielt hat.)

Es ist auch ein illegaler Trend geworden, der leider ordentlich weiterboomt.
Es geht hier im Thread um den Verzehr von Insekten, nicht um Tiger.
Bleib mal beim Thema.


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Insekten: eine echte Alternative?

15.09.2021 um 22:46
Vor einiger Zeit habe ich mir ein paar Nüsse als Snack geholt. Da waren «Kokosraspeln» drinnen.
Erst nach etwa der Hälfte des Bechers merkte ich das es Mehlwürmer waren.
Die haben nach nichts geschmeckt, bzw, einfach salzig, weil die Nüsse salzig waren. Probieren wollte aber niemand, hat sich jeder geekelt.

Das ist halt tief verankert in Europa. Insekten isst man halt nicht. Im Supermarkt habe ich, Mehlwürmer, Heuschrecken und etwas grössere Heuschrecken gesehen. Das sind dann um die 100g, mit einem Rezept für ein Curry hintendrauf.

Aber noch immer habe ich sie nie probiert, obwohl damals die «Kokosraspeln» auch kein Problem waren. Mal sehen ich ob ich auch mal kaufe und koche, aber ich sträube mich, obwohl es keinen Grund dafür gibt.


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Insekten: eine echte Alternative?

16.09.2021 um 05:21
@Snowman_one
Aus welchem Laden hast du die vermeintliche Nuss- Kokos Mischung getragen? Immerhin ist die Verbreitung von derartigen Produkten nicht ganz so weit verbreitet, als das akute Verwechslungsgefahr bestünde. Oder hast du zu Vogelfutter gegriffen 😅?
Oder waren die Nüsse schon so abgelaufen, das eben diese Würmer dazugekommen sind? Dann hätt ich auch die Finger davon gelassen... 😁


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