martenot schrieb: Anstrengend finde ich es, wenn im ansonsten ruhigen ICE eine Plaudertasche direkt hinter mir sitzt, die von München bis Frankfurt die Ereignisse der letzten fünf Wochen haarklein am Telefon erzählen muss. Manche haben auch noch eine anstrengende oder durchdringende Stimme, sodass man kaum weghören kann.
Oh ja. Die gibt es irgendwie in jedem Abteil. Oder die Person, die einfach eine andere Person zutextet, obwohl die einfach nur zu höflich ist, das zu äußern, während alle anderen grinsen und froh sind, dass es sie nicht getroffen hat.
Man kann im Zug auch keine Bücher mehr lesen, ich zumindest nicht, aus genau diesem Grund.
martenot schrieb:Früher hat es wenigstens noch Funklöcher gegeben, die das Gespräch zwangsweise pausieren haben lassen ("Hallo, hallo? Bist du noch dran?"), aber inzwischen kann man ja weitgehend lückenlos telefonieren...
Ja, oder die Leute merken gar nicht, dass sie nicht mehr verbunden sind :-).
martenot schrieb:Mich wundert, dass den Leuten gar nicht bewusst zu sein scheint, dass jeder in der Umgebung mithören kann bzw. mithören muss.
Ich glaube, es ist ihnen schlichtweg egal. Traurig aber wahr. Gegenseitige Rücksichtnahme ist irgendwie out. Wir hatten in unserer Straße jemanden, der eine Fahrgemeinschaft gegründet hat - dem musste man auch mal beibringen, dass es nicht geht, dass er morgens um 5.15 (auch am Wochenende) kurz hupt, wenn er da ist.