klompje1 schrieb:Die haltung ist anders.
Und der Hallux Vagus folgt auf dem - Achtung Flachwitz - Fuß.
Ist doch toll, wenn du gerne hohe Absätze trägst. Andere wollen das aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht.
Ich ziehe einfach ganzjährig weiße Turnschuhe an, weil
ich finde, dass die in einem eher legeren Kontext zu jedem Kleidungsstück passen. Im Herbst/Winter wechselt sich das mit Stiefeln bzw. Stiefeletten ab. Die sind dann nicht weiß, sondern schwarez/braun/rot, damit etwaige saisonbedingte Schmutzablagerungen mich nicht zwingen, nach jedem Spaziergang die Schuhbürste auszupacken.
Ich besitze zwar prinzipiell Schuhe mit Absätzen, irgendwann mal im Sale gekauft, damit ich sie habe, falls ein Anlass sie mal zwingend erfordern sollte, aber die setzen hier eher Staub an.
klompje1 schrieb:Und wie gesagt ich war doch erstaunt das sie extra jetzt werbung machen vor schlank sein, weil es einfach zu nähen ist. Einfach ein paar gerade nähte und schon ist es günstig und billig fertig.
Dass gerade Schnitte schneller zu nähen sind wird stimmen, allerdings wird das Schlanksein imho aktuell so propagiert, weil man nicht mehr hungern oder intensiv Sport treiben muss, um abzunehmen, sondern sich nur noch die entsprechenden Spritzen leisten können muss. Also vereinfacht ausgedrückt. Mir ist bewusst, dass man gerade wegen der Spritzen nicht mehr den gleichen Hunger hat wie ohne und unter anderem deshalb abnimmt.
Zum Thema: Ich gebe zu, in jungen Jahren war für mich ein ausschlaggebender Punkt in Sachen Kleidungskauf, dass ich sie mir leisten können muss. Und leisten konnte ich mir damals natürlich nicht sooo viel. Diese extreme Fast Fashion gab es zu dieser Zeit meines Wissens nach noch nicht, aber auch das Zeug von C&A, H&M, Pimkie, Orsay und wie sie alle hießen hatte sicherlich nicht die allerbeste Qualität. Hinzu kommt, dass man sich als Teenager in Sachen Mode natürlich auch ausprobiert. Manches, was ich mir damals gekauft habe, hätte ich so wenige Jahre später schon nicht mehr angezogen.
Dann kam eine Zeit, in der ich mir nur Second-Hand leisten konnte und froh war über jedes hübsche, gut erhaltene Teil, dass ich z.B. auf Flohmärkten gefunden habe.
Mittlerweile wiederum habe ich zum einen das Geld um mir neue Kleidung zu leisten und zum anderen gefallen mir die Teile, die ich mir jetzt kaufe, in der Regel auch Jahre später noch. Gut, wenn die Sachen dann auch tatsächlich Jahre halten.
Ich finde aber, dass man schon recht schnell feststellt, welche Marken diese Qualität dann auch zusätzlich zum bevorzugten Stil bieten und bin entsprechend markentreu. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich meine Kleidung direkt in den Onlineshops dieser Marken bestellen kann. Da ist dann das komplette Sortiment vorrätig genauso wie die von mir benötigte Größe.
Daraus ergibt sich nun, dass ich einerseits zwar relativ viel Kleidung besitze, aber vor allem dann nachkaufe, wenn doch mal ein Teil kaputt gegangen ist. Dass ich etwas weggebe, weil es mir nicht mehr gefällt oder auf Dauer nicht mehr passt, ist hingegen selten, kommt aber natürlich hin und wieder trotz allem doch mal vor. Auf die 60 Kleidungsstücke, die jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr neu kauft, komme ich definitiv nicht.