@martenotDas auch. Innerhalb von Städten und deren Vororten geht es meiner Meinung aber. (Wir hatten dort nie ein Auto, außer mal für einen Urlaub einen Mietwagen. Auch die anderen Urlaube: ohne Auto.) Umgekehrt: Die schlechte ÖPNV-Verfügbarkeit hat man in Deutschland auch auf dem Land. Würde ich jetzt an den Wohnort meiner Eltern zurückziehen, wäre ein Auto für jegliche Erledigungen die über einen Einkauf im kleinen Edeka hinausgehen nötig. Deshalb kämen solche Wohnorte auch eher nicht in Frage. Mir ist auf dem Land nicht schnell langweilig, war es mir auch als Jugendliche nicht, nur "die Fahrerei", es ist m.E. umständlich und geht ins Geld.
Ich hatte in den USA eher erlebt: Auch wenn ÖPNV nutzbar war, wurde er gemieden um nicht für arm oder für jemanden dem der Führerschein abgenommen wurde gehalten zu werden.
An meinem letzten Arbeitsplatz dort war mir außer mir selbst nur ein weiterer regelmäßiger ÖPNV-Nutzer bekannt, obwohl die ÖPNV-Nutzung für alle Uni-Mitarbeiter kostenlos war. Andere hatten es zumeist nie ausprobiert (ihrer Aussage nach) und teils sogar es für ziemlich verrückt gehalten, dass ich für alles mögliche den Bus nutzte. Und es kam im Alltag oft ein bemitleidenswerter Blick, wenn ich z.B. nach der Parkplatznummer gefragt wurde und nannte mit dem Bus/ zu Fuß da zu sein, oder auf die Frage ob man mir beim Verladen in meinen Kofferraum behilflich sein könne (es handelte sich um einen normalen Supermarteinkauf) ich erwähnte dass ich nicht mit einem Auto da bin sondern den Bus nehme.