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Kann man seinen Charakter grundlegend ändern?

4 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Charakter, Veränderung, Ausstrahlung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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Kann man seinen Charakter grundlegend ändern?

um 09:04
Das letzte Jahr war hart! Ich hätte fast aufgegeben und auch wenn es sich jetzt nicht mehr ganz so schlimm anfühlt, hadere ich sehr mit mir. Ich bin weiblich, 41 Jahre alt, realtiv ansehnlich und intelligent, bin Hochsensibel und sehr nachdenklich und melancholisch, habe dem Thema Partner finden nach so einigen guten und schlechten Erfahrungen seit einigen Jahren per Entscheidung dazu abgeschworen (was auch so bleiben soll) und lebe also allein als Single mit etwas Familie im Umkreis und wenigen, ausgewählten, Freunden. Ich bin nicht ganz gesund (chronische Krankheit) aber im Alltag nicht besonders störend außer dass ich nicht so viel Energie habe. Ich bin Selbstständig und verdiene genug für mich aber habe kaum Besitz weil ich minimalistisch veranlagt bin. So viel erstmal zu den Rahmenbedingungen zum besseren Verständnis.

Mein Leben war eigentlich nie leicht für mich, meine Hochsensibilität ist Segen aber auch hauptsächlich Fluch. Ich bin eher introvertiert außer mit meinen vertrauten Menschen und außer in Situationen in denen ich es extra darauf anlege. Ich kann nur durch Kommunikation bzw Ausstrahlung sehr gut von mir überzeugen wenn ich etwas möchte (zb eine Wohnung) aber das hält wirklich nur kurz an weil mir dafür dann die Energie ausgeht. Aber ich weiß eben dadurch dass es möglich für mich ist auch anders zu sein. Und das ist jetzt der entscheidende Punkt um den es mir geht: "Fake it 'til you make it." - Ist es tatsächlich möglich die eigene Ausstrahlung, das Erscheinungsbild, das innere Gefühl jemand besonderes zu sein, das Talent andere mitreißen zu können zu erlernen bzw dauerhaft umzusetzen wenn man eigentlich immer ein völlig anderer Mensch war, so lange bis man es komplett verinnerlicht hat?

Ich liebe meine Melancholische Art, ich liebe es ein Mensch zu sein der viel denkt, ich mag meinen Hang zum dunklen und düsteren und all das möchte ich nicht verlieren weil dass ich bin aber ich hasse meine Unzufriedenheit, meine Traurigkeit, diese Energielosigkeit, das Gefühl eigentlich nur zu existieren und nicht zu leben. So bin ich wirklich seit meiner Kindheit schon, dass sind also keine Depressionen. Aber ich würde das so gerne ablegen können und möchte quasi einem jeden auf der Straße mit einem breiten Lächeln begegnen, Menschen von mir begeistern können und dass es nicht für nur kurze Zeit anhält.

Bestes Beispiel für die Art wie ich sein möchte ist die Rolle der Mina im neuen Dracula. Sie hat mich so begeistert! Diese fröhliche, überschwängliche, mitreisende und energiegeladene und auch sinnliche Art von ihr wenn sie in Menschengestalt ist. Wer sie kennt weiß was ich meine... Sie ist so präsent, so da, so im Leben! Diese Figur nur als anschauliches Beispiel.

Meine Frage ist also: Ist es möglich, durch Arbeit an sich selbst, solch einen Charakter zu erlangen und das eigene Leben dadurch viel leuchtender zu machen? Ich suche nach einer Möglichkeit auch im Innen mein Leben für mich leichter zu machen. Im Außen habe ich eigentlich wenig dass ich verändern möchte denn ich mag meinen kleinen Freundeskreis, meine kleine Wohnung, mein Single sein, meine Arbeit usw, mehr brauche ich da tatsächlich nicht. Ich möchte aber anders ausstrahlen, als wäre ich ein durchweg fröhlicher Mensch bis ich vielleicht wirklich eines Tages einer bin. Man sagt ja immer die Entscheidung dazu liegt nur an einem selbst aber wenn man es noch nicht umsetzen kann, wie und womit fängt man an als damit es tatsächlich erst nur zu schauspielern?

Wer kennt sich aus, wer hat sich schon versucht so zu wandeln, bei wem ging es gut und bei wem nicht? Braucht es wirklich nur die Entscheidung dazu?


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Kann man seinen Charakter grundlegend ändern?

um 09:42
Ich würde die Threadfrage mit einem klaren nein beantworten, aber auch nur, weil dort von "grundlegend" die Rede ist.

Die eigene Persönlichkeit lässt sich in einem gewissen Rahmen durchaus weiterentwickeln, insofern die Rahmenbedingungen (Motivation, Geduld, ... etc.) stimmen, aber das geht nicht von heute auf morgen.

Ich arbeite gefühlt schon eine Ewigkeit an mir. Es kann hilfreich sein sich einen Plan zu erstellen und konkrete "Etappenziele" zu definieren. Selbstreflektion ist ebenfalls wichtig, wobei man ehrlich zu sich selbst sein sollte, wenn man etwas nicht auf die Reihe bekommt, muss man das akzeptieren und das Beste draus machen.

In vielen Punkten sind wir uns sehr ähnlich. In deinem Alter war ich auch noch bemüht, meine Introvertiertheit zu überwinden, ohne Erfolg. Ich habe dann irgendwann akzeptiert, dass ich ein Einzelgänger bin, und heute kann ich sehr gut damit leben, und will daran auch nichts mehr ändern. :)

Auch wenn ich nicht glaube, dass du im Erfolgsfall glücklicher sein wirst, wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem Vorhaben.


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Kann man seinen Charakter grundlegend ändern?

um 10:14
@Peter0167

Ich danke Dir vielmals für deine Wünsche und deinen Rat! Bei mir würde ich vermutlich damit anfangen nicht immer "so eine Fresse zu ziehen" wenn ich anderen Menschen begegne. ;) Ich denke das wäre noch der einfachere Teil, statt dem Miesepetergesicht ein Lächeln aufzusetzen und fröhlich zu Grüßen. Grüßen tue ich zwar auch so aber es fällt echt schwer wenn man gar kein Interesse daran hat. Das wäre also der Schritt eins sozusagen.

Andererseits weiß ich dass viele eben genau das ja auch nur schauspielerin um nur für das Außen gut gelaunt zu wirken aber in Wirklichkeit tragen sie nur eine Maske und zuhause brechen sie dann in Tränen aus und später heißt es dann "Wir haben ja nicht geahnt wie schlecht es ihm/ihr ging." Ich möchte mich ja aber auch im innen gut fühlen, das ist mein Ziel. Aber wie du so schön sagst, das braucht dann wohl viel Zeit auch zu verinnerlichen.

Ein guter Freund sagt mir immer ich hätte zu viel Zeit und mache mir deshalb zu viele schlechte Gedanken. Da könnte schon etwas dran sein. Andererseits stopfen sich Menschen wir er ihren kompletten Tag so voll und haben dann gar keine Zeit mehr sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Ich weiß nicht ob das dann nicht auch sehr ungesund ist wenn man komplett fremdgesteuert ist. Ich habe mir meinen Alltag im Laufe der Zeit so freigeschaufelt das ich im Grunde gar nicht mehr vom außen bestimmt oder gesteuert werde, damit bin ich sehr zufrieden und anders könnte ich es gar nicht mehr. Jetzt anzufangen und Dinge einzubauen um beschäftigt zu sein wäre vielleicht nur in Form eines Hobbys denkbar, also etwas dass ich dann sehr gerne tue um über meine Grenzen zu gehen. Möglicherweise würde ich zb ein Instrument lernen. Geige in einem hellhörigen Mehrfamilienhaus zu üben wäre dann wiederrum aber wieder problematisch. So zerschlagen sich dann eben wieder meine Vorstellungen am realen Leben...

Also es gibt immer ein für und ein wieder. Ich bin auch ein Einzelgänger was ja für uns Menschen eigentlich gar nicht vorgesehen ist. Daher auch immer das Gefühl man passe nicht in diese Welt. Ich hab immer so viel gehadert und dann hatte ich mich mit 40 gefangen und mir gesagt dass ich mich jetzt so annehmen will weil es ist wie es ist, allerdings habe ich eben noch nie wirklich versucht es in eine andere Richtung zu lenken. Das wäre jetzt das erste Mal etwas aktiv zu tun um den Wunsch umzusetzen. Ich kann mir aber auch kaum vorstellen dass es das Gefühl von glücklich sein hervorrufen könnte weil das in meinem Leben bisher nicht dauerhaft vorkommt, es ist immer nur Momentaufnahme.


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Kann man seinen Charakter grundlegend ändern?

um 10:56
Die ganz große Kunst ist es, einen gesunden Mittelweg zwischen dem was man für sich selbst will, und dem was andere von einem erwarten zu finden.

Ginge es z.B. nur nach mir, würde ich nahezu alle sozialen Kontakte abbrechen. Ich hasse es auf Geburtstagspartys zu gehen. Noch schlimmer als Geburtstage sind Hochzeiten, um die mache ich möglichst einen großen Bogen. Das Problem dabei ist, wenn man es übertreibt, sich allzusehr absondert, mag einem das für den Augenblick zwar positiv erscheinen, aber auf Dauer fängt man sich damit nur andere Probleme ein.

Das Gegenteil davon ist auch nicht gut, das sehe ich z.B. bei meinem Bruder. Der hat inzwischen 5 Kinder und ein soziales Umfeld so groß wie eine Kleinstadt. Es gibt Tage, da ist er auf mehreren Geburtstagen und Hochzeiten unterwegs, zudem wird er noch intensiv in seinem Job gefordert. Aus meiner Sicht hat er überhaupt kein eigenes Leben mehr und ist nur damit beschäftigt sich zu verbiegen um es jedem recht zu machen.

Ich glaube, wir sind beide Extremfälle, und irgendwann werden wir die Rechnung dafür zahlen. Besser wäre es, wir würden uns beide etwas aufeinander zu bewegen, ohne dabei unsere Persönlichkeit aufzugeben, aber das ist leichter gesagt als getan.

Optimal wäre es, einen Weg einzuschlagen, wo man mit sich selbst zufrieden und "im Reinen" ist, und dennoch offen für Veränderungen bleibt. Dazu gehört auch, seine eigenen Stärken und Schwächen nicht nur gut zu kennen, sondern sie auch anzunehmen. Wer Perfektion anstrebt, landet unweigerlich in einer Sackgasse, die nicht selten den Namen "Depression" trägt.

Wer mit seiner Vergangenheit Frieden geschlossen hat, und seine Zukunft offen gestaltet, wird häufig mit emotionale Ausgeglichenheit und Zufriedenheit belohnt. Bestrebungen so zu sein wie andere, werden damit obsolet.


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