Flyflower
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Probleme mit resistentem Vermieter
gestern um 18:34So, ich fang jetzt mal von ganz vorne an, sonst könnte es verwirrend werden.
Also, wir zogen 2022 in unsere jetzige Wohnung ein.
Altbau, 60er Jahre, nicht wirklich renoviert, aber auf den ersten Blick eigentlich gepflegt, dachte ich.
Ein bißchen Kosmetik, neue Tapeten, Türrahmen streichen, Bodenbelag grundreinigen, alles easy.
Ein ganz wichtiger Punkt: mein Mann hat COPD, damals als wir einzogen Stufe 2, alles noch relativ gering beeinträchtigend, wir wohnten aber damals im 3.OG, das war für ihn nicht mehr ganz so einfach, deswegen haben wir uns wahnsinnig gefreut, das wir relativ schnell eine Wohnung im 1.OG gefunden hatten und näher zum Arbeitsplatz meines Mannes war es auch.
So fingen wir an zu renovieren, und entdeckten ein paar Mängel, die der Vermieter aber sofort behob.
Also alles gut.
2023 entdeckte ich dann plötzlich Schimmel im Kinderzimmer.
Vermieter kümmerte sich drum, es stellte sich ein defektes Heizungsrohr als Verursacher heraus, und wurde repariert.
Nun kommt allerdings ein Satz des Vermieters, der später noch eine Rolle spielen wird: Ach, endlich haben wir den Übeltäter, es gab ja schon bestimmt 10 Jahre Wasserverlust in der Heizungsanlage.
2024 bekamen wir dann eine neue Balkontür und Wohnzimmerfenster und die Garagen wurden neu gemacht, Dach, Tore, Fassade neu verputzt und gestrichen.
Was ich in der Zeit nie so wirklich beachtet hatte: mein Mann war auffällig häufig krank.
Angefangen 2 Wochen nach dem wir eingezogen waren eine Lungenentzündung, 2023 mehrfach im Krankenhaus, auch Lungenentzündung, auf einmal auch Herzprobleme und Co2-Entgleisungen.
Naja, nicht wirklich untypisch bei Copd dachte ich damals.
Ende 2024 bekamen wir dann eine neue Heizung im Haus.
Vorher hatten wir eine Gasetagenheizung, jetzt eine Fernwärmezentralheizung.
Ist ja erst mal schön.
Nur, kurz nach dem Heizungsumbau fiel auf, da ja das komplette alte Heizungssystem weiter verwendet wurde (Baujahr 60er) und nur dort angeschlossen wurde, wo halt vorher die Therme von der Gasetagenheizung war, wurden die Heizkörper nicht warm und wir froren uns auf deutsch gesagt den Arsch ab.
Mein Mann war mehrfach krank im Winter und auch mehrfach im Krankenhaus.
Dem Kind und mir ging es so weit gut.
Eines Morgens stand ich früh auf, es war noch dunkel draußen, ich saß dann im Wohnzimmer und hörte hinter mir auf einmal ein rhythmisches Plopp Plopp Plopp.
Anfangs kam das noch gar nicht so bei mir an, aber nach einigen Minuten dachte ich dann: was ist denn das für ein komisches Geräusch???
Ich drehte mich um, und sah einen dunklen Fleck an der Wand, direkt über meinem limitierten Lieblingsposter.
Das Geräusch allerdings kam von der Gießkanne auf der Fensterbank, die sekündlich von Wassertropfen aus meiner Gardinenleiste getroffen wurden.
Wir hatten also einen Wasserschaden, und nun war es das erste Mal, das der Vermieter nicht reagierte.
Erst als ich ihm mehrfach wöchentlich auf die "Nerven" ging und ihm sagte, da schimmelt was, schickte er nach locker 6 Monaten mal einen Handwerker.
Die Ursache wäre die Fassade, die hätte Risse hieß es, und unsere Holzdecke wurde entfernt, die Betondecke mit irgendwas bestrichen und dann tapeziert.
Die Wände, denen nun ein Stück Tapete fehlte zur Höhe der ursprünglichen Decke, blieben, bis auf drei Bahnen, wo ja die Wand nass war.
Erstmal nicht schön, aber akzeptabel.
Die Fassadenrisse wurden mit Silikon verschmiert, und es hieß, im Sommer wird die Außenwand dann verschiefert, dann hat sich das Problem gelöst.
Der Sommer kam, ein Gerüst wurde aufgebaut, die Dachdecker werkelten, verschieferten die Etage über uns - und bauten alles ab und kamen nie wieder.
Ich denk: Ah klar, das wird ja jetzt viel bringen, die Risse liegen ja immer noch frei.
Im Herbst stellte ich dann fest, irgendwie löst sich unsere Tapete, ich denk naja, sieht eh doof aus mit dem fehlenden Stück da oben, das tapezierst halt neu demnächst.
Ein paar Wochen später saß ich auf der Couch, und sah aus dem Augenwinkel, daneben am Boden hebt sich auf einmal der ganze untere Teil der Tapete, und irgendwie hat der Laminat da auf einmal eine ziemlich breite Lücke.
Ich hob die Tapete an und seh nur schwarz - Schimmel!
Ich also den Vermieter angerufen, er war schon ein wenig genervt, aber versprach er kümmert sich drum.
Es passierte eine Woche nix, es passierte zwei Wochen nix, da rief ich ihn wieder an.
Da schreit er mich an, was mir eigentlich einfiel, das wäre doch eh falsches Lüften, und verursacht durch meine Katzen und legt auf.
Ich hab ihn trotzdem noch mehrfach angerufen, der Schaden behebt sich ja nicht von allein, und seine Ausreden wurden immer abstruser.
Im Endeffekt habe ich dann selbst einen Maler kommen lassen, und später den Heizungsinstallateur, der unsere Heizung hier umgebaut hatte, und erfuhr, das Schimmelproblem ist ein defektes Heizungsrohr.
Das interessierte den Vermieter aber überhaupt nicht.
Ich schrieb ihm mehrere Briefe, ging zum Anwalt und Mieterschutzbund, kürzte Miete, und es passierte- nix.
In der Zwischenzeit klemmt dann auch noch das Schlafzimmerfenster und ich fand plötzlich jede Menge Risse in den Wänden, Böden und Decken.
Auch auf dem Trockenspeicher fing der Boden an zu reißen (Der ist übrigens schräg über uns und grenzt an unsere reißende Schlafzimmerwand, und in der Nachbarwohnung konnte man dieselben Risse entdecken, uns ist die ganze Wand komplett durch Putz und Mauersteine durchgerissen)
Wieder mehrfach informiert über diese Mängel, und tatsächlich stand dann eines morgens ein Trupp Handwerker vor meiner Tür, und flickte den Riss.
Aber wirklich nur den an meiner Wand, nicht den der Nachbarin und der Speicher wurde auch nicht beachtet, und der Schimmel im Wohnzimmer auch nicht.
Zwischenzeitlich fiel mir auf, das ich zeitweise eine extreme Hitzeentwicklung in meinem Schlafzimmer hatte, und da kam ich irgendwann auf die Idee, ich kauf mir mal ne Wärmebildkamera.
Kein Billigding, auch nicht absolut teuer, aber ne solide Mittelklasse.
Die ist schon echt gut.
Mit der wanderte ich dann durch meine Wohnung, entdeckte eigentlich fast nur defekte Heizungsrohre und durch Zufall auch noch ein defektes Abwasserrohr im Bad der DG-Wohnung, das sich über meinem Schlafzimmer befindet.
Ich hab dem Vermieter dann mehrere Briefe zwecks Schadensmeldung und Mängelbeseitigung geschickt, per Einschreiben mit Rückschein.
Die hat er gar nicht erst angenommen.
Auf Anrufe reagierte er nicht mehr, auch mein Anwalt erwirkte keinerlei Reaktion.
In der Zwischenzeit begab es sich, das die Nachbarn unter mir immer kranker wurden, mein Mann übrigens auch, dann gab es noch einen Wasserschaden im Bad unter mir, welcher auch nicht repariert wurde.
Die Nachbarn unter mir, die Frau spuckte auf ein mal Blut, hatte Lungenprobleme, der Mann ebenfalls lungenkrank und entwickelte auf ein mal Demenz, und die bauten beide so rasant ab.
Bei meinem Mann wurde auch irgendwie alles schlimmer, inzwischen wurde er arbeitsunfähig, und irgendwie war alles Mist.
Das Jahr 2025 verstrich, nix wurde repariert, die Nachbarin unter mir verstarb, der Nachbar war inzwischen höchstgradigst dement und teilweise gar nicht mehr zurechnungsfähig.
Er zog dann nach dem Tod seiner Frau direkt ins Pflegeheim und die Wohnung unten verblieb unbewohnt, aber noch voll mit ihrem Inventar.
Auch bei meinem Mann wurde die Verschlechterung azf COPD 4, inklusive Herzinsuffizienz fest gestellt, inzwischen lief der Antrag auf Frührente und es war klar, er ist jetzt schwerbehindert, gehbehindert, braucht Sauerstoff und noninvasive Beatmung.
Ich war dann sehr überrascht, als plötzlich der verschollene Vermieter vor der Tür stand, der das von wo auch immer erfahren hatte, und uns die Erdgeschoßwohnung anbot, sobald die Kinder der jetzigen Mieter sie geräumt hätten.
Er wolle dort neue Heizungsrohre verlegen, damit er danach in unserer Wohnung den Schimmel sanieren könnte und auch neue Rohre.
Es war übrigens im letzten Monat, das die Wohnung geräumt wurde, aber keinerlei Informationen mehr von unserem Vermieter, Anfang diesen Monats stieß ich auf die Wohnungsannonce im Internet, konfrontierte ihn damit, und er meinte, er hätte nie was versprochen, und ne, er wollte uns die Wohnung nicht geben.
Inzwischen gibt es tatsächlich eine neue Mieterin.
Und genau jetzt fängt das richtige Dilemma an.
Nachdem er ja schon wieder Versprechen gebrochen hat, und der Schimmel immer noch existiert, habe ich inzwischen das Gesundheitsamt und die Wohnungsaufsicht/Bauordnungsamt informiert, weil, das geht so nicht mehr.
Gestern war dann übrigens die neue Mieterin das erste Mal in ihrer Wohnung, und ab da wird es komisch.
Man muß sich vorstellen, die Wohnung war jetzt gut 6 Monate unbewohnt, kein Fenster auf und, wie mir jetzt erst klar wurde, der Wasserschaden von dem der Nachbar sprach, der wurde scheinbar nicht behoben.
Während der Räumung dachte ich im vorbei laufen schon immer, oh, da riecht es aber richtig muffig, es kratzte ein wenig im Hals, da dachte ich mir nix bei.
Die neue Mieterin war gestern ein paar Stunden da, und öffnete alle Fenster, klar bei dem Gestank.
Der verbreitete sich dann richtig penetrant.
Irgendwie faulig, muffig, fast schon verwesend.
Mir wurde richtig schlecht davon und dann bekam ich plötzlich Atemnot.
Jetzt kommt mal ein kleiner Wurf zurück ins Jahr 1995.
Ich, damals süße 17, lebte noch bei meinen Eltern und bekam plötzlich Atemnot, Hustenanfälle und kam irgendwie gar nicht mehr klar.
Diagnostiziert wurde Asthma, scheinbar allergisch verursacht, später stellte sich raus, es war Schimmel der das auslöste.
Da war nämlich ein unentdeckter Wasserschaden hinter meiner Schlafcouch.
Genau den gleichen Anfall hatte ich gestern und hab ihn seit dem durchgehend.
Ich war heute Nacht noch im Krankenhaus, weil ich absolut keine Luft mehr kriegte.
Und ja, es ist Asthma, und ja, es ist allergisch bedingt, und ich denke, darauf müsste man jetzt testen, das Schimmel der Auslöser ist.
Und zwar nicht meine Schimmelart, mit der ich seit Monaten lebe, der tut mir komischerweise nix, sondern der einer Wohnung schräg unter mir.
Und sowas vermietet et noch wissentlich, wahrscheinlich genau aus dem Grund nicht an uns, weil wir würden ihm ja dann wegen Schimmel aufs Dach steigen.
Und jetzt bin ich verdammt sauer.
Nicht, weil er die Wohnung anderweitig vermietet hat, ne, dafür bin ich ihm grad richtig dankbar.....
Aber, das er jetzt andere Leute wissentlich in eine krank machende Wohnung ziehen lässt.
Das ist so skrupellos.
Und ich wünsche mir sehr, das er dafür nächste Woche von der Stadt einen richtigen Dämpfer bekommt.
Meine Asthmaanfälle kamen jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Es ist schon ewig dokumentiert, das ich Schimmelallergiker bin, scheinbar aber nur bei hohen Konzentrationen oder bestimmten Arten, und das ich ansonsten keinerlei Probleme damit habe.
Deswegen kann das kein Zufall sein, das ich ausgerechnet jetzt, nach jahrzehntelanger Symptomfreiheit wieder Asthmaanfälle kriege.
Hat irgendwer Tipps, wie ich den jetzt richtig auflaufen lasse?
Sorry, das er wissentlich Menschen krank macht, dagegen muß man was tun.
Also, wir zogen 2022 in unsere jetzige Wohnung ein.
Altbau, 60er Jahre, nicht wirklich renoviert, aber auf den ersten Blick eigentlich gepflegt, dachte ich.
Ein bißchen Kosmetik, neue Tapeten, Türrahmen streichen, Bodenbelag grundreinigen, alles easy.
Ein ganz wichtiger Punkt: mein Mann hat COPD, damals als wir einzogen Stufe 2, alles noch relativ gering beeinträchtigend, wir wohnten aber damals im 3.OG, das war für ihn nicht mehr ganz so einfach, deswegen haben wir uns wahnsinnig gefreut, das wir relativ schnell eine Wohnung im 1.OG gefunden hatten und näher zum Arbeitsplatz meines Mannes war es auch.
So fingen wir an zu renovieren, und entdeckten ein paar Mängel, die der Vermieter aber sofort behob.
Also alles gut.
2023 entdeckte ich dann plötzlich Schimmel im Kinderzimmer.
Vermieter kümmerte sich drum, es stellte sich ein defektes Heizungsrohr als Verursacher heraus, und wurde repariert.
Nun kommt allerdings ein Satz des Vermieters, der später noch eine Rolle spielen wird: Ach, endlich haben wir den Übeltäter, es gab ja schon bestimmt 10 Jahre Wasserverlust in der Heizungsanlage.
2024 bekamen wir dann eine neue Balkontür und Wohnzimmerfenster und die Garagen wurden neu gemacht, Dach, Tore, Fassade neu verputzt und gestrichen.
Was ich in der Zeit nie so wirklich beachtet hatte: mein Mann war auffällig häufig krank.
Angefangen 2 Wochen nach dem wir eingezogen waren eine Lungenentzündung, 2023 mehrfach im Krankenhaus, auch Lungenentzündung, auf einmal auch Herzprobleme und Co2-Entgleisungen.
Naja, nicht wirklich untypisch bei Copd dachte ich damals.
Ende 2024 bekamen wir dann eine neue Heizung im Haus.
Vorher hatten wir eine Gasetagenheizung, jetzt eine Fernwärmezentralheizung.
Ist ja erst mal schön.
Nur, kurz nach dem Heizungsumbau fiel auf, da ja das komplette alte Heizungssystem weiter verwendet wurde (Baujahr 60er) und nur dort angeschlossen wurde, wo halt vorher die Therme von der Gasetagenheizung war, wurden die Heizkörper nicht warm und wir froren uns auf deutsch gesagt den Arsch ab.
Mein Mann war mehrfach krank im Winter und auch mehrfach im Krankenhaus.
Dem Kind und mir ging es so weit gut.
Eines Morgens stand ich früh auf, es war noch dunkel draußen, ich saß dann im Wohnzimmer und hörte hinter mir auf einmal ein rhythmisches Plopp Plopp Plopp.
Anfangs kam das noch gar nicht so bei mir an, aber nach einigen Minuten dachte ich dann: was ist denn das für ein komisches Geräusch???
Ich drehte mich um, und sah einen dunklen Fleck an der Wand, direkt über meinem limitierten Lieblingsposter.
Das Geräusch allerdings kam von der Gießkanne auf der Fensterbank, die sekündlich von Wassertropfen aus meiner Gardinenleiste getroffen wurden.
Wir hatten also einen Wasserschaden, und nun war es das erste Mal, das der Vermieter nicht reagierte.
Erst als ich ihm mehrfach wöchentlich auf die "Nerven" ging und ihm sagte, da schimmelt was, schickte er nach locker 6 Monaten mal einen Handwerker.
Die Ursache wäre die Fassade, die hätte Risse hieß es, und unsere Holzdecke wurde entfernt, die Betondecke mit irgendwas bestrichen und dann tapeziert.
Die Wände, denen nun ein Stück Tapete fehlte zur Höhe der ursprünglichen Decke, blieben, bis auf drei Bahnen, wo ja die Wand nass war.
Erstmal nicht schön, aber akzeptabel.
Die Fassadenrisse wurden mit Silikon verschmiert, und es hieß, im Sommer wird die Außenwand dann verschiefert, dann hat sich das Problem gelöst.
Der Sommer kam, ein Gerüst wurde aufgebaut, die Dachdecker werkelten, verschieferten die Etage über uns - und bauten alles ab und kamen nie wieder.
Ich denk: Ah klar, das wird ja jetzt viel bringen, die Risse liegen ja immer noch frei.
Im Herbst stellte ich dann fest, irgendwie löst sich unsere Tapete, ich denk naja, sieht eh doof aus mit dem fehlenden Stück da oben, das tapezierst halt neu demnächst.
Ein paar Wochen später saß ich auf der Couch, und sah aus dem Augenwinkel, daneben am Boden hebt sich auf einmal der ganze untere Teil der Tapete, und irgendwie hat der Laminat da auf einmal eine ziemlich breite Lücke.
Ich hob die Tapete an und seh nur schwarz - Schimmel!
Ich also den Vermieter angerufen, er war schon ein wenig genervt, aber versprach er kümmert sich drum.
Es passierte eine Woche nix, es passierte zwei Wochen nix, da rief ich ihn wieder an.
Da schreit er mich an, was mir eigentlich einfiel, das wäre doch eh falsches Lüften, und verursacht durch meine Katzen und legt auf.
Ich hab ihn trotzdem noch mehrfach angerufen, der Schaden behebt sich ja nicht von allein, und seine Ausreden wurden immer abstruser.
Im Endeffekt habe ich dann selbst einen Maler kommen lassen, und später den Heizungsinstallateur, der unsere Heizung hier umgebaut hatte, und erfuhr, das Schimmelproblem ist ein defektes Heizungsrohr.
Das interessierte den Vermieter aber überhaupt nicht.
Ich schrieb ihm mehrere Briefe, ging zum Anwalt und Mieterschutzbund, kürzte Miete, und es passierte- nix.
In der Zwischenzeit klemmt dann auch noch das Schlafzimmerfenster und ich fand plötzlich jede Menge Risse in den Wänden, Böden und Decken.
Auch auf dem Trockenspeicher fing der Boden an zu reißen (Der ist übrigens schräg über uns und grenzt an unsere reißende Schlafzimmerwand, und in der Nachbarwohnung konnte man dieselben Risse entdecken, uns ist die ganze Wand komplett durch Putz und Mauersteine durchgerissen)
Wieder mehrfach informiert über diese Mängel, und tatsächlich stand dann eines morgens ein Trupp Handwerker vor meiner Tür, und flickte den Riss.
Aber wirklich nur den an meiner Wand, nicht den der Nachbarin und der Speicher wurde auch nicht beachtet, und der Schimmel im Wohnzimmer auch nicht.
Zwischenzeitlich fiel mir auf, das ich zeitweise eine extreme Hitzeentwicklung in meinem Schlafzimmer hatte, und da kam ich irgendwann auf die Idee, ich kauf mir mal ne Wärmebildkamera.
Kein Billigding, auch nicht absolut teuer, aber ne solide Mittelklasse.
Die ist schon echt gut.
Mit der wanderte ich dann durch meine Wohnung, entdeckte eigentlich fast nur defekte Heizungsrohre und durch Zufall auch noch ein defektes Abwasserrohr im Bad der DG-Wohnung, das sich über meinem Schlafzimmer befindet.
Ich hab dem Vermieter dann mehrere Briefe zwecks Schadensmeldung und Mängelbeseitigung geschickt, per Einschreiben mit Rückschein.
Die hat er gar nicht erst angenommen.
Auf Anrufe reagierte er nicht mehr, auch mein Anwalt erwirkte keinerlei Reaktion.
In der Zwischenzeit begab es sich, das die Nachbarn unter mir immer kranker wurden, mein Mann übrigens auch, dann gab es noch einen Wasserschaden im Bad unter mir, welcher auch nicht repariert wurde.
Die Nachbarn unter mir, die Frau spuckte auf ein mal Blut, hatte Lungenprobleme, der Mann ebenfalls lungenkrank und entwickelte auf ein mal Demenz, und die bauten beide so rasant ab.
Bei meinem Mann wurde auch irgendwie alles schlimmer, inzwischen wurde er arbeitsunfähig, und irgendwie war alles Mist.
Das Jahr 2025 verstrich, nix wurde repariert, die Nachbarin unter mir verstarb, der Nachbar war inzwischen höchstgradigst dement und teilweise gar nicht mehr zurechnungsfähig.
Er zog dann nach dem Tod seiner Frau direkt ins Pflegeheim und die Wohnung unten verblieb unbewohnt, aber noch voll mit ihrem Inventar.
Auch bei meinem Mann wurde die Verschlechterung azf COPD 4, inklusive Herzinsuffizienz fest gestellt, inzwischen lief der Antrag auf Frührente und es war klar, er ist jetzt schwerbehindert, gehbehindert, braucht Sauerstoff und noninvasive Beatmung.
Ich war dann sehr überrascht, als plötzlich der verschollene Vermieter vor der Tür stand, der das von wo auch immer erfahren hatte, und uns die Erdgeschoßwohnung anbot, sobald die Kinder der jetzigen Mieter sie geräumt hätten.
Er wolle dort neue Heizungsrohre verlegen, damit er danach in unserer Wohnung den Schimmel sanieren könnte und auch neue Rohre.
Es war übrigens im letzten Monat, das die Wohnung geräumt wurde, aber keinerlei Informationen mehr von unserem Vermieter, Anfang diesen Monats stieß ich auf die Wohnungsannonce im Internet, konfrontierte ihn damit, und er meinte, er hätte nie was versprochen, und ne, er wollte uns die Wohnung nicht geben.
Inzwischen gibt es tatsächlich eine neue Mieterin.
Und genau jetzt fängt das richtige Dilemma an.
Nachdem er ja schon wieder Versprechen gebrochen hat, und der Schimmel immer noch existiert, habe ich inzwischen das Gesundheitsamt und die Wohnungsaufsicht/Bauordnungsamt informiert, weil, das geht so nicht mehr.
Gestern war dann übrigens die neue Mieterin das erste Mal in ihrer Wohnung, und ab da wird es komisch.
Man muß sich vorstellen, die Wohnung war jetzt gut 6 Monate unbewohnt, kein Fenster auf und, wie mir jetzt erst klar wurde, der Wasserschaden von dem der Nachbar sprach, der wurde scheinbar nicht behoben.
Während der Räumung dachte ich im vorbei laufen schon immer, oh, da riecht es aber richtig muffig, es kratzte ein wenig im Hals, da dachte ich mir nix bei.
Die neue Mieterin war gestern ein paar Stunden da, und öffnete alle Fenster, klar bei dem Gestank.
Der verbreitete sich dann richtig penetrant.
Irgendwie faulig, muffig, fast schon verwesend.
Mir wurde richtig schlecht davon und dann bekam ich plötzlich Atemnot.
Jetzt kommt mal ein kleiner Wurf zurück ins Jahr 1995.
Ich, damals süße 17, lebte noch bei meinen Eltern und bekam plötzlich Atemnot, Hustenanfälle und kam irgendwie gar nicht mehr klar.
Diagnostiziert wurde Asthma, scheinbar allergisch verursacht, später stellte sich raus, es war Schimmel der das auslöste.
Da war nämlich ein unentdeckter Wasserschaden hinter meiner Schlafcouch.
Genau den gleichen Anfall hatte ich gestern und hab ihn seit dem durchgehend.
Ich war heute Nacht noch im Krankenhaus, weil ich absolut keine Luft mehr kriegte.
Und ja, es ist Asthma, und ja, es ist allergisch bedingt, und ich denke, darauf müsste man jetzt testen, das Schimmel der Auslöser ist.
Und zwar nicht meine Schimmelart, mit der ich seit Monaten lebe, der tut mir komischerweise nix, sondern der einer Wohnung schräg unter mir.
Und sowas vermietet et noch wissentlich, wahrscheinlich genau aus dem Grund nicht an uns, weil wir würden ihm ja dann wegen Schimmel aufs Dach steigen.
Und jetzt bin ich verdammt sauer.
Nicht, weil er die Wohnung anderweitig vermietet hat, ne, dafür bin ich ihm grad richtig dankbar.....
Aber, das er jetzt andere Leute wissentlich in eine krank machende Wohnung ziehen lässt.
Das ist so skrupellos.
Und ich wünsche mir sehr, das er dafür nächste Woche von der Stadt einen richtigen Dämpfer bekommt.
Meine Asthmaanfälle kamen jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Es ist schon ewig dokumentiert, das ich Schimmelallergiker bin, scheinbar aber nur bei hohen Konzentrationen oder bestimmten Arten, und das ich ansonsten keinerlei Probleme damit habe.
Deswegen kann das kein Zufall sein, das ich ausgerechnet jetzt, nach jahrzehntelanger Symptomfreiheit wieder Asthmaanfälle kriege.
Hat irgendwer Tipps, wie ich den jetzt richtig auflaufen lasse?
Sorry, das er wissentlich Menschen krank macht, dagegen muß man was tun.





