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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

3.657 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 18:16
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:(was so auch nicht stimmt, es gab schon erfolgreiche Rettungen gestrandeter Großwale), hätte er ganz einfach nicht so lange im Ostseeschlick überlebt.
Welche Beispiele hast Du denn da?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich hielte es für sehr, sehr viel wichtiger, zu forschen, warum vermehrt Großwale in der Ostsee (zu) landen (scheinen) und wie man das ggf. verhindern könnte
Das waere in der Tat interessant.
Oder Techniken, um einen Wal wieder in die Richtige Richtung zu leiten.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 19:01
Hier noch mal eine (traurige) Aufarbeitung, welche Verletzungen Hope bereits vor den "Schaukelbildern" und den versuchten Freilassungen festgestellt wurden. Und eine Aufarbeitung der Abläufe anhand von Jeffs Statement.
So ab Minuten 20 geht es um die Aussagen.

Youtube: Wal HOPE: Jeffs NEUE Aussage lässt alles kippen
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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 19:48
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Welche Beispiele hast Du denn da?
Erst im April 2026 in New South Wales wurde ein gestrandeter Buckelwal gerettet
https://www.goodnewsnetwork.org/group-works-together-to-save-humpback-whale-after-it-became-stranded-on-australian-sandbar/

2018 ein Buckelwal in Argentinien.
https://www.abc.net.au/news/2018-10-02/stranded-whale-returns-to-sea-after-two-day-operation/10327802

2025 ein Buckelwal in Angola
https://iwc.int/resources/news/successful-refloating-of-stranded-humpback-whale


Und das sind jetzt nur die, die ich auf die Schnelle gefunden hab. Es gibt sicher noch mehr.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 20:07
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Warum sollte man da forschen ? Es gab und gibt keine Sprengung , Erschießung oder sonstige Killermethoden bei einem lebendigen Tier , das noch einen hohen Lebenswillen zeigt
ich kapiere nicht, wie man sowas fragen kann, im Angesicht dessen, dass es für den Wal nur die Wahl zwischen "Pest und Cholera" gab.
Ihn einfach liegen lassen, war keine Option und wie man sah, gab's auch kein gutes Mittel, ihn wieder zum Meer zu bringen.

Bezüglich Erlösung wirkst du hier nun sehr wütend:
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Die Leute , die das fordern , denen sollte man das Internet für ein paar Jahre mal sperren oder sofort in eine Anstalt einliefern
hier wollte ich beinahe sagen, Userbeleidigung ist nicht gerne gesehen, aber hat sich schon erledigt, wie ich sah.

Wie du siehst, ist es also tasächlich schon möglich, Wale zu erlösen:
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das Australien Government hat folgende Richtlinie
National Guidelines for Euthanasia
of Stranded Large Whales
ausgearbeitet - demnach gibt es Euthanasie grosser Wale durch Erschiessen oder Sprengung (neben der Injektion einer tödlichen Medikamentendosis).
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Und es gibt ja auch bereits Studien dazu, bzw verschiedene Methoden, die angewendet werden, wie das einschläfern per Injektion, Schuss oder das ausbluten lassen nach Betäubung. Bei Großwalen ist die Sprengung ebenfalls genannt.
Mein Bekannter heute hatte also Recht, dass Erschießen auch eine Option ist.

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Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Was würdest du wohl zu einer Tierärztin sagen , die deinen sehr jungen Hund einschläfern möchte , obwohl dieser nur ausgehungert und am verdursten ist und deshalb geschwächt wäre , obwohl Puls und Atmung noch vollkommen intakt wären ? Und dies , obwohl sie deinen Hund nicht mal untersucht hätte
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das Beispiel passt doch so gar nicht.
Da müsstest Du schon sagen, ein Hund, der angefahren wurde, großflächig Kraetze hat und möglicherweise etwas im Verdauungstrakt, was eine weitere Nahrungsaufnahme erschwert
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Und beim Wal kommt noch hinzu, dass er aus der Ostsee heraus muss, um genesen zu können - und dafür gab und gibt es kein geeignetes Gefährt
In diesem Sinne wollte ich auch antworten.
RomanTisch, du vergleichst hier mit dem kleinen Haustier Äpfel mit Birnen.

Einen Hund kann man ganz leicht transportieren, einen Wal halt leider nicht.

Also noch mal: Was gab's denn für tolle Alternativen für den Wal und für zukünftig gestrandete Wale?
Wieder so eine schmerzhafte Rettung aus einer Barge?
Da sage ich mal im Namen des Wales: schönen Dank auch.

Liegen lassen willste ihn verständlicherweise auch nicht, erlösen aber auch nicht.
Na was willste denn?
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Noch mal dazu:
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Warum sollte man da forschen ? Es gab und gibt keine Sprengung , Erschießung oder sonstige Killermethoden bei einem lebendigen Tier , das noch einen hohen Lebenswillen zeigt
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:...ausschlaggebende Kriterien fuer eine Euthanasie koennen z.B. sein, dass es logistisch nicht moeglich ist, das Tier auf das offene Meer zu bekommen oder dass es ein zu hohes Risiko oder Stress fuer das Tier waere - hier, ab S.24.
Lebenswille ist kein Kriterium - waere auch schlecht messbar. Nicht alle glauben an Walfluesterer.....
ganz genau.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Dass so ein Tier in der Ostsee kaum eine andere Möglichkeit hat, als zu stranden, darf man bei dieser Strandung mMn nicht außer Acht lassen
so isses.
Er hatte also keine Chance da raus zu kommen, wäre immer wieder gestrandet.
Also dann ständig zuschauen, wie er immer wieder mal bissel frei kommt, um dann wieder auf einer Sandbank zu landen?
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:. In der Ostsee herrschen ganz andere Bedingungen vor, die eben auch der alleinige Grund für Strandungen sein können. Die ist für Buckelwale einfach zu flach und zu laut
richtig. Und wenn man das weiß, was ist nun die Alternative?
Das hier? :
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ein früheres Eingreifen, anstelle eines Ausruhens auf Wahrscheinlichkeiten, hätte diesem Wal mMn helfen können
wie häte denn ein frühes Eingreifen aussehen können? (Sh dazu deine obigen Zeilen). Oder wieder eine Barge mit all den Unwägbarkeiten und Verletzungsgefahren?
------------------------------------------
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann.
das hat sich nun erledigt, es gibt ja Methoden, man hätte sie nur anwenden müssen...
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich hielte es für sehr, sehr viel wichtiger, zu forschen, warum vermehrt Großwale in der Ostsee (zu) landen (scheinen) und wie man das ggf. verhindern könnte
hier bin ich völlig bei dir.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 20:15
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Erst im April 2026 in New South Wales wurde ein gestrandeter Buckelwal gerettet
Deine Beispiele der geretteten Wale spielen sich alle nicht in der Ostsee ab.
Du hattest ja selbst zum Ausdruck gebracht, dass eine Rettung aus der Ostsee nicht so einfach ist.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 20:37
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und das sind jetzt nur die, die ich auf die Schnelle gefunden hab
Zu erwähnen ist jedoch, dass bei diese hier gezeigten Fälle, alle Buckelwale in einem besseren Gesundheitszustand befanden haben, besonders der Wal, der in New South Wales gestrandet war
Trotz der Strapazen ist der Wal in einem guten Zustand, er hat lediglich einige kleinere Hautprobleme durch die Sonneneinstrahlung.
Quelle: siehe oben

Das lag vielleicht daran, dass der Salzgehalt in diesem Gewässer, dem der Meere besteht. Timmy lag in der Ostsee,wo der Salzgehalt niedriger war und er somit größere Hautprobleme hatte. Jedoch wussten die Helfer dort, wie man die besser retten kann und vor allem schneller,da gibt's nicht so eine dumme Bürokratie wie bei uns.
In all diesen oben genannten Fällen, war das Meer garantiert näher dran, als der Atlantik von Timmy damals. Deswegen gab es für diese Wale viel weniger Strapazen und man musste nicht zwei oder dreimal überlegen, ob eine Rettung hilfreich und sinnvoll wäre, denn sie war es. Da gab es keine Zweifel, wie bei uns.
Wären diese Wale genauso in einem schlechten Zustand wie Timmy, würde es mich interessieren, ob die dort genauso gerettet werden hätten.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Einfach wegschauen, nachdem die Menschen ein Tier in eine Notlage gebracht haben
Welche menschliche Notlage meinst du, die man Timmy gebracht hat?
Das der Wal gestrandet war? Das haben nicht die Menschen verursacht,dass passiert schon, seit es Wale gibt, vor Millionen von Jahren. Oder meinst du, Timmy vor dem Netz befreien, die er im Maul hatte?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Weil Tierärzte mit Haus- und Nutztieren gemeinhin mehr als ausgelastet sind. Und sie mit Wildtieren keine Erfahrung haben.
In Deutschland gibt es vielleicht viel zu wenig spezialisierte Tierärzte. Die meisten sind nur für die typischen Haustiere, Hund,Katz, Nager, Vögel spezialisiert. Selbst spezielle Tierärzte für Reptilien gibt es viel zu wenig. Da muss man bereits schon suchen gehen, schweige dem noch für Wildtieren. Da sieht's noch schlechter aus.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

27.05.2026 um 08:06
Zitat von OptimistOptimist schrieb:
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ein früheres Eingreifen, anstelle eines Ausruhens auf Wahrscheinlichkeiten, hätte diesem Wal mMn helfen können
wie häte denn ein frühes Eingreifen aussehen können? (Sh dazu deine obigen Zeilen). Oder wieder eine Barge mit all den Unwägbarkeiten und Verletzungsgefahren?
Warum nicht wieder eine Barge? Natürlich nicht wie die jetzt verwendete. Wie gesagt, ich fand das Konzept grundsätzlich schon ziemlich gut und finde es optimierbar. Man darf auch nicht vergessen, dass so Einiges einfach an dem Faktor Zeit scheiterte.

Das hier schon mal gebrachte Argument, man könnte eine solche Barge zu selten nutzen, finde ich eher zweitrangig, da gibt es genügend Beispiele für wesentlich unsinnigere Anschaffungen auf Steuerkosten in diesem Land.

Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste von ambitionierten fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein.

Mit einem dazu durchdachten Notfallplan mit klar strukturierter und zeitnah einsetzender Durchführung fände ich dies Konzept nach wie vor geeignet, gestrandete Großwale aus der flachen Ostsee lebend zu bergen.

Wohlgemerkt nach einer Gesundheitsprüfung, die eine Lebendbergung vertretbar zulässt.

Sollte ein Wal nachweislich überprüfbar so schwer krank/verletzt sein, dass eine schnelle Rettung von vornherein aussichtslos erscheint, wäre die Option Erlösen das Mittel der Wahl.

Für eine hierfür sichere Prüfung und individuelle Beurteilung müssten klare Konzepte erarbeitet und Standards entwickelt werden.

Ein reines Liegenlassen und Abwarten bei Lebendstrandungen halte ich für grundsätzlich falsch.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Dass so ein Tier in der Ostsee kaum eine andere Möglichkeit hat, als zu stranden, darf man bei dieser Strandung mMn nicht außer Acht lassen
so isses.
Er hatte also keine Chance da raus zu kommen, wäre immer wieder gestrandet.

Also dann ständig zuschauen, wie er immer wieder mal bissel frei kommt, um dann wieder auf einer Sandbank zu landen?
Natürlich nicht. Genau deswegen macht eine Barge wie oben beschrieben Sinn. Man kann einen Wal nicht mal eben von der Ostsee in den Atlantik guiden. Dafür braucht es halt ein optimal konzipiertes Bergungs-/Rettungsfahrzeug.
Zitat von orletsorlets schrieb:Zu erwähnen ist jedoch, dass bei diese hier gezeigten Fälle, alle Buckelwale in einem besseren Gesundheitszustand befanden haben, besonders der Wal, der in New South Wales gestrandet war
Trotz der Strapazen ist der Wal in einem guten Zustand, er hat lediglich einige kleinere Hautprobleme durch die Sonneneinstrahlung.
Ob der Ostsee-Wal in einem viel schlechteren Gesundheitszustand bei Strandung war, ist fraglich. Ein Netz im Maul war fraglich. Selbst eine Frau Dr. Siebert (TiHo Hannover/ITAW) sah den Gesundheitszustand des Wals bei Strandung als nicht so dramatisch an. Hierzu gab es ein Interview mit ihr (ca. Ende März), welches mittlerweile leider aus dem Netz verschwunden ist. Ihre Unterschrift unter dem Gutachten stimmt für mich da nicht so wirklich mit dem vorher Gesagten überein.

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Es tut sich nichts in Sachen Obduktion.
Die dänischen Behörden geben sich auffallend zurückhaltend. An diesem Dienstag sollte der vierte Versuch stattfinden. Doch dieses Mal kam nicht mal ein Boot. Niemand kam. Auch nicht die Erklärung dafür. Dabei war vorgesehen, Timmy endlich in den Hafen zu ziehen und dort zu obduzieren. Die Todesursache sollte geklärt werden. Ein sauberer Abschluss – zumindest theoretisch.
Quelle:
https://m.bild.de/news/ausland/grosser-wal-kleiner-fortschritt-timmy-liegt-immer-noch-am-strand-keiner-weiss-warum-6a15a1be3985a21ca1651eb9?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

27.05.2026 um 08:09
Meiner Meinung nach wäre das wichtigste Prävention. Forschung darüber wie man diese elenden Netze entschärfen kann z.B., da wären die 2 Mio tausendmal besser aufgehoben gewesen als bei dieser schier endlosen Quälerei des einen Wals.
Aber ok, das hätte den Protagonisten kaum Aufmerksamkeit gebracht.

Desweiteren muss man jetzt überlegen wie man den nächsten Wal zügig von seinem Leid erlöst und nicht erst Wochen leiden lässt, dann das Leiden durch Menschenhand noch vergrößert indem man ihn durch die Gegend schleppt und immer weiter Verletzungen zufügt.


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27.05.2026 um 08:42
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Deine Beispiele der geretteten Wale spielen sich alle nicht in der Ostsee ab.
Ebenso wie die Strandungen von Buckelwalen mit tödlichem Ende, wegen denen man lden Schluss zu ziehen habe, dass Wale nach Strandungen grundsätzlich nicht mehr lebensfähig seien, sich nicht in der Ostsee abspielten.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ob der Ostsee-Wal in einem viel schlechteren Gesundheitszustand bei Strandung war, ist fraglich. Ein Netz im Maul war fraglich. Selbst eine Frau Dr. Siebert (TiHo Hannover/ITAW) sah den Gesundheitszustand des Wals bei Strandung als nicht so dramatisch an. Hierzu gab es ein Interview mit ihr (ca. Ende März), welches mittlerweile leider aus dem Netz verschwunden ist. Ihre Unterschrift unter dem Gutachten stimmt für mich da nicht so wirklich mit dem vorher Gesagten überein.
Das Interview gab es also doch. Ich dachte mittlerweile echt schon, ich wäre total bescheuert und hätte mir das komplett eingebildet.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

27.05.2026 um 08:49
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Das hier schon mal gebrachte Argument, man könnte eine solche Barge zu selten nutzen, finde ich eher zweitrangig, da gibt es genügend Beispiele für wesentlich unsinnigere Anschaffungen auf Steuerkosten in diesem Land.
Es geht nicht um Argumente, sondern um Realität :)
Keiner wird das machen, geschweige finanzieren.


Hast du zufällig in das Video reingeschaut, welches ich gestern reingestellt habe? Ich glaube die Barge war keine gute Idee und auch mit Umbau nicht tauglich. Es gab aber durchaus andere Ideen bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sie weiter durchdacht, funktionieren könnten und nicht nur die Verletzungensgefahr minimieren, sondern auch relativ günstiger wären. Man könnte vielleicht nicht so weit raus, aber da frag ich mich eh ob nötig und sinnvoll.
Problem ist, dass sich eben die richtigen Menschen zusammensetzen müsste und das Ego draußen bleibt und schon daran wird es scheitern.


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27.05.2026 um 09:35
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Es geht nicht um Argumente, sondern um Realität :)
Keiner wird das machen, geschweige finanzieren.
Ja traurig eigentlich, wo Jahr für Jahr soviel Geld für Unsinniges aus dem Fenster geworfen wird ....
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich glaube die Barge war keine gute Idee und auch mit Umbau nicht tauglich.
So, wie sie beschaffen war, natürlich nicht.
Warum sollte eine optimierte Barge so nicht tauglich sein? :
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste von ambitionierten fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein.

Mit einem dazu durchdachten Notfallplan mit klar strukturierter und zeitnah einsetzender Durchführung fände ich dies Konzept nach wie vor geeignet, gestrandete Großwale aus der flachen Ostsee lebend zu bergen.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Hier noch mal eine (traurige) Aufarbeitung, welche Verletzungen Hope bereits vor den "Schaukelbildern" und den versuchten Freilassungen festgestellt wurden. Und eine Aufarbeitung der Abläufe anhand von Jeffs Statement.
Sämtliche Dinge in dem Video, bis auf ein wichtiges Detail, waren mir davon bereits bekannt.

Die "Schaukelbilder" waren vom Freitag und die ersten schweren Verletzungen hat sich der Wal bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der ungesicherten Barge (fehlende Abpolsterungen) bei hohem Seegang zugezogen.

Das Detail, welches mir bisher nicht bekannt war:
Am Freitagabend! gab es zwischen den Beteiligten vorab eine Besprechung für den Samstagmorgen, dass nochmal dieselbe Aktion wie am Freitag bzgl. Freisetzung stattfinden wird, diesmal dann auch mit Hilfe des Schleppers, da es mit dem Schlauchboot nicht funktioniert hat ...
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Es gab aber durchaus andere Ideen bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sie weiter durchdacht, funktionieren könnten und nicht nur die Verletzungensgefahr minimieren, sondern auch relativ günstiger wären. Man könnte vielleicht nicht so weit raus, aber da frag ich mich eh ob nötig und sinnvoll.
So weit wie möglich und abseits von stark befahrenen Routen hinaus zu kommen ist sicher nötig und sinnvoll.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Problem ist, dass sich eben die richtigen Menschen zusammensetzen müsste und das Ego draußen bleibt und schon daran wird es scheitern.
Warum das? Sowohl die Planung als auch ein durchführendes Team müsste schon lange vorher feststehen, bevor ein Wal stranded.
Es gibt genügend sachverständige Menschen auf der Welt, die dies bewerkstelligen könnten.

Ich finde, man kann viel aus der jetzigen Aktion für die Zukunft mitnehmen, wenn man Wale lebend retten und in ihr natürliches Habitat zurückbringen WILL.


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27.05.2026 um 09:49
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ob der Ostsee-Wal in einem viel schlechteren Gesundheitszustand bei Strandung war, ist fraglich. Ein Netz im Maul war fraglich. Selbst eine Frau Dr. Siebert (TiHo Hannover/ITAW) sah den Gesundheitszustand des Wals bei Strandung als nicht so dramatisch an. Hierzu gab es ein Interview mit ihr (ca. Ende März), welches mittlerweile leider aus dem Netz verschwunden ist. Ihre Unterschrift unter dem Gutachten stimmt für mich da nicht so wirklich mit dem vorher Gesagten überein.
Das Interview gab es also doch. Ich dachte mittlerweile echt schon, ich wäre total bescheuert und hätte mir das komplett eingebildet.
Das gab es zu 100% und kam in irgendeiner Kurz-Reportage über den Wal. Ich war jetzt auch etwas perplex, da nicht mehr auffindbar.


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27.05.2026 um 09:57
Zitat von ShilohShiloh schrieb:So weit wie möglich und abseits von stark befahrenen Routen hinaus zu kommen ist sicher nötig und sinnvo
Neben Gefahr für Menschen und Tier auf hoher See,bleibt der medizinische Faktor.
Im schlimmsten Fall wird der Zustand falsch eingeschätzt und man zieht das Tier zum absaufen aufs Meer.
Raus aus der Bucht, guiden...
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Es gibt genügend sachverständige Menschen auf der Welt, die dies bewerkstelligen könnten.
Absolut....aber auch da stoßen wir wieder an die Realität. Wo waren die? Schau dir Greenpeace, SH oder den Umgang mit und von RML an.
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ich finde, man kann viel aus der jetzigen Aktion für die Zukunft mitnehmen, wenn man Wale lebend retten und in ihr natürliches Habitat zurückbringen WILL.
Absolut. Alleine das Thema Haut fand ich interessant. Bewässerung, Tücher.....selbst wenn man nur hofft, dass Tier schwimmt sich selbst frei, wäre das definitiv eine Hilfestellung. Baggern und diese Saug-Blas Dingers :D könnten sicher für solche Fälle optimiert werden, das guiden usw.
Und das wichtigste wahrscheinlich: zackig handeln.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

27.05.2026 um 10:46
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Hier noch mal eine (traurige) Aufarbeitung, welche Verletzungen Hope bereits vor den "Schaukelbildern" und den versuchten Freilassungen festgestellt wurden
Das ist wirklich echt aufschlussreich dieses Video und so traurig (die Verletzungen durch die Barge...)
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:...Ich glaube die Barge war keine gute Idee und auch mit Umbau nicht tauglich. Es gab aber durchaus andere Ideen bei denen ich mir vorstellen könnte, dass sie weiter durchdacht, funktionieren könnten
was für andere Ideen gab es?
Mir würde mal so ganz laienhaft ein riesengroßes Netz einfallen (falls es sowas gibt), worin man den Wal einschließt und dieses Netz dann durchs Gewässer ziehen.
Aber da könnte ich mir vorstellen, dass der Wal gar nicht wüsste, was los ist und vielleicht in Panik geraten könnte.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Problem ist, dass sich eben die richtigen Menschen zusammensetzen müsste und das Ego draußen bleibt und schon daran wird es scheitern
Genau, Ego ist immer hinderlich und stört eine Zusammenarbeit, wenn jeder etwas zu melden haben will und teilweise ja auch muss.

Der Kapitän war für das Schiff und Barge und die Sicherheit zuständig und das Rettungsteam für das Tierwohl.
Da muss es ja zwangsläufig Interessenkonflikte schon alleine von daher geben.


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27.05.2026 um 11:13
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:
Zitat von ShilohShiloh schrieb:So weit wie möglich und abseits von stark befahrenen Routen hinaus zu kommen ist sicher nötig und sinnvo
Neben Gefahr für Menschen und Tier auf hoher See,bleibt der medizinische Faktor.
Im schlimmsten Fall wird der Zustand falsch eingeschätzt und man zieht das Tier zum absaufen aufs Meer.
Raus aus der Bucht, guiden...
Ich halte das Guiden über eine so lange Strecke von mehreren hundert Kilometern für nicht sicher durchführbar. Eben aufgrund vieler Flachwasserzonen und Sandbänke Diese stören das körpereigene Magnetfeld zur Orientierung des Wals. Hinzu kommt der immense geballte Schiffsverkehr auf solch' einer Strecke.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Es gibt genügend sachverständige Menschen auf der Welt, die dies bewerkstelligen könnten.
Absolut....aber auch da stoßen wir wieder an die Realität. Wo waren die? Schau dir Greenpeace, SH oder den Umgang mit und von RML an.
Ich schrieb, dass es genügend sachverständige Menschen gibt, in diesem Kontext:
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Sowohl die Planung als auch ein durchführendes Team müsste schon lange vorher feststehen, bevor ein Wal stranded.
Es gibt genügend sachverständige Menschen auf der Welt, die dies bewerkstelligen könnten.
Es geht um die zukünftig VOR einer Strandung erforderliche Planung und Teamaufstellung. Dies war in diesem Fall gar nicht zu bewerkstelligen, Faktor Zeit halt. Einmal war die ungenutzte Zeit vor dem Rettungsversuch viel zu lang, ab dem Rettungsversuch dann leider bereits bedenklich kurz. Aber das geht besser ....
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Tücher.....selbst wenn man nur hofft, dass Tier schwimmt sich selbst frei,
Und damit wären wir wieder beim Verhalten des jetzigen Falls. Hoffen, dass es sich von alleine erledigt ... Ich denke, bei Lebendstrandungen in der Ostsee sind die Chancen eines "alleine wieder herausfinden" ziemlich gering. Und auch, wie hier passiert, ein Guiden durch neue Flachwasserzonen und Sandbänke wahrscheinlich immer wieder schnell zum Scheitern verurteilt.

Man müsste zukünftig in der Lage sein, einen lebend gestrandeten (und nach Untersuchung noch überlebensfähigen) Wal ohne jegliches Zögern, mit einem sicheren Transportmittel und klarem Konzept direkt bis zum Atlantik zu bringen. Ohne Umwege, ohne unsicheres Guiden über etliche hunderte Kilometer in evtl.wieder andere Flachwasserzonen oder gar auf die nächste Sandbank.


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27.05.2026 um 11:21
Zitat von OptimistOptimist schrieb:was für andere Ideen gab es?
Das erfordert eine etwas längere Antwort, für die ich gerade keine Zeit habe, aber ich antworte gerne später :)
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Ohne Umwege, ohne unsicheres Guiden über etliche hunderte Kilometer in evtl.wieder andere Flachwasserzonen oder gar auf die nächste Sandbank.
Und wenn der Wal kranker ist als gedacht? Die medizinische Möglichkeiten sind begrenzt. Ich sehe die Gefahr des unabsichtlichen oder von einigen Seiten auch absichtlichen entladen eines Problems und keine zwingende Rettung.


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27.05.2026 um 11:36
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Und wenn der Wal kranker ist als gedacht? Die medizinische Möglichkeiten sind begrenzt. Ich sehe die Gefahr des unabsichtlichen oder von einigen Seiten auch absichtlichen entladen eines Problems und keine zwingende Rettung.
Das gilt es natürlich zu verhindern. Ob absichtlich oder unabsichtlich. So begrenzt sind die medizinischen Möglichkeiten nun nicht.
Ich stelle mit da als wichtige Maßnahmen eine aussagekräftige Blutabnahme sowie Proben aus dem Blas vor. Damit bekäme man schon sehr viele Informationen, um den Gesundheitszustand seriös einordnen zu können.


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27.05.2026 um 12:02
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Natürlich nicht. Genau deswegen macht eine Barge wie oben beschrieben Sinn. Man kann einen Wal nicht mal eben von der Ostsee in den Atlantik guiden. Dafür braucht es halt ein optimal konzipiertes Bergungs-/Rettungsfahrzeug.
Es gibt keine Hochsee-Bargen. Die Barge ist bei gutem Wetter soweit gekommen wie möglich. Bargen sind für Binnen- und Küstengewässer (bei wenig Seegang) konzipiert. Man müsste die Barge auf ein seltenes und sehr teures Spezialschiff (LASH-Carrier) hieven, um den Atlantik zu erreichen. Ich finde es schon bezeichnend, dass niemand in der "Rettungscrew" schon beim Entwurf des Plans gemerkt hat, dass man mit der Barge den Atlantik niemals erreichen kann.

Mein Beitrag vom 28.4.:
Zitat von KappeskoppKappeskopp schrieb am 28.04.2026:Wohin will man den Wal eigentlich genau verfrachten? Einfach in die Nordsee reicht doch auch nicht. Wenn er dann nach Süden schwimmt landet er am/im Wattenmeer oder Ärmelkanal, eine ähnliche Falle wie die Ostsee. Und mit dem Schubkahn kommt man doch nicht in den offenen Atlantik oder wenigsten in die nötdliche Nordsee.



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27.05.2026 um 12:19
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Und eine Aufarbeitung der Abläufe anhand von Jeffs Statement.
So ab Minuten 20 geht es um die Aussagen.
Ein gut ausgearbeitetes Video.
Besonders interessant wohl für jene, die meinen, man würde der Initiative die Schuld zuschieben wollen.

In dem Video werden sehr viele Widersprüche der Initiative in Bezug auf die letzten Tage von Hope in der Barge angesprochen, alles belegbar.


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27.05.2026 um 15:03
Zitat von KappeskoppKappeskopp schrieb:Ich finde es schon bezeichnend, dass niemand in der "Rettungscrew" schon beim Entwurf des Plans gemerkt hat, dass man mit der Barge den Atlantik niemals erreichen kann.
Ach komm? Die haben ja auch nicht bemerkt, dass der Wal viel zu groß für diese Barge war. Wie schwer wäre es wohl gewesen das Tier zu vermessen, bevor man eine Barge umbauen lässt?

Für den Transport einer Katze nimmt man ja auch keinen Nagerkäfig nur weil der auch ein Transportmittel wäre.


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