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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

3.657 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 18:50
Zitat von orletsorlets schrieb:denn das einzige was wir daraus gelernt haben,ist sich nicht mehr einzumischen, auch wenn der Anblick eines solchen Wals weh tut.
Seh ich nicht so und finde ich auch ein komisches Denken. "Wir konnten die einklemmte Person nicht retten, lassen wir ab jetzt...."

Aber ne offene Fehleranalyse braucht es. Und Weiterentwicklung....wie können wir dem Tier helfen? Wie können wir es erlösen? Können wir guiden "lernen"? Tücher gute Idee, Barge kacke....


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 18:51
Ich will und darf euch nichts verlangen, aber es hilft hier auch nichts, gegen all das zu meckern, was in unseren Gewässern von menschlicher Seite her passiert.
Zahlreiche Wal- und Meeresschutzorganisationen setzen sich aktiv dafür ein, Netze (aktive Stellnetze und sogenannte Geisternetze) aus den Ozeanen zu entfernen und tödlichen Beifang zu verhindern. Nur eine Mitgliedschaft in solchen Organisationen kann helfen, in Zukunft unsere Meerestiere besser zu schützen. Wale werden trotzdem stranden,das kann man nicht verhindern, das passiert seit Millionen Jahren, aber sie stranden und sterben nicht so häufig und hoffentlich bald gar nicht mehr, mit einem Netz im Maul/Bauch. Dafür müssen wir Verantwortung tragen.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 19:12
Zitat von orletsorlets schrieb:mit menschlicher Hilfe ist er wahrscheinlich noch qualvoller gestorben.
Dies glaube ich bis heute nicht , wahrscheinlich hätte er viel länger gelebt , als die knapp 8 Wochen nach der 1. Sichtung . Von den Experten war er ja schon 100mal totgesagt , max. 21 Tagen Überlebenschance eingeräumt bekommen. (wurde ja widerlegt) Dies bekam Herr Backhaus wiederholt von Experten in den mündlichen Gesprächen in den Runden , die stattfanden , so mitgeteilt.
Auch das Menschen jetzt keine Fische mehr verzehren sollten , halte ich für Schwachsinn. Wäre das gleiche , wenn man sagen würde , das Menschen kein Fleisch mehr verzehren sollten . In D hat man im Gegensatz zu den meisten oder sogar allen europäischen Ländern zumindest mal eine Drosselung der Geschwindigkeiten von Schiffen in Küstengewässern durchgesetzt ( Lärmreduzierung). Ein Anfang ist schon gemacht. Allerdings benötigt es noch weiterer umfangreicher Maßnahmen.


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25.05.2026 um 19:15
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Auch das Menschen jetzt keine Fische mehr verzehren sollten , halte ich für Schwachsinn. Wäre das gleiche , wenn man sagen würde , das Menschen kein Fleisch mehr verzehren sollten .
Nuja....also es soll Menschen die das zumindest für sich so sehen und sagen, hab ich gehört :D


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25.05.2026 um 19:28
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Seh ich nicht so und finde ich auch ein komisches Denken. "Wir konnten die einklemmte Person nicht retten, lassen wir ab jetzt...."
Eben. So eine Rettung erfolgreich durchzuführen müsste das erste Ziel sein.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Barge kacke....
So, wie sie in diesem Fall war, ja. Fand das Konzept aber grundsätzlich schon ziemlich gut und finde es weiter ausbaubar.

Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste doch von fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein. Es bräuchte ferner einen durchdachten Notfallplan mit klarer Kommunikation und einer strukturierten Durchführung.

Erst wenn ein Wal nachweislich überprüfbar so schwer krank/verletzt ist, dass eine schnelle Rettung völlig aussichtslos erscheint, wäre die Option Erlösen relevant. Für eine hierfür sichere Prüfung und individuelle Beurteilung müssten klare Konzepte erarbeitet und Standards entwickelt werden.


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25.05.2026 um 19:40
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste doch von fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein. Es bräuchte ferner einen durchdachten Notfallplan mit klarer Kommunikation und einer strukturierten Durchführung.
Das wird sehr teuer für sehr wenig Einsätze. Das wird wohl keiner machen und das verstehe ich auch. Für mich vorab noch wichtig: der Zustand des Tieres muss besser beurteilt werden können, z B. durch Blutabnahme. Bei Hope bleibt für mich auch die Frage des Netzes im Maul oder im Magen. Sowas muss eigentlich alles vorher gecheckt werden (können), wollen wir nicht Gefahr laufen, dass Tier ohne Überlebenschance im Meer abzuladen, auch weil es für uns "einfacher zu ertragen" ist.

Ein wirkliches Expertenteam würde ich allerdings sehr begrüßen.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 19:40
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Eine breitere Barge mit Drehmöglichkeit für Großwale, zu öffnende absenkbare Seiten, dazu eine Hochseetauglichkeit und ein im Innern der Barge gut funktionierendes Sicherungssystem für Mensch und Tier, das müsste doch von fähigen Technikern durchaus umsetzbar sein. Es bräuchte ferner einen durchdachten Notfallplan mit klarer Kommunikation und einer strukturierten Durchführung
Das wäre sicher machbar.
Aber ob sich Leute finden würden die so viel Geld investieren wollen, wenn es doch nicht jeden Tag vor kommt, dass ein Wal gerettet werden muss?
Unternehmer und Redereien machen doch meistens nur etwas, wenn sich etwas finanziell lohnt. 😉
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Erst wenn ein Wal nachweislich überprüfbar so schwer krank/verletzt ist, dass eine schnelle Rettung völlig aussichtslos erscheint, wäre die Option Erlösen relevant. Für eine hierfür sichere Prüfung und individuelle Beurteilung müssten klare Konzepte erarbeitet und Standards entwickelt werden
dem stimme ich zu.
Für diesen Wal reichte leider die Zeit nicht mehr für optimale Konzepte.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Heißt , die Experten und das Ministerium hätten ihn verhungern lassen vor Poel , welch eine Tierquälerei.
Und dies stellt für mich eine größere Tierquälerei dar , als der Versuch ihn zu retten
Wenn der Rettungsversuch nicht mit so offensichtlichen Qualen für Timmy verbunden gewesen wäre, würde ich dir zustimmen.
Nun sage bitte nicht: wir waren nicht dabei, könen es nicht wissen.
Es spricht leider zu viel dafür, dass er gelitten hatte.
Zitat von orletsorlets schrieb:Timmy wäre auch ohne menschliche Hilfe gestorben, mit menschlicher Hilfe ist er wahrscheinlich noch qualvoller gestorben
das denke ich genauso.

Nun wäre die Frage, ob ein Verhungern am Ende quälender ist als unerträgliche Schmerzen...

Außerdem überlege ich mir gerade Folgendes: wie sieht es mit der Trinkerei eines Wales aus - kann er das Wasser der Ostsee vertragen ? Und falls nicht, ist es dann so ähnlich wie bei Menschen, dass der Tod dann bei Flüssigkeitsmangel schnell eintreten kann? (könnte ich die KI fragen, aber vielleicht weiß es zufällig jemand?)
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Das ist wohl auch das einzige, was ich für mich derzeit gesichert sagen kann: Nichtstun ist und war für mich menschlich und aus Tierwohlsicht in dem Fall keine Option. Leid lindern, erlösen
Das hätte ich auch bevorzugt gerne gesehen.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Allerdings muss man schon einräumen, dass die allermeisten Berichte eher kritisch bis sehr kritisch gegenüber dem Rettungsversuch gehalten sind
den beurteile ich auch kritisch, weil er eben purer Stress und schmerzvoll war (das geben nun mal leider die Berichte her)
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Ich hab noch keinen gelesen, in dem sich zumindest differenziert mit dem Thema auseinandergesetzt wurde - also z.B. zumindest erwähnt wurde, dass im Team der Rettungsinitiative eben auch durchaus angesehene Meeresbiologen vertreten waren
Die Wissenschaftler konnten diese Qualen für Timmi aber leider auch nicht verhindern.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:dann sollte man aber auch sachlich argumentieren und nicht mit so einem shice, dass Wale sich zum Sterben auf Sandbänke zurückziehen
könnn wir es denn so genau wissen, ob es sowas vielleicht tatsächlich gibt? Muss ja nicht unbedingt bei Timmy so gewesen sein. Aber Katzen z.B. ziehen sich zum Sterben auch zurück.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Was mir allerdings bis heute iwie seltsam vorkommt:

Die Leute der Bargecrew warfen am Freitag , den 01.Mai , einen Feuerwehrschlauch um die Fluke von Hope . Diese muss man ja festziehen , ähnlich einer Schlinge , und verbanden daraufhin ein gewöhnliches Schiffstau mit dem Feuerwehrschlauch. Dieses Tau war ja am Schlauchboot befestigt und man versuchte , Hope , herauszuziehen. Der Versuch wurde , durch die Rettungsinitiative , gestoppt.
Da dieser Feuerwehrschlauch um die Fluke festgezurrt war , hätte jemand ins Wasser springen müssen , um den Schlauch wieder lösen zu können.
Ich glaube daher , man hat ihn einfach über Nacht an Hope drangelassen , um am nächsten Morgen , am Samstag den 02.Mai , ihn auf dieselbe Art und Weise wieder herauszuziehen wie ein Tag zuvor. Gut nehmen wir mal an , dies war so. Dann hätte allerdings auch am Tag der Freilassung jemand ins Wasser springen müssen , um den Schlauch zu lösen. Das dies wohl lebensgefährlich für einen Menschen gewesen sein müsste , versteht sich von selbst
das verstehe ich auch nicht.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Demzufolge müsste der Feuerwehrschlauch immer noch an Hope befestigt gewesen sein , als man ihn vor der Insel tot vorfand.
Hat ihn da jemand schon entfernt? oder löste sich der Schlauch von alleine ? war er vielleicht für den Tod von Hope verantwortlich , da dieser ihn doch stark behinderte ?
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:gib du doch mal in deine Google KI folgendes ein :
" Wann wurde Hope aus der Barge verbracht und wie?" Mal sehen , ob sich deine KI mit der , der meinen deckt
da bin ich jetzt auch gespannt und werde deine Frage dann mal eingeben.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:" Laut Schätzung der Internationalen Walfangkommission sterben jedes Jahr rund 300.000 Wale und Delfine wegen Fischernetzen – das sind 800 Tiere pro Tag."
Wird echt Zeit, dass die Netze endlich verboten werden.
In diesem Sinne:
Zitat von orletsorlets schrieb:Zahlreiche Wal- und Meeresschutzorganisationen setzen sich aktiv dafür ein, Netze (aktive Stellnetze und sogenannte Geisternetze) aus den Ozeanen zu entfernen und tödlichen Beifang zu verhindern. Nur eine Mitgliedschaft in solchen Organisationen kann helfen, in Zukunft unsere Meerestiere besser zu schützen
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:so war man froh , das man ihn vorwärts reinbugsieren konnte
aber hatte wohl nicht bedacht, wie schwierig dadurch das Rausbugsieren wurde.
Bzw. wusste man das ja offensichtlich und hatte es ignoriert.


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25.05.2026 um 19:43
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Seh ich nicht so und finde ich auch ein komisches Denken
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Eben. So eine Rettung erfolgreich durchzuführen müsste das erste Ziel sein.
Eben, wenn sie erfolgreich wäre, war es aber anscheinend nicht,was man in der letzten Zeit über die Barke zu lesen bekommen hat. Oder siehst du dieser Rettungsversuch als erfolgreich an?
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Auch das Menschen jetzt keine Fische mehr verzehren sollten , halte ich für Schwachsinn
Das fordert RML und da geht er bei mir weit aus dem Ziel hinaus.

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25.05.2026 um 19:48
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Bei Hope bleibt für mich auch die Frage des Netzes im Maul oder im Magen.
Im Magen kann man es nicht feststellen , solange der Patient noch lebt. Deshalb wollen doch die Wissenschaftler ein totes Tier.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nun sage bitte nicht: wir waren nicht dabei, könen es nicht wissen.
Ich schreibe es dir aber trotzdem nochmal , solange bis du es endlich verstehst.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:da bin ich jetzt auch gespannt und werde deine Frage dann mal eingeben.
Bei kam immer was anderes heraus , wenn ich auf " Neu laden " mit der Maus draufklickte. 1 x sogar , der Wal schwamm freiwillig aus der Barge .
Zitat von OptimistOptimist schrieb:aber hatte wohl nicht bedacht, wie schwierig dadurch das Rausbugsieren wurde.
Bzw. wusste man das ja offensichtlich und hatte es ignoriert.
So isses.


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25.05.2026 um 19:55
@RomanTisch
Hab deine Frage jetzt bei Gemini eingegeben:

Hier die Antwort:
Der Buckelwal „Hope“ (oft auch „Timmy“ genannt) wurde am Morgen des 2. Mai 2026 aus der Barge (dem Lastkahn) verbracht. Die Aktion fand nahe der Nordspitze Dänemarks am Eingang zur Nordsee statt.

Über das „Wie“ gibt es zwei extrem widersprüchliche Darstellungen, die im Nachgang zu einem heftigen Streit zwischen der privaten Rettungsinitiative und der beteiligten Reederei führten:

1. Version der Initiative (Kontrollierte Freilassung / Rausgeschwommen)
Die private Bergungsinitiative vermeldete zunächst, der Wal sei am Samstagmorgen (2. Mai) bis 9:00 Uhr eigenständig und friedlich aus der Barge geschwommen, als diese abgesenkt bzw. geöffnet wurde. Erste Überflüge und Drohnenaufnahmen am Morgen zeigten den leeren Lastkahn und Atemstöße des Wals am Horizont, was als Erfolg gefeiert wurde.

2. Version von Augenzeugen / Vorwürfe (Gewaltsames Ziehen)
Kurz nach der Freilassung wurden schwere Vorwürfe laut. Der US-Walschützer Jeff Foster (Whale Sanctuary Project), der als einziger offizieller Experte an Bord des Begleitschiffs „Robin Hood“ war, sowie Video- und Drohnenanalysen zeichnen ein anderes Bild:

Einsatz von Leinen: Laut Foster befestigten Seeleute mithilfe einer Stange Leinen an der Schwanzflosse (Fluke) des Wals.

Herausschleppen mit Gewalt: Die Schlepper behielten eine zu hohe Geschwindigkeit bei. Infolgedessen wurde der tonnenschwere Wal mit vollständig ausgestreckten Brustflossen gewaltsam über Sandsäcke aus dem Inneren des Lastkahns ins offene Meer gezogen.

Ergebnis: Der Vorgang verlief laut Experten unkontrolliert und rasant. Drohnenaufnahmen zeigten, wie das Tier sichtlich litt und gegen die Wände der Barge schlug.

Die betroffene Reederei wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass ihr Personal lediglich für den Transport zuständig gewesen sei und die Aktion in der vollen Verantwortung der Privatinitiative lag. Ein Versuch, den Wal per Leine zu bewegen, sei von einem Team um Foster selbst ausgegangen und missglückt.

Trauriger Hintergrund: Der Rettungsversuch blieb letztlich ohne Erfolg. Nur zweieinhalb Wochen nach der Freilassung, Mitte Mai 2026, wurden die Überreste des verendeten Buckelwals vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.
Diesmal kannst du mir nicht vorwerfen, meine Frage sei manipulativ oder implizierend - hatte genau deinen Wortlaut gewählt. 😉


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 19:59
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Es wird , wie sooft versucht , die Schuld auf die Rettungsinitiative abzuwälzen. Fehler haben sie auch gemacht , sicher , aber , wenn man von einer "Schuld" reden will , waren dies andere .
Sehe ich auch so.
Zitat von orletsorlets schrieb:War alles gut gemeint, aber es ging alles schief. Ein zweites/r Versuchskaninchen Wal darf sich nicht wiederholen,der für viel Geld ein Rettungsversuch unternommen wird,denn es gibt diesmal nicht,dass es ein zweites Mal eventuell besser geht,denn das einzige was wir daraus gelernt haben,ist sich nicht mehr einzumischen, auch wenn der Anblick eines solchen Wals weh tut.
Sehe ich komplett anders. Wir sollten draus lernen: zeitnah möglichst genau untersuchen, u.a. auch die Strandungsposition - und nicht nur einmal mit dem Bötchen drumherum fahren. Sollte es starke gesundheitliche Schäden geben: Sterbehilfe; ansonsten Rettungsmaßnahmen.

Einfach wegschauen, nachdem die Menschen ein Tier in eine Notlage gebracht haben, mag die bequemste "Lösung" sein, aber mMn ist das ein erster Schritt in Richtung "Tierschutz eindämmen bzw. zurückfahren". Geht gar nicht.


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25.05.2026 um 20:10
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Das wird sehr teuer für sehr wenig Einsätze. Das wird wohl keiner machen und das verstehe ich auch. Für mich vorab noch wichtig: der Zustand des Tieres muss besser beurteilt werden können, z B. durch Blutabnahme. Bei Hope bleibt für mich auch die Frage des Netzes im Maul oder im Magen. Sowas muss eigentlich alles vorher gecheckt werden (können), wollen wir nicht Gefahr laufen, dass Tier ohne Überlebenschance im Meer abzuladen, auch weil es für uns "einfacher zu ertragen" ist.
Ja, das sehe ich auch so. Da müssen zeitnah Untersuchungen gemacht werden - da liegt mMn auch ein klares Versäumnis der zuerst zu Rate gezogenen Experten und des Ministeriums vor.

Und es gab ja auch einen Österreicher, der Herrn Backhaus schon Anfang April (glaube ich) eine Rettung mit einem hochseetauglichen Schiff angeboten hatte. Ich bin mir nicht sicher, ob die überhaupt Geld wollten. Also machbar wäre da sicher einiges in Sachen Rettungsmaßnahmen. In diesem Fall haben sich die Behörden nur sehr/zu lange quer gestellt und am Anfang nicht gründlich genug gearbeitet.

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(Ist ein langes Telefonat, muss sich auch keiner anhören, ich wollt's nur als Beleg angebracht haben)


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25.05.2026 um 20:10
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Für mich vorab noch wichtig: der Zustand des Tieres muss besser beurteilt werden können, z B. durch Blutabnahme. Bei Hope bleibt für mich auch die Frage des Netzes im Maul oder im Magen. Sowas muss eigentlich alles vorher gecheckt werden (können), wollen wir nicht Gefahr laufen, dass Tier ohne Überlebenschance im Meer abzuladen, auch weil es für uns "einfacher zu ertragen" ist.
Genau. Das meinte ich mit
Zitat von ShilohShiloh schrieb:Für eine hierfür sichere Prüfung und individuelle Beurteilung müssten klare Konzepte erarbeitet und Standards entwickelt werden.



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25.05.2026 um 20:13
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wenn der Rettungsversuch nicht mit so offensichtlichen Qualen für Timmy verbunden gewesen wäre, würde ich dir zustimmen.
Nun sage bitte nicht: wir waren nicht dabei, könen es nicht wissen.
Es spricht leider zu viel dafür, dass er gelitten hatte.
Was aber im Umkehrschluss eben auch nicht bedeutet, dass ein weiteres (vermutlich weitere Wochen langes) Liegen im Schlick an der Fahrrinne nicht auch mit erheblichen Qualen für den Wal verbunden war.

Das hört sich in der Diskussion immer ein bisschen so an, als habe dem ohne Rettungsversuch eine wunderbare und freudvolle Zukunft bevorgestanden.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

25.05.2026 um 20:17
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und es gab ja auch einen Österreicher, der Herrn Backhaus schon Anfang April (glaube ich) eine Rettung mit einem hochseetauglichen Schiff angeboten hatte.
Thomas Stelzl war der Name.


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25.05.2026 um 20:21
Ja genau, der Herr Stelzl aus Österreich.
Das Video hatte ich im April schon mal verlinkt

Beitrag von Shiloh (Seite 20)

Nun hat Herr Stelzl sich nochmal gemeldet:

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25.05.2026 um 20:21
giyozcdzei2h1


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25.05.2026 um 20:31
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Was aber im Umkehrschluss eben auch nicht bedeutet, dass ein weiteres (vermutlich weitere Wochen langes) Liegen im Schlick an der Fahrrinne nicht auch mit erheblichen Qualen für den Wal verbunden war.

Das hört sich in der Diskussion immer ein bisschen so an, als habe dem ohne Rettungsversuch eine wunderbare und freudvolle Zukunft bevorgestanden
Das hat niemand behauptet.
Aber deshalb hatte ich diese Frage eingeworfen im Zusammenhang damit, dass Timmy ohne den Rettungsversuch hätte verhungern können:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nun wäre die Frage, ob ein Verhungern am Ende quälender ist als unerträgliche Schmerzen...
oder umgedreht, ob quälende Schmerzen unerträglicher wären.
Kann niemand wissen, was nun schlimmer ist.

Vielleicht sollte für ähnliche Fälle dahingehend geforscht werden, gestrandete Wale gut erlösen zu können.
Es wurde ja schon mal argumentiert, dass die Dänen den Kopf sprengen.
Ja, sowas sind keine schönen Bilder (für uns Menschen -> aber sollte es um UNSER Wohlbefinden gehen?)
Die Alternativen waren und sind für den Wal kein Deut besser gewesen - im Gegenteil.


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25.05.2026 um 20:45
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Die Tierärzte, die vor Ort waren, haben dem Wal eine gewisse Gesundheit zugesprochen. Das Ergebnis sieht leider anders aus. Es gab also an mehreren Stellen Fehleinschätzungen - nur eine Obduktion könnte zeigen, ob er nicht sogar von Anfang an dem Tode geweiht war.
Die Tierärzte, die vor Ort waren, hatten mit Walen keine große Expertise. Wale sind weder mit Hamstern noch mit Kühen oder Pferden vergleichbar. Es gab auch keinen objektiven diagnostischen Möglichkeiten. Dafür viel "Bauchgefühl". Doch kann das Grundlage von seriöser Expertise sein? Denn letztlich hatten die mit den Professoren-Titeln am Schreibtisch und den vielen Büchern Recht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:es gab aber Berichte darüber und darauf stütze ich mich ... und auch die KI stützt sich darauf (die ja das Internet durchforstet und auch nichts aus dem luftleeren Raum nimmt.
Leider ist das Internet alles andere als ein luftleerer Raum und gefüllt mit Quatsch, Oberflächlichkeit und einer KI, die selbstreferentiell KI-Inhalte umwälzt. KI als "Autorität" ist einfach nicht seriös. Sorry.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Man kann den Rettungsversuch kritisch sehen oder von mir aus auch falsch finden, dann sollte man aber auch sachlich argumentieren und nicht mit so einem shice, dass Wale sich zum Sterben auf Sandbänke zurückziehen oder dass der Wal dort in der Sonne an der Fahrrinne "in Ruhe gestorben" wäre - auch das war immenses Leid.
Warum herrscht da nur so ein "schwarz-weiß-Denken"? Vor Poel liegen lassen wäre grausam gewesen. In der Barge abschleppen war auch grausam. Es gibt nun mal relativ häufig Situationen, da liegen "richtig" und "falsch" extrem nahe beieinander, vor allem, wenn die Stimmung total polarisiert ist.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Dann kommen die dänischen Experten :
Das dänische Umweltministerium teilte in diesem Zusammenhang mit, dass man gestrandete Meeressäugetiere prinzipiell nicht rette. Strandungen seien "ein natürlich vorkommendes Phänomen" und Wale sollten generell "nicht durch menschliches Eingreifen gerettet oder gestört" werden.
Quelle: https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/befreiung-geglueckt-buckelwal-timmy-schwimmt-in-die-nordsee,VCsNE0o

Seufz. Ein "natürlich vorkommendes Phänomen"? Das stimmt wohl zum Teil, Wale stranden auch, ohne dass Netze oder Schiffe in der Nähe sind. Aber sie scheinen ganz besonders häufig zu stranden, wenn der Mensch seine Finger im Spiel hat. Nicht nur Fischfang und Schifffahrt, sondern auch Sonar zur Ortung von U-Booten.
Der zitierte Beitrag von Shiloh wurde gelöscht. Begründung: Doppelt
Diese Aussage kommt m.E. von Jeff Foster. Entweder in dem Interview oder in seiner Stellungnahme.
Zitat von MotzfusselMotzfussel schrieb:Seh ich nicht so und finde ich auch ein komisches Denken. "Wir konnten die einklemmte Person nicht retten, lassen wir ab jetzt...."
Wale sind Wildtiere und keine Menschen. Wenn ich im Wald einen Fuchs sehe, der eingeklemmt ist, rufe ich nicht den Notarzt. Vielleicht einen Jäger, wenn möglich. Aber ich lege nicht selbst Hand an, weil ich mich nicht auskenne und dem Tier nicht effektiv helfen kann. Auch wenn das ein ethisches Dilemma ist. Mir scheint, die "Mausklickgeneration" in den Social Media kann Ohnmacht überhaupt nicht ertragen und bevorzugt den blinden Aktionismus.

Die Betonung liegt auf "effektiv". Ob man dem Wal effektiv helfen konnte, geholfen hat, hätte helfen können, ist wahrlich sehr zweifelhaft.


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25.05.2026 um 20:57
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Wale sind Wildtiere und keine Menschen
Ach soooo.... :)
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Vielleicht einen Jäger
Warum eigentlich? Warum ruft man da eigentlich keinen Tierarzt?
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Ohnmacht überhaupt nicht ertragen und bevorzugt den blinden Aktionismus.
Ich kenn Tierschutz nur im kleinen. Kenne aber durchaus auch Leid und Quall, Ohnmacht und nicht helfen können. Kenne auch die schönen Momente, die Erfolge....
Man kann nicht alle retten, nicht allen helfen, aber Hände in den Schoß, weil bringt ja eh nichts, hat noch nie geholfen. Wie du sagst.....kein Mensch, aber ein fühlendes Wesen. Tiere in Netzen sind nicht Natur, sondern unsere Verantwortung.


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