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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

3.654 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Natur, WAL, Buckelwal ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 10:00
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Deine Argumentation ist inkonsequent.
Mal ist er nicht so sehr verletzt durch die Aktionen auf der Barge, dann doch und stirbt auch nur aufgrund der Verletzungen, die beim Rauslassen entstanden sind.
Nö..da verstehst du leider was falsch. Das er nur aufgrund von Verletzungen starb , habe ich nie behauptet , dieses Szenario entstammt @Optimist. Ich schrieb immer " wir wissen es nicht , wie schlimm die Verletzungen wirklich waren , da außer der Bargecrew niemand sonst anwesend war.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 10:08
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Das er nur aufgrund von Verletzungen starb , habe ich nie behauptet , dieses Szenario entstammt @Optimist.
nein, auch ich hatte das nicht behauptet.

Mein Argument war die ganze Zeit, dass es aufgrund der Rettungsaktion nur schneller ging mit dem Ableben und er zuvor dadurch mehr Stress und Schmerzen hatte, als wenn er auf der Sandbank liegen geblieben wäre.

Übrigens hatte ich letztens die Frage aufgebracht, wie es beim Wal mit der Trinkerei aussieht, ob er also auf der Sandbank evtl. gar nicht so lange hätte leiden müssen, wie das hier Manche annehmen und da liegt tatsächlich die Vermutung nahe, dass er eher verdurstet als verhungert wäre. Verdursten geht wesentlich schneller.
Und dabei hätte er evtl weniger Schmerzen gehabt, als er durch die Rettungsaktion zugefügt bekam - mMn.

Habe dazu Folgendes in Erfahrung gebracht:
Ein Wal nimmt Flüssigkeit nur über sein Futter auf, aktives trinken wäre für ihn sehr schädlich - egal ob im Salz- oder im Süßwasser.
Da er auf der Sandbank kein Futter hatte, wäre er dort also verdurstet.
Auch nicht schön, klar, aber wie gesagt, glaube kaum, dass die Rettungsaktion angenehmer für ihn war.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 11:50
Das dänische Schiff , die SIF , läuft gerade auf Anholt zu , womöglich , um den Kadaver abtransportieren , zu starten. So berichtete es der Reporter von News5
https://www.vesselfinder.com/de/?imo=9638317


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26.05.2026 um 13:32
Hoffentlich kann man überhaupt noch was bei der Obduktion herausbekommen. Es war ja auch in manchen Medien die Rede von einer Delle an der Seite, die nach der Freilassung durch ein Kollision mit einem Schiff entstanden sein könnte. Wenn sich aber das ganze Gewebe schon in Auflösung befindet, wie will man da noch was feststellen?


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26.05.2026 um 14:14
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Die Tierärzte, die vor Ort waren, hatten mit Walen keine große Expertise.
Das gilt allerdings auch für die Tierärzte, die in einer Tour behauptet haben, der Wal sei jetzt aber wirklich ganz bestimmt so gut wie tot - während sie ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, im Schlamm verenden lassen wollten.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:den beurteile ich auch kritisch, weil er eben purer Stress und schmerzvoll war (das geben nun mal leider die Berichte her)
Die Berichte sind aber eben auch nicht im Ansatz differenzierend, sondern hauen einfach nur drauf. So vergessen sie z.B. zu erwähnen, dass es renommierte Meeresbiologen im Team gab, dass das Austrocknen / Verhungern im Schlick auch mit Schmerzen verbunden war und sich noch ewig hätte hinziehen können, etc.pp.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Übrigens hatte ich letztens die Frage aufgebracht, wie es beim Wal mit der Trinkerei aussieht, ob er also auf der Sandbank evtl. gar nicht so lange hätte leiden müssen, wie das hier Manche annehmen und da liegt tatsächlich die Vermutung nahe, dass er eher verdurstet als verhungert wäre. Verdursten geht wesentlich schneller.
Beim Menschen geht verdursten schneller als verhungern. Aber das kann man doch nicht einfach mal spekulativ 1:1 auf Wale übertragen. Wale decken ihren Flüssigkeitsbedarf über die Nahrung, wenn sie also bis zu einem halben Jahr ohne Nahrung (über die sich sich mit Flüssigkeit versorgen) auskommen, werden sie vermutlich ähnlich lange für das Verdursten brauchen wie für das Verhungern.

Wenn ich mich recht entsinne, hat selbst Herr Maack von Greenpeace gesagt, dass sich das Sterben des Wales vor Poel noch über weitere Wochen hinziehen kann (das war kurz vor dem Rettungsversuch, da lag das Tier da also schon fast einen Monat sich selbst überlassen im Schlick). Ich beziehe mich da durchaus auf die Meinung von Experten, sogar auch die der Super-Experten. Und auch Herr Backhaus sprach davon, dass es sich mit dem Sterben noch länger hinziehen kann, die Info wird er auch von Experten aus sein Umfeld gehbat haben. Kurze Zeit später überlegte er es sich in Sachen "in Ruhe sterben lassen" dann doch anders. Ich halte das für keinen Zufall, sondern die Folge der Erkenntnis, dass der Wal nicht in nächste Zukunft im Schlick verstorben wäre.


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26.05.2026 um 14:48
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Übrigens hatte ich letztens die Frage aufgebracht, wie es beim Wal mit der Trinkerei aussieht, ob er also auf der Sandbank evtl. gar nicht so lange hätte leiden müssen, wie das hier Manche annehmen und da liegt tatsächlich die Vermutung nahe, dass er eher verdurstet als verhungert wäre. Verdursten geht wesentlich schneller.
Wale verdursten nicht in dem sinne, wie es menschen tun. Sie trinken auch nicht, sondern nehmen die flüssigkeit vollständig über die nahrung und über die aufspaltung von eigenem körperfett (stoffwechselwasser). Wale verhungern und verdursten quasi gleichzeitig und das dauert bei so großen walen 6-10 monate.


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26.05.2026 um 15:16
Zitat von gastricgastric schrieb:das dauert bei so großen walen 6-10 monate.
Das Problem dabei , ist , da Hope Anfang März das 1. mal gesichtet wurde , kam der Wal wohl aus der südlichen Hemisphäre um im Norden also in der Nordsee / Atlantik , auf Nahrungssuche zu gehen. Von daher denke hatte er schon ein paar Monate ( 1/2 Jahr ? ) nichts mehr gefressen . Deshalb könnte er auch in die Ostsee , auf Nahrungssuche geschwommen , sein , da er Fischerboote mit Fischschwärmen folgte und sich dabei in Netzen und Leinen verfing.


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26.05.2026 um 15:28
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Das gilt allerdings auch für die Tierärzte, die in einer Tour behauptet haben, der Wal sei jetzt aber wirklich ganz bestimmt so gut wie tot - während sie ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, im Schlamm verenden lassen wollten.
Wissenschaft ist immer der Stand des letztmöglichen Irrtums.

Allerdings hat es dem Wal auch nicht geholfen, dass er länger gelebt hat, als von Seiten der Wissenschaft erwartet worden ist. Die Faustformel, dass Wale, die mehr als einmal stranden, zumeist dem Tode geweiht sind (weil die Ursache für die Strandung nicht beseitigt worden ist), ist deshalb nicht obsolet.


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26.05.2026 um 15:50
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Wenn ich mich recht entsinne, hat selbst Herr Maack von Greenpeace gesagt, dass sich das Sterben des Wales vor Poel noch über weitere Wochen hinziehen kann
okay, hätte also sein können dass er noch wer weiß wie lange vor Poel zugebracht hätte.
Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann.
Heute kam ich mit einem Mann darüber ins Gespräch und der kam mit der Idee, den Wal erschießen (Kopfschuss oder so). Hab keine Ahnung ob das machbar wäre.
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Kurze Zeit später überlegte er es sich in Sachen "in Ruhe sterben lassen" dann doch anders. Ich halte das für keinen Zufall, sondern die Folge der Erkenntnis, dass der Wal nicht in nächste Zukunft im Schlick verstorben wäre.
Zufall war es auf keinen Fall. Jedoch las oder hörte ich irgendwo, dass Tierschützer und Teile der Bevölkerung ihm Druck gemacht hatten, dass er sogar Drohungen bekam.
Da wäre ich dann auch umgeschwenkt.
Zitat von gastricgastric schrieb:Wale verdursten nicht in dem sinne, wie es menschen tun. Sie trinken auch nicht, sondern nehmen die flüssigkeit vollständig über die nahrung und über die aufspaltung von eigenem körperfett (stoffwechselwasser)
Ja, das hatte mir die KI auch erzählt 😉 und ich hatte es teilweise auch gepostet.


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26.05.2026 um 16:19
Anscheinend passiert heute wieder nichts in Sachen Obduktion des Wals im Hafen von Grenaa.

Stattdessen nun wieder Hinweise, dass der tote Wal jederzeit explodieren könnte.

Hätte er kurz vor Pfingsten während der versuchten Abschlepp-Aktion aber doch auch schon. Mittlerweile scheint er gar nicht mehr so extrem aufgebläht zu sein.

Will man das "aussitzen", in der Hoffnung, es gibt 'nen Knall und die Sache ist erledigt?

Und was ist nun mit dem Tracker?
Angeblich wollten die dänischen Behörden diesen an die deutschen Behörden aushändigen.
Auch darüber gibt es keine neuen Infos.


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26.05.2026 um 16:53
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann.
Warum sollte man da forschen ? Es gab und gibt keine Sprengung , Erschießung oder sonstige Killermethoden bei einem lebendigen Tier , das noch einen hohen Lebenswillen zeigt.
Die Leute , die das fordern , denen sollte man das Internet für ein paar Jahre mal sperren oder sofort in eine Anstalt einliefern.


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26.05.2026 um 17:22
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Es gab und gibt keine Sprengung , Erschießung oder sonstige Killermethoden bei einem lebendigen Tier , das noch einen hohen Lebenswillen zeigt.
Die Leute , die das fordern , denen sollte man das Internet für ein paar Jahre mal sperren oder sofort in eine Anstalt einliefern.
Das Australien Government hat folgende Richtlinie
National Guidelines for Euthanasia
of Stranded Large Whales
ausgearbeitet - demnach gibt es Euthanasie grosser Wale durch Erschiessen oder Sprengung (neben der Injektion einer tödlichen Medikamentendosis).
Und ausschlaggebende Kriterien fuer eine Euthanasie koennen z.B. sein, dass es logistisch nicht moeglich ist, das Tier auf das offene Meer zu bekommen oder dass es ein zu hohes Risiko oder Stress fuer das Tier waere - hier, ab S.24.
Lebenswille ist kein Kriterium - waere auch schlecht messbar. Nicht alle glauben an Walfluesterer.....

Quelle:
Quelle: DCCEEW https://share.google/RfNKer12RoqGoBWXV
Die Briten haben auch ein Triage Protokoll, dass die Tötung grosser Wale vorsieht.....wie ich bereits geschrieben hatte.


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26.05.2026 um 17:29
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann.
Absolut. Und es gibt ja auch bereits Studien dazu, bzw verschiedene Methoden, die angewendet werden, wie das einschläfern per Injektion, Schuss oder das ausbluten lassen nach Betäubung. Bei Großwalen ist die Sprengung ebenfalls genannt.

https://library.oarcloud.noaa.gov/noaa_documents.lib/NMFS/OfcProtectedResources/MMHSRP/Marine_Mammal_Euthanasia_Best_Practices.pdf


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 17:41
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Allerdings hat es dem Wal auch nicht geholfen, dass er länger gelebt hat, als von Seiten der Wissenschaft erwartet worden ist. Die Faustformel, dass Wale, die mehr als einmal stranden, zumeist dem Tode geweiht sind (weil die Ursache für die Strandung nicht beseitigt worden ist), ist deshalb nicht obsolet.
Nein, das hat es leider nicht. Dummerweise hielten die Wissenschaftler, die ihn für quasi tot erklärt hatten, es ja nicht mal für nötig, das Tier zumindest mal genauer zu untersuchen, nachdem es die prognostizierte Lebenszeit überlebt hatte und immer noch normale Atmung und Vokalisation zeigte und selbstständig losschwamm, als sich eine Gelegenheit bot. Dass der Wal wieder aufsetzte, war in der Ostsee fast schon zu erwarten und muss nicht zwangsläufig heißen, dass er nicht überlebensfähig war. Denen war es doch wahrscheinlich auch nur Recht, dass andere die Verantwortung übernommen haben. Hätte das Tier da noch Wochen oder gar Monate rufend und klagend im Schlick gelegen, hätte die Stimmung mMn spätestens bei vermehrtem Touristenaufkommen auch leicht kippen können und die Damen und Herren Super-Experten hätten wegen Unterlassung am Pranger gestanden. Da ist es für diese doch jetzt viel komfortabler, einfach noch mal kräftig nachzutreten, damit die Frage nach Versäumnissen in deren Reihen erst gar nicht mehr aufkommt.

Dass so ein Tier in der Ostsee kaum eine andere Möglichkeit hat, als zu stranden, darf man bei dieser Strandung mMn nicht außer Acht lassen. Man kann die Ostsee nicht mit Australien, Neuseeland, Hawaii o.Ä. vergleichen. In der Ostsee herrschen ganz andere Bedingungen vor, die eben auch der alleinige Grund für Strandungen sein können. Die ist für Buckelwale einfach zu flach und zu laut.

Wäre dieser Wal so angeschlagen gewesen wie die Wale, wegen denen man davon ausgeht, dass Wale bei einer Strandung grundsätzlich dem Tode geweiht sind (was so auch nicht stimmt, es gab schon erfolgreiche Rettungen gestrandeter Großwale), hätte er ganz einfach nicht so lange im Ostseeschlick überlebt.

Ein früheres Eingreifen, anstelle eines Ausruhens auf Wahrscheinlichkeiten, hätte diesem Wal mMn helfen können. Und wenn man bedenkt, dass es schon Anfang April Angebote wie z.B. das aus Österreich gab, ist das mMn schon sehr traurig.

Und wenn es jetzt heißt, "aber letztendlich hatten die Super-Experten ja doch Recht". Sehe ich komplett anders, auch wenn diese es gerne immer wieder betonen. Hätten sie konkrete Daten erhoben, die man hätte vergleichen können, und hätten sie das Tier zumindest etwas weiter über eine externe Adspektion hinausgehend untersucht, dann könnte man solche Aussagen heute ggf. treffen, auf der Basis von Ferndiagnosen halte ich das aber für unlauter. Aber allein der Umstand, dass dem Tier erst einen Monat nach dem Stranden vor Poel geholfen wurde, dürfte immens zu einer Verschlechterung seines Zustands beigetragen haben.


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26.05.2026 um 17:47
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann.
Ich hielte es für sehr, sehr viel wichtiger, zu forschen, warum vermehrt Großwale in der Ostsee (zu) landen (scheinen) und wie man das ggf. verhindern könnte.


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Wie ist eure Meinung zum Buckelwal Timmy?

26.05.2026 um 17:48
Der Wal ist jetzt nicht mehr nur ein Wal, sondern ein Symbol :ask:

Was denken die internationalen Medien :ask:

Das ?
Schweden: Symbol für alles, was in Deutschland schiefläuft

Der schwedische Sender „TV4“ zog ein bitteres Fazit: „Der Wal einte Deutschland zunächst. Dann legte er tiefe Risse offen. Und schließlich lag die Vorliebe des Landes für Populismus für alle sichtbar da.“ Die schwedische Zeitung „Sydsvenskan“ kommentierte noch spitzer: „Vergesst die Straße von Hormus – jetzt zählt die Bucht von Wismar.“ Der erschöpfte Wal sei zum Symbol für alles geworden, was in Deutschland schieflaufe. Und die niederländische Zeitung „NRC“ nannte die millionenteuren Rettungsversuche sogar „ein Musterbeispiel für Dekadenz“.
Quelle: https://www.bild.de/news/ausland/internationale-medien-spotten-ueber-deutschlands-rettungs-drama-6a1563caf1c0dd3f2e7d52a2

Ist aber nicht nett von den Schweden.

Was kommt noch? Diplomatische Krise? Wird der schwedische Botschafter einbestellt?


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26.05.2026 um 17:55
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Um so mehr sollte man mMn forschen, inwieweit man einen Wal erlösen kann
Was würdest du wohl zu einer Tierärztin sagen , die deinen sehr jungen Hund einschläfern möchte , obwohl dieser nur ausgehungert und am verdursten ist und deshalb geschwächt wäre , obwohl Puls und Atmung noch vollkommen intakt wären ? Und dies , obwohl sie deinen Hund nicht mal untersucht hätte.

Ich persönlich würde so jemanden zum Teufel jagen , das sage ich dir.


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26.05.2026 um 18:05
Zitat von FellatixFellatix schrieb:Ist aber nicht nett von den Schweden.
Manchmal ist die Wahrheit nicht nett, alles an dieser Aktion repräsentiert die aktuellen Probleme.


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26.05.2026 um 18:10
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Und wenn man bedenkt, dass es schon Anfang April Angebote wie z.B. das aus Österreich gab,
Das war das 'mit dem Kran herausheben', oder?
Aber hatte man schon mal schwebende Wale? Das war doch auch so eine Idee, die praktisch nicht umsetzbar war.
Zitat von RomanTischRomanTisch schrieb:Was würdest du wohl zu einer Tierärztin sagen , die deinen sehr jungen Hund einschläfern möchte ,
Das Beispiel passt doch so gar nicht.
Da müsstest Du schon sagen, ein Hund, der angefahren wurde, großflächig Kraetze hat und möglicherweise etwas im Verdauungstrakt, was eine weitere Nahrungsaufnahme erschwert.

Und beim Wal kommt noch hinzu, dass er aus der Ostsee heraus muss, um genesen zu können - und dafür gab und gibt es kein geeignetes Gefährt.


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26.05.2026 um 18:14
Zitat von Lotte49Lotte49 schrieb:Nein, das hat es leider nicht. Dummerweise hielten die Wissenschaftler, die ihn für quasi tot erklärt hatten, es ja nicht mal für nötig, das Tier zumindest mal genauer zu untersuchen, nachdem es die prognostizierte Lebenszeit überlebt hatte und immer noch normale Atmung und Vokalisation zeigte und selbstständig losschwamm, als sich eine Gelegenheit bot. Dass der Wal wieder aufsetzte, war in der Ostsee fast schon zu erwarten und muss nicht zwangsläufig heißen, dass er nicht überlebensfähig war. Denen war es doch wahrscheinlich auch nur Recht, dass andere die Verantwortung übernommen haben. Hätte das Tier da noch Wochen oder gar Monate rufend und klagend im Schlick gelegen, hätte die Stimmung mMn spätestens bei vermehrtem Touristenaufkommen auch leicht kippen können und die Damen und Herren Super-Experten hätten wegen Unterlassung am Pranger gestanden. Da ist es für diese doch jetzt viel komfortabler, einfach noch mal kräftig nachzutreten, damit die Frage nach Versäumnissen in deren Reihen erst gar nicht mehr aufkommt.

Dass so ein Tier in der Ostsee kaum eine andere Möglichkeit hat, als zu stranden, darf man bei dieser Strandung mMn nicht außer Acht lassen. Man kann die Ostsee nicht mit Australien, Neuseeland, Hawaii o.Ä. vergleichen. In der Ostsee herrschen ganz andere Bedingungen vor, die eben auch der alleinige Grund für Strandungen sein können. Die ist für Buckelwale einfach zu flach und zu laut.

Wäre dieser Wal so angeschlagen gewesen wie die Wale, wegen denen man davon ausgeht, dass Wale bei einer Strandung grundsätzlich dem Tode geweiht sind (was so auch nicht stimmt, es gab schon erfolgreiche Rettungen gestrandeter Großwale), hätte er ganz einfach nicht so lange im Ostseeschlick überlebt.

Ein früheres Eingreifen, anstelle eines Ausruhens auf Wahrscheinlichkeiten, hätte diesem Wal mMn helfen können. Und wenn man bedenkt, dass es schon Anfang April Angebote wie z.B. das aus Österreich gab, ist das mMn schon sehr traurig.

Und wenn es jetzt heißt, "aber letztendlich hatten die Super-Experten ja doch Recht". Sehe ich komplett anders, auch wenn diese es gerne immer wieder betonen. Hätten sie konkrete Daten erhoben, die man hätte vergleichen können, und hätten sie das Tier zumindest etwas weiter über eine externe Adspektion hinausgehend untersucht, dann könnte man solche Aussagen heute ggf. treffen, auf der Basis von Ferndiagnosen halte ich das aber für unlauter. Aber allein der Umstand, dass dem Tier erst einen Monat nach dem Stranden vor Poel geholfen wurde, dürfte immens zu einer Verschlechterung seines Zustands beigetragen haben.
Alles auf den Punkt. Genauso denke ich. Für mich einer der besten Beiträge seit langem in diesem Thread. Chapeau!


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