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Anders als Andere

42 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Anders ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Anders als Andere

10.04.2026 um 23:01
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Erstens das.
Warum ich aber nannte, dass es keine Diagnosen sind: nicht weil ich Autismus, oder auch andere Diagnosen, als einen Makel wahrnehme, sondern lediglich, weil man über ein Forum nur einen Tipp geben kann in welche Richtung man weiterschauen könnte falls es einen interessiert, aber nunmal keine Diagnosen. Es m.E. aber auch verkehrt wäre, gar nichts zu äußern, nur damit es nicht so wirkt als würde man zu diagnostizieren versuchen, da derartiges manchmal ganz nützlich sein kann.
Wenn somit jemand beim Weiterinformieren auf "Moment mal, das meist trifft zu..." kommt, ist das für mich genauso in Ordnung als wenn jemand feststellt: "Nö, bis auf ein, zwei Punkte passt da nichts, etliches ist sogar gegenteilig". (So wie z.B. "hochsensibel" oft beschrieben wird, passt das z.B. auf mich in einigen Punkten (reizempfindlich, schnell von Menschen überfordert, kein Interesse bei "Machtspielchen" mitzumachen), in m.E. abe wesentlichen dann doch nicht (etwa, dass man leicht von Gefühlen anderer überwältigt ist, oder man gut "den Raum lesen" kann - bin da unterdurchschnittlich).)
Inwieweit man dann sogar eine diagnostische Abklärung anstrebt, bleibt einem auch überlassen - je nach Leidensdruck nötig oder auch gar nicht, und manchmal auch von anderen Gegebenheiten abhängig. Habe meine Diagnose bei Teilnahme an einer Studie erhalten
Puh. Wall of Text. Vielleicht magst du demnächst Absätze einfügen, damit man dich besser lesen kann.

Ansonsten. Du bist doch auch hochsensibel, oder was. Niemand denkt so tief, ohne dafür am Kreuz zu baumeln. Seh deine Linie, aber will hier keine Fachdisco starten. Du hast Recht :)


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11.04.2026 um 11:03
Zitat von philterphilter schrieb:Hochsensibel.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Kann auch in Richtung Introversion oder auch in Richtung Autismus gehen, je nachdem
Leutz, aus dem was @Horizont_ geschrieben hat, lässt sich nix von alldem herauslesen. So überhaupt nicht. Das Geschriebene bewegt sich völlig im Spektrum der normalmenschlichen Erfahrungen, für jedermann. Auch extrovertierte, nicht die Bohne sensible Nichtautisten könnten genau das erleben.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Inwieweit man dann sogar eine diagnostische Abklärung anstrebt
Es gibt keine Diagnose Hochsensibel, auch nicht für Introversion. Das sind schlicht Persönlichkeitsmerkmale.


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11.04.2026 um 11:25
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es gibt keine Diagnose Hochsensibel, auch nicht für Introversion. Das sind schlicht Persönlichkeitsmerkmale.
Es sind neurologisch messbare Unterschiede in der Reizverarbeitiung, die mittels MRT nachgewiesen werden konnten, um primär Insula, pf und ac Cortex zu betreffen. Nur weil es keinen ICD dafür gibt, heißt es nicht, die Menschen würden darunter nicht leiden können.


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11.04.2026 um 11:40
Zitat von philterphilter schrieb:Es sind neurologisch messbare Unterschiede in der Reizverarbeitiung, die mittels MRT nachgewiesen werden konnten, um primär Insula, pf und ac Cortex zu betreffen.
Hab ich nie in Frage gestellt.
Zitat von philterphilter schrieb:Nur weil es keinen ICD dafür gibt, heißt es nicht, die Menschen würden darunter nicht leiden können.
Ich will eigentlich keine Diskussion über Hochsensible führen. Nur soviel:
1. ohne Diagnose, kein diagnostizieren. Logisch oder?
2. Der Leidensdruck entsteht hier doch nicht aus der stärkeren Reizwahrnehmung, sondern aus einer Umwelt die selbst für nicht sensible reizüberflutend wirkt.


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11.04.2026 um 11:46
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich will eigentlich keine Diskussion über Hochsensible führen
Dito, Paxito. Halte ich aber trotzdem fürn formales Problem der psychiatrischen Diagnostik, die medizinisch an der Praxis der Therapeuten vorbeischaut, die zB auch bei malignen Narzissten eindeutig psychotische Korrelate nachweisen kann. Aber auch egal. Soll jetzt nicht um Meinungen gehen. Du hast Recht. Es ist offiziell kein Störungsbild.


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11.04.2026 um 13:27
@philter
Worum es mir geht, mit Diagnosen und Attesten (du bist hochsensibel) werden allgemein menschliche Probleme zu medizinischen oder eben „Persönlichkeits“problemen gemacht.
Damit entzieht man sie am Ende der eigenen Verfügbarkeit, Lösbarkeit. Die Auseinandersetzung mit dem konkreten Problem weicht dem Schlagwort. Ich bin Autist, ADHS, hochsensibel, introvertiert oder schlicht ganz modern „neurodivers“. Geändert hat sich dadurch nix und ändern kann und will man dann auch nichts mehr.
Ist nicht zwangsläufig so, aber in meinem Umfeld sehe ich das zu häufig.
Was @Horizont_ beschreibt ist eine Gefühlslage die jeden treffen kann und mit der man umgehen lernen muss. Ganz unabhängig von der eigenen Verfasstheit.


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11.04.2026 um 13:29
Zitat von paxitopaxito schrieb:Ich bin Autist, ADHS, hochsensibel, introvertiert oder schlicht ganz modern „neurodivers
Nee, Großer. Mit dem ganz modern hast dich semantisch disqualifiziert für ne Unterhaltung, weil du mir nur sagst, dass meine Divergenz "modern" wäre, statt erfahrbares Leid zu erzeugen, aber liebe Grüße.


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11.04.2026 um 13:37
Zitat von philterphilter schrieb:Nee, Großer. Mit dem ganz modern hast dich semantisch disqualifiziert für ne Unterhaltung
Neurodiversität ist wissenschaftlich Thema seit Ende der 90iger, in der breiten Öffentlichkeit eher ab 2015 (und diese Verwendung meine ich ja). Viel moderner geht nicht
Zitat von philterphilter schrieb:weil du mir nur sagst, dass meine Divergenz "modern" wäre, statt erfahrbares Leid zu erzeugen
Ich sag überhaupt nix darüber aus was Leid erzeugt, noch weniger was nun konkret bei Dir Leid erzeugt. Wenn Du Dich da angegriffen fühlst, entschuldige ich mich in aller Form. Ich schrieb von Handhabung, Lösung, Selbstreferenz und das konkret hier bei @Horizont_
wie das bei dir aussieht kann ich kaum sinnvoll beurteilen, aber zumindest das kurze Statement:
Zitat von philterphilter schrieb:Nach der Erfahrung einer paranoiden Psychose
Lässt doch erahnen, das deine Probleme da deutlich anderes Kaliber haben oder hatten.


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11.04.2026 um 13:38
@paxito

Was willst du mir hier eigentlich beweisen?


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11.04.2026 um 13:45
Zitat von philterphilter schrieb:Was willst du mir hier eigentlich beweisen?
Nix. Was ich sagen wollte habe ich getan, mein letzter Beitrag war eine höfliche Entschuldigung.
Beweisen wollte ich nix, weder Dir noch allgemein.


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11.04.2026 um 14:15
Zitat von paxitopaxito schrieb:mit Diagnosen und Attesten (du bist hochsensibel) werden allgemein menschliche Probleme zu medizinischen oder eben „Persönlichkeits“problemen gemacht.
Damit entzieht man sie am Ende der eigenen Verfügbarkeit, Lösbarkeit.
@paxito, möchte nochmal nachfragen: stört dich, dass sich Leute scheinbar mit einer Diagnose herausreden um nichts tun zu müssen oder stört dich, dass man normale menschliche Erfahrungen pathologisiert, den Menschen damit dann abwertet, ausgrenzt und ihm so seine eigenen, durchaus gut durchdachten Lösungsansätze verbaut. ?


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11.04.2026 um 14:51
Zitat von paxitopaxito schrieb:Nix. Was ich sagen wollte habe ich getan, mein letzter Beitrag war eine höfliche Entschuldigung.
Beweisen wollte ich nix, weder Dir noch allgemein.
Okay. Peace


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11.04.2026 um 15:48
Zweiteres @mousquetaire
Wobei es nicht einfach „nur“ die Ausgrenzung oder Stigmatisierung ist. Die pathologisierung allein finde ich schon schlimm genug, zumindest wenn da eben nix pathologisches ist. Sondern normalmenschliches. Das würde jetzt ein bissl weit führen, aber was mich da so massiv stört ist das was Focault Biomacht nennt (Wikipedia: Bio-Macht). Falls das für dich interessant ist.


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11.04.2026 um 16:30
danke für den Link. denke das Pathologisieren hat den "Vorteil" für böse Leute, die dann ihrerseits eigene Absichten durchsetzen und scheinbar begründen können. Ähnlich wie in der Geschichte irgendein Vorfall inszeniert wurde, damit man einen Grund hat das jeweilige Land anzugreifen. Bismarck war zB so ein Worteverdreher.
hoffe die Ansicht: "lasst die Leute ein bisschen in Ruhe" setzt sich irgendwann durch, dann passt es auch wieder in der Gesellschaft


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11.04.2026 um 23:03
Also halten wir fest, dass sich jeder auf seine eigene Art und Weise als anders empfindet.


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14.04.2026 um 13:41
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:Liebe Forummitglieder,

wer hat noch das Gefühl, so ganz anders zu denken, zu fühlen uns zu handeln als die anderen Menschen?

Kritischer zu sein, ruhiger, aber trotzdem zugänglich? Ambivalent ...
Ich glaube ehrlich gesagt, dass sich mehr Menschen so fühlen, als man denkt. Mir geht es zumindest ähnlich. Nach außen wirkt man oft ganz normal im Alltag, funktioniert, redet mit Leuten, arbeitet, trifft Freunde und innerlich hat man trotzdem oft das Gefühl, irgendwie „anders zu ticken“. Nicht unbedingt besser oder schlechter, einfach anders. Dieses ruhiger sein, viel nachdenken, Dinge hinterfragen und Situationen von mehreren Seiten sehen kenne ich sehr gut. Man wirkt dadurch manchmal distanziert oder reserviert, obwohl man eigentlich sehr zugänglich ist. Und diese Ambivalenz passt da auch gut rein, weil man selten nur eine klare Meinung oder ein klares Gefühl hat, sondern meistens mehrere gleichzeitig. Ich glaube, viele sprechen einfach nicht darüber, weil man schnell denkt, man wäre damit allein.


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15.04.2026 um 21:12
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:wer hat noch das Gefühl, so ganz anders zu denken, zu fühlen uns zu handeln als die anderen Menschen?

Kritischer zu sein, ruhiger, aber trotzdem zugänglich? Ambivalent
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:Mich ermüden Gesellschaften immer sehr schnell, dabei scheint es das Befriedigste für die allermeisten Menschen zu sein, weil sie daraus ihre Energie ziehen - durch sie wird mir eher die allermeiste Energie geraubt.
Wenn du von Energien usw. redest, bist du tatsächlich auch nicht allein. Also theoretisch gesehen gibt es hier auf allmystery ziemlich viele Themen, wenn auch viele User nicht mehr hier sind.

Versuch doch einfach die Energien aufzuladen. Wenn du genügend eigene Energien hast, kann dich niemand auslaugen. Dir macht es nichts aus wenn dir Energien geraubt werden, da du genügend eigene hast.
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:Auch in Gesellschaften: oftmals scheint es so, als sei alles so geheuchelt, so aufgesetzt. Vielleicht kann ich auch keinen Smaltalk so gut führen.

Ich beobachte, dass jeder sich seine Gruppen sucht, welche überwiegend darauf abzielen, andere zu bewerten, schlecht über sie zu reden.
Das ist oft Projektion. Es gibt das Gesetz: "LIebe deinen nächsten wie dich selbst." Wenn du überall Liebe siehst, siehst du das in allen Lebenslagen in anderen. Wenn du überall Güte siehst, siehst du das auch in anderen Menschen usw.

Das kannst du testen:
Wenn du z.b. im Internet irgendetwas liest, weiß du gar nicht ob es liebevoll, gütig oder boshaft gemeint ist. Da gibt es immer verschiedene Interpretationen. Wenn du immer die negative wählst, fehlt dir der gütige Teil des Gesetzes.
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:Kennt jemand das Gefühl, dass er gute Beziehungen für sich selbst sabotiert?
Nein. Kenne ich nicht.
Zitat von Horizont_Horizont_ schrieb am 10.04.2026:Ich merke eben auch, dass sich dieses Gefühl des Anders-Sein auch auf das Beziehungsleben auswirkt. Habe das Gefühl, mich echt gut an sehr viele unterschiedliche Menschen anpassen zu können, mich bei ihnen wohl zu fühlen, aber wenn es dann tiefer wird, intensiver, vielschichtiger, verbindlicher, dann ergreife ich die Flucht.

Kennt jemand das Gefühl, dass er gute Beziehungen für sich selbst sabotiert?
Gut dann hast du einerseits eine positive Interpretation von allen möglichen Menschen und ihren Einstellungen.

Aber irgendwas hält dich zurück, wenn es intensiver wird.

Ist es weil du dich schlapp fühlst? Du schreibst, dass dich Menschen ermüden?


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15.04.2026 um 21:46
Zitat von wissenschneckewissenschnecke schrieb:Mir geht es zumindest ähnlich. Nach außen wirkt man oft ganz normal im Alltag, funktioniert, redet mit Leuten, arbeitet, trifft Freunde und innerlich hat man trotzdem oft das Gefühl, irgendwie „anders zu ticken“.
Will man denn nach aussen angepasst wirken? Da geht es los, denke ich. Oder sollte es nicht völlig egal sein, was andere denken, wie sie rumlaufen etc? Ist nicht schöner, sein "nicht der Norm zu entsprechen" zu kultivieren und auf Leute zu pfeifen, denen das nicht passt? Nicht Teil der grauen Masse mit ihren Erwartungen zu sein.
Klar darf man mitunter auf Arbeit meist kein intellektuell spannendes Gesprächsthema erwarten, auch nicht mit jedem Bekannten, aber das macht nichts. Wenn man denn auch jemanden hat, mit dem man Interessen teilen kann. Dann ist der Rest der Welt Nebensache. Nie verbiegen lassen ist halt wichtig.


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15.04.2026 um 22:25
Es gibt ja das Sprichwort: Es ist kein Zeichen von geistiger Gesundheit, angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein...


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15.04.2026 um 22:27
Zitat von abberlineabberline schrieb:
Zitat von wissenschneckewissenschnecke schrieb:Mir geht es zumindest ähnlich. Nach außen wirkt man oft ganz normal im Alltag, funktioniert, redet mit Leuten, arbeitet, trifft Freunde und innerlich hat man trotzdem oft das Gefühl, irgendwie „anders zu ticken“.
Will man denn nach aussen angepasst wirken? Da geht es los, denke ich. Oder sollte es nicht völlig egal sein, was andere denken, wie sie rumlaufen etc? Ist nicht schöner, sein "nicht der Norm zu entsprechen" zu kultivieren und auf Leute zu pfeifen, denen das nicht passt? Nicht Teil der grauen Masse mit ihren Erwartungen zu sein.
Klar darf man mitunter auf Arbeit meist kein intellektuell spannendes Gesprächsthema erwarten, auch nicht mit jedem Bekannten, aber das macht nichts. Wenn man denn auch jemanden hat, mit dem man Interessen teilen kann. Dann ist der Rest der Welt Nebensache. Nie verbiegen lassen ist halt wichtig.
Eine extreme Form der extrovertierten Unangepasstheit funktioniert vielleicht, wenn man seinen Lebensunterhalt als Künstler bestreitet. Ansonsten passt eine markante Unangepasstheit vermutlich zu einem Lebensstil, der grundlegend genügsam ist.


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