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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

119 Beiträge, Schlüsselwörter: Psyche, Psychologie, Schule, Moral, Ethik, Lehrer, Schüler, ADS, Erkrankung
rockandroll
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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

01.10.2011 um 10:04
@wanagi
selbst unser Sportlehrer damals, der wirklich als hardliner galt, hat denjenigen, die bereit waren die 5000 m auch unter Schmerzen und Atemnot durchzuhalten, eine Gnadenfünf dafür gegeben, obwohl die Zeit ganz klar für den Sechser sprach.. weisst was ich meine?

Die Leistung sollte also auch entsprechend anerkannt werden. Wenn man nun mal nicht das Rüstzeug mitbringt, das einen zum Dauerläufer befähigt, aber bereit ist an sich zu arbeiten, und im Schweisse seiner Füsse im eigenen Erbrochenen sitzend ein Wohlwollendes Grinsen seines Sportlehrers vernimmt, wird man doch viel mehr motiviert, als wenn dieser bloss rein bürokratisch die Zeit misst, und sie mit einer trockenen 6 garniert. Das sollte hier in erster Linie bedacht werden, denke ich. So quasie Grossmut kontra kleinliche Bürokratie.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

01.10.2011 um 10:13
@rockandroll
Ich weiß ganz genau was du meinst. Man sollte aber nicht mit einer Note besser zensieren sondern mit einem PLUS für Willen gezeigt und einem MINUS für Keine Lust. Die Note steht für die erbrachte Leistung und die Leistung ist an der Stopuhr ableßbar. Die Leistung nachträglich zu manipulieren und eine Note besser zu geben, empfinde ich als einen Betrug. Als ich noch zur Schule ging, hatte der Lehrer damals Vorgaben, wie beispielsweise Zeitangaben für Streckenläufe mit Note usw. und trotzdem hatte er manche bevorzugt, die er gut leiden konnte und sich in seinen Augen anstrengten.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

01.10.2011 um 10:19
Klar müssen Erkrankungen und Behinderungen berückksichtigt werden...oder man benotet in solchen Fällen einfach gar nicht, weil eben nicht feststellbar ode vergleichbar.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

01.10.2011 um 10:21
@Mittelscheitel
Bin ganz deiner Meinung! Lieber garnicht erst bewerten, da es sonst ungerecht gegenüber anderen ist!


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

01.10.2011 um 10:25
@Dr.Precht
Dr.Precht schrieb:Guter Einwand. Das System wäre so in der Tat unsinnig, was zu der Frage führt worin der Sinn besteht, die Möglichkeit zu schaffen, dass sich die Intelligenz in ihrem Maße, sichtbar unterscheidet. So werden Probleme, der unintelligenteren Personen, auf dem Arbeitsmarkt geschaffen. Sie wären bei schlechtem Abschlusszeugnis letzte Wahl. Was sind deine Gedanken dazu? Gefällt dir das angesprochene System so wie es ist?
Naja, aber so ist das Leben! Mit dem selben Recht könnte man fordern, das alle Menschen Masken tragen, weil sonst die hässlichen keine schönen Menschen abbekommen. Außerdem ist ein Zeugnis doch letztlich irrelevant. Nimm die Zeugnisse weg - das führt dann lediglich zu noch mehr rumprobieren für Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber keine Chance hat, sich wenigstens einen Voreindruck zu sichern, dann muss er erst mal jeden einstellen. Und auf der Arbeit wird sich früher oder später schon rausstellen, wer pfiffig ist und wer nicht.


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01.10.2011 um 10:28
moredread schrieb:Und auf der Arbeit wird sich früher oder später schon rausstellen, wer pfiffig ist und wer nicht.
Für sowas gibts die Probezeit...ich kann mich auch ganz düster erinnern, dass es bei uns in der Schule bei manchen auch stat der Note ein "n.f." (nicht feststellbar") im Zeugnis stand...


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01.10.2011 um 10:28
@wanagi

Unser Sportlehrer hat auch nicht starr nach Leistung benotet sondern auch danach, was derjenige dafür tat. Wenn er einen gesehen hat, der zwar den Ausdauerlauf nicht in der erforderten Zeit schaffte aber gemerkt hat, dass dieser sich angestrengte und die Norm einfach nur über seine Kräfte ging, dann hat er denjenigen trotzdem ein oder zwei Noten besser bewertet als jemand, der nur rumsaß und es nicht mal probiert hat.

Solche Leute werden trotzdem keine Leichtathleten, weil die sich bei Unsportlichkeit wohl kaum als sowas bewerben würden. Und selbst wenn....ist mit dem Schulabschluss das Leben vorbei? Ich war in Sport auch immer ne totale Nulpe und kann nun von mir behaupten, topfit zu sein. Wenn aber jemand, der sich wirklich anstrengt nur nach Zeiten und Weiten bewertet wird, warum sollte der sich überhaupt noch anstrengen, wenn irgendetwas in dem Moment einfach nur über dem Machbaren liegt? Welche Motivation hätte er dann, sich zu bessern? Welches Signal gibt das aufs spätere Leben? Wenn er sieht, dass es scheißegal ist ob er sich anstrengt oder nicht? Denkste, der wird dann ne Eigeninitiative entwickeln? Der wird resignieren, weil er sieht dass seine erbrachte Leistung ihm nichts bringt.

Ich bin 25 Jahre alt, habe 2 abgeschlossene Berufsausbildungen und es geschafft, mich in bis jetzt 6 verschiedene Hauptbetätigungen reinzufitzen, die ich alle nach kurzer Zeit beherrscht habe, bei denen ich mich in den meisten Fällen überdurchschnittlich schnell anpassen konnte. (manchmal lags einfach nur an der Lust oder an ethischen oder monetären Konflikten, dass ich etwas nicht länger gemacht hab) Und das als jemand, der einen Regelschulabschluss hat, mit dem sie mich nicht mal als Schiffschaukelbremser einstellen würden. Ich hatte solang ich denken kann ne 3 oder 4 in Sport aufm Zeugnis. Ich war ne ganze Zeit lang Fahrradkurier und bin 70km am Tag gefahren. Man hat mir auf meinem Schulzeugnis in Deutsch eine 4 gegeben, weil ich eine missverständlich formulierte Aufgabenstellung für mich definierte....weil ich sie auf Nachfrage selber definieren sollte. Tja, hab ich halt riesiges Pech gehabt. Ich kann mich aber dafür nicht erinnern, auch nur einen Rechtschreibfehler in der Abschlussarbeit gehabt zu haben.

Das Schulzeugnis sagt allein schon 10 Jahre später gar nichts mehr aus. Es bewertet 16jährige Chaoten, die andere Sachen im Kopf haben als Lebensplanung. Zumindest bei mir war das so. Viel wichtiger als das Schulzeugnis sind die Berufsausbildung und die Bewährung im Leben und in Betrieben. Das Abschlusszeugnis kann nur einen groben Überblick über die Stärken und Schwächen des Bewerbers innerhalb eines engen Zeitrahmens geben und kein Schwimmbad wird einen als Rettungsschwimmer einstellen, er ne 3 aufm Zeugnis hat. Und unsportliche Menschen werden auch bei Berücksichtigung der Schwächen nie mit Bestnote bewertet. Man macht den Leuten bei statischem Zahlenglotzen u.U. das Leben kaputt. Eine 3 sieht schon besser aus als eine 4.

Von daher hat der Lehrer auch ne gewisse Verantwortung. Nämlich dafür zu sorgen, dass er zwar leistungsgerecht bewertet, aber auch sein Möglichstes tut, Begleitumstände zu berücksichtigen. Sogar vor dem Gesetz gibt es schuldmindernde Umstände. Zu DDR-Zeiten gabs für sowas Kontrollmechanismen, ein Schüler, der in seiner Leistung absackte wurde vom Klassenrat unterstützt, es wurde geschaut, wo man was verbessern kann. Damit er durch bessere Leistung glänzen kann. Heutzutage gibt es sowas aber nicht, der Schüler ist vollkommen auf sich allein gestellt und da ein Lehrer nicht die Zeit hat, sich nach dem Unterricht um jeden zu kümmern, muss er halt Kompromisse machen und den ein oder anderen verschusselten Punkt doch noch zu Gunsten des Schülers schlagen, wenn man sieht, dass dieser sein Bestes gegeben hat. Damit mein ich nicht ob es ne 1 oder ne 2 wird aber wenn es dran hängt ob er nur ne 5 oder vielleicht doch ne 4 haben könnte, sollte ein Lehrer seinen Spielraum ausnutzen und vielleicht auch einen Zentimeter darüber hinaus. Denn einen Gefallen tut man solchen Leuten mit undifferenzierter Benotung nicht. Auch nicht fürs Leben, wenn diese Leute dann einen Ausbildungsplatz, den sie packen würden, nicht bekommen, weil eine Note, die völlig irrelevant ist, zu schlecht ist und dem Arbeitgeber sofort ins Auge fällt.


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01.10.2011 um 10:40
@Dr.Precht

Üblicherweise werden Lernschwächen und -behinderungen bei der Notengebung berücksichtigt. Da wir in der BRD aber 16 verschiedene Schulsysteme haben, müsstest Du Dich dazu gezielt an das Kultusministerium Deines Bundeslandes wenden. Dort sollte man Dir eigentlich Hinweise auf die Rechtslage und die Praxis geben können.
Vielleicht wäre eine Fragestellung in einem speziellen Forum für lernbenachteiligte Kinder auch hilfreich, beispielsweise hier: www.rehakids.de

Viel Erfolg.


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01.10.2011 um 10:41
@moredread

Jaja so is das Leben. Du vergisst aber, dass wir in einer zivilisierten Gesellschaft leben und nicht in der Savanne, wo du verreckst, wenn du dir ein Bein brichst. Das is noch so der feine Unterschied. Dein Beispiel mit den Masken...Bullshit, ich bin auch schon ne ganze Weile solo, komm aber trotzdem über die Runden, das Arbeitsleben ist nen anderes Kaliber, wenn du da nichts findest, rutschste ins soziale Abseits.

Das, was du propagierst ist ekelhafter Sozialdarwinismus. So nach dem Motto lebenswertes und lebensunwertes Leben. Wer nicht der Schlaueste ist, der hat halt nicht verdient, nen Job zu bekommen...den grenzen wir aus, dem geben wir keine Chance, der is selber dran Schuld, dass er keinem intelligenteren Spermium den Vorrang gegeben hat.

Weil ja auch jeder was für sein Gehirn kann, is klar. Ich weiß nich wo du lebst aber hier wo ich lebe zählen Arbeitszeugnisse nach ner gewissen Zeit mehr als das Schulzeugnis. Das hab ich bei der Firma in der ich jetzt bin noch nicht mal in die Bewerbung gelegt. Wenn du aber den Leuten durch mutwillig schlechte Bewertung (obwohl das Bemühen da war) schon die Chance auf einen Ausbildungsplatz versaust, was hat derjenige dann zu erwarten? Wenn er ne 5 in Deutsch hat aber ne fehlerfrei geschriebene Bewerbung als Maurer einreicht und der AG schaut nur auf die fünf, was hat man dann gekonnt? Wofür brauch man das Fach in dem Beruf? Wer sagt, dass dieser Bewerber nicht Kurse nimmt um das Problem in den Griff zu kriegen? Der AG wird aber garantiert nicht ihn einstellen. Der Typ sitzt dann u.U. auf der Straße, weil er bedingt durch ne Störung oder Krankheit halt auf diese Note bewertet wurde. Obwohl er eine Ausbildung hätte haben können, in der das völlig irrelevant wär.

Aber ne 4 sieht schon wieder ganz anders aus. Das ist auch keine Bestnote, die den Unintelligenten alle Pforten öffnet aber durch solche kleinen Gesten kann man dafür sorgen, dass jemand doch noch die Chance hat, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Auch wenn das den Darwinisten gegen den Strich geht, die ständig mit dem Lauf der Natur argumentieren, im Ernstfall aber nicht mal in der Lage wären, einen schlafenden Igel zu jagen, weil sie sowas nicht in ihrem BWL Studium hatten und vergeblich die zuständige Kostenstelle suchen.


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01.10.2011 um 11:41
Ich hab mir jetzt die verschiedenen Ansichten durchgelesen. Letztendlich kann ich nur zu dem Schluss kommen, das das System, so wie es praktiziert wird, bereits am Sinnvollsten ist.
Die Schüler werden nach den erbrachten Leistungen benotet, und der Lehrer nutzt den vorhandenen Spielraum aus, um Fleißanstrengungen mit einzubeziehen.
So hat auch der Arbeitgeber einen recht guten Bewertungsindikator für den jeweiligen Bewerber. Zudem wird ein Arbeitgeber auch eher auf die Noten schauen, die für den Beruf relevant sind.
Außerdem ist der Lehrerberuf nicht eine Institution, die jetzt erst neu geschaffen wird, und über die man philosophieren muß, wie es am besten umgesetzt werden könne, sondern ein Beruf, der seit mehreren hundert Jahren ausgeübt wird, und schon deswegen über ausreichende Erfahrung bei der Benotung/Bewertung von Schülerleistungen verfügt.

Und natürlich darf die persönliche Anekdote nicht fehlen:
Ich selbst hatte eigentlich immer gute Noten (in 3-4 Fächern nicht, die bestätigenden Ausnahmen). Ich war kein Streber, aber ich hab im Unterricht aufgepasst. Aber ich war nie zielstrebig, sondern wollte das lediglich so stressfrei wie möglich hinter mich bringen. Mein Banknachbar hatte stets schlechte Noten, so 4er und 5er, machnmal auch 6en, weil er besonders unmotiviert war. Bei gemeinsamen Projekten hat er stets die Planungsarbeit übernommen, während ich dann die Umsetzung durchführte. Und das hat immer gut funktioniert, wir haben meist ne 1 oder zumindest ne gute 2 bekommen.
Nun, unser jeweiligen Qualifikationen haben letztendlich auch zu den entsprechenden Berufen geführt. Ich bin ein Klempner geworden, und hab beim Rohre verlegen auch Freude, aber das ganze drumherum, wie Absprachen/Planung etc. finde ich anstrengend, während er ein Fachstudium im Baubereich absolvierte (viel mehr weiß ich über ihn auch nicht, haben uns ewig nicht gesehen), und wahrscheinlich eben genau diese Planungsarbeit macht.

Nun könnte man argumentieren, das eben ein Zeugnis doch kein guter Indikator wäre. Zugegeben. Dennoch möchte ich entgegenhalten, das der persönliche Einsatz nach der Schule letztendlich den persönlichen Werdegang enorm beeinflusste. Das System regelt sich also relativ zuverlässig.


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01.10.2011 um 11:54
"und hab beim Rohre verlegen auch Freude" - Manche Zitate aus Allmy möchte man sich in Gold rahmen! :D


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rockandroll
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01.10.2011 um 12:06
@Doors
wirst lachen, wollte das auch so oder so ähnlich kommentieren, dachte aber, doors wird sich schon drum kümmern :D ..das nenn ich doch gelungene Arbeitsteilung und Vertrauen in die Fähigkeiten des Mitbürgers, um mal etwas beim Thema zu bleiben ;)


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01.10.2011 um 13:14
@GilMLRS
GilbMLRS schrieb:Jaja so is das Leben. Du vergisst aber, dass wir in einer zivilisierten Gesellschaft leben und nicht in der Savanne, wo du verreckst, wenn du dir ein Bein brichst. Das is noch so der feine Unterschied. Dein Beispiel mit den Masken...Bullshit, ich bin auch schon ne ganze Weile solo, komm aber trotzdem über die Runden, das Arbeitsleben ist nen anderes Kaliber, wenn du da nichts findest, rutschste ins soziale Abseits.
Ich habe nicht den geringsten Schimmer, worüber Du dich aufregst. Was ist denn Deine Lösung? Allen eine 1 geben? Keine Zeugnisse?
GilbMLRS schrieb:Das, was du propagierst ist ekelhafter Sozialdarwinismus.
Nö. Keine Ahnung, wo ich Dir auf den Fuß getreten bin. Ich weiß, das Du sonst damit kein Problem hast, aber irgendwo bist Du an meinem Text hängen geblieben und hast ihn falsch verstanden.
GilbMLRS schrieb:Wer nicht der Schlaueste ist, der hat halt nicht verdient, nen Job zu bekommen...den grenzen wir aus, dem geben wir keine Chance, der is selber dran Schuld, dass er keinem intelligenteren Spermium den Vorrang gegeben hat.
o_O

Das sagt jetzt viel darüber aus, was Du denkst, aber wenig darüber, worüber ich sprach. Wenn jemand IQ mäßig hängt, dann wird sich das halt in den Noten wiederspiegeln. Wenn jemand clever ist aber trotzdem miese Noten hat, so wird er sich früher oder später auch mit einem schlechten Zeugnis durchzubeissen wissen. Meine Noten sind auch so lala, studiert habe ich auch nicht. Trotzdem hab ich eine Stelle, bei der das eigentlich Grundvoraussetzung ist. Nur, und das ist der Punkt, darüber habe ich gar nicht geschrieben. Lediglich, das ein Zeugnis nur wiederspiegelt, welche Leistungen Du gebracht hast. Dabei bedeutet ein gutes Zeugnis nicht zwingend, das man gut ist, und ein schlechtes nicht zwingend, das man schlecht ist. Ich habe auch schon über die Einstellung oder Nichteinstellung von Bewerbern entscheiden dürfen. Da waren mir Zeugnisse ehrlich gesagt völlig egal - die habe ich mir nicht einmal angesehen. Ich habe einfach schon zu viele studierte Trottel erlebt und zu viele ungebildete, aber hochintelligente Leute. Ändert aber nichts daran, das sich sowas nun mal über ein Notenschema nicht abbilden lassen lässt. Wer etwas leistet, der bekommt dafür halt eine entsprechende Note. Das ist so ziemlich die einzige Möglichkeit, das ganze wenigstens halbwegs fair hinzubekommen. Ich habe es schon zu oft erlebt, das Lehrer bei der Note solche Dinge mitbetrachten wollten; letztlich haben dann die Leute, die ihnen sympathisch waren, bessere Noten bekommen, als solche, die Ihnen unsympathisch waren. Genauso gibt es kommunikative Skills; solche Leute werden in der Regel immer besser benotet als solche, die diese Skills nicht haben. Ist unfair, aber die Realität.
GilbMLRS schrieb:Weil ja auch jeder was für sein Gehirn kann, is klar. Ich weiß nich wo du lebst aber hier wo ich lebe zählen Arbeitszeugnisse nach ner gewissen Zeit mehr als das Schulzeugnis.
Es ist irrelevant, ob man was für sein Gehirn kann. Entweder kann man eine Leistung bringen oder eben nicht. Ob das nun gut ist oder nicht, ist irrelevant, es ist ein unbestreitbarer Fakt. Wer nicht mal imstande ist, 'nen simplen Dreisatz zu lösen, wird nicht als Statistiker in einem Unternehmen einsteigen können. Und wie kommst Du jetzt darauf, das ich gesagt hätte, das Arbeitszeugnisse weniger wichtig wären als Schulzeugnisse? Gilb, Du interpretierst einen Haufen Zeug in meinen Text rein, der schlicht nicht drinsteht.
GilbMLRS schrieb:Wenn du aber den Leuten durch mutwillig schlechte Bewertung (obwohl das Bemühen da war) schon die Chance auf einen Ausbildungsplatz versaust, was hat derjenige dann zu erwarten? Wenn er ne 5 in Deutsch hat aber ne fehlerfrei geschriebene Bewerbung als Maurer einreicht und der AG schaut nur auf die fünf, was hat man dann gekonnt? Wofür brauch man das Fach in dem Beruf?
Mutwillig schlecht? Schlechte Leistung ist schlechte Leistung, das wars dann auch schon. Ich musste anfangs auch gegen Zeugnisnoten ankämpfen. So ist nun mal das Leben. Hart aber unfair ^^
GilbMLRS schrieb:Auch wenn das den Darwinisten gegen den Strich geht, die ständig mit dem Lauf der Natur argumentieren, im Ernstfall aber nicht mal in der Lage wären, einen schlafenden Igel zu jagen, weil sie sowas nicht in ihrem BWL Studium hatten und vergeblich die zuständige Kostenstelle suchen.
Ich weiß nicht, wovon Du eigentlich redest, jedenfalls nicht, wenn ich es in Bezug zu dem stelle, was ich so geschrieben habe. Aber vielleicht, wenn Du mal tief Luft holst, und es gaaaaaanz langsam angehst, komme ich irgendwann dahinter. ;)


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01.10.2011 um 13:39
@Doors @rockandroll Schön zu sehen, das eigentlich abgedroschene Phrasen immernoch für Erheiterung sorgen - das macht Hoffnung.


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01.10.2011 um 13:54
Früher bist du auf die Hauptschule geschickt worden, wenn du auffällig warst, heute schleift man diese eltern-/erziehungslosen Geschöpfe bis in die höchsten schulischen Weihen durch.


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xionlloyd
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01.10.2011 um 14:23
@JonnyDepp

Ich glaube, Du verwechselst da etwas. Eine derartige Erkrankung ist nicht auf die Erziehung zurück zu führen . . . und erst recht nicht auf den Umstand, dass man evtl. keine Eltern hat . . . also ehrlich.


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BlackFlame
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01.10.2011 um 15:00
@xionlloyd
Sie erfordern aber von Lehrern eine ganz andere Art von Aufmerksam und Betreuung, weil sie in gewisser Hinsicht Ersatz- oder Zusatzeltern sind.
Mein ehemaliger Musiklehrer meinte vor ca. 6 Jahren, dass er zwar in seiner Zeit als Lehrer natürlich auch unruhigere Klassen hatte, aber seit er eine fünfte Klasse unterrichten bzw. betreuen soll in der die Hälfte vom Arzt bescheinigt hyperaktiv seien, hätte er wohl seine ganze Art des Lehrens und seinen Posten als Vertrauenslehrer noch einmal grundlegend überdenken müssen, schließlich hätte er die Pflicht auch diese Kinder so zu unterrichten, dass sie 8 Jahre Gymnasium überstehen.


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01.10.2011 um 15:05
@JonnyDepp

Auch elternlose Kinder haben ein Recht auf Bildung. Die Zeiten der Waisenkinder a la Charles Dickens sind hierzulande glücklicherweise vorbei.


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xionlloyd
ehemaliges Mitglied

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01.10.2011 um 15:10
@BlackFlame

Darum ging's ja gar nicht. Natürlich brauchen diese Schüler in den höheren Stufen andere Betreuung. Ich störte mich eigentlich eher an dem herablassend, pauschalisierenden Ton im Beitrag von johnnydepp.


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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01.10.2011 um 15:18
@xionlloyd
Der Ton mag rau gewesen sein, aber der Inhalt war trotzdessen nicht zu verachten.
Lehrer standen und stehen im Zuge dieser Entwicklungen vor neuen Aufgaben, weil man eben diesen Schülern nicht nur die Alternative einer Sonderschule bietet. Dass sich Lehrer dahingehend sofort umstellen können halte ich eben für zweifelhaft, aber prinzipiell für eine interessante und gute Entwicklung.


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