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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

119 Beiträge, Schlüsselwörter: Psyche, Psychologie, Schule, Moral, Ethik, Lehrer, Schüler, ADS, Erkrankung

Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

02.10.2011 um 17:45
@Plan_B
allmotley schrieb:Vielleicht sollte man Kriterien, wie Einsatzbereitschaft, Flexibilität, Fleiß und Teamfähigkeit in die Zeugnisse aufnehmen. Bei der Entlohnung von Arbeitnehmern sind sie ein nicht unerheblicher Bewertungsfaktor.
Bloß nicht. Höchst subjektiver Kram, bei dem man jedem jede Note geben kann, ganz nach persönlichen Vorlieben.

In der letzten Schule, die ich besucht habe, wurden Kopfnoten verteilt, die genau in diese Richtung gehen. Lächerlicher Quark, der eben, weil er lächerlich war, von den Lehrern boykottiert wurde (es haben einfach alle ein "Sehr gut" bekommen). Erfahrungsgemäß war es dort so, das man den besten Schülern die schlechtesten Kopfnoten hätte geben müssen; die saßen nämlich die meiste Zeit nur gelangweilt im Unterricht, haben gepennt oder gezockt, weil sie Aufgaben, für die eine Stunde vorgesehen war, locker in 5 Minuten geschafft haben und weil der Lehrer ihnen nichts erzählen konnte, was sie nicht eh schon wussten. Wir waren alle relativ happy, das die Lehrer das genauso gesehen haben.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

02.10.2011 um 19:51
@moredread

Den Nasenfaktor habe ich dabei nicht im Kopf gehabt, sondern bin davon ausgegangen, dass auch Lehrer professionell ihren Job machen.

Es gibt diese Kriterien nicht ohne Grund und es zieht sich durch den ganzen Thread, dass man dieses oder jenes bei Bewertungen berücksichtigen soll oder eben aus Fairnessgründen nicht.

Wie will man nun allen und allem gerecht werden?


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 07:18
@Plan_B
allmotley schrieb:Den Nasenfaktor habe ich dabei nicht im Kopf gehabt, sondern bin davon ausgegangen, dass auch Lehrer professionell ihren Job machen.
Ich hatte Lehrer, die haben Ihre Klassenarbeiten aus der Wikipedia abgeschrieben...
allmotley schrieb:Wie will man nun allen und allem gerecht werden?
Gar nicht. Schule und Noten sind wie das Leben: Hart aber ungerecht. Das einzige, was sich abbilden lässt, ist die Leistung, das wars auch schon. Wer in jungen Jahren bei den Zeugnisnoten verkackt hat, muss eben eine Abendschule besuchen. Ist ätzend, aber da kann man alles nachholen.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 07:34
@Dr.Precht
hab mich erst jetzt duch dein thread lesen können.
ich bin der meinung lehrkräfte müssen fingerspitzengefühl walten lassen,wenn sie die ADS erkrankung eines schülers in ihre bewertungen einfliessen lassen.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 15:30
@Plan_B
Wenn es nicht gerade um Mathe geht sind Noten so schon subjektiv genug. Und das leider immer. Es gab keinen einzigen Lehrer in meiner Schulzeit wo es nicht irgendwann mal vorgekommen wäre, dass eine Note nicht nachvollziehbar war.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 15:38
Ich weiß. Auch bei mir war es ein Glücksspiel. Noten sind auch subjektiv, aber nicht nur. Ich war faul, und habe nie groß gelernt. Dafür bekam ich ein 2,3 Abi. Nicht gut und nicht schlecht. Für dieses Ding bekam ich später ein Lehrjahr geschenkt und wurde in der Berufsschule besser benotet.
Ich habe den Vorteil mitgenommen, aber fair ist sowas nicht.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 15:47
@horusfalk3

Geschenke in der oben beschriebenen Art sind übrigens Mist. Durch das geschenkte Lehrjahr ist mir einiges an Praxis, Menschenkenntnis, Abteilungskenntnis der Firma verborgen geblieben.
Nicht ohne Grund beträgt die Lehrzeit 3 Jahre und nicht 2.
Auch eine bessere, als die verdiente Note ist nicht der Hit.
Möchte ich nur mal anmerken.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 15:51
@Plan_B
Besser als eine schlechtere Note zu bekommen als man verdient ;)

Fair geht es sowieso nie zu. Das Leben hat nie behauptet fair zu sein. Man kann nur versuchen zu sich selbst und Anderen so fair wie möglich zu sein. Aber so etwas wie einen Anspruch auf Fairness hat man leider nicht.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 15:54
@horusfalk3

Wenn du ne schlechtere Note hast, als du verdienst, kannst du später punkten. Andersherum fliegst du auf.

Anspruch gibt es keinen, aber einen Mund zum reden. Den aufmachen, anstatt schweigend Frust in sich hineinfressen halte ich für einen Weg, selbst etwas zu bewegen.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 16:57
@Plan_B

Ja das sehe ich allerdings auch so. Man selbst ist die einzige Person, die wirklich etwas bewegen kann. Gerade deshalb ist es aber (finde ich) wichtig, dass man nicht davon ausgeht, dass man eh fair behandelt wird.


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keyshan
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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

03.10.2011 um 17:27
ich bin der meinung das es eben nicht unfair wäre, würde die krankheit berücksichtigt werden. kann man nicht ändern sowas. daher ist es eher unfair, würden sie normal benotet werden. meine meinung.


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BlackFlame
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04.10.2011 um 10:57
@horusfalk3
@Plan_B
Man darf auch nicht vergessen, dass allein nur die Abiturstufe immerhin 2 Jahre bzw. 4 Halbjahre dauert. Diese Abiturnote setzt sich eben aus Leistungen von 4 Halbjahren mal ~14 verschiedenen Fächern zusammen.
Subjektivität mag es geben, aber ich denke innerhalb von 2 Jahren in denen man viele viele Einzelbewertungen erhielt reguliert sich diese Subjektivität ein ganzes Stück weit von selbst. Schließlich heißt Subjektivität prinzipiell nicht, dass man immer nur schlechtere Noten bekommt als man verdient - die eigentlich ungerechtfertigten besseren Noten scheinen die meisten immer wieder zu vergessen. Prinzipiell ist die Subjektivität aller Lehrer vernachlässigbar, wenn es um einen Vergleich von Abiturnoten geht.


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Dr.Precht
Diskussionsleiter
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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 16:08
Die Umbenennung des Thementitels ist nun nicht mehr konform mit meiner eigentlichen Frage.
Ich verbitte mir in Zukunft solche Änderungen, die den Inhalt des Titels verfälschen.

Die Frage war nicht, ob die ADS Erkrankung in der Leistungsbewertung des Lehrers erwähnt werden darf, sondern ob sie direkt auf die Leistungsbewertung Einfluss nehmen sollte.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 16:28
@Dr.Precht

Und, was sagt denn das Schulgesetz Deines Landes dazu?


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Dr.Precht
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 18:18
@Doors

Das ist unwichtig, ich bin nicht betroffen, auch nicht indirekt.
Ich habe eine allgemeine Frage gestellt und eine Antwort erhalten die darüber Auskunft gibt, dass eine ADS Ekrankung durchaus bei der Bewertung einbezogen wird. Das genügt mir hinsichtlich der Frage, ob dies möglich ist. Ob es moralisch vertretbar ist, aus wessen Sicht auch immer, darf natürlich weiterhin diskutiert werden. Das Thema ist ja bereits auf ein großes Interese gestoßen wie ich finde.


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 18:28
@Dr.Precht
Ich bleibe bei der Auffassung, dass sich die Subjektivität im Schnitt ausgleicht.
Sei das Problem nun ernsthaftes ADS oder bei anderen vielleicht blos schlichte Faulheit, es wird immer Lehrer geben, die Nachsicht für leistungsschwächere Schüler haben und eben andere die dahingehend objektiver bzw. strenger bewerten.
Ich denke, wenn ein Lehrer erst einmal 15-20 Jahre lang einen gewissen Lehrstil ausgeprägt hat, so würde er die Ansage, eine ADS-Erkrankung zu berücksichtigen, je nach diesem persönlichen Lehr- und Bewertungsstil mal besser und mal schlechter in diesen einfließen lassen können.
Pauschalisieren kann man hier wohl weniger.


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Dr.Precht
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 18:36
@BlackFlame

Was mir zuerst moralische Bauchweh verursachte, dann allerdings meine Zustimmung gewann war die Aussage, dass ein betroffenes Kind nun einmal sein Defizit kompensieren müsse durch eine besondere Förderung. Eine dauerhafte Rücksichtnahme des Lehrers würde dem Kind nur äußerst bedingt, eine rosige Zukunft ebnen. Das Zeugnis sollte schon die tatsächliche Leistungsfähigkeit wiederspiegeln. Manche Menschen müssen in dieser Welt offenbar ein paar Abstriche mehr als andere machen. Ob es sich in anderen Bereichen dann wieder ausgleicht, vermag ich nicht zu beurteilen.


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BlackFlame
ehemaliges Mitglied

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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

04.10.2011 um 18:43
@Dr.Precht
Ich habe in meiner Schulzeit zwei Gymnasien besucht und dahingehend auch zwei Extrema kennengelernt. Bei dem einen orientierte sich die Mehrzahl der Lehrer an der oberen Leistungsgrenze und bei dem anderen eher an der unteren. In beiden hatte ich unterschiedliche Probleme, einmal eine leichte Über- und danach eine leichte Unterforderung.
Was genau richtig für einen selbst ist muss man wohl über die Jahre herausfinden, wobei aber auch eine gewisse Anpassungsfähigkeit vorhanden sein sollte.


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Darf die ADS-Erkrankung eines Schülers in der Bewertung erwähnt werden?

05.10.2011 um 01:04
Hallo Precht:
Nach 6 Seiten Mutmaßungen und haarsträubender Kommentare zu ADS-Betroffener und deren Erzeuger:


Verordnung über die sonderpädagogische Förderung (Berlin)

Schüler einer Integrationssekundarschule mit sonderpädagogischen Förderbedarf ,der durch unterschiedlichste Behinderungen anerkannt wurde , werden zum Erwerb schulischer Abschlüsse eine Notenstufe höher bewertet .

Die wenigsten ADS´ler bekommen den Förderbedarf , da Aufmerksamkeitsstörungen oftmals erst während des Schulalltages festgestellt werden , die Förderausschüsse aber vor Einschulung zusammen treffen. War ein ADS´ler schon vor Einschulung auffällig, wird er in Förderrschulen aufgefangen .Mit dem Wechsel auf Regelschulen fällt der Schlüssel des Förderbedarfes automatisch weg , er hat dieselben Bedingungen und Leistungsvorgaben wie seine "normalen" Mitschüler.

Kurz gefasst: Ein ADS´ler wird nur dann ein schulischen "Bonus" eingeräumt , wenn er während der gesamten Schullaufbahn den Schlüssel auf "Drohende Behinderung" mit sich trägt. Kommt meiner Erfahrung nach nie vor , weil auf dem Abschlusszeugnis "Sonderschule" stände , was sich für den weiteren Berufsweg nicht förderlich auswirkt.


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