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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 00:25
Ich frag mich immerwieder - wie schwer es ist aus Denkmustern auszubrechen - und wie einen das beeinflussen würde - bzw wie man sich mit Radikalen Denkveränderungen selbst verändern kann

ich mein so sachen wie:

...wenn man aufhört sich mit leuten zu treffen - und nur noch mit pflanzen spricht

oder

...nicht versucht in einer firma hoch hinaus zu kommen - sondern sich entschliesst jeden monat nen neuen job anzunehmen

aber auch sachen wie...

...hmm...

ich merk grad es ist nicht mal einfach sich sowas vorzustellen

also versuch ichs umfassend zu erklären

wir menschen leben in einer simbiose mit unserer welt - das was uns beigebracht wird und was wir sehen - danach leben wir - und wenn man das nicht tut - ist man ein freak - ein aussenseiter - ein verrückter vogel - spleenig und exzentrisch

was ist jetzt aber wenn man sich bewusst dazu entschliesst anders zu ticken - wenn man nicht die vorgetretenen pfade der menschen entlanggeht - sondern mal einen anderen weg geht

es ist wie mit der palette farben - gibt man dem künstler nur beliebte farben - dann kann er sich nur mit diesen farben verwirklichen - also rot - grün - blau - wenn er jetzt aber auch schwarz und braun und pink hat - dann kann er doch ein viel schöneres bild malen - kein perfektes beispiel - aber zu veranschaulichung doch ganz praktisch

was ich meine ist - wenn man aus der menschlichkeit ausbricht - und sich in ebenen vorwagt die abseits der norm liegen - wer weiss was es dort zu entdecken gibt

ich hoffe ich hab verständlich gemacht was ich meine

Nun was sind jetzt solche Methoden und Wege die euch einfallen die man beschreiten könnte - und was könnte man von dort mitnehmen ?

mal angenommen ich mach was verrücktes - und freunde mich mit einem obdachlosen an (hätt ich kein problem damit) - würde mit dem auf der strasse nen monat oder 2 abhängen - um was würde mich das reicher machen?

oder ich würde mein zelt schnappen und ein halbes jahr in nem wald leben

das sind so sachen - die macht kaum einer - weil es nicht ganz normal ist - aber lernt man dadurch nicht eine ganz andere seite des lebens kennen - lernt man dadurch nicht mehr über sich und seine grenzen - ist am ende nicht quantität genauso wichtig wie qualität - oder kann man das nicht verbinden ?

ich hab hunger nach leben =)
ich will dinge machen die mich reicher machen an erfahrung - aber ich hab keine idee was ich so machen könnte - ich meine nicht sachen wie in einer suppen küche arbeiten oder fallschirmspringen - ich meine dinge die ein wenig abseits liegen

man muss doch das menschliche seinsspektrum erweitern können - dinge tun die unlogisch sind und erfahrungen sammeln an orten , an die keiner denkt - oder in die sich keiner reinwagt

was könnten das für orte sein?

habt ihr ideen?

wie seht ihr das - ist unsere welt reichhaltig genug - oder kann man sie noch ausreizen - kann man dadurch das menschliche spektrum erweitern - wie kann man dinge erfahren auf die noch keiner gekommen ist - wo kann man revolutionär sein ?

oder auch ... wie kann man seine denkweise verändern - wie verlässt man die eingebrannten subroutinen des kopfes - wie verändert man seine persönlichkeit - nach eigenem wunsch ?

ich bin gespannt auf eure antworten


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11.12.2011 um 00:31
Natürlich wäre es sinnvoll soetwas zu machen - nur ist das sehr viel aufwändiger als das, was uns die Gesellschaft anbietet - zudem haben wir nicht die "Zeit" dafür - verstehst du?


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11.12.2011 um 00:45
@RobbyRobbe

vieleicht kann man das ja schon im kleinen machen

irgendwelche dinge , die sich in den alltag einbauen lassen - sich nach der arbeit mit schamanen treffen - anfangen zu meditieren regelmässig - die grössten looser in der arbeit zu nem kaffee nach der arbeit einladen (ich wette die stellen sich als pretty cool raus) - sich geistig mit einer schale wasser unterhalten - an einem tag in ein gothic lokal - am nächsten tag in ein metal lokal gehen - usw.

ich frage mich wie einen das verändert...

...allein schon weil man abseits der norm lebt - vieleicht passieren da dinge mit einem die man sich gar nicht vorstellen kann


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11.12.2011 um 00:55
@Dr.Manhattan

Lebst du im Abseits der Norm?

Ich mache das bzw. bin das ohne einer Gruppierung anzugehören...


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11.12.2011 um 01:06
@RobbyRobbe

naja so kleinigkeiten

zum besipiel wenn ich draussen bin - und geh dann pfeiff ich schon mal oder sing leise - juckt mich nicht was die leute denken...

... und ich finde - um bei den erfahrungen zu bleiben - das potenziert sich - wenn man anfängt auf normen zu pfeiffen - pfeifft man immer mehr drauf - und wird immer freier

oder

ich sag mir seit ner weile - dass ich im zentrum meines universums bin - und alles andere unwichtig ist - im zentrum meiner welt - gelten meine richtlinien - da leb ich wie ich will - und wenn sich alle andren auf den kopf stellen wollen - dann sollens se - ich mach was ich will

solche verändrungen der denkweise mein ich
RobbyRobbe schrieb:Ich mache das bzw. bin das ohne einer Gruppierung anzugehören...
kannst du das näher erläutern ?


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11.12.2011 um 01:26
@Dr.Manhattan

Ich Meditiere auf dem Weg zur Schule und versuche meine Mitmenschen zu verstehen. Mein Verstand tickt anders als das der anderen, ich denke überwiegend rational, habe aber ein sehr ausgeprägtes Mitgefühl zu meinen Mitmenschen und liebe sie wie es Gott in der heiligen Schrift tut. Dabei bin ich aber nicht in der Lage, jemanden akktraktiv zu finden oder zu jemanden hingezogen zu sein - ich sehe jeden Menschen als eingizartiges Indivium, weshalb ich strickt gegen Stigmata bin. Es ist einer meiner Angewohnheiten, zu versuchen alles über meine Mitmenschen zu erfahren und aus ihnen zu lernen, wobei ich auch sehr viel Zeit investiere, ohne auch nur einen Hintergedanken zu hegen. Ich mag es nicht Dank, Lob oder Ehre zu erhalten, weshalb ich mich immer im Hintergrund halte. Ich besitze einen ungaublichen Drang, mein Wissen in jedlicher hinsicht zu erweitern und es unmittelbar mit meiner Umwelt zu teilen. Obwohl ich ein eher schüchterner und bestätigt "auffällig unaufällig" bin, bin ich in der Lage ein sehr Selbstbewußtes Wesen an den Tag zu legen. Auch versuche ich mit jedem Menschen Freundschaft zu schließen, habe aber keine Angst wie die über mich denken, weshalb ich meine Persönlichkeit nicht anpassen muss. Ich folge auch keiner Mode, nicht aus rebbellion, sondern weil ich nicht die Aufmerksamkeit dafür aufbringen kann.


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orbiphlanx
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11.12.2011 um 01:30
es ist das einfachste auf der Welt, aber man stellt sich selbst schranken. Das einzige wirksame Gegenmittel ist diese SChranken zu durchbrechen mit extremen Erfahrungen wie es die natur des Menschen ist


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11.12.2011 um 01:48
@ Polarheld

Die Kunst ist für mich so ein Mittel und erlaubt mir die gewohnten Denkschemen zu verlassen, und über den Tellerrand zu blicken. Abstand wie eine Reise/ Urlaub, oder sonst ein aussergewöhnliches oder unerwartetes Erlebnis tun das auch. Das Problem bildet sich nur dort dann wieder, wenn es so historisiert wird. Ich möchte dazu mal die richtige Definition liefern:

"Als Historisierung (Geschichtswerdung) bezeichnet man allgemein den Übergang einer Sache von einem Gegenstand des Zeitgeschehens zu einem Gegenstand des Geschichtsinteresses oder auch den Prozess des allmählichen Wandels der Wahrnehmung und Interpretation einer Sache oder Vorstellung mit der Zeit."

So wird aus einem spontanem wilden und freiem Gedanken etwas das man in eine Schublade tut, wegschliesst und einen Etikett draufklebt " Dadaismus " bspw. Deswegen bestanden die Dadaisten darauf dass ihre Kunst ein Verfallsdatum hat.

"Der Dadaist ist ein Künstler, bei dem das Produkt als solches nebensächlich ist. Er ist ein Geistesreisender, der immer neue Erfahrungen macht. Ein Zeichen dafür, dass Dadaismus doch produktiv im herkömmlichen Sinne der bildenden Kunst ist, zeigt der groteske Humor, der sich in den Gedichten und Bildern wieder findet. Auch die Ironie, die die Künstler in ihre Werke einfließen lassen, spricht für modale Präsenz von „Sinn im Unsinn“, der immer dort ist, wo er nicht zu sein scheint."


"Der Dadaismus schien schließlich in den 1920ern eines natürlichen Todes durch Desinteresse zu sterben und hinterließ in der Konkreten Lyrik oder dem Lettrismus einflussreiche Nachkommen. Zudem gehen auf den Dadaismus die moderne Performance (vgl. auch Fluxus) und die Idee des Readymade zurück."



"Nun ist jedoch das passiert, was die Dadaisten niemals wollten, nämlich, dass sie jetzt auch im Museum hängen, neben den Bildern von Pablo Picasso und Paul Klee. Sie wollten eigentlich nur das zerstören, zu dem sie heute manchmal selbst geworden zu sein scheinen, nämlich das Altbackene und Etablierte."

Das sagt eigentlich alles.

Ich denke, neue Erfahrungen, neue Horizonte erwachsen aus dem Leben und Erleben. Das muss nichts unglaublich neues - nie gedachtes nie erfahrenes sein. Es reicht, wenn man es selbst noch nie gedacht oder erfahren hat. Momentan ist obendrüber oder drunter - ein Thread über " Lebensweise und Gesellschaft in Saudi Arabien"

Ich meine, dass so eine Erfahrung schon ausreichen würde, um den Horizont ein bisschen zu weiten.


Wirklich komplett andere Denkmuster zu haben muss bedeuten, "verrückt" zu sein. Wohl dem der zwischen verschiedenen Zuständen "switchen" kann, aber ehrlich gesagt, verrückt zu sein ist sicherlich keine Erweiterung des eigenen Horizonts sondern nur eine verschiebung, die dazu führt dass du andere nicht verstehst, und sie dich nicht verstehen.


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11.12.2011 um 01:49
@RobbyRobbe

ja das ist sicher nicht verkehrt - sein eigenes ding zu machen - ich glaub das ist die basis die man für sowas braucht

schaut man sich 99% der menschen an - dann rennen sie irgendwelchen idolen nach und verhalten sich wie sie

wenn man es aber schafft nur pragmatisch seine reize einzuholen - und sich seine eigenen ideale macht - dann kann man glaub ich die welt erobern


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11.12.2011 um 02:03
@DeadPoet

natürlich - da geb ich dir recht

solche erfahrungen hängen zusammen mit dem individuum das sie macht

würden alle eine erfahrung machen - würd ich sie auch schon kennen und ws gemacht haben

es geht darum , das man ab einem gewissen alter alle extreme schon kennt - und nur noch feinarbeit machen kann - und nur noch auf solchen abstrakten wegen neues erfährt

vieleicht ist es auch eine verborgene sehnsucht nach individualismus - zumindest schwingt das da mit - aber darum gehts nicht

ich meine eher so - man sollte mal überall nachsehen - nicht nur da wo es offensichtlich ist - allein nur deswegen , um die welt in ihrer gänze kennenzulernen - vieleicht verbaut sich der mensch mit seiner angepasstheit viele erfahrungen

wahnsinn ist natürlich unschön - da er irrational ist - vorallem dann wenn man selber nicht mehr unterscheiden kann
aber mal ehrlich - wenn jede nacht ein rosa elefant zu meinem bett kommen würde - dann bin ich schon neugierig , was der wohl so zu erzählen hat :P


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trailerguy
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 02:12
@Dr.Manhattan

Mein Fachgebiet^^

Ich würde an deiner Stelle erst einmal üben die Welt bewusster wahr zu nehmen.
Übe dich in Aufmerksamkeitstraining, am besten Meditation.

Werde wacher, genügent Schlaf hält einen schon mal einen Großteil der Automatismen vom Hals die man tagsüber erfährt.

Nimm die Welt wirklich bewusst wahr oft liegen neue Dinge näher als man denkt.

Die Welt ist ja nicht ein Computerspiel, sie ist enorm komplex und esw gibt unentlich viele Varianten zu leben, zu agieren und Dinge zu verwirklichen. Nur viele Menschen sehen das nicht.....

Schemata durchbricht man mit bewusster Wahrnemung. Oder willst du dir hier etwas von anderen Menschen vorgeben lassen, was ist das dann noch ?

Schau dir beispielsweise die Stormchaser an. In den USA ist das zu einer echten Plage und einem Trend geworden. Da machen Familien einfach Sonntags in der Tornadosaison im Mai mal nen Ausflug zur Tornadojagt und behindern die wissenschaftlichen und teilweise lebensrettenden Arbeiten der echten Chaser und Spotter.

Das ist genau das Gegenteil von all dem was man mit, Kreativität, bewusstem Denken oder eigenen Zielen in Verbindung bringt. Meiner Meinung nach........

Ich glaube die Frage ist, was willst du erreichen? Wo willst du hin?


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trailerguy
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 02:23
Ich habe da ein tolles Beispiel:

Nehmen wir die Wissenschaft oder vielmehr die Bildung die zur Wissenschaft führt.
Ich habe mich in letzter Zeit mit damit außeinader gesetzt was meine wikrlichen Interessen sein könnten, bzw. was kann ich und welche Möglichkeiten hätte ich.

Ein Kumple von mir hat mal zu mir gesagt, dass sehr viele Menschen die erfolgreich sind, also wirklich erfolgreich. Das die den Weg den sie gehen zurück Zeichnen. Ich weis nicht wie man diese Technik oder wie man das auch immer deffinieren kann nennt, aber was will ich am Ende sein oder tun.

Und dann überlegt man wie man dort hin kommt. Dabei entstehen dann oft neue Dinge.

Beispielsweise könnte jemand der sich für Psychologie und Musik interessiert, versuchen Menschen mit Musik zu terapieren.

Ein anderer interessiert sich eventuell für Technik und Biologie. Die Kombination wäre Bionik.
Nun diese Dinge gibt es alle schon, aber......

Was ich damit sagen will ist, man kann auch schon aus vorhandenen Dingen neue Dinge erschaffen indem man sie aus einem anderen Winkel betrachtet bzw. mit anderen Dingen verknüpft.

Das ist Kreativität! Damit kann man neue Wege beschreiten.


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trailerguy
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 02:31
Ich könnte zum Beispiel ein neues Hobby erschaffen, welches ich Krea nenne.
In dem ich nur versuche meine Kreativität durch neue Dinge die ich tue zu erweitern.

Aber was bringt das? Wo ist da der Sinn?

Es gibt so viel was heute in verschiedenster Form getan wird. Um wirklich etwas neues zu tun und dies auch zu halten bzw. großartig zu machen, sollte meiner Meinung nach immer ein Sinn und etwas fundametales mit vielen Verknüpfungen zum eigenen Leben bestehen.

Am besten man nutzt seine Fähigkeiten und geht damit neue Wege.

Wenn viele Dinge in sich Verknüpft sind, dann ist das schon etwas neues finde ich.

Denn heute ist alles oft so unerträglich oberflächlich.


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11.12.2011 um 02:44
@trailerguy

klar bewusstsein und wahrnehmung ist der schlüssel

die frage ist (sowas wie): Wie muss ich mich verändern , damit ich mich verändern kann

oder

Was muss ich anfangen zu denken , damit ich anfange zu erkennen

meditation mag ich auch - ich hab sogar ne weile meditiert - mir gefällt aber an der meditation dieses schablonen denken nicht - quasie wenn du diese übung machst erreichst du irgendwann das und das

ich hab immer so meditiert das ich mir ungefähr angesehen habe wie das geht - aber dann doch mein eigenes ding gemacht habe - um eben einen eigenen individuellen weg zu gehen - der erfolg gab mir recht
trailerguy schrieb:Ich glaube die Frage ist, was willst du erreichen? Wo willst du hin?
ne das ist glaub ich nicht "nur" die frage - die frage mit welcher einstellung man in die welt geht ist viel wichtiger glaub ich - wenn man sich eben fragt welche einstellung bringt mich hin zu neuem - was man erreichen will ist nicht so spannend wie wenn man sich überaschen lässt was man erreicht
aber klar eine ungefähre richtung sollte man schon haben
ich glaub da reicht aber schon sich zu sagen - "mir reicht der lebenswandel der menschheit nicht" - zumindest der allgemeinheit - ein buddhistischer mönch ist sicher beneidenswert - aber ich denk mir - vieleicht kommt man ja wo anders hin als der buddhistische mönch , wenn man seinen eigenen weg geht

alamerrot meint , im grunde treffen wir uns alle am ziel - nur geht einer einen anderen weg als der andere


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alamerrot
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 03:33
@Dr.Manhattan

Du schreibst:
Ich frag mich immerwieder - wie schwer es ist aus Denkmustern auszubrechen - und wie einen das beeinflussen würde - bzw wie man sich mit Radikalen Denkveränderungen selbst verändern kann

-------

Siehe hierzu meine private Nachricht von heute.

Du schreibst:
ich mein so sachen wie:

...wenn man aufhört sich mit leuten zu treffen - und nur noch mit pflanzen spricht

oder

...nicht versucht in einer firma hoch hinaus zu kommen - sondern sich entschliesst jeden monat nen neuen job anzunehmen
----------------------
Das wäre Evasion, keine Persönlichkeitsänderung


Du schreibst:
das was uns beigebracht wird und was wir sehen - danach leben wir - und wenn man das nicht tut - ist man ein freak - ein aussenseiter - ein verrückter vogel - spleenig und exzentrisch
-----------------
¨
Allerdings ist das so. Dafür gibt es ein Wort: Konditionierung. Meister in dieser Technik ist die katholische Kirche, die grössten Wert darauf legt, dass ihr die Kleinkinder im zartesten Alter zur Beeinflussung überlassen werden. Aber auch abgesehen davon werden die Menschen vom frühesten Alter an durch ihre Umwelt beeinflusst und in jeder Hinsicht geprägt. Darübert hinaus werden wir auch noch täglich berieselt durch die Medien aller Art in der von der "Führung" gewünschten Richtung. Die meisten Menschen empfinden dies nicht als Fessel. Andere wie Du oder ich spüren früher oder später, dass man ihnen Ketten angelegt hat, die zu sprengen fast unmöglich ist und dass dies nur selten gelingt. Der Ausweg besteht darin, einfach alles Anerzogene und Erlernte infrage zu stellen und nichts als gegeben hinzunehmen.

Du kannst , wenn Du Lust dazu verspürst, ruhig andere Wege gehen als die grosss Menge und es sollte Dir völlig wurscht sein, was andere darüber denken. Aber sei Dir im Klaren darüber: Wenn Du andere Wege gehst, bedeutet das nicht, dass Du Dich innerlich befreist von den Fesseln, die man Dir angelegt hat. Ich habe dafür praktische Beispiele in meinem Leben kennengelernt.

Du schreibst:

ich hab hunger nach leben =)
ich will dinge machen die mich reicher machen an erfahrung - aber ich hab keine idee was ich so machen könnte - ich meine nicht sachen wie in einer suppen küche arbeiten oder fallschirmspringen - ich meine dinge die ein wenig abseits liegen
---------

Wie gut ich das verstehe. Vielleicht hatte ich Glück. Mir sind die Dinge zuweilen von selbst zugeflogen. Aber manchmal war es wahnsinnig gefährlich, was ich gemacht habe, ich möchte sagen: Mehr als lebensgefährlich.

Hat mich das geprägt? Vielleicht. Aber mehr als alles andere hat mich Leid geprägt. Das hört man nicht gern. Aber es ist einfach unglaublich, wieviel Ballast man dabei fallen lässt und wie sehr das befreit. Man fängt allmählich an zu fliegen.

Du schreibst:
wie verlässt man die eingebrannten subroutinen des kopfes - wie verändert man seine persönlichkeit -nach eigenem wunsch ?
------------

Indem Du Dich mit diesen eingebrannten Routinen gedanklich auseinandersetzt und sie als das erkennst, was sie sind: Leer und wertlos und ungültig. Das ist die sokratische Methode.

Du hast keine schlechten Ideen, was man alles tun könnte. Aber Du musst wissen: Zunächst musst Du das Alte vernichten.Sonst wirst Du es ewig mit Dir herumschleppen gleich, was Du auch tust.

Hoffentlich hilft Dir ein bisschen, was ichhier schreibe........


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alamerrot
ehemaliges Mitglied

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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 03:47
@trailerguy
Du schreibst:
Beispielsweise könnte jemand der sich für Psychologie und Musik interessiert, versuchen Menschen mit Musik zu terapieren.
-----------

Das gibt´s doch schon längst


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tic
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 05:38
Wäre schön wenn ich mein Denken/Denkmuster irgendwie Ändern könnte, dann könnt ich wieder anfangen normal und unbeschwert zu Leben.

Ich geh ma kurz innen Garten und rupf mir nen Büschel Unkraut und fang an mit ihm zu reden,
vielleicht hift's ja.

ZITAT polarheld
man muss doch das menschliche seinsspektrum erweitern können....
wie kann man dinge erfahren auf die noch keiner gekommen ist......

LSD!


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raschier
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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 06:47
@Dr.Manhattan
Wie ich finde ist dein thread sehr interessant und auch wichtig.
Ich versuche mal spontan und ohne grössere Vorbereitung Stellung zu nehmen und beginne mit der WUT!
Wie wir ja inzwischen wohl alle ahnen liegt die Wurzel des Übels in den "Fesseln" unseres Seins in das wir hineingeboren wurden. Muster, Zwänge und Vorbedingungen prägen uns, bevor wir mit drei jahren den Verstand entwickeln.

Daraus resultiert eine gewisse Wut, ein Gefühl welches durch schädigende Einflüsse hervorgerufen wird oder aber eine "gesunde" Anlage darstellt.
Desweiteren sind wir alle mit einem gewissen "Lebensgrundgefühl" ausgerüstet. Dies ist bei dem einen stärker und bei dem anderen schwächer.
Nimm einen Familienvater dem sein Haus abgebrannt ist. Was wird er im besten Falle machen?
Er baut es wieder auf. Was ist aber wenn es nochmal und nochmal und dann nochmal abbrennt?
Mit jedem Weiteren Male wird es schwieriger, in Relation zu seinem Lebensgrundgefühl..

Und so verstehe ich dein (sehr gutes beispiel) von dem Lebenslauf, wo sich einer bewusst entscheidet, eben NICHT denselben Weg zu gehen, der ihm VORGELEBT wird. Nein, er geht den anderen Weg und sucht sich unermüdlich (scheinbar) immer wieder eine Stellung, um sein eigenes Lebensgrundgefühl mit den Äusserlichkeiten vereinbaren zu können. Auf die Möglichkeit hin, dass irgendwann einmal dieser rote Faden in seinem Lebenslauf als positiv hingestellt werden kann. Was natürlich schier unmöglich erscheint in unserer Gesellschaft, weil ja etwas ganz anderes propagiert wird.

Also um nocheinmal auf die Wut zurückzukommen. Ich habe mal einen link gewählt, der erscheint mir als ganz zutreffend. Ich fand ihn schnell und er spiegelt das wieder was ich immer ahnte und wfür ich 50 jahre lang "kämpfte":
Hinter der Wut kommt die liebe. Es steht jedem frei WANN WIE und WO er diesen Weg einschlägt.
Als Kind setzt sich im besten falle immer wieder der wunsch durch "ein guter mensch" sein zu wollen. Jenachdem wie mit diesem "Leidensdruck" in der gesellschaft verfahren wird, so ist auch die Entwicklung. Ist ein Nährboden bereitet, der es einem Menschen ermöglicht seinen weg zu gehen auch wenn er eben nicht "hoch" hinaus kommt und stattdesssen in seinen hoch persönlichen Anlagen unterstützt wird (schafft er es selber nicht), dann ist die chance gross, dass sich dieser Mensch auch immer erinnert an seinen ursprünglichen Wunsch.Die Gesellschaft sollte lernen NICHT die Verhaltensweisen zu nähren, die für immer neue Bestätigung entarteter Triebe sorgt, sondern auch dazu stehen wenn gesagt wird " Ehrlich wert am längsten". Dies ist doch nur noch eine leere Floskel, die höchstens noch dazu dient, die Maske "glänzen" zu lassen.
so..nun aber mal der link mit der wut:
http://www.phoenixvogel.net/Selbsthilfe/Wut.html

Carl Jaspers sagt: "Wahrheit ist was uns verbindet"


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tic
ehemaliges Mitglied

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Radikale Änderungen von Denken, Denkstrukturen und Lebenswandel

11.12.2011 um 08:50
Guter Stoff !
Es gibt aber auch noch die Menschen, die von anderen Menschen in eine "Stellung" hineingedrängt
werden, dann Jahrelang in dieser verharren müssen weil sie grad keine andere möglichkeit haben.
Und nach nen paar Jahren sind sie dann kaum noch in der Lage ohne Fremdeinwirkung (Freunde,Familie,etc.) noch irgendeinen Weg geschweige denn sich selbst einen positiven neien Weg
zu wählen.

95% Wut - 5% tic, also ein rundum "Glücklicher" und "ausgewogener" Mensch.


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11.12.2011 um 09:28
@Dr.Manhattan
finde deinen gedankenansatz sehr schön, finde ihn auch nachvollziehbar und immer mehr menschen haben diesen gedanken.
der gedanke trifft sich GENAU mit der von mir an anderen threads beschriebenen sinneswandlung der menschen. immer mehr menschen wachen auf und denken weiter.

wir kommen dem schritt immer näher aus einer konkurenzgesellschaft zu einer kooperationsgesellschaft zu werden. dein thread beweist das für mich.

dank unserer heutigen technik, weisst du, dass du kein "freak" bist, sondern, dass es noch viele menschen gibt die so denken wie du! vielen dank dafür :)


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