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Todesstrafe

21.708 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: USA, Deutschland, Menschenrechte ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Todesstrafe

25.01.2021 um 21:25
@Ginnungagap
Nun einen Mord zu bereuen ist nach deiner Definition sehr schwer. Man kann sich ja schlecht, so wie du bei deinem "Freund" entschuldigen. So etwas geht bei fast allem, aber eben nicht nach einem Mord. Was bleibt einem also übrig? Man kann versuchen, sich mit den Angehörigen zu treffen, sie um Verzeihung bitten was wahrlich kein einfacher Weg ist. Nur was wenn sie einen nicht sehen wollen? Oft bleibt eben nur die Reue auf ewig ungehört mitzunehmen.


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Todesstrafe

25.01.2021 um 21:58
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Nun einen Mord zu bereuen ist nach deiner Definition sehr schwer. Man kann sich ja schlecht, so wie du bei deinem "Freund" entschuldigen. So etwas geht bei fast allem, aber eben nicht nach einem Mord. Was bleibt einem also übrig? Man kann versuchen, sich mit den Angehörigen zu treffen, sie um Verzeihung bitten was wahrlich kein einfacher Weg ist. Nur was wenn sie einen nicht sehen wollen? Oft bleibt eben nur die Reue auf ewig ungehört mitzunehmen.
Nein meine Auffassung ist nicht, dass es nicht geht. Nur entschuldigen ist m.E. keine Reue.
Die Hemmschwelle ist zum einen enorm hoch gesetzt, da das Schamgefühl sehr hoch wirkt, insofern keine soziopathische Störung vorliegt. Dann wie du schon schreibt ist die Aussicht auf Vergebung ja schon alleine auf Anhörung sehr gering.

Mich hat der Vater der ermordeten Maria Ladenburger schwer beindruckt, der dem Mörder seiner Tochter in gewisser Weise vergeben hat.
Jedoch war der Mörder selbst nach dem was ich gemäß den mir zugänglichen Veröffentlichungen sagen, bzw. interpretieren kann nicht ausreichend reumütig. In "Reumütig" steckt ja drinnen was neben Intellekt und sozialer Einfühlsamkeit noch notwendig ist. Mut.

Und wenn ich mich recht erinnere musste ich bei meinem Freund eine gewisse Mutschwelle erreichen. Die erst auftrat als ich mit dem Finger in Höhe der Hausklingel war.


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Todesstrafe

25.01.2021 um 22:22
Ich bin gegen die Todesstrafe. Wenn es ein Fehlurteil gibt, dann kann die Todesstrafe nicht rückgängig gemacht werden.


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Todesstrafe

25.01.2021 um 22:27
@Ginnungagap
Ich habe mir mal fix die Eckdaten von dem Fall angesehen. Maria Ladenburger wurde ja erst 2016 ermordet. Das ist noch nicht wirklich lange her und ob der Täter jetzt schon wirklich alles verarbeiten konnte was zur Reue dazu gehört wage ich zu bezweifeln. Für gewöhnlich braucht es eh erst einmal Jahre bis man sich mit der Situation Haft arrangiert hat und nicht mehr nur mit sich zu kämpfen hat. Erst dann fängt man an sich mit der Tat zu beschäftigen.

Nicht jeder verhält sich dann noch offen und zeigt die wahren Gefühle. Zum einen, ja es ist schwer und zum anderen ist da noch ein extrem hinderlich Rahmen. Im Gefängnis zeigt man keine Gefühle. Man Stumpf ab. Auch das hemmt einen.
Dazu kommt noch, dass nur wenige den Schritt nach vorne überhaupt gehen können. Es benötigt meist auch ein mitspielen von anderen Personen wie z. B Sachbearbeiter oder seelenklempner. Leider sind die auch nicht immer so arbeitswütig.

Letztlich sagt aber auch nichts davon aus, ob man bereut oder nicht. Manche tun dies nämlich aufrichtig und zeigen dies nur nicht öffentlich. Warum auch? Wer glaubt es einem? Wen interessiert es wie ein Mörder denkt oder gar fühlt?

Und nein so etwas ist keine Ausrede. Es zeigt nur warum manches ungesagt bleibt.


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Todesstrafe

25.01.2021 um 23:42
Zitat von Ray.Ray. schrieb:Das ist noch nicht wirklich lange her und ob der Täter jetzt schon wirklich alles verarbeiten konnte was zur Reue dazu gehört wage ich zu bezweifeln.
Auch seine Erziehung hemmt die Schwelle zur Reue, da seine Herkunftsgesellschaft solches handeln oftmals toleriert. Er wäre für mich kein Kandidat für die Todesstrafe. Aber für eine Sicherheitsverwahrung.

Jedoch wie gesagt gibt es Verbrechen denen mit Lebenslang und Sicherheitsverwahrung meiner Meinung (ich betone "meiner") einfach nicht beizukommen ist.

Die Todesstrafe ist aber abgeschafft.
Zitat von NullkommanichtNullkommanicht schrieb:Ich bin gegen die Todesstrafe. Wenn es ein Fehlurteil gibt, dann kann die Todesstrafe nicht rückgängig gemacht werden.
Das mag in naher Vergangenheit auch echt ein Problem gewesen zu sein.

Die heutige Technik gibt es aber her neben dem DNA Beweis auch eine Unmengen von Daten zu liefern: Bewegungsprofile, Suchmaschinenverwendung, Mobilfunkdaten.
Wenn dann noch Habseligkeiten und Videos der Tat bei dem Verdächtigen gefunden werden und man bei der Festnahme wie im Ruperswil Fall noch die vorbereiteten Mordutensilien für die bereits ausgespähte nächste Familie findet, was ist dann an der Todesstrafe verwerflich?

So jemandem zu zeigen, dass man nicht so ist wie er? Man wäre mit seiner Tötung weitaus gnädiger als er zu seinen Opfern.

Kann jeder sehen wie er will. In speziell diesem Fall zeige ich jedenfalls keine Moral gegenüber dem Täter.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 07:29
Zitat von NullkommanichtNullkommanicht schrieb:Ich bin gegen die Todesstrafe. Wenn es ein Fehlurteil gibt, dann kann die Todesstrafe nicht rückgängig gemacht werden.
Kann man einem Menschen, der 30 Jahre unschuldig eingesessen hat, die 30 Jahre zurück geben?


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Todesstrafe

26.01.2021 um 08:47
Zitat von AlibertAlibert schrieb:Kann man einem Menschen, der 30 Jahre unschuldig eingesessen hat, die 30 Jahre zurück geben?
Nein.
Aber man kann ihn dafür Entschädigen und seine restliche Zeit so angenehm wie möglich gestalten.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 09:07
Zitat von GinnungagapGinnungagap schrieb:Die heutige Technik gibt es aber her neben dem DNA Beweis auch eine Unmengen von Daten zu liefern: Bewegungsprofile, Suchmaschinenverwendung, Mobilfunkdaten.
@Ginnungagap

Miderne Technik schützt vor Irrtümern nicht. Ein Land in dem mindestens jeder zweite Steuerbescheid fehlerhaft ist darf doch nicht ein Staat mit so einer Fehlerquote über Leben und Tod entscheiden.


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26.01.2021 um 09:12
Zitat von AlibertAlibert schrieb:Kann man einem Menschen, der 30 Jahre unschuldig eingesessen hat, die 30 Jahre zurück geben?
Man kann ihn aber immer noch aus der Haft entlassen und entschädigen. Was kann man denn für einen Menschen tun den der Staat irrtümlich gegrillt hatte?

Wer nach 30 Jahren unschuldiger Haft entlassen wird kann immerhin noch Zeit mit den verbliebenen Angehörigen verbringen.

Wenn ein Staat einen Menschen im Rahmen eines nie ganz ausschließbaren Fehlurteils tötet ist das staatlicher Mord. In so einem Staat möchte ich nicht leben.

Weitere Taten kann man auch mit dauerhafter Unterbringung verhindern. Allerdings halte ich auch gar nichts vom Versuch der Auswilderung von Serienmördern Kinderschändern und ähnlichem Gesindel. Das ist keine Klientel für Sozialromantik.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 09:13
Zitat von NerokNerok schrieb:Nein.
Aber man kann ihn dafür Entschädigen und seine restliche Zeit so angenehm wie möglich gestalten.
Ja nee is klar. Die, die das Pech hatten, wurden natürlich fürstlich entschädigt und den Rest ihres Lebens im Walldorf Astoria einquatiert.

In der Realität bekommst du eine Entschädigung, die lange nicht die Kohle aufwiegt, die du in der Zeit hättest erarbeiten können, einen entsprechenden Job wirst du auch nicht bekommen. Freunde, darfst du dir komplett neu suchen und ein alter Sack bist du dann auch noch.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 09:21
@Alibert

Ich möcht einem Staat der so völlig ineffektiv wie unserer ist nicht das Recht einräumen mich oder andere zu töten.

Beispiele:
Pkw Maut
Impfstoffbestellung
Steuerbescheide
Fall Horst Arnold
Wormser Missbrauchsprozesse
Renovierung eines Segelschiffes
EU Migrationslösung
Vergabe von Impfterminen
Fall Anis Amri

So ein Staat darf doch nicht über Leben und Tod seiner Bürger entscheiden. Bitte nicht.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 12:03
@sacredheart
Muss du doch auch nicht. Ich stelle ja auch nur in Frage, ob 30 Jahr Kanst unschuldig besser sind als Tod, unschuldig.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 12:36
Zitat von AlibertAlibert schrieb:In der Realität bekommst du eine Entschädigung, die lange nicht die Kohle aufwiegt, die du in der Zeit hättest erarbeiten können, einen entsprechenden Job wirst du auch nicht bekommen. Freunde, darfst du dir komplett neu suchen und ein alter Sack bist du dann auch noch.
Ja, die Entschädigungen sind leider viel zu gering, und wiegeln die unschuldige Zeit in Haft in keinster Weise auf. Was ich auch noch für extrem zynisch, typisch Deutsch und einfach völlig falsch finde, ist dass der Staat sich diesen Irrtum auch noch bezahlen lässt, in dem er Geld für Essen und Logi verlangt, während man unschuldig eingesperrt wurde. So wird einem dieses Geld von dem abgezogen, was man sich durch Arbeit, angesparrt hat.
Normalerweise, müssten alle Zahlungen, wie für das Essen, bis auf den letzten Cent zurück erstattet werden. Jeder einzelne Cent, der in Haft ausgegeben werden musste.

Eine Haftentschädigung könnte schon gern so hoch ausfallen, dass in Verfahren noch viel genauer hingeschaut wird. Einfach weil es für den Staat auf Dauer sonst wirklich teuer wird.

Schlimmer aber ist eigentlich die Uneinsichtigkeit der Justiz. Vorallem die Entschuldigungen von Staatsanwaltschaft und Richtern, die in diesen Fällen die Fehlurteile ausgeprochen, bzw. darauf hingearbeitet haben.
Leider hält sich die Justiz oft für unfehlbar. Platz für Fehlurteile gibt es da schlicht nicht, so auch praktisch kaum Entschuldigungen.
Ich glaube das trifft viele noch härter, als die viel zu geringe Haftentschädigung.

Dennoch ist dies alles besser, als wäre man vom Staat ermordet worden. So konnte man wenigstens um seine Unschuld kämpfen. Aus dem Grab geht das nicht mehr.


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Todesstrafe

26.01.2021 um 13:03
Zitat von AlibertAlibert schrieb:In der Realität bekommst du eine Entschädigung, die lange nicht die Kohle aufwiegt, die du in der Zeit hättest erarbeiten können, einen entsprechenden Job wirst du auch nicht bekommen. Freunde, darfst du dir komplett neu suchen und ein alter Sack bist du dann auch noch.
dann sollte man das ändern und nicht anstatt das zu ändern, lieber die Todesstrafe anwenden ;)


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Todesstrafe

26.01.2021 um 17:30
Zitat von GinnungagapGinnungagap schrieb:Auch seine Erziehung hemmt die Schwelle zur Reue, da seine Herkunftsgesellschaft solches handeln oftmals toleriert.
Das sehe ich anders. In seiner Herkunfstgesellschaft gilt ein derartiges Verhalten meines Wissens als ein todeswürdiges Verbrechen (siehe den Paschtunwalikodex).


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