weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenSpieleGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryWillkommenEnglishGelöscht
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Dysmorphophobie

255 Beiträge, Schlüsselwörter: Dysmorphophobie

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 14:56
@Mrs.Mikaelson
so, bin wieder zuhause.

also, mein hintergrund ähnelt deinem, denke ich. habe über jahre kindheitserfahrungen gesammelt, auf die ich definitv verzichten könnte.

wie ich es schaffe aus dem haus zu gehen?
ich darf nicht darüber nachdenken. mein körper denkt sich ganz tolle sachen aus, um mich zuhause zu halten. kopfschmerzen, magenbeschwerden, panikattacken.

ich habe oft, sehr oft angst. aber ich bin sozial eingebunden und das zwingt mich zu gehen. wenn ich nicht in die uni komme, steht meine liebste freundin vor der tür und zieht mich raus, wenn ich nicht zur arbeit gehe, verliere ich den job.

ich versuche einfach nicht darüber nachzudenken, was andere über mich denken und sagen. natürlich tut das wahnsinnig weh. einmal sagte jemand im vorbeigehen zu seinem kumpel: boah, schau dir das pferd mal an.

klar, dass ich danach zuhause erst mal schön meine oberarme zerschnitten habe.

aber ich gehe trotzdem weiter raus. denn es gibt auch genug menschen, die mich mögen und nett zu mir sind.
das wichtigste, das was mich aufrecht erhält, ist mein glaube. ich ziehe viel kraft daraus und könnte ohne nicht mehr sein.


melden
Anzeige

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:00
@feallai

Eine Sache an Kindheitserfahrungen haben wir schon einmal gemein...falls du dich erinnerst.

Ja, meine Unterarme haben mich bis heute so manche gute Jobmöglichkeit gekostet, die Vielzahl an Vorurteilen ist schier unbegrenzt...
Ich denke, bei dir hängt es wohl am meisten vom sozialen Netz ab, indem du dich glücklicherweise befindest,erhalte dir das bloss - dass deine Stärke bemerkenswert ist, steht ausser Frage.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:03
@Mrs.Mikaelson
oh nein, ich bin ganz und gar nicht stark.
es hat schon seinen grund, dass ich die regelstudienzeit schon doppelt absolviert habe ;)

ich bin dazu übergegangen, die unterarme zu verschonen, eben weil man das so schnell sieht.
aber ohne frage ist es manchmal nicht möglich so klar zu denken, um darauf rücksicht zu nehmen.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:07
@feallai

Tja...ich habe damals so überzeugende "Arbeit geleistet", dass selbst heute,nach 8 Jahren von verheilt keine Rede sein kann, jedenfalls nicht im optischen Sinne.

Ich wüsste nicht mit solchen Sätzen, wie du sie hören musstest, umzugehen - so etwas ist wohl einprägsamer als alles andere.
Mal abgesehen von der Tatsache, dass es wohl kein Mensch wagen würde, auch nur annähernd in demselben Tonfall wie ich mit mir zu sprechen.

Wie kam es mit der verdoppelten Zeit - oder ist dir dies zu privat?


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:10
@Mrs.Mikaelson
das lag einfach daran, dass ich es oft nicht schaffte, das haus zu verlassen. ich hatte zu viel angst.

dann war ich 2 mal in stationärer thera, das hat auch zeit gekostet. aber das war es mir wert.

ich weiß auch nicht mit diesen beleidigungen umzugehen. bin immer völlig überfordert. und ich sage auch nichts dagegen.
ich geh nach hause und ersaufe in selbstmitleid


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:19
@feallai

Ich würde agressiv werden..und dann wüsste ich nicht, wie es verlaufen würde - es ist fraglich ob die Aggression dann eher beim Gegenüber oder wie üblich bei mir landen würde.

Das Haus zu verlassen, bedeutet für mich inzwischen einen immensen Aufwand...viel Vorbereitungen zu treffen - ich überlege mir sogar im vornherein die Strecken, welche viel Ruhe vor Passanten versprechen.

Hat sich dies gar nicht nachteilig auf dein Studium ausgewirkt?


melden
tenet
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:48
@Mrs.Mikaelson
Ihr könnt das alles drehen und vergleichen wie ihr es wollt es läuft alles auf einen Mangel hinaus.

Liebesdefizit:

Durch verschiedene Maßnahmen wie Therapien kann man dieses meines Erachtens schneller in den Griff bekommen vorausgesetzt man ist überhaupt Therapie fähig. Meist löst sich aber das Problem nach
einer Zeit von selbst auf. Durch Erkennen.

Durch probieren wie ich am besten ein Defizit umschiffen kann, kann ich zwar die Symptome beheben
oder unterdrücken nicht aber die Ursache bekämpfen.

Alles was ich verdränge geistert in der mentalen Welt um einen rum, irgendwann werden sich diese
Anhaftungen erneut sich euch nähern und anhaften da diese Anhaftungen Energie benötigen.

Also ohne Auflösung dieser Anhaftungen (Lösen des Kernproblemes) keine Heilung sondern nur
vorübergehende Erleichterung.

Lieben Gruß


melden
Satanael
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 15:51
vorübergehende erleichterung kann zur lösung des problems verhelfen, statt ständig damit gebuckelt zu sein. macht es dann auch einfacher das kernproblem anzugehen.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 16:48
@Mrs.Mikaelson
oh doch, sehr nachteilig.

ich hab seminare geschmissen, hatte versagensängste etc.

und fange immer wieder 'von vorne an'.
ich hoffe aber, dass dieser ganze mist endlich mal ein ende hat. ich will nämlich langsam mal fertig werden. mittlerweile kommt nämlich hinzu, dass ich mehr und mehr das gefühl hab, in meinem leben nichts gemeistert zu haben und dementsprechend auch keine leistung erbracht habe


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 16:53
Es ist doch grossartig, dass du trotz dieser hemmenden Ängste einen neuen Versuch gestartet hast .
Und von dem ausgegangen, was ich bereits deinerseits lesen durfte, ist davon auszugehen dass dir die Intelligenz gegeben ist, dies auch zu meistern.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 16:56
@Mrs.Mikaelson
danke dir ;)

ich hoffe nur, du hast recht....

ich weiß nicht genau, ob du darüber schon berichtet hast oder überhaupt möchtest.

aber hast du denn einen plan für deine nächsten schritte?


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 17:06
@feallai

Geplant so einiges, wie es sich allerdings meist verhält, hapert es da an der zügigen Umsetzung.
Manche Umstände lassen sich leider nicht innerhalb kürzester Zeit bereinigen - was für mich grenzwertig ist,da ich nicht gerade mit Geduld gesegnet wurde.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 17:08
@Mrs.Mikaelson
damit solltest du aber anfangen. lerne, mit dir selbst geduldig zu sein. darauf kannst du dann weiter aufbauen. das ist ganz wichtig!


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 17:59
ich rate euch beiden mal zu Meditieren, fals ihr dies noch nicht getan habt. Ist ziemlich hilfreich und man lernt sich selber und seine Ängste sehr gut kennen, noch dazu übt man sich in Geduld :)


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 18:02
@Motroad

Ich glaube,damit habe ich bisher einmal Erfahrungen gemacht: es begab sich so,dass ich trotz aller Bemühungen nicht befähigt war, die Stimme in meinem Kopf auch nur für eine Minute zum schweigen zu bringen.
Eine mehr als frustrierende Erfahrung,wobei sich die Wut dann auch noch anstaut über das Misslingen.
Ich bewundere jedoch jene, welche täglich meditieren und dies dazu nutzen können, mit sich selbst ins Reine zu kommen.


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 18:10
@Mrs.Mikaelson

ich denke es ist bei jedem so, der Anfängt zu meditieren, bei mir war es nicht anders, anfangs dachte ich mir auch, das das völliger Quatsch ist und hätte mir nicht vorstellen können dass ich diese innere Stimme ausschalten kann. Doch das gehört zum meditieren dazu, mit der Zeit kommt dann auch die leere in dem Kopf, habe auch 1-2 Wochen ohne jeglichen Erfolg meditiert und immer war mir die Stimme im Weg. Mittlerweile meditiere ich seit gut 1 monat jeden Tag vorm Einschlafen, ich freue mich sogar schon regelrecht dadrauf, da es einfach pure Erholung ist und man komplett mit sich selbst beschäftigt ist, ich empfehle es nur weiter :P


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 20:37
@Mrs.Mikaelson
Zum teil hab auch ich diese "Angst" oder eben das Unwohlsein beim Blick in den Spiegel (ich selbst habe lange Haare und bin recht androgyn und mir missfallen meine maskulinen Merkmale an mir) doch es gibt Momente in denen ich zufrieden mit mir bin und mir völlig bewusst und im klaren darüber bin wie oberflächlich diese Selbstbildstörung ist, jede Schönheit in der Natur ist flüchtig und vergänglich und wird von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich wahrgenommen. Sehr selbstkritische Menschen verstehen es oft nicht wenn ihnen Komplimente gemacht werden und fühlen sich selbst dann verunsichert.

Ich selbst gehöre zu den wenigen "Kerlen" die dieses Problem in leichter Version haben, aber ich kann dieses Problem verstehen und ich weiß wie schwer es Menschen haben die darunter stark leiden. Jeder Gang in die Gesellschaft von anderen Menschen wird zur Tortur, jeder Blick ist wie ne Nadel auf der Haut.

Ich weiß nur eines was dir in diesem Fall vielleicht helfen könnte, eine Veränderung der Gedankengänge, der Wahrnehmung und vielleicht einen offeneren Geist, es beginnt damit Abstand von oberflächlichen Betrachtungen zu nehmen, nicht nur im Bezug auf andere (die man als schön oder hässliche empfindet) sondern auch im oberflächlichen Umgang mit sich selbst.

Was dir vielleicht auch helfen könnte (bin kein Psychologe) ist einfach mal ein geselliger Abend unter Menschen die dir angenehm sind und dann einfach einen rauchen, viel lachen und sich der Sinnlosigkeit vieler Dinge bewusst zu werden die einen umgeben und die Sinnlosigkeit der Gedanken erkennen die einen stören und immer blockieren/verunsichern. Dieser Prozess ist im Prinzip der Weg der Selbsterkenntnis, die fleischliche, sterbliche Hülle ist nur ein Wahrnehmungsroboter der irgendwann eh verrotten wird, wichtig ist die Überwindung physischer Gedanken. Auch einen Abstand zu Gedankenketten die einen innerlich zermürben, beschäftige dich mit anderen Dingen die dich von dir selbst ablenken aber gönn dir und deinen Körper Wohltaten und Erfolgserlebnisse! Denk immer daran viele Menschen denken und fühlen ähnlich wie du selbst, den kreis kann man nur durch unkonventionelle Gedanken und Gefühle überwinden.

In sachen Pharma würde ich bei starken Problemen als einziges Serotonin-Wiederaufnahmehemmer empfehlen, mehr nicht.

Wikipedia: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer


melden
natü
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 21:28
@Mrs.Mikaelson
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer würde ich nicht nehmen.
Sollen die nicht ins Gegenteil umschlagen können - Aggressivität und so? Da würde ich aber erst mal gründlich den Beipackzettel studieren, bevor ich so etwas kaufe.

Ich würde meine Psyche überhaupt nicht künstlich verändern, höchstens Johanniskraut gegen Depressionen und andere körperliche Leiden.

Ich sehe ab und zu in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Dame mit ganz auffallendem Hautbild.
Sie ist natürlich, gepflegt, hat eine gute Haltung und wirkt ausgeglichen und intelligent. Ich finde sie schon vom bloßen Sehen her bewundernswert und würde sie auch gern kennenlernen.
Natürlich spricht sie ganausowenig wie andere Mitreisende fremde Leute an.
Ich betrachte sie genauso lange wie eine andere, ganz junge Person, die mir wegen ihrer auffallenden Schönheit ins Auge sticht.
Diese aber scheint mich dafür zu verabscheuen und setzt sich extra von mir weg.

Einmal, als ich durch Krankheit auffiel, las ich irgendwo: 'Den anderen Leuten ist es völlig gleichgültig, ob man gehandicapt wirkt, solange sie selbst nicht davon betroffen sind.' Das leuchtete mir ein.

Könntest du es vielleicht mit der "Flucht nach vorn" versuchen?
Wenn man den anderen seine Gesellschaft - in Maßen - aufnötigt, sind sie wahrscheinlich zu feige und zu bequem, auszuweichen. Oder auch zu höflich.
Und damit muss man sich dann begnügen.

(Ich kann mir denken: leichter gesagt als getan!)

Ich wünsche dir alles Gute, viel Selbstvertrauen und ordentliche Mitmenschen in deiner Umgebung!

Gruß!

natü


melden

Dysmorphophobie

29.11.2012 um 22:03
@natü
Das mit den "Serotonin-Wiederaufnahmehemmern" habe ich auch als letzten "Ausweg" empfohlen, falls Therapien, Selbstreflektionen oder die Hilfe von Mitmenschen versagt und jeder Blick in den Spiegel zur Qual wird.

Ich finde Selbstreflektion ist der wichtigste Schritt, bei der Bewältigung so ziemlich aller psychischen und zwischenmenschlichen Problemen. Man muss erkennen wer man wirklich ist unter seiner alternden, sterblichen Hülle, was einen glücklich macht, was sind die Bedürfnisse und wie kann man diese stillen und mit anderen teilen.

Doch wie alles in der Psyche ist auch alles in der Wahrnehmung eine Frage der neuronalen Biochemie. Die Hormone und deren Produktion entscheiden darüber wie wir uns fühlen, bei Menschen die da Mangel oder Überschuss an manchen Hormonen haben können oft nur äußerlich zugeführte Mittelchen helfen. Glaub mir gerade unter depressiven müssen sich äußere und innere Wahrnehmungen ändern, am besten Schritt für Schritt parallel. Die meisten Phobien führen irgendwann zwangsläufig in eine Depression wenn man diesen Ängsten dauerhaft ausgesetzt ist.


melden
Anzeige
natü
ehemaliges Mitglied

Lesezeichen setzen

Dysmorphophobie

30.11.2012 um 10:20
@cRAwler23
Danke für gute Info.

Das habe ich auch gehört, dass manche Depressionen nur auf Biochemie beruhen und darum auch körperlich geheilt werden können.

Bei anderen Depressionen könnte, je nach Betroffenem, glaube ich, auch eine Verhaltenstherapie helfen, weil man sich dann einfach anders erfährt.

Über leichtsinnig verschriebene Antidepressiva habe ich nur vor Jahren gelesen, dass Behandelte Selbstmordgedanken und sogar Mordlust bekommen könnten, obwohl es ihrer Natur eigentlich ganz fern läge. Bei den Studenten-Amokläufen in Amerika seien regelmäßig psychiatrische Behandlungen vorangegangen.

(Ich wurde deshalb stutzig, als bei der Befragung des Vaters des Winnenden-Täters zuerst von klinischer Antidepressionsbehandlung die Rede war und auch Ärzte es ins Mikrofon bestätigten, dann aber der Vater, der ja in Schwierigkeiten war, es ableugnete. Wer da mal nicht auf gewisse Gedanken kommt...
Nach o. g. Informationen sind manche pharmazeutischen Produkte ein Teufelszeug und vielleicht sogar direkt so programmiert ...?

Ein guter, alter Bekannter, sehr seriös und moralisch unbedingt integer, veränderte plötzlich sein Verhalten mir gegenüber zum Aufdringlichen hin. Noch harmlos, aber ich fragte ihn verärgert nach dem Grund. Da sagte er, infolge seiner Diabeteserkrankung sei er oft antriebslos, und da habe ihm der Arzt etwas zum Aufhellen/Muntermachen oder so verschrieben. Also bestimmt Wiederaufnahmehemmer. (?) Ich bat ihn entsetzt, das Zeugs sofort abzusetzen, was er mir versprach.
Es gibt doch nichts Schlimmeres als den Verlust der Persönlichkeit.

Bin kein Fachmann, wollte nur mein weniges Wissen als Anregung für alle einwerfen.


melden
296 Mitglieder anwesend
Konto erstellen
Allmystery Newsletter
Alle zwei Wochen
die beliebtesten
Diskussionen per E-Mail.

Themenverwandt
Anzeigen ausblenden