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Schnelllebige Gesellschaft , Konsumterror vs. Selbstbestimmung

168 Beiträge, Schlüsselwörter: Konsumterror

Schnelllebige Gesellschaft , Konsumterror vs. Selbstbestimmung

21.01.2014 um 07:57
@niggie

Ich brauche die Milch für meinen Kaffee. Und ich vertrete in keinsterweise das Milch gesund ist, geschweige trinke ich viel davon. Milch ist Milch.. und kein Wundermittel.
Ich verstehe auf was du hinaus möchtest, doch denke ich.. solange mir etwas schmeckt, muss ich nicht alles hinterfragen.
Sonst komme ich letztenlich auf Kuheuter.. und da vergeht mir dann irgendwie die Lust auf nen Kaffee.


Wichtig für mich, was drinn ist und vor allem das meine Werte stimmen. :)

Im Allgemeinen interessieren mich die Menschen.. und nicht was ihnen schmeckt oder nicht schmeckt.
Ob sie Veganer, Vegetarier oder Fleischfresser sind.. juckt mich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Damit Auseinadersetzen müsste ich mich wohl.. wenn es jemand in meiner Familie wäre, so müsste ich einen Plan entwickeln um es jeden Recht zu machen. :)
Was das Kochen angeht. ^^


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Schnelllebige Gesellschaft , Konsumterror vs. Selbstbestimmung

21.01.2014 um 11:13
niggie schrieb:Das kann jeder feststellen, der sich einfach mal auf eine Bank, in einem großen Einkaufszentrum, niederlässt und mal eine halbe Stunde die Menschen beobachtet. Und das ist sehr faszinierend, was sich da alles abspielt.
Kann man da feststellen, warum sich Leute für etwas entscheiden? Na, ich weiß nicht.
Natürlich übt Werbung einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidungsfindung aus, aber sie ist nicht der einzige Einfluss (so wie Du behauptet hast).
niggie schrieb:Und Zucker macht eben süchtig. Und das ist Fakt
Was nicht alles "Fakt" ist.
niggie schrieb: Milch gibt es erst seit ungefähr 10.000 Jahren.
Wie sieht es mit gegartem Fleisch aus? Mit Getreide? Gemüse? Alles schlecht für die Gesundheit?
Früher haben die Menschen fast nur Fleisch gegessen, sowie Wurzeln, Grassamen, Obst. Ist alles andere daher schlecht?
niggie schrieb:Vorher lebte der Mensch mehrere Millionen Jahre ohne Milch.
Muttermilch?
niggie schrieb:Dabei gibt es immer mehr Stimmen, die das Gegenteil aufzeigen. Aber, da wir bequem an allem Alten festhalten, anstatt einfach mal mit einer gewissen Neugierde auf die Dinge zu schauen, könnten wir uns auch den "Fehler" gar nicht selbst eingestehen, dass wir uns "fehl-verhalten", da dies bedeuten würde, dass man sein Denken und somit sein Selbstbild infrage stellen müsste.
Natürlich muss man Nahrungsgewohnheiten hinterfragen. Dazu gehört aber auch, sie nur aufgrund belastbarer Fakten abzulehnen und nicht weil es irgendwie "chic" ist. Zucker ist eine Droge? Interessant. Zucker ist seit Urzeiten ein wichtiger Energielieferant. Natürlich ist zuviel Zucker schlecht, so wie praktisch alles in einer Überdosis schlecht ist.
niggie schrieb:Ein weiteres schönes Beispiel wäre der Fleischkonsum. Wenn ein Vegetarier auf einen überzeugten Fleischfresser stößt, wird der Vegetarier sofort kritisiert und verurteilt. Warum?
Ist das so? Wäre mir neu. Sicher gibt es solche Leute, aber dass das die regel sein soll, ist Unsinn.
niggie schrieb:Fleischfresser
Allerdings ist das Wort "Fleischfresser" für einen Menschen diskreditierend. Du machst genau das, was Du Fleischesser vorwirfst. Ist das eine Form der Projektion?


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22.01.2014 um 07:33
@Hornisse

ich möchte dir in keinster weise etwas vorwerfen ^^ waren nur beispiele meinerseits ^^

Aber ich habe (für mich) festgestellt, dass sich (einige oder viele) Menschen mit vielen Themen gar nicht richtig auseinandersetzen. Und ich finde, es ist was anderes, wenn man sich intensiv mit einer Thematik auseinandergesetzt hat und sich dann (trotzdem) für das jeweilige Produkt entschieden hat, anstatt "einfach so" zu konsumieren.

Und allgemein gesagt:

Natürlich "ahnen" oder wissen wir, dass einiges ungesund oder nicht so gut ist, aber mit dieser Vorahnung, die Tatsachen und Wahrheiten zu verdrängen und plump behaupten, wie bei Nahrungsmitteln, mit: "Dann dürfte man ja gar nichts mehr essen." um blind weiter zu konsumieren empfinde ich als falschen Weg.


@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Kann man da feststellen, warum sich Leute für etwas entscheiden? Na, ich weiß nicht.
Man kann sehen WIE sie sich verhalten und für was sie sich entscheiden. So gesehen kann man zwar nicht direkt feststellen, warum sie sich entscheiden - das stimmt - aber das WIE ist erkennbar und gibt einem gewisse Hinweise, auf das Warum. Probiere es einfach mal aus, es ist sehr interessant.
Milch gibt es erst seit ungefähr 10.000 Jahren.

Wie sieht es mit gegartem Fleisch aus? Mit Getreide? Gemüse? Alles schlecht für die Gesundheit?
Früher haben die Menschen fast nur Fleisch gegessen, sowie Wurzeln, Grassamen, Obst. Ist alles andere daher schlecht?

niggie schrieb:
Vorher lebte der Mensch mehrere Millionen Jahre ohne Milch.

Muttermilch
Getreide gibt es auch erst seit knapp 10.000 Jahren - und ich meinte natürlich Kuhmilch. Muttermilch ist für babys gut, da die Zähne noch nicht so gut entwickelt sind und die Kleinen ja an Nahrung kommen müssen, daher die Muttermilch. Aber warum sollte ein erwachsener Mensch Babynahrung zu sich nehmen? dass ist biologisch unnatürlich^^

Zudem ist die heutige Kuhmilch nur in diesen Massen verträglich, (wie wir es in unserer Gesellschaft konsumieren) weil sie aufwändig industriell bearbeitet wurde. Wäre sie das nicht, würden sich ziemlich schnell, ziemlich viele übergeben.
kleinundgrün schrieb:Früher haben die Menschen fast nur Fleisch gegessen ...
Biologisch betrachtet ist das ein bisschen anders. Tiere, die Fleisch fressen, haben einen kurzen Darm und Reißzähne. Tiere, die sich nur pflanzlich ernähren, haben Mahlzähne und einen langen Darm.

Und was haben wir? einen langen Darm, Mahlzähne und vorne die Schneidezähne für z.b. Wurzeln etc. Natürlich können wir, dank der Magensäure, auch vieles andere zersetzen, wie auch z.b. Metall oder Glas. Aber niemand kommt auf die Idee, nur weil man es könnte, zu sagen, dass jeder sein Stück Metall am Tag benötige. Fleisch war höchstens eine Notnahrung.
kleinundgrün schrieb:Zucker ist eine Droge? Interessant. Zucker ist seit Urzeiten ein wichtiger Energielieferant. Natürlich ist zuviel Zucker schlecht, so wie praktisch alles in einer Überdosis schlecht ist.
Genau. Weil Zucker und Salz in "Urzeiten" selten zu haben waren, gab es den Befehl vom Gehirn, wenn es dieses gibt: "Ess davon so viel du kannst." Es war selten und wenn es das gab, wurden im Gehirn Botenstoffe ausgelöst, die das Belohnungssystem schneller aktivierten.

Heute ist das aber ein Nachteil, da Zucker und Salz nicht mehr selten sind, sondern, im Gegenteil, überall vorhanden sind. Als einfachstes Beispiel sind Chips. Kaum ist die Tüte offen, so ist man schnell geneigt, die ganze oder halbe Tüte aufzuessen. Bei Süßigkeiten oder allg. Süßem ist es das gleiche. Und dass weiß auch die Industrie. Und das wird natürlich ausgenutzt.
niggie schrieb:
Ein weiteres schönes Beispiel wäre der Fleischkonsum. Wenn ein Vegetarier auf einen überzeugten Fleischfresser stößt, wird der Vegetarier sofort kritisiert und verurteilt. Warum?

Ist das so? Wäre mir neu. Sicher gibt es solche Leute, aber dass das die regel sein soll, ist Unsinn.
ist halt meine Erfahrung, die ich beobachten konnte, dass man eher schief angeschaut wird - und sich rechtfertigen muss, anstatt dass man zuspruch bekommt.
Fleischfresser

Allerdings ist das Wort "Fleischfresser" für einen Menschen diskreditierend. Du machst genau das, was Du Fleischesser vorwirfst. Ist das eine Form der Projektion?
Dass sind wieder nur andere Erfahrungswerte - meinerseits. Ich empfinde den Ausdruck als normal. Ob Pflanzenfresser oder Fleischfresser. Zu Tieren sagen wir ja eben dies auch. Und wenn du dich dadurch angegriffen fühltest, dann war das nicht meine absicht.


Ich möchte hier nun kein Veganismus predigen. Ich lebe momentan selbst nicht vegan und das spielt auch keine Rolle. Es waren ja nur Beispiele, dass man einfach mal ein bisschen sein Handeln und Denken hinterfragen sollte. sich unabhängig und neutral informiert, um sich dann ein Gesamtbild verschaffen zu können.

Und in den Medien heißt es oft "pro pro pro" - man will ja verkaufen. Aber für ein Gesamtbild gehört auch das Kontra - und mit dem wird sich nur wenig beschäftigt.


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22.01.2014 um 09:50
niggie schrieb:Aber warum sollte ein erwachsener Mensch Babynahrung zu sich nehmen? dass ist biologisch unnatürlich
Warum soll das unnatürlich sein? Wenn es sogar für empfindliche Babys gut ist, wird es doch erst recht für weniger empfindliche Erwachsene gut sein.
niggie schrieb:Und was haben wir? einen langen Darm, Mahlzähne und vorne die Schneidezähne
Und an den Ecken die Reißzähne. Menschen sind Omnivoren, sie haben alle Voraussetzungen für fleischliche und pflanzliche Nahrung. Menschen können nur von Fleisch leben (Inuit) oder nur von Pflanzen, aber ideal ist eine Kombination aus beidem.
niggie schrieb:Zudem ist die heutige Kuhmilch nur in diesen Massen verträglich, (wie wir es in unserer Gesellschaft konsumieren) weil sie aufwändig industriell bearbeitet wurde. Wäre sie das nicht, würden sich ziemlich schnell, ziemlich viele übergeben.
Das ist nur eine Behauptung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Warum ist Rohmilch in Deinen Augen unverträglich? Sie ist nur weniger lange haltbar und weniger ansehnlich.
niggie schrieb:wie auch z.b. Metall oder Glas
Probiere mal, eine Glasmurmel zu verschlucken. Oder eine Metallkugel. Und dann schaue mal, ob sich da was zersetzt hat. Du wirst staunen, wie unversehrt beides wieder ans Tageslicht kommt. Dein Vergleich hinkt.
niggie schrieb: Fleisch war höchstens eine Notnahrung.
Wie kommst Du darauf? Fleisch war eher die Hauptnahrung. Wikipedia: Steinzeiternährung
niggie schrieb:Heute ist das aber ein Nachteil, da Zucker und Salz nicht mehr selten sind, sondern, im Gegenteil, überall vorhanden sind.
Das stimmt. Da muss man seine Ernährungsgewohnheiten entsprechend trainieren.
niggie schrieb:ist halt meine Erfahrung, die ich beobachten konnte, dass man eher schief angeschaut wird - und sich rechtfertigen muss, anstatt dass man zuspruch bekommt.
Ist in meinem Umfeld nicht so. Na ja, Erfahrungen gehen da auseinander.
niggie schrieb:Ich empfinde den Ausdruck als normal.
Möchtest Du als Vegetarier als "Pflanzenfresser" tituliert werden? da schwing die Missachtung Deines Lebensstils schon in diesem Wort mit, weil es Dich auch die Stufe eines Tieres stellt.
niggie schrieb:Es waren ja nur Beispiele, dass man einfach mal ein bisschen sein Handeln und Denken hinterfragen sollte. sich unabhängig und neutral informiert, um sich dann ein Gesamtbild verschaffen zu können.
Du hast vollkommen recht, dass man hinterfragen muss. Aber das gilt in beide Richtungen. Du hast ebenfalls einige - wie ich finde - festgefahrene Ansichten. Hinterfragst du Deinen Veganismus regelmäßig? Oder ist es für Dich selbstverständlich, dass Veganismus toll ist?


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kravmaga
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22.01.2014 um 10:03
Werbung setzt aber gezielt bei Kindern an und " fixt " die sozusagen auf Fett und Zucker . Und das mit durchtrainierten, schönen und schlanken Helden/Sportler, die diesen Mist garantiert nicht essen. Die gesundheitlichen Folgen darf die Allgemeinheit bezahlen. Ich meine, Werbung für Zigaretten wurde auch verboten. Sogar bei Erwachsenen.

Warum gibts keine Werbung für Gemüse, Obst, Fisch, wenig Zucker, wenig Fett, wenig Fleisch, wenig Salz und viel Bewegung ?


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22.01.2014 um 11:43
@kravmaga
Ich stimme voll zu, wenn es darum geht, dass Produkte als "gesund" angepriesen werden, die es gar nicht sind.

Das Problem ist folgendes: Menschen haben eine angeborene Präferenz für Zucker und Fett. Weil beides gute Energielieferanten sind und Menschen noch nicht allzu lange in einer Überflussgesellschaft leben. Schnell Energie zu bekommen ist daher eigentlich in 99% der Menschheitsgeschichte eine tolle Sache gewesen.

Für die Industrie bedeutet das folgendes: Es ist einfacher, ein gut schmeckendes Nahrungsmittel zu produzieren, das fett- und/oder zuckerhaltig ist. Und diese Produkte will die Industrie auch verkauft haben. Daher wird z.B. Orangensaft als gesund beworben. In vernünftigen Mengen ist er das auch, da sind Vitamine drin - aber nicht, wenn man einen Liter am Tag trinkt, denn es ist auch eine Menge Zucker drin. Aber das verschweigt die Werbung. Auch irgendwelche Schokoladenteile sind überhaupt kein Problem - wenn sie in einer angemessenen Menge verzehrt werden.

Das Problem ist, dass es nicht ganz einfach ist, die angemessene Menge zu erkennen. Wenn es heißt "Milchschnitte ist super" dann kann es doch eigentlich nicht so schlecht sein, 12 Stück davon täglich zu essen? Aber das ist es.

Theoretisch ist das lösbar, wenn man sich als Konsument die Nährmittelangaben ansieht und zusammen rechnet, welche Nahrungsmittelkombination der empfohlenen Tagesdosis an Fett, Zucker, Salz etc. entsprechen würde. Nur entspricht das nicht der menschlichen Psyche. Menschen sind träge und kürzen gerne ab. Und Hersteller wissen das. Die Angaben der Inhaltsstoffe sind kleingeschrieben. Portionen werden künstlich verkleiner (wer betrachtet schon eine halbe Pizza als Mahlzeit).

Die Lösung wäre eigentlich einfach: Eine übersichtliche Darstellung der Inhaltsstoffe inklusive Prozentangabe zur Tagesdosis pro 100g und pro Stück. Gerne mit Farbcodierung (Ampel).

Ich bin absolut für eine Regelung. Warum ich mich überhaupt dazu geäußert habe, war der Umstand, dass ich auch die Eltern in einer Verantwortung sehe. Es gehört zu der Erziehung dazu, dass ich meinen Kindern beibringe, dass Reizen nicht immer nachgegeben werden kann. Wenn Kinder zu behütet aufwachsen, verlagert man das Problem nur auf später.

Ich sehe das daher nicht als allzu problematisch, wenn gegenüber Kindern mit einer Milchschnitte geworben wird. Es muss nur klar sein, dass eine Milchschnitte kein gesundes Nahrungsmittel ist, sondern eine Süßigkeit. Die gerne ab und an genascht werden kann, die aber nicht zum sattwerden geeignet ist.


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kravmaga
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22.01.2014 um 11:56
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Warum ich mich überhaupt dazu geäußert habe, war der Umstand, dass ich auch die Eltern in einer Verantwortung sehe. Es gehört zu der Erziehung dazu, dass ich meinen Kindern beibringe, dass Reizen nicht immer nachgegeben werden kann.
Verantwortung der Eltern. Dazu sind nur die Eltern in der Lage, die das auch können. Beruflich, kenntnismässig, zeitmässig.

Wächst du als Kind bei dicken und zudem meist unwissenden Eltern auf, wirst du fett. Wächst du bei bildungsmässig aufgeklärten und schlanken auf, bleibst du schlank.


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22.01.2014 um 12:01
kravmaga schrieb:Verantwortung der Eltern. Dazu sind nur die Eltern in der Lage, die das auch können. Beruflich, kenntnismässig, zeitmässig.
Stimmt. Das ist wirklich ein Problem. So eine ähnliche Diskussion gab es in einem Schulthread.

Nur ist die Lösung nicht so einfach, wie es zunächst aussieht. Wenn ich Kindern möglichst die gleichen Chancen geben möchte, muss ich sie unter gleichen Umständen aufwachsen lassen. Und solange es Eltern gibt deren Kinder ihnen egal sind oder die andere Prioritäten setzen, würde das bedeuten, dass der Staat für die Kindererziehung zuständig sein müsste. Ich weiß nicht, ob mir das gefallen würde.


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kravmaga
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22.01.2014 um 12:07
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb: Und solange es Eltern gibt deren Kinder ihnen egal sind oder die andere Prioritäten setzen, würde das bedeuten, dass der Staat für die Kindererziehung zuständig sein müsste
Macht er irgendwie ja auch...in der Schule. Oder nicht ?
Ok, ich geb zu, ich bin gegen den Werbemüll. Alles unnütz, alles gelogen...und das blicken Kinder halt gar nicht.


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22.01.2014 um 12:15
kravmaga schrieb:Macht er irgendwie ja auch...in der Schule. Oder nicht ?
Hm, eher nicht. Wenn der Lehrer 30 Kindern Mathe beibringen soll, bleibt nicht mehr viel übrig, um noch Lektionen des Lebens zu behandeln. Das findet eher in Ganztagesschulen oder Internaten statt - aber deren Klientel sind nicht gerade diejenigen, die es bräuchten.
kravmaga schrieb:und das blicken Kinder halt gar nicht.
Die Kinder selbst blicken es nicht. Das stimmt. Aber Kinder würden am liebsten auch ohne zu schauen auf die Straße rennen. Und sie machen es nur deswegen nicht reihenweise, weil jemand ihnen sagt: "Machs nicht, sonst bist Du tot" (überspitzt ausgedrückt).


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22.01.2014 um 12:30
niggie schrieb:ich möchte dir in keinster weise etwas vorwerfen ^^ waren nur beispiele meinerseits ^^

Aber ich habe (für mich) festgestellt, dass sich (einige oder viele) Menschen mit vielen Themen gar nicht richtig auseinandersetzen. Und ich finde, es ist was anderes, wenn man sich intensiv mit einer Thematik auseinandergesetzt hat und sich dann (trotzdem) für das jeweilige Produkt entschieden hat, anstatt "einfach so" zu konsumieren.
Aber ge, ich habe es in keinsterweise so aufgefasst. Ich denke jeder legt eben sein Augenmerk auf das was ihm am Wichtigsten erscheint. Und manche eben gar nicht. :D
Und allgemein gesagt:

Natürlich "ahnen" oder wissen wir, dass einiges ungesund oder nicht so gut ist, aber mit dieser Vorahnung, die Tatsachen und Wahrheiten zu verdrängen und plump behaupten, wie bei Nahrungsmitteln, mit: "Dann dürfte man ja gar nichts mehr essen." um blind weiter zu konsumieren empfinde ich als falschen Weg. ich möchte dir in keinster weise etwas vorwerfen ^^ waren nur beispiele meinerseits ^^
Nun, dann dürfte man ja gar nichts mehr essen...
Ewige Diskussionen was nun besser ist wenn es um Bioprodukte geht. Das Fleisch lassen wir mal aussen vor. Zudem ich es sowieso beim Metzger hole. Warum sollte ich Biogemüse kaufen, wenn ich gesund bin.. und die Produkte die nicht Bio sind in der Norm liegen ? Wie oft wurde getestet was nun besser schmeckt, bzw. qualitativ besser wäre.. und die Erkenntnis dann war, dass es eigentlich keinen Unterschied gibt.
Sag mir einen Grund ? Dass ich mehr Kohle zahle. ?
Und natürlich muß man drauf achten.. beispielsweise.. ob zuviel Zucker enthalten ist bzw. auch zusätzlich noch gezuckert, ob versteckte Fette intus sind.. und wir uns auch nicht von Lightprodukten verarschen lassen sollten.

Aber letztendlich ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich, wieviel er isst, was er isst und vor allem ob er auf seinen Körper achtet und auch hört.
Ich habe keine Gewissheit darüber..was jetzt nun wirklich das Beste sein soll. Denn jeder möchte verdienen und letztendlich wenn es so wäre.. so wäre es genauso ungesund.. ich in mich reinzustopfen würde. Es muss mir schmecken.
niggie schrieb:Aber ich habe (für mich) festgestellt, dass sich (einige oder viele) Menschen mit vielen Themen gar nicht richtig auseinandersetzen. Und ich finde, es ist was anderes, wenn man sich intensiv mit einer Thematik auseinandergesetzt hat und sich dann (trotzdem) für das jeweilige Produkt entschieden hat, anstatt "einfach so" zu konsumieren.
Nun ja.. wie gesagt.. jeder hat da seine Wahl, geschweige braucht es auch Erkenntnis und auch einen Grund um sich damit auseinanderzusetzen.


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kravmaga
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22.01.2014 um 12:33
Was mich an der Werbung am meisten stört...es wird nicht das Beste und Gesündeste beworben, sondern der billigste Schrott. Und sie lügen das Blaue vom Himmel.

Produkte werden in zB. China zu Dumpinglöhnen produziert. Nike-shuhe für 2 € das Paar. Dann bekommt ein Star Millionen und mit ihm wird geworben, obwohl er das Produkt meist gar nicht kennt...so entsteht ein " Marken und Qualitäts " produkt. Für 130 € das Paar.

Absurd.


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24.01.2014 um 07:17
@kravmaga
natürlich ist das absurd, noch absurder ist es, dass viele Menschen, OBWOHL sie das alles wissen oder ahnen, weiterhin solche Produkte kaufen. Ein gewissenhaft produziertes T-Shirt kostet um die 20 Euro. Und das ist wieder ein Knackpunkt. Den meisten Menschen kann man wiederum nichts vorwerfen, weil einfach das Geld fehlt. Natürlich könnte man oberflächlich sagen, dass man darauf sparen kann und wenn es einem so wichtig ist, dann geht das auch - aber das sind nur Ausnahmen und wären nicht "Massentauglich." Denn wie so oft auch, regiert der Preis und dementsprechend der Geldbeutel, was man sich leisten kann - das ist klar.

@kleinundgrün
niggie schrieb:
Zudem ist die heutige Kuhmilch nur in diesen Massen verträglich, (wie wir es in unserer Gesellschaft konsumieren) weil sie aufwändig industriell bearbeitet wurde. Wäre sie das nicht, würden sich ziemlich schnell, ziemlich viele übergeben.

Das ist nur eine Behauptung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Warum ist Rohmilch in Deinen Augen unverträglich? Sie ist nur weniger lange haltbar und weniger ansehnlich
unverträglich in den Massen, wie wir sie konsumieren. Rohmilch ist extrem Fetthaltig und wenn jm. zu viel Fett auf einmal zu sich nimmt, dann wird einem schlecht. Probier es aus, wenn du diese Erfahrung noch nicht gemacht hast. ^^

Aber wie schon erwähnt, es sind einfach Beispiele. Wie mit dem Glas auch. Wir können ungesundes verdauen und gesundes verdauen. Aber nur weil man ungesundes verdauen kann, heißt das nicht, dass man das essen muss - nur weil man es kann.
niggie schrieb:
Es waren ja nur Beispiele, dass man einfach mal ein bisschen sein Handeln und Denken hinterfragen sollte. sich unabhängig und neutral informiert, um sich dann ein Gesamtbild verschaffen zu können.

Du hast vollkommen recht, dass man hinterfragen muss. Aber das gilt in beide Richtungen. Du hast ebenfalls einige - wie ich finde - festgefahrene Ansichten. Hinterfragst du Deinen Veganismus regelmäßig? Oder ist es für Dich selbstverständlich, dass Veganismus toll ist?
ich bin nicht Vegan - ich bin auch nicht vegetarisch. Ich vertrat und vertrete im Grunde nur eine Gegenstimme zu einigen Aussagen - da ich sie (genau wie du auch meine Aussagen) als festgefahren bezeichnen würde.^^
Ich esse Fleisch, aber eher "selten" und wenn nur von Hausschlachtung oder frisch vom Jäger.

Aber, um auf deine Frage einzugehen, wir konsumieren zu viele tierische Produkte. Und mit ein bisschen mehr "Veganismus" und Bewusstheit (dem Konsum gegenüber) wäre das schon ein guter und zukunftsorientierter Schritt.
niggie schrieb:
Ich empfinde den Ausdruck als normal.

Möchtest Du als Vegetarier als "Pflanzenfresser" tituliert werden? da schwing die Missachtung Deines Lebensstils schon in diesem Wort mit, weil es Dich auch die Stufe eines Tieres stellt.
Ja, sind wir denn was anderes? :D

Wer gibt uns das Recht uns über andere Lebewesen zu stellen? Der Verstand? ... Wenn man sieht, was der alles für Schaden anrichtet in der Natur - und auch auf der zwischenmenschlichen Ebene, dann hat das aber sehr wenig mit "Krone der Schöpfung" zu tun. Eine "Krone der Schöpfung" würde sich nicht selbst umbringen, denn sie wäre schlauer - als das, was hier auf der Erde abgeht. ^^


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24.01.2014 um 21:06
kleinundgrün schrieb:Wie kommst Du darauf? Fleisch war eher die Hauptnahrung.
Was auch nicht stimmt.
Die Steinzeit umfasst einen Zeitraum von rund zwei Millionen Jahren; in diesem Zeitraum lebten verschiedene Spezies der Gattung Homo in unterschiedlichen Lebensräumen. Es gab daher keine einheitliche „Steinzeiternährung“, der Fleischanteil war sehr unterschiedlich.
Wikipedia: Steinzeiternährung#Kritik


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24.01.2014 um 21:19
Als Ehemann einer Inhaberin einer Werbeagentur - und Gelegenheitstexter für eben diese - kann ich nur sagen:

Wer auf Werbung reinfällt, der ist selbst schuld!


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27.01.2014 um 10:06
paranomal schrieb:Was auch nicht stimmt.
Ja, die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.


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27.01.2014 um 16:58
Doors schrieb:Wer auf Werbung reinfällt, der ist selbst schuld!
Und wer sich mal ernsthaft aus sozialwissenschaftlicher Sicht damit beschäftigt hat, der wird schnell merken das es wohl doch nicht so einfach ist.


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27.02.2014 um 15:59
Was bezwecken Trend`s, Schnellebigkeit, Konsumterror? Den Menschen das sauer verdiente Geld aus der Tasche zu ziehen, denn die Wirtschaft braucht immer mehr Wachstum, sonst ist der Ofen aus.

Es wird alles auf kurzlebig produziert, kann nicht mehr repariert werden u. ist auch so gewollt. Der Raubbau an Bodenschätzen unserer Erde ist gigantisch, keiner überlegt weiter, nur das heute zählt. China`s Städte ersticken im Smog...., Kinderarbeit, lausigste Löhne u. Arbeitsbedingungen in Bangladesh für unsere Billigklamotten...

Ich mache diese Dinge längst nicht mehr mit, Werbung geht an mir vorbei, denn auch der Fernseher kann mich langsam mit seinem Verblödungsprogramm. Es ist mir egal, was andere von mir denken. Egal was man macht, einige haben immer was zu kritisieren. Meine Freizeit gehört meiner eigenen Kreativität u. ich bin zufrieden zu sehen was ich selbst alles schaffen kann u. ich kann nur noch den Kopf schütteln über Mitmenschen die mit sich nichts anzufangen wissen. Wenn meine bessere Hälfte nicht die selbe Einstellung hätte, wäre es sicher schwierig.
Aber da wir wenige Ansprüche stellen, brauchen wir nicht wie die Wahnsinnigen im Hamsterrad zu rennen u. das steigert die Lebensqualität, ist uns piepegal ob die Umgebung über unserer altes Auto lästert, sollen Leasingraten abstottern wenn es für sie so richtig ist, jeder nach seiner Einstellung.


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Butterbirne
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28.02.2014 um 10:49
Das ist doch auch gut so, dass alles schnelllebiger ist. Früher musste ein Fernseher Jahre halten, heute kaufe ich lieber öfters einen neuen. Dafür sind die auch billiger. Eine gute Entwicklung wie ich finde.


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28.02.2014 um 11:23
@Butterbirne

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