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Kaspar Hauser

291 Beiträge, Schlüsselwörter: Kaspar Hauser

Kaspar Hauser

11.09.2013 um 17:47
Ich verstehe das irgendwie nicht ganz. Ich dachte ich hätte letztes Jahr einen Bericht gesehen wonach den DNA-Proben zufolge ausgeschlossen wurde,dass es sich um den Erbprinzen handelt? War das wieder eine Doku aus den 80igern und ich habe es nicht gemerkt...


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Charlytoni
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Kaspar Hauser

11.09.2013 um 21:58
@moki

Vielleicht war Kaspar Hauser ein Zeitreisender der abgeschottet in einer Raumkapsel rückwärts durch die Zeit gesandt wurde; ernährt von Robotern;

Kaspar Hauser könnte insofern aus unserer Zeit stammen.

Eine DNA-Analyse wäre dann sinnlos.


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Kaspar Hauser

12.09.2013 um 15:02
MissMietzie schrieb:Ich dachte ich hätte letztes Jahr einen Bericht gesehen wonach den DNA-Proben zufolge ausgeschlossen wurde,dass es sich um den Erbprinzen handelt?
1996 wurde der aus der Kleidung, die Hauser bei seiner Ermordung trug Blut entnommen und untersucht. Die Untersuchung ergab, dass er nicht der Erbprinz sei.

Die Hauser-Fans haben aber so lange darauf bestanden, dass auch andere Proben untersucht werden, um ganz sicher zu sein. 2002 wurde DNA aus Haarlocken und Kleidungsstücken aus unterschiedlichen Quellen untersucht. Diese Untersuchung brachte jedoch nur die Erkenntnis, dass die verschiedenen Haarlocken von verschiedenen Personen stammen und alle nicht zum Haus Baden passen.

Das Problem an der Sache ist, dass nach den DNA-Untersuchungen niemand mehr sagen kann, welche Probe nun wirklich von Hauser stammt; das Blut aus der Hose, das Blut aus dem Hut, die Haare aus dem Hut, oder die Haare aus verschiedenen Locken im Museum?


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Kaspar Hauser

12.09.2013 um 20:25
Wer das Thama spannend findet... auf Wikipedia gibt es eine Liste mit interessanten ähnlichen Fällen: Wikipedia: Wolfskind#Bekannte_F.C3.A4lle


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Kaspar Hauser

25.09.2013 um 14:33
Wolfskinder :) Wie im Dschungelbuch. Damals bestimmt noch viel häufiger als heutzutage. Menschen die Abseits in Wäldern wohnten..


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Kaspar Hauser

05.05.2014 um 21:13
Die Hauser-Diskussion ist schon eine Weile her, aber das Thema ist ja zeitlos faszinierend. Wikipedia hat eine glaubwürdige Lösung: Wikipedia: Kaspar_Hauser

Leider keine romantische Lösung. Aber die ganzen Widersprüche werden damit erklärt, dass Hauser eben doch ein Betrüger gewesen sein könnte. Seine eigenen Erzieher haben sich überwiegend negativ über ihn geäußert. Es gab Ähnlichkeiten im Schreibstil seiner ersten Memoiren-Versuche und im vermeintlichen Mörderbrief. Die ganzen Erklärungsversuche der großen Anti-Hauser-Verschwörung zeigen eine große, nicht glaubwürdige Umständlichkeit.


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Kaspar Hauser

07.05.2014 um 09:27
Was ist eigentlich mit den ganzen DNA-Tests? Gibt es dazu keine neuen Infos?

http://www.ulrich-flechtner.de/DNA_Haare/dna_haare.html

Dies hier meine ich. Stand ist nach wie vor:

Schlussfolgerung von Prof. Dr. Bernd Brinkmann, Institut für Rechtsmedizin der Uni Münster:

Derzeit wäre es absolut unwissenschaftlich und falsch, Kaspar Hauser als möglichen Erbprinzen von Baden auszuschließen.
?


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Kaspar Hauser

07.05.2014 um 11:34
@MissMietzie

Dein Zitat stammt aus den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Auf diese Zeit bezieht sich das Wort *derzeit*.

Und ja, es gibt neuere Infos; siehe den Link einen Post über Deinem. Dort wird auch Brinkmann erwähnt.


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Kaspar Hauser

07.05.2014 um 11:38
@konstanz

Der Spiegel von 2002 ja schon gelesen und auch nicht aussagekräftig!?

Wikipedia genauso wischiwaschi?

Hätte ja sein können, dass es aussagekräftigere Quellen gibt als diese jene welche dort oben. Aber dennoch danke für den Hinweis.


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 09:19
Es ist unverständlich das die Nachkommen des Hauses Baden sich gegen eine wissenschaftliche Überprüfung stellen.
Ausserdem wissen wir, das z.b. junge ( Kinder) Sänger und Schauspieler immer wieder vom Boden abheben, wenn sich das Leben auf einmal so ändert und sie im Mittelpunkt stehen. Die betrügen ja auch nicht, sind nur abgehoben und können irgendwie mit dem Ruhm nicht umgehen.
Kaspar Hauser auch, er war nichts. ( als er klein war) Völlig allein und isoliert. Warum sollte er nicht auch dann abheben wie einige heutzutage? Das ist nichts verwerfliches ( nicht schön), aber es erklärt nicht automatisch das er ein Betrüger war. Er wusste doch gar nicht was passiert, als er auftauchte. Er hat ja nichts getan um anerkannt zu werden oder hoch gestellt zu werden. Er lebte. War wissbegierig und freute sich natürlich irgendwann, gemocht zu werden. Einfach am Leben teilhaben zu dürfen, noch dazu mit Menschen. Und als der dann "verliebt" war, da ging es dann endgültig mit ihm durch.
Es kann nicht sein das er ein einfacher Betrüger war. Wo ist seine Familie? Heim? Als er dann bekannt wurde, warum hat sich niemand um ihn " gerissen". Gesagt er kennt ihn? Sah ihn öfter? Wo hat er gelebt? Hat er sich allein versorgt? Wie, wo, wann? Also muss er wo gewesen sein und dieser jemand tat nichts dergleichen um ihn zu " entlarven".
Ausserdem ist ja nicht abzustreiten, auch von seinen " Gegnern" anerkannt, das er wohl nicht sonderlich viel auf seinen eigenen Beinen stand, bzw. normales Leben führte, wie eben andere.


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 09:21
Sich selbst verletzen das er wieder in den Mittelpunkt kommt? Aber gleich so, das er verstirbt? Der wollte bestimmt nicht sterben. Dafür hat er zuviel lernen wollen. Und wenn er ein Betrüger war, dann erst recht nicht, dann muss ja sein oberstes Ziel gewesen sein, anerkannt zu werden, als Erbprinz, etc. dann wollte er schon erst recht nicht sterben.


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 10:19
@keksi1

Es gab zu der Zeit einige offensichtliche Betrüger.
Da war z.Bsp. ein Graf (Baron??) der angab ein Zeitreisender zu sein.
Gaukler etc. brüsteten sich mit den skurrilsten Wesen.

Ich vermute das auch Hauser auf den Zug aufsprang.
Vielleicht waren seine Eltern verstorben.
Und aufgrund der Perspektivlosigkeit setzte er alles auf eine Karte und erfand die Geschichte.
Kam ja auch erwiesenermaßen gut an.

Und heute machen gescheiterte Existenzen des Showbiz durch Playboyfotos oder Drogeneskapaden oder "Hupps, Nippel rausgerutscht!" auf sich aufmerksam.
Das konnte Hauser nicht.
Er ritzte sich etwas zu tief.
Das musste er riskieren. Ein Kratzer wäre öde. Er musste zustechen.
Blöd nur das er zu tief stach.


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 10:45
Die Abläufe wie sie Kaspar Hauser selbst berichtet hat, zum Beispiel, dass er seine ganze Kindheit lang allein in einem Raum war, die meiste Zeit durch Fesselung in sitzender Position gehalten, sind aus heutiger Sicht (man kennt die Folgen des Hospitalismus auf den Körper und den Geist von Kindern) unhaltbar. Ein Mensch mit solcher Vorgeschichte wäre niemals zu einem Verhalten wie Kaspar Hauser in der Lage gewesen.
Andererseits ist es ja überliefert, dass die blutige Kleidung nach Hausers Tod ausgestellt wurde und dass, der besseren Wirkung halber, von Zeit zu Zeit mit Blut "nachgefärbt" wurde, um den Gruseleffekt zu erhalten. So wie heute auch hat damals praktisch jeder der mit Hauser zu tun hatte (sogar der Pastor. der ihn konfirmiert hat z. B.) hinterher darüber ein Buch geschrieben und sich auf diese Weise bereichert.
Ausserdem gab es in der Zeit von Hausers Auftreten weite Kreise, die die Restauration nach dem Wiener Kongress eindämmen wollten und somit Gegner der Fürstenhäuser waren. Man kann vermuten, dass Hauser das Werkzeug einer Gruppe war, die das Fürstenhaus Baden stürzen wollte, bzw ihn auf den Fürstenthron setzen wollte.


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 10:51
Leider kann die DNA nicht mehr an Hausers Überresten auf dem Ansbacher Friedhof verifiziert werden, weil im 2. Weltkrieg dort eine Fliegerbombe herunter gekommen ist und nur noch ein Bombenkrater dort übrig war....


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Kaspar Hauser

08.05.2014 um 11:51
Die Theorie, dass er zum Badener Fuerstenhaus gehoerte, halte ich fuer reichlich daemlich. Da tauscht man ihn angeblich gegen einen sterbenden Saeugling aus, um sicherzustellen, dass eine Nebenlinie sich die Thronfolge sichern kann - und laesst ihn am Leben? Wer geht dieses Risiko ein?


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Kaspar Hauser

10.05.2014 um 10:30
@keksi1, also ich habe lange an Hauser geglaubt und fand/finde die gesamte Geschichte faszinierend. Aber wenn man wirklich mal ganz neutral heran geht, ist vielleicht schon überlegenswert, ob entweder ein einzelner (Hauser) oder alle anderen bei sich widersprechenden Aussagen die Wahrheit gesagt haben. Ein Schlüssel-Ereignis ist z.B., dass er behauptet habe, einer der zwei Bürger, die ihn in Nürnberg bei seinem Auftauchen kurz betreuten, habe beim Rittmeister geklingelt, wohingegen dieser behauptete, Hauser habe geklingelt.

Wichtig deswegen, weil Hauser, wenn er tatsächlich selbst geklingelt hat, eben nicht so zurück geblieben gewesen sein kann, wie es zu sein schien.

Es gibt viele "Für und wider", interessant ist die Aussage von Daumer in seinem Buch "Enthüllungen über K.H.", dass er in einer dunklen Nacht den Eindruck hatte, ein Attentäter versuchte, sich ihm zu nähern. Aber das kann auch ein schlichter Kleinkrimineller mit räuberischen Interessen gewesen sein.

Frage ist aber auch, ob diejenigen, die sich sehr negativ über ihn geäußert haben, ihn aber wirklich genau kannten, allesamt nur Bösewichte waren? Stanhope (sicher eine umstrittene Figur), Lehrer Meyer (sicher ein harter Mann, aber eben auch Pädagoge, dessen Beruf es ist, mit jungen Menschen umzugehen und sich also schon ein Urteil erlauben zu können), Frau Biberbach (sicher etwas nervös), teilweise Tucher - also fast alle seine Erzieher. Und was ich nie rausgekriegt habe, warum hat Daumer Hauser aus dem Haus gegeben, wenn er ihn doch so schätzte? Der offizielle Grund war Daumers verschlimmerter Gesundheitszustand...

Okay, Hauser war kein gefährlicher Verbrecher, ein mutmaßlicher Betrüger aber insofern, dass er seine Mitmenschen getäuscht haben könnte. Eine andere Identität und Verbrechen gegen sich selbst vorzutäuschen, um sich ein angenehmes Leben zu sichern, kann man schon als Betrug hinstellen. Er war wohl wirklich nur ein Vagabund, ein sehr einfach gestrickter Mensch, der aber das, was er scheinbar mühelos lernen sollte, längst beherrschte.

Lehrer Meyer, der an die Selbstmordtheorie glaubte, soll gesagt haben, so wie er den Hauser kenne, habe er es beim neuen Selbstmordversuch drauf ankommen lassen, dass es auch schiefgehen könnte. Nebenbei bemerkt - die erste Meldung des zuständigen Polizisten bei dem "Pistolen-Unfall" zwischen den zwei Attentaten lautete: "Kaspar Hauser hat einen Selbstmordversuch unternommen!" Später hieß es dann, es sei ein Unfall gewesen.

Beim ersten mutmaßlichen Attentat hatte er eine Wunde an der Stirn. Das fanden Zeitgenossen etwas fragwürdig, so dass er es beim letzten Attentat gegen sich möglicherweise anders machen wollte.

Was mich überzeugt hat, dass die Geschichte nicht stimmen könnte, ist die Ähnlichkeit im Schreibstil zwischen seinen eigenen Schreibversuchen und im Mörderbrief, von Wikipedia erwähnt, unter "Zweifel an den Attentaten":

"Laut der Betrugstheorie habe Kaspar ihn selbst geschrieben, weil der imaginierte Angreifer, anders als bei dem angeblichen Attentat von 1829, dieses Mal eine Spur hinterlassen sollte. Zur Stützung dieser These wird auf sprachliche Ähnlichkeiten mit von Hauser stammenden Texten verwiesen. Die Worte „will ich es euch selber sagen“ erinnern an Formulierungen am Anfang seiner beiden autobiographischen Aufsätze: „Die Geschichte von Kaspar Hauser, ich will es selbst schreiben“ bzw. „… will ich selber schreiben“. Auch den Rechtschreibfehler „wo her“ hat Hauser nach Aussage des Lehrers Meyer häufig gemacht, so in seinem lateinisch-deutschen Vokabelheft, in dem er „unde“ mit „wo her“ übersetzte. Der falsche Kasus („den“ statt „dem“) kommt in seinen Schreibheften ebenfalls häufig vor. Zudem war der Zettel in einer eigentümlichen Dreiecksform gefaltet, so wie auch Kaspar seine Briefe zu falten pflegte: hierüber zeigte sich insbesondere Frau Meyer erschrocken, die (anders als ihr Mann) ein sehr herzliches Verhältnis zu Kaspar hatte."

Wikipedia: Kaspar_Hauser

Stanhope war sicher nicht ganz sauber, aber es könnte doch sein, dass er kurz an den jungen Mann glaubte und sich dann betrogen fühlte. In seinem Buch berichtet er recht sachlich über viele Merkwürdigkeiten:

Materialien zur Geschichte K.H. (Stanhope, 1835)

http://books.google.de/books?id=qGdBAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&redir_esc=y%20-%20v=onepa...

Enthüllungen über K.H. (Daumer, 1859)

http://books.google.de/books?id=MegEAAAAYAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&redir_esc=y%20-%20v=onepa...


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Kaspar Hauser

13.06.2014 um 00:18
@Siegfrieden
Ich kann dir nur zustimmen, die Argumente der "Zweifler" unter den Zeitgenossen Hausers sind sehr überzeugend.
Ich habe früher einmal gelesen, dass die gesamte frühere "Unterstützergruppe" Hausers also Daumer, Biberbach, Tucher, Feuerbach und sogar Stanhope alle zur ungefähr gleichen Zeit auf der gleichen deutschen Uni studiert haben, sie sich also von Jugend an kannten. Das muss nichts heissen, aber ich finde es immerhin interessant. Ich werde mich bemühen, die Quelle wieder zu finden und hier anzugeben.
Noch ein Gedanke zum "Mörderbrief" aus dem Hofgarten: warum sollte ein Attentäter, der in einer so heiklen Mission Hauser töten sollte oder wollte - und ja davon ausgehen musste, dass es ihm auch gelungen ist, ein handschriftliches Beweisstück hinterlassen, egal wie rätselhaft es auch sein mochte. Warum noch die Fantasie der Menschen zum Grübeln anregen, wenn man spurlos untertauchen konnte?


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Kaspar Hauser

17.06.2014 um 12:31
@Gurnemanz

Interessante Theorie mit der Uni, aber wirklich alle zur gleichen Zeit? Schwer vorstellbar, denn es war sicher nicht durchgehend der gleiche Jahrgang. Daumer war zu Beginn von KH's Auftauchen Ende 20, Stanhope um die 50. Außerdem war Stanhope zuletzt sicher kein Befürworter mehr. Ich denke schon, dass die Pro-Hauserianer im guten Glauben gehandelt bzw. geschrieben haben.

Daumer war ja Romantiker, der sogar in Erwägung gezogen hat, dass der Beutel des Mörders nur deshalb mit einem früheren Beutel Hausers identisch war, weil er ihm zu diesem Zweck gestohlen wurde, um diese Gedankenverbindung herstellen zu lassen. Und auch dass der Mörderbrief so gefaltet war, wie KH das zu tun pflegte, sollte den Verdacht auf ihn lenken. Kühne Theorie, aber sehr um die Ecke gedacht.

Ja, der Mörder gewinnt mit diesem Schreiben nichts, wenn es von ihm stammen sollte. Mit Spiegelschrift kann man seine Schrift verstellen, auf dem Sterbebett war KH ruhig und zufrieden wie ein Selbstmörder es sein soll. Außerdem soll er sehr darauf bedacht gewesen sein, den Beutel finden zu lassen, hatte aber später nicht mal mehr danach gefragt (als wüsste er, was er enthält?).

Es soll sich ja 20 Jahre nach den Ereignissen einer aus dem Gefängnis gemeldet haben, dass er und einige weitere mit der Ermordung beauftragt waren (und dass ihm noch Geld zustehen würde, die Sache selbst aber verjährt sei), aber es gab zuviele Widersprüche und er wurde zum Hochstapler erklärt. Andererseits ist interessant, dass Hennenhofer und Müller, die angeblichen Mittäter, nie gerichtlich gegen die Anschuldigungen (auch auf der Straße) vorgegangen sind...


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Kaspar Hauser

19.06.2014 um 23:04
@Siegfrieden
Das mit der Uni ist natürlich fragwürdig, wenn man die Altersunterschiede berücksichtigt, wenn es überhaupt von Bedeutung ist, wo die einzelnen Protagonisten studiert haben.. Ich werde aber trotzdem mal versuchen, mehr darüber zu finden.

Hier noch eine weitere Theorie, aus der angesehenen Wochenzeitung "Die Zeit"

http://www.zeit.de/1989/10/junge-aus-tirol

Vielleicht ist sie dir schon bekannt, vielleicht ist sie dir auch neu. Danach soll Kaspar Hauser aus Tirol stammen, was mich an den "Mörderzettel" erinnert, wo es am Schluss
(bis Heute immer noch rätselhaft) sinngemäß heisst:
"....woher der Hauser kommt....will ich euch selber sagen: von der baierischen Grenze...ich will euch sogar den Ort noch sagen: M.. L...Ö...
Es könnte also das Ö für Österreich stehen, so wie in: Mein Land Österreich oder Mein liebes Österreich.
Dies nur als kleiner Exkurs nebenbei, das Thema Kaspar Hauser scheint wirklich unerschöpflich.


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Kaspar Hauser

19.06.2014 um 23:14
@Gurnemanz
Danke für den Link, der 3. März 1989 ist allerdings nicht ganz top-aktuell ;-) da gibt es inzwischen sicher aktuellere Erkenntnisse.

Aber bemerkenswert ist dieser Satz: "Hesse glaubt den bei Hauser gefundenen Dokumenten, dem Rittmeisterbrief und dem "Mägdleinzettel"."

Es wäre in der Tat möglich, dass zumindest einer der Briefe die Wahrheit gesagt haben könnte. Andererseits hieß es auch, dass beide Briefe in der gleichen Zeit und wohl von gleicher Hand entstanden sein müssten.

Ein Zeitgenosse Hausers äußert sich in dem schon erwähnten, hervorragenden Wikipedia-Artikel wie folgt: "Als man am 5. Mai 1834 von Wessenigs Diener Johann Mathias Merk, der als einer der ersten nach Kaspars Ankunft in Nürnberg mit diesem gesprochen hatte, erneut vernahm, sagte er aus, Kaspar habe ihm damals erzählt, täglich „über die Grenze“ zur Schule gegangen zu sein."

"Mein liebes Österreich" ist auch gut. Könnte also auch ein versteckter Witz von unserem KH gewesen sein.


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