Die gezeigten Schlösser sind allesamt billigster Machart und bieten keinen nennenswerten Diebstahlschutz.
Da vermute ich stark, dass sie wirklich zu Rädern gehören, die dort regelmäßig abgestellt werden und selbst nicht viel wert sind.
Sie haben dabei auch eine Platzhalter- oder Freihalter-Funktion, vergleichbar mit dem Handtuch auf der Strandliege.
Gut möglich also, dass da ab und zu Fahrräder dranhängen, wenn gerade mal keiner diese Schlösser fotografiert.
Gut möglich auch, dass es die zugehörigen Fahrräder auch ohne Diebstahl längst nicht mehr gibt, oder die Schlüssel für diese Schlösser.
Und wer sein Billgfahrrad gelegentlich anderswo abstellen mag, der hat womöglich ein zweites solches Schloss für 10 € zuhause griffbereit.
Bis auf die Beispiele im Kaufland und am Baum sind das meiner Meinung nach Schlösser für "Arbeitswegeräder".
Im Kaufland hing vermutlich kein Fahrrad am Regal, sondern irgendein Arbeitsmittel, das sonst gern auf Abwege gerät (Hubwagen?).
Das Schloss um den Baum hat scheinbar eine sehr ordentliche Länge und war nie wendelförmig aufgewickelt - hing daran womöglich irgendwann mal die Tischgarnitur einer Kneipe oder eine Parkbank, als Baum und Schloss noch in Bodennähe waren?
Marfrank schrieb am 13.07.2026:Bezüglich Diebstähle: wenn an den vergessenen Fahrradschloss ein Teil eines Fahrrades, wie ein einzelnes Rad hängt, dann fand ein Diebstahl statt. Aber wenn der Dieb ein Fahrrad nur klauen kann, in dem er entweder das Schloss oder ein Teil des Fahrrad zerstören muss, dann wird er höchstwahrscheinlich das Schloss zerstören!
Nicht unbedingt.
Für einen guten Rahmen zerschneidet manch ein Dieb gern auch mal die Felge, oder für ein absurd teures Hinterrad den Rahmen (ist einem Kumpel von mir passiert, Rohloff-Nabe). Der Rahmen ist viel schneller "durch", als ein wirklich gutes Bügelschloss, wenn der Dieb statt mit dem Akku-Winkelschleifer mit der Handsäge anrückt (leiser, unauffälliger).
Erstaunlich oft gibt es auch Spinner, die ihre Räder geistesabwesend an der Sattelstütze oder am Lenker anschließen, oder an sonstigen Anbauteilen. Der Dieb kann diese Teile dann einfach lösen, abnehmen und nach dem Entfernen das Rads vom Schloss wieder anbauen.