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Satanisten

368 Beiträge, Schlüsselwörter: Sekten

Satanisten

01.06.2009 um 18:25
nachasch schrieb:dass es mit deinen moralischen Vorstellungen lediglich nicht vereinbar ist.
Zuglauben Satanismus bedeutet das ablegen jeglicher Moral ist ein Irrtum. Es bedeutet u.a. sich nicht um die gesellschaftlichen Konventionen zu scheren und nach seiner eigenen Moral zu handeln.
Klar gibt es immer wieder selbsternannte Satanisten die den Satanismus auf die einfache Formel reduzieren „Tu was immer dir beliebt“.
Aber zentrale Figur auch im atheistischen Satanismus ist Satan, ansonsten würde sich der Zweck der Verwendung Satans als Namensgeber, im Ausdruck von Protest erschöpfen.
Satan umfasst in jeden Fall, auch in seiner atheistisch interpretierten Funktion als Prinzip oder Symbol, mehr als den reinen Protest und Selbstvergöttlichung die auf das Moment der Moralgebung beschränkt ist.
So sollte sich auch der atheistische Satanist dem Studium der Überlieferungen widmen, ist die Figur Satan doch historisch geprägt.
Wenn gleich der moderne Satanismus eine neuere Interpretation ist, so greift er dennoch auf eine alte Wesenheit als Namensgeber zurück, die nicht nach belieben umdefiniert werden kann.

Es reicht nicht die satanische Bibel zu lesen und seinen Egoismus zu leben, wie diese ganzen mode Satanisten.
Es Bedarf einer Beschäftigung mit Metaethik und Erkenntnistheorie und Metaphysik. Letztlich auch zu Klärung der Frage nach der Art der Existenz von Satan.
Die Existenz von Satan oder auch Yhwh von vornherein als Märchen abzutun halte ich für Höchst unsatanisch. Die Ablehnung der Autorität Yhwh impliziert nicht die Nichtexistenz Yhwh. Das so einfach Abzutun wäre Wunschdenken und Selbsttäuschung, es bedarf einer gewissenhaften Klärung.
Die ganzen Lavey Anhänger sind für mich in diesem Zusammenhang nicht mehr ernst zu nehmen.
nachasch schrieb:und wieso sollte eben aus diesem Grunde nicht etwa ein Tieropfer dazu beitragen,
Wenn das töten eines Tieres dem eigenem Willem entspräche oder einen Zweck dienlich ist, so ist das töten selbstverständlich legitim.
Meist ist mit einer Tiertötung im satanischen Kontext das darbringen eines Opfers für eine Gottheit gemeint, was die Subordination unter diese Gottheit impliziert und als unsatanisch zu bewerten ist.
Weiter ist das rituelle töten von Tieren Ausdruck eines schwachen Willens, grade aber Willensstärke ist etwas was der Satanist anstreben sollte


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asteriski
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Satanisten

01.06.2009 um 21:48
Also meine Freundin und ich sind Matelerinen haben auch umgederehte Kreuze und mögen Friedhöfe...

Aber ich kenne auch einen Satanisten.. von ihm hab ich auch die 1. zwei Seiten Satanistische Biebel weil mich interessierte was daran so toll sein sollte.. und er erklärte mir vieles.. ich weiß nun mehr darüber und finde es ist keine Sekte aber auch keine Religion... es ist einfach nur ein Sein...

ich hab mir die Seiten durchgelesen.. und fans sie nicht erschreckend aber auch nicht bedeutungslos....


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Satanisten

02.06.2009 um 01:40
das hat doch nichts mit satanisten zu tun

ich gehe auch gerne auf den friedhof spazieren,aber ich rauche nciht !

@wolfsfreund


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Satanisten

02.06.2009 um 01:48
Was "Die satanische Bibel" verkündet kommt mir auch mehr wie eine Philosophie als wie eine Religion vor.


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Satanisten

02.06.2009 um 09:26
Satanismus ist eher eine Lebensphilosophie, allerdings wird das oft mit Teufelsanbeterei verwechselt.

Satanismus bezieht sich nicht auf den Teufel, sondern auf den gefallenen Engel, der sich selbst nicht unter Gott einordnen wollte. Im Endeffekt geht es darum, dass der Mensch jeder für sich göttlich und autonom ist und nicht auf irgendeine Obrigkeit hören muss (Gott). Es ist eher eine Form des Atheismus, jedoch ist es auf keinen Fall:

Das tragen von schwarzen Sachen, Kreuze umdrehen, Opfer bringen, Blut trinken.
Das mit den schwarzen Sachen kann natürlich aus reiner Geschmackssache mit auftreten, aber es ist nicht für den Satanismus erforderlich. Satansimus ist daher durchaus vertretbar und keine "Religion", auch wenn sie Bezug auf die Monotheistischen Religionen nimmt.

Teufelsanbetung finde ich allerdings gefährlich, nicht weil ich die Religion verteidige, das soll jeder machen wie er das möchte, sondern weil diese Rituale teilweise nicht von schlechten Eltern sind, das trinken von Blut und Tieropfer sind Sachen, die ich krank finde.

MfG Merc


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Nichtmensch
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Satanisten

02.06.2009 um 13:18
Teufelsanbetung finde ich allerdings gefährlich, nicht weil ich die Religion verteidige, das soll jeder machen wie er das möchte, sondern weil diese Rituale teilweise nicht von schlechten Eltern sind, das trinken von Blut und Tieropfer sind Sachen, die ich krank finde.

Wobei Teufelsanbetung nicht unbedingt in Verbindung mit Tieropfern und Blut trinken steht.


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Satanisten

02.06.2009 um 14:12
Die Zahl der theistischen (auch klassischen Satanisten) ist wohl verschwindend gering. Auch historisch gesehen wohl eher eine Erfindung der Kirche.


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Satanisten

02.06.2009 um 14:33
@paranomal
@Merc
paranomal schrieb:Die Zahl der theistischen (auch klassischen Satanisten) ist wohl verschwindend gering. Auch historisch gesehen wohl eher eine Erfindung der Kirche.
Wenn du Teufelsanbeter meinst so trifft deine Aussage sicher zu. Davon Abzugrenzen sind aber jene Satanisten deren Glauben ein metaphysisches Konzept zugrunde liegt, das allerdings im sinne einer LHP Philosophie umgesetzt wird und die Unterordnung des eigen Willens oder die Anbetung einer Gottheit ausschließt.

Vor diesem Hintergrund ist auch diese Aussage falsch
Merc schrieb:Es ist eher eine Form des Atheismus,


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Satanisten

02.06.2009 um 14:40
Ja auch wenn ich mit diesen TOS spinnern genauso wenig anfangen kann wie mit kiddies die nachts auf friedhöfen rumlungern.


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Satanisten

02.06.2009 um 15:01
@paranomal
paranomal schrieb:Ja auch wenn ich mit diesen TOS spinnern genauso wenig anfangen kann wie mit kiddies die nachts auf friedhöfen rumlungern.
Ich mag den ToS auch nicht besonders, was aber eher in seiner Struktur begründet liegt. Die ToS Mitglieder sind mir allerdings um einiges sympathischer als all jene die sich kein bisschen mit Metaethik beschäftigt haben und meinen durch das bloße leben von Egoismus sein sie nun Satanisten. Der Atheismus wird dann auch gleich als Dogma angenommen ohne sich mit Erkenntnistheorie beschäftigt zu haben, im modernen Satanismus gehört sich das ja so.
Vielleicht haben diese Mode-Satanisten noch die Satanische Bibel gelesen und damit meinen sie dann die tolle Ahnung zu haben.


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Satanisten

02.06.2009 um 15:06
Es ist immer die Frage welche Schlüsse man aus dem LHP Prinzip schließt und wie man diese Schlüsse umsetzen will.
Dazu kommt natürlich ob man nur kopiert oder selbst zu den Grundlagen des LHP kam.


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nachasch
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Satanisten

02.06.2009 um 22:21
@RaChXa
RaChXa schrieb:"Zuglauben Satanismus bedeutet das ablegen jeglicher Moral ist ein Irrtum. Es bedeutet u.a. sich nicht um die gesellschaftlichen Konventionen zu scheren…"
Denke, sich nicht darum zu scheren, ist das Mindeste und der unverzichtbare Grundstein. Sich darüber hinaus in der Überwindung eigener bis dato evtl. aktueller moralischer Vorstellungen zu üben, kann durchaus reizvoll sein und Bewusstseinserweiterung bedeuten. Das Satanische Individuum sollte nie stillstehen, sondern steten Reifungsprozess anstreben.
RaChXa schrieb:"So sollte sich auch der atheistische Satanist dem Studium der Überlieferungen widmen…"
Würde ich gleichfalls jedem nahelegen, korrekt. Hätte jedoch bei bekennenden atheistischen Satanisten vermutlich keinen gravierenden Effekt, da es aufgrund fehlender Glaubensbereitschaft nach wie vor bei dem Prinzip der Selbstglorifizierung bliebe.
RaChXa schrieb:"Die Ablehnung der Autorität Yhwh impliziert nicht die Nichtexistenz Yhwh. Das so einfach Abzutun wäre Wunschdenken und Selbsttäuschung, es bedarf einer gewissenhaften Klärung."
In Bezug auf Glauben von gewissenhafter Klärung zu sprechen, ist schwierig, da es zumindest dem überzeugten Atheisten nach, von dem wir weiter oben sprachen, nicht viel zu klären geben wird. Nicht umsonst lehnt er ja das Phänomen des Glaubens konsequent ab.
RaChXa schrieb:"...was die Subordination unter diese Gottheit impliziert und als unsatanisch zu bewerten ist."
Wüsste nicht, was an jemandem, der sich dem s.M.n. real existenten Satan unterwirft, ihn also zu seinem persönlichen Gott macht, unsatanisch sein sollte.
RaChXa schrieb:"Weiter ist das rituelle töten von Tieren Ausdruck eines schwachen Willens…"
Warum?


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treykincaid
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Satanisten

02.06.2009 um 22:46
Nichtmensch schrieb:Wobei Teufelsanbetung nicht unbedingt in Verbindung mit Tieropfern und Blut trinken steht
Stimmt! Wieviele unwissende Vollidioten beschimpfen Gothicanhänger als solche ohne über diese Subkultur Ahnung zu haben. Da wird schnell aus einem harmlosen Schwarzträger ein blutrünstiger Menschenfresser der nachts auf dem Friedhof herumlungert und kleine, harmlose Kinder, Normlos ode ralte Leute schnappt und Luzifer opfert....


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Satanisten

02.06.2009 um 22:46
nachasch schrieb:Denke, sich nicht darum zu scheren, ist das Mindeste und der unverzichtbare Grundstein. Sich darüber hinaus in der Überwindung eigener bis dato evtl. aktueller moralischer Vorstellungen zu üben, kann durchaus reizvoll sein und Bewusstseinserweiterung bedeuten. Das Satanische Individuum sollte nie stillstehen, sondern steten Reifungsprozess anstreben.
Richtig, ich nenne das konstruktiven Nihilismus


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Satanisten

03.06.2009 um 02:11
Wenn es Satan wirklich gäbe, müsste er unglaublich machtlos oder dumm sein.

A Wozu braucht er Leute, die für ihn arbeiten, wenn er doch so mächtig ist ?
B Wenn es ihn gibt, weshalb checkt er Punkt A nicht ...?


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earendil
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Satanisten

03.06.2009 um 02:14
Satan ist eine Erfindung.
Der Mensch hat das Böse in sich, wenn er es denn ausleben will.


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luz-spahbod
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Satanisten

03.06.2009 um 02:19
@earendil

schön gesagt ;)


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luz-spahbod
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Satanisten

03.06.2009 um 02:21
abeer trotzdem gibt es dunkle Wesen und Dämonen genauso wie es Engel gibt...


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earendil
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Satanisten

03.06.2009 um 02:24
ich weiss, sie heisst ono.

irgendwas mit yoko. ono so.


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Satanisten

03.06.2009 um 02:56
@nachasch
nachasch schrieb:In Bezug auf Glauben von gewissenhafter Klärung zu sprechen, ist schwierig, da es zumindest dem überzeugten Atheisten nach, von dem wir weiter oben sprachen, nicht viel zu klären geben wird. Nicht umsonst lehnt er ja das Phänomen des Glaubens konsequent ab.
Endgültig wird sich diese Frage nicht klären lassen. Gewissenhafte Auseinandersetzung würde wohl besser beschreiben was ich meinte. Man sollte für sich selbst ausschließen dass der Nichtglaube, nicht etwa aus dem Wunsch nach der Nichtexistenz einer Metaphysik resultiert.
Die Naturgesetze (so sie denn wirklich unüberwindbar sind) hat schließlich auch jeder zu akzeptieren ob er will oder nicht, da ist es sinnfrei die Existenz dieser zu leugnen.

Wobei für mich persönlich Satanismus auch den Versuch nach der Überwindung jeglicher Ordnung gesellschaftlicher, physischer und metaphysischer beinhaltet, das darf aber nicht in Wunschvorstellungen enden
nachasch schrieb:Wüsste nicht, was an jemandem, der sich dem s.M.n. real existenten Satan unterwirft, ihn also zu seinem persönlichen Gott macht, unsatanisch sein sollte.
In derTat sollte man dies differenziert betrachten. Ich spreche hier von der Unterordnung des eigenen Willens und der Anpassung an eine moralische Instanz. Eine solche Handlung wäre mit der LHP- Philosophie absolut unvereinbar und würde dem was Satan in all seinen Manifestationen verkörpert widersprechen
Rachxa: "Weiter ist das rituelle töten von Tieren Ausdruck eines schwachen Willens…"
nachasch:Warum?
Ich denke der Wunsch nach dem Töten eines Tieres ist der Reflex auf moralische Dogmen und Ausdruck des Wunschs nach Emanzipation von eben diesen.
In seiner Funktion als Reflex entspricht er aber keinesfalls dem wahren eigenen Willen, sondern ist ebenso Folge einer gesellschaftlichen Konditionierung.

Hier wird vielleicht noch deutlicher was ich meine:
nachasch schrieb:darüber hinaus in der Überwindung eigener bis dato evtl. aktueller moralischer Vorstellungen zu üben
Er sollte sie überdenken und bei Bedarf verwerfen, aber keinesfalls versuchen diese ungeprüft zu überwinden. Das wäre bloß ein Reflex, der eine ebenso stupide Reaktion auf gesellschaftliche Konditionierung ist. wie das brave befolgen dieser Normen
Beides hat nichst mit dem eigenen wahren Willen gemein.

Ohne zu sehr ins Detail der satanischen Magie zu gehen, ich wüsste nicht welche Funktion eine Triertötung in dieser einnehmen sollte.

Im magischen Ritualen vielleicht als eine Art Beweis der Ernsthaftigkeit des Willens und der Absicht des Magiers. Satan würde diesen aber auf keinen Fall einfordern das würde ihn nicht besser machen als Yhwh. Und wenn der Magier das für sich braucht so kann das als bloße Übersprungshandlung bewertet werden deren Zweck die Kompensation von Willenstärke ist.
Eine solche Handlung, so denke ich, kann niemals Ausdruck des eigenen wahren Willens sein.


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