nairobi schrieb:Wenn Euch gesagt wurde, dass die Reparatur ca. 4000 Euro kommen würde, übersteigt das sicher den Wert, den das Fahrzeug noch hat. Oder?
Definitiv! Wir haben das Auto vor ein paar Jahren um 1600 Euro gekauft. Es gibt zwar dasselbe Modell immer noch gebraucht zu kaufen, die Händler wollen dafür aber an die 3000 Euro. Um dieses Geld würde ich es aber eher nicht kaufen. Da müsste es schon extrem gepflegt und wenig gefahren worden sein (deutlich unter 200 000 km).
nairobi schrieb:Das würde sich wohl nur für einen "Bastler"/Hobbyschrauber lohnen, der das für sich macht und wo die Arbeitszeit dann egal ist. Natürlich muss man dafür dann auch die richtigen Werkzeuge haben.
Ja, und deshalb werden wir es auch genauso einstellen und verkaufen. Ein paar hundert Euro bekommen wir vielleicht noch dafür.
nairobi schrieb:Eine gute Idee. Was kostet sowas?
Habe ich noch nicht gefragt, laut Website ist das nicht einheitlich. Ich würde aber mit 70 bis 100 Euro rechnen.
Trailblazer schrieb:Oder eine freie Werkstatt, die sich tatsächlich mit Motorinstandsetzungen befasst.
Die man erst einmal finden muss. Wir haben es nicht geschafft.
Trailblazer schrieb:Eine gerissene oder hinreichend weit übergesprungene Steuerkette führt bei modernen Motoren, die keine Freiläufer mehr sind, zum Kontakt von Ventileltellern und Kolbenboden. Dabei werden mindestens die Ventilteller und evtl. -schäfte verbogen.
Genau das sagte der Mechaniker auch. Man muss den Motor auseinandernehmen, um überhaupt einmal feststellen zu können, ob es reicht, die Ventile zu tauschen. Man müsste auch bei den gebrauchten Ersatzteilen suchen, manchmal kriegt man die ja über Schrottplätze.
Trailblazer schrieb:Eine freie Werkstatt mit Know-How (oder ein DIY-Schrauber) würde sich den Zylinderkopf erstmal anschauen, Manchmal kommt man mit neuen Ventilen davon oder man kauft einen gebrauchten Zylinderkopf auf eBay (kostet für den 1.2lRenault-Motor im Logan so um die 400 Euro).
Trailblazer schrieb:Aber 1500 - 2500 Euro wird das dann auch kosten, wenn man es machen lassen muss.
Trailblazer schrieb:So kommen fleißige Schrauber immer wieder zu günstigen Autos... Die kaufen solche Kisten zum Schrottwert an und machen sie wieder fit.
Für einen Bastler kann sich das schon lohnen, aber eben nur dann, wenn er die Arbeit selbst macht. Manche Leute schrauben ja als Hobby an Autos herum. Vielleicht sehen sie es auch als Herausforderung an, das Auto wieder flott zu bekommen.
Mr.Wölkchen schrieb:Absolut zurecht.
Wobei solche gefälschte Gutachten dann schon ein Fall von gewerbsmäßigem Betrug sind, das kann also theoretisch auch für den Händler und falls involviert für die Prüfstelle erhebliche Konsequenzen haben.
Dem Ärger hat dann dennoch erst einmal der Käufer.
Sowas hatte ich schon einmal. Das Auto hatte ein aktuelles Prüfgutachten mit ein paar leichten Mängeln. Mein Mann holte es ab und während der Fahrt auf der Autobahn löste sich die Halterung der Motorhaube und die klappte hoch und donnerte auf die Windschutzscheibe.
Mein Mann war voll geistesgegenwärtig, setzte den Blinker und fuhr langsam rechts auf den Pannenstreifen. Ich habe mein Schuhband ausgefädelt und wir haben die Motorhaube wieder runtergeklappt und mit dem Schuhband festgebunden 🤣. So sind wir dann mit der gesprungenen Windschutzscheibe nach Hause gefahren und das erste, das ich gemacht habe, war, das Gutachten überprüfen zu lassen. Es ergab 17 schwere Mängel. Das Gutachten des Verkäufers war also eindeutig gefälscht.
Nachdem sich der Verkäufer auch weigerte, das Auto zurückzunehmen, hat das dann meine Rechtsschutzversicherung für mich erledigt und der Kauf wieder rückgängig gemacht.
Die Anwältin sagte mir leider auch direkt, dass eine Anzeige wegen Betruges zwar möglich ist, aber nichts bringen würde, daher haben wir es bleiben lassen. Offensichtlich ist es schwierig, den Vorsatz nachzuweisen. Man redet sich dann auf einen unfähigen Mechaniker raus, der schlampig gearbeitet hat und die Mängel schlichtweg nicht erkannt hat. Somit ist zwar eine Haftung gegeben, nicht aber vorsätzlicher Betrug.
Mr.Wölkchen schrieb:Ich habe in so einem Fall auch schon einmal Lehrgeld bezahlt, bei meinem allerersten Auto - einem gebrauchten Kia Picanto vom Gebrauchtwagenhändler.
Bei mir war es ein Suzuki Samurai. Ich liebte dieses Modell und wollte unbedingt einen haben. Nachdem Preis und Zustand auf dem Papier passten, hab ich ihn gekauft. Leider vom falschen Verkäufer.
Mr.Wölkchen schrieb:Nach einer Anzeige wegen Betruges lenkte der Händler dann doch ein und wir haben uns geeinigt. Die Anzeige habe ich zwar nicht wie gewünscht fallen lassen, das Verfahren wurde dann aber zu meinem Unverständnis und Ärger eingestellt.
Warum wurde das Verfahren eingestellt?
Mr.Wölkchen schrieb:Neben etwas Lehrgeld habe ich auf jeden Fall daraus gelernt, dass ich bei solchen Käufen in eigenem Auftrag begutachten lassen sollte und dass eine Rechtschutzversicherung eine sinnvolle Investition ist.
Auf jeden Fall!
Mr.Wölkchen schrieb:Oh je, in der Fremde ist es auf jeden Fall noch einmal schlimmer, wenn plötzlich das Auto weg ist.
Ich weiß gar nicht mehr, wie sie dann zurück nach Oberösterreich gekommen sind, das ist schon so lange her .. entweder mit dem Zug oder ihre Verwandten haben sie nach Hause gebracht.
Mr.Wölkchen schrieb:Die Parkhäuser in Berlin sind fast alle nicht für moderne Fahrzeuge konzipiert und haben viel zu enge Parkboxen (z.T. selbst für einen Sandero).
Das ist in Wien teilweise auch so. Man kann das Auto zwar einparken, aber wenn man die Türen zum Aussteigen öffnet, ragen diese über die markierte Parkbucht hinaus. Und das schon bei unserem Logan, der nicht besonders breit ist. Manchmal frage ich mich schon, was sich die Betreiber dabei denken...
nairobi schrieb:Ganz ehrlich. Das Auto ist schon 19 Jahre alt.
Angenommen, man lässt es reparieren für sagen wir mal 2000 Euro. Wann wird das nächste Teil kaputt gehen? Und was wird das dann kosten?
Irgendwann ist man nur noch am zahlen (und hat den ganzen Aufwand).
Mir wäre das zu unsicher.
Haha, bei dem Auto wurde über die Jahre hinweg schon so ziemlich alles ausgetauscht 🤣. Bremsen, Kupplung, Radlager, irgendwelche Teile bei der Lenkung und den Stoßdämpfern...
Das einzige Problem war halt, dass es natürlich langsam rostet und dann irgendwann nicht mehr verkehrssicher ist. Eigentlich wollten wir diesen Zeitpunkt abwarten. Nun ist uns halt die Steuerkette dazwischen gekommen. 🤷♀️
nairobi schrieb:Warum? Das Bergsteigen war ihre Leidenschaft. Und sie hat ja auch seit einigen Jahren als Ski- und Bergführerin gearbeitet. War auch bei der Bergwacht aktiv.
Ich empfinde es generell als verantwortungslos, für ein Hobby oder auch einen Beruf sein Leben bewusst aufs Spiel zu setzen. Sie wusste, dass es dort vermehrt in letzter Zeit zu Steinschlägen kam, trotzdem ging sie da jetzt rauf.
Ich finde auch Rennfahrer verantwortungslos oder Extremsportler. Sowas braucht es von mir aus gar nicht zu geben. Ich verstehe auch den Reiz nicht, Menschen dabei zuzusehen.
Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum jemand Geld dafür ausgibt, um anderen dabei zuzusehen, wie sie in einem Höllentempo auf Skiern oder einem Mountainbike einen steilen Hang runterbrettern oder sich den Lärm und Gestank einer Formel-1-Rennstrecke geben, auf der irgendwelche testosterongetränkten Männer um die Wette fahren. 🤷♀️
Ich kann noch verstehen, dass die Sportler selbst das wegen des Kicks machen, Adrenalin kann ja auch süchtig machen. Ihr Belohnungssystem im Gehirn reagiert halt darauf. Trotzdem finde ich es genauso falsch wie sich deshalb Drogen reinzuziehen oder sein ganzes Geld zu verspielen. Im Grunde ist es ja nichts anderes - die Befriedigung einer Sucht.
Für mich ist es eine schlimme Vorstellung, von irgendwas abhängig zu sein und etwas unbedingt zu brauchen, um glücklich zu sein. Das ist für mich ein Kontrollverlust. Ich finde es schon erschreckend genug, dass man vom Arbeitgeber und von seinen Mitmenschen in gewisser Weise abhängig ist, weil man ja Geld zum Leben und manchmal Hilfe braucht. Ich bin zum Beispiel vom Dachdecker abhängig, dass mir der das Dach repariert, weil ich das selbst nicht kann. Ich bezahle ihn zwar dafür, aber ich bin auf ihn angewiesen. Für meinen Geschmack ist das Abhängigkeit genug, da brauche ich mir nicht noch irgendwelche Süchte zusätzlich aufhalsen.
Extremsportler sind für mich auch nichts anderes als Suchtkranke. Sie sind halt nicht nach Drogen oder Alkohol süchtig. 🤷♀️
nairobi schrieb:Wo bringt Ihr die hin?
Zunächst einmal zu uns nach Hause, wenn es Haustiere sind. Wildtiere dürfen wir ja nicht mitnehmen, da muss man den Jäger oder die Polizei rufen, zumindest, wenn es um jagdbares Wild geht. Ansonsten macht man sich der Wilderei schuldig.
Es wird dann versucht, ein Besitzer ausfindig zu machen. Diese holen dann ihr Tier ab und beerdigen es oder lassen es kremieren. Wird kein Besitzer gefunden, wird das Tier begraben. Man kann die Körper ja nicht lange liegen lassen aufgrund des Verwesungsprozesses.