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Wenn Helden nach Antworten suchen...

69.511 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Plaudern ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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13.01.2026 um 16:28
Also falls es es noch jemanden interessiert:

Präsens versus Präsenz 😉

Ich sag ja - Nerdwitz. 🤷‍♀️


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14.01.2026 um 08:14
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ich sag ja - Nerdwitz. 🤷‍♀️
Dann bin ich wohl auch einer😉.

Hast du noch mehr solche? Gerne bei Gelegenheit hier reinschreiben


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14.01.2026 um 08:23
Sehr schlimm: in der Steiermark hat vermutlich ein Polizist eine Frau ermordet - er hat ein Teilgeständnis abgelegt und einen Ort bekanntgegeben. Dort hat man auch tatsächlich eine Frauenleiche gefunden.

Man kann wirklich als Frau niemandem trauen.
Not all men, but always a man. 😢

In einem früheren Artikel stand, dass sich die beiden via Datingapp kennengelernt haben. Das legt die Vermutung nahe, dass die Frau möglicherweise den Mann nicht mehr treffen wollte und er sie deshalb getötet hat - der klassische Femizid also ("Wenn ich sie nicht haben kann, dann soll sie auch kein anderer haben".).

Gibt es wirklich keinen Backgroundcheck für Bewerber:innen bei der Polizei? Keinen psychologischen Eignungstest? Solche Charaktermerkmale entstehen ja nicht von heute auf morgen. Wie kann so ein Mann Polizist werden?

Nach Teilgeständnis: Vermisste Steirerin vermutlich tot
https://diepresse.com/20473286

https://www.krone.at/4013370


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14.01.2026 um 08:25
Laut Website gibt es zumindest in Österreich auch psychologische Eignungstests, wenn man sich für die Polizei bewirbt.

Sehr treffsicher können diese Tests wohl nicht sein.

https://www.polizeikarriere.gv.at/bewerbung.html


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14.01.2026 um 08:31
Ja, klar. 🙄
Zwischen Johanna G. und ihm sei es zu Intimitäten in einem Auto gekommen.

In Loch verscharrt – Leiche von Johanna G. gefunden
"Würgespiele"
Das habe, so der Polizist, zu "Würgespielen" geführt, die für die Frau schließlich tödlich geendet hätten. Eine Mord-Absicht streitet der Mann weiterhin ab, sprach von einem Unfall. In Panik habe der 30-Jährige dann den leblosen Körper der Frau in einem Loch verscharrt
[...]
Denn entgegen der Aussage des Verdächtigen soll es zwischen dem Mann und der Fitnesstrainerin in letzter Zeit nicht zu Liebeleien, sondern zu Streit gekommen sein. Laut Informationen aus ihrem Umfeld war die Frau von ihm schwanger. Allerdings lebte der Cobra-Beamte mit einer anderen zusammen.
Ist jetzt jemand überrascht? Ich leider nicht.

Quelle: https://www.heute.at/s/bei-sex-unfall-erwuergt-cobra-polizist-packt-aus-120155291


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16.01.2026 um 05:43
Guten Morgen.

Vor einigen Tagen hörte ich im Radio von einem gefährlichen "Trend".
Eine Bahn-Sprecherin verwies auf sinkendes Gefahrenbewusstsein, eine geringere Hemmschwelle für Regelverstöße und auf die zunehmende Bereitschaft, gefährlichen Trends zu folgen – etwa Selfies im Gleisbereich, insbesondere bei jüngeren Menschen.
Quelle:
Verkehr - Mehr Betriebsstörungen bei der Bahn durch "Personen im Gleis" https://share.google/rdoIIqoIKqRc3T7zm
Für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Das ist so gefährlich.
Die Züge fahren so schnell und jemand ist da schnell erfasst. Man nimmt die manchmal auch erst spät wahr.

Vor etlichen Jahren hatte ich mal ein TES mit einem alten Mann, der Kräuter suchte (Wermut) und vom Zug erfasst wurde.

Und dann gab es eine amerikanische Touristin, die das Gleis als Punkt wählte, um von da bessere Fotos machen zu können.

Ich habe in meinem dienstlichen Leben nicht wenige Bahnleichen gesehen. Ich fand die eigentlich immer am Schlimmsten.
Wenn ich Dienst beim KDD hatte, habe ich immer gehofft "kein Brand, keine Bahnleiche".


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16.01.2026 um 12:15
Zitat von nairobinairobi schrieb:Für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Das ist so gefährlich.
Die Züge fahren so schnell und jemand ist da schnell erfasst. Man nimmt die manchmal auch erst spät wahr.
Das ist für mich auch nicht nachvollziehbar.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich habe in meinem dienstlichen Leben nicht wenige Bahnleichen gesehen. Ich fand die eigentlich immer am Schlimmsten.
Ja, da bleibt meist nicht viel übrig von dem Menschen. Kürzlich las ich einen Artikel, in dem ein Lokführer von seinen Erfahrungen berichtete.

Triggerwarnung!

SpoilerAuch bei Selbstmördern kommt Gutwasser die Wut hoch. Ein Suizid passierte direkt vor seinen Augen. Ein Mann sprang vor einen Gegenzug. Dabei prallte der Körper des Selbstmörders vorne auf seinen Zug.

“Was von ihm übrig blieb, ist mir auf die Frontscheibe geflogen. Ein Albtraum. Ich habe erstmal den Scheibenwischer angemacht. Da muss man pragmatisch sein.


https://www.vice.com/de/article/ein-lokfuehrer-erzaehlt-so-fuehlt-es-sich-an-einen-menschen-zu-ueberfahren/


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17.01.2026 um 05:27
Guten Morgen.
Ich freue mich schon sehr auf die Schritte-Challenge, die im März beginnt, von der Arbeit aus. Unser Kommissariat macht natürlich auch mit...
Ich werde mein Bestes geben.
Heute habe ich aktuell schon1525 Schritte.
Ein Hund ist eine gute Unterstützung bei so einem Vorhaben.😆


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17.01.2026 um 12:11
Zitat von violetlunavioletluna schrieb am 14.01.2026:Gibt es wirklich keinen Backgroundcheck für Bewerber:innen bei der Polizei?
Doch, natürlich werden Polizeibewerber sicherheitsüberprüft.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb am 14.01.2026:Solche Charaktermerkmale entstehen ja nicht von heute auf morgen. Wie kann so ein Mann Polizist werden?
Nun ja, man muss hier wohl Berufliches und Privates trennen.
Er kann ja im Beruf gute Leistungen erbracht haben.
Allerdings wurden bei ihm auch unberechtigte Schusswaffen gefunden.

Ich habe in den verlinkten Artikeln gelesen, dass die Frau von ihm schwanger gewesen sein soll. Ansonsten bringt es meiner Meinung nach wenig, zu spekulieren, wenn nur sehr wenige Informationen vorliegen.


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17.01.2026 um 12:18
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Kürzlich las ich einen Artikel, in dem ein Lokführer von seinen Erfahrungen berichtete
Über das Motorradfahren damals lernte ich einen Mann kennen, der Lokführer war. Er war Ende 50. Allerdings war er nicht mehr in der Lage zu arbeiten, nachdem ihm 7 Personen (nach und nach) vor die Lok gehüpft waren. Er erzählte z.B. von der "Oma", die ihn noch durch die Scheibe ansah und dann aufs Gleis ging. Man schafft es nicht mehr, den Zug zu stoppen. Der Anhalteweg ist einfach zu lang.
Er hatte den Beruf lange und auch gerne gemacht. Er hat auch versucht, die Arbeit wieder aufzunehmen. War lange in psychologischer Betreuung. Aber es ging nicht und letztendlich wurde er vorzeitig pensioniert, ohne Abzüge, da es als Dienstunfall eingestuft wurde. Er war noch Beamter. Heutzutage sind die meisten Lokführer Angestellte.


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17.01.2026 um 17:02
Zitat von nairobinairobi schrieb:Nun ja, man muss hier wohl Berufliches und Privates trennen.
Nein, bei einem Mord nicht mehr. Jemand, der das Gesetz schützen soll, darf es selbst nicht brechen.
Psychisch stabil sollte so jemand auch sein und kein Psychopath, der sich Menschen entledigt, wenn sie für ihn nachteilig handeln.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Er kann ja im Beruf gute Leistungen erbracht haben.
Allerdings wurden bei ihm auch unberechtigte Schusswaffen gefunden.
Ja, das mag schon sein, aber siehe oben. Man kann nicht einerseits sich beruflich verpflichtet haben, das Gesetz zu schützen und es dann selbst brechen. Ich nehme an, es gibt eine Art Ehrenkodex für Polizist:innen?
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ich habe in den verlinkten Artikeln gelesen, dass die Frau von ihm schwanger gewesen sein soll. Ansonsten bringt es meiner Meinung nach wenig, zu spekulieren, wenn nur sehr wenige Informationen vorliegen.
Es bringt auch nix, überhaupt im Internet irgendwo was zu schreiben. 😉 Sowas dient nur dem Zweck, sich zu unterhalten oder irgendwelche Themen in den Fokus zu rücken. Den Fall klären wird es natürlich nicht, aber das ist ja auch nicht unser Job, das muss die Polizei tun.

Ich spekuliere gerne, weil ich neugierig bin, ob ich Recht behalte. Man wird es ja wahrscheinlich irgendwann rausfinden.

Und ich wette, dass es so war:
Der Beschuldigte lebte ja mit einer anderen Frau zusammen und hatte mit der getöteten Frau eine Affäre, das ist bekannt. Die Frau wird also von ihm schwanger und sagt ihm das. Sie will das Kind nicht abtreiben und verlangt von ihm die Trennung von der Partnerin und droht, es dieser zu erzählen. Somit wäre seine Affäre aufgeflogen und das wollte er verhindern. Ist die Schwangere tot, gibt's nämlich auch kein Kind, für das man zumindest Unterhalt zahlen muss. Wird man nicht erwischt, kann man genauso weiterleben wie bisher und steht nicht als der betrügerische Arsch da, als der er mit Sicherheit dagestanden wäre, wenn die Affäre publik geworden wäre.

Das ist ja nun nach hinten losgegangen. Er wurde erwischt und steht jetzt nicht nur als Arsch da, sondern auch als Mörder. Ich hoffe, seine Partnerin hat sich umgehend getrennt.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Allerdings war er nicht mehr in der Lage zu arbeiten, nachdem ihm 7 Personen (nach und nach) vor die Lok gehüpft waren.
Das ist nachvollziehbar.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Er hatte den Beruf lange und auch gerne gemacht. Er hat auch versucht, die Arbeit wieder aufzunehmen. War lange in psychologischer Betreuung. Aber es ging nicht und letztendlich wurde er vorzeitig pensioniert, ohne Abzüge, da es als Dienstunfall eingestuft wurde. Er war noch Beamter. Heutzutage sind die meisten Lokführer Angestellte.
Und die haben das Problem, nach einem längeren Krankenstand gekündigt zu werden und ohne Einkommen dazustehen. Krankengeld ist ja nicht unbedingt üppig. Wenn jemand dauerhaft arbeitsunfähig ist, wird er in Rente geschickt, aber das dauert und ist ein mühsamer und langwieriger Prozess. Zunächst wird nämlich wieder versucht, die Person mit Reha wieder arbeitsfähig zu machen und das über Jahre hinweg.

Ich kenne eine chronisch kranke Person, die seit Jahren zwischen AMS und PVA hin- und hergeschickt wird. AMS sagt: Dauerhafte Berufsunfähigkeit, bitte in Rente schicken. PVA sagt: Nein, bitte wieder arbeitsfähig machen. 🤷‍♀️


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17.01.2026 um 17:13
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ja, das mag schon sein, aber siehe oben. Man kann nicht einerseits sich beruflich verpflichtet haben, das Gesetz zu schützen und es dann selbst brechen. Ich nehme an, es gibt eine Art Ehrenkodex für Polizist:innen?
Natürlich "kann" man das. Es gibt Kindergärtner, Pfleger oder Pfarrer, die sich an ihren Schutzbefohlenen vergehen und sogar Präsidenten, die ihr eigenes Land - trotz Eid - ins Elend führen. Warum soll es keine Polizisten geben, die schwere Straftaten begehen.


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17.01.2026 um 18:34
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:bei einem Mord nicht mehr.
Man weiß ja nicht, ob es ein Mord war.
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Es gibt Kindergärtner, Pfleger oder Pfarrer, die sich an ihren Schutzbefohlenen vergehen und sogar Präsidenten, die ihr eigenes Land - trotz Eid - ins Elend führen.
Es gibt Kaufleute, die betrügen, Handwerker, die pfuschen, Psychologen, die ihre Patienten negativ beeinflussen, Ärzte, die Kunstfehler begehen, Krankenpfleger, die wehrlose Kranke töten, Lehrer, die Schüler missbrauchen, Köche, die verdorbenes Essen ausgeben, Gefängniswärter, die Gefangene misshandeln. Es gab schon Piloten, die absichtlich ein Flugzeug zum Absturz brachten. Die also Dinge machen, die man von ihnen nicht erwartet und die sie nicht tun sollen. Es gibt nichts, das es nicht gibt...


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17.01.2026 um 20:29
Zitat von TrailblazerTrailblazer schrieb:Natürlich "kann" man das. Es gibt Kindergärtner, Pfleger oder Pfarrer, die sich an ihren Schutzbefohlenen vergehen und sogar Präsidenten, die ihr eigenes Land - trotz Eid - ins Elend führen. Warum soll es keine Polizisten geben, die schwere Straftaten begehen.
Ja, natürlich "können" sie es. Sie werden aber in der öffentlichen Meinung noch negativer und strenger be- und verurteilt. Das ist immer so, wenn ein besonders krasser Gegensatz zwischen gewähltem Beruf und tatsächlichem Verhalten bekannt wird. Erst recht dann, wenn der Beruf Ethik, Fürsorge, Ehrenhaftigkeit, Selbstlosigkeit und dergleichen suggeriert, also Eigenschaften, die man gemeinhin mit einem "guten Menschen" assoziiert. Bei einem Mafioso fände man solche Verbrechen zwar genauso schlimm, aber wenig überraschend, weil man damit rechnet, dass ein Berufsverbrecher eben Verbrechen begeht. So funktioniert eben die menschliche Psyche, sie basiert auf einem erlernten Wertesystem.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Man weiß ja nicht, ob es ein Mord war.
Ich hab mir meine Meinung dazu schon gebildet und ich denke, dass es einer war. Ich bin gespannt, ob ich Recht behalte.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Es gibt Kaufleute, die betrügen, Handwerker, die pfuschen, Psychologen, die ihre Patienten negativ beeinflussen, Ärzte, die Kunstfehler begehen, Krankenpfleger, die wehrlose Kranke töten, Lehrer, die Schüler missbrauchen, Köche, die verdorbenes Essen ausgeben, Gefängniswärter, die Gefangene misshandeln. Es gab schon Piloten, die absichtlich ein Flugzeug zum Absturz brachten. Die also Dinge machen, die man von ihnen nicht erwartet und die sie nicht tun sollen. Es gibt nichts, das es nicht gibt...
Ja, aber Vertreter dieser Berufe haben ja nicht geschworen, das Gesetz zu vertreten.

Es ist ja auch ein Unterschied, ob man das mit Vorsatz macht, bei einem Kunstfehler, Pfusch oder verdorbenem Essen würde ich nicht unbedingt davon ausgehen. Das kann schlichtweg Schlampigkeit oder Unvermögen sein. Nicht gut, aber auch nicht böswillig.

Gefangene misshandeln, Patienten töten, Schüler missbrauchen oder betrügen - dazu ist aber Vorsatz nötig. Da wird ja auch im Gesetz klar unterschieden. Vorsatz wird immer härter bestraft und das ist auch gut so.


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17.01.2026 um 22:11
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ja, aber Vertreter dieser Berufe haben ja nicht geschworen, das Gesetz zu vertreten.
Doch, klar ist es ihre Aufgabe, der sie sich verschrieben haben, und sie handeln dagegen.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Vorsatz wird immer härter bestraft und das ist auch gut so.
Den gilt es, festzustellen und herauszuarbeiten.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Sie werden aber in der öffentlichen Meinung noch negativer und strenger be- und verurteilt. Das ist immer so, wenn ein besonders krasser Gegensatz zwischen gewähltem Beruf und tatsächlichem Verhalten bekannt wird. Erst recht dann, wenn der Beruf Ethik, Fürsorge, Ehrenhaftigkeit, Selbstlosigkeit und dergleichen suggeriert, also Eigenschaften, die man gemeinhin mit einem "guten Menschen" assoziiert.
Das stimmt. Man bringt bestimmten Berufsgruppen ein besonderes Vertrauen entgegen.
Blickt vielleicht zu ihnen auf. Umso enttäuschender, wenn die Person sich dann wie ein "gewöhnlicher" Mensch verhält.
Aber letztendlich sind alles Menschen und der Beruf macht nur einen Teil des Lebens aus.


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18.01.2026 um 09:47
Guten Morgen.
Gestern war ich zum ersten Mal bei einem Brautausstatter. Es handelte sich um einen schnuckeligen kleinen und etwas versteckten Laden. Meine Tochter hatte diesen von einer Freundin empfohlen bekommen, die dort vor einigen Wochen fündig geworden war.
Dort hat sich die Verkäuferin viel Zeit genommen. Fast 2 Stunden waren wir dort und meine Tochter hat insgesamt 6 oder 7 Kleider anprobiert, einige auch mehrmals.
Sie hatte ja bestimmte Vorstellungen und es stellte sich auch heraus, dass ein Schleier ihr auch sehr gut steht.
Sie hat Größe 34, manchmal auch 36, und dort gab es sogar Größen bis 68 (für "curvy" Personen).
Letztendlich hat sie sich dann für das Kleid entschieden, das sie als allererstes an hatte.
Natürlich muss das dann noch für sie angepasst werden (das ist wohl so gut wie immer so, da die Körper der Trägerinnen ja sehr unterschiedlich sind). Auch hat dieses Kleid zu viel Tüll in der Schleppe, davon muss noch etwas weggenommen werden.
Schuhe in 36, die Größe meiner Tochter, hatten sie gar nicht da.
Eine andere Freundin, diese war gestern auch mit und hatte 2024 geheiratet, hat ihr für die Änderungen eine Schneiderin empfohlen.
So hat sie gestern erst mal Kleid und Reifrock gekauft. Nach Schleier und Schuhen schaut sie dann nochmal woanders.
Ich persönlich hätte ein schlichteres Kleid gewählt, ohne dieses viele Tüll-Gedöns.
Aber ich bin ja nicht die Braut.
Jedenfalls sah meine Tochter in jedem Kleid wunderschön aus. Sie hat ja auch ein schönes Gesicht, blaue Augen und tolle, lange und auch dicke blonde Haare.

Nach diesem Termin haben wir in einem Chinaimbiss noch ganz lecker gegessen.
Das war wirklich ein ereignisreicher Tag.


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18.01.2026 um 10:52
Zitat von nairobinairobi schrieb:Jedenfalls sah meine Tochter in jedem Kleid wunderschön aus. Sie hat ja auch ein schönes Gesicht, blaue Augen und tolle, lange und auch dicke blonde Haare.
Glückwunsch! Das klingt toll.

Ich habe damals im Flower - Power - Stil geheiratet, vor mehr als 50! Jahren. Hatte Blumen im Haar & ein wunderschön besticktes Kleid.
Leinenschuhe, auch bestickt und offenes Haar, ohne Schleier.

Alles längst vorbei…..

@all: Schönen SO🙋🏼‍♀️


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18.01.2026 um 15:44
Zitat von nairobinairobi schrieb:Doch, klar ist es ihre Aufgabe, der sie sich verschrieben haben, und sie handeln dagegen.
Ein Kaufmann, Arzt... hat nicht beim Berufsantritt geschworen, das Gesetz zu vertreten bzw. zu exekutieren.

Alle müssen sich daran halten, das wird erwartet. Aber das ist etwas anderes, als es zu vertreten.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Den gilt es, festzustellen und herauszuarbeiten.
Ich bin gespannt, ob das gelingt. Andernfalls ist es dann Totschlag, damit muss man auch ins Gefängnis.

Interessant ist der Kommentar unter dem Gesetzestext:
§ 76 StGB ist eine Privilegierung des Mordes.

Folgende Aspekte sind beim Totschlag zu beachten:

allgemein begreiflich heftige Gemütsbewegung

sachlicher Zusammenhang

zeitlicher Zusammenhang


ad 1:

Der Totschlag unterscheidet sich vom Mord darin, dass der Täter zum Tatzeitpunkt eine allgemein begreiflich heftige Gemütsbewegung (sog Affektsturm) hatte. Dabei muss es sich um eine Art von Gemütsbewegung handeln, die auch ein mit den rechtlich geschützten Werten verbundener Mensch (eine rechtliche Maßfigur) hätte haben können. Wichtig ist, dass die Gemütsbewegung, nicht aber Tötungshandlung allgemein begreiflich sein muss.

Ad 2:

Die Tötungshandlung muss sich gegen denjenigen richten, der die Gemütsbewegung ausgelöst hat. Wer also im Zorn auf einen anderen, einen Dritten unbeteiligten tötet, der erhält die Privilegierung nicht.

Ad 3:

Die Tötungshandlung muss zeitnah zur ausgelösten Gemütsbewegung geschehen, also in einem zeitlichen Zusammenhang stehen. Planvolles Vorgehen schadet dabei nicht, allerdings sollte nicht zu viel Zeit zwischen dem Auslöser und der Tat verstreichen, andernfalls mangelt es an einer allgemeinen Begreiflichkeit.

Da der Totschlag häufig eine Eventualfrage im Prozess ist, klagt die StA oftmals § 75 StGB an und lässt dann die Geschworenen darüber entscheiden.
Quelle:

https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/76
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das stimmt. Man bringt bestimmten Berufsgruppen ein besonderes Vertrauen entgegen.
Blickt vielleicht zu ihnen auf. Umso enttäuschender, wenn die Person sich dann wie ein "gewöhnlicher" Mensch verhält.
Eben! Allerdings würde ich nicht sagen, dass "gewöhnliche" Menschen andere Menschen töten. Das ist zum Glück eher "ungewöhnlich", man würde im Volksmund auch "nicht normal" sagen.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Jedenfalls sah meine Tochter in jedem Kleid wunderschön aus. Sie hat ja auch ein schönes Gesicht, blaue Augen und tolle, lange und auch dicke blonde Haare.
Sie wird bestimmt eine sehr hübsche Braut sein. Wichtig ist, dass sie sich in dem Kleid wohlfühlt, das strahlt sie dann auch aus.
Zitat von ummaumma schrieb:Ich habe damals im Flower - Power - Stil geheiratet, vor mehr als 50! Jahren. Hatte Blumen im Haar & ein wunderschön besticktes Kleid.
Leinenschuhe, auch bestickt und offenes Haar, ohne Schleier.
Das klingt hübsch, das würde mir auch gefallen. Bei mir war es ähnlich, nur dass es ein mittelalterliches Kleid mit hoher Taille war (Empire).
Zitat von ummaumma schrieb:Alles längst vorbei…..
Und doch erscheint es einem wie gestern. 🤷‍♀️ Zumindest geht es mir so, wenn ich an meine Hochzeit denke.


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18.01.2026 um 16:31
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ein Kaufmann, Arzt... hat nicht beim Berufsantritt geschworen, das Gesetz zu vertreten bzw. zu exekutieren.
Kaufleute haben auch gewisse Sorgfaltspflichten. Ich habe selbst keine kaufmännische Ausbildung, weswegen ich dazu nicht viel sagen kann. Ich lese aber oft im Zusammenhang mit Delikten aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität, dass die beschuldigte Person diese Pflichten vernachlässigt habe usw.

Ärzte haben den Eid des Hippokrates. Sie müssen Leben erhalten.
Dennoch geschieht eben dies nicht immer. Und es gab auch schon Mediziner, die ihre Partner umgebracht haben. Da könnte es auch eine Dunkelziffer geben, wenn da geschickt vorgegangen wird. Es gibt aber auch schlicht und einfach den Arzt, der aus Eifersucht seine Frau mit dem Hammer totschlägt. Wenn man eine Ehe eingeht, geht man auch gewissen Verpflichtungen ein. Die werden da geradezu gröblich verletzt.


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18.01.2026 um 21:50
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Allerdings würde ich nicht sagen, dass "gewöhnliche" Menschen andere Menschen töten. Das ist zum Glück eher "ungewöhnlich", man würde im Volksmund auch "nicht normal" sagen
.

Also Morden, das passiert quasi in allen Gesellschaftsschichten, fast immer handelt es sich um Beziehungstaten. Und Eifersucht ist nicht selten ein Motiv.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Sie wird bestimmt eine sehr hübsche Braut sein. Wichtig ist, dass sie sich in dem Kleid wohlfühlt, das strahlt sie dann auch aus.
Ja, genau, das ist sehr wichtig. Sie mag z.B. keinen Beinschlitz und da sie keine riesige Oberweite hat muss das Oberteil auch bestimmten Voraussetzungen entsprechen.
Sie wollte auch einen tiefen Rückenausschnitt.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Bei mir war es ähnlich, nur dass es ein mittelalterliches Kleid mit hoher Taille war (Empire).
Zitat von ummaumma schrieb:Ich habe damals im Flower - Power - Stil geheiratet, vor mehr als 50! Jahren. Hatte Blumen im Haar & ein wunderschön besticktes Kleid.
Leinenschuhe, auch bestickt und offenes Haar, ohne Schleier.
Ganz unterschiedliche Stile, aber sah bestimmt beides toll aus.

Ich habe ja immer nur standesamtlich geheiratet. Das erste Mal 1991, da trug ich ein wirklich schönes Kostüm mit Blazer und Minirock in einem dezenten Blauton. Das konnte ich danach auch noch tragen.
Dazu eine aprikotfarbene Bluse, eine Strumpfhose und blaue Pumps.
Meine Schwägerin leitete damals eine Boutique der gehobenen Preisklasse und dort habe ich die Sachen gekauft, ich erhielt sie etwas günstiger durch ihren Personalrabatt.
2023 hatte ich ein Outfit in einem alteingesessenen ebenfalls höherpreisigen Modehaus gekauft. Hose, Bluse und ein Jäckchen dazu. Die Hose würde mir heute nicht mehr passen, da ich seitdem ja etwas abgenommen habe.
Das Modehaus hat dann auch - nach Jahrzehnten - letzten Sommer geschlossen. Da ist nun glaube ich ein Fitnessstudio drin.

Nach einem "Brautkleid" stand mir nie der Sinn.
Ich bin glaube ich zu pragmatisch, eine vierstellige Summe für etwas hinzulegen, das ich nur einmal tragen kann. 🤷‍♀️
Meine Ehemänner haben das glaube ich auch so gesehen. Männer haben es da ohnehin viel einfacher...


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