Wenn Helden nach Antworten suchen...
gestern um 10:14Guten Morgen! Genau das meinte ich: es ist ein Unterschied zwischen der Verpflichtung, Gesetze einzuhalten (die haben ja alle, egal welcher Beruf und ob überhaupt einer. Es reicht, sich in dem Gebiet aufzuhalten, in dem diese Gesetze gelten) oder sie zu vertreten bzw. exekutieren.nairobi schrieb:Kaufleute haben auch gewisse Sorgfaltspflichten. Ich habe selbst keine kaufmännische Ausbildung, weswegen ich dazu nicht viel sagen kann. Ich lese aber oft im Zusammenhang mit Delikten aus dem Bereich der Wirtschaftskriminalität, dass die beschuldigte Person diese Pflichten vernachlässigt habe usw.
Bei allen, die in Judikative, Legislative, Exekutive tätig sind, sind die Maßstäbe strenger bzw. die gesellschaftliche Erwartung höher. Sie können sich ja nicht damit herausreden, dass sie nicht gewusst hätten, eine Straftat zu begehen. Als Fachleute müssen sie das wissen.
Das hier ist ein gutes Beispiel dafür:
Gleich drei Fälle von Amtsmissbrauch und Geheimnisverrat in den eigenen Reihen durch junge Justizbedienstete erschüttern das Welser Landesgericht. Am vergangenen Donnerstag soll ein Rechtspraktikant wegen Missbrauchs der Amtsgewalt, Verletzung der Pflicht zur Geheimhaltung sowie Vergünstigung zu sechs Monaten Haft bedingt verurteilt worden sein.Quelle:
Ebendort sind zwei Verwaltungs-Lehrlinge wegen zu großem Interesse an fremden Akten ins Visier der Anklagebehörde gekommen.
https://kurier.at/chronik/oberoesterreich/gericht-lehrlinge-ooe-wels-amtsmissbrauch-verdacht/403122141
Man würde sich vielleicht denken, was ist so schlimm daran, eine Akte einzusehen? Aber diese Mitarbeiterinnen mussten wissen, dass sie das nicht einfach dürfen und deshalb sind zumindest die beiden Frauen bereits fristlos entlassen und der Mann verurteilt worden.
Der Eid des Hippokrates ist aber kein Gesetzestext und nicht rechtlich bindend. Außerdem wird er gar nicht mehr geschworen.nairobi schrieb:Ärzte haben den Eid des Hippokrates. Sie müssen Leben erhalten.
Dennoch geschieht eben dies nicht immer. Und es gab auch schon Mediziner, die ihre Partner umgebracht haben. Da könnte es auch eine Dunkelziffer geben, wenn da geschickt vorgegangen wird. Es gibt aber auch schlicht und einfach den Arzt, der aus Eifersucht seine Frau mit dem Hammer totschlägt. Wenn man eine Ehe eingeht, geht man auch gewissen Verpflichtungen ein. Die werden da geradezu gröblich verletzt.
Der Hippokratische Eid, benannt nach dem griechischen Arzt Hippokrates von Kos, gilt als erste grundlegende Formulierung der ärztlichen Ethik.Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Hippokratischer_Eid
Der Eid des Hippokrates wurde durch das Genfer Ärztegelöbnis abgelöst und wird in seiner klassischen Form heute nicht mehr von Ärzten geleistet und hat somit keine Rechtswirkung.
Stattdessen wird nun das Genfer Ärztegelöbnis geschworen. Aber auch dieser Eid hat mehr ethische Bedeutung als rechtliche und ist nicht rechtlich bindend. Natürlich entsprechen Teile davon auch in vielen Ländern dem Gesetz, wie zum Beispiel:
Ich werde den höchsten Respekt vor menschlichem Leben wahren.Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Genfer_%C3%84rztegel%C3%B6bnis
Ich werde nicht zulassen, dass Erwägungen von Alter, Krankheit oder Behinderung, Glaube, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, Rasse, sexueller Orientierung, sozialer Stellung oder jeglicher anderer Faktoren zwischen meine Pflichten und meine Patientin oder meinen Patienten treten.
Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod der Patientin oder des Patienten hinaus wahren.
Ich werde meinen Beruf nach bestem Wissen und Gewissen, mit Würde und im Einklang mit guter medizinischer Praxis ausüben.
Ja, das ist leider wahr, aber das macht Mord trotzdem nicht zu "normalem" Verhalten. Ein "normaler" Mensch kann Konflikte ohne Gewalt lösen.nairobi schrieb:Also Morden, das passiert quasi in allen Gesellschaftsschichten, fast immer handelt es sich um Beziehungstaten. Und Eifersucht ist nicht selten ein Motiv.
Ich auch. Ich bin ja auch nicht religiös.nairobi schrieb:Ich habe ja immer nur standesamtlich geheiratet.
nairobi schrieb:Das erste Mal 1991, da trug ich ein wirklich schönes Kostüm mit Blazer und Minirock in einem dezenten Blauton. Das konnte ich danach auch noch tragen.
Das ist sehr praktisch und ich finde das nachvollziehbar.nairobi schrieb:Meine Schwägerin leitete damals eine Boutique der gehobenen Preisklasse und dort habe ich die Sachen gekauft, ich erhielt sie etwas günstiger durch ihren Personalrabatt.
Bei mir ist es so, dass ich privat auch keine Kostüme, Blusen, Röcke... trage. Ich trage Jeans mit T-Shirt oder Pullover oder Cargohosen mit T-Shirt oder Pullover. Also nichts, das festlich oder "schön" ist, sondern bequem und praktisch. Somit ist es für mich egal, ob ich ein Mittelalterkleid oder ein Kostüm kaufe, ich werde beides nie wieder tragen 😉
Auch schade. Ich denke, die Menschen kaufen mittlerweile eher wenig hochpreisige Bekleidung in Boutiquen. Wenn, dann nur für einen bestimmten Anlass und so oft kommt so einer ja nicht vor.nairobi schrieb:2023 hatte ich ein Outfit in einem alteingesessenen ebenfalls höherpreisigen Modehaus gekauft. Hose, Bluse und ein Jäckchen dazu. Die Hose würde mir heute nicht mehr passen, da ich seitdem ja etwas abgenommen habe.
Das Modehaus hat dann auch - nach Jahrzehnten - letzten Sommer geschlossen. Da ist nun glaube ich ein Fitnessstudio drin.
Es gibt viele Ketten mit günstiger Bekleidung und via Temu, Shein und Amazon kann man Bekleidung sehr günstig und bequem kaufen. Die Qualität unterscheidet sich auch nicht von der in günstigen Ketten wie C&A, Newyorker, H&M, Zara und wie sie alle heißen. Ich weiß nicht mal, ob die noch existieren, ich hab schon seit Jahren keine Bekleidung mehr im stationären Handel gekauft. Ich bekomme alles, das ich brauche, online und ich bin nicht sehr anspruchsvoll.
Mir auch nicht, mir gefallen solche "Prinzessinnenkleider" nicht und sie passen auch nicht zu mir. Ich mag ja vieles sein, aber eine sehr feminine Frau bin ich halt nicht. 😉 Ich war als Mädchen auch schon immer burschikos und mochte keine feminine Kleidung. Ich habe es versucht, auch mit langen Haaren und schminken, aber irgendwie ist das alles nicht meins.nairobi schrieb:Nach einem "Brautkleid" stand mir nie der Sinn.
Es wurde erwartet von einer Frau (wird es wohl noch immer), man wurde von Männern so stärker beachtet und drum hab ich es versucht. Als ich jünger war, war mir ein Dazugehören und mich Einfügen noch wichtig. Mittlerweile ist mir das egal. Ich finde es nicht mehr wichtig, mich gesellschaftlichen Erwartungen zu beugen. Wenn man mich dann nicht mag, dann ist das halt so. 🤷♀️
Ja, ich auch. Ich bin generell zu pragmatisch für teure Kleidung. Das ist mir einfach nicht wichtig. Ich trage Bekleidung, bis sie entweder unansehnlich wird oder nicht mehr passt und je nach Zustand werfe ich sie dann entweder weg oder spende/verschenke sie. Ich habe Kleidungsstücke, die bald 20 Jahre alt sind, aber immer noch tragbar sind. Schlichte, gerade geschnittene Jeans kommen ja nie aus der Mode, die kann man immer tragen.nairobi schrieb:Ich bin glaube ich zu pragmatisch, eine vierstellige Summe für etwas hinzulegen, das ich nur einmal tragen kann. 🤷♀️
Kleidungsstücke, die ich besonders mag, kaufe ich auch mehrmals und hebe sie auf, wenn ich zu- oder abnehme. Ausgemistet werden nur 08/15-Kleidungsstücke, die man eh immer und leicht bekommt.
Ja, Männer ziehen für "schön" einfach einen Anzug an, damit kann man nichts falsch machen. 🤷♀️ Klassischer, zeitloser Schnitt, gute Passform, erledigt. ✅nairobi schrieb:Meine Ehemänner haben das glaube ich auch so gesehen. Männer haben es da ohnehin viel einfacher...

