Guten Morgen! Wir ist das Wetter heute bei euch so?
Gestern hörte ich tagsüber die Vögel zwitschern. Die spüren schon den Frühling. Auch die Feldhasen sind schon ganz voller Frühlingsgefühle, da muss man schon wieder sehr aufpassen auf den Straßen!
nairobi schrieb:Sie ging abends ganz normal ins Bett und in der Nacht muss sie dann verstorben sein.
Einerseits traurig, weil es so unerwartet kam, andererseits ein schöner Tod, wenn man einfach in Schlaf verstirbt.
nairobi schrieb:Das Heim war sehr familiär, mit nur 10 Plätzen, auch schön gelegen auf dem Land, und sie hat auch viel Besuch bekommen. Sie hatte ja 8 Kinder und etliche Enkel, zu allen bestand ein gutes Verhältnis.
Das klingt toll! Ich hatte auch ein schönes Heim an der österreichischen Grenze in Betracht gezogen (Seniorenschlössl Laufen), das auch sehr idyllisch gelegen ist, aber letztendlich hat es sich dann anders ergeben. Für meine Schwiegermutter ist es sicher schöner, in ihrem Heimatort bleiben zu können, auch wenn es nicht mehr so scheint, als wäre sie sich ihrer Umgebung überhaupt noch bewusst. Aber was weiß man schon, wie es im Inneren von demenzkranken Menschen aussieht und wie viel sie wirklich mitbekommen.
nairobi schrieb:Aber natürlich war der Umzug von dem Haus, in dem sie 54 Jahre gelebt hatte, auch schwer für sie.
Ich glaube, dass manche Menschen dann auch irgendwie "loslassen" und dass ihnen das Leben vielleicht gleichgültig wird.
Ja, es heißt nicht umsonst "Einen alten Baum verpflanzt man nicht". Leider machen es die Umstände dennoch oft unumgänglich. Wenn man selbst bis 65 arbeiten muss, geht es sich leider nicht aus, die Eltern oder Schwiegereltern selbst zu pflegen, schon gar nicht rund um die Uhr. Es gibt ja da keine vernünftigen Modelle, die existenzsichernd sind.
Pflegende Angehörige müssten zumindest dasselbe bezahlt bekommen wie eine 24-Stunden-Pflegekraft und es müsste auch möglich sein, dass die Kosten für Anbauten bezahlt werden, wenn man Räumlichkeiten errichtet, um die zu pflegenden Angehörigen unterzubringen.
Denn ganz ehrlich: wieso sollte eine Frau (meistens sind es ja Frauen) ihren Job kündigen, auf ein Einkommen verzichten und später Einbußen bei der eigenen Rente erleiden, um Angehörige zu pflegen? Das wäre nicht sehr klug und solange das so ist, werden alte Menschen in Pflegeheimen untergebracht.
nairobi schrieb:Ich hatte ja im Dezember geschrieben, dass lange Wartelisten einen nicht abschrecken sollten, denn da gibt es oft einen Spielraum.
Das stimmt! Die Heime selbst sagen das ja auch ganz konkret. Sie können ja nicht wissen, ob und wann Bewohner:innen versterben.
Ich habe meine Schwiegermutter jedoch schon 2020 auf einige Wartelisten setzen lassen und bis heute habe ich von den meisten Heimen nie wieder was gehört. Ich habe sie nie runternehmen lassen von den Listen, weil mir bewusst war, dass die Pflege zu Hause nicht bis an ihr Lebensende möglich sein wird und mir gedacht, wenn ein Heim dann einen Platz frei hat und mich kontaktiert, kann ich ja immer noch absagen. Lediglich ein einziges Heim hat einmal nachgefragt (das Cura in Heiligenhafen, wo auch mein Mann und ich mal hinwollen, vorausgesetzt, es existiert dann noch) und da habe ich dann abgesagt, weil zu diesem Zeitpunkt die Pflege zu Hause noch sehr gut funktioniert hat und meine Schwiegermutter glücklich war.
Seit 6 Jahren kein freier Platz ist unwahrscheinlich, aber vermutlich waren andere Leute vor meiner Schwiegermutter auf der Liste. Mit mehreren Jahren Wartezeit muss man also schon rechnen.
Es gibt sicher auch einige Notfallplätze für ganz dringende Fälle, die dann vorgezogen werden.
nairobi schrieb:Das muss natürlich alles gut geplant werden. Ist die Kündigungsfrist der Wohnung wie meist üblich 3 Monate?
Ja, ich bin auch froh, dass ich für diese Dinge den gerichtlichen Betreuer habe. Für alle finanziellen Dinge oder Behördenwege ist er zuständig. Das ist gut so, denn er ist Vorort und in ständigem Kontakt mit den zuständigen Stellen. Er hat überall Kontakte und erledigt alles sehr schnell und effizient. So kam meine Schwiegermutter auch zu ihrem Heimplatz, weil er einfach selbst nachgefragt hat, ob jemand was weiß. Das hat er mir natürlich gleich weitergegeben und noch am selben Tag habe ich dort angerufen und den Platz reserviert lassen.
Ja, er sagte, die Kündigungsfrist sei 3 Monate. Das ist aber eh gut, so haben wir ein bisschen Zeit, alles zu räumen.
nairobi schrieb:Das ist natürlich von Vorteil, wobei es natürlich vor allem darauf ankommt, wie der Bedarf vor Ort ist.
Als wir das Haus meines Schwiegervaters ausräumen mussten (das muss 1999 gewesen sein) haben wir auch bei mehreren wohltätigen Organisationen angerufen. Die hatten aber ihre Lager voll und so wanderte tatsächlich vieles in Container.
Ja, das kann uns auch passieren, ich habe einmal eine Anfrage gestellt. Einen Versuch ist es wert. Ich werde einige Möbel bzw. Hausrat auch gegen Selbstabholung/Selbstabbau zu verschenken in diversen Kleinanzeigenportalen inserieren.
nairobi schrieb:Die Kinder hatten selbst eingerichtete Häuser und keinen Bedarf (das eine oder andere Teil nahm man sich natürlich mit, so hat mein Mann z.B. den TV-Sessel seines Vaters übernommen.
Genauso geht es uns auch. Außerdem ist der Transport nach Österreich auch mühsam und teuer.
nairobi schrieb:Einige vertraute Gegenstände wären sicher gut.
Der Plan ist, das Zimmer so wie ihr Wohnzimmer einzurichten, auch von der Ausrichtung her. Die Heimleiterin fragte nämlich explizit danach, wie ihr Bett zu Hause steht und auf welcher Seite sie ins Bett geht, damit sie es genau gleich manchen können. Das fand ich sehr aufmerksam und umsichtig.
Wenn sie morgens aufwacht, soll sie die vertrauten Möbel als erstes sehen. Ganz exakt wird es nicht möglich sein, da der große Wohnzimmerschrank sicher nicht hinpassen wird, aber zumindest so ähnlich wie möglich.
nairobi schrieb:Unter Umständen ja. Gerade eine Einbauküche wird doch oft gerne übernommen und so ist es manchmal auch mit Elektrogeräten wie Waschmaschine/Trockner.
Habt Ihr schon Kontakt zum Vermieter aufgenommen? Wie lange hat die Schwiegermutter in dieser Wohnung gewohnt?
Darum kümmert sich der gerichtliche Betreuer, ich darf das gar nicht. Er auch nicht, er muss sich erst die Genehmigung des Betreuungsgerichts holen und erst wenn er die hat, darf er überhaupt den Mietvertrag kündigen. Wenn das geschehen ist, werde ich mit der Hausverwaltung wegen der Möbel sprechen. Sie wollen sich die Wohnung bestimmt auch ansehen. Sie muss ja komplett modernisiert werden, die Böden und die Sanitärkeramik sind 50 Jahre alt. Alles ist schon in die Jahre gekommen und nicht mehr modern.
Meine Schwiegermutter hat sicher 45 Jahre in dieser Wohnung gelebt.
Mir ist es schon passiert, dass ich auch die Einbauküche entfernen musste, weil die Vermieter das so wollten. 🤷♀️
Meine leicht exzentrischen Eltern 🤣. Seht ihr das? Die Winkel sind stumpf oder spitz, aber nicht rechtwinklig. Überall im Haus. Meine Mutter meinte, rechte Winkel seien ihr zu langweilig. 😂
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