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Wenn Helden nach Antworten suchen...

69.621 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Plaudern ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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gestern um 21:39
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Es gibt bei kleinen Grundstücken ja oft eine Vorgabe, wie viel % der Fläche verbaut werden darf. Wenn man nur eingeschoßig baut, hat man kaum mehr Grünfläche übrig
Ja, so ist es. Deswegen konnten wir auch keinen Bungalow hinstellen. Ich finde es aber auch okay, über eine Treppe nach oben zu gehen. Wir haben eine sehr schöne Treppe aus Buchenholz.
Mein Mann ist ja nun auch wieder fitter und kann die Treppe gut gehen. Heute machten wir einen Spaziergang mit dem Hund von fast zwei Stunden. Wir haben in unserer Gegend noch viel Wald und dort kann man herrlich gehen.


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gestern um 21:54
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Mann tot in Wiener Wohnung aufgefunden, Mieter soll Tötung gestanden haben
In dem Artikel sind Ausdrücke drin, die wahrscheinlich typisch österreichisch sind: ausgeforscht und Justizanstalt.

Tja, das ist schon doof, wenn man plötzlich einen Toten in seiner Wohnung hat und für dessen Tod verantwortlich ist.
Vor einigen Wochen wurde ein junger Mann verurteilt. Er hatte seine getrennt lebende Frau getötet und die Leiche in der Garage verbuddelt und darüber betoniert und gepflastert. Grund waren Streitigkeiten über den Umgang mit dem 4jährigen Sohn. Der neue Partner der getöteten Frau, die äußerst zuverlässig war, hatte diese sehr schnell vermisst gemeldet. Der Mann verstrickte sich schon bald in Widersprüche und gab schließlich den Mord zu.
Tragisch, dass das kleine Kind nun beide Eltern verloren hat.


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gestern um 23:01
Zitat von nairobinairobi schrieb:In dem Artikel sind Ausdrücke drin, die wahrscheinlich typisch österreichisch sind: ausgeforscht und Justizanstalt.
Ach wirklich? Wie sagt man denn in Deutschland dazu?
Zitat von nairobinairobi schrieb:Tja, das ist schon doof, wenn man plötzlich einen Toten in seiner Wohnung hat und für dessen Tod verantwortlich ist.
Er hätte ihn ja nicht töten müssen 🤷‍♀️. Vor allem hätte er danach gleich die Rettung und Polizei anrufen sollen. Was hat er denn gedacht, was er erreicht, wenn er die Leiche einfach in der Wohnung liegen lässt?
Zitat von nairobinairobi schrieb:Er hatte seine getrennt lebende Frau getötet und die Leiche in der Garage verbuddelt und darüber betoniert und gepflastert. Grund waren Streitigkeiten über den Umgang mit dem 4jährigen Sohn.
Schlimm. Typischer Femizid. Wenn er sich mit einem Mann über irgendwas gestritten hätte, hätte er ihn wahrscheinlich nicht ermordet.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Tragisch, dass das kleine Kind nun beide Eltern verloren hat.
Das ist wirklich tragisch. Weiß man, was mit dem Kind nun passieren wird? Gibt es Großeltern oder sonstige Verwandte, bei denen das Kind nun leben kann?


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um 05:52
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Ach wirklich? Wie sagt man denn in Deutschland dazu?
Ausforschen wird wahrscheinlich heißen, dass nach ihm gesucht/gefahndet und sein Aufenthaltsort im Anschluss ermittelt werden konnte?

Justizanstalt, das heißt bei uns Justizvollzugsanstalt. In der Regel wird das mit JVA abgekürzt.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Er hätte ihn ja nicht töten müssen
Das wollte er vielleicht auch eigentlich nicht, aber der Streit eskalierte dann? Der Verstorbene wurde ja laut Bericht erwürgt. Vielleicht wollte er nur, dass der andere ruhig ist...oder so.
Seine Motivation wird später für eine Strafzumessung wichtig sein.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Wenn er sich mit einem Mann über irgendwas gestritten hätte, hätte er ihn wahrscheinlich nicht ermordet
Das weiß man nicht. Es ging hier ja darum, dass er das Sorgerecht haben wollte. Und da war die andere Person im Wege.
Zitat von violetlunavioletluna schrieb:Das ist wirklich tragisch. Weiß man, was mit dem Kind nun passieren wird? Gibt es Großeltern oder sonstige Verwandte, bei denen das Kind nun leben kann?
Das Kind ist bei Verwandten untergekommen. Näheres hierüber weiß ich nicht. Da die getötete Frau erst 31 Jahre alt war, werden die Großeltern wahrscheinlich noch nicht so alt sein. Aber optimal ist das alles nicht. Das Kind hatte ja schon durch die Trennung seiner Eltern eine große Veränderung erlebt.


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um 09:25
Guten Morgen! Hattet ihr alle schöne Feiertage?
Zitat von nairobinairobi schrieb:Ausforschen wird wahrscheinlich heißen, dass nach ihm gesucht/gefahndet und sein Aufenthaltsort im Anschluss ermittelt werden konnte?
Genau, man hat ihn gefunden.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Justizanstalt, das heißt bei uns Justizvollzugsanstalt. In der Regel wird das mit JVA abgekürzt.
Das ist ja ziemlich ähnlich.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das wollte er vielleicht auch eigentlich nicht, aber der Streit eskalierte dann?
Ja, aber auch das ist eine Entscheidung, die man nicht treffen muss. Man kann sich auch dafür entscheiden, bei einem Streit gar keine körperliche Gewalt anzuwenden, so wie das zum Glück die meisten Menschen tun.

Jeder Mensch ist für die eigenen Handlungen verantwortlich und dieser Mann hat sich dazu entschieden, einen Streit so eskalieren zu lassen, dass sein Freund nun tot ist.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das weiß man nicht. Es ging hier ja darum, dass er das Sorgerecht haben wollte. Und da war die andere Person im Wege.
Doch, das weiß man. Männer, die Gewalt gegenüber Frauen ausüben, haben ein bestimmtes Persönlichkeitsbild und das beinhaltet unter anderem nach oben buckeln und nach unten treten.

Sie sind also nur jenen gegenüber gewalttätig, bei denen sie keine großartige Gegenwehr erwarten, also kleinere und schwächere Menschen oder jene, die von ihnen emotional oder ökonomisch abhängig sind. Kurz gesagt: Sie sind feige und oft psychisch krank oder suchtkrank.

Hier ist eine interessante Analyse zum Thema Femizide:

https://www.bmi.gv.at/bmi_documents/3034.pdf
Hochrisikoindikatoren bei Tätern (Mehrfachnennungen):

Psychische Erkrankungen (ca. 47%, n=53)
Biografische Erfahrung (ca. 30%, n= 34
Ausübung körperlicher und sexualisierter Gewalt (30%, n=30)
Ausübung psychischer Gewalt (ca. 26%, n= 29)
Waffenbesitz (ca. 22%, n=25)
Patriarchales Denken (ca. 20%, n=22)
Morddrohung, ökonomische Abhängigkeit, Suiziddrohung, Substanzabusus…
Fünf Tätergruppen extrahiert

78% der 92 relevanten Gerichtsakten konnten zugeordnet
werden
Typus I: Jahrelange Gewalt-Vorgeschichte (23 Fälle, 25%)
Typus II: Täter übt Gewalt gegen alle Frauen in seinem Leben aus (10 Fälle, 11%)
Typus III: Täter übt Gewalt gegen die gesamte Familie bzw. darüber hinaus aus (15 Fälle, 15%)
Typus IV: keine IPV-Vorgeschichte (16 Fälle, 17%)
11 Fälle Femizide im hohen Alter (12%)
Typus V: dysfunktionale Familie (8 Fälle, 9%)
Psychische Krankheit als tatauslösend - §21 StGB

22 Fälle (24%), mit 23 Tätern
10 Fälle (11%) Diagnose (paranoide) Schizophrenie
11 Fälle (12%) mit 12 Tätern Diagnose (kombinierte) Persönlichkeitsstörung
1 Fall ausgeprägte Demenz
komplexes Wechselspiel von stereotypen Rollenbildern, (schwerer) psychischer
Krankheit und (tödlicher) Gewalt gegen Frauen
Quelle: ebd.

Einem Mann gegenüber hätte sich der Mörder das schlichtweg nicht getraut, denn der hätte sich besser wehren können und das wohl auch getan und der Mörder hätte zumindest eine Verletzung riskiert.

Und weil das gerne immer wieder kommt: nein, es ist kein "Ausländerproblem":
Nationalität:

Opfer (n=100): 71% österreichische Staatsbürgerschaft – davon ca. 80% autochthon, 20% Migrationshintergrund; 10% EU-Mitgliedsstaat, 17% Drittstaaten , 2% k.A.

Täter (n=93): 72% österreichische Staatsbürgerschaft – davon ca. 57% autochthon, 15% Migrationshintergrund; 5% EU-Mitgliedsstaat, 19% Drittstaaten, 2% staatenlos, 1% k.A.
Quelle: s. oben

Außerdem:
Geschlechtsverteilung bei Opfern und Tatverdächtigen

Frauen waren mit einem Anteil von 79,3 Prozent deutlich häufiger Opfer von Partnerschaftsgewalt als Männer. Das Geschlechtsverhältnis blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert (2023: 79,2 Prozent weibliche und 20,8 Prozent männliche Opfer).
Auch im Bereich der Innerfamiliären Gewalt waren mehr als die Hälfte der Opfer weiblich (54,2 Prozent).
Quelle: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_HaeuslicheGewalt2024.html#:~:text=Geschlechtsverteilung%20bei%20Opfern%20und%20Tatverd%C3%A4chtigen,Prozent%20der%2076.977%20Tatverd%C3%A4chtigen%20m%C3%A4nnlich.
Zitat von nairobinairobi schrieb:.
Zitat von nairobinairobi schrieb:Das Kind ist bei Verwandten untergekommen. Näheres hierüber weiß ich nicht. Da die getötete Frau erst 31 Jahre alt war, werden die Großeltern wahrscheinlich noch nicht so alt sein. Aber optimal ist das alles nicht. Das Kind hatte ja schon durch die Trennung seiner Eltern eine große Veränderung erlebt.
Nichts davon ist optimal. Irgendwann wird das Kind nach seinen Eltern fragen und dann hören müssen, dass sein Vater seine Mutter ermordet hat.

Ich hoffe, die Verwandten werden den kleinen Buben liebevoll großziehen. Zumindest muss er nicht ins Heim.


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