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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

148 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod, Bewusstsein, Existenz, Ende, Erfahrungen, Paradox, Dasein
Agnodike
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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

10.03.2015 um 20:42
Lakatharina schrieb:Sollte ich mal in so eine Situation kommen bin ich mir aber sicher, ganz egal wie ich mich entscheiden würde, es würde mich für den Rest meines Lebens verfolgen, ein Leben eben nicht gerettet zu haben.
Ich denke, dieser Gedanke (das Bild) würde sich bei mir auch ein Leben lang festsetzen.

Und noch schlimmer wird’s, wenn das Kind ungünstig an der Klippe hängt, man nicht rankommt, dieses Schreien nach Hilfe hört, man den Rentner retten kann, weil er besser greifbar ist und am Ende erfahren muss, dass dieser Rentner, sein Leben lang ein riesen A…. war.
Ups, ich schweife ins OT sorry. :(


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 09:28
nananaBatman schrieb:Dem moralischem Dilemma kann man einfach entgehen, indem man die Augen zumacht und so tut, als würde man die beiden nicht sehen.
Bei diesem Satz fällt mir gleich die teils signifikant-fehlende Zivilcourage in unserem Land ein. Und das macht mich wütend. ...Philosophisch betrachtet hast du allerdings recht ;) Philosophisch......


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Kältezeit
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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 11:31
Weissbrot schrieb am 06.03.2015:Wen würdet ihr retten und wieso?
Ich würde das Kind retten, nachdem ich einige Fragen zur Allgemeinbildung gestellt und es nach dem ersten Eindruck nicht als "Arschloch"-Kind deklariert habe.

Aus Dankbarkeit darf es dann einmal die Woche bei mir putzen kommen - das kann der Rentner nicht so gut, weil der wahrscheinlich unter Arthritis und / oder Thrombose leidet, und daher rette ich das Kind.


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 16:11
Würde auch das Kind Retten.

Grund: Besser für die Allgemeinheit. Egal, was das Kind macht, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dabei etwas herauskommt, dass der Allgemeinheit etwas bringt. Egal ob das Kind später Nobelpreisträger oder Kassierer bei Aldi ist.

Der Rentner hat seinen Dienst getan, die Wahrscheinlichkeit, dass er dies in den kommenden Jahren auch weiterhin tut ist gering.



Das ist das gleiche Gedankenspiel wie:

4 Personen sind mit HIV infiziert, ein Arzt, ein Geistlicher, eine Prostituierte und ein Kind.

Du hast ein Gegenmittel, da zu 100% wirkt, wem würdest du es geben?


Antwort: Dem Arzt weil größter Nutzen für die Allgemeinheit und die theoretische Option, weitere Gegenmittel herzustellen.

Anderes Beispiel:

Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?

Immer!


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 16:26
@kalamari

Naja, HIV ist jetzt kein so gutes Beispiel, da man damit mit Medikamenten alt werden kann, besser wäre eine Ebola-Infektion, oder eine aggressive Krebsart.
kalamari schrieb: Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?
Wie wäre es denn rechtlich wenn man nachweisen kann das mit diesen "Mord" tatsächlich 10 Menschen gerettet wurden?
Ich denke da käme Notwehr in Betracht, jemand bedroht 10 Menschen und er wird getötet.


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 16:33
linner74 schrieb:Wie wäre es denn rechtlich wenn man nachweisen kann das mit diesen "Mord" tatsächlich 10 Menschen gerettet wurden?
Keine Ahnung, das ist aber kein Teil des Beispieles. Man weis auch nicht, ob man näher bei dem alten Mann oder dem Kind steht, ob weitere Passanten in der Nähe sind oder ob eine Chance besteht, dass einer von Beiden den Sturz überlebt.



Bei dem HIV Beispiel gibt es noch ein "Level 2".

Da wird dann erklärt:

Der Arzt war in seiner Studentanphase Drogenabhängig
Bei der Prostituierten ist ein Kondom geplatzt
Der Geistliche hatte bei einem Unfall eine Infusion mit verunreinigtem Blut bekommen
Das Kind hatte eine mit HIV infizierte Mutter und hat es so automatisch bekommen.


Ich würd aber dennoch dem Arzt das Gegenmittel geben.


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ramisha
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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 16:55
Für eine Frau wäre es allein schon der Mutterinstinkt, der sie dazu beflügeln würde,
eher das Kind als den Greis zu retten.

Allerdings wäre es möglich, dass ein Mann mit einem Ödipuskomplex eher die
Rentnerin rettet - ich halte es für möglich, kann mich aber nicht so hineinversetzen.


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 22:58
kalamari schrieb:Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?

Immer!
Bei solchen Themen sollte man aufpassen, nichts rechtfertigt das Töten eines Menschen, in dem Moment wo du dir eine Rechtfertigung parat legst, in dem Moment hast du dir eine Legitimation zum Morden geschaffen.


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

11.03.2015 um 23:14
Das Kind hat im Gegensatz zum Rentner eine Zukunft.
Es kann auf dauer mehr für die Gesellschaft beitragen.


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11.03.2015 um 23:16
kalamari schrieb:Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?

Immer!
Könnte mir z.B. jetzt sagen, ok also ist es deiner Ansicht nach ein legitimes vorgehen einen Mark Zuckerberg zu entführen und zu ermorden, wenn dabei die Möglichkeit besteht ein Teil seines Geldes für 100 Menschen in Afrika oder Indien etc. einzusetzen und diese damit zu retten aber mal ehrlich was ist uns ein Menschenleben in Afrika oder Indien wert, ein paar neue Turnschuhe oder ein Menschenleben in Afrika, hmmm? Wenn du von einem Menschenleben redest geht du automatisch vom näheren Kulturkreis / Gebiet aus und befindest dich in einem Teller, jetzt müsste man nur über dessen Rand schauen. Jetzt könnte ich auch die Frage stellen, was ist es uns Wert einem Kind in Afrika das Leben zu retten.


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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

12.03.2015 um 08:41
Erm...

In dem von mir angebrachten Beispiel wurde keine Angabe zum kulturellem Hintergrund, politischen Ansichten, Geschlecht, Alter, Herkunft o.ä. gemacht. Auch wurde kein Mark Zuckerberg genannt. Es waren einfach nur Menschen.

Bitte erweitere nicht das ursprüngliche Beispiel um unnötige Faktoren, die nur versuchen anderen deine Meinung aufzudrücken.


Andernfalls kann man das Eingangsproblem dahingehend abändern, dass ein guter, aber 75 Jähriger, Christ und ein 10-jähriger Hardcorenazi, der bereits 5 Millionen Menschen vergast hat, von der Klippe hängen.


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12.03.2015 um 09:40
@kalamari Du hast in deinem Beispiel nur von einem Menschen geredet und genau deswegen ist es ja aus meiner Sicht kritisch, weil die passende Rechtfertigung kann ich immer finden. Daher sehe ich es anders die Rettung von 10 legitimiert nicht den Mord eines einzelnen, Ausnahme wäre, es ist freiwillig.


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ramisha
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12.03.2015 um 10:09
Und außerdem: Wenn ich mich nicht überwinden kann (z.B. wegen Höhenangst) überhaupt einen
von beiden zu retten und Kind und Rentner stürzen ab, dann habe ich noch lange keinen MORD begangen!


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DieNii
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12.03.2015 um 10:13
Man muss aber auch bedenken, dass der Rentner (der da so mit dem Kind hängt) wohl sagen würde, rette das Kind und nicht mich.


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12.03.2015 um 10:15
@ramisha Es ging auch um folgendes Beispiel.
kalamari schrieb:Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?

Immer!


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12.03.2015 um 10:16
Weissbrot schrieb am 06.03.2015:Mit dem Tod ist mit hoher Wahrscheinlichkeit alles zu Ende.
Da die Grundannahme falssch ist und die Rückschüsse die daraus gezogen werden... ich würde das Kind retten.


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12.03.2015 um 10:19
Weissbrot schrieb am 06.03.2015:Trotzdem ist beider Dasein objektiv betrachtet wertlos.
Auch falsch, das ist eine rein subjektive Wertung ;)...


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ramisha
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Die Absurdität an einer Klippe dem Kind statt dem Rentner zu helfen

12.03.2015 um 10:24
@taren
Du hast Recht - ich überlas das - entschuldige bitte! :-)
DieNii schrieb:Man muss aber auch bedenken, dass der Rentner (der da so mit dem Kind hängt) wohl sagen würde, rette das Kind und nicht mich.
Man kann nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass jeder alte Mensch jetzt auf einmal grundgütig wird.
Der Lebenswille kann durchaus stärker sein, als das Mitleid mit einem Kind, das das Leben noch vor sich hat.
kalamari schrieb:
Würdest du einen Menschen töten um dadurch das Leben von 10 anderen zu retten?

Immer!
Na, das würde ICH mir aber noch gründlich überlegen, wenn der eine Mensch z.B. mein Bruder, meine Mutter
oder gar ein Kind von mir wäre!


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12.03.2015 um 10:31
ramisha schrieb:Na, das würde ICH mir aber noch gründlich überlegen, wenn der eine Mensch z.B. mein Bruder, meine Mutter
oder gar ein Kind von mir wäre!
Diese und all die anderen Antworten implizieren, dass du Zeit hast zu überlegen.

In der Regel gehen aber diese und auch andere, ähnliche, Fragen davon aus, dass dem nicht so ist.


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12.03.2015 um 10:34
@Rao

Dein Ethikkurs war Schwachsinn und Dein Lehrer, ob Mann oder Frau, ein Idiot, wenn das massgebende Kriterium der Nutzen sein soll. Entweder ist vom ethischen Standpunkt aus beides richtig, oder richtig und falsch spielen keine Rolle, weil es im eigentlichen darum geht eine Einteilung zwischen emotional und rational zu trefffen. Wieso soll eines der beiden, in Deiner Definition das rationale, besser sein?


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