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Kindern den Tod erklären

38 Beiträge, Schlüsselwörter: Leben, Tod

Kindern den Tod erklären

02.02.2020 um 22:16
Woran glaubst du denn, was nach dem Tod passiert?

Ich persönlich glaube an Wiedergeburt und würde das meinen Kindern, sofern ich welche hätte, auch so vermitteln.
Sinnvoll finde ich auch den Vorschlag hier, dem Kind zu erläutern, was andere glauben, z.B. an den Himmel; daran, dass wir danach nur in einer anderen Welt leben etc. In irgendeiner Kultur wird der Tod ja auch richtig gefeiert.


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03.02.2020 um 07:43
@GardeLoup
Ehrlich gesagt... ich weiß im Moment nicht, woran ich glauben soll.
Ich habe nie irgendetwas von meinen Eltern mitbekommen, nur das rein naturalistische, rationale Weltbild. Daher fällt es mir schwer an etwas zu glauben, was wissenschaftlich nicht belegbar ist.

Ja, ich bin dem Paranormalen zugewandt - was vielleicht auch nur Wunschdenken ist, dass es da mehr geben könnte.
Aber ich habe selber nie eine paranormale Erfahrung gemacht, nur ab und an mal etwas kurioses festgestellt (z.B. Gedankenübertragung mit meinem Mann oder einer Freundin. Zwar im Sinne von "zufällig das Selbe gedacht", aber das recht regelmäßig über einen langen Zeitraum, was uns allen dann irgendwann auch auffiel)

Aber ich hab noch nie einen Geist gesehen und wenn ich irgendwo erzähle, das mein ältester Sohn einen Geist gesehen hat, dann bekomme ich überall zu hören "das hat er sich eingebildet". Dabei freue ich mich für meinen Sohn, denn er hat dadurch die Sicherheit gefunden, dass es nach dem Tod weiter geht und ich finde es zum kotzen, dass das von anderen versucht wird auszureden (insbesondere meine Eltern).

Ich befasse mich zur Zeit viel mit wissenschaftlichen Publikationen über die Bewusstseinsforschung, lese/schaue auch viel von anderen Wissenschaftlern und Philosophen, ob nun die Ansichten der "Brights", Thesen der (wissenschaftlichen) Agnostiker und auch die spirituelle Seite.
Bringt ich soweit aber auch nicht weiter, denn alle Thesen und Theorien klingen einleuchtend und sinnvoll. Aber ich finde keinen gemeinsamen Nenner und kann meine rationale Seite nicht einfach übergehen und mich an die Theorie hängen, die mir am angenehmsten erscheinen. Daher ziehe ich wissenschaftliche Studien mit in meine Überlegungen... und damit komme ich aus der naturalistischen Ecke nicht heraus. Das jagt mir selber einen Horror ein und das kann ich meinen Kindern nicht zumuten.

Und von daher gründel ich wie eine Ente im Teich, weiß nicht wohin und weiß nicht, was ich meinen Kindern mitgeben soll. Ich kann nichts weiter geben, woran ich selber nicht glauben kann. Und das ist ein ziemlich mieses Gefühl -_-


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03.02.2020 um 18:43
Amanon schrieb:Also die Frage bringt einen ja schon auf die Ursache der Existenz.... Und das fragt ein Kind ja ^^ Warum werden wir geboren... Warum sterben wir?
Ist ja auch ganz normal, dass Kinder solche Fragen stellen. Ich finde das auch gut. Aber als Elternteil ist es sicher oft heavy.

Deiner Anmerkung, solche Themen klar und dabei doch kindgerecht zu behandeln, kann ich übrigens voll zustimmen. Ich bin auch kein Fan von diesen Umschreibungen à la "schläft für immer" etc. Allerdings denke ich, dass das von Kind zu Kind anders ist und man hier individuell auf das Kind eingehen muss. Es gibt auch welche, denen machen klare Antworten schreckliche Angst. Sie fürchten sich dann zB davor, dass sie auch plötzlich einfach so nicht mehr atmen. Wieder andere können mit den Fantasiegeschichten nichts anfangen.

So oder so - schwierige Themen und vielleicht muss man einfach auch mal ausprobieren, womit das Kind am besten umgehen kann :) Ich habe zum Beispiel immer die Realität gebraucht.

@GalleyBeggar
Und von daher gründel ich wie eine Ente im Teich, weiß nicht wohin und weiß nicht, was ich meinen Kindern mitgeben soll. Ich kann nichts weiter geben, woran ich selber nicht glauben kann. Und das ist ein ziemlich mieses Gefühl -_-
Du gibst deinen Kindern das mit, was sich für dich in dem Moment richtig anfühlt. Es ist sicher leicht gesagt, aber hab keine Angst. Auch nicht vor "Fehlern" (wenn es die bei solchen Dingen denn überhaupt gibt). Letztendlich kennst du deine Kinder am besten und weißt, was gut für sie ist!


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03.02.2020 um 20:02
cherry.blossom schrieb:Ist ja auch ganz normal, dass Kinder solche Fragen stellen. Ich finde das auch gut. Aber als Elternteil ist es sicher oft heavy.
Ja, wenn man nicht irgendwie Philosophie studiert hat haha eben ^^ Ratlosigkeit pur..
cherry.blossom schrieb:Deiner Anmerkung, solche Themen klar und dabei doch kindgerecht zu behandeln, kann ich übrigens voll zustimmen. Ich bin auch kein Fan von diesen Umschreibungen à la "schläft für immer" etc. Allerdings denke ich, dass das von Kind zu Kind anders ist und man hier individuell auf das Kind eingehen muss. Es gibt auch welche, denen machen klare Antworten schreckliche Angst. Sie fürchten sich dann zB davor, dass sie auch plötzlich einfach so nicht mehr atmen. Wieder andere können mit den Fantasiegeschichten nichts anfangen.

So oder so - schwierige Themen und vielleicht muss man einfach auch mal ausprobieren, womit das Kind am besten umgehen kann :) Ich habe zum Beispiel immer die Realität gebrauch
Ja es ist halt ein bisschen individuell zu sehen.. Man kennt sein Kind ja und weiss ca wasbes verstehen kann und so..

Ja eben manchen könnte die direkte Antwort Angst machen.. aber man kann ja auch sagen, die meissten Menschen sterben erst im hohen Alter oder so was ja nicht gelogen ist um sie dann evtl zu beruhigen..

Ja bei Kindern kann man so vieles falsch machen.. Aber Kinder verstehen oft mehr als man meint..

Also das mit dem für immer schlafen kann schon furchterregend sein, dann könnten sie denken dass wenn sie einschlafen vielleicht nicht mehr Aufwachen oder dergleichen..

Mfg Amanon


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03.02.2020 um 22:05
@GalleyBeggar
Meine Eltern sind auch nicht religiös oder ähnliches. Deswegen gab es für mich auch keinen “klaren Weg“ in der Hinsicht.
Ich habe als kleines Kind oft gedacht: Das bin ich. Kann ‚ich‘‚ nicht aber auch jemand anderes sein, kann das ‚Ich‘ nicht auch eine Kuh auf der Weide sein?
Für mich war es nicht begreiflich, dass es Milliarden über Milliarden Seelen geben soll, die nur einmal da und nur ein Wesen sind, eben Mensch, Kuh, Hund,....

In meiner Studienzeit bin ich dann auf das Gesetz der Anziehung gestoßen (findet meine Mama übrigens Blödsinn, weil sonst würde das ja jeder so machen und anwenden), welches meine kindliche Vorstellung irgendwie untermauert hat.

Übrigens glaubt meine Mama, dass unsere Katze mal ein Mensch gewesen sein muss. Wenn sie sich übergeben muss, springt sie auf und rennt im Affenzahn auf ihre Katzentoilette, die anderen tun das wo sie gehen und stehen, vorzugsweise auf den Teppich. :D

Anfang Januar ist unsere Ratte nach einer OP gestorben. Mein Freund hat sie anfangs täglich gespürt. Irgendwann meinte er: „Sie ist weg“. Nun spürt er sie ab und an mal und sagt dann: „Wir haben wieder Besuch.“ Ich bin dafür leider gar nicht empfänglich.
Ich glaube also schon, dass es irgendwie weitergeht. Andererseits fürchte ich, dass beispielsweise Nahtoderfahrungen vielleicht nur vom Gehirn abgespielte Prozesse sind, um den Übergang zu erleichtern. Den Übergang wohin? Das weiß man eben nicht. Für mich fühlt sich Wiedergeburt gut und richtig an.

Letztendlich solltest du deinem Kind verschiedene Sichtweisen an die Hand geben. Die eigene Meinung darüber, wird sich dann später auch bilden.

Eine Sache habe ich allerdings oft gelesen, man sollte nie den Schlaf in Zusammenhang mit dem Tod stellen. „Er ist für immer eingeschlafen“ kann zu Angst vor dem Schlafengehen/Einschlafen führen.


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10.02.2020 um 08:31
Ach ja...

Ich hatte ja schon geschrieben, dass mein ältester Sohn durch seine Begegnung mit einem "Geist" keine Angst mehr vor dem Tod hat und es ihm auch als ganz selbstverständlich erscheint, dass man nach dem Tod wiedergeboren wird.
Er hatte mich deswegen mal gefragt und ich habe ganz wertfrei versucht zu erklären, dass es schon Kinder gibt, die "behaupten", dass sie sich an ein Vorleben erinnern. Also... ich hab da nichts als Tatsache hingestellt, sondern hab ihm dann überlassen, ob er das glaubt oder nicht. Weil... die Berichte gibt es - ob sie stimmen, steht auf einem anderen Blatt.

Jedenfalls hat mein ältester Sohn das jetzt meinem jüngsten gesteckt.

Und so kam mein Jüngster gestern zu mir mit folgenden Worten:

"Mama, wird man geboren und stirbt dann, dann wird man wieder geboren und stirbt wieder. Geboren, tot, geboren, tot, geboren tot. Immer wieder. Immer das Gleiche. Das ist doch total doof."


Dieses Kind... der ist vor 2 Wochen erst 5 geworden -_-
Aber auf der anderen Seite extreme Ängste haben, dass danach "nichts" mehr ist.
Mit nix zufrieden -_-


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10.02.2020 um 17:59
@GalleyBeggar
Viellleicht kannst du ihm ja den Buddhismus näher bringen :D
Die haben ja auch das Problem mit dem immer wiedergeboren werden in ihrer Religion und als Erlösung das Nirvana.


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10.02.2020 um 18:45
@satansschuh
Dafür muss ich dem Buddhismus erst mal selber näher kommen :D
Bin aber einmal die Woche im buddhistischen Zentrum und werde mich in das Thema hinein lesen - auch wenn es meinem rationalen Verstand widerspricht.
Aber dann habe ich etwas zum weiter geben, denn ich will meine Jungs damit nicht alleine lassen, wie es meine Eltern bei mir getan haben.


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10.02.2020 um 19:16
@GalleyBeggar
GalleyBeggar schrieb:Bin aber einmal die Woche im buddhistischen Zentrum und werde mich in das Thema hinein lesen -
Was für ein Zentrum? Pass auf, der Diamantwegbuddhismus Ableger in D von Ole Nydahl ist nicht unumstritten. Der deutsche Buddhismusbund distanziert sich öffentlich von ihm. Warum, würde zu weit führen und wäre OT.
GalleyBeggar schrieb:auch wenn es meinem rationalen Verstand widerspricht.
Was widerspricht deinem Verstand? Als ich mich mit dem Buddhismus auseinandergesetzt habe, fand ich wenig bis nix "irrationales" wie es vielleicht andere Religionen so haben. Ich unterscheide da auch zwischen Theravada ("Lehre der Ältesten", ziemlich nah an den Originalaussagen Buddhas, aber kaum in unsere heutige Lebenswelt integrierbar), Zen und den restlichen anderen Strömungen des Buddhismus. Bei den anderen Strömungen abseits von Zen und Theravada findet man auch göttliche Elemente, vielleicht ist es auch das, was du meintest.

Als ich Zentren aufsuchte, war eine davon vom Diamantweg, eine andere esoterisch angehaucht und mit dem christlichen Gott vermischt irgendwie und an das Dritte kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Integrierung von Gott und Göttern hat mich als Atheist ein wenig gestört. So wie ich im Internet gelesen habe, ist der Buddhisnus atheistisch und der Gründervater verneinte die Existenz eines Gottes. Aber vielleicht habe ich auch nur an den falschen Stellen gelesen, wer weiß...


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10.02.2020 um 19:40
Doch, ist der DIamantwegbuddhismus. Warum soll ich da aufpassen?
Also bisher ist mir dort noch nichts verdächtiges aufgefallen ^^
Dort wird auf die Weise meditiert, wie es der 16. Karmapa getan hat, der ja dadurch zu seiner Erleuchtung gekommen ist. Wüsste jetzt also nicht, was das mit Ole Nydahl zu tun hat.

Darfst es mir aber gerne sagen :)
satansschuh schrieb:Was widerspricht deinem Verstand?
Nunja... ich bin atheistisch/naturalistisch erzogen worden. Für mich gibt es de facto nichts transzendentes/übernatürliches.
Aber da ich mich auch nicht hinstellen kann und alle Menschen als bekloppt bezeichne, weil die etwas paranormales erlebt haben, erlaube ich mir durchaus den Gedanken, dass es "mehr" geben könnte. Wenn andere einen Geist gesehen haben, kann ich nicht pauschal sagen "das war eine Einbildung", denn ich kann nicht wissen, was die gesehen haben, also kann ich es nicht beurteilen.
Zudem... schafft es bisher keine naturwisschaftliche Studie das "Qualia"-Problem zu lösen.
Ich hangel mich zwar immer von dem kleinen "Aber" in empirischen Forschungen zum nächsten, aber die Luft wird langsam ziemlich dünn, um dem Bewusstsein noch etwas metaphysisches abzugewinnen.

Für meine Jungs tut mir diese trostlose Aussicht unendlich leid...
Vielleicht umgebe ich mich aber auch einfach zu viel mit Naturalisten. Mir fehlt der Kontakt zu spirituell eingestellten Personen, die vielleicht auch mal etwas beleuchten, was ich bisher immer übersehen habe. Könnte auch sein...
satansschuh schrieb:Als ich Zentren aufsuchte, war eine davon vom Diamantweg, eine andere esoterisch angehaucht und mit dem christlichen Gott vermischt irgendwie und an das Dritte kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Integrierung von Gott und Göttern hat mich als Atheist ein wenig gestört. So wie ich im Internet gelesen habe, ist der Buddhisnus atheistisch und der Gründervater verneinte die Existenz eines Gottes. Aber vielleicht habe ich auch nur an den falschen Stellen gelesen, wer weiß...
In erreichbarer Nähe gibt es leider nur den Zen-Buddhismus und den Diamantweg-Buddhismus. Mit Zen werde ich nicht so recht warm... weiß nicht warum...
Dabei schätze ich Thich Nhat Hạnh sehr. Ich hab bisher nur seine YT-Videos gesehen, werde mir aber alsbald auch Bücher kaufen, weil es mich interessiert.


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10.02.2020 um 20:01
GalleyBeggar schrieb:Doch, ist der DIamantwegbuddhismus. Warum soll ich da aufpassen?
Also bisher ist mir dort noch nichts verdächtiges aufgefallen ^^
Dort wird auf die Weise meditiert, wie es der 16. Karmapa getan hat, der ja dadurch zu seiner Erleuchtung gekommen ist. Wüsste jetzt also nicht, was das mit Ole Nydahl zu tun hat.
Wenn es nicht unter der Leitung von Nydahl ist, ok. Wenn doch, bist du an einer Gruppe geraten, die unter Kritik steht. Nydahl wird vorgeworfen, sich rassistisch, insbesondere gegen den Islam, zu äußern und auch sonst nicht besonders "buddhistisch" zu handeln, was z.B. Frauen und Sex betrifft und so eine Art "Wellnessbuddhismus" zu verkaufen.
Hier gibt es ein Statement zu ihm und seiner Bewegung:
https://www.info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html
GalleyBeggar schrieb:Für mich gibt es de facto nichts transzendentes/übernatürliches.
Geht mir ähnlich. Wie gesagt, ich finde im Buddhismus, wie ich ihn mir angelesen habe, wenig Irrationales. Aber das muss ja nicht jedem so gehen.
GalleyBeggar schrieb:Zudem... schafft es bisher keine naturwisschaftliche Studie das "Qualia"-Problem zu lösen.
Das stimmt. Das Bewusstsein bzw. das bewusste Erleben ist immer noch ein großes Rätsel.
GalleyBeggar schrieb:Für meine Jungs tut mir diese trostlose Aussicht unendlich leid...
Vielleicht umgebe ich mich aber auch einfach zu viel mit Naturalisten. Mir fehlt der Kontakt zu spirituell eingestellten Personen, die vielleicht auch mal etwas beleuchten, was ich bisher immer übersehen habe. Könnte auch sein
Letztens bin ich irgendwie auf den Philosophen Saul Kripke gestoßen, der angeblich ein streng naturalistischens Weltbild ablehnen soll. Überhaupt habe ich so den Eindruck, der Panpsychismus ist der "Hot Shit" zurzeit. Kann damit nichts anfangen, aber vielleicht hilft es dir bzw. deinem Kind.


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10.02.2020 um 21:10
GalleyBeggar schrieb:schafft es bisher keine naturwisschaftliche Studie das "Qualia"-Problem zu lösen.
Das Problem hatten wir letztens im TS behandelt bzw angerissen ja..

Dass es die Qualia gibt ist nahezu unbestreitbar, nur eben mit herkömmlichen "rationalen" Mitteln nicht erklärbar.. ich denke dass höchstens Kant dem etwas nahe gekommen ist..


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11.02.2020 um 23:14
@GalleyBeggar

Man behauptet tatsächlich, dass Kinder den Tod erst im Alter von 8 Jahren begreifen können. Ich halte das aber für Quatsch (immerhin gibt es auch schon 5-jährige Vegetarier, die nicht wollen, dass Tiere für Fleisch sterben müssen). Meines Erachtens ist das ein lebenslanger Prozess, den jeder ganz unterschiedlich bewältigt.

Kennst du Knietzsche, den kleinsten Philosophen der Welt?
Von ihm gibt es unter anderem drei sehr gute 3-Minuten-Cartoons, in denen er sehr kindgerecht das Thema Tod erklärt.

Zufällig setzt der erste Teil genau an die Frage deines Sohnes an: "Was kommt, das geht"
Das Leben wird am Beispiel einer spannenden Achterbahnfahrt (mit einem Start, Höhen, Tiefen und einem Ende) als eine Super-Erfahrung und tolle Erinnerung dargestellt:
Youtube: Knietzsche und der Tod - Teil 1 - Was kommt das geht

Teil 2 "Die letzte Reise" (rund um's Thema Beerdigung)
Youtube: Knietzsche und der Tod - Teil 2 - Die letzte Reise

Teil 3 "Schluss, aus, vorbei" (Nach dem Tod ist alles möglich und du darfst glauben, was du willst)
Youtube: Knietzsche und der Tod - Teil 3 - Schluss, aus, vorbei


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TangensAlpha
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19.02.2020 um 12:41
Meine damals 5/6 -jährige Tochter fragte auf einer Flugreise, was passieren würde, wenn wir abstürzen, ob wir dann tot sind und wo wir dann sind.
Ich habe geantwortet, dass wir erst mal immer schneller auf die Erde zurasen würden und wenn wir unten auf dem Boden aufschlagen, wird es für einen kurzen Moment ganz duster, dann sind wir auf der Erde gestorben und gehen jetzt dahin, wo wir hergekommen sind und wohin alle Verstorbenen wieder gehen: in den Kosmos, der uns gemacht hat und unser aller Zuhause ist.

Für den Rest des Fluges musste ich ihr alles vom Kosmos, von Sternen, Galaxien und Supernovas, die die Grundbestandteile für die menschlichen Körper erschaffen haben, etc. erzählen - der Tod war offensichtlich erledigt ...

Sie ist heute erwachsen, Physikerin mit Schwerpunkt Astrophysik und hat - soweit ich mich erinnern kann - nie wieder nach dem Tod gefragt, diskutiert aber gerne darüber...

Ich denke, es ist deshalb so schwierig, weil das Thema im Grunde immer noch tabuisiert ist! Ich halte die Tatsache, dass wir Menschen gnadenlos erkennen und daher wissen, dass wir sterben werden, für eins der größten Probleme, weil sie extrem im Widerspruch zum Überlebenstrieb steht; und so bleibt uns nichts anderes übrig, als zu verdrängen. Aber in den Situationen, in denen man womöglich öfters mit dem Tod zu hat, schlägt es voll durch: zB bei Einsätzen der Feuerwehr (ich habe eine zeitlang Führungskräfte der Fw ausgebildet und steckte in der Materie ziemlich drin, weil es zum Unterrichtsfach "Tod, Trauer, Sterben" im Rahmen der "Fürsorgepflicht von Führungskräften" gehörte).

Und dafür gibt es regelmäßig Angebote der sog. Psychosozialen Unterstützung, wo diese Todeserfahrungen aufgearbeitet werden können/müssen. Die, die glauben, sie hätten das nicht nötig, sind mit 40/50 Jahren kaputt - ausgebrannt ...


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19.02.2020 um 15:00
TangensAlpha schrieb:und gehen jetzt dahin, wo wir hergekommen sind und wohin alle Verstorbenen wieder gehen: in den Kosmos, der uns gemacht hat und unser aller Zuhause ist.
Ich finde, das klingt schön :Y:
Und das ist noch gar nicht gelogen. :)


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19.02.2020 um 15:40
TangensAlpha schrieb:gehen jetzt dahin, wo wir hergekommen sind und wohin alle Verstorbenen wieder gehen: in den Kosmos, der uns gemacht hat und unser aller Zuhause ist.
Oh ja!
Für diesen schönen Satz muss sich auch die Kosmonautin ganz herzlich bedanken!


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19.02.2020 um 16:22
Dem schließe ich mich an. Das ist eine wirklich schöne Aussage, die ich bestimmt aufgreife, wenn meinen Jüngsten wieder solche Fragen umtreiben :) Danke!


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25.02.2020 um 06:52
TangensAlpha schrieb am 19.02.2020:in den Kosmos, der uns gemacht hat und unser aller Zuhause ist.
Die einfachen Gedanken sind hier die hilfreichsten, ..so ist auch meine Einstellung dazu.

Genau das wird die Zeile sein, die ich meiner kleinen Tochter unterbreiten werde, wenn ihre sterbenskranke Oma wohl demnächst das Zeitlich segnen wird. Ich hoffe sie geht damit ähnlich souverän um.


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