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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

8 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mensch, Gesellschaft, Rolle ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Seite 1 von 1

Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

23.12.2025 um 17:43
Läuft bei jedem Menschen einfach so etwas wie ein genetischer Code ab oder entscheiden wir tatsächlich selber wer wir sind ?

Zum Beispiel haben Freunde von mir jeweils zwei Kinder, Ehefrau, viele Freunde und verdienen gutes Geld.

Ich habe nie wirklich neue Leute kennen gelernt, habe weder Frau noch Kinder, sitze meist zu Hause am Laptop und bin derzeit auf Sozialhilfe angewiesen (Habe einen Minijob als Warenverräumer)...

Wenn ich mein Leben gedanklich durchgehe bin ich irgendwie einfach so hier gelandet ohne meine eigene Schuld, als hätte ich irgendwas falsch gemacht und mir kommt es so vor als wäre all das positive meinen Freunden einfach so zugekommen ohne das die dafür speziell was gemacht hätten um nicht so zu enden wie ich...

Ich glaube also nicht daran, dass ich genauso sein könnte wie meine Freunde oder das es irgendwie meine Schuld ist das ich so bin wie ich bin...



Wieviel Freiheit haben wir wirklich bei unserer Entfaltung und bei unserem Werdegang und Lebensweg ?
Und wieviel davon läuft einfach ab und ist sozusagen determiniert ?



Wenn ich mir die Gesellschaft so anschaue, dann gibt es verschiedene Rollen, um zwei extreme zu nennen z.B. Stars oder Penner...
Wird man einfach als so eine Rolle geboren und kann seinem Schicksal nicht entkommen ?
Oder kreieren wir unsere Rolle tatsächlich selbst ?

Was meint ihr zu diesem Thema ?


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

23.12.2025 um 18:23
Es heißt nicht umsonst "a man can live a million lifes ".

Grob betrachtet ist alles eine unüberschaubare Mischung aus persönlichen Eigenschaften und äußeren Umständen.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

23.12.2025 um 18:29
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Läuft bei jedem Menschen einfach so etwas wie ein genetischer Code ab oder entscheiden wir tatsächlich selber wer wir sind ?
Weder noch. Ich glaube es gibt keine vorab definierte Antwort auf die Frage, wer wir sind. Das ist auch nicht entscheidend, sondern entscheidend ist wer du glaubst zu sein und zuallererst wie wichtig du deine Identität überhaupt nimmst.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Ich glaube also nicht daran, dass ich genauso sein könnte wie meine Freunde oder das es irgendwie meine Schuld ist das ich so bin wie ich bin...
Sich mit anderen vergleichen ist generell kein guter Ansatz. Du machst deinen eigenen Weg und nicht den Weg von anderen.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Wieviel Freiheit haben wir wirklich bei unserer Entfaltung und bei unserem Werdegang und Lebensweg ?
Und wieviel davon läuft einfach ab und ist sozusagen determiniert ?
Eine grundlegende philosophische Frage auf die im Laufe der Geschichte unterschiedlichste Hypothesen aufgestellt wurden. Das Spektrum ist da sehr weit. Um vielleicht mal an den "Rändern" Beispiele zu bringen: Nietzsche sagt es ist alles deine Wahl. Die Bibel sagt:
Der Mensch denkt – Gott lenkt
Quelle: https://www.bibleserver.com/HFA/Spr%C3%BCche16
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Oder kreieren wir unsere Rolle tatsächlich selbst ?
Wir kreiren sie selbst durch unsere Freiheit selbst denken zu können und somit selbst bewerten zu können. Auch die Freiheit anzunehmen, dass man keine Rolle braucht.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

24.12.2025 um 14:27
Wie heißt das schöne alte deutsche Sprichwort? "Jeder ist seines Glückes Schmied" jeder Mensch ist für sein Glück und Erfolg verantwortlich.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Zum Beispiel haben Freunde von mir jeweils zwei Kinder, Ehefrau, viele Freunde und verdienen gutes Geld.
Ist bei mir genauso, trotzdem lasse ich mich davon nicht einschüchtern oder bedrängen. Auch wenn es gerade hier im Dorf schwierig ist 'gegen' den Strom zu schwimmen.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Ich glaube also nicht daran, dass ich genauso sein könnte wie meine Freunde oder das es irgendwie meine Schuld ist das ich so bin wie ich bin...
Es ist einfach wie es ist, wir sind alles individuelle Wesen, keiner ist gleich. Stell dir vor wir wären alle gleich. Jeder hätte Partner/innen, 2 Kinder, Haus, Garten und Hund/Katze. Das wäre doch mega Langweilig.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Wieviel Freiheit haben wir wirklich bei unserer Entfaltung und bei unserem Werdegang und Lebensweg ?
Wir hatten als Kinder jede Freiheit und Entfaltung bekommen von unseren Eltern wie wir es gebraucht haben, wir wurden weder 'gezwungen' gute Noten zu schreiben oder das wir unbedingt Abitur brauchen.
Auch später nach der Schule, die einzige Bedingung war, eine Ausbildung abzuschließen, was wir danach tun, war uns freigestellt ob wir bei dem gelernten Beruf bleiben oder eben nicht.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Wenn ich mir die Gesellschaft so anschaue, dann gibt es verschiedene Rollen, um zwei extreme zu nennen z.B. Stars oder Penner...
Quatsch, dann bin ich ja ein Star... Jeder kann alles erreichen wenn man will und Ehrgeiz hat. Ich kannte mal jemanden der ist der Platte aufgewachsen, beide Eltern arbeitslos, er arbeitet heute als Arzt ... Man kann alles erreichen.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

24.12.2025 um 14:41
Zitat von kaktusskaktuss schrieb:Wenn ich mir die Gesellschaft so anschaue, dann gibt es verschiedene Rollen, um zwei extreme zu nennen z.B. Stars oder Penner...
Wird man einfach als so eine Rolle geboren und kann seinem Schicksal nicht entkommen ?
@kaktuss
Bedenke bei dieser Überlegung aber, das viele „Penner“ nicht immer so waren, sondern manche zuvor wohlhabend oder sogar mal echte Stars waren.
Es gibt viele ehemalige Reiche Leute, die mit der Zeit verarmt sind. Man wechselt also im Laufe des Lebens auch mal die Rolle.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

27.12.2025 um 11:40
Moin @all
Glaube nicht, dass jeder alles erreichen kann wenn er denn nur will und "seines Glückes Schmied" ist.
Ich denke, Gene und Umfeld speichern bei jedem von uns unterschiedliche Informationen ab und dann entscheiden wir in einer Situation je nach Blickwinkel. Dieser ändert sich dauernd, je nach Ausgangspunkt. Dementsprechend entscheidet jeder nach Bestem Wissen und Gewissen. Nicht mehr, nicht weniger.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

27.12.2025 um 14:24
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 23.12.2025:Was meint ihr zu diesem Thema ?
Du stellst Grundsatzfragen, die auch notwendig sind, um sein Leben und das Leben überhaupt verstehen zu können. Das können unsere akademischen Wissenschaften nicht beantworten, dafür sind sie nicht ausgerichtet, auch die Kirchen versagen darin.
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 23.12.2025:Wenn ich mein Leben gedanklich durchgehe bin ich irgendwie einfach so hier gelandet ohne meine eigene Schuld, als hätte ich irgendwas falsch gemacht und mir kommt es so vor als wäre all das positive meinen Freunden einfach so zugekommen ohne das die dafür speziell was gemacht hätten um nicht so zu enden wie ich...
Entweder wird man verrückt oder weise. - Entscheide dich!
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 23.12.2025:Wieviel Freiheit haben wir wirklich bei unserer Entfaltung und bei unserem Werdegang und Lebensweg ?
Und wieviel davon läuft einfach ab und ist sozusagen determiniert ?
Wir haben z.B. einen Körper, der ist durch Vererbung determiniert. Aber bin ich etwa meine Eltern? Zwar finde ich bei mir gewisse Eigenschaften, die denen meiner Eltern ähneln, aber es gibt Eigenschaften, die innerhalb meiner Individualität beschlossen sind, wie es mein moralischer Sinn ist. - Meine Individualität kommt nicht aus meinen Eltern!
Zitat von kaktusskaktuss schrieb am 23.12.2025:Wird man einfach als so eine Rolle geboren und kann seinem Schicksal nicht entkommen ?
Oder kreieren wir unsere Rolle tatsächlich selbst ?
Will man solches wissen, muss das Schicksal erforscht werden, womit nicht das persönliche gemeint ist, sondern das überpersönliche, um seine Gesetze zu erfahren. Es fängt schon dabei an, was "Schicksal" übersetzt heißt, nämlich "geschicktes Heil". Es ist also deine Situation, die du beklagst, dein geschicktes Heil. Man sollte daher auch mit dem Begriff "Schuld" etwas zurückhaltender sein.

Eine andere Bezeichnung ist das "Karma", das - je nach persönlicher Interpretation und Auffassung - mehr die Verbindung zur Reinkarnation zieht. Man kann sein heutiges Schicksal nur verstehen, wenn es in Beziehung zu Ursachen aus seiner eigenen Vergangenheit - aus Vorinkarnationen bestehend - gesehen wird. - Ansonsten bleiben Rätsel über Rätsel und man stellt Fragen, wie du sie hier ganz natürlicherweise gestellt hast.


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Inwieweit bestimmen wir unser Schicksal selbst?

gestern um 22:20
@kaktuss
AllMystery ist ein guter Ideenratgeber. Was du tun solltest, was auch ich in deiner Situation tat, war einen Beruf zu wählen mit möglichst ständig wechselnden Menschen die man kennenlernt und dann mit ihnen in irgendeiner Weise redet.

Ich dachte dass Taxi fahren eine gute Idee wäre. Das war so 2010 etwa. War länger Arbeitslos, dann einen ein Euro Job usw.. Dann diese Idee. Ich rede nicht von Kontakten hinter einem Bildschirm.

Direktes kennenlernen. Wenn man dabei noch Geld verdient kommen zwei hilfreiche Dinge gleichzeitig zusammen. Das Arbeitsamt hatte mir dann anstatt den Taxischein den großen LKW Schein bezahlt.
Naja, ich so - ich male ja gern Bilder und mag Bäume betrachten und so feines (Geträumerle :)) und dann von heute auf morgen in so einem 40 Tonnen Ding auf Achse der Sonne hinterher fahren. Naja.. bei Nachtschicht was schwierig.

Hatte ich 14 Jahre gemacht. Damit hatte ich meine sozialen Erfahrungen ziemlich aufgeholt und konnte durch ständig unterschiedliche Menschen auch mich irgendwie ständig neu erkennen, verstehen oder eben lernen mit sehr unterschiedlichen Begebenheiten umzugehen. Das geht im Nahverkehr, z.B. Stückgut sehr ...gut :D weil man so 10~15 Kunden hat.

Die wiederholen sich, also die verschiedenen sozialen Situationen und man kann an seinem Sozialverhalten naja, rumexperimentieren bis man die besten, ich sage mal Strukturen gefunden hat, ohne sich zu verstellen und gleichzeitig einen Weg zu finden mit nahezu jeder Art von Persönlichkeit eine Mitte zu finden wo man sich gegenseitig im anderen erkennt und halt irgendwie miteinander klar kommt. Im besten Fall beide davon profitieren.

Die Mitte ist nicht mittig sondern dort wo beide beteiligten im gegenseitigen Respekt und Toleranz des anderen gegenüber eine Möglichkeit der Kommunikation finden. Das ist sehr interessant. Manchmal übersteigt das auch ..irgendwas und man ist Tagelang mit einer Situation im Kopf beschäftigt. Versucht sie zu ordnen und zu verarbeiten. Manchmal schmerzhaft, auch fürs Ego ..aber es lohnt sich.

Dass ist manchmal sehr schwer weil man nicht umher kommt sich selber und seine Schwächen immer besser zu erkennen. Das ist wie gesagt anstrengend. Man darf nicht weglaufen aber es gibt immer und oft überall Menschen die es reflektieren, also den Mut zu seinen Persönlichkeitsschwächen zu stehen und diese nicht durch Schauspielerei zu verdecken. Diesen Mut trotzdem irgendwie offen zu bleiben. Ein ziemliches Zahnradgequitsche im Kopf. Irgendwie ein Gedanken nach paar Tagen von der anderen Seite angehen, irgendwie so.

Oft trifft man dann auf Menschen, die wenn sie diesen Mut erkennen, oder den Willen, sehr großzügig Einblick in sich ermöglichen.
Das können persönliche Gedanken zu aktuellen Dingen sein oder bishin zu einer Zusammenfassung der ganzen Lebensgeschichte.

Sowas ist für mich an Wert garnicht in Worte zu fassen. Manchmal sind es auch nur so kurze Sätze oder Halbsätze die einen interessanten Gedanken vermitteln.

Was ich damit meine ist, schau ob du irgendwas findest, am besten in Verbindung mit einer passenden Arbeitsstelle wo ähnliches möglich wäre. Der Gefahr wegen rate ich von einem Fahrberuf ab. Für mich war es gut weil ich musste einfach mal weit weg, oder weit rumkommen.

Eine Hilfsstelle als Verkäufer ist super. Längere Gespräche sind da je nach Geschäft nur bedingt möglich aber man hat ständig mit Menschen in unterschiedlichen Gefühlslagen zu tun. Dass zu lernen ist ggf. wichtiger. Reden und Schreiben geht ersatzweise ja auch mal hier.

Ein Beruf im sozialen Bereich, da gibt's viele Helferstellen. Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Teil gewiss auch online, aber das ist gerade nicht so wichtig über den 3en Schritt vor dem ersten nachzudenken.

Wenn du den Wunsch hast irgendwie dein Leben besser zu gestalten wirst du den Weg natürlich finden.
Ich bin eher ein sensibler Mensch und habe ständig viel Angst.

Mein Wille war aber stark, und der hat den eher weniger vorhandenen Mut angetrieben. Ich wollte etwas, egal was mich das für Nerfen, Überwindung und sonst was kostet, finden, um irgendwie ein Leben zu leben das erfüllt ist.

Eigentlich ist es egal ob du morgen oder erst in 5 Jahren eine Veränderung schaffst. Wenn der Wunsch da ist eine Verbesserung zu finden, nicht finanziell in erster Linie sondern vom Leben her, misst du nur irgendeinen dir sinnvollen Weg wählen der dich wiederum zu Weggabelungen und Möglichkeiten führt die du jetzt noch nicht genau erkennen kannst. Einfach irgendwas versuchen.


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