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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

vegan33
Diskussionsleiter
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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 04:58
Zunächst einmal werde Ich erklären was wahre Anarchie bedeutet, hierfür verwende Ich ein Zitat, dass meiner Meinung nach exakt das zum Ausdruck bringt wofür Anarchie steht.
" Bei uns gibt es keine Obrigkeit, keinen Herrn und keinen Untertan!
Meine Aufgabe als Führer ist, die anderen Häuptlinge durch klugen Rat und durch Beredsamkeit, dahin zu bekommen, daß sie freiwillig das tun, was ich von ihnen wünsche.
Erzählen sie einem Indianer von Gehorsam gegen einen Häuptling oder gegen irgendeinen König, er wird lachen! Wer sich unterordnet und gehorcht , ist kein Mann mehr, denn jeder ist vom großen Geist geschaffen, jeder hat dem großen Geist die gleiche Freiheit zu verdanken, und niemand wird den Indianer jemals dazu bringen, einen Herrn anzuerkennen.
So erziehen wir unsere Kinder! Mit Schrecken erlebe ich, daß die Weißen ihre Kinder schelten, schlagen und dazu zwingen, irgendetwas gegen ihren Willen zu tun.
Bei uns werden Kinder nur gebeten und durch Lob und gutes Beispiel geleitet."

- Cornstalk
Ansonsten wird bei der Nennung von Anarchie zusätzlich das Wort Chaos im Satz untergebracht, dabei handelt es sich keineswegs um eine Gesellschaftsform in der keine Regeln existieren, doch es existieren in diesem Zusammenhang durchaus keine Gesetze.

Es bestünden keinerlei Erwartungen an den einzelnen Menschen, es wäre sozusagen keines Menschen Pflicht etwas zu tun und dadurch wären auch Arbeits- und Schulpflicht abgeschafft, die persönliche Entwicklung wäre somit freiwillig.

Jeder in dieser Gesellschaft lebende Mensch wäre ein Selbstversorger oder jemand, der seine Leistungen gegen Unterkunft und Nahrung tauscht. Unabhängig sozusagen.

Nun möchte Ich erfahren wie viele in diesem Forum mit der totalen Freiheit einverstanden wären?


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tic
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 05:19
das Zitat hab ich doch heut schon mal gelesen^^

wäre schon damit einverstanden aber Schulpflicht sollte in einer gewissen Form vorhanden sein...


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vegan33
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 05:22
@tic

Du müsstest versuchen dem Kind die Schule etwas angenehmer zu gestalten, diese sollte nicht aus Zwang besucht werden, sondern weil dein Kind erkennt wie wichtig und interessant Bildung ist.

Indem du jemanden zu etwas zwingst erreichst du das Gegenteil ( siehe das Prinzip der umgekehrten Psychologie ).


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tic
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 05:25
stimmt schon, wenn die Welt schon komplett umgestaltet wird is Schule ja auch kein Problem,
man könnt ja die Schulpflicht an sich beibehalten aber Noten etc abschaffen und es wie ein Jugendcamp gestalten...


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vegan33
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 05:26
@tic

Ja, genau das ist die Vorstellung einer Welt in der jede Entwicklung freiwillig begangen wird. :)


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 12:09
Ich wäre auch dafür nur leider in unsere heutigen Gesellschaftsform nicht durchführbar, wenn die Leute anfangen miteinander statt gegeneinander zu leben macht es schon viel einfacher. Klar als selbstversorger steht die eigene person an erster stelle aber trotzdem sollte ein gesundes geben und nehmen Stattfinden.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 12:49
@vegan33
Eigentlich ist es ganz einfach. Eine nicht organisierte und nicht spezalisierte Gesellschaft ist gegenüber einer organisierten und spezialisierten enorm im Nachteil.
Sobald eine organisierte Gesellschaft auftaucht, ist es mit Deiner Idee vorbei.

In Deiner Gesellschaft gibt es keinen Grund für Entwicklung. Jeder würde so arbeiten, dass er (angenehm) überlebt. Er müsste sich stets selbst gegen Gefahren und Angriffe wehren und müsste sich stets selbst versorgen.

Man hat das doch in der Vergangenheit unzählige Male erlebt: kleine Gemeinschaften sind ineffizient und gehen unter (werden erobert, durch Umwelteinflüsse zerstört, sterben aus, verhungern).

Edit: Was passiert Deiner Meinung nach, wenn in Deinem System Dir jemand Stärkeres jeden Tag Dein Essen stielt? Wer beschützt Dich?
Du hättest dann eine Art Wilder Westen, es gilt das Recht des Stärkeren.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 12:57
@kleinundgrün
Es müssten halt alle so eine Einstellung haben wie @vegan33
beschreibt

Das beantwortet für mich die Thread Frage: " ist die Utopie erstrebenswert? "

Nein


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 13:31
Lamm schrieb:Es müssten halt alle so eine Einstellung haben
Stimmt. Und zwar ohne eine einzige Ausnahme und in alle Zukunft. Schon einer, der anders denkt, würde alles zerstören.


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Zar
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 14:18
Absoluter Schwachsinn, Anarchie artet immer im Chaos aus und ist nicht wirklich friedlich durchführbar. Ich verstehe nicht daß es Menschen gibt die das nicht kapieren, sollte doch eigentlich allen klar sein.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:01
@Zar
Anarchie bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt. Im Gegenteil, es ist sogar wichtig, dass es Regeln gibt, um eine Herrschaftsentwicklung zu unterdrücken. Was es nicht gibt, ist eine "Obrigkeit", welche bestimmend auf die Gesellschaft einwirkt. Dies soll sich über die Gemeinschaft steuern. Das "Miteinander" ist wichtiger Bestandteil einer solchen Ordnung.

Da hier gefragt wurde, ob das erstrebenswert ist, kann ich mal lässig überspringen, wie man das hinbekommen kann und sagen: "Ja, ich finde es erstrebenswert.". Für mich wäre eine funktionierende Anarchie die höchste und natürlichste Form der gesellschaftlichen Ordnung.


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Zar
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:05
@Wireless
Und... wer hält die Regeln ein? Ich sags Dir:"Nicht viele." Und schon geht das Chaos los.
Anarchie so wie ihr sie euch vorstellt ist nicht machbar.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:18
@Zar
@Wireless geht es um eine abstrakte Bewertung. Da spielt die reelle Umsetzbarkeit keine Rolle.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:19
@Wireless
Wie muss ich mir denn eine solche Anarchie vorstellen? Wie wird z.B. eine Entscheidung getroffen? Stimmen immer alle über alles ab? Und wie unterscheidet sich diese Form der Anarchie von einer idealen direkten Demokratie?


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:20
@Zar
Ich schrieb ja schon, dass ich die Machbarkeit mal außen vor lasse und nur die Eingangsfrage beantworte, ob es als Utopie für mich erstrebenswert wäre.

---
Natürlich funktioniert es nicht, wenn man die Bundesrepublik mal eben auf Anarchie umstellt, eine freiwillige Teilnahme ist sicher eine der Grundlagen. Ich könnte mir dies in etwa so vorstellen:

Es wächste eine kleine Gemeinschaft im Laufe der Zeit durch das Eintreten von Menschen, welche die geltenden Regeln auch als selbstverständlich und lebenswert ansehen. Deregulierung und Eigenverantwortung führt auch heute schon zu mehr Miteinander und mehr Akzeptanz. Was ich freiwillig tue, braucht von niemanden auf Einhaltung kontrolliert zu werden.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:21
@kleinundgrün
Für Entscheidungen werden Räte oder Versammlungen gebildet.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:24
Wireless schrieb:Es wächste eine kleine Gemeinschaft im Laufe der Zeit durch das Eintreten von Menschen, welche die geltenden Regeln auch als selbstverständlich und lebenswert ansehen.
Da muss ich Dir aber widersprechen. Die Menschen, die in eine solche Gemeinschaft eintreten, akzeptieren diese Ornung schon. Aber es wird immer Menschen geben, die das nicht tun.
Wireless schrieb:Für Entscheidungen werden Räte oder Versammlungen gebildet.
So ist es ja jetzt auch, wenn alle die Entscheidungen der Räte (Bundestag) akzeptieren würden, müssten die Entscheidungen auch nihct durchgesetzt werden. Oder nicht?


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:36
@kleinundgrün
Ok, ich sehe schon, das wird umfangreicher. :)

Einen Widerspruch kann ich nicht erkennen. Es ist meine Vorstellung, wie die Entwicklung einer solchen Gesellschaft möglich wäre. Es ist sicher von Vorteil, wenn die ersten Menschen in dieser Gesellschaft, sich freiwillig an die Regeln halten. Sollten dann einzelne hinzukommen oder hineingeboren werden, welche sich nicht an die Regeln halten ist das "Problem" durch die Gemeinschaft regulierbar. Es können sich im kleinen Kreis Mechanismen herausbilden, wie man wirksam damit umgeht.

Es gibt auch in der jetzigen Gesellschaftsform Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Das kann als Argument nicht wirklich benutzt werden. Die Frage ist, gibt es dann mehr Menschen die sich nicht an die Regeln halten? Ist die Gesellschaft in der Lage soetwas zu regulieren?

Der Bundestag ist nicht die Form von Versammlung oder Räten die eine direkte Mitbestimmung erlaubt. Die Piraten versuchen soetwas wie direkte Demokratie, aber man sieht, dass dies durchaus problematisch und träge ist.


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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:41
Ich möchte das auch nicht vertiefen.
Wireless schrieb:Es können sich im kleinen Kreis Mechanismen herausbilden, wie man wirksam damit umgeht.

Aber hierzu fallen mir keine gewaltfreien oder nicht entwürdigenden Mechanismen ein, wie Menschen zu "überzeugen" wären, die sich selber näher sind als einer Gemeinschaft oder die diese Form der Gemeinschaft schlicht ablehnen.


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BlingBlue
ehemaliges Mitglied

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Selbstversorgung und Anarchie - ist die Utopie erstrebenswert?

11.07.2012 um 16:43
@vegan33


Allein das sie eine idealisierte Utopie ist macht sie erstrebenswert, aber reiner Anarchismus ist so nicht möglich, weil sie paradox ist.Genauso wenig ist es möglich ohne Leid zuleben.
Aber wenn wir uns die Definition des Begriffes Utopia im gleichnamigen Buch von Thomas More anschauen, dann wissen wir, das vieles was damals als nicht umsetzbar und utopisch galt heute die Regel ist, sprich die Bedeutung des Begriffes Utopia ändert sich stetig und ist demnach in reiner Natur nicht umsetzbar.Damals galt die Gleichheit zwischen den Geschlechtern als utopisch, heute halt der Egalitarismus.


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