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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

376 Beiträge, Schlüsselwörter: Schweiz Demokratie 1:12
Ashert001
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 10:30
Das ist eigentlich Heuchelei, wenn man sagt niemand hat die Löhne festzulegen (weil Willkür) aber gleichzeitig heute sehr hohe Löhne für wenige existieren, die anscheint doch irgendjemand festgelegt hat.

Sehr hohe Löhne für wenige bedeuten auch immer Umverteilung nach oben, das heißt die Arbeit anderer die genauso fleißig sind wird automatisch niedriger entlohnt. Das empfinden viele als ungerecht, also ist das sich wehren dagegen, doch auch eine Form von Gerechtigkeit!
Unabhängig von der Diskussion ob diese Initiative gerechtfertigt ist sollte man sich vielleicht auch direkt mal die Kehrseite der Medaille ansehen.

Diskussion: 1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne (Beitrag von Raptor)
Das sind doch Märchen, wenn man die eingesparte Lohnsumme für die Topverdiener nach unten wird umverteilt, bleiben der AHV auch die Einnahmen erhalten.

Die AHV ist nicht abhängig nur von der Höhe einzelner Spitzenlöhne, sondern von der totalen Lohnsumme.

Speziell die Topverdiener lassen sich auch zumeist auch über Dividenden und Auslandsgesellschaften vergüten, die waren schon vorher steuerfrei also für die AHV kaum von Nutzen.

Man kann doch nicht immer über die "Umgehungsmöglichkeiten" eine erstmal gute Idee kaputt machen! Vielleicht lassen sich die Manager in Zukunft auch nur noch in afrikanischem Elfenbein bezahlen.

Das ist doch alles kein Argument, das sind die Schlupflöcher die ausgetrocknet gehören. Dafür muss man allerdings auch erstmal überhaupt Ansprüche gegen die Umverteilung nach oben stellen!

Solange sich das Geld nicht irgendwo in nichts auflöst, kann man es auch in die AHV führen!


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 10:44
@Ashert001

Das ist eigentlich Heuchelei, wenn man sagt niemand hat die Löhne festzulegen

Das nennt man freie Marktwirtschaft.
Ashert001 schrieb:Die AHV ist nicht abhängig nur von der Höhe einzelner Spitzenlöhne, sondern von der totalen Lohnsumme.
Spitzenlöhne ergeben aber die Lohnsumme :ask:
Die AHV funktioniert durch Umverteilung, weil es ein Maximum und Minimum der AHV Rente gibt.
Dass heisst ein Topverdiener bezahlt mehr in die AHV ein bekommt aber gleich viel wie einer der weniger einzahlt. Dieses Geld kommt dann den weniger gut Verdienenden zu gute.
Speziell die Topverdiener lassen sich auch zumeist über Dividenden und Auslandsgesellschaften vergüten, die waren schon vorher steuerfrei also für die AHV kaum von Nutzen.
Anscheinend aber nicht alle, da die Zahlen der Studie auf Steuererklärungen /-einnahmen basieren.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 11:38
Ich bin ehrlich gesagt erschüttert was für ein Menschenbild manche hier haben und was für einen Sinn für Gerechtigkeit.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 11:57
Naja das was hier geschrieben wird Spiegelt ja nicht unbedingt das Menschenbild wieder sondern ist Realität, leider.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 12:30
@Ashert001
Ashert001 schrieb:Das ist eigentlich Heuchelei, wenn man sagt niemand hat die Löhne festzulegen (weil Willkür) aber gleichzeitig heute sehr hohe Löhne für wenige existieren, die anscheint doch irgendjemand festgelegt hat.
Lern lesen. Oder verstehen, ganz wie es dir beliebt.
Ich halte nichts davon etwas gesetzlich festzulegen, das auf einer zweifelhaften Grundlage (Entlohnung als Frage der Gerechtigkeit) beruht und das dann auch nur mit einem Schlüssel (1:12), dessen einzige Qualität seine Eingängigkeit ("Ey, der verdient ja in einem Monat mehr als ich in einem Jahr!") ist.

Privat kann jeder veranstalten, was er will, aber ein gesetz sollte schon auf einer stabileren Grundlage beruhen als auf dem subjektiven Gerechtigkeitsempfinden von einzelnen, das von irgendwelchen Populisten mit dem Märchen vom gerechten Lohn ausgenutzt wird, indem man willkürlich eine Zahl rausgreift und das dann, vollkommen ohne Grundlage, als gerechten Lohn bezeichnet.

Bis jetzt war ja noch niemand auch nur ansatzweise fähig, mir zu sagen, woran man "gerechte Löhne" festmachen soll. Manche Löhne werden einfach nur für ungerecht befunden. Punkt.
Wie man genau einen "gerechten Lohn" ermitteln soll? Keine Antwort.
Wie man einer Leistung eine bestimmte Wertigkeit in Relation zu anderen zuweisen soll? Keine Antwort.
Wer das zu bestimmen hat, wann ein Lohn gerecht ist und wann nicht? Keine Antwort.

Fakt ist: Diese ganze Sache beruht darauf, dass manche der Meinung sind (bzw. so tun als ob), dass die Entlohnung in irgendeiner Form die Frage der Gerechtigkeit sei. Dafür wird dann die Lösung präsentiert: 1:12. Dafür gibt es keinerlei nachvollziehbare Grundlage. Es klingt einfach nur gut. Wie schon geschrieben, "Ey, der verdient ja in einem Monat mehr als ich in einem Jahr!" ist eingängig.

Aber es kann kein einziger Unterstüzer dieser Idee darlegen, wieso ausgerechnet 1:12 in einer "gerechten" Entlohnung resultieren sollte. Das ist einfach gerecht. Punkt. Nur nicht weiter nachdenken, es geht um Gerechtigkeit, wer dagegen ist, ist für Ungerechtigkeit. Punkt. Keine weitere Diskussion nötig. Ob man Leistungen eine bestimmte Wertigkeit zuweisen kann? Irrelevant, es geht um Gerechtigkeit! Wie man das monetär abbilden soll? Irrelvant, es geht um Gerechtigkeit! Wieso man dann ausgerechnet 1:12 hernimmt und das unter die Parole des "gerechten Lohns" setzt? Irrelvant, es geht um Gerechtigkeit!

@Kybernetis
Kybernetis schrieb:Ich bin ehrlich gesagt erschüttert was für ein Menschenbild manche hier haben und was für einen Sinn für Gerechtigkeit.
Bei dem Sinn für Gerechtigkeit bin ich ganz deiner Meinung. Da bin ich auch erschüttert, wie manche den Begriff der Gerechtigkeit für Parolen missbrauchen.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 12:38
@tris

Es ist also gerecht das Millionen von Menschen für einen Hungerlohn arbeiten, sogar vom Steuerzahler subventioniert werden müssen durch Aufstockung, nur damit die Bilanzen der Unternehmen stimmen, während auf der anderen Seite der CEO das 300 Fache des normalen Arbeiters verdient obwohl es noch vor 30 Jahren üblich war "nur" das 30 Fache zu verdienen? Es ist für dich gerecht das Menschen für die selbe Arbeit 30% weniger lohn bekommen weil sie bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten und von Firma zu Firma geschickt werden um die Lohnkosten niedrig zu halten und damit die Gewinne stimmen um die enormen Dividenden auszuschütten? Das ist für dich Gerechtigkeit? Ist es für dich gerecht das 6,9 mio Menschen die im Niedriglohnsektor sind an Altersarmut leiden werden (und es sind nicht nur diese Menschen die davon betroffen sein werden)? Zwischen 2012 und 2013 ist die Altersarmut um 6,6% angestiegen Tendenz steigend, was glaubst du hat das für Auswirkungen wenn Millionen von Menschen begreifen werden, das sie im Alter nicht über die runden kommen werden und ebenfalls durch Hartz4 aufstocken müssen, aber immer weniger Arbeiter genug verdienen um überhaupt Steuern zu zahlen? Das ist deine Gerechtigkeit? Das ist deine Marktwirtschaft?

Wann begreifst du das die Marktwirtschaft völlig aus dem Ruder läuft?


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Ashert001
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 12:43
Raptor schrieb:Die AHV funktioniert durch Umverteilung, weil es ein Maximum und Minimum der AHV Rente gibt.
Dass heisst ein Topverdiener bezahlt mehr in die AHV ein bekommt aber gleich viel wie einer der weniger einzahlt. Dieses Geld kommt dann den weniger gut Verdienenden zu gute.
Die die AHV erhebt keine progressive Abgabe, das heißt die Topverdiener werden eben nicht nach Leistungsfähigkeit besteuert. Das ist wie eine Einkommenssteuer nur als Flat Tax.

Deswegen kann gegenwärtig auch ein Topverdiener durch mehrere Kleinverdiener ersetzt werden, die mit dem selben Geld den selben Prozentsatz aus einer niedrigeren Einkommensklasse zahlen.

Wahrscheinlich hat man schon früher gesagt, wie kann man nur den Adel abschaffen? Wer soll denn in Zukunft die Münzen ins arme Volk werfen? Doch nur rückschrittlich, auf sowas sollte man doch heute eigentlich nicht mehr reinfallen! :|
tris schrieb:Ich halte nichts davon etwas gesetzlich festzulegen, das auf einer zweifelhaften Grundlage (Entlohnung als Frage der Gerechtigkeit) beruht und das dann auch nur mit einem Schlüssel (1:12), dessen einzige Qualität seine Eingängigkeit ("Ey, der verdient ja in einem Monat mehr als ich in einem Jahr!") ist.
Die Alternative zu: ("Ey, der verdient ja in einem Monat mehr als ich in einem Jahr!")

ist doch nur: ("Ey, diese Sklaven verdienen im Jahr ja immer noch mehr als ich im Monat")

was ist jetzt besser?

Wenn die Löhne nicht gesetzlich festgelegt werden, machen die Manager und Bosse doch quasi nur ihre eigenen, auf Kosten der Mehrheit. Die werden doch nicht irgendwie mit der Belegschaft abgestimmt!

Wieso zählt das Argument der Bevormundung hier immer nur für eine Seite?


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:03
@Kybernetis
Ist das tatsächlich so schwer zu lesen bzw. zu verstehen?

Aber dann eben nochmal für dich:

Es gibt nur eine Art Lohn, der gerecht sein kann: Einer, der sich an dem tatsächlichen Wert einer Leistung orientiert. Jetzt ist ja schon fraglich, ob es sowas überhaupt gibt. Dass eine Leistung einen Wert hat ist klar, aber welchen? Wie soll man das in Relation zu anderen Leistungen stellen? Denn das müsste man tun, um eine gerechtes Lohnsystem zu erhalten.

Und da sind wir noch garnicht bei der Frage angelangt, wie man das monetär darstellen soll. Welche Leistung normieren wir als Wert 1 und welche Lohn schreiben wir ihr zu, damit wir dann von dort aus die anderen gerechten Löhne berechnen (wenn wir überhaupt soweit gekommen sein sollten, also wir es überhaupt geschafft haben, Leistungen in einer Relation zueinander zu stellen).

Solange ein irgendwie geartetes Lohnsystem diese Fragen nicht beantworten kann, ist es nichts weiterr als ein Hohn, ein billige Parole und ein übler Missbrauch des Begriffs der Gerechtigkeit. Wer sich zu dieser Bauernfängerei hergeben will, bitte, ich für meinen Teil habe das nicht vor.

Wenn du also diese Fragen beantworten kannst, okay, dann können wir weiterreden.

Ich persönlich glaube aber nunmal, dass diese Fragen, die beantwortet werden müssten, um einen tatsächlich (und nicht nur einer Parole nach) gerechten Lohn zu ermöglichen, garnicht beantwortet werden können.
Schau dir den Wikipedia-Artikel zu Gerechtigkeit an, den @kario freundlicherweise zitiert hat. Zwei wichtige Worte darin: "Angemessen" und "unparteiisch". Wie soll aber etwas angemessen festgelegt werden, wenn es keinerlei nachvollziehbare Grundlage dafür gibt? Und wer ist dazu befähigt, das unparteiisch festzulegen? Auch nach diesen Voraussetzungen wäre ein "gerechter Lohn" also garnicht möglich.

Deswegen hat Entlohnung m.E. auch nichts mit Gerechtigkeit zu tun, kann es auch garnicht, weil es keine Grundlage gibt, an der man angemessen und unparteiisch das festmachen könnte.

Und deswegen sind auch deine fragen an mich überflüssig. Ich habe nie behauptet, dass ich das, was du auflistet, für gerecht befinde. Ganz einfach, weil sich die Frage nach Gerechtigkeit garnicht stellt. Du hättest mich auch fragen könne, ob ich es gerecht finde, dass Rosen rot und Gänseblümchen weiß sind. Diese Frage wäre genauso sinnlos, da es sich auch hier um etwas handelt, bei dem es garnicht um Gerechtigkeit geht, garnicht darum gehen kann.

@Ashert001
Ashert001 schrieb:Die Alternative zu: ("Ey, der verdient ja in einem Monat mehr als ich in einem Jahr!")

ist doch nur: ("Ey, diese Sklaven verdienen im Jahr ja immer noch mehr als ich im Monat")

was ist jetzt besser?
Habe ich das behauptet? Lies bitte, was ich chreibe, und phantasiere dir nicht irgendwas zusammen.
Ashert001 schrieb:Wenn die Löhne nicht gesetzlich festgelegt werden, machen die Manager und Bosse doch quasi nur ihre eigenen, auf Kosten der Mehrheit. Die werden doch nicht irgendwie mit der Belegschaft abgestimmt!
Nur, weil die Manager weniger verdienen, verdienen die anderen Angestellten aber nicht mehr. Inwiefern werden also die "normalen" Angestellten dadurch bevormundet?


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:06
@tris

Du findest die Zustände nicht gerecht, sagst aber das sich die Frage nach Gerechtigkeit nicht stellt? Erklär mir das mal bitte. Es ist wede objektiv noch subjektiv begründbar einem Menschen das 300 Fache des Lohnes zu zahlen, niemand leistet so viel das der 300 mal mehr wert ist, das ist schlichtweg Wahnsinn...
tris schrieb:Ich habe nie behauptet, dass ich das, was du auflistet, für gerecht befinde. Ganz einfach, weil sich die Frage nach Gerechtigkeit garnicht stellt.


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Ashert001
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:10
1:12 ist im Grunde nur ein Kompromiss von früher zu heute, das Quote ist keinesfalls reine Willkür.

"Noch 1984 betrug die Differenz zwischen dem Schweizerischen Medianlohn und dem durchschnittlichen Lohn eines Top-Managers 1:6 . Heute sind wir bei 1:93. Die Abzockerei ist also ein sehr junges Phänomen – die 1:12-Initiative ist so gesehen sogar sehr bescheiden."
http://www.cedricwermuth.ch/zwoelf-buergerliche-argumente
tris schrieb:Nur, weil die Manager weniger verdienen, verdienen die anderen Angestellten aber nicht mehr. Inwiefern werden also die "normalen" Angestellten dadurch bevormundet?
Wenn die Unternehmen keine überbordeten Spitzengehälter mehr zahlen, können sie nur drei Dinge mit dem Geld machen, entweder:

1. Mehr investieren, wäre ja sicher auch gut.

2. Mehr Dividenden zahlen, was sofort die Gewerkschaften auf den Plan ruft, denn Unternehmen die viel an ihre Aktionäre zahlen, könnten ja auch immer höhere Löhne auf Kosten der Dividende zahlen.

3. Oder man erhöht erstmal nur die Eigenkapitalquote des Unternehmen, was auf Dauer aber auch nicht viel Sinn macht.

Deswegen ist es auch sehr wahrscheinlich, das nach 1:12 auch die normalen Löhne alle steigen!


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:22
@Ashert001
Ashert001 schrieb:Die die AHV erhebt keine progressive Abgabe, das heißt die Topverdiener werden eben nicht nach Leistungsfähigkeit besteuert. Das ist wie eine Einkommenssteuer nur als Flat Tax.
Entweder wir reden an uns vorbei oder einer von uns ist falsch informiert...

Soviel ich weiss muss 8.4% des Lohnes der AHV einbezahlt werden, das führt uns dann unweigerlich wieder zu dieser Grafik:

b13bfc AHV Beispiel


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:24
@Kybernetis
Kybernetis schrieb:Du findest die Zustände nicht gerecht, sagst aber das sich die Frage nach Gerechtigkeit nicht stellt?
Wenn sich die Frage nach Gerechtigkeit nicht stellt, kann ich es natürlich nicht als gerecht betrachtet. Aber eben auch nicht als ungerecht.

Ich finde diese Zustände nicht unbeingt gut, aber es als Gerechtigkeit (ich erinnere: angemessen und unparteiisch) zu bezeichnen? Das wäre ein Missbrauch des Wortes für "Ich finde blöd, dass...". Und das ist es, was mir besonders sauer aufstößt: Der Begriff der Gerechtigkeit wird missbraucht, weil es einfahc gut klingt.
Kybernetis schrieb:Es ist wede objektiv noch subjektiv begründbar einem Menschen das 300 Fache des Lohnes zu zahlen
Aber du kannst objektiv oder subjektiv begründen, wieso man das nicht tun sollte?
Kybernetis schrieb:niemand leistet so viel das der 300 mal mehr wert ist, das ist schlichtweg Wahnsinn...
Siehst du, und genau das ist m.E. der Denkfehler an der ganzen Sache: Die Entlohnung hat nichts mit Wertigkeit zu tun. Man kann keiner Leistung einen bestimmten (ideellen) Wert zuordnen, man kann auch die Werte zweier Leistungen nicht in Relation zueinander setzen. Dementsprechend kann der Lohn auch nicht den Wert der Leistung ausdrücken.

@Ashert001
Ashert001 schrieb:1:12 ist im Grunde nur ein Kompromiss von früher zu heute, das Quote ist keinesfalls reine Willkür.
Es geht um "gerechten Lohn". Wenn man nicht nachweisen kann, wieso ausgerechnet 1:12 diesen "gerechten Lohn" darstellen soll und nicht irgendetwas anderes, ist es willkürlich.
Ashert001 schrieb:1. Mehr investieren, wäre ja sicher auch gut.
Weil die im Vorstand oder im Aufsichtsrat ja drinhocken und sich sagen: "Ach, wir würden ja so gerne was investieren, aber unsere bösen Topmanager nehmen das ganze Geld. Seufz!" Oder wie stellst du dir das vor?
Ashert001 schrieb:2. Mehr Dividenden zahlen, was sofort die Gewerkschaften auf den Plan ruft, denn Unternehmen die viel an ihre Aktionäre zahlen, könnten ja auch immer höhere Löhne auf Kosten der Dividende zahlen.
Du meinst die Gewerkschaften, die angesichts der hohen Managergehälter jetzt schon den Arsch nicht richtig hochkriegen und aufgrund der Unfähigkeit ihrer Spitzenleute nach dem Staat plärren, anstatt die Sache selbst in die Hand zu nehmen?

Damit ließe sich tatsächlich was ändern: Tarifverträge nur für Gewerkschaftsmitglieder (würde die Bedeutung der Gewerkschaften steigern) und Gewerkschaftler, die keine Pfeifen, die ihre Unfähigkeit durch das Abwälzen der Verantwortung auf den Staat demonstrieren, an die Spitze wählen.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:29
Natürlich kann ich das. Niemand leistet so viel mehr das er 300 mal mehr Gehalt erhalten soll als seine Mitarbeiter. Vor 30 Jahren waren die CEO's genau so gut wie heute und die haben das 30 Fache Gehalt bekommen und leben noch heute davon im Luxus. Keine Arbeit ist 300 mal mehr Wert als eine andere Arbeit, das ist rational einfach nicht mehr zu vermitteln.
tris schrieb:Aber du kannst objektiv oder subjektiv begründen, wieso man das nicht tun sollte?


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:38
@Kybernetis
Kybernetis schrieb:Natürlich kann ich das. Niemand leistet so viel mehr das er 300 mal mehr Gehalt erhalten soll als seine Mitarbeiter. Vor 30 Jahren waren die CEO's genau so gut wie heute und die haben das 30 Fache Gehalt bekommen und leben noch heute davon im Luxus.
Subjektiv kannst du es also mittels "Ich finde, dass..." begründen. Finden kann man aber viel, auch die Gegenposition kann man mit "Ich finde, dass..." begründen.

Das als einzige Grundlage eines Gesetzes zu nehmen, halte ich für etwas dürftig.
Kybernetis schrieb:Keine Arbeit ist 300 mal mehr Wert als eine andere Arbeit, das ist rational einfach nicht mehr zu vermitteln.
Bezüglich dem Zusammenhang zwischen Wertigkeit einer Leistung und ihrer Entlohnung bin ich bereits mehrfach lang und breit eingegangen. Liegt natürlich bei dir, darauf nicht einzugehen.

Genaugenommen warte ich immernoch darauf, dass mir irgendjemand rational begründet, inwiefern Entlohnung und Wertigkeit zusammenhängen sollen. Und noch mehr, wie man da "Gerechtigkeit" unterbringen soll.


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:43
@tris

Wo steht denn da "Ich finde das..."? Es steht doch wohl außer Frage das kein Mensch der Welt so viel leisten kann das er das 300 Fache bekommt wie ein anderer. Das ist schlichtweg nicht möglich. Selbst ein Bundeskanzler der die Verantwortung über einen ganzen Staat bzw einer ganzen Volkswirtschaft hat, verdient nur einen Bruchteil von dem Lohn eines Spitzen CEO's, ich bitte dich...


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 13:53
@Kybernetis
Kybernetis schrieb:Wo steht denn da "Ich finde das..."?
Du findest, dass niemand so viel mehr leistet, dass er das 300-fache erhalten soll.
Du findest, dass die CEOs vor 30 Jahren genauso gut waren und auch schon genug verdient haben.
Kybernetis schrieb:Es steht doch wohl außer Frage das kein Mensch der Welt so viel leisten kann das er das 300 Fache bekommt wie ein anderer. Das ist schlichtweg nicht möglich. Selbst ein Bundeskanzler der die Verantwortung über einen ganzen Staat bzw einer ganzen Volkswirtschaft hat, verdient nur einen Bruchteil von dem Lohn eines Spitzen CEO's, ich bitte dich...
Dazu habe ich doch schon mehrmals geäußert: Die Entlohnugn hat rein garnichts mit der Wertigkeit irgendeiner Leistung zu tun. Für die Entlohnung einer Leistung sind andere Leistungen und deren Entlohnung letztlich vollkommen irrelevant. Man vergleicht es nur gerne, genauso wie X die Rosen in Nachbars Garten mit seinen vergleicht.

Das ist aber nunmal nicht die Grundlage des heutigen Entlohnungssystems und solange man verschiedene Leistungen nicht konkret in Relation zueinander setzen kann, kann es auch kein vernünftiges Entlohnungssystem geben, das darauf beruht.


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Ashert001
Diskussionsleiter
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 14:24
tris schrieb:Weil die im Vorstand oder im Aufsichtsrat ja drinhocken und sich sagen: "Ach, wir würden ja so gerne was investieren, aber unsere bösen Topmanager nehmen das ganze Geld. Seufz!" Oder wie stellst du dir das vor?
Genauso als Manager denkt man ja erstmal an sich selber, die Firma kommt erst an zweiter Stelle. Die reiten einfach nur das Pferd bis es tot ist.

Deswegen kennt das Wachstum der Spitzengehälter ja auch keine Grenzen, egal ob es mit den Firmen auf oder bergab geht!

Von 1984 1:6 bis heute 1:93 in den Gehältern, die Firmen haben in der gleichen Zeit doch niemals ein Umsatzwachstum in dieser Größe hingelegt!
Auch keine Volkswirtschaft wächst in diesem Tempo!
Raptor schrieb:Soviel ich weiss muss 8.4% des Lohnes der AHV einbezahlt werden, das führt uns dann unweigerlich wieder zu dieser Grafik:
Ja und das ist die Flat Tax und sie ist ungerecht. Denn 8,4% bedeuten für einen Einkommensmillionär ja was völlig anderes als etwa für ein Niedriglohnempfänger.

Für den Menschen zählt doch nicht nur irgendeine Summe die man zahlt sondern vor allem das, was man Ende noch übrig hat!

Als Einkommensmillionär nur 8,4% zu zahlen genau wie die Armen, bleibt für diesen doch eine rein fiktive Belastung, die das Leben nicht die Spur belastet.

Deswegen hat man etwa für die Einkommensteuer ja auch die Progression erfunden, einfach den steigenden Steuersatz mit steigendem Einkommen!

Da es in der AHV aber nun mal keine Progression gibt, brauch man auch keine Spitzenverdiener dafür, man muss nur dafür sorgen, das die Masse die Rechnung mit dem selben Geld übernimmt!

Was einer zahlt, können auch viele zahlen. Geld verschwindet nie im Nichts, irgendjemand hat es immer und der profitiert dann natürlich auch immer vom Mangel woanders daraus!


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collectivist
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 14:28
tris schrieb:Und die Fachkräfte, an denen Mangel herrscht, bekommen gut bezahlt.
Und warum werden dann Fachkräfte z.B. in der Pflege oder in der Gastronomie so schlecht bezahlt, obwohl ein eklatanter Fachkräftemangel in den besagten Berufen herrscht?


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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 14:45
@collectivist
collectivist schrieb:Und warum werden dann Fachkräfte z.B. in der Pflege oder in der Gastronomie so schlecht bezahlt, obwohl ein eklatanter Fachkräftemangel in den besagten Berufen herrscht?
Das Problem ist hier, dass die Kunden nicht bereit sind (entweder, weil sie es nicht können oder weil sie es nicht wollen), die dadurch für sie anfallende Preiserhöhung zu übernehmen.


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collectivist
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1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

25.10.2013 um 14:54
tris schrieb:Das Problem ist hier, dass die Kunden nicht bereit sind (entweder, weil sie es nicht können oder weil sie es nicht wollen), die dadurch für sie anfallende Preiserhöhung zu übernehmen.
Das mag vielleicht auf die Gastronomie zutreffen, aber in der Regel werden Kosten für die Altenpflege von den Krankenkassen und den Rentenversicherungen übernommen... demnach sind die also zu geizig


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