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Isis, Krieg, Terroristen. Sinn und Zweck? Sinnlos?

501 Beiträge, Schlüsselwörter: Krieg, Terror, Isis

Isis, Krieg, Terroristen. Sinn und Zweck? Sinnlos?

03.03.2015 um 21:36
Glünggi schrieb:Bislang fahren wir einen Kuschelkurs. Wir wollen nicht zuviel riskieren, den Terror nicht zu sehr provozieren und überlassen den Hauptteil den Einheimischen. Nach einem zweiten 9/11 wird sich das aber schlagartig ändern.
3/4 der Franzosen sind nach Charlie Hedbo für den Einsatz der Franzosen im Irak.
Und was meinst Du, wo das wohl Hinführern und Enden wird? In einem Happy End wohl kaum.

Ne, dieser Sack Würmer kann nur von innen heraus, durch die gemäßigten Sunniten in Syrien und im Irak, geöffnet und entradikalisierend beeinflusst werden. Jede Aktion von außen wird dem IS nur noch mehr Zulauf bescheren.

Selbst ein zerbrechen des IS, durch zb. machtinterne Kämpfe wäre nicht erstrebenswert, da die daraus entstehenden Splittergruppen nur noch unkontrollierter und brutaler ihre alten Ziele verfolgen würden als bisher, um sozusagen auf dem Wege einer dschihadistischen Castingshow die Vorherrschaft in den Regionen zu erlangen.

Und eine erneute Intervention ausländischer Truppen
im Irak oder in Syrien würde den IS nur stärken, weiteren Zulauf verschaffen und sie letztendlich von Terroristen zu Märtyrer im Kampf gegen die Besatzungstruppen der Kuffar werden. Was wie die Vergangenheit zeigt, nur ein weiteres Mal in einem Fiasko für die intervenierenden Truppen endet.

Nee, wenn dort ausländische Truppen einmaschierten, dann nicht mit dem Vorsatz den IS zu zerschlagen und die Region zu “befrieden,“ sondern um alle sich dort befindlichen Dschihadisten zu töten, was fast einem Genozid gleichkäme und den Terror auf der Welt wohl alles andere als beenden würde.


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Isis, Krieg, Terroristen. Sinn und Zweck? Sinnlos?

03.03.2015 um 23:19
@Chesus
Wenn sowas wie ein zweites 9/11 passiert, dann werden Konsequenzen gefordert. Ich sehe das als fast unvermeidbar an. über Sinn oder Unsinn kann man gerne diskutieren... aber ich denke das wird nichts daran ändern.
Terroristen töten wir so oder so und mit Luftschlägen durch Flugzeuge und Drohnen kommt das Urteil ohne Richter. Gefängnisse gibt's nur mit Bodentruppen.
Und ja klar liegt es auch an den Sunniten, aber nicht nur. Die Machtverteilung muss einfach fair sein, so dass sich keiner vom andern unterdrückt fühlt , das würde schon viel bringen.


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04.03.2015 um 12:16
@Glünggi
Dass dann Konsequenzen gefordert werden würden, ist klar.
Aber es ist den Amerikanern ebenso klar, dass zukünftige Bodentruppen durch die asymmetrische Kriegsführung wieder im Handumdrehen aufgerieben werden und Sie nicht in der Lage sein werden das Gebiet langfristig und stabil kontrollieren zu können.

Also würde ein Einmarsch nur mit dem klaren Ziel Sinn machen, sich nicht auf einen weiteren Besatzungskrieg einzulassen, sondern den IS mit all seinen Anhängern, (schätzungsweise um die 25.000 – 30.000 Mann) so schnell wie möglich und für alle Zeiten auszulöschen. Was völkerrechtlich natürlich nicht abgesegnet werden könnte und zum anderen die Gewalt dann gänzlich eskalieren würde

Tja, Luftschläge sind zwar in einzelnen Schlachten sehr hilfreich und können auch mal temporär den Nachschub des Feindes zum Erliegen bringen aber weder kann man damit das ganze Gebiet unter Kontrolle bekommen noch dem IS damit wirklich gravierende Schäden zufügen. Eher scheint so als ob die Bombardierungen immer mehr Kämpfer aus allen Teilen der Welt dazu bewegen würden sich dem aus ihrer Sicht Heiligen Krieg gegen die ungläubigen anzuschließen.
Glünggi schrieb:Und ja klar liegt es auch an den Sunniten, aber nicht nur. Die Machtverteilung muss einfach fair sein, so dass sich keiner vom andern unterdrückt fühlt , das würde schon viel bringen.
Aufwachen Schlafmütze. Denn leider gibt es dort niemanden mehr, außer den gemäßigten Sunniten, die noch etwas bewirken könnten. Alle anderen wurden von den Kämpfern des IS entweder getötet oder vertrieben.

Und die radikalen Sunniten des IS sind bestimmt nicht an einer Veränderung ihrer bestehenden Machtverhältnisse interessiert, die so schon unter Saddam existierten und auch zu dieser Zeit schon von ihnen genutzt wurde, um die irakischen Schiiten zu unterdrücken und zu ermorden ...


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04.03.2015 um 12:53
@Chesus
Die Amerikaner haben damals zusammen mit den gemässigten Sunniten die AL Kaida im Irak quasi besiegt. Es war der schiitische Machthaber Maliki der die Terroristen zurück holte mit seiner Politik gegen die Sunniten. Darum sagte ich dass es nicht nur auf die Sunniten ankommt. Ich rede vom ganzen Land... dass im Herrschaftsgebiet der IS nur noch Sunniten leben ist mir schon klar.


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04.03.2015 um 14:55
@Glünggi

Alles soweit richtig, aber...
Glünggi schrieb:Darum sagte ich, dass es nicht nur auf die Sunniten ankommt. Ich rede vom ganzen Land ...
Das, was tun sollte, um die Lage zu entspannen?
Den Sunniten mehr politische Macht und Selbstbestimmung im Irak zusprechen, wenn sie im Gegenzug den islamischen Staat aufgeben?
Man dieser Vorschlag würde im IS bestimmt zu dem Brüller werden.

Für einen politischen Richtungswechsel der Annäherung zwischen Sunniten & Schiiten ist es leider zu spät, seitdem sich die Sunniten gewahr wurden, was ihr kleiner Bevölkerungsanteil von ca 35% doch alles Erreichen kann, wenn er sich miteinander gegen den Rest der Welt verbündet.

Des Weiteren betrachten die Sunniten, die Schiiten ebenfalls nur als wertlose ungläubige die getötet werden müssen, wenn sie nicht konvertieren, was eine positive Einflussnahme vonseiten der Schiiten noch unwahrscheinlicher macht.

Tja, solange man kein wirksames Druckmittel gegen den IS besitzt oder Sie von den gemäßigten Sunniten wieder in den Irak integriert werden, wird ihr Kampf ungebremst weitergehen.

Aber eines ist jetzt schon sicher, und zwar dass, das was der IS innerhalb kürzester Zeit erreicht hat von anderen dschihadistischen Gruppierungen als funktionierendes Modell betrachtet und nachgeahmt werden wird.

Aber genug geschnackt und hoffe noch einmal das Du mir deine Aussage
Glünggi schrieb:darum sagte ich, dass es nicht nur auf die Sunniten ankommt. Ich rede vom ganzen Land...
Noch einmal erläuterst, falls ich etwas Gravierendes übersehen habe.


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04.03.2015 um 23:10
@Chesus
Wenn die Sunniten und Schiiten nicht zusammen können muss man halt mal über die Bücher in Sachen Länder und Grenzen.


Hier noch die Geschichte eines schweizer Dschihadreisenden und seine in Syrien festgehaltene deutsche Frau:
http://www.srf.ch/play/tv/rundschau/video/schweizer-im-dschihad?id=e0e6ca01-1428-4847-a0ed-69e9f1480471#t=1
Falls das Video nicht funktioniert.. die Sendung Rundschau wird irgendwann auf 3 Sat wiederholt.


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Draiiipunkt0
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05.03.2015 um 06:02
@Glünggi
Glünggi schrieb:Wenn die Sunniten und Schiiten nicht zusammen können muss man halt mal über die Bücher in Sachen Länder und Grenzen.
Das ist ganz großer Schwachsinn.
Es gibt millionenfach Beispiele von Menschen unterschiedlicher religiöser Richtungen, die in Freundschaft leben.
Man kann nicht für jede bescheuerte Religion ein eigenes Land aus dem Boden stampfen.


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05.03.2015 um 09:27
@Draiiipunkt0
Draiiipunkt0 schrieb:Man kann nicht für jede bescheuerte Religion ein eigenes Land aus dem Boden stampfen.
Aber zerstören kann mans, das ist dann kein Schwachsinn.
100 Jahre dabei zusehen wie sie sich gegenseitig töten, aber Hauptsache diese künstlich erschaffenen Pseudostaaten bleiben bestehen.


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Draiiipunkt0
ehemaliges Mitglied

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05.03.2015 um 12:22
@Glünggi
Glünggi schrieb:aber Hauptsache diese künstlich erschaffenen Pseudostaaten bleiben bestehen.
Erklär mal, was einen "künstlich erschaffenen Pseudostaat" ausmacht.


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z3001x
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05.03.2015 um 12:23
Glünggi schrieb:aber Hauptsache diese künstlich erschaffenen Pseudostaaten bleiben bestehen.
Was ist eigentlich ein nicht-künstlicher Staat?
Bei Irak, Syrien, Libyen wird dieses Argument, dass das ja willkürlich erschaffene künstliche Gebilde seien, angeführt, und ein Argument dabei ist immer, dass die "Stammesgebiete" willkürlich durchtrennt worden seien. Wenn man so argumentiert, setzt man aber eine ethnische, rassische, religiöse Homogenität als Voraussetzung für den Bestand eines Staats voraus.

Dabei ist das nicht die Voraussetzung, sondern eher die Diagnose der Erkrankung, dass sich die Menschen da immer noch in ihren Archaik-Mustern definieren und diese "Zugehörigkeit" zu Stamm oder der religiösen Splittergrupe so fundamentale Bedeutung hat.
Selbst wenn man die Grenzen anhand dieser Stammesgrenzen ziehen würde, würde kein Frieden einkehren, weil zum Frieden gehört, dass man eben diese Unterscheidungen und Abgrenzungsmuster überwindet.

Außerdem gibt es etliche andere Staaten die ein ähnliches Schicksal haben, bzw. deren Territorien sich über die Jahrhunderte ständig verschoben und die heute dennoch intakt sind.


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05.03.2015 um 12:38
@z3001x
@Draiiipunkt0
Die Staaten sind koloniales Erbe. Das sind alte koloniale Besitztümer aus denen man Staaten geformt hat und sie so mit einer Zentralregierung in die "Unabhängigkeit" entliess. Dabei wurde unter den Kolonialherrenaufgeteilt und nicht wirklich Rücksicht auf die dort ansässigen Völker genommen.
Hier wurde ein Grundstein gelegt:
Wikipedia: Sykes-Picot-Abkommen
Das zieht sich von China bis ans Kap von Afrika runter... und der Gipfel dieser Experimente war meiner Meinung nach Ostpakistan
Pakistan 1971
Einfach mal ein kleines Indien dazwischen... hat ja dann auch nicht wirklich lange gehalten.
Wenn wir grad bei Pakistan sind, so haben wir da Beispielsweise die Paschtunen
Regionen-der-Paschtunen
Und da sehen wir wie die Taliban halt auf beiden Seiten der Grenze wirkt.
So haben wir auch in Afrika immer grenzüberschreitende Konflikte.
Haben das Kurdenproblem und die Probleme von schiitischen und sunnitischen Minderheiten.
usw.
Klar gibt es Staaten die damit gut zurecht kommen, aber bei denen die es seit Jahrzehnten nicht hinkriegen, darf man auch mal hinterfragen, ob es Sinn macht daran festzuhalten oder ob man sich evt für neue Lösungsansätze öffnen sollte.
Selbst in einem Zoo trennt man Tiere die sich nicht vertragen. Es verstiesse gegen das Tierschutzgesetz die Tiere nicht in getrennten Gehäge unterzubringen. Aber beim Menschen schauen wir über Jahrzehnte hinweg zu wie sie sich gegenseitig quälen und abschlachten.


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Draiiipunkt0
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05.03.2015 um 12:46
@Glünggi
Glünggi schrieb:Klar gibt es Staaten die damit gut zurecht kommen, aber bei denen die es seit Jahrzehnten nicht hinkriegen, darf man auch mal hinterfragen, ob es Sinn macht daran festzuhalten oder ob man sich evt für neue Lösungsansätze öffnen sollte
Wer ist "man"?
Glünggi schrieb:Selbst in einem Zoo trennt man Tiere die sich nicht vertragen. Es verstiesse gegen das Tierschutzgesetz die Tiere nicht in getrennten Gehäge unterzubringen.
Autsch. Kein guter Vergleich :D


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05.03.2015 um 12:50
@Draiiipunkt0
Draiiipunkt0 schrieb:Wer ist "man"?
Regierungen? Zbsp solche die heute sagen, dass im 21. Jahrhundert keine neuen Grenzen gezogen werden... Die sich bewusst mit unterdrückenden Regimen vertragen, solange die Geschäfte laufen...
Draiiipunkt0 schrieb:Kein guter Vergleich
Wenn Du meinst...


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Draiiipunkt0
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05.03.2015 um 12:55
@Glünggi
Glünggi schrieb:Regierungen? Zbsp solche die heute sagen, dass im 21. Jahrhundert keine neuen Grenzen gezogen werden... Die sich bewusst mit unterdrückenden Regimen vertragen, solange die Geschäfte laufen...
Also sollte der Westen zwei Staatsgrenzen für die beiden islamischen Richtungen ziehen?
Bekommen die Christen und Atheisten dann auch eigene Staaten?
Vielleicht ziehe ich dann in den atheistischen Staat...


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05.03.2015 um 12:59
@Draiiipunkt0
Nein aber vielleicht eine russisch orientierte Ost und eine westlich orientierte Westukraine.. es ist kein ausschliessliches Religionsproblem. Nur weil es jetzt im Falle von den Schiiten und Sunniten wie in Irland zugeht. Es gibt auch Gebiete wo Sunniten untereinander ein Problem haben. Mir wär nun nicht bewusst, dass das Problem in Libyen eins zwischen Sunniten und Schiiten wäre.
Und der Westen sollte gar nichts ziehn, das sollten die Leute unter sich ausmachen. Der Westen kann gerne beratend zur Seite stehn und für faire Verhältnisse sorgen.


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Draiiipunkt0
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05.03.2015 um 13:03
@Glünggi
Glünggi schrieb:Und der Westen sollte gar nichts ziehn, das sollten die Leute unter sich ausmachen.
Klingt vernünftig.

Aber ein atheistischer Staat wäre schon klasse. Dort könnte man endlich so leben, wie man will, ohne dass einem irgendwelche religiösen Spinner ihre idiotische Lebensweise andrehen wollen.


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05.03.2015 um 13:09
@Draiiipunkt0
Also ich kann hier leben wie ich will und fühle mich auch nicht von Atheisten belästigt. ;)
Letzten Samstag waren die Zeugen Jehovas an der Tür " Nein danke kein Interesse, ok schönen Samstag" da gehen mir die " guten Tag wir vergleichen Krankenkassenprämien " Oder " Guten Tag wir führen eine Umfrage durch" schon etwas mehr auf den Geist ;)
Obwohl man die ebenso leicht abwimmeln kann, aber die Masse machts. Geschweige von den ganzen Produktewerbungen die mein Hirn penetrieren.
Ausserdem ist unser grösster Gott noch immer der gute alte Mammon. Die Religion des leicht verdienten Geldes. Das Prinzip funktioniert überkonfessionell.


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05.03.2015 um 13:17
Unkraut vergeht nicht :(


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05.03.2015 um 15:07
Man sollte, was solche Dinge angeht, versuchen, einen klaren Kopf zu behalten.
Alles überdenken.
Wem nützt es, wozu wäre es gut.

Für die zweitgrösste Religion der Welt und den Millionen Gläubigen: nützt es ihnen ?

Wem nützt das alles etwas?

Ich grüble schon länger.
Bislang kann ich keinen Nutzen für den Islam erkennen.


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05.03.2015 um 15:18
Was mich noch beschäftigt, ist die Vorgehensweise von Thomas de Maizière .

Bremen mal eben für ein Terrorgebiet erklären zu lassen, war nicht ok.

Geht man auf Wiki, und lässt man sich überhaupt auf diesen Kerl ein, wird man stutzig. Ich wurde es.


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