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Die Antideutschen

Die Antideutschen

31.10.2015 um 14:04
@Aldaris
Du solltest unterscheiden zwischen Verfassung und Nationalstaat.
Der Antinationalismus ist ja eine, wenn auch marginale Bewegung, dazu gehören wohl auch Anhänger der Esperanto-Bewegung.

Wikipedia: Anationalismus


Außerdem würde ich die Anhänger der anarchistischen Lehren dazu zählen.


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31.10.2015 um 14:07
canales schrieb:Du solltest unterscheiden zwischen Verfassung und Nationalstaat.
Inwiefern sollte ich da unterscheiden? Der Nationalstaat Bundesrepublik Deutschland beruht in seinen Grundfesten auf der Verfassung, also auf dem Grundgesetz.


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31.10.2015 um 14:08
Gegen Deutschtümmelei und Deutschnationalismus zu sein, hat mit Verfassungsfeindlichkeit nichts zu tun.
Wenn man sich ein bisschen bemüht, ist klar ersichtlich, dass genau das gemeint ist und dass man nicht beispielsweise zum Mord an der Regierung aufruft (so wie das die Herrschaften tun, die mit Galgenatrappen bei ihren "Demos" rum rennen!).


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xshiningx
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31.10.2015 um 14:11
@kofi

Ich wurde als Freidenker erzogen. Ich denke bei vielen (nicht alle) sind die Eltern schon mehr wohlhabend. Es erzeugt Druck auch was Großes zu werden. Mit dem der Kapitalismus und der weiße Mann hat an allem Schuld, kann man da gut ausbrechen aus dem Erfolgszwang.


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31.10.2015 um 14:12
@kofi
kofi schrieb:Naja, du bist ja eher konservativ, oder
Made my day. Das war aber sehr beschönigend ausgedrückt.


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xshiningx
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31.10.2015 um 14:16
@kofi

Dann macht es auch nichts, wenn man sein Sozialpädagogik- oder Politikwissenschaftstudium nicht schafft bzw. keine Arbeit findet.


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7a
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31.10.2015 um 14:20
Aldaris schrieb:Seltsam ist für mich diese pro-amerikanische und pro-imperialistische Einstellung sowie diese bedingungslose Solidarität mit Israel.
Aha, interessant, wie doch immer wieder Israel immer wieder in die Diskussion einbezogen wird, wenn es um innenpolitische Themen geht.

Was hat denn bitte Israel damit zu tun, ob sich Randgruppen entweder feindlich zum Deutschsein oder genauso schädlich übersteigert zur National-Identität (was immer das auch sei) äußern.


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Die Antideutschen

31.10.2015 um 14:23
@7a

Erstens geht es hier nicht nur um Innenpolitik, sondern allgemein um die politische Einstellung der Antideutschen. Und zweitens reibt bzw. rieb sich nun mal gerade an dieser Frage bzgl. der Positionierung der Konflikt innerhalb der Linken. Das ist ja nicht meine Erfindung.


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Warhead
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31.10.2015 um 14:30
@Aldaris
Elsässer war einst einer der Gralshüter der Antideutsch
Hier wird dir erklärt

http://copyriot.com/sinistra/reading/antideutsch.html


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KillingTime
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31.10.2015 um 14:31
@Verzerrer
Einige davon tragen Sprüche wie: "Kein Bock auf Deutschland! Gegen Nationalismus!
Klingt für mich links, ultralinks. Und antideutsch.


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31.10.2015 um 14:34
AthleticBilbao schrieb:Gegen Deutschtümmelei und Deutschnationalismus zu sein, hat mit Verfassungsfeindlichkeit nichts zu tun.
Das gilt dann aber für jedweden Nationalismus, nicht wahr?

@Warhead

Och, Else. Irgendwie taucht der Name immer wieder auf. :D


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z3001x
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31.10.2015 um 14:43
Kamen die Antideutschen nicht zur Zeit des 2. Irakkriegs auf, so 2003, und waren glühende Anhänger selbigens? Oder zumindest machten sie da von sich reden...
Irgendwas war da auch mit einer Zeitschrift namens "Bananas". Ich glaube Elsässer, der damals noch als links galt, war da Redakteur und galt auch als antideutsch...zeitlang.
Kam mir immer vor wie ein Adaptionglied zwischen linksradikal und Befürwortung von amerikanischen/westlichen Imperialismus.


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Warhead
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31.10.2015 um 14:45
@z3001x
Die Antideutschen kamen Anfang der Neunziger auf


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z3001x
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31.10.2015 um 14:47
@7a
7a schrieb:Was hat denn bitte Israel damit zu tun, ob sich Randgruppen entweder feindlich zum Deutschsein oder genauso schädlich übersteigert zur National-Identität (was immer das auch sei) äußern.
Israel nimmt nun mal eine zentrale Rolle bei der Antideutschen Selbstdefinition ein.
"Antideutsch" ist eine konkrete Bewegung und nicht dasselbe wie "Anti-Deutsch".


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31.10.2015 um 14:47
@Aldaris

Natürlich ist jedweder Nationalismus scheiße. Das denken hoffentlich auch die antideutschen.

Aber wenn man die Welt verbessern will sollte man am besten wo anfangen? Bei sich selbst!

Wenn man Nationalismus kritisiert finde ich es einen guten Ansatz den eigenen Nationalismus in den Vordergrund zu rücken, anstatt ihn zu relativieren indem man ständig mit dem Finger auf andere zeigt.


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7a
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31.10.2015 um 14:48
Aldaris schrieb:rieb sich nun mal gerade an dieser Frage bzgl. der Positionierung der Konflikt innerhalb der Linken. Das ist ja nicht meine Erfindung.
Der Unterschied zwischen der Linken und der Rechten ist was Israel angeht überhaupt keiner.
Anhänger extremer politischer Ansichten neigen da zu, sich beim gemeinsamen Feind einig zu sein.

Das Linkslager nennt ihre gemeinsame Leidenschaft Antizionisten, das Rechtslager Antisemitismus.

Da gibt es auch prominente Beispiele wie man ganz einfach von links nach rechts wechselt ohne sich verbiegen zu müssen. Stichwort Horst Mahler
Der moderne Antisemit glaubt nicht an die "Protokolle der Weisen von Zion", dafür fantasiert er über die "Israel-Lobby", die Amerikas Politik bestimmt, so wie ein Schwanz mit dem Hund wedelt. Der moderne Antisemit gedenkt selbstverständlich jedes Jahr der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar, zugleich aber tritt er für das Recht des Iran auf atomare Bewaffnung ein. Denn: "Was man Israel oder Pakistan gewährt, kann man dem Iran nicht verweigern" – Originalton Norman Paech. Oder er dreht kausale Zusammenhänge um und behauptet, die atomare Bedrohung gehe nicht vom Iran, sondern von Israel aus – wie es Professor Udo Steinbach vor kurzem in einer Sendung des WDR getan hat.
Quelle: http://www.welt.de/politik/article2123933/Der-Antisemitismus-in-seinem-neuen-Gewand.html


Aber wie bereits erwähnt, sollte überhaupt kein Thema sein bei der Frage nach dem "Antideutschen" in unserer Gesellschaft.


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31.10.2015 um 14:49
Ich habe mir das Land, in das ich hinein geboren wurde, nicht aussuchen können.

Also, warum sollte ich irgend eine wie auch immer geartete Beziehung zu einem Land haben? Ich empfinde weder Liebe noch Hass für so ein anonymes, amorphes Konstrukt wie Land/Staat. Gefühle, grosse zumal, hebe ich mir für Individuen auf, nicht für juristische Personen.

Ich lebe hier am Rand der BRD, wohne und arbeite da recht gern, weil das Land platt ist, die Leute schweigsam sind und das Wetter depressiv macht.

Ich zahle Steuern, und zwar bislang als "Besserverdienender" nicht mal wenig, und erwarte als Gegenleistung eine funktionierende Infrastruktur, eine ausreichende Gesundheitsversorgung sowie Bildung für meine Kinder nebst Rechtssicherheit für mich und meinen Besitz. Mehr nicht.

Mein Verhältnis zum Staat ist also in etwa das des sizilianischen Ladenbesitzers zur Mafia. Ich zahle Schutzgeld - und sie lassen mich in Frieden.

Warum ich deshalb Stolz auf die Mafia entwickeln sollte oder mir deren Vereinswimpel ans Auto bummeln sollte, wüsste ich nicht.

Übrigens, was ist denn eigentlich "deutsch sein"? Was und wie habe ich da zu sein? Wer legt das fest? Was passiert mit mir, wenn ich nicht deutsch genug bin?

Ich bin nicht "deutsch", ich bin ich! Und ich habe auch vor, das zu bleiben.


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z3001x
ehemaliges Mitglied

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31.10.2015 um 14:51
@Warhead
Hab sie erst nach 9/11 und vor dem Irakkrieg mitbekommen. Als stark pro-amerikanisch. Also Bejahung des Angriffs zwecks Beseitigung von Diktatur und Implementierung von Menschenrechten und Demokratie usw...selbe Rhetorik wie PNAC, Pearl & Wolfowitz und wie die damlas alles hießen.


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31.10.2015 um 14:51
@Aldaris
Aldaris schrieb:Ich habe bisher noch niemanden aus dieser Szene persönlich kennenlernen dürfen, deshalb interessiert mich, wie man als 'ehemals' oder vermeintlich Linker zu dieser seltsamen Gesamteinstellung kommt und ob das noch etwas mit links zu tun hat.
Verstehst du das wirklich nicht?

Der zunächst ins Auge fallende und klarste Gegensatz zu rechts bzw. rechtsnational ist ja eben die radikale Absage an alles Deutschnationale und damit natürlich auch an alle Neonazis, Pegidas usw. Ich glaube darüber gibt es keinen Dissens.

Der Dissens fängt besonders mit "nicht spezifisch antiamerikanisch" an und hört nicht zuletzt bei "pro Israel" auf.

Wie du weißt, ist z.B. Horst Mahler mit einem einzigen Schritt nahtlos von Linksaußen zu Rechtsaußen gegangen. Und warum? Weil es in der Historie der BRD leider extrem viele Schnittmengen zwischen der Altlinken und der nationalisten Rechten gab und gibt. Dies betrifft dfie Punkte

• Antiamerikanismus
• "regressiver Antikapitalismus"
• Antizionismus

Wir sehen, dass diese 3 Einstellungen mehr oder weniger unbeschadet durch die alte Linke von den Einstellungen des Nationalsozialismus übernommen wurden. Die größte Übereinstimmung der Altlinken mit den Nationalsozialisten, aber auch mit den Neonazis, ist ein relativ emotionaler Antiamerikanismus, dessen Kern der Kritik darin besteht, dass die Amis schon immer und heute mehr denn je Imperialisten sind und das eigentliche Übel in der ganzen Welt. Die Nazis sprachen von "jüdisch-bolschewistischer Weltverschwörug"; sie sahen in Amerika die Juden an den Hebeln der Macht, besonders beim Großkapital; erst die Juden hätten Amerika so stark gemacht. Das würde mehr oder weniger noch jeder Altlinker bestätigen, wenn auch mit leicht anderer Gewichtung. Die Altlnken regten sich genauso wie die Neurechten über den immer noch vorhandenen Einfluss der USA auf Deutschland auf: Es gibt immer noch US-Kasernen in Deutschland und es lagern weiterhin Atomraketen auf unserem Terrain. Beide, Altlinke wie Rechte, sprechen von einer nach wie vor nur begrenzten Souveränität Deutschlands, auch nach der Wiedervereinigung.

Ich glaube, so wie ich das sehe, die "Antideutschen" wollen genau diese 3 Übereistimmungen zwischen der Altlinken und der neuen Rechten zerschlagen und landen damit aber erneut wieder in unsicheren Gewässern:

• nicht antiamerikanisch zu sein bedeutet den Turbokapitalismus in Reinkultur zu unterstützen (aber tut das die deutsche Regierung nicht auch?), bedeutet imperialistische Tendenzen in der Welt zu unterstützen ("Wir verteidigen unsere Freiheit am Hindukush"), bedeutet Folter zu akzeptieren (Guantanamo) etc. Wollen die Antideutschen diese Positionen wirklich sich zu eigen machen?
• Der Antikapitalismus der Altlinken war von Anfang an ein "regressiver", indem er sich nicht nur gegen das kapitalistische System wandte, sondern gegen die moderne Technologie schlechthin. Die Schnittmenge zwischen nationalsozialistischer Träumerei (Deutschland als ein wunderschönes Agrarland bis hin zum Ural, ohne Fremde, nur "Arier") und einem spezifisch deutschen Altlinktum (Landkommunen, autarke Lebensformen, gegen alles industriell-Fortschrittliche) war/ist nach wie vor enorm.
• Der Antizionismus der Altlinken ergibt sich komischerweise als Negativfolie vor dem Hintergrund des Pro-Semitismus. Da die Altlinke (zu recht übrigens) von Anfang an pro Palästina war und einen palästinensischen Staat forderte, musste sie Israel und dessen Politik zwangsläufig für reaktionär halten, zumal aufgrund der USA-Israel-Koalition. In diesem Punkt erkenne ich übrigens den einzigen Fehler der "Antideutschen": Dass sie die Position und Politik Israels mehr oder weniger bedingungslos übernehmen und sich damit im Nahostkonflikt zwangsläufig auf eine antiarabische Position stellen. Heute gegen Israel sein bedeutet alles andere als rückblickend der nationalsozialistischen Position oder gar dem Holcaust zuzustimmen.


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31.10.2015 um 14:51
mistaz schrieb:Wenn man Nationalismus kritisiert finde ich es einen guten Ansatz den eigenen Nationalismus in den Vordergrund zu rücken, anstatt ihn zu relativieren indem man ständig mit dem Finger auf andere zeigt.
Aber ist es nicht so, dass die Antideutschen den israelischen Nationalismus befürworten oder ihn mindestens nicht kritisieren?


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