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Weltkrieg

27 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwörung, Weltkrieg, Wissenswertes ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Weltkrieg

19.03.2016 um 21:11
Hallo zusammen,

Kurze frage:

"Woher kommt eigentlich das ganze Essen während einem Weltkrieg wenn man darauf schlussfolgert das jener zwischen 4-6. Jahren andauert? "

Welche Altersklasse erzeugt diese versorgungsmittel und wie funktioniert das ganze?
Läuft die Versorgung Landesgemäß oder sorgt ein sogenanntes {Reich} für dessen Verpflegung?

Lg.

😏😏😏😏


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19.03.2016 um 21:12
Aus der Dose.


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19.03.2016 um 21:14
Wie überall sind dafür die Landwirte verantwortlich, auch im Krieg werden Felder bestellt.


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19.03.2016 um 21:52
In der Schweiz wurden alle freie Flächen verwendet auch Stadtpärke oder Fussballplätze:
anbau


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19.03.2016 um 22:30
Die werfen die Rosinenbomber ab.

Sollte man den Thread vielleicht in die Unterhaltung verschieben?


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19.03.2016 um 23:00
Zitat von tarentaren schrieb:Wie überall sind dafür die Landwirte verantwortlich, auch im Krieg werden Felder bestellt.
Naja, die Landwirte waren fast alle im Krieg, also waren es eher ihre Frauen, Kinder und Alten, die die Höfe am Laufen gehalten haben. Später kamen dann noch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene dazu, die helfen mussten ...


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20.03.2016 um 00:18
Zitat von jonny666jonny666 schrieb:wie funktioniert das ganze?
Gar nicht. Gehungert wurde im ersten wie im zweiten Weltkrieg.


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20.03.2016 um 00:51
@Narrenschiffer

Genau dies! Gar nicht.

Der Interressierte kann ja mal die Google-Akademie bemühen nach den Begriffen
-Novemberrevolution
-Nero-Befehl oder verbrannte Erde.
somit sind dann alle weiteren Spekulationen überflüssig.


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20.03.2016 um 01:03
@jonny666
Eine berechtigte Frage. Die meisten Leute stellen sich aber die Lage im 2. WK falsch vor. Deutschland hatte 1939 knapp 80 Millionen Einwohner. Die Wehrmacht hatte in den Kriegsjahren immer knapp 4 Millionen Mann gleichzeitig unter Waffen, das sind gerade mal 5% der Bevölkerung. Insgesamt dienten im gesamten Kriegszeitraum ca. 18 Millionen Mann in der Wehrmacht, immer noch nur ca. 20% der Bevölkerung.

Das bedeutet, mindestens 80% der Bevölkerung stand weiterhin dazu zur Verfügung, das "normale" Leben im Land aufrecht zu erhalten, in Industrie, Landwirtschaft usw. Freilich änderte sich dieses "normale" Leben in einigen Bereichen ganz gewaltig, in der Landwirtschaft kamen zum Beispiel sehr viele damals so genannte "Fremdarbeiter" und Kriegsgefangene zum Einsatz, und Frauen übernahmen sehr oft die Schlüsselrollen, aber unterm Strich bleibt die Tatsache, dass die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin den "normalen" Tätigkeiten nachging, wie z.B. Nahrungsmittel produzieren. Ohne das wäre der Krieg unmöglich geworden.

Natürlich entwickelten sich auch Engpässe bis hin zu Hungersnöten in bestimmten Gegenden, das kann durch Kriegszerstörungen genauso hervorgerufen sein wie durch natürliche Ereignisse (Missernten, Wetter) oder beabsichtigte Dinge (schwere Hungersnot in der Ukraine und anderen Teilen der Sowjetunion durch Besatzungspolitik der Deutschen, die Nahrungsmittel von dort nach Deutschland umleiteten usw. )

Dazu kam dann in allen beteiligten Ländern Rationierung, Schwarzhandel usw.

Fazit: Es gab Einschränkungen, es gab vereinzelt auch richtig Hunger, aber alles in allem gab es genug Nahrung um Krieg zu führen.


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20.03.2016 um 01:30
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Insgesamt dienten im gesamten Kriegszeitraum ca. 18 Millionen Mann in der Wehrmacht, immer noch nur ca. 20% der Bevölkerung.
Übertragen auf China wären 20% der Bevölkerung 260 Millionen Soldaten!


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20.03.2016 um 01:38
Hehe, hoffen wir mal China beginnt keinen Krieg...


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20.03.2016 um 01:39
Zitat von GlünggiGlünggi schrieb:In der Schweiz wurden alle freie Flächen verwendet auch Stadtpärke oder Fussballplätze
Plan Wahlen aka die Anbauschlacht wird aber total überschätzt. Man konnte die Eigenproduktion der Landwirtschaft nur von 52 auf 59% erhöhen, was nicht sehr viel ist. Darüber hinaus musste man den Dünger, den man dafür benötigte, auch aus dem Deutschen Reich importieren.

Viel mehr als ein symbolischer Beitrag war es also nicht, aber quasi alternativlos.


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20.03.2016 um 01:45
@Rick_Blaine
Ja und nimm Indien dazu, sind wir bei 500 Millionen. Das dürfte reichen um die ganze Welt zu erobern/halten, bzw. hätte damals gereicht, heute wird ja Krieg nicht mehr (alleinig) mit "Manpower" entschieden.


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20.03.2016 um 01:53
Das stimmt. Allerdings hätte eine so riesige Armee dann genau das hier beschriebene Problem: wie die ganzen Soldaten versorgen? Die deutsche Wehrmacht im 2. WK hatte erhebliche Probleme ihre 4 Millionen Mann zu versorgen. Eine gewaltige logistische Aufgabe.


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20.03.2016 um 10:45
@jonny666

Echt jetzt? Wie kann man das Internet bedienen können und an so einer Fragen dann scheitern?

Nur soviel man schickt nicht 100% der Bevölkerung mit dem Gewehr in der Hand los.


Und Versorgung kann durchaus Kritisch werden.

Wenn man die Versorung über Rationierung regelt ist der Grundverbrauch auch wesentlich geringer.

das Deutsche Reich hatt zudem Kriegsfangene und Zwangsarbeiter um zb Engpässe an Arbeitfähigen Menschen in bestimmten Tätigkeiten zu ersetzten.


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20.03.2016 um 10:48
@Rick_Blaine

Mathematische Zahlenspiele funktionieren nicht so einfach mehr im Krieg. In der Frühantike so gerade noch (Alexander der Große contra Persisches Reich usw.


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20.03.2016 um 10:53
@Rick_Blaine

Na hätte die NSDAP mehr LKW als "Wunderwaffen" gebaut hätte man das Logistische Problem in den Griff bekommen.

Anbei ist der Logistische Aufwand heute noch viel größer.


Aber selbst die Westallierten die mit die höchste Motorisierung hatten, haben die Logistischen Probleme nie gelöst.


Die Thematik ist eigentlich recht nett, betrachtet über die Geschichte.


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20.03.2016 um 10:59
@Fedaykin

Ich bin mir sicher, das Thema ist für heutige Strategen ein ganz wichtiges. Die Sache ist heute so viel komplizierter noch als damals. Hermann Göring dachte ja noch, es sei ganz einfach: die Versorgung der Wehrmacht in Russland habe autark zu sein, befahl er, nachdem es gewaltige Versorgungsprobleme gab. Das bedeutete, sie sollte sich ganz von dem ernähren, was sie in Russland vorfand, egal ob dann noch was für die russische Zivilbevölkerung übrig blieb. Aber selbst das hat nicht funktioniert. Und Deutschland hatte damals noch eine relativ gute Ausgangslage, da es noch sehr landwirtschaftlich geprägt war. Heute sähe das noch einmal ganz anders aus.

Krieg führen bedeutet eben mehr als nur ein paar Soldaten im Sandkasten aufzustellen und "bumm" zu rufen. :)


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20.03.2016 um 11:00
Wird es ein konventioneller Krieg - dann wird die Landwirtschaft weiter betrieben. Zur Vermeidung eines Schwarzmarktes müssen die Bauern ihre ganzen Bestände (Vieh, Saatgut, Futter, erwartete Ernte) angeben (falls es nicht eh schon geschieht) und ihre Erträge abliefern.
Gibt es Fehlmengen, sind die Strafen extrem.

Auch wird die Wirtschaft auf Rüstungsgüter umgestellt. Aktuell brachliegendes Arbeitskräftepotential (Arbeitslose, "Hausfrauen/-Männer", Jugendliche) wird aktiviert um den Abgang des Personals an die Front zu kompensieren.

Gleichzeitig wird die Versorgung der Bevölkerung rationiert werden. Im besten Fall setzt die Rationierung ein, bevor größere Versorgungslücken entstehen und die Versorgung ist ausreichend.

Ist es ein atomar geführter Krieg - dann hilft nur Beten. Wenn wir viel Glück haben, ist der nukleare Schlagabtausch weit weg. Wenn nicht, dann hilft auch kein Bunker mit Lebensmittel für 10 Jahre und Waffen für ein ganzes Battalion...


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20.03.2016 um 11:05
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Wird es ein konventioneller Krieg - dann wird die Landwirtschaft weiter betrieben. Zur Vermeidung eines Schwarzmarktes müssen die Bauern ihre ganzen Bestände (Vieh, Saatgut, Futter, erwartete Ernte) angeben (falls es nicht eh schon geschieht) und ihre Erträge abliefern.
Gibt es Fehlmengen, sind die Strafen extrem.

Auch wird die Wirtschaft auf Rüstungsgüter umgestellt. Aktuell brachliegendes Arbeitskräftepotential (Arbeitslose, "Hausfrauen/-Männer", Jugendliche) wird aktiviert um den Abgang des Personals an die Front zu kompensieren.

Gleichzeitig wird die Versorgung der Bevölkerung rationiert werden. Im besten Fall setzt die Rationierung ein, bevor größere Versorgungslücken entstehen und die Versorgung ist ausreichend.
Genau das wurde alles im deutschen Reich praktiziert, mehr oder weniger mit Erfolg, dennoch war die Versorgungslage den ganzen Krieg über problematisch.

Heute würde es mangels landwirtschaftlicher Fläche, mangels landwirtschaftlicher Maschinen und landwirtschaftlicher Erfahrung schon viel schwieriger werden.


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