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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

247 Beiträge, Schlüsselwörter: Schule, Reform, Digitalisierung

Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:08
shionoro schrieb:Das traurige ist doch, dass du für real und hauptschulunterricht gar keinen fachlehrer brauchst, weil das niveau so niedrig ist.
Du hast echt Probleme die Zusammenhänge zu verstehen. Meine Meinung.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:10
@Cass

Ne, das niveau an gymnasien ist doch genauso abgesunken, obwohl du da fachlehrer hast.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:12
@shionoro
In der Schule ist mir die Lust auf Schule gründlich und mit viel Akribie abgewöhnt worden


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:14
shionoro schrieb:Da haben wir rigide lehrpläne, bei denen man sich selbst nicht verwirklichen kann
Und in der Wirtschaft geht es nur um Selbstverwirklichung? :D
Und man kann sich den Stoff so erarbeiten. Was gelernt werden soll ist vorgegeben, aber nicht wie. Methodenkompetenzen sind mittlerweile sogar eher im Mittelpunkt. Quasi der hot shit in der Bildungspolitik...
shionoro schrieb:Und wenn doch, hätte ich mir den wikipedia artikel durchgelesen
Kannst du nicht, wenn du nicht weißt, wie es heißt. Und wenn wir Richtung Politik und Geshcichte gehen, würde ich Wikipedia als einzige Quelle eher schlecht finden...
shionoro schrieb:Ich erinnere mich beim besten willen nicht mehr darna, wie er funktioniert hat, im übrigen. Obwohl ich gute Deutsch noten hatte.
Bräuchte ich ihn jetzt, müsste ich ohnehin googeln.
Das ist keine Kritik am Prinzip der Schule, sondern an der Umsetzung.
shionoro schrieb:Nur braucht man für das Schreiben lernen sicherlich nicht das Konzept schule.
Wie sonst?
shionoro schrieb:Die Fahrschule (wurde hier als beispiel gebracht) lagern wir doch auch aus, und brauchen es nicht, sie in das system schule zu integrieren.
Na ja, mal abgesehen davon, dass man über 1000€ hinblättern muss, ist es nicht gerade ein neuartiges Konzept. Heißt nicht umsonst Fahrschule. Es ist kein anderes System, außer, dass es Geld kostet.
shionoro schrieb:Ist es auch, aber auch in der oberstufe in mathe wisssen die meisten nicht so recht, was ne funktion so genau ist.
Die, die Mathe studieren, werden es gelernt haben und verstanden haben, weil sie durch die Schule die chance dazu bekommen haben.
shionoro schrieb:Was aber möglich wäre wäre eine allgemein verpflichtende Schreibschule für deutsch und englisch unabhängig von der schule. Selbiges auch nochmal mit mathe, meinetwegen integriert in eine art kindergarten oder art von grundschule, in der außer diesen essenziellen dingen nur optionale angebote bestehen die eher auf persönlichkeitsentwicklung zielen.
Genau. Dann überlegen wir noch und sagen, es ist wichtig, dass die Schüler Wissen, in was für einen Staat wir leben und wie das ganze funktioniert. Nehmen wir Politik noch mit rein. Dann, für die deutsche Erinnerungskultur noch Geschichte. außerdem sollte man auch die Nachbarn kennen, Geographie. Außerdem sollen die Kinder die Welt um sich herum verstehen. Wie wäre es mit Biologie und Physik und Chemie?
shionoro schrieb:Heute wollen wir aber leute, die programmieren können, systeme verstehen und sich sich generell leicht in dinge einarbeiten können (also von der richtung her). Da reichen die grundkenntnisse gar nicht aus.
Und deswegen willst du die Grundkenntnisse nicht mehr vermitteln?


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26.05.2018 um 20:14
@Cass

Ich weiß z.B. sehr genau, was MAthelehrer auf der Uni lernen.
Ich weiß daher auch sehr genau, dass sie davon quasi nichts im unterricht jemals benötigen werden.
Da könnte man sich 90% des fachunterrichts sparen und denen nur didaktiv beibringen.

Ein Grundschullehrer braucht ganz sicher keinen sonderlich umfangreichen fachunterricht, nen realschullehrer in den meisten fällen auch nicht. Die machen sowieso nur jedes jahr ihren lehrplan durch. Der ändert sich ab und zu, aber du musst da keinen wissenschaftler sitzen haben.


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26.05.2018 um 20:17
shionoro schrieb:
Ne, das niveau an gymnasien ist doch genauso abgesunken, obwohl du da fachlehrer hast.
Das Niveau ist abgesunken, weil heute viel mehr Schüler an diese Schulen drängen.
In BW gibt es z.B. keine Empfehlung/Zulassung mehr wie früher nach der 4.Klasse.

Das Niveau ist abgesunken durch zusätzliche Aufgaben, die mit dem gleichen oder weniger Personal bewältigt werden sollen: Integration, Migration, Inklusion, Digitalisierung...

Das Niveau ist gesunken, da immer mehr Männer den Beruf meiden.
Und ausgebildete Fachkräfte in der freien Wirtschaft sehr gute Anstellungsmöglichkeiten haben.
Physiker, Chemiker, Mathematiker, Informatiker sind Mangelware, v.a. gute.
Auch als ausgebildeter BWL-Lehrer muss ich nicht unbedingt an die Schulen.


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26.05.2018 um 20:20
shionoro schrieb:Ich weiß z.B. sehr genau, was MAthelehrer auf der Uni lernen.
Ich habe überhaupt nichts über Mathematik geschrieben. Ist dir das aufgefallen?

Das ist genau DEIN Problem. Du hast im Prinzip keine Ahnung und keinen Überblick.

Und gehst immer nur von Mathematik aus.
Dein Nachhilfeunterricht sagt überhaupt nichts über das Niveau aus, das erreichbar WÄRE.

Wenn du Nachhilfe gibst, dann betrifft das ja schlechte Schüler. Und von denen willst du ableiten,
was der Standard sein könnte?

Hast du dich mit den heutigen Anforderungen von Maschinenbauern, Informatikern, Ingenieuren
mal beschäftigt?


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:23
@shionoro

Du und deine Schüler haben scheinbar primitive Ansprüche. Geht nur um eine Note oder Abschluss.
Kannst du dir nicht vorstellen, dass es auch andere gibt?


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:25
Izaya schrieb:Und in der Wirtschaft geht es nur um Selbstverwirklichung? :D
Und man kann sich den Stoff so erarbeiten. Was gelernt werden soll ist vorgegeben, aber nicht wie. Methodenkompetenzen sind mittlerweile sogar eher im Mittelpunkt. Quasi der hot shit in der Bildungspolitik...
Nein, abe rum eigeninitiative. Die lernst du in der schule nicht, sie wird dir sogar abgewähnt.
Und die Schule kann da sehr viel behaupten, vonwegen methodenkompetenz. Ich sehe die Aufgabenstellungen doch, ich sehe auch die bewertungsbögen.
Da stehen dann sachen drauf wie 'hat erkannt, dass symbol x für dies und das steht' in ner deutschklausur.
Izaya schrieb:Kannst du nicht, wenn du nicht weißt, wie es heißt. Und wenn wir Richtung Politik und Geshcichte gehen, würde ich Wikipedia als einzige Quelle eher schlecht finden...
Wenn ich nicht weiß, wie es heißt und auch keinen grund habe, danach zu suchen, ist es auch irrelevant für mich.
Wenn wir über Politik und Geschichte reden, würde ich im übrigen auch die Schule für ne schlechte quelle halten. Oder wie viel tagespolitik lernt man da bei den optionalen 2 stunden geschichte die woche in der oberstufe?
Izaya schrieb:Das ist keine Kritik am Prinzip der Schule, sondern an der Umsetzung.
Doch ist es, weil die umsetzung durch das system vorweggenommen wird.
Man bringt leuten dinge bei, die sie nicht interessieren und auch nicht interessieren sollten. Man verschwendet ihre zeit und energie und freut sich dann darüber, weil man 'ihren horizont erweitert hat', obwohl sie alles innerhalb ner woche vergessen haben.
Izaya schrieb:Na ja, mal abgesehen davon, dass man über 1000€ hinblättern muss, ist es nicht gerade ein neuartiges Konzept. Heißt nicht umsonst Fahrschule. Es ist kein anderes System, außer, dass es Geld kostet.
Doch ist es. Du gehst freiwillig hin, du hast ne 1 zu 1 betreuung, du hast nen unabhängigen prüfer und du hast praktischen unterricht bei dem du sehr klar eine fähigkeit beweisen musst und nicht drumherum reden kannst, eine fähigkeit, die und aktiv lernen möchtest.
Das ist was vollkommen anderes als in der schule. Schule ist, als würde man sich zwingen, ballonfahren zu lernen obwohl du nicht willst und am Ende nur ne theorieprüfung machen mit sehr leeichten fragen. UNd als würde man dann behaupten, dass es sehr wichtig ist, dass du ballonfahren lernst, weil du ja später mal ballonfahrer werden wollen könntest.
Izaya schrieb:Die, die Mathe studieren, werden es gelernt haben und verstanden haben, weil sie durch die Schule die chance dazu bekommen haben.
Denkste :p Dachte ich damals auch. Is aber nich so.
Izaya schrieb:Genau. Dann überlegen wir noch und sagen, es ist wichtig, dass die Schüler Wissen, in was für einen Staat wir leben und wie das ganze funktioniert. Nehmen wir Politik noch mit rein. Dann, für die deutsche Erinnerungskultur noch Geschichte. außerdem sollte man auch die Nachbarn kennen, Geographie. Außerdem sollen die Kinder die Welt um sich herum verstehen. Wie wäre es mit Biologie und Physik und Chemie?
Lernst du ja nicht, die welt um dich rum zu verstehen. Lernst auch keine Politik, keine Geschichte und Geografie beschränkt sich darauf, den atlas ein paar mal anzuschauen und filme über schöne landschaften zu sehen.

Gerne kann man kinder optional sowas lernen lassen, wenn sie bock drauf haben.
Den mehrwert davon, willkürliche inhalte aus diesen regionen in kinder reinzukloppen, die es nicht wisssen wollen, müsstest du mir aber erläutern.
Wer versteht denn in der Schule Physik und Chemie in der UNterstufe? Ist ien mündliches fach meist ohne klausur und du sitzt da und bekommst ne 3 geschenkt.
Und die inhalte die gemacht werden sind meist einfach irgendwelch ekleinen vorführungen vom lehrer.

Sobald es an formeln und mathe geht, klinken sich 90% der klasse aus und der rest hätte sich auch interessiert, wäre es ein optionales angebot gewesen. UNd die hätten dann besseren unterricht bekommen ohne die nervenden und lärmenden anderen .
Izaya schrieb:Und deswegen willst du die Grundkenntnisse nicht mehr vermitteln?
Doch, aber nur für die, die sie brauchen. Gibt sachen, die braucht jeder, da nehmen wir dann schreiben ,lesen, grundrechnen, englisch und ein paar lebensskills wie sport, ernährung und sozialkompetenz.
Sowas sollten wir unterrichten. Aber sicherlich nicht verpflichtende gedichtsanalysen


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:26
Cass schrieb:Das Niveau ist abgesunken, weil heute viel mehr Schüler an diese Schulen drängen.
In BW gibt es z.B. keine Empfehlung/Zulassung mehr wie früher nach der 4.Klasse.

Das Niveau ist abgesunken durch zusätzliche Aufgaben, die mit dem gleichen oder weniger Personal bewältigt werden sollen: Integration, Migration, Inklusion, Digitalisierung...

Das Niveau ist gesunken, da immer mehr Männer den Beruf meiden.
Und ausgebildete Fachkräfte in der freien Wirtschaft sehr gute Anstellungsmöglichkeiten haben.
Physiker, Chemiker, Mathematiker, Informatiker sind Mangelware, v.a. gute.
Auch als ausgebildeter BWL-Lehrer muss ich nicht unbedingt an die Schulen.
Und das ist gesellschaftlich so gewollt, weil wir mehr arbeitskräfte in bestimmten jobs brauchen.
Die Probleme muss dann die uni ausbügeln, und die funktioniert besser als die schule, weil sie eben nicht zur anwesenheit zwingt und einfach kalte tests macht. Hätte man sich die schule sparen können.

Das ist der einzige grund dafür, dass das niveau gesunken ist.
Man will das so und es muss auch so sein. Ich hab ja gesagt , die zeiten ändern sich. MAn kann nicht mehr zurück.

Selbst wenn du doppelt so viele lehrer in den allerfeinsten schulen hättest nicht.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:28
Cass schrieb:
Du und deine Schüler haben scheinbar primitive Ansprüche. Geht nur um eine Note oder Abschluss.
Kannst du dir nicht vorstellen, dass es auch andere gibt?
Die Schule sorgt ja dafür, dass man nur die note will, weil sie nur irrelevante skills lehrt.
Was soll der schüler sonst daraus schließen?

Leute, die es wirklich interessiert, bilden sich über ein Thema nicht in der Schule.
Als schüler wäre ich niemals auf die idee gekommen, meinen lehrer zu fragen wie ein physikalisches phänomen funktioniert, wenn ich es wissen will. Ich hab es mir im internet angeschaut, und habe eine kompetentere antwort bekommen, weil ich genau das was ich wissen musste lesen konnte so lange und oft wie ich wollte. UNd da keiner vor 30 lärmenden leuten stand, der 90 minuten zeit hat und und irgendwie seinen lehrplan durchkriegen muss.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:29
shionoro schrieb:Die Probleme muss dann die uni ausbügeln, und die funktioniert besser als die schule, weil sie eben nicht zur anwesenheit zwingt und einfach kalte tests macht. Hätte man sich die schule sparen können.
Warum gehen die Schulen dann nicht nach dem selben Prinzip vor, wenn das der Uni besser funktioniert?
Das ist ja genau meine Rede!

Aber das ist es doch, was ich dir vermitteln möchte:

Man macht sich als Schule und den Schülern etwas vor. Das ist - was du ja erkannt hast - Selbstbetrug.

Aber das heißt doch nicht, dass man es dann noch krasser und schlimmer machen soll.
Das ist Kapitulation und Anarchie.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

26.05.2018 um 20:31
shionoro schrieb:Leute, die es wirklich interessiert, bilden sich über ein Thema nicht in der Schule.
Als schüler wäre ich niemals auf die idee gekommen, meinen lehrer zu fragen wie ein physikalisches phänomen funktioniert, wenn ich es wissen will.
Und du denkst, die Kinder, Schüler und die Welt da draußen funktionieren so wie du?


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26.05.2018 um 20:34
Cass schrieb:Warum gehen die Schulen dann nicht nach dem selben Prinzip vor, wenn das der Uni besser funktioniert?
Das ist ja genau meine Rede!

Aber das ist es doch, was ich dir vermitteln möchte:

Man macht sich als Schule und den Schülern etwas vor. Das ist - was du ja erkannt hast - Selbstbetrug.

Aber das heißt doch nicht, dass man es dann noch krasser und schlimmer machen soll.
Das ist Kapitulation und Anarchie.
Weil das einen Reformwillen erfordert, der wesentlich größer ist, als die aktuelle politik leisten will und kann. Es wäre ein sprung in's kalte wasser, nachdem viele reformen alles verschlimmbessert haben.

Ich will es ja gerade nicht schlimmer machen, ich will, dass man ehrlich genug wird, offen zu sagen, dass die schule in ihrer heutigen form nicht funktioniert. Denn das tut sie nicht.
Cass schrieb:Und du denkst, die Kinder, Schüler und die Welt da draußen funktionieren so wie du?
Ja, nach meiner erfahrung mit dutzenden schülern auf jeden fall.


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26.05.2018 um 20:59
shionoro schrieb:Wenn ich nicht weiß, wie es heißt und auch keinen grund habe, danach zu suchen, ist es auch irrelevant für mich.
Du bist hier etwas zu selbstbezogen. Es war ja ein Beispiel. du scheinst nicht sonderlich interessiert an Literatur zu sein. Also interessiert es dich natürlich nicht.
shionoro schrieb:Wenn wir über Politik und Geschichte reden, würde ich im übrigen auch die Schule für ne schlechte quelle halten. Oder wie viel tagespolitik lernt man da bei den optionalen 2 stunden geschichte die woche in der oberstufe?
Als würde Politik nur aus der Tagespolitik bestehen.
Wie oft erklärt dir die Tagesschau was ein Botschafter ist. Ein Konsulat, eine konstitutionelle Monarchie, ein Präsidialsystem, eine Verfassung. Und so weiter, und so weiter...

Und in einer neutralen Umgebung zu lernen, was Marktwirtschaft ist, ist besser, als es in einem linksextremen Blog zu lesen.
shionoro schrieb:Du gehst freiwillig hin
Nein, zumindest nicht immer. Es gibt einfach viele Berufe die einen Führerschein benötigen. Wenn du nicht die Kohle hast, kannst du die nicht bekommen.
shionoro schrieb:, du hast nen unabhängigen prüfer
Lehrer sind abhängig, Zweitkorrekturen beim Abi nur ein Mythos...
shionoro schrieb:Lernst du ja nicht, die welt um dich rum zu verstehen. Lernst auch keine Politik, keine Geschichte und Geografie beschränkt sich darauf, den atlas ein paar mal anzuschauen und filme über schöne landschaften zu sehen.
Keine Kritik an der Schule an sich. An der Umsetzung. Also vollkommen irrelevant.
shionoro schrieb:Den mehrwert davon, willkürliche inhalte aus diesen regionen in kinder reinzukloppen, die es nicht wisssen wollen, müsstest du mir aber erläutern.
Ich muss dir erklären, wieso man den Kindern z.B. in Politik/Geschichte eine demokratische Grundordnung vermitteln sollte? Interessant was du so alles als Sinnlos erachtest :D
shionoro schrieb:Wer versteht denn in der Schule Physik und Chemie in der UNterstufe? Ist ien mündliches fach meist ohne klausur und du sitzt da und bekommst ne 3 geschenkt.
Und die inhalte die gemacht werden sind meist einfach irgendwelch ekleinen vorführungen vom lehrer.
Wieder, Kritik an der Umsetzung, nicht an der Idee...
shionoro schrieb:Doch, aber nur für die, die sie brauchen. Gibt sachen, die braucht jeder, da nehmen wir dann schreiben ,lesen, grundrechnen, englisch und ein paar lebensskills wie sport, ernährung und sozialkompetenz.
Die Liste kann jeder, aus seinem Blickwinkel, beliebig erweitern. Oder glaubst du, man hat sich bei den Lehrplänen zum ziel gesetzt, möglichst Sinnloses zu vermitteln?
shionoro schrieb:Die Probleme muss dann die uni ausbügeln, und die funktioniert besser als die schule, weil sie eben nicht zur anwesenheit zwingt und einfach kalte tests macht
Und wenn man die Tests nicht besteht? In der Schule geht es um Kompetenzen die Pflicht sind. ein System, dass so stark aussortiert wie Unis, ist da nicht praktikabel. Was willst du mit denen machen, die es nicht schaffen?
shionoro schrieb:Als schüler wäre ich niemals auf die idee gekommen, meinen lehrer zu fragen wie ein physikalisches phänomen funktioniert, wenn ich es wissen will
Ich habe meinen damaligen Physik-Lehrer gefragt, wie Gravitation funktioniert bzw. eine Detailfrage zur Gravitation(wir hatten es noch nicht, waren aber relativ kurz davor, glaube ich, scheiß Gedächtnis...) und habe auch eine verständliche Antwort bekommen.



Das Schulsystem ist nicht perfekt, aber ein Beispiel an Fahrschulen, Wirtschaft und Unis zu nehmen ist der Falsche Weg. Damit verbesserst du nichts und sorgst nur für einen schlimmeren Sieb. Nur kannst du mit den aus gesiebten nichts anfangen...

Nochmal mein Tipp. schau dir mal das Prinzip der Montessori-Schule genauer an. Das passt vielleicht zu deinen Vorstellungen. Aber es ist nicht weltfremd. Es nennt sich weiterhin Schule.
Montessori-Pädagogik

... ist ein reformpädagogisches Bildungsangebot, das sich unmittelbar am Kind orientiert und konsequent die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt.
Das erste Montessori-Kinderhaus wurde bereits 1907 in Rom von Maria Montessori gegründet. Ihr zu Ehren trägt diese Pädagogik ihren Namen.
Montessori-Pädagogik wird heute in vielen Kinderhäusern und Schulen in fast allen Ländern der Erde angeboten. Montessori-Pädagogik ist seit vielen Jahrzehnten erprobt und bewährt.



Prinzipien der Montessori-Pädagogik sind:

das Kind in seiner Persönlichkeit achten und es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen
seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen, selbständig zu denken und zu handeln
ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen; denn Kinder wollen nicht irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensible Phasen)
ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden statt ihnen auszuweichen



Freiarbeit

... ist das Kernstück der reformpädagogischen Bildung Montessoris. Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen.
Das Montessori-Material, die kindgerechte Darstellung der Angebote und die gute Beobachtungsgabe des Erziehers helfen dem Kind dabei, sich für ein Angebot zu entscheiden.
Dann bestimmt das Kind weitgehend selbst den Arbeitsrhythmus und die Beschäftigungsdauer und auch, ob es allein oder mit einem Partner arbeiten, spielen oder lernen möchte.
Diese freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und nicht vom Erzieher initiiert wird. Jeder Besucher, der nicht mit der Montessori-Pädagogik vertraut ist, bewundert diese ruhige und entspannte Arbeitsatmosphäre in der Freiarbeit nach Montessori.



Die Montessori-Erzieher

... verstehen sich als Helfer zur Entwicklung selbständiger Persönlichkeiten. Zur rechten Zeit sind ihre Worte und ihre Konsequenz gefragt. Sie sind sehr flexibel. Mit Geduld erklären sie den Gebrauch der Montessori-Materialien und unterstützen die Kinder damit umzugehen. Sie bringen das Kind auch in Beziehung zur Ordnung in ihrer Umgebung.
http://www.montessori.de/montpaed.php
shionoro schrieb:ich will, dass man ehrlich genug wird, offen zu sagen, dass die schule in ihrer heutigen form nicht funktioniert. Denn das tut sie nicht.
Haben wir keine Ingenieure, Ärzte, Professoren, etc. pp.
Wie viele Analphabeten haben wir?

Mal nicht den Teufel an die Wand :D


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26.05.2018 um 21:12
Izaya schrieb:Du bist hier etwas zu selbstbezogen. Es war ja ein Beispiel. du scheinst nicht sonderlich interessiert an Literatur zu sein. Also interessiert es dich natürlich nicht.
Doch, ich bin an Literatur sehr interessiert.
Aber ich kann gar nicht an jedem einzelnen aspekt interessiert sein, dafür ist das wissen, das wir heute haben, schon viel zu groß.
Also beschränke ich mich natürlich auf die dinge, die wirklich relevant für mich sind. Alles andere wäre ja auch unsinnig.
Izaya schrieb:Als würde Politik nur aus der Tagespolitik bestehen.
Wie oft erklärt dir die Tagesschau was ein Botschafter ist. Ein Konsulat, eine konstitutionelle Monarchie, ein Präsidialsystem, eine Verfassung. Und so weiter, und so weiter...

Und in einer neutralen Umgebung zu lernen, was Marktwirtschaft ist, ist besser, als es in einem linksextremen Blog zu lesen.
Tut sie zum aller größten teil im alltag. Und jetzt frag mal den abiturienten, was der bundesrat genau macht. Wichtiges organ, aber kaum einer weiß, was der macht. Und ist das schlimm? Kommen die Leute im Alltag nicht klar?
Und nochmal: Du verhinderst ja nicht, dass einer nen linksradikalen blog liest. Ob der unterricht hat oder nicht. Wenn er bock auf den blig hat, liest e rihn so oder so, wenn er bock auf seriöse literatur hat, wird er sie sich kaufen. In der schule wird er weder gegen propaganda gefeit werden, noch genug über marktwirtschaft lernen um es wirklich zu verstehen.
Izaya schrieb:Nein, zumindest nicht immer. Es gibt einfach viele Berufe die einen Führerschein benötigen. Wenn du nicht die Kohle hast, kannst du die nicht bekommen.
Ist trotzdem freiwillig, oder zwingt dich wer? Wenn nein: warum nicht die Schulpflicht abschaffen?
Izaya schrieb:Lehrer sind abhängig, Zweitkorrekturen beim Abi nur ein Mythos...
Lehrer sind abhängig. Die kriegen auf die fresse, wenn sie zu viele Schüler durchfallen lassen und sie müssen sich auch danach mit den schülern und deren eltern rumschlagen.
Izaya schrieb:Keine Kritik an der Schule an sich. An der Umsetzung. Also vollkommen irrelevant.
Doch, kritik an der schule, weil die umsetzung durch das system vorweggenommen wird. Es geht im heutigen schulsystem gar nicht anders. Du erzählst mir hier tausend sachen, die man angeblich in der schule lernt. Nur lernt man sie da nicht.
Weder in D, noch in anderen ländern (da ist es ja nicht besser, selbst im musterland schweden). Und das liegt daran, dass es ein systemproblem ist, keines der individuellen ausgestaltung.
Izaya schrieb:Ich muss dir erklären, wieso man den Kindern z.B. in Politik/Geschichte eine demokratische Grundordnung vermitteln sollte? Interessant was du so alles als Sinnlos erachtest :D
Dafür brauchst du keine schule, es wird in der Schule ja auch gar nicht wirklich gemacht.
Da erklärt dir einer die politischen organe für ein paar stunden lang, kaum einer hört zu und das war's.
Zu mündigen demokraten wird mit frontalunterricht niemand erzogen, wissen über parteien wird in der schule auch kaum vermittelt.
Da muss irgendwer irgendwann mal nen vortrag über ne partei halten vielleicht, und das war's dann. Das nennst du vermittlung von demokratischer grundordnung?
Izaya schrieb:Die Liste kann jeder, aus seinem Blickwinkel, beliebig erweitern. Oder glaubst du, man hat sich bei den Lehrplänen zum ziel gesetzt, möglichst Sinnloses zu vermitteln?
Ich weiß, dass die leute, die lehrpläne machen, keine ahnung vom Schulalltag haben, weil sie in ausschüssen sitzen und nicht in der schule. Die kommen aus dem kultusministerium und die sind nicht daran angelehnt, was die einzelnen schüler so brauchen. Sonst sähen sie anders aus.
Und nein, diese listen kann man nicht beliebig fortführen.
Es gibt dinge, die jeder de facto braucht. Lesen und Schreiben, darüber kann man kaum diskutieren.
Man kann aber mit großer sicherheit sagen, dass nicht jeder Mensch eine Kurvendiskussion führen können muss. Und wenn er es muss, kann er sich das (weil ab da ja interesse besteht) innerhalb weniger wochen aneignen, selbst wenn ihm die vorherigen grundlagen fehlen. Zumindest, wenn man ihn dabei unterstützt.
Izaya schrieb:Und wenn man die Tests nicht besteht? In der Schule geht es um Kompetenzen die Pflicht sind. ein System, dass so stark aussortiert wie Unis, ist da nicht praktikabel. Was willst du mit denen machen, die es nicht schaffen?
Wo sollen die denn durchfallen? In meiner Schule würden die ja größtenteils optionale dinge machen.
Ich rede davon, dass man in schulen keine anwesenheitspflicht für unterrichtsveranstaltungen hat (wohl aber ggf für andere dinge) und srkipte bekommt, mit denen man vernünftig lernen kann bzw. tutorien hat, anstatt die sinnlose beschäftigungstherapie, die wir heute haben.
Izaya schrieb:Ich habe meinen damaligen Physik-Lehrer gefragt, wie Gravitation funktioniert bzw. eine Detailfrage zur Gravitation(wir hatten es noch nicht, waren aber relativ kurz davor, glaube ich, scheiß Gedächtnis...) und habe auch eine verständliche Antwort bekommen.



Das Schulsystem ist nicht perfekt, aber ein Beispiel an Fahrschulen, Wirtschaft und Unis zu nehmen ist der Falsche Weg. Damit verbesserst du nichts und sorgst nur für einen schlimmeren Sieb. Nur kannst du mit den aus gesiebten nichts anfangen...

Nochmal mein Tipp. schau dir mal das Prinzip der Montessori-Schule genauer an. Das passt vielleicht zu deinen Vorstellungen. Aber es ist nicht weltfremd. Es nennt sich weiterhin Schule.
Glaub ich dir. Hat ja auch dann in den Unterricht reingepasst. Aber nehmen wir z.b. mal an, ich interessiere mich für politik. Da muss ich dann schon selbst recherchieren, da kann der lehrer mir keine schnelle antwort geben, weil das feld riesig ist.
Und das ist auch gut so, weil heute eigenrecherche viel relevanter ist als irgendwas spezielles zu wissen.

Ich sagte nicht, dass ich fahrschulen als beispiel nehme, ich hab da größere ambitionen. Kann ich gerne später mal ausführen.
Ich sagte, das, was wir den schulen heute zuschreiben, ist oft falsch.

Schulen vermitteln keine sozialkompetenz, sie vermitteln auch keine fachliche kompetenz. Die vermitteln zum großteil irrelevant inhalte und nichtmal das tun sie gut.
Sie hindern schüler häufig auch an ihrer persönlichkeitsentwicklung anstatt ihnen zu helfen und sie können ihren erziehungsauftrag kaum wahrnehmen.

Und das ist ein riesiges problem, was die meisten leute nicht wahrhaben wollen.


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26.05.2018 um 21:13
Izaya schrieb:Haben wir keine Ingenieure, Ärzte, Professoren, etc. pp.
Wie viele Analphabeten haben wir?

Mal nicht den Teufel an die Wand :D
Wie gesagt, du kehrst immer wieder zum lesen und schreiben zurück. Damit sind wir aber nach der Grundschule eigentlich fertig.

Ärzte und Ingenieure müssen studieren und wenn sie das tun haben sie, weil die schule heute murks ist, immer einen start von anfang an, wo das relevante schulwissen nochmal wiederholt wird. Die wissen, dass die erstis nix können.

Und es ist genau das traurige, dass das funktioniert. Denn man kann jahrelangen fachunterricht an schulen innerhalb von kurzer zeit aufholen, wenn man will. Selbst wenn man kein genie ist.


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26.05.2018 um 21:23
shionoro schrieb:Wie gesagt, du kehrst immer wieder zum lesen und schreiben zurück. Damit sind wir aber nach der Grundschule eigentlich fertig.
So ein Quatsch!
shionoro schrieb:Da erklärt dir einer die politischen organe für ein paar stunden lang, kaum einer hört zu und das war's.
Zu mündigen demokraten wird mit frontalunterricht niemand erzogen, wissen über parteien wird in der schule auch kaum vermittelt.
Da muss irgendwer irgendwann mal nen vortrag über ne partei halten vielleicht, und das war's dann. Das nennst du vermittlung von demokratischer grundordnung?
Dich sollte man von Schülern fernhalten.

Du erkennst den Wert von Bildung überhaupt nicht. Du scheinst sogar regelrecht bildungsresistent
zu sein.

Was machen deine Schüler dann den ganzen Tag, wenn sie nicht an der Schule sind?
10jährige , 12jährige? 16jährige?

Die gehen ins Internet und bilden sich persönlich weiter gemäß ihren Interessen?

DU bist weltfremd, nicht die Schulen.


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26.05.2018 um 21:24
shionoro schrieb:Ich rede davon, dass man in schulen keine anwesenheitspflicht für unterrichtsveranstaltungen hat (wohl aber ggf für andere dinge) und srkipte bekommt, mit denen man vernünftig lernen kann bzw. tutorien hat, anstatt die sinnlose beschäftigungstherapie, die wir heute haben.
Weil ja Schüler vor und während der Pubertät so reif sind, und abschätzen können,
was sie brauchen und was nicht. Schon klar.


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26.05.2018 um 21:39
Cass schrieb:Dich sollte man von Schülern fernhalten.

Du erkennst den Wert von Bildung überhaupt nicht. Du scheinst sogar regelrecht bildungsresistent
zu sein.

Was machen deine Schüler dann den ganzen Tag, wenn sie nicht an der Schule sind?
10jährige , 12jährige? 16jährige?

Die gehen ins Internet und bilden sich persönlich weiter gemäß ihren Interessen?

DU bist weltfremd, nicht die Schulen.
Aber ich bringe schüler von 5ten auf 2en und hab bei meiner eigenen bildung ziemlich erfolgreich agiert.
Und nein, ich bin nicht weltfremd, ich hab nur die erfahrung, um das einschätzen zu können. Du scheinst die nicht zu haben.

Wer hat denn gesagt, dass ich die Schüler zu Hause lassen will, nur weil ich Unterricht nicht verpflichtend mache?
Cass schrieb:Weil ja Schüler vor und während der Pubertät so reif sind, und abschätzen können,
was sie brauchen und was nicht. Schon klar.
Müssen sie gar nicht. Bevor man reif genug dafür ist, lernt man in der schule nach der 7ten klasse eh nix sinnvolles mehr, und selbst bis dahin ist vieles murks.


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