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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

1.636 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schule, Reform, Digitalisierung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

24.08.2019 um 14:56
@calmdude

Ich hab in meinem leben, wenn wir hier schon auf 'meine erfahrung' gerade machen, vermutlich wesentlich mehr kinder unterrichtet als du. Das waren auch nicht nur von 30 sondern von mehr als 100 familien kinder.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

24.08.2019 um 14:57
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber wenn du um 7 aufgestanden bist (oder meinetwegen für die verschlafeneren um halb 8), dann bis 13 Uhr da rumgesessen hast, dann zu hause erstmal was essen und runterkommen musst, dann ist die kiste was anderes.
Dann sitzt du da, hast was gegessen, bist müde. Vielleicht schaffst du es, dich aufzuraffen, und zum fußballtraining zu gehen, kann schon sein.
OMG, wie haben meine Freunde und ich es nur früher geschafft? Erst 5km mit dem Rad zur Schule, Schulbeginn 7:50h, Unterricht bis 13.10h, 5km nach Hause geradelt, zu Mittag gegessen und Hausaufgaben gemacht und z. B. Diktat und das kleine 1x1 mit Mama/Oma/Geschwister (wer zur Verfügung stand) geübt (später dann Vokabeln etc. mit Klassenkameraden oder alleine). Keiner von uns ist dann im Anschluss vor dem TV eingepennt weil er ja ach so erschöpft war. Man hat sich mit anderen Kinder bis zum abendlichen Zapfenstreich getroffen und gespielt, meistens draußen. Hinzu kamen noch Dinge wie Musikunterricht, Sport im Verein u. ä. (der eine mehr, der andere weniger). Ach ja, wir hatten sogar Samstags Unterricht, aber da nur vier statt sechs Schulstunden.
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Frühere Kinder hatten in der Schule ein implizites versprechen: Du machst hier deine Sache und lernst das und dafür kriegst du später recht sicher, wenn du dich gut anstellst, einen annehmbaren oder sogar guten beruf und dir geht es besser als deinen eltern.
Es gab noch nie so viele freie Lehrstellen jeder Art und überall werden Fachkräfte gesucht. Die von dir genannte Garantie war noch nie so hoch wie heute. Und wenn man dann auch noch an die Baby- Boomer- Jahrgänge denkt, die haben die Lehrstelle genommen, welche sie bekommen konnten und viele mussten nach dem Achulabschluss z. B. auf die Handelsschule gehen weil sie eben keine Ausbildungsstelle trotz gutem Realschulabschluss bekommen haben. Heute hat man wirklich super große Auswahl, wenn man ein einigermaßen gutes Abschlusszeugnis hat. Wenn man dann die Ausbildung einigermaßen gut bewerkstelligt, dann hat man auch kaum Probleme, einen guten Job zu bekommen. Die Garantie war noch nie so hoch wie heute, dass sich Leistung auszahlt.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

24.08.2019 um 15:01
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber man bekommt das halt mehr mit und die kinder sehen wenigstens, dass es auch anders geht. Beim homeschooling kann ich die vom grundsatz her im haus halten und dafür sorgen,dass sie nie andersdenkende zu gesicht bekommen bis die indoktrinierung fertig ist
Das machen sehr wenige Familien so. Die meisten mischen sich gern und oft unters Volk, denn anders als du freuen sie sich über bunten Austausch und Anregungen durch alle möglichen Familien- und Lernformen. Toleranz und Offenheit ist der Schlüssel, weißt du?


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24.08.2019 um 15:02
Zitat von grottenolmgrottenolm schrieb:OMG, wie haben meine Freunde und ich es nur früher geschafft? Erst 5km mit dem Rad zur Schule, Schulbeginn 7:50h, Unterricht bis 13.10h, 5km nach Hause geradelt, zu Mittag gegessen und Hausaufgaben gemacht und z. B. Diktat und das kleine 1x1 mit Mama/Oma/Geschwister (wer zur Verfügung stand) geübt (später dann Vokabeln etc. mit Klassenkameraden oder alleine). Keiner von uns ist dann im Anschluss vor dem TV eingepennt weil er ja ach so erschöpft war. Man hat sich mit anderen Kinder bis zum abendlichen Zapfenstreich getroffen und gespielt, meistens draußen. Hinzu kamen noch Dinge wie Musikunterricht, Sport im Verein u. ä. (der eine mehr, der andere weniger). Ach ja, wir hatten sogar Samstags Unterricht, aber da nur vier statt sechs Schulstunden.
Weil ihr andere Menschen wart. Heute ist erstmal die frage, wer dir nach der schule zur verfügung steht. Mama und Oma sind häufig nicht da, da bist du dann entweder was länger in der kita oder machst dir das zu hause selbst fertig. Und da ist dann keiner, der dir nett das essen macht und dich animiert. Und du gehst an den pc, weil da hängen ja auch deine freunde ab.
Die sind dann nicht bis zum zapfenstreich draußen, die sind vor der konsole.
Entweder du spielst also online mit denen, oder du gehst zu denen hin und ihr verdaddelt die zeit da gemeinsam. Hobby? Nee.

Klar, vllt schleppst du dich da hin, wie gesagt, aber spätestens ab dem jugendalter macht man da wirklich nur noch die sachen, (wenn überhaupt), mit denen man es ernst meintu nd wo man bis dahin schonf reunde gefunden hat. Man hat nich so den raum und elan, sich einfach mal auszuprobieren (vorallem mit hobbies, die ekinen trainer als animator haben).
Das sehe ich durchaus als problem an. Das war es z.b. schon in meiner jugend.
Zitat von grottenolmgrottenolm schrieb:Es gab noch nie so viele freie Lehrstellen jeder Art und überall werden Fachkräfte gesucht. Die von dir genannte Garantie war noch nie so hoch wie heute. Und wenn man dann auch noch an die Baby- Boomer- Jahrgänge denkt, die haben die Lehrstelle genommen, welche sie bekommen konnten und viele mussten nach dem Achulabschluss z. B. auf die Handelsschule gehen weil sie eben keine Ausbildungsstelle trotz gutem Realschulabschluss bekommen haben. Heute hat man wirklich super große Auswahl, wenn man ein einigermaßen gutes Abschlusszeugnis hat. Wenn man dann die Ausbildung einigermaßen gut bewerkstelligt, dann hat man auch kaum Probleme, einen guten Job zu bekommen. Die Garantie war noch nie so hoch wie heute, dass sich Leistung auszahlt.
Ja, unterbezahlt und befristet. Ganz toll. Heute haben selbst viele Akademiker es schwer, einen für sie angemessenen job zu finden. Die finden 'einen job', aber nix, wo man sagen könnte 'und jetzt geht es dir und deiner familie besser als deinen eltern' sondenr eher 'jo du kannst deine miete bezahlen und jetzt maul nich rum'. Das ist eine ganz andere kiste.


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24.08.2019 um 15:04
Zitat von calmdudecalmdude schrieb:Das machen sehr wenige Familien so. Die meisten mischen sich gern und oft unters Volk, denn anders als du freuen sie sich über bunten Austausch und Anregungen durch alle möglichen Familien- und Lernformen. Toleranz und Offenheit ist der Schlüssel, weißt du?
In den Usa? Machen das ne ganze menge leute so. https://www.theguardian.com/commentisfree/2013/may/08/christian-home-schooling-dark-side

Je m ehr leute homeschooling machen, desto mehr inkompetente und wirklich toxische leute sind dabei.

Als nachhilfelehrer kann ich dir jedenfalls sagen, dass ich mir bei den aller wenigsten der eltern die ich gesehen habe gewünscht hätte, dass ihre kinder nur einflüsse haben, die denen passen.
Die meisten wären nicht in der lage, andere waren sehr oppressiv.


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24.08.2019 um 15:04
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Diskussionsleiter
@calmdude

Ich hab in meinem leben, wenn wir hier schon auf 'meine erfahrung' gerade machen, vermutlich wesentlich mehr kinder unterrichtet als du. Das waren auch nicht nur von 30 sondern von mehr als 100 familien kinder
Ach so, eine deutsche Lehrkraft also. Na die sind ja dafür bekannt, dass sie keine Kritik und Alternativen an ihrem System zulassen, ein System, dass sich in der Welt im Vergleich mit andern als so schlecht darstellt...

Eigene Kinder hast du aber keine? Diese Info bist du uns noch schuldig!


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24.08.2019 um 15:06
Zitat von shionoroshionoro schrieb:In den Usa?
Von den USA kann ich nicht sprechen, denn dort haben wir nie gelebt. Du etwa?
Ich kann von Irland, Dänemark und Großbritannien sprechen. Mir scheint, du hast dein ganzes rein theoretisches Wissen nur aus Internetlinks. Persönliche Erfahrungen hast du ja keine.


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24.08.2019 um 15:08
@calmdude

Ne, ein deutscher nachhilfelehrer, der genau weiß, was die probleme von der schule sind.
Aber auch , was die probleme von den familien so typischerweise sind, wo es mit dem kind schlecht läuft.

Nein, ich hab keine eigenen kinder. Aber wie gesagt, ich kenne wesentlich mehr familien und deren erziehung bzw. lehrverhalten als du.
Du kennst ein paar homeschooler, ich kenne die leute, die nicht homeschoolen sollten und die sind sehr zahlreich.

Ich weiß sehr gut, wie man kindern was beibringt und sie von einer 5 auf ne 3 oder 2 holt, is jetzt nicht so, als würde ich nicht wissen, wie ich spontan mich auf ein kind einstelle. Ich weiß aber auch, dass in vielen familien wo ich war die eltern eher ein hindernis dargestellt haben.

@calmdude

Man muss nicht irgendwo gelebt haben, um wissen darüber zu haben, dass es ein problem gibt.
Die USA sind das einzige land der westlichen welt wo homeschooling ein großes ding ist und das wirklich viele leute machen, und da läuft es nich so doll. In England reden fir von 50.000 Schülern von 8.7 millionen, also nichts, was ein gesamtgesellschaftliches phänomen ist.


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24.08.2019 um 15:11
Ich halte im übrigen nichts von lehrerbashing. so vonwegen 'deutsche lehrkräfte sind nciht kritikfähig'.

Ich kritisiere das system. Die meisten lehrer arbeiten hart und sind bemüht bei dem, was sie tun. Zumindest so bemüht, wie man bei den arbeitsbedingungen eben sein kann.


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24.08.2019 um 15:13
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Du kennst ein paar homeschooler, ich kenne die leute, die nicht homeschoolen sollten und die sind sehr zahlreich.
Wie ich schon sagte, geht es nicht darum, alle Schulen zu schließen und alle Kinder zu Hause lernen zu lassen oder nicht lernen zu lassen. Liest du meine Antworten überhaupt? Denn das ist die Grundlage einer Diskussion, dass man dem andern zuhört! Du willst, dass alle Kinder sehr früh ihren Familien entnommen werden um vom Staat erzogen zu werden, ohne Ausnahme, weil du den Eltern nicht traust. Und das halte ich nicht nur für falsch, sondern für gefährlich. Es muss Optionen geben für Kinder, die nicht in eine Kita oder in eine Schule passen.


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24.08.2019 um 15:17
@calmdude

Liest du denn meine? Weil, ich hab nicht das gefühl.

Was z.b. verstehst unter 'du willst, dass kinder schnell den familien entnoimmen werden'.
Was denkst du, habe ich da vor? Ich hab das eigentlich recht genau ausgeführt an manchen stellen des threads, aber ich glaube, du verstehst nicht, was damit gemeint ist.

Ich halte es für irgendwie unsinnig, dass du nicht einsehen willst, dass du mit homeschooling tür und tor für radikale öffnest die ihre kinder dann indoktrinieren können wie sie wollen aber bei längeren tagen für kinder im grundschulalter bis nachmittags denkst, man wolle den eltern ihre kinder entreissen.


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24.08.2019 um 15:17
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Diskussionsleiter
Ich halte im übrigen nichts von lehrerbashing. so vonwegen 'deutsche lehrkräfte sind nciht kritikfähig'.
Und ich halte nichts von Elternbashing. Schon gar nicht durch Menschen, die selber gar keine Kinder haben.


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24.08.2019 um 15:20
@calmdude

Wo habe ich denn elternbashing betrieben? Ist es elternbashing, zu sagen, dass es einige radikale menschen gibt oder menschen, die unfähig zum erziehen sind, die aber trotzdem kinder haben?

Davon abgesehen: Warum darfst du denn lehrer bashen, wenn du kein lehrer bist, ich darf aber nix über erziehung sagen, nur weil ich keine kinder habe?


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24.08.2019 um 16:05
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Davon abgesehen: Warum darfst du denn lehrer bashen, wenn du kein lehrer bist, ich darf aber nix über erziehung sagen, nur weil ich keine kinder habe?
Du hast Recht - Keins von beiden ist okay. Es gibt sicher ganz ausgezeichnete Lehrer, die mit Herzblut ihren Beruf machen und diesen sehr ernst nehmen. Und die auch Kritik am deutschen Schulsystem reflektiert diskutieren können.


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24.08.2019 um 16:08
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ich halte es für irgendwie unsinnig, dass du nicht einsehen willst, dass du mit homeschooling tür und tor für radikale öffnest die ihre kinder dann indoktrinieren können wie sie wollen aber bei längeren tagen für kinder im grundschulalter bis nachmittags denkst, man wolle den eltern ihre kinder entreissen.
Nochmal, es hält Eltern nicht davon ab, ihre Kinder in welcher Form auch immer zu radikalisieren, wenn die Kinder eine Schule besuchen müssen. Schulpflicht schützt schlichtweg nicht davor. Kinder können sich sogar ohne Einfluss ihrer Eltern und trotz eines geregelten Schulbesuchs radikalisieren, was man sehr gut an den zahlreichen in Deutschland geborenen ISIS-Anhängern sieht.


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24.08.2019 um 16:10
@grottenolm

japp in unserer Jugend muss echt noch Koffein im TRinkwasser gewesen sein. Wie hat man es nur geschafft vor Erschöpfung nicht kaputt zugehen.


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24.08.2019 um 16:13
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Je m ehr leute homeschooling machen, desto mehr inkompetente und wirklich toxische leute sind dabei.
Dass Homeschooling eine Vielzahl an „inkompetenten und toxischen“ Erwachsenen hervorbringt, ist ja eben nun gerade nicht wahr. Denn wie zahlreiche Studien belegen, erwirbt ein Großteil der Kinder später mindestens einen Bachelor-Abschluss und geht einer Erwerbsarbeit nach, Freilerner engagieren sich öfter politisch (und ich habe noch von niemandem gehört, der sich dabei stark rechts orientiert, ganz im Gegenteil) als Kinder, die eine Schule besucht haben und ihre Kriminalitätsrate geht gen Null (was man für Schulkinder ja nun wahrlich nicht behaupten kann)! Deine Behauptungen sind schlichtweg haltlos!

Und der Titel deiner Diskussion ist irreführend, weil er suggeriert, dass dies eine offene Diskussion sei ohne vorgegebenes Ergebnis!


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24.08.2019 um 16:14
@shionoro

ich bezog mich auf deine Aussage
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Aber wenn du um 7 aufgestanden bist (oder meinetwegen für die verschlafeneren um halb 8), dann bis 13 Uhr da rumgesessen hast, dann zu hause erstmal was essen und runterkommen musst, dann ist die kiste was anderes.
Dann sitzt du da, hast was gegessen, bist müde. Vielleicht schaffst du es, dich aufzuraffen, und zum fußballtraining zu gehen, kann schon sein.
und dazu habe ich geschrieben, für was vor ein paar Jahren noch alles an Energie vorhanden war nach sechs Stunden Schule. Das sich z. B. die Freizeitgestaltung geändert hat, das ist klar. Darum ging es aber nicht. Also, warum sollten die Kinder heute wohl weniger Kraft und Energie haben nach sechs Stunden Schule als vor 20 oder 40 Jahren?
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Ja, unterbezahlt und befristet. Ganz toll. Heute haben selbst viele Akademiker es schwer, einen für sie angemessenen job zu finden. Die finden 'einen job', aber nix, wo man sagen könnte 'und jetzt geht es dir und deiner familie besser als deinen eltern' sondenr eher 'jo du kannst deine miete bezahlen und jetzt maul nich rum'. Das ist eine ganz andere kiste.
Befristete Arbeitsverträge sind nichts neues. 1991 lag die Zahl der befristeten Arbeitsverträge bei 5,1% und 2018 bei 8,3%. Unterbezahlung gab es ebenfalls schon immer, z. B. Friseure sind auch schon in den 80er schlecht bezahlt worden. Beides besch*** und alles andere als erwünscht , keine Frage. Aber genauso wie früher gibt es auch heute Branchen, die gut bezahlen und wo es eher selten befristete Arbeitsverträge gibt. Dank großer Auswahl durch den Mangel an Azubis und ausgebildeten Fachkräften kann man sich entsprechende Bereiche aussuchen, man hat ja heute die Auswahl. Mach eine Lehre als Bürokaufmann und werde Buchhalter. Wenn du dich einigermaßen anstellst wirst so mit ziemlicher Sicherheit einen unbefristeten Vertrag mit einem Gehalt bekommen, wo du nicht jeden Cent drei mal undrehen musst. Nur als Beispiel. Natürlich muss man Leistung erbringen, daß war früher aber auch nicht anders.


Was das "besser gehen als deinen Eltern" anbelangt, das wird natürlich schwerer, wenn diese bereits einen gut bezahlten Job mit Einfamilienhaus und Mercedes vor der Tür aufweisen. Aber das können heute 10jährige ebenfalls erreichen.


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Brauchen wir überhaupt noch Schulen?

24.08.2019 um 16:26
Zitat von grottenolmgrottenolm schrieb:Also, warum sollten die Kinder heute wohl weniger Kraft und Energie haben nach sechs Stunden Schule als vor 20 oder 40 Jahren
Kinder sind heute viel mehr gestresst als früher, weil sie schon viel eher auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden (sollen). Das freie Spiel wird immer mehr verdrängt, um Platz zu machen für „nützliche“ Dinge, die die Kinder “für später“ lernen sollen. Da werden 3-jährige schon zum Chinesisch-Unterricht geschickt anstatt im Kita-Hof fangen zu spielen etc. Die Erwartungen der Eltern sind hoch; es wird viel verglichen. Was kann mein Kind noch nicht, was die andern schon können? Was braucht es, um besser zu sein? Teilweise zeigen Grundschüler schon psychosomatische Störungen wie Kopfschmerzen, Bauchweh, Schlaflosigkeit, die auf den enormen Druck zurückzuführen sind. Zuviel vor TV und Handy verbrachte Zeit und zu wenig Bewegung im Freien und Ausgleich in der Natur tragen sein Übriges dazu bei. Früher konnten wir stundenlang durch die Wälder streifen, es gab wenig einschränkenden Straßenverkehr. Das war entspannend, ausgleichend. Heute gehts von der Schule zum Kurs und vor den TV, weil viele Eltern abends nach einem anstrengenden Tag zu müde sind. Deshalb sind Kinder heute gestresster. Nicht alle, aber viele.


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24.08.2019 um 17:00
Zitat von calmdudecalmdude schrieb:Nochmal, es hält Eltern nicht davon ab, ihre Kinder in welcher Form auch immer zu radikalisieren, wenn die Kinder eine Schule besuchen müssen. Schulpflicht schützt schlichtweg nicht davor. Kinder können sich sogar ohne Einfluss ihrer Eltern und trotz eines geregelten Schulbesuchs radikalisieren, was man sehr gut an den zahlreichen in Deutschland geborenen ISIS-Anhängern sieht.
Das stimmt zum Teil. Es ist schon ein wichtiger punkt, dass kinder zwangsläufig mit anderen, nichtradikalilsierten kindern in berührung kommen und sehen, dass es auch anders geht.

Die Schulen sind nur nicht sonderlich gut darin, darüberhinaus zu handeln. Wären aber Kinder im Jungen alter (also sag ich mal bis 12 oder 13) verpflichtend bis zum nachmittag außer haus und hätten umgang mit anderen kindern und erziehern, die dann auch sensibiliert darauf sind, ob da ein elternteil versucht, seine kinder zu radikalisieren, dann könnte man da schon wesentlich mehr drehen.

Denn dann hätte man wesentlich mehr kontrolle. Wenn man von anfang an darauf aus ist, kinder und jugendliche in eine art gemeinschaft zu integrieren wo sie dann eben den großteil ihres tages verbringen (bis sie in einem alter sind, wo sie freier entscheidenk önnen), dann könnte man damit radikalisierung recht gut bekämpfen.
Homeschooling dagegen heißt, dass jetzt ein radikales elternteil nichtmal mehr wirklich aufpassen und kontrollieren muss, mit wem das kind denns oumgang pflegt und was es macht. Denn das kind bleibt jetzt zu hause und hat nur umgang, mit wem es dem elternteil gefällt.

Wenn man ein system denkt, muss man immer auch daran denken, wie jemand es ausnutzen könnte. Da ist beim homeschooling halt enorm viel raum komplett ohne kontrolle gegeben.
Und selbst bei denen, die es einigermaßen hinbekommen, hätte es ein gutes system eventuell besser gemacht.


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