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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

215 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Russland Deutschland Gaspipeline Nord Stream 2 Usa Sanktionen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 13:02
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich denke, es fehlt das Fingerspitzengefühl, wann es geboten erscheint, sich von den EU-Partnern zu emanzipieren und eigene Interessen zu verfolgen (wie es die EU-Partner ja auch tun, zum Teil sehr massiv)
Mit Deutschland und der deutschen Regierung hat das alles nichts zu tun, die Sanktionen hat Trump verhängt.
Die Putinfreunde waren doch bisher auch Fans von Trump.
Da müssen die deutschen Konzerne genau kalkulieren, ob sie an der Pipeline festhalten wollen und sanktionierrt werden wollen oider nicht.
Frage ist auch, ob die Konzerne Entschädigungszahlungen verlangen werden, da die Konzerne an der Pipeline weitergebaut haben, obnwohl sie wußten, dass diese sehr umstritten ist.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die EU-Sanktionen gegen Russland trafen (neben Russland) Deutschland am meisten,
Eine Wirtschaftskrise haben die Sanktionen in Deutschland nicht ausgelöst.
Interessant wäre auch ein Vergleich zwischen den Kosten für die Sanktionen gegen Russland und der Kosten für die Rettung Griechenlands.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 14:17
Zitat von parabolparabol schrieb:Eine Wirtschaftskrise haben die Sanktionen in Deutschland nicht ausgelöst.
Das ist richtig, aber der Wohlstand wäre höher - und möglicherweise auch das Sicherheitsempfinden. Einzelne Sparten, wie das Projekt Geschäft im Kraftwerksbau hat es stark getroffen. Und es ist nicht so, dass man nach den Sanktionen da anknüpfen kann, wo man aufgehört hat. Inzwischen gibt es neue Partner und wenn die gute Arbeit geleistet haben, warum sollte man die fallen lassen? Das Osteuropa-Geschäft hat sehr viel mit langfristigem Vertrauen zu tun. Da ist sehr viel Vertrauen zerstört worden, und es wird sehr lange dauern, das zurückzugewinnen.


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17.12.2019 um 18:59
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Das ist ein Argument, dass sich Deutschland nicht abhängig von so unsicheren Kantonisten wie der Ukraine machen sollte, wenn es sich schon komplett abhängig von Russland macht. Nur, einmal ist m.E. der Hauptverursacher der Problematik der Ukraine (man denke an Westerwelles selten dämliches Verhalten auf dem Maidan) und zweitens ist es immer noch ein Beispiel dafür, dass Deutschland eben gerade keinen Plan hat, was Geostrategie angeht. Und vor allem, es scheint sich ganz und gar nicht mit den angeblich doch so brüderlich nahen EU-Partnern abzusprechen.
Naja, erstmal ist dies ein Privatwirtschaftliches Projekt und sonst schreit die USA doch nach Deregulierung und lässt der Wirtschaft ihren Lauf, also wo ist das Problem.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 19:16
Zitat von tarentaren schrieb:Naja, erstmal ist dies ein Privatwirtschaftliches Projekt und sonst schreit die USA doch nach Deregulierung und lässt der Wirtschaft ihren Lauf, also wo ist das Problem.
Ja, genau....
Gazprom ist ein staatlicher Monopol-Konzern mit Kartellverfahren an der Backe und hält alle Anteile an dem Projekt.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 21:54
Zitat von FiernaFierna schrieb:Gazprom ist ein staatlicher Monopol-Konzern mit Kartellverfahren an der Backe und hält alle Anteile an dem Projekt.
Gazprom ist ein börsennotiertes Unternehmen. Jeder kann Anteile daran erwerben. Wenn Gazprom alle Anteile an dem Projekt hält - was mir nicht bekannt ist - dann wird Gazprom auch die Investitionen gestemmt haben, die dafür notwendig waren. Sicherlich ist der Konzern, der als Hauptsponsor für den FC Schalke 04 fungiert, kein Monopolunternehmen. Einer der größten Gaslieferanten des Landes ist Surgutneftegas.

Bemerkenswerterweise hätten die Vereinigten Staaten ja nichts dagegen, wenn das Gazprom-Gas durch die Ukraine und Polen fließt, nur wenn es über Nord-Stream 2 kommt, ist es aus deren Sicht nicht in Ordnung.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 22:55
Zitat von sören42sören42 schrieb:Gazprom ist ein börsennotiertes Unternehmen. Jeder kann Anteile daran erwerben.
Und die überwiegenden Anteile hält der Staat
Der russische Staat hält 50 Prozent und eine Aktie an dem Unternehmen und im Aufsichtsrat die Mehrheit der Sitze.
Wikipedia: Gazprom
Zitat von sören42sören42 schrieb:Wenn Gazprom alle Anteile an dem Projekt hält - was mir nicht bekannt ist -
Dir scheint nicht sonderlich viel bekannt zu sein, außer dass du die Ukraine für ganz doll unzuverlässig hälst, wenn ich deinen Beitrag so lese.
PSJC Gazprom (Russland), E.ON (heute Uniper) und Wintershall (beide Deutschland), Royal Dutch Shell, OMV (Österreich) und Engie (Frankreich; vormals GDF SUEZ S.A.) unterzeichneten im September 2015 einen Aktionärsvertrag und gründeten die Projektgesellschaft New European Pipeline AG (PNEP) mit Sitz in Zug (Schweiz). Gazprom war an PNEP zunächst mit 50 % beteiligt, BASF/Wintershall, Engie, Uniper, OMV und Royal Dutch Shell mit je 10 %.[61]

Im August 2016 wurde jedoch bekannt gegeben, dass die fünf westeuropäischen Partner sich aus dem Projekt zurückziehen und Gazprom alleiniger Eigentümer der Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG geworden ist. Die polnische Wettbewerbsbehörde hatte in einem Kartellverfahren Einspruch gegen den Zusammenschluss mehrerer europäischer Unternehmen zu einem Joint Venture mit Gazprom eingelegt. Der Zusammenschluss würde zu einer Einschränkung des Wettbewerbs führen und die Verhandlungsposition von Gazprom weiter stärken, so die Begründung.[62][63] Derzeit (2016) hält die Tochtergesellschaft Gazprom Gerosgaz Holdings mit Sitz in den Niederlanden alle Anteile an der Projektgesellschaft.[64]
Wikipedia: Nord Stream
Zitat von sören42sören42 schrieb:dann wird Gazprom auch die Investitionen gestemmt haben, die dafür notwendig waren.
Offenbar nicht
Im April 2017 wurde bekannt, dass Gazprom bis auf weiteres alleiniger Eigentümer der Nord Stream 2 AG bleibt, die zuvor daraus als Partner ausgeschiedenen fünf europäische Energieversorger aber je 10 % der Baukosten von 9,5 Mrd. Euro für die Pipeline, also jeweils bis zu 950 Mio. Euro finanzieren wollten.[59]
Wikipedia: Nord Stream
Zitat von sören42sören42 schrieb:Sicherlich ist der Konzern, der als Hauptsponsor für den FC Schalke 04 fungiert, kein Monopolunternehmen.
Doch
Gazprom kontrolliert das russische Pipeline-Netz für Erdgas und verfügt dadurch faktisch über ein Monopol für dessen Export. Andere russische Erdgasproduzenten, unabhängige Unternehmen oder Beteiligungen von Gazprom sind auf dieses Netz angewiesen.[6]
[...]
Nach Auswertung der Daten eröffnete die EU-Kommission im September 2012 ein Wettbewerbsverfahren, weil der Konzern seine dominante Marktposition in osteuropäischen Mitgliedsstaaten der EU missbrauche. Die Kommission warf Gazprom die Behinderung des Gastransports, die Abschottung des Marktes und unfaire Preise vor. Auf diese Weise habe Gazprom seine Monopolstellung auf den osteuropäischen Energiemärkten sichern wollen.[33][34]

Am 22. April 2015 veröffentlichte die EU-Kommission ihre vorläufigen Untersuchungsergebnisse. Demzufolge verhindere Gazprom den Wettbewerb in acht Mitgliedsstaaten der EU. Die betroffenen Länder sind Bulgarien, Tschechien, Estland, Ungarn, Litauen, Lettland, Polen und die Slowakei. Gazprom breche die Wettbewerbsregeln, indem der Konzern diese Märkte abzuschotten versuche. In den betroffenen Staaten hat Gazprom seine Lieferverträge um territoriale Restriktionen wie Destinations- oder Exportverbot-Klauseln ergänzt. Damit verhindere der russische Konzern, dass russisches Gas über Grenzen weitergehandelt wurde (z. B. als Reverse-Flow) und die Großhändler auf Preisdifferenzen reagieren konnten. Das Unternehmen setze zudem seine unfaire Preispolitik fort, die in manchen Fällen mit über 40 % unverhältnismäßig über Orientierungswerten wie Produktions- und Transportkosten, Marktpreisen, Preisen in anderen Märkten liege. Dies sei laut Kommission in Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen und Polen der Fall. Zudem habe der Konzern Gaslieferungen mit davon unabhängigen Infrastrukturentscheidungen verknüpft. Zum Beispiel machte Gazprom in Bulgarien Gaslieferungen von der Teilnahme des Gasimporteurs und -händlers bei der South Stream-Pipeline und in Polen von der Kontrolle über Investitionsentscheidungen bei der Jamal-Europa-Pipeline abhängig.[35]

Im April 2018 wurden interne Dokumente der EU-Kommission den Medien zugespielt. Demnach habe Gazprom nach Einschätzung der Kommission gezielt Druck auf die Regierungen osteuropäischer EU-Länder ausgeübt und fungiere als verlängerter Arm der russischen Außenpolitik. Laut den veröffentlichten Dokumenten habe vor allem Deutschland von besonders vorteilhaften Konditionen auf Kosten anderer Mitgliedsstaaten profitiert.
Wikipedia: Gazprom
Zitat von sören42sören42 schrieb:Einer der größten Gaslieferanten des Landes ist Surgutneftegas.
Nur um bei diesem absurden Postulat mal Zahlen gegenüber zu stellen
2005 förderte das Unternehmen 63,9 Millionen Tonnen Erdöl und 14,4 Milliarden m³ Gas.


Wikipedia: Surgutneftegas
Russia gas production rose 1% year-on-year to 640.63 billion cubic metres (Gm3) in 2005, the Fuel and Energy Central Dispatch Centre said, according to Interfax.

December production hit 59.107 Gm3 in Russia, with Gazprom producing 50.328 Gm3. Gazprom’s total gas output in 2005 increased 0.5% from 2004 to 547.25 Gm3.
https://www.icis.com/explore/resources/news/2006/01/16/9284869/russian-natural-gas-output-up-1-to-640-63-gm3-in-2005/

Bei Gazprom ist das nicht viel weniger geworden
Gazprom produziert nach eigenen Angaben 2014 etwa 444,4 Milliarden Kubikmeter Gas; 2013 seien es 487,4 Milliarden Kubikmeter gewesen.[5]
Wikipedia: Gazprom

Für Surgutneftegas finde ich keine aktuelleren Zahlen, da das Unternehmen höchst undurchsichtig ist....aber ich bin sicher, du wirst mir gleich belegen, dass die ihren Output seitdem ver30facht haben und alles nun ähnlich ist.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Bemerkenswerterweise hätten die Vereinigten Staaten ja nichts dagegen, wenn das Gazprom-Gas durch die Ukraine und Polen fließt, nur wenn es über Nord-Stream 2 kommt, ist es aus deren Sicht nicht in Ordnung.
Ja, weil man ein Problem damit hat, dass Russland die Länder isoliert und somit Druckmittel besitzt...wie tausendfach erwähnt.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

17.12.2019 um 23:41
Sicherlich ist die Gazprom-Gasproduktion um Einiges höher, da hast du Recht.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Ja, weil man ein Problem damit hat, dass Russland die Länder isoliert und somit Druckmittel besitzt...wie tausendfach erwähnt.
...und stattdessen lieber auf Fracking-Gas setzt, das Deutschland abnehmen soll - mit katastrophalen Folgen für die Umwelt:
Die Förderung unkonventionellen Erdgases mittels Hydraulic Fracturing ist mit einigen zusätzlichen Umweltrisiken verbunden, insbesondere hinsichtlich der den Frackfluiden zugesetzten Chemikalien und dem Entweichen von im Erdgas enthaltenen gesundheitsschädlichen Stoffen aus in offenen Tanks gelagertem Flowback und Lagerstättenwasser. Problematischer ist jedoch die starke Zunahme der Erdgasförderung in der Fläche infolge des Fracking-Booms, wie sie ab dem Jahr 2000 vor allem in den USA zu beobachten ist. Diese führt zu einer Verstärkung der allgemein mit der Erdgasförderung verbundenen Umweltbelastungen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erdgas

In erster Linie aber haben die Gas-Transitländer alle Druckmittel, die Preise für die Durchleitung zu diktieren - oder aber etwas abzuzweigen. Es ist ja nicht so, als sei das in der Vergangenheit nicht bereits geschehen:
Am 1. Januar 2006 stoppte Russland wie angedroht die Gaslieferungen an die Ukraine und speiste nur noch das für die EU bestimmte Gas in das ukrainische Leitungssystem ein. In den zahlreichen ost- und mitteleuropäischen Ländern wurden vorübergehende Lieferschwankungen registriert. Dies erklärte Russland damit, dass die Ukraine weiterhin Erdgas für den Eigenbedarf abzweige und europäisches Erdgas im Wert von 25 Millionen Dollar gestohlen habe.[16]
Zum Beweis wurde eine Expertengruppe aus der Schweiz engagiert, die die Gasmengen an der russisch-ukrainischen und der ukrainisch-slowakischen Grenze messen sollte. Obwohl ein deutlicher Mengenunterschied fixiert wurde, weigerten sich die offiziellen ukrainischen Beobachter ihre Unterschrift unter das Protokoll zu setzen.

Zahlreiche europäische Länder meldeten vorübergehend einen Rückgang der Lieferungen:[17]

Österreich – Rückgang um 33 Prozent
Kroatien – Rückgang um rund 33 Prozent
Frankreich – Rückgang um 25 bis 30 Prozent
Deutschland – nicht näher bezifferter Rückgang
Ungarn – Rückgang russischer Importe um 40 Prozent
Italien – Rückgang russischer Importe um 24 Prozent (6 Prozent der gesamten Importe)[18]
Polen – Rückgang um 14 Prozent
Rumänien – Rückgang um rund 33 Prozent
Slowakei – Rückgang um rund 33 Prozent
Slowenien – Rückgang um rund 33 Prozent
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Russisch-ukrainischer_Gasstreit
Auch der Markt der deutschen Energieversorgungsunternehmen sind oligopolistisch geprägt:
Der weltweit größte Erdgasproduzent mit Sitz in Deutschland ist die BASF-Tochter Wintershall.[48] Die größten Erdgas-Versorgungsunternehmen in Deutschland sind E.ON Ruhrgas (Essen), RWE Energy (Dortmund), VNG – Verbundnetz Gas (Leipzig), Wingas (Kassel), Shell (Hamburg) und ExxonMobil (Hannover). Der Transport (Pipelines) wird von sog. Fernleitungsnetzbetreibern sichergestellt, darunter Open Grid Europe (Essen), bayernets (München), Ontras (Leipzig), Gascade (Kassel) und Terranets BW (Stuttgart).

Der Vertrieb an die Endverbraucher erfolgt über circa 700 Gasversorgungsunternehmen, insbesondere Stadtwerke. Den größten Teil des bezogenen Erdgas erwirbt E.ON Ruhrgas von dem russischen Unternehmen Gazprom sowie von der niederländischen Gasunie und den norwegischen Produzenten.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Erdgas

Eine Privatisierung der einst staatlichen Betriebe wie E.ON, RWE usw. ("Liberalisierung des Energiemarkts") findet erst seit 1998, auf Betreiben der EU hin, statt.
Ursprünglich wurden die Strom- und Gasversorgung als natürliche Monopole angesehen, die auch in einer Marktwirtschaft als gerechtfertigt gelten. Die Basis für die Liberalisierung der Energiemärkte bietet dagegen die Essential Facility-Theorie. Sie besagt, dass natürliche Monopole nur auf den Teil der Wertschöpfungskette beschränkt werden, für den unter Beachtung der volkswirtschaftlichen Kosten ein Wettbewerb nicht sinnvoll ist. Für diese „wesentlichen Einrichtungen“ (engl. essential facility) gibt es eine Alleinstellung des Anbieters. Bei diesen „wesentlichen Einrichtungen“ handelt es sich zum Beispiel um die lokalen Verteilnetze und die überregionalen Übertragungsnetze für Strom und Erdgas. Für diese Netze ist ein Parallelbau in der Regel volkswirtschaftlich nicht sinnvoll.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Energiemarkt


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18.12.2019 um 05:42
Zitat von sören42sören42 schrieb:...und stattdessen lieber auf Fracking-Gas setzt, das Deutschland abnehmen soll - mit katastrophalen Folgen für die Umwelt:
Das soll dann auch über Polen als Hauptverteiler vertrieben werden. Polen&Partner ihrerseits könnten es doch genauso als Druckmittel für eigene Interessen verwenden, wenn es keine Ausweichmöglichkeit gäbe. Somit wäre doch die NS-2-Pipeline (welch verhängnisvolles Kürzel, zu allem Überfluss) zumindest auch ein politisches Werkzeug, um Druck aus der ganzen "einseitige Abhängigkeit" Situation zu nehmen, oder?

Wobei, ich weiß nicht.. D kauft doch ohnehin schon lange dieses Gas aus Russland, und wird es auch in Zukunft weiter tun. Egal über welche Wege.


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18.12.2019 um 05:53
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Wobei, ich weiß nicht.. D kauft doch ohnehin schon lange dieses Gas aus Russland, und wird es auch in Zukunft weiter tun. Egal über welche Wege.
Das ist schon erstmal sehr einseitig, und dieses Flüssiggas aus Polen könnte hier den Druck mindern. Zumindest wenn es Wettbewerbsfähig wäre. Mal von den Umweltaspekten abgesehen.


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18.12.2019 um 07:58
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:D kauft doch ohnehin schon lange dieses Gas aus Russland, und wird es auch in Zukunft weiter tun. Egal über welche Wege.
Ja, aber die Vereinigten Staaten wünschen, dass es über Drittländer kommt, auf die sie Einfluss nehmen können und die das Gas durch die Durchleitungsgebühren teurer machen und/oder die Versorgungssicherheit gefährden, damit sie einen Absatzmarkt für ihr eigenes Gas (liquified natural gas, LNG) erschließen, das durch den Transport über Schiffe teurer und überdies "schmutzig" erzeugt, weil mit Fracking erzeugt ist. Somit wäre dieses dann wettbewerbsfähig.
Von der Umweltbilanz des Transportes mal abgesehen:
Im Vergleich zum Transport von Erdgas in Pipelines hat LNG für kurze Überbrückungsdistanzen eine ungünstigere Treibhausgas-Bilanz. Sie ist auf die erforderliche zusätzliche Verarbeitung, den vergleichsweise höheren Verdampfungsverlust während des Transportes und den höheren Energieaufwand während der Produktion, der Verflüssigung, der Betankung, dem Transport und der Lagerung zurückzuführen. Je kürzer die Transportstrecke ist, je höher der Druck in der Pipeline und je weniger Verdichterstationen auf der Strecke sind, desto besser ist die CO2-Bilanz von Pipelines. Nach Meinung der Autoren der Studie lohnt sich im Jahr 2016 der Einsatz von LNG ab einer Entfernung von 6000 Kilometern.[40]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flüssigerdgas
Rechtzeitig bevor die Ideen von "Ursulas Mondfahrt" realisiert und den Bürgern noch mehr Geld für noch mehr wirtschaftlichen Eingriff aus der Tasche gezogen wird, sacken sich US-Unternehmen das Geld ein, denn LNG ist "zufällig" im Überfluss vorhanden:
Ende 2015 bestand ein großes Überangebot an verflüssigtem Erdgas. Katar hatte ein Drittel seiner Produktionskapazität nicht verkaufen können und zwischen 25 und 35 Mio. Tonnen aus US-Produktion waren noch nicht an Endabnehmer verkauft. Drei chinesische und ein indischer Importeur versuchten, LNG weiterzuverkaufen, zu dessen Abnahme sie sich verpflichtet hatten.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Flüssigerdgas


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 10:03
Es geht einzig und allein um Geld. Die amerikanischen Firmen sind vermutlich angefressen, weil sie ihr Frackingzeug nicht über Polen an uns verkaufen können. Ob die Pipeline nötig war oder ist, mögen andere beurteilen, aber ob sie schlimmer als das schmutzig erzeugtes Fracking Gas ist, bezweifle ich ganz stark.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 10:32
Zitat von sören42sören42 schrieb:und stattdessen lieber auf Fracking-Gas setzt, das Deutschland abnehmen soll - mit katastrophalen Folgen für die Umwelt:
Diese dichotome Darstellung ist schlicht Unsinn und zeugt nur davon, dass einige Leute den Sachverhalt als Projektionsfläche nutzen.

Man brauch überhaupt kein weiteres Gas
- Die EU benötigt keine zusätzlichen Gasmengen

Der Verbrauch in Deutschland und der EU ist seit Jahren tendenziell rückläufig. 70% des in Deutschland konsumierten Erdgases werden zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Zwei Trends werden den weiteren Verbrauchsrückgang bewirken: Einerseits wird durch energetische Sanierungen und den regulären Austausch alter Heiztechnik die Effizienz der Gebäude steigen. Die Wärmenachfrage reduziert sich auch durch den vermehrten Einsatz von Wärmepumpen. Andererseits wird die Kopplung von Strom- und Wärmesektor weiter voranschreiten, so dass preiswerter Überschussstrom aus Erneuerbaren zunehmend in Wärme umgewandelt werden wird und der Gasbedarf folglich sinkt.

Wie stark die Bedarfsrückgänge sind und ob sie den erwarteten deutlichen Rückgang der Förderung in der Nordseeregion vielleicht sogar überkompensieren können hängt erheblich von der konsequenten Ausgestaltung der Energiewendepolitik in den EU-Ländern ab. Nehmen die Regierungen die bestehenden Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz ernst werden mit ziemlicher Sicherheit keine zusätzlichen Pipelinekapazitäten benötigt, weder durch die Ostsee noch durch einen „Südlichen Korridor“.
https://www.boell.de/de/2018/06/11/acht-gruene-gruende-fuer-den-verzicht-auf-nord-stream-ii
Analysen des DIW Berlin zeigen, dass das geplante Pipelineprojekt Nord Stream 2 zur Sicherung der Erdgasversorgung in Deutschland und Europa nicht notwendig ist. Die dem Projekt zugrundeliegenden energiewirtschaftlichen Analysen, insbesondere das EU-Referenzszenario, überschätzen den deutschen und europäischen Erdgasbedarf erheblich. Auf der Angebotsseite ist keine Versorgungslücke für den Fall, dass Nord Stream 2 nicht gebaut wird, zu erkennen. Unterschiedliche Wirtschaftlichkeitsrechnungen legen zudem nahe, dass mit dem Projekt hohe Verluste bis in Milliardenhöhe zu erwarten sind. Ebenso ist unklar, wie stark sich Nord Stream 2 auf Erdgaskunden in Deutschland auswirken würde.
https://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.593458.de
Eine energiewirtschaftliche Analyse zeigt, dass die geplante zweite Erdgaspipeline Nord Stream 2 zur Sicherung der Erd-gasversorgung in Deutschland und Europa nicht notwen-dig ist. Einerseits ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach Erdgas sowohl in Deutschland als auch in Europa wei-ter sinkt; Erdgas wird bei der Energiewende als Brückentech-nologie nicht mehr benötigt und ist kurzfristig der kosten-günstigeren Kohle und langfristig den erneuerbaren Ener-gien in Verbindung mit Speichertechnologien unterlegen.
Andererseits ist das Angebot an Erdgas bereits heute diver-sifiziert und kann durch zusätzlich frei werdende Flüssig-gaslieferungen noch ergänzt werden. Aufgrund des abseh-baren Rückgangs der europäischen Erdgasförderung wird daher eine teure Großpipeline aus Russland mit der geplan-ten Kapazität von 55 Milliarden Kubikmeter nicht benötigt.
Nord Stream 2 ist kein rentables Investitionsprojekt. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive erscheint es daher höchst fragwürdig. Den Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Projektbetreibers liegen vermutlich unplausibel hohe Annahmen für Erdgasverbrauch und Marktpreise zugrunde.
Allerdings ist die Faktenlage aufgrund mangelnder Trans-parenz der Berechnungen unklar.
Fest steht dagegen, dass die Netzbetreiber der Anschluss-leitungen in Deutschland aufgrund einer übermäßig aus-kömmlichen, regulierten Rendite starke Anreize zum über-mäßigen Leitungsausbau haben und daher Neuprojekte besonders konsequent verfolgt werden. Somit ist davon aus-zugehen, dass ErdgasverbraucherInnen in Deutschland sich an der Finanzierung des Projekts beteiligen müssten.
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.593445.de/18-27-1.pdf

S.7
Im Mai 2018 veröffentlichte die russische Sberbank eine Analyse, der zufolge Gazprom durch den Bau der Pipeline Nord Stream 2 keinen Gewinn erzielen kann. Den Kosten der Pipeline inklusive der Zuführungsleitung aus dem russischen Erdgasnetz in Höhe von 17 Mrd. US-Dollar plus 2,5 Mrd. US-Dollar Fremdfinanzierung stehen die Ersparnisse aus dem umgangenen Transit durch die Ukraine in Höhe von circa 700 Mio. US-Dollar jährlich gegenüber. Zusätzlich wird angenommen, dass die deutsche Anbindungsleitung EUGAL erst nach 2020 fertiggestellt sein wird, der Erdgasabsatz in Europa nicht steigt und die Pipeline zu 60 % ausgelastet ist. Unter diesen Annahmen ergibt sich für das Projekt ein negativer Barwert in Höhe von sechs Mrd. US-Dollar. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die Pipeline geopolitischen Interessen dient und Baukonzerne stärken soll, die das heimische Pipelinenetz ausweiten. Mit dem Bau der russischen Zufuhrleitungen für Nord Stream 2 wurde das Bauunternehmen Stroitransgas vom Oligarchen Gennadi Timtschenko beauftragt.[100][99]

Norwegische Ökonomen zeigten in einer Studie aus dem Jahr 2017, dass der Absatz russischen Erdgases in die EU durch den Bau der Pipeline nur geringfügig gesteigert wird. Zwar würde Deutschland mehr Erdgas aus Russland beziehen, gleichzeitig würde der Export nach Mitteleuropa über die Ukraine sinken. Die Forscher schätzen das Projekt als insgesamt unrentabel ein, weil den geringen zusätzlichen Erlösen sehr hohe Baukosten gegenüberstehen.[101][99]
Wikipedia: Nord Stream

Zudem ist es ziemlich verlogen, ständig auf die ökologischen Aspekte von Fracking Gas (das man gar nicht benötigt) zu verweisen, während die ökologischen Aspekte von Nord Stream überhaupt nicht interessieren.
Was auch wieder einen Beleg für meine obige Aussage darstellt, dass der Sachverhalt einigen Leuten nur als Projektionsfläche dient.
Rund 200 Kilometer nordöstlich von Stralsund haben sich auf der dänischen Insel Bornholm am selben Augusttag einige Befürworter und viele Gegner von Nord Stream 2 versammelt. In der ersten öffentlichen Anhörung in Rönne wettern Umweltschützer gegen den Pipelinebau. Fischer fürchten um die Laichplätze des Dorsches. Die Pipeline soll genau dann verlegt werden, wenn die Fische sich vermehren. Die Umweltschützer sind auch besorgt um die Schweinswale vor Gotland, die durch den Bau vertrieben werden könnten. Auch das Ausbaggern eines Teils des 1200 Kilometer langen Grabens für die Leitung am Meeresboden ist nicht folgenlos. "Dadurch werden jede Menge Sedimente freigesetzt, in denen auch abgelagerter Dünger enthalten ist, der das Wasser verschmutzt", sagt Jochen Lamp vom WWF. Er hat beim Bergamt Stralsund einen Stopp des Pipelinebaus gefordert. Die kleine Behörde ist für die Genehmigung des Großprojektes zuständig; ohne ihr Ja keine Pipeline.

Auch der Nabu kämpft gegen das Projekt: In den Gewässern vor der deutschen Küste sollen gleich fünf Meeresschutzgebiete durchquert werden. Hinzu kommt die Großbaustelle, sie könnte die Meeresvögel in der Pommerschen Bucht stören. Und überhaupt sei alles viel zu wenig untersucht, um die Langzeitfolgen abzuschätzen.
https://www.sueddeutsche.de/wissen/oekologie-erdgas-durchs-meeresschutzgebiet-1.3757159!amp
Das Gaspipeline-Projekt „Nord Stream Pipeline 2“ (NSP2) soll vom russischen Ust-Luga hin nach Deutschland Gas transportieren – und das mindestens 50 Jahre lang. Die Pipeline ist jedoch für die Gasversorgung Deutschlands nicht erforderlich. Durch die fehlende vollständige Auslastung der bereits in Betrieb genommenen „Nord Stream Pipeline 1“ (NSP1) und einer Gasimport- und -speicherkapazität, welche den Gasverbrauch in Deutschland um das Dreifache übersteigt, ist die Versorgungssicherheit mehr als ausreichend gegeben.
[...]

Besonders kritisch für den NABU stellt sich die Durchquerung von fünf Natura-2000-Gebieten in den Küstengewässern und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Deutschland dar. Pro Leitungsstrang sollen etwa 100.000 betonummantelte Rohre verlegt werden. Eine Unmasse an Material, das nichts in der marinen Umwelt zu suchen hat. Hinzu kommt, dass eine unausgereifte Betrachtung der kumulativen Wirkungen vorliegt. Umstände, die den Eingriff in sensible und oftmals stark vorgeschädigte Ökosysteme für den NABU unvertretbar erscheinen lassen.


Paradoxon Vogelschutzgebiet: Großbaustelle anstatt Rückzugsrefugium für seltene Arten
Mit jährlich 1,25 Millionen rastenden Meeresvögeln gilt die Pommersche Bucht als eines der zehn wichtigsten Überwinterungsgebiete der Ostsee. Die räumliche Abgrenzung der Vogelschutzgebiete erfolgte insbesondere nach den Anhang-I-Arten der Vogelschutzrichtlinie: Seetaucher, Rothalstaucher, Eis- und Samtenten.

Auch Trauerenten kommen in hohen Dichten im Winter und Frühjahr vor, nutzen das Gebiet aber auch zur Mauser im Sommer. Bis jetzt ist eine generelle Bauzeitenplanung durch die Betreiber angesetzt, die die Bedürfnisse einzelner Vogelarten ignoriert. Der NABU fordert die Nutzung des Schutzgebiets durch die unterschiedlichen Arten fachgerecht zu berücksichtigen und Störungen durch die Bauarbeiten transparent zu bewerten. Alle anderen Vorgehensweisen konterkarieren die eigentlichen Ziele von Schutzgebieten: Ein sicherer Aufenthaltsraum für Arten zu sein.[/quote]

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/lebensraum-meer/gefahren/22857.html
55 Milliarden Kubikmeter Erdgas soll die Pipeline Nord Stream 2 pro Jahr von Russland nach Mecklenburg-Vorpommern mitten durch die Ostsee transportieren. Mit dem Bau wurde im Mai 2018 begonnen. Von Anfang an bewertete der NABU das Projekt kritisch. Denn die Trassenführung durch vier Meeresnaturschutzgebiete führt zu irreparablen Schäden der empfindlichen Meeresumwelt der Ostsee.

Nachdem das Bergamt Stralsund Anfang 2018 per Planfeststellungsbeschluss den Bau der Pipeline in den Küstengewässern genehmigte, prüfte der NABU mit Hilfe eigener Fachgutachten die Möglichkeiten der Verbandsklage. Am 2. März 2018 hat der NABU Klage gegen die Genehmigung zum Bau der Gaspipeline am zuständigen Oberverwaltungsgericht Greifswald eingereicht. Der NABU befürchtet erhebliche Umweltauswirkungen in mehreren FFH- und Vogelschutzgebieten. Die Klage begründet sich darüber hinaus auch durch eine Reihe von Verfahrensfehlern.
[...]
Der NABU und der WWF wandten sich im Januar 2018 in einem Offenen Brief an die Fraktionsspitzen der CDU/CSU und SDP und forderten sie auf, sich gegen Nord Stream 2 auszusprechen. Fast 4.000 Menschen unterzeichneten unseren Brief!

Auch Politiker der CDU, CSU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen des Bundestages und des EU-Parlamentes appellierten in einem gemeinsamen Brief an die Bundesregierung, die Entscheidung zu Nord Stream 2 in europäische Hand zu legen.
https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/lebensraum-meer/gefahren/23740.html
Im Mai 2018 landeten bei Bauarbeiten zu Nord Stream 2 an Stränden des Greifswalder Boddens verklumpte Stücke von Schmierfett an. Ein Nord-Stream-Sprecher betonte, es sei nicht nachgewiesen, dass das Schmierfett von einem Baggerschiff der Nord-Stream-Baustelle stamme, es gebe aber „den starken Verdacht“. Nord Stream sagte zu, die Strände zu reinigen. Das Fett trat in Form von tausenden, rosa schimmernden Fettpartikeln von klebriger, kaugummiartiger Konsistenz auf und belastet die Natur. Nord Stream erklärte, die Substanz sei ungefährlich und auf natürliche Weise abbaubar. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hingegen warnte vor Auswirkungen des Stoffes auf das marine Ökosystem; beispielsweise könnten Seevögel die Fettklumpen fressen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern warnte Strandbesucher vor Hautkontakt mit der Substanz.[102] Der NABU kritisierte, dass die Aufräumarbeiten nicht energisch genug anlaufen würden; das Fett sei wegen der Untätigkeit inzwischen so klein gerieben, dass man nur noch hunderte Meter Strand mit der Schippe abtragen könne. Das Technische Hilfswerk wurde eingesetzt, Nordstream sagte Hilfe zu, von der laut NABU aber nichts zu sehen war.[102]

Im relativ flachen Wasser des Greifswalder Boddens müssen die Rohre auf den ersten 50 Kilometern eingegraben werden. Bei den dafür notwendigen Baggerarbeiten auf dem Meeresboden wird das Mineral Phosphorit freigesetzt.[103]
Wikipedia: Nord Stream
Neue fossile Infrastruktur widerspricht den Zielen des Pariser Klimaabkommens
Für die Begrenzung der Klimaerwärmung auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau muss die Weltwirtschaft bis Mitte des Jahrhunderts nahezu vollständig dekarbonisiert werden. Gaspipelines sind für eine Betriebsdauer von 40-50 Jahren ausgelegt. Mit dem Bau entstünden zusätzliche ökonomische Anreize, diese Infrastruktur auch zu nutzen.

Dieser so genannte „Lock-in-Effekt“ verzögert die notwendige Energiewende, weil er Wirtschaftsakteure zu einem gewissen Grad an die Amortisation der Pipeline für den klimaschädlichen fossilen Energieträger Erdgas bindet. Investitionen sollten stattdessen in zukunftsfähige Energieversorgungslösungen und Effizienz fließen.
https://www.boell.de/de/2018/06/11/acht-gruene-gruende-fuer-den-verzicht-auf-nord-stream-ii
Die geplante zweite Ostseepipeline ist zur Sicherung der Erd-gasversorgung in Deutschland und Europa nicht notwendig.
Vielmehr ist zu befürchten, dass ihr Bau die Energiewende zu einer vollständigen Dekarbonisierung des Wirtschafts-systems in Deutschland und Europa behindert.
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.593445.de/18-27-1.pdf

S.7

Würde man sich also auch nur im Geringsten für die Ökologie und die Wirtschaftlichkeit dieses Projekts interessieren - und nicht nur für "Die USA sind scheiße!!!" - dann würde man sicher nicht Nord Stream 2 bejubeln.
Zitat von sören42sören42 schrieb:In erster Linie aber haben die Gas-Transitländer alle Druckmittel, die Preise für die Durchleitung zu diktieren - oder aber etwas abzuzweigen. Es ist ja nicht so, als sei das in der Vergangenheit nicht bereits geschehen:
Wir wissen es langsam, du wiederholst es ja in jedem Beitrag.
Im Plural zu sprechen bei "Transitland" ist dennoch ein wenig...ja, falsch...solange du immer nur den Wiki-Artikel verlinkst, der sich mit dem Russland-Ukraine-Streit befasst, wo auch noch aufgeführt ist, das Polen ganz genauso weniger Gas bekam.
Die baltischen Staaten scheinen dich dabei ja genauso wenig zu interessieren...na ja, wen wundert's?
Zitat von sören42sören42 schrieb:Auch der Markt der deutschen Energieversorgungsunternehmen sind oligopolistisch geprägt
Es geht um den Export und dass Russland Gazprom für ihre Außenpolitik nutzt, wie belegt.
Ich weiß nicht, wie ich das noch deutlicher machen soll, wenn Fett-Markieren nichts nutzt.

Ob Gazprom innerhalb von Russland ein Monopol besitzt, ist für dieses Thema hier erstmal vollkommen irrelevant.
Deshalb ist der Vergleich völlig untauglich...er ist auch noch aus anderen Gründen völlig untauglich, aber das ist der Hauptgrund.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Eine Privatisierung der einst staatlichen Betriebe wie E.ON, RWE usw. ("Liberalisierung des Energiemarkts") findet erst seit 1998, auf Betreiben der EU hin, statt.
Ja, und?
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ja, aber die Vereinigten Staaten wünschen, dass es über Drittländer kommt, auf die sie Einfluss nehmen können und die das Gas durch die Durchleitungsgebühren teurer machen und/oder die Versorgungssicherheit gefährden, damit sie einen Absatzmarkt für ihr eigenes Gas (liquified natural gas, LNG) erschließen,
Da du die Vorwürfe an Russland hier jetzt einfach 1:1 zurückgibst und die ja in diesem Thread schon mehrfach belegt sind - nicht nur durch die subjektiven Sicherheitsinteressen osteuropäischer Länder - hätte ich gerne belastbare Belege dafür, dass die USA da genauso agiert und dass man quasi Einfluss auf Europa - um nicht zu sagen "Erpressung" - vornehmen möchte.

Belastbare Belege sind nicht die vermeintliche Logik eines Krimiusers bei Allmy oder die Aussagen des Kremls.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 10:39
Zitat von FiernaFierna schrieb:Besonders kritisch für den NABU stellt sich die Durchquerung von fünf Natura-2000-Gebieten in den Küstengewässern und der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in Deutschland dar. Pro Leitungsstrang sollen etwa 100.000 betonummantelte Rohre verlegt werden. Eine Unmasse an Material, das nichts in der marinen Umwelt zu suchen hat. Hinzu kommt, dass eine unausgereifte Betrachtung der kumulativen Wirkungen vorliegt. Umstände, die den Eingriff in sensible und oftmals stark vorgeschädigte Ökosysteme für den NABU unvertretbar erscheinen lassen.


Paradoxon Vogelschutzgebiet: Großbaustelle anstatt Rückzugsrefugium für seltene Arten
Mit jährlich 1,25 Millionen rastenden Meeresvögeln gilt die Pommersche Bucht als eines der zehn wichtigsten Überwinterungsgebiete der Ostsee. Die räumliche Abgrenzung der Vogelschutzgebiete erfolgte insbesondere nach den Anhang-I-Arten der Vogelschutzrichtlinie: Seetaucher, Rothalstaucher, Eis- und Samtenten.

Auch Trauerenten kommen in hohen Dichten im Winter und Frühjahr vor, nutzen das Gebiet aber auch zur Mauser im Sommer. Bis jetzt ist eine generelle Bauzeitenplanung durch die Betreiber angesetzt, die die Bedürfnisse einzelner Vogelarten ignoriert. Der NABU fordert die Nutzung des Schutzgebiets durch die unterschiedlichen Arten fachgerecht zu berücksichtigen und Störungen durch die Bauarbeiten transparent zu bewerten. Alle anderen Vorgehensweisen konterkarieren die eigentlichen Ziele von Schutzgebieten: Ein sicherer Aufenthaltsraum für Arten zu sein.
Dieser Abschnitt ist nat ebenfalls ein Zitat aus

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/lebensraum-meer/gefahren/22857.html

Habe da im obigen Beitrag wohl einen Zitierfehler gemacht und es zu spät gesehen.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 10:50
Zitat von itfcitfc schrieb am 14.12.2019:Bei und wird Fracking stark eingeschränkt oder verboten , aber wir sollen nach seiner Meinung das Gas von ihm kaufen.
Umwelt ist dort eh egal , Hauptsache America is great again. Vor dem Wahlkampf macht es sich gut für ihn.
irgendwie fehlt mir bei allen die Rolle der EU in der Argumentation zu knapp oder nicht vorhanden zu sein.
Die EU-Kommission hat am Rande einer LNG-Konferenz in Brüssel bekannt gegeben, dass sie plant, die im letzten Jahr um 272 Prozent gestiegene Einfuhr von amerikanischem Flüssigerdgas bis 2023 auf wenigstens acht Milliarden Kubikmeter jährlich zu verdoppeln. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte dem amerikanischen Präsidenten 2018 eine deutliche höhere Abnahme versprochen, um die von Trump angedrohten Zölle auf Automobile aus den EU-Mitgliedsländern zu verhindern ....
...
https://www.heise.de/tp/features/EU-Kommission-will-Fluessigerdgasimporte-aus-den-USA-auf-acht-Milliarden-Kubikmeter-verdoppeln-4412080.html


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 10:52
Zitat von sören42sören42 schrieb:In erster Linie aber haben die Gas-Transitländer alle Druckmittel, die Preise für die Durchleitung zu diktieren - oder aber etwas abzuzweigen. Es ist ja nicht so, als sei das in der Vergangenheit nicht bereits geschehen:
Was ich ebenfalls vergessen habe: Diese Behauptung, dass die Transitländer Deutschland quasi die Kohle aus der Tasche ziehen, ist anhand solcher Fakten
Laut den veröffentlichten Dokumenten habe vor allem Deutschland von besonders vorteilhaften Konditionen auf Kosten anderer Mitgliedsstaaten profitiert. Während zum Beispiel Polen 350 US-Dollar je 1000 Kubikmeter berechnet wurden, musste das weiter entfernte Deutschland 200 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen.
Wikipedia: Gazprom

schon reichlich absurd. Da könnte man ja höchstens von Kompensation sprechen, weil gegenüber den osteuropäischen Staaten sowieso von Deutschland wie Russland betrügerisch agiert wird.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 11:32
Zitat von FiernaFierna schrieb:Da könnte man ja höchstens von Kompensation sprechen,
Eher wohl von Erpressung. Wenn Dir jemand was billiger verkauft als mir, kann ich ja auch nicht sagen, behalt ich halt deins, als Pfand...

Die Böll-Stiftung ist eine parteinahe Stiftung der Partei "Die Grünen". Klar, dass diese dann eine solche Position beziehen.
Ich bevorzuge hingegen grundsätzlich parteiunabhängige Meinungen und Nachweise.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Man brauch überhaupt kein weiteres Gas
Das ist so allgemein und grundsätzlich nicht richtig. Insbesondere durch den bereits beschlossenen Entfall der Ölheizungen wird die Versorgung mit Gas, zumindest im urbanen Gebiet, noch zunehmen. Das ist sogar politisch gewollt, weil für den gleichen Heizwert weniger CO2 entsteht als bei Gas. Insgesamt heizt Deutschland primär mit Gas:

11385
Bildquelle: https://de.statista.com/infografik/11385/art-der-heizung-und-zum-heizen-genutzte-energietraeger/

Bei Neubauten spielt auch Erdwärme eine nennenswerte Rolle, aber bei Bestandsbebauung und im urbanen städtebaulich verdichteten Gebiet ist Erdgas nicht wegzudenken, jedenfalls auf absehbare Zeit. Sonst würde man gar nicht in Pipelines investieren.

Mit einer Verteuerung von Gas würden sich auch energieintensiv hergestellte Produkte aus Deutschland verteuern, weil sich die Produktionskosten erhöhen. Das wirkt sich auf die Wettbewerbsfähigkeit aus.

Ich denke, es ist relativ offensichtlich, dass die Gasversorgung Westeuropas für politische Zwecke missbraucht wird, und das hat es in 40 Jahren nie gegeben. Da passen ja Meldungen von vermehrten U-Boot-Aktivitäten Russland perfekt in Bild der Kriegstreiber, von einem täglich bevorstehenden Angriffskrieg zu schwadronieren anstatt sich mal zu erinnern. Ein in Blick in die Geschichtsbücher zeigt, Russland hat Deutschland nie angegriffen, Deutschland dagegen schon. Man sollte nicht auf von Lobbygruppen gesteuerte Informationen hereinfallen.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Laut den veröffentlichten Dokumenten habe vor allem Deutschland von besonders vorteilhaften Konditionen auf Kosten anderer Mitgliedsstaaten profitiert. Während zum Beispiel Polen 350 US-Dollar je 1000 Kubikmeter berechnet wurden, musste das weiter entfernte Deutschland 200 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen.
Das ist alles Geschichte:
Gazprom verpflichtet sich in der Vereinbarung vom 24. Mai 2018, alle Beschränkungen zum Weiterverkauf zu beseitigen. Im zweiten Punkt liefert Gazprom relevanten Kunden auch Gas, das hätte in den Verbund, zum Beispiel Ungarn, geliefert werden sollen, auch nach Bulgarien oder in den Baltikum, beides Gebiete, die ungenügend verbunden sind. Gazprom ist damit verpflichtet zur Integration isolierter Märkte. Der dritte Punkt betrifft die Preise in abgeschotteten Ländern, wobei die Kunden der abgeschotteten Märkte alle zwei Jahre niedrigere Preise verlangen können, wenn das westeuropäische Preisniveau überstiegen wird. Bei Nichteinigung würde in diesen Fällen ein Schiedsgericht angerufen. Der letzte Punkt lautet Keine Ausnutzung der marktbeherrschenden Stellung. Diese Verpflichtungen sind rechtlich bindend. Kommt Gazprom einer Verpflichtung während der Gültigkeit von acht Jahren nicht nach, kann die Kommission eine Busse bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes aussprechen.[38]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gazprom


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 13:31
Zitat von sören42sören42 schrieb:Eher wohl von Erpressung. Wenn Dir jemand was billiger verkauft als mir, kann ich ja auch nicht sagen, behalt ich halt deins, als Pfand...
Ich rede von Transitkosten und nicht davon, einfach Gas zu klauen.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Die Böll-Stiftung ist eine parteinahe Stiftung der Partei "Die Grünen". Klar, dass diese dann eine solche Position beziehen.
Ich bevorzuge hingegen grundsätzlich parteiunabhängige Meinungen und Nachweise.
Ah...
Leider kann ich diese "parteiunabhängigen Meinungen und Nachweise" gerade nirgends entdecken.
Faktisch hast du also einfach nur meine Quellen als parteiisch diskreditiert und deinen eigenen Postulaten den Stempel der Neutralität aufgedrückt.
Chapeu

Zu allem Überfluss passiert das auch noch lediglich mit dem Verweis auf die Heinrich-Böll-Stiftung, obwohl ich diverse Quellen verlinkt habe, die die Darstellung stützen, eine davon sogar eine staatlich geführtes Finanzunternehmen in Russland.

Du scheinst mir eher die Bestätigung deiner Meinung zu bevorzugen bei so viel argumentatorischem Bankrott.

Nebenbei hätte ich gerne mal den Bias der Grünen dahingehend erläutert. Sind das auch so Russophobe, Kriegstreiber und Nato-Kuschler von der Transatlantikbrücke?
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das ist so allgemein und grundsätzlich nicht richtig.
Weil du das behauptest?

Ich bin wahrlich keine Freundin von Autoritätsargumenten, allerdings werde ich die Diskussion garantiert nicht dahingehend führen, dass ich hier wissenschaftliche Arbeit verlinken kann, die du dann schlicht mit "Stimmt nicht" vom Tisch wischst, einfach irgendwas Konträres behauptest und dazu noch ein Bildchen einbindest, dass zum Sachverhalt absolut nichts beiträgt.
Zitat von sören42sören42 schrieb:aber bei Bestandsbebauung und im urbanen städtebaulich verdichteten Gebiet ist Erdgas nicht wegzudenken, jedenfalls auf absehbare Zeit. Sonst würde man gar nicht in Pipelines investieren.
Das Argument, dass man nicht noch mehr Gas brauch, wird nicht dadurch widerlegt, dass man überhaupt Gas brauch....auch wenn das hier immer wieder angeführt wird.
Auch umgekehrt ist die Aussage "Wie benötigen überhaupt Gas, also brauchen wir noch viel mehr davon" schlicht ein vollkommen unlogischer non sequitur.

Genauso ist es ein Zirkelschluss zu behaupten, dass sich die Notwendigkeit einer Investition daraus ergibt, dass sie irgendwer getätigt hat.
Das ist ungefähr so, als würde man sagen, dass man eine Wagenladung Diät-Wasser brauch, sonst hätte man sie ja nicht gekauft.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Da passen ja Meldungen von vermehrten U-Boot-Aktivitäten Russland perfekt in Bild der Kriegstreiber, von einem täglich bevorstehenden Angriffskrieg zu schwadronieren anstatt sich mal zu erinnern. Ein in Blick in die Geschichtsbücher zeigt, Russland hat Deutschland nie angegriffen, Deutschland dagegen schon. Man sollte nicht auf von Lobbygruppen gesteuerte Informationen hereinfallen.
Gut, zu diesem Duktus und Quark muss man nichts mehr sagen, da kann jeder erkennen, woher der Wind weht.
Zitat von sören42sören42 schrieb:Das ist alles Geschichte:
Hör mal, dein Argument, das du mantrartig wiederholst, ist ein Fall von 2009 und der Hinweis darauf, unter welchen Bedingungen da teils agiert wurde, durchaus angebracht.

Da ist offenbar kein Angleich vorgesehen sondern nur, dass man mal alle 2 Jahre eine Preissenkung verlangen darf und zusätzlich läuft das nur 8 Jahre, was den vorgesehenen Betrieb von Nord Stream weit untertreffen sollte.

Darüber hinaus wird es woh Staaten genausowenig gestattet sein, einfach Gas zu klauen oder willkürliche Mondpreise für Transitleistungen aufzurufen.

Wieder.nur ein Haufen Doppelmoral.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 14:22
Zitat von FiernaFierna schrieb:Laut den veröffentlichten Dokumenten habe vor allem Deutschland von besonders vorteilhaften Konditionen auf Kosten anderer Mitgliedsstaaten profitiert. Während zum Beispiel Polen 350 US-Dollar je 1000 Kubikmeter berechnet wurden, musste das weiter entfernte Deutschland 200 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen.
Wikipedia: Gazprom
Kannst du dir das erklären?

Ich meine, D handelt einen besondern Preis aus, vermutlich einen Mengenrabatt, und lässt Polen als wichtigen Verbündeten und Partner nicht dran teilhaben? Warum? Es wäre doch auch möglich als Hauptabnehmer eine größere Menge zu beziehen, und einen Teil an Polen quasi zurück zu verkaufen, wobei es unterwegs schon abgezweigt würde. Von mir aus sogar mit einpaar Prozent Gewinn, für den Aufwasch, oder so. Aber einen Aufschlag von 150 Dollar lässt man doch nicht einfach so zu, oder?

Vermutlich gibt es dafür eine plausible Erklärung und Hintergründe, nur so verstehe ich das ganz und gar nicht.


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 15:01
Zitat von weißichnixvonweißichnixvon schrieb:Vermutlich gibt es dafür eine plausible Erklärung und Hintergründe
Ja natürlich. Russisches Gas war bis dato alternativlos für Polen. Deutschland hingegen lässt sich hier die ehemaligen stasispitzel einschleusen getarnt als " Gazprom Manager " und wirkt an so Projekten wie nord stream maßgeblich mit . Dazu der Mengenrabatt für Kunden deren Geld immer pünktlich eingeht .

Sehen wir doch an der Ukraine & @sören42 was er hier versucht , sich die pipeline irgendwie zurecht zu biegen das Russland (noch) mehr Einfluss auf Deutschland bekommt . Die Amis sind schließlich die bösen und putin verlässlich.
und lässt Polen als wichtigen Verbündeten und Partner nicht dran teilhaben
Russland , als Staat, macht halt ein Vertrag mit Polen. Ganz einfach . Da is nix mit teilhaben .


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USA verhängen Sanktionen gegen Deutsch-Russische Gaspipeline

18.12.2019 um 17:19
Zitat von FiernaFierna schrieb:Zirkelschluss zu behaupten, dass sich die Notwendigkeit einer Investition daraus ergibt, dass sie irgendwer getätigt hat.
Oder einfach rationales Verhalten. Weil niemand Geld verschenkt, sondern vorher Aufwand und Ertrag gegenüberstellt hat. Man nennt es Business Case. Dieser Gedanke scheint dir wohl fremd zu sein.
Zitat von FiernaFierna schrieb:Ich rede von Transitkosten und nicht davon, einfach Gas zu klauen.
Du hattest folgendes geschrieben
Zitat von FiernaFierna schrieb:Da könnte man ja höchstens von Kompensation sprechen, weil gegenüber den osteuropäischen Staaten sowieso von Deutschland wie Russland betrügerisch agiert wird.
und folgendes in dem Zusammenhang zitiert:
Zitat von FiernaFierna schrieb:Laut den veröffentlichten Dokumenten habe vor allem Deutschland von besonders vorteilhaften Konditionen auf Kosten anderer Mitgliedsstaaten profitiert. Während zum Beispiel Polen 350 US-Dollar je 1000 Kubikmeter berechnet wurden, musste das weiter entfernte Deutschland 200 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter zahlen.
Es ging also nicht um Transitkosten, sondern darum, dass du es als legitim erachtet hattest, Polen könne sich dem ihm nicht gewährten Preisnachlass durch Diebstahl einer entsprechenden für Deutschland bestimmten Menge Gas ebenfalls sichern.

Also verdrehe bitte wenigstens deine eigenen Aussagen nicht, denn die sind weiter oben nachzulesen. Ich möchte dich und @Jedimindtricks außerdem gern einladen, zu einer Diskussion auf Sachebene zurückzukehren.

Diese Agitation wie
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Sehen wir doch an der Ukraine & @sören42 was er hier versucht , sich die pipeline irgendwie zurecht zu biegen
Spekulationen wie hier
Zitat von FiernaFierna schrieb:Da ist offenbar kein Angleich vorgesehen
oder "mind reading" wie hier
Zitat von FiernaFierna schrieb:aber ich bin sicher, du wirst mir gleich belegen, dass
sowie völlig substanzlose Bemerkungen wie
Zitat von FiernaFierna schrieb:Duktus und Quark
finde ich etwas dünn. Sie wirken etwas hilflos. Nur wem keine rationalen Argumente mehr einfallen, greift zu so was, meiner Meinung nach.

Und Zitate einer parteinahen Stiftung habe ich für meine Argumente nicht bemühen müssen (und ich hätte das auch nicht getan, gleich welcher Partei die Stiftung nahesteht), nur Wikipedia, die F.A.Z. und ein paar Daten aus einer offiziellen Statistik.


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