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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Freiheit, Die Grünen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:16
Zitat von BauliBauli schrieb:Da ist England uns in mittelgroßen/ großen Städten voraus. Hervorzuheben sind da die Türen die in jedem Abschnitt anders sind. Die Farben der Hauswände sind auch sehr individuell. Es sollte halt der Stil stimmen und das Gesamtkonzept. Nur was dort in Jahrhunderten gewachsen ist, wird man hier nicht einfach installieren können.
Das war in Deutschland auch schon mal lockerer und hat sich ins Negative gewandelt.
Im Dorf merkt man daran immer schnell, wer einen guten Draht zum Gemeinderat hat. ;)
Zitat von BauliBauli schrieb:Mit dem Brexit mussten wir leider unser Haus aufgeben.
Oh je, das tut mir leid für euch.
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Da kommt es ja auch auf die individuellen Bedürfnisse an, ich komme an den Bürotagen mit dem Bike ganz gut zurecht, wenn man nicht aus Zucker ist stört selbst Regen nicht.
Kommt wohl eher auf die Entfernung zum Arbeitsplatz und auf die ausgeübte Tätigkeit an als auf das Wetter. ;)


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:17
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Allerdings sind die Grundstücke ja nicht komplett zugeteert, sondern in fast allen Fällen gärtnerisch angelegt.
Es geht ja um den pro Kopf Anteil an versiegelter Fläche.

Man muss halt die Grunddaten gegenüberstellen. Wie viel Fläche wird pro Kopf versiegelt, wie viel und welches Baumaterial fällt pro Kopf an und welche Ressourcen werden pro Kopf für die notwendige Infrastruktur aufgewendet.

Und da ist eben ein "übereinanderwohnen" und eine in solchen Wohnungen meist geringere Fläche pro Person halt ein Umstand, der eigentlich nicht wegzudiskutieren ist.

Aber das ist eben nur ein Aspekt. Das heißt ja nicht, dass man deswegen EFHs verbieten sollte.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:25
@kleinundgrün

Ja, aber die Einfamilienhäuser haben meistens eigenes Grundwasser und eine Sickergrube und die neuen Bauten lassen die Energieeffizienz mit einfließen völlig Co2 neutral, ohne Anschluss an ein Fernwärmenetz.

Natürlich sind auch welche an ein Fernwärmenetz angeschlossen und an die städtische Kläranlage.

Aber mit Gewalt die Menschen aus dem Umland in die Städte pferchen zu wollen, weil die Statistiken besagen, dass die Großstädte an Einwohnern verlieren, damit auch Steuern, halte ich für nicht Ziel führend.

https://www.br.de/nachrichten/meldung/grosse-staedte-verlieren-zunehmend-einwohner-an-umland,3002d0d7b

Es läuft immer mehr darauf hinaus, dass Bürger und deren Verbrauch genormt werden sollen. Das ist nur meine Einschätzung.
Zitat von MrsKMrsK schrieb:Das war in Deutschland auch schon mal lockerer und hat sich ins Negative gewandelt.
Im Dorf merkt man daran immer schnell, wer einen guten Draht zum Gemeinderat hat.
Das war auch schon mal besser. Darum ist die Stadt auch kaum noch das, was sie mal war. Wenn du was anders machen willst, stößt du auf viele Widerstände.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:28
Zitat von BauliBauli schrieb:Aber mit Gewalt die Menschen aus dem Umland in die Städte pferchen zu wollen,
Naja, diese Gefahr sehe ich ja ehrlich gesagt nicht, selbst wenn ein Politiker mal geäußert hat, dass EFH mehr Ressourcen verbrauchen. Ich denke nicht, dass daraus nun neue Gesetze abgeleitet werden.

Bislang haben sich meinem Eindruck nach die Leute selbst freiwillig auf den Weg in die Städte gemacht - von Pferchen gegen deren Willen habe ich noch nicht wirklich was bemerkt. Und wenn nun ein gewisser Gegentrend bemerkbar ist, dann tut das auch den Städten gut.


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16.02.2021 um 11:35
Zitat von BauliBauli schrieb:Aber mit Gewalt die Menschen aus dem Umland in die Städte pferchen zu wollen, weil die Statistiken besagen, dass die Großstädte an Einwohnern verlieren, damit auch Steuern, halte ich für nicht Ziel führend.
Ich auch nicht. Aber das war ja auch nicht das Thema. Man muss halt die Grundlagen klären, wenn man über etwas diskutieren möchte.
Zitat von BauliBauli schrieb:Ja, aber die Einfamilienhäuser haben meistens eigenes Grundwasser
Die allerwenigsten EFHs dürften ihr Wasser aus dem Grundwasser ihrer Grundstücke direkt beziehen. Und die allermeisten sind an die Abwassernetze angeschlossen.
Ich denke, abseits abgelegener oder sehr alter Gebäude in Bereichen extrem niedriger Bebauung gibt es so etwas nicht.

Klar, der alte Bauernhof wird sicherlich so funktionieren. Aber die meisten EFHs stehen in Wohngebieten.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:37
@Bauli
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich selbst bewohne ein EFH und bin froh darüber. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich damit einen überproportional hohen Pro-Kopf-Verbrauch an Ressourcen beanspruche, den zu einem Teil letztlich auch die Allgemeinheit "bezahlt".


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16.02.2021 um 11:39
Zitat von BauliBauli schrieb:Natürlich sind auch welche an ein Fernwärmenetz angeschlossen und an die städtische Kläranlage.
Das dürften 99% sein, die an Kläranlagen angeschlossen sind.
Ohne Abwasseranschluss an die hiesige Kläranlage, darfst nicht bauen. Autark Abwasser zu klären ist in Deutschland kaum möglich, zum Glück.
Zitat von BauliBauli schrieb:die Einfamilienhäuser haben meistens eigenes Grundwasser
Eigenes Grundwasser ja, aber Trinkwasser muss man über den Versorger beziehen.
Zitat von BauliBauli schrieb:Es läuft immer mehr darauf hinaus, dass Bürger und deren Verbrauch genormt werden sollen. Das ist nur meine Einschätzung.
Das stimmt, die Einschätzung hab ich auch.
Individualismus ist kaum noch gewünscht, so mein Gefühl.

Die einzigen drei Vorteile für Stadt ist Anonymität, dass die Infrastruktur besser ist und dass alles eigentlich ohne Auto erreichbar ist und in unmittelbarer Umgebung vorhanden ist.


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16.02.2021 um 11:43
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Man muss halt die Grunddaten gegenüberstellen.
Das ist selbstverständlich, allerdings sollte es einen kleinen Zuschlag geben, weil man eben auch nehmen wir einfach Bienen die grüne Lunge, Vielfalt geschaffen wird die auch den Städtern zu gute kommt.
Man kann es finde ich auch sehr gut sehen wenn man spazieren geht. Ist bei ETW viel abwechslungsreiches Grün gepflanzt, oder nur Rasen der noch durch Müll drapiert wurde.
Aber nochmals, den Mehrverbrauch streite ich keinesfalls ab, der ist ohne Diskussionen gegeben.
Aber das ist eben gelebte Vielfalt was man mit seinen Anteilsscheinen macht. Ich verzichte auf Dope, Koks, viel Alkohol, weitgehend Verpackungsmüll und gönne mir dafür meinen Wohntraum.


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16.02.2021 um 11:43
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Für mich ist es die Lebensqualität, die sich für mich eben gerade dadurch auszeichnet nicht tausende Menschen um mich rum zu haben, die Ruhe, das Grün.
Das kannst du auch in der Stadt haben. Immer eine Frage des Geldbeutels und Optionen. Ich wohne in einer Nebenstrasse, total ruhig (außer Kirchengebimmel) und hab es nicht weit ins Grüne (5 min) bzw. zur Innenstadt (ca. 10 -15 min mit ÖPNV / Rad).

Man findet schon ein richtigen Fleck, wenn man sucht.
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Das ist mir die Fahrzeit von bei mir 30 min pro Strecke wert. Und auch in der Stadt hast Du Fahrzeiten, vielleicht etwas weniger, aber auch nicht null.
Die meine ich eigentlich nicht. Ich meine sowas wie Nürnberg - München, Passau - München, Dresden - Leipzig
Sowas jeden Tag mit dem Stress auf der Autobahn - Horror. Das geht definitiv auf die Lebenszeit.
Zitat von BauliBauli schrieb:Wenn du in einem Mietturm 1000 Menschen übereinanderstapelst, wie ich eingangs erwähnte, verbrauchen die auch Strom und die Umwelt woanders wird durch Windanlagen verschandelt oder bisher durch Kohlekraftwerke und Atommeiler.
Bewohner von EFH leben von Luft und Liebe? Strom kommt aus der Steckdose, oder? ;-)
Großanlagen sind übrigens bei der Gewinnung effizienter als Einzelanlagen.
Zitat von BauliBauli schrieb:Das Wasser für die Stadt kommt von weit her aus dem Mangfalltal, woanders werden dadurch die Landwirte quasi enteignet, damit die Stadt leben kann.
Die Wasserrechte der Stadt München sind älter als 120 Jahre. Die kann keiner vom Tisch wischen. Landwirte werden damit schon mal gar nicht enteignet.

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/mangfalltal-wem-gehoert-das-wasser-1.4080518
Zitat von BauliBauli schrieb:Der Natur im Mangfalltal wird auch Wasser entzogen. Warum man die Fläche alleine im Blick hat, die bebaut wird, erschließt sich mir nicht ganz. Es spielen viele andere Faktoren auch eine Rolle.
Bauern, Wirtschaft und Lokalpolitik befürchten weitere Einschränkungen für die Landwirtschaft, beim Bau neuer Siedlungen und beim Ausweisen von Gewerbegebieten. Für September hat die Regierung von Oberbayern einen Erörterungstermin für Dutzende von Einwänden gegen das Schutzgebiet angesetzt.
Quelle: ebenda (SZ-Artikel)

Trinkwasserschutz ist ein hohes Gut. Das haben die Bauern immer noch nicht verstanden und kübeln die Scheisse Hektoliterweise auf die Äcker. Frage mal die Menschen im Münsterland, wie es dort stinkt. Gegen Deutschland läuft bereits ein Verfahren durch die EU, weil man nicht gewillt ist, für 83 Mio. Einwohner sauberes Trinkwasser beiretzustellen.

Das mit Biolandbau die Wassergüte enorm steigt, ist nun wirklich keine Raketentechnik.
Zitat von BauliBauli schrieb:Ja, aber die Einfamilienhäuser haben meistens eigenes Grundwasser und eine Sickergrube und die neuen Bauten lassen die Energieeffizienz mit einfließen völlig Co2 neutral, ohne Anschluss an ein Fernwärmenetz.
Einen Brauchwasserbrunnen kannst du offiziell nur mit Genehmigung errichten. Das ist aber dann auch kein Trinkwasser!
Sickergruben sind in Deutschland nicht mehr zulässig. Entweder wird abgeholt oder ans Abwassernetz angeschlossen.

Du scheinst schon lange nicht mehr auf dem aktuellen Stand zu sein. Die verträumte EFH-Romantik gibt es nicht.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:43
Zitat von MrsKMrsK schrieb:Die einzigen drei Vorteile für Stadt ist Anonymität, dass die Infrastruktur besser ist und dass alles eigentlich ohne Auto erreichbar ist und in unmittelbarer Umgebung vorhanden ist.
Naja, es hängt ja doch sehr stark von den individuellen Bedürfnissen ab, und kann wohl nicht so pauschal gesagt werden. Für mich persönlich gehört es zu den großen Vorteilen der Stadt (wenn nicht gerade Lockdown ist), dass ich hier umfangreiche Möglichkeiten im Bereich Kunst und Kultur habe, sowohl passiver Art (ich kann normalerweise in unterschiedliche Ausstellungen, Museen, Theater gehen), als auch aktiver Art (es gibt jede Menge Theater- und Kunstworkshops, an denen ich aktiv mitwirken kann). Das sind Aspekte, die mir immer sehr viel bedeutet haben.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:43
Zitat von MrsKMrsK schrieb:Individualismus ist kaum noch gewünscht, so mein Gefühl.
Es geht nicht um Individualismus, sondern letztlich um Rücksicht auf das Allgemeinwohl bzw. das Wohl anderer.
Wer überproportional Ressourcen verbraucht, macht das in aller Regel zu Lasten anderer.

Klar kann man sich auf den Standpunkt stellen: Wenn man es sich leisten kann, kann man auch verbrauchen, was man möchte.
Aber der Punkt ist nun mal der, dass man oft nicht die echten Kosten bezahlt, sondern dass zu dem Preis meist noch Kosten hinzu kommen, welche die Allgemeinheit trägt. Das macht es ja so schwierig, diese Dinge alleine über den Markt zu regulieren.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:46
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Das ist selbstverständlich, allerdings sollte es einen kleinen Zuschlag geben, weil man eben auch nehmen wir einfach Bienen die grüne Lunge, Vielfalt geschaffen wird die auch den Städtern zu gute kommt.
Wildtiere leben in Städten meistens besser als auf dem Land.

Gerade Bienen kann man in Städten besser halten. Diese Tiere sind sehr wählerisch bei dem, was sie anfliegen. Die Artenvielfalt auf deutschen Balkonen und Kleingärten ist größer als auf dem Land.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 11:50
Zitat von Fragender73Fragender73 schrieb:Ich verzichte auf Dope, Koks, viel Alkohol, weitgehend Verpackungsmüll und gönne mir dafür meinen Wohntraum.
Ich finde auch nicht, dass man sich dafür unbedingt rechtfertigen muss.
Ich möchte nur sagen, dass man in dieser Debatte eben auch die Fakten als Grundlage benutzt.

Man kann durchaus sagen, dass man auf eine bestimmte weise mehr Ressourcen verbraucht, das aber gesellschaftlich akzeptabel ist. Eben um z.B. eine Vielfalt zu schaffen und um individuell unterschiedliche Lebenswünsche zu berücksichtigen.
Wir sind ja keine Ameisen oder Bienen, wo sich alle Teile der Gesellschaft in einem identischen Umfeld gleich wohl fühlen.

Aber man darf eben in so einer Diskussion nicht der Versuchung erliegen, das gewünschte Ergebnis schön zu rechnen. Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.


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16.02.2021 um 11:53
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Es geht nicht um Individualismus, sondern letztlich um Rücksicht auf das Allgemeinwohl bzw. das Wohl anderer.
Wer überproportional Ressourcen verbraucht, macht das in aller Regel zu Lasten anderer.
Okay, gut. Und wer beurteilt, wer wieviel verbrauchen darf? Die Politik?

Hm, hat bisher aber kaum jemanden interessiert. Wird dann auch irgendwann geregelt, wieviele Smartphones man kaufen darf, wieviel Urlaube man auf fünf Jahren planen und antreten darf? Wieviele KM übers Jahr verteilt mit dem Auto fahren darf? Wieviele Klamottenteile ich besitzen darf? Oder reduziert sich das nur auf den Hausbau?

Sry, hab deinen letzten Post zu spät gelesen, der doch auch Individualismus für ok findet.


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16.02.2021 um 11:59
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Das kannst du auch in der Stadt haben. Immer eine Frage des Geldbeutels und Optionen. Ich wohne in einer Nebenstrasse, total ruhig
Natürlich kann man das alles in einer Stadt haben, da ist es zwingend der Geldbeutel ... ich könnte mir kein 3000qm Grundstück in Berlin Mitte leisten, im Großraum Potsdam zahle ich dafür nicht besonders mehr als eine ETW der gleichen Wohnfläche in Mitte kostet.

Wobei ich es auch schon befremdlich finden würde in so ein eng bebautes Gebiet ein EFH zu platzieren. Das würde nun wirklich vielen Menschen die Möglichkeit nehmen dort zu wohnen.

Und genau das ist der Punkt in dem ich diese Argumente von Rixinger befremdlich finde. Das macht keiner. Niemand stellt sich eine Luxusvilla auf ein Grundstück das für Geschossbau prädestiniert ist. Das ist polemisch und bedient genau das Neidklischee ... das ist meine Meinung. Hoffe mich kann noch ein Linken Anhänger überzeugen das es ganz anders gemeint war.


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16.02.2021 um 12:03
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Wildtiere leben in Städten meistens besser als auf dem Land.
Sie finden einfacher Nahrung. Aber ob sie wirklich besser leben, bezweifle ich. Vermutlich dürfte eine urbane Umgebung eher für mehr Stress sorgen. Aber ich bin kein Biologe, das ist nur eine Vermutung.
Zitat von MrsKMrsK schrieb:Okay, gut. Und wer beurteilt, wer wieviel verbrauchen darf? Die Politik?
So wie in einer Gesellschaft eben die Entscheidungen getroffen werden. In einer Diktatur der Herrscher und in einer Demokratie dem Grunde nach das Volk. Letztlich sind unsere Lebensweisen das Ergebnis eines gesellschaftlichen Konsens.
Und das ändert sich auch fortwährend. Lebensweisen, die vor 100 Jahren noch sozial adäquat waren, sind es heute nicht mehr. und Lebensweisen, die heute "Stand der Dinge" sind, hätten vor 50 Jahren zu Unverständnis geführt.

Gerade Umweltschutz aber auch soziale Gerechtigkeit sind Themen, die zunehmen gesellschaftlich relevanter werden. Und damit verschiebt sich auch der Punkt, was der Einzelne darf und was nicht. Sowohl hart in Form von Gesetzen als auch weich in Form sozial akzeptierter Verhaltensweisen.
Zitat von MrsKMrsK schrieb:Wird dann auch irgendwann geregelt, wieviele Smartphones man kaufen darf, wieviel Urlaube man auf fünf Jahren planen und antreten darf? Wieviele KM übers Jahr verteilt mit dem Auto fahren darf? Wieviele Klamottenteile ich besitzen darf? Oder reduziert sich das nur auf den Hausbau?
Das sind alles Themen, die zumindest eben in einen ständigen öffentlichen Diskurs gehören.
Natürlich ist eine harte Regulierung stets nur die ultima ratio. Aber es muss halt im Bewusstsein bleiben, welche Auswirkungen bestimmte Lebensweisen haben.

Jemand, der aus Texas hier her zieht und daran gewöhnt ist, eine Schusswaffe zu haben, wird es auch als Einschränkung empfinden, das hier wahrscheinlich nicht zu dürfen. Liebgewonnene Dinge sind natürlich nicht immer leicht aufzugeben. Aber da Menschen nicht unbedingt vernünftig und im Interesse anderer handeln, muss manches eben reguliert werden.


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16.02.2021 um 12:04
Zitat von SvenLESvenLE schrieb:Gerade Bienen kann man in Städten besser halten. Diese Tiere sind sehr wählerisch bei dem, was sie anfliegen. Die Artenvielfalt auf deutschen Balkonen und Kleingärten ist größer als auf dem Land.
Als (Nebenerwerbs-)obstbauer und Imker: Lol, einfach nur lol :D Das trifft allerallerhöchstens für einige wenige Mais- und Rapswüsten in Norddeutschland, wo einem Agrarunternehmer irgendwelche saarlandgroßen Monokulturflächen am Stück gehören, zu, ansonsten ist das Bullshit.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 12:21
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das trifft allerallerhöchstens für einige wenige Mais- und Rapswüsten in Norddeutschland, wo einem Agrarunternehmer irgendwelche saarlandgroßen Monokulturflächen am Stück gehören, zu, ansonsten ist das Bullshit.
Ich habe selbst eine Streuobstwiese. Mir brauchst du nicht erklären, was ich so auf dem Lande sehe.

Deine verklärte Sicht auf die Monokulturen ist schon schräg, denn die sind hierzulande Standard!

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/13980.html
https://www.stadtbienen.org/wissen/bienenwissen/bienen-in-der-stadt/
Im Gegensatz zu ländlichen Regionen gibt es in der Stadt keine Monokulturen, sondern eine vielfältige Auswahl an unterschiedlichen Blüten. Dies sichert ein kontinuierliches Angebot an Nektar. Außerdem wirkt sich die Nahrungsvielfalt positiv auf das Immunsystem der Bienen in der Stadt aus. Auch gibt es in Städten keinen großflächigen Einsatz von Pestiziden, die schädlich für Bienen sein können. Einige Pflanzenschutzmittel machen Bienen orientierungslos oder schädigen ihre Gesundheit.
Quelle: ebenda

Jetzt wird es aber wieder off-topic...


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16.02.2021 um 12:28
Zitat von kleinundgrünkleinundgrün schrieb:Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich selbst bewohne ein EFH und bin froh darüber. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich damit einen überproportional hohen Pro-Kopf-Verbrauch an Ressourcen beanspruche, den zu einem Teil letztlich auch die Allgemeinheit "bezahlt".
Ich schätze der überwiegende Teil der Bauherren oder Hauseigentümer baut auch für die nachfolgenden Generationen, so schätze ich Dich auch ein. Ich weiß nicht, wie man das dann am Besten gegenrechnet. Na klar brauchst Du erstmal Baustoffe und dergleichen mehr, besserst auch erstmal aus und bringst es dann up to date, willst Deinen Garten.

Aber ein Haus ist ja auf Dauer angelegt, während ein Miethaus unter Umständen verfällt, wie zum Beispiel in der Siedlung Köln-Chorweiler, wie man es hin und wieder im TV sieht. Da werden noch viel mehr Ressourcen in weniger Jahren verbraucht, weil man ja jetzt offensichtlich wieder neu bauen will, weil die Siedlung verwahrlost wurde, während ein Einfamilienhaus auf Generationen angelegt ist.

Ich für meinen Teil sehe es so, dass mit dieser Ver-Gebotsforderung des linken Spektrums eine Steuererhöhung angedacht wird.


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Einfamilienhäuser- Wichtige Grundsatz- oder mehr Neiddebatte?

16.02.2021 um 13:15
Zitat von BauliBauli schrieb:Ich schätze der überwiegende Teil der Bauherren oder Hauseigentümer baut auch für die nachfolgenden Generationen
Ist ja aber bei Mehrfamilienhäusern nicht anders.
Zitat von BauliBauli schrieb:Aber ein Haus ist ja auf Dauer angelegt, während ein Miethaus unter Umständen verfällt
Ein EFH würde am selben Ort ggf. auch verfallen. Wenn die Leute weg ziehen, bleiben Häuser zurück. Klar zieht man eher aus einer Mietwohnung aus denn aus Eigentum. Aber in einigen Bereichen stehen eben auch sehr viele EFHs leer. Das ist eben eine Folge der aktuell anderen Mobilität.

Ein typisches Beispiel von einem "günstigen" Wohnen bemessen an Ressourcenaufwand zu Wohnraum sind mehrgeschossige aber nicht zu hohe gleichförmige Wohneinheiten.
Wenn nur die Frage des Pro-Kopf-Verbrauchs an Ressourcen eine Rolle spielen würde, wären 10-geschossige großflächige Gebäude das Mittel der Wahl. Plattenbausiedlungen z.B. Nur wollen halt nicht alle Menschen in so etwas wohnen.
Aber man muss eben Mittelwege finden.

So wie man in Gegenden mit Wohnungsknappheit auch mal einen Bauzwang hat. Da kann man als Eigentümer eines Grundstücks auch angepisst sein, weil man es nicht einfach leer stehen lassen kann. Auch das ist eine Eingriff in sein Recht, zu machen, was man gerne möchte.
Es ist immer eine Frage der Abwägung eigener Rechte und Interessen zu den Interessen und Rechten anderer Menschen. Es ist eine Frage, wie viel Leid (oder weniger dramatisch, wie viel Ungemach) verursacht mein Glück.
In einer Welt unbeschränkter Ressourcen müsste man diese Frage nicht beantworten. Aber in unserer Welt spielt es eben eine Rolle.

Und dann kommt man natürlich zu dem Punkt: Der böse Staat nimmt mir was weg oder reguliert etwas.
Aber das ist die Aufgabe des Staates. Zu regulieren. Dinge, die sich nicht von selber lösen, mit Vorgaben zu versehen. Das gelingt natürlich nicht immer gut - aber es ist eine Notwendigkeit.


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