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Das traurige Ende des Konservativismus

254 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Konservativismus, Vorraussage ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 09:46
Den Eingangsbeitrag, sowie den Titel find ich eher unglücklich, da vieles einfach als Fakt dargestellt wird, statt als Frage. Das traurige Ende des Konservatismus. Punkt. Is halt so, das suggerieren Überschrift und Eingangsbeitrag. Wenn das "doch sowieso feststeht", worüber dann diskutieren? Wo fängt Konservatismus überhaupt an? Wenn jemand im Schützenverein und katholisch ist? Wenn jemand noch Kassetten hört? Wenn jemand SPD oder CDU wählt? Das ist alles Wischiwaschi, was ist in D konservativ, was in Polen, was im Kongo, was in China?


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19.06.2021 um 09:47
@Abahatschi

Das war mal so, aber genau das passiert ja nicht mehr. Es mal so, dass konservative Parteien, von CDU bis zu den amerikanischen Republikanern und, wenn man sie zählen will, der AKP sich darüber definiert haben, dass sie Wohlstand schufen, auch für die einfachen Leute (zumindest hat man ihnen das geglaubt, ob das immer gestimmt hat ist eine andere Frag).

Und genau das klappt nicht mehr. Darum müssen die Republikaner in den USA sich auf den Kulturkampf versteifen und darum wurde Erdogan mehr und mehr zum Diktator und paktiert mit den Rechtsextremen der MHP. Das sage ich nicht, um das Verhalten von Erdogan zu entschuldigen, aber: Wenn einer als legitimater Landesvater konservativ regieren kann, dann macht der das in der Regel auch. Ist einfach, wenn man moderat ist. Hat aber langfristig so nicht mehr geklappt, weswegen sich die AKP und auch die Republikaner radikalisiert haben.
Und weswegen sich wohl, meiner Meinung nach, auch die deutsche CDU radikalisiert.

Man geht weg vom 'wählt uns, dann geht es uns allen gut' so 'die anderen wollen uns ausrauben und greifen unsere Lebensweise an, wir müssen gegen sie kämpfen'.
Da ist die CDU natürlich noch nicht so weit, wie die anderen beiden, aber auch hier fallen langsam die Mauern zur AfD.

@abberline

Den Konservativismus habe ich auf Seite 1 dazu extra nochmal umrisseN:
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Unter Konservativismus verstehe ich die die grundsätzlich gegen den Progressivismus gerichtete politische Strömung, die, soweit möglich, eigentlich alles beim Alten lassen will. Die gab es eigentlich in jedem westlichen Land in der einen oder anderen Form, zumindest bis vor Kurzem. In manchen Ländern war die schon immer etwas radikaler, in anderen laxer, aber es gab trotzdem, mal eher zentristisch mal eher richtung rechts, aber doch immer darauf bedacht, alles beim Alten zu lassen. Wahlen zu gewinnen, weil man wirtschaftlichen Wohlstand bringt und Ruhe ins Land, ohne große Experimente.

Die traditionelle Vater/Mutter zwei Kinder Familie, eine gewisse väterliche gesellschaftsstruktur (Hemlut Kohl als Papa, Angela Merkel als Mutti) in der man halt seiner Arbeit nachgeht und 'denen da oben' vertrauen kann.
Eben welche die sagen: Alles ist gut, und damit das so bleibt, wählt ihr uns.

Da ist ein deutlicher unterschied zwischen KOnservativ und rechtspopulismus: Konservative bedienen sich zwar manchmal populistischer elemente (Strauß damals z.B.), aber vom Grundsatz her, auch wenn die schimpfen, wollen die einem erzählen, dass es doch eigentlich schön ist im eigenen Land, dass es eine tolle Tradition und dass im Großen und Ganzen die Gesellschaftsordnung Okay ist.

Das machen rechtspopulisten nicht. Die benutzen auch sachen wie die traditionelle Familie, Sicherheitspolitik usw., die leben aber gerade davon, dass sie sagen : Gar nichts ist in Ordnung. Alles muss sich ändern. Nicht nur die linken, nein, auch das BUndesverfassungsgericht, auch die Hälfte der Bevölkerung, das sind alles unsere Feinde und wir müssen uns davon reinigen.

Und da sind die USA und Europa sehr vergleichbar. Bush und auch Romney und Mc Cain waren erstere, Konservativ. Scharf konservativ, weil USA, aber die hatten noch ein grundsätzliches Interesse daran, irgendwie halbwegs alle Amerikaner zu regieren. Trump hatte dieses Interesse nicht mehr und hat die Hälfte der Menschen (eigentlich mehr) zu Feinden erklärt.
Das erste ist das Prinzip Kohl, Merkel und Laschet (auch wenn man natürlich politische Gegner angreift) und letztendlich auch Strauß, und das zweite ist das Prinzip AfD und auch das Prinzip, mittlerweile, Maaßen.



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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 09:49
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Unter Konservativismus verstehe ich die die grundsätzlich gegen den Progressivismus gerichtete politische Strömung, die, soweit möglich, eigentlich alles beim Alten lassen will. Die gab es eigentlich in jedem westlichen Land in der einen oder anderen Form, zumindest bis vor Kurzem. In manchen Ländern war die schon immer etwas radikaler, in anderen laxer, aber es gab trotzdem, mal eher zentristisch mal eher richtung rechts, aber doch immer darauf bedacht, alles beim Alten zu lassen. Wahlen zu gewinnen, weil man wirtschaftlichen Wohlstand bringt und Ruhe ins Land, ohne große Experimente.
Brauchst du nicht auf den Westen beschränken solche Parteien gibt es überall. Und der konservativismus wird erst verschwinden wen es die Religion auch tut.


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19.06.2021 um 09:52
@nocheinmal

Ich weiß, es ist auch im Nichtwesten so, das ist ein globales Ding. Aber ich habe mich auf den Westen beschränkt, weil das den meisten Usern (auch mir) eher ein Begriff ist.

Konservativismus und Religion haben etwas miteinander zu tun, aber gehen nicht immer hand in hand.
Die Republikaner in den USA geben zwar vor, eine Partei des Christentums zu sein, aber man kann ja kaum sagen, dass Trump christliche Werte vertritt.

Und Boris Johnson ist populist, gibt sich aber gar keinen sonderlich christlichen Anstrich. Das braucht man dazu nicht. Auch in eher atheistischen Regionen der Welt, Ostdeutschland z.B., ist rechtspopulismus sehr beliebt.

Dahingegen waren die Konservativen im vergleich zu den Rechtspopulisten in Deutschland ja viel stärker, als Deutschland noch ein deutlich religiöseres Land war, als jetzt.


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19.06.2021 um 09:58
Zitat von DavemanDaveman schrieb:Also inzwischen find ich dass das Wort Demokratie heftigst Missbraucht wird. Da wird ne Partei gewählt, die koalisiert dann mit den Parteien die nicht gewählt wurden
@Daveman
Was sind Parteien, die nicht gewählt wurden? Sind das die, die nicht auf den Wahlzetteln auftauchen, oder die, die zwar gewählt wurden aber aufgrund zu weniger Stimmen nur zusammengefasst als „Sonstige“ in den Statistiken auftauchen?


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 10:00
Zitat von DavemanDaveman schrieb:Also inzwischen find ich dass das Wort Demokratie heftigst Missbraucht wird. Da wird ne Partei gewählt, die koalisiert dann mit den Parteien die nicht gewählt wurden
Sie können nur mit Parteien in Koalition treten welche gewählt worden sind. Und somit müssen Parteien meist Kompromisse eingehen, das ist eben Demokratie.


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 10:13
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Man geht weg vom 'wählt uns, dann geht es uns allen gut' so 'die anderen wollen uns ausrauben und greifen unsere Lebensweise an, wir müssen gegen sie kämpfen'.
Was denn jetzt? Bis jetzt ist der angebliche Trend zu „lasset alle rein“, „wir haben das G€ld“.


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19.06.2021 um 10:22
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Was denn jetzt? Bis jetzt ist der angebliche Trend zu „lasset alle rein“, „wir haben das G€ld“.
Wo ist dieser Trend so bei traditionell konservativen parteien?


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 10:28
@Abahatschi
Korrekt. Und warum nur steht Deutschland im Rest der Welt als völlig bescheuert da? Am deutschen Wesen soll die Welt genesen? Hatten wir schon mehrfach. Davon abgesehen, seh ich eher, dass die CDU derzeit stärkste Partei ist.
Mal abgesehen davon, dass ein "wir lassen alle rein" ziemlich viele arg konservative Menschen zu uns bringen würde und umgekehrt die extremen Ränder stärken würde


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 10:31
Zitat von abberlineabberline schrieb:ziemlich viele arg konservative Menschen
Jo, die Familie wird gestärkt, die Frau von der Arbeitslast befreit und kann daheim bleiben, die Kinder werden bei der Partnerwahl unterstützt - genau genommen, anstatt freier, wird die Welt konservativer.
@shionoro sieht aber ein Ende dessen :D


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19.06.2021 um 10:32
@abberline

Inwiefern steht denn Deutschland als bescheuert da? Und siehst du nicht, dass die CDU durchaus einen deutlichen Machtverlust erlitten hat? Selbst obwohl es bei den Umfragen gerade ganz gut für die läuft, sieht es nach dem schlechtesten wahlergebnis in ihrer Geschichte aus.

Obwohl die eher moderate Merkel, der man die Flüchtlingskrise anlastet, gar nicht mehr antritt.


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 10:37
Ich sehe es so , dass die Gesellschaft heute eine andere ist als 1950.
Wenn Konservative damals den Gesellschaftszustand konservieren wollten. Können sie heute nicht mehr so konservativ wie damals sein. Oder: Der Konservatismus heute müsste ja meinem Verständnis nach ein anderer sein als damals, da es ja heisst, Gesellsachaft hätte sich entwickelt.
Wenn sich also Gesellschaft entwickelt ist heute immer ein anderer Konservatismus als gestern und insoweit könnte man sagen, der Gestrige ist tot. Der Heutige nennt sich anders und will anderes.


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 11:18
@shionoro
Irgendwie unterscheiden sich unsere Wahrnehmungen diesbezüglich. Aber ja, der Rest der Welt wundert sich in einigen Punkten über Deutschland


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 11:25
@abberline

Ja aber sag doch mal wo. Weißt du, ich höre diese Behauptung lustigerweise aus allen Ländern von Leuten, die sich als konservativ sehen.

Man erzählt mir aus den USA, der Rest der Welt würde einen Ausnutzen. Man erzählt sich das auch in Polen oder Frankreich, oder in England.
Irgendwas kann da ja nicht stimmen, wenn alle sagen, sie werden international ausgenutzt.

Deutschland ist ein international angesehenes Land,


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 11:39
@shionoro
sagen kann man viel, ist das belegt? Denn dann würde es nur stimmen.


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19.06.2021 um 11:41
@Tussinelda

Dass Deutschland ein international angesehenes Land ist?


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 11:45
Zitat von shionoroshionoro schrieb:Weißt du, ich höre diese Behauptung lustigerweise aus allen Ländern von Leuten, die sich als konservativ sehen.

Man erzählt mir aus den USA, der Rest der Welt würde einen Ausnutzen. Man erzählt sich das auch in Polen oder Frankreich, oder in England.
Irgendwas kann da ja nicht stimmen, wenn alle sagen, sie werden international ausgenutzt.
das. "Man erzählt" ist nämlich ein supi Argument.....


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19.06.2021 um 11:49
@Tussinelda

Naja weißt du , man muss bei Diskussionen immer so ein bisschen wissen und auch guten willen von dem Diskussionspartner vorraussetzen.
Ich gehe davon aus, dass viele hier US medien folgen und wissen, dass eins von Trumps Wahlkampfargumenten immer war, dass amerika von allen anderen ausgeraubt wird.
Das war auch ein Argument von Johnson und anderen Brexiteers bezüglich der UK.
Undas ist auch ein Argument der deutschen Rechtspopulisten (Sozialamt der welt).

Klar könnte ich das jetzt alles raussuchen, aber sollte ich das? Ich setze vorraus, dass mein Diskussionspartner das auch weiß und genug guten willen hat, nicht alles was ganz offensichtlich stimmt zu hitnerfragen.

Wenn mir einer was nicht glaubt oder es strittig ist, belege ich gerne. Aber doch nicht nur aus selbstzweck oder weil mir einer das Argumentieren schwer machen will.l


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19.06.2021 um 12:03
@shionoro
Deswegen schrieb ja auch, ob das überhaupt stimmt, behaupten kann man viel.


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Das traurige Ende des Konservativismus

19.06.2021 um 12:04
@Tussinelda

Also du zweifelst an, dass Rechtspopulisten international seit Jahren behaupten, ihr Land werde international ausgenutzt und möchtest dafür einen Beleg haben, weil dir Trumps, Johnsons oder AfD Aussagen vorher nicht bekannt waren?


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